Donnerstag, August 21, 2008

Gartenpolizei

Als wir das Haus hier gekauft haben, wurde uns von den Vorbesitzern zwischen Tür und Angel mitgeteilt, dass dies hier so eine Art Natruschutzgebiet sei, deswegen ein gewisser Prozentsatz des Gartens mit Steinen etc. gestaltet werden müsse und ein Haufen spezielle Pflanzen verboten seien , um den Eidechsen einen schönen Wanderweg vom Wald in die Rheinauen zu gewähren. War uns relativ egal, da wir das Haus mit fertig gestaltetem Garten gekauft haben und uns wie die Nachbarn bei der Bepflanzung des kleinen Blumenbeets am Angebot des örtlichen Gartencenters organisiert haben.
In den neueren Häuserreihen treibt diese Vorschrift allerdings schon manchmal seltsame Blüten, die uns oft schon zum Schmunzeln gebracht haben...
Alles aber mit gutem Grund, heute war nämlich die Gartenpolizei unterwegs: drei Gemeindemitarbeiter mit Pflanzenbestimmungsbüchern inspizierten die Vorgärten. Von unserem Beobachtungsposten am Sandkasten konnten wir dramatische Entdeckungen wie "Das ist aber viel zu nah am Zaun" und "17 mm Abstand vom Boden, das wird knapp." aufschnappen und die Herrschaften beim mm-genauen Nachskizzieren der Vorgartengestaltung beobachten.
Ich liebe dieses Land.

PS: wir sind nochmal davon gekommen. Unser Weg war noch nicht dran. Wir können also nochmal alle Bestimmungen nachlesen gehen und veilleicht unseren bösen Neophyten-Sommerflieder als was anderes verkleiden.

PPS: zu spät. Sie biegen doch in unseren Weg ein.