Mittwoch, Oktober 29, 2008

Fast Forward

So läuft mein Leben im Moment, habe ich das Gefühl.
Montag und Dienstag vergehen eh immer wie im Flug, da im Moment alle Kollegen scheints austesten, wie weit sie bei mir gehen können, ganz nach dem Motto: "Die ist neu, mal schaun, ob wir die dazu bringen, das zu machen, was ihr Vorgänger immer verweigert hat und noch mehr".
Abends dann ein dauerquasselndes und schlafverweigerndes Kind aus der Krippe holen, abfüttern, irgendwieirgendwann zum Schlafen bringen, evtl. selber sporteln und dann auf dem Sofa wegratzen.
Mittwoch ist dann der Au-el Tag, heute in der Hardcore-Version: wegen Dauerregen überliessen wir dem Hübschen morgens das Auto und machten uns durch den strömenden Regen mit VeloBusZugTramVelo auf den Weg in die grosse Stadt. Ich durfte nach Kindabgeben gleich wieder zurück ins Sauwetter Richtung Gyn-Kontrolle (alles super, ich soll immer noch viel trinken und wenn ich irgendeine "Yoga wäre doch super oder Shiatsu" Art Geburtsvorbereitung machen will, solle ich doch bitte in die Puschen kommen; ausserdem: Magnesium in geschmackloser Dragee-Form, juhu).
Als ich nach einer Stunde zurück war und mir ein aus einer Kopfwunde tropfender Little Q. die Tür öffnete, war mir spätestens klar, dass der Tag alles andere als easy werden würde (Blutbad war halb so schlimm; nach meinem Klingeln wollten Au-el und Little Q. beide als erster die Tür aufmachen und bei dem folgenden Gerangel machte Little Q. s Hinterkopf Bekanntschaft mit einer Ecke des Türschlosses. Er war trotzdem erster und die Wunde war weder tief noch gross. Da ich ja aus eigener Erfahrung weiss, wie stark Kopfwunden bluten, bin ich nicht mal sonderlich panisch geworden).
Nun denn, der Dauerregen hielt uns im Haus, dazu noch die extreme Motzigkeit von Little Q., allgemeiner Lagerkoller und fertig wäre der Abend zum mit Rotwein Beine hochlegen. Wäre, weil wir schon lange ausgemacht hatten, dass Au-el heute mit zu uns heimkommt und bei uns übernachtet.
Immerhin holte der Hübsche uns (immer noch Dauerregen) mit dem Auto ab. Zu zweit schafften wir es dann auch, die beiden besten Freunde/Streithähne halbwegs friedlich abzufüttern, zu baden und ins Bett zu verfrachten. Noch wird geflüstert, gekichert, geraschelt und immer mal wieder "Kaaaaaaaaaarin, kumm amol, ich glaub, d'Katz is im Zimma" gerufen, aber ich bin guter Hoffnung, dass ich irgendwann, wenn schon nicht mit Rotwein, dann doch mit irgendwas anderem Leckerem auf dem Sofa bleiben kann.....