Dienstag, August 22, 2006

An manchen Tagen,

da flutscht's einfach: trotz (oder weil) nur einer Stunde Little Q.-freiem Bett haben er und ich super geschlafen bis acht, der Hübsche hoffentlich ebenso gut bis sechs.
Danach gab es leckeren Milchkaffee, vom Hübschen schon vorbereitet, für den Zwerg ebenfalls, nur ohne Kaffee.
Allgemeines Frischmachen, Frühstück zu zweit (mit dem zweiten Milchkaffee), die erste Wasch- und Spülmaschine angeworfen, das Kind verpackt und ab zum Einkaufsbummel.
Da uns der Bus direkt vor der Nase wegrauschte und eh sportfreier Tag ist, wurde der Weg in die Innenstadt zu Fuss zurückgelegt. Little Q., ganz Musterkind, kommentiert alle Sehenswürdigkeiten (Hunde, Katzen, Passanten, Geschäftsauslagen, Statuen) mit ausgestrecktem Zeigefinger und "da.....dadada". Dabei vertilgt er begeistert die supermomtaugliche Wegzehrung: Gurkenstreifen; gesund, verderben nicht den Appetit aufs Mittagessen und ganz wichtig: machen keine Flecken.
Erster Stop: Tchibo. Little Q. ist nun genug gesessen, und darf, während Mama Brüllen mit einem Schielen auf alle anderen Angebote die Kinderregenjacken durchsucht, auf eigene Faust Erkundungen anstelen. Zum Anprobieren muss ich ihn leider zwischen den Kaffeesäcken in der Auslage hervorpulen.
Jacke passt, Hose brauchen wir nicht, weiter zum nächsten Stop: Frauen&Kinder-H&M. Die Madonna-Kollektion sieht wirklich genauso grausig aus wie auf den Plakaten, geht es also gleich in die Baby-Abteilung.
Auch hier wieder: Aussteigen, selbersuchen. Währenddessen konnte ich gemütlich nach der perfekten Mütze für die Übergangszeit suchen. Am Schluss wurde die Ausbeute verglichen, autoritär wie ich bin, blieben wir bei meiner Auswahl. Jaja, ich weiss,vermutlich nehme ich so meinem Kind die Chance, selbst seine sexuelle Identität zu finden, aber rosafarbene Mickeymaus-Rüschenkleider hätte er nicht mal bekommen, wenn er ein Mädchen geworden wäre. So gabs besagte Übergangsmütze (Cord, braun, Schirm), eine einfache Baumwohllmütze ohne Zipfel für unter den Radlhelm, einen Ringelbody für unter die Latzhosen sowie eine Jogginghose für gemütlich und zum Mittagsschlaf.
Nachdem mir Gottseidank vor der Rückgabe der letzten geliehenen Sachen an meine Kollegin eingefallen ist, dass man vier Rollen "Giottos", nur weil man sie selber geschenkt gekriegt hat und eigentlich gar nicht mag, nicht unbedingt an jemanden mit Nussallergie und Schwangerschaftsdiabetes weiterschenken sollte, gab es auch noch ein süsses Mädchenoberteil in 62 (Mann, sind die winzig...).
Für den Rückweg gab es den Bus und die restlichen Gurkenstreifen (auch für mich).
Zuhause habe ich es tatsächlich geschafft, binnen 20 Minuten Wasch- und Spülmaschine zu leeren, den Trockner anzuwerfen und aus frischen Zutaten ein gesundes Mittagessen zu zaubern, das Mutter und Kind schmeckte. Letzteres verabschiedete sich noch vor dem geplanten Nachtisch (Biobirne auf die Hand) in den Mittagsschlaf.
Supermom sitzt nun beim dritten Milchkaffee und einer Rolle der blöden Giottos (müssen ja weg...) vor dem Computer.... so könnte es immer sein.