Donnerstag, August 31, 2006

Langsam sollte ich es wissen

Wann immer ich mich mir nicht mehr anders zu helfen weiss, als mich bei der Mütterberatung auszuheulen, ist das Schlimmste schon geschafft.
Klagepunkte diesmal:
Kind heult nur, kann sich überhaupt nicht selber beschäftigen
Kind ist mamafixiert, Brüllattacken, wenn man nicht beim Kochen auf dem Arm sitzen kann, Papa ist ein weiterer Brüllgrund
und noch so nebenbei: Kind trinkt immer noch aus der Flasche, die aber immer noch von der Mama gehalten werden muss, aus praktischen nicht tropfenden Trinklernbechern trinkt man nur, wenn 1. Mama hält und 2. die Tropfsicherung entfernt wurde.
Tja, was soll ich sagen: gestern abend haben sich Little Q. und unsere Katze ewig gegenseitig gejagt ohne einen Blick zur Mama.
Heute abend wurden während den sich normalerweise endlos ziehenden Minuten des Tischdeckens beim Toben mit Papa die neuen Schlappen eingetragen.
Beim Abendessen hat er selbständig aus der (tropfenden) Ikeaschnabeltasse doch wahrlich getrunken und nicht den Boden gegossen. In der Badewanne dann wurde miteinem Becher Wasser geschöpft und dieser eigenhändig in den Mund geleert.
Gut, es ist noch nicht alles perfekt, die Lasagne konnte nur unter irrsinnigem Gekreische in die Form geschichtet werden.
Dabei ist mir aufgefallen, man wird nicht nur geschickt im einhändigen Leben, nein, es geht auch einbeinig. Man kann nämlich ganz schlecht laufen, wenn sich ein kreischendes 11 kg-Bündel mit aller Kraft ans Hosenbein hängt. Mit dem im Sportunterricht perfektionierten Sternschritt (zusammen mit "Korbleger auf Noten" das einzige, was mir vom Basketball in Erinnerung geblieben ist) kommt man jedoch nahezu überall hin. Der Korbleger ist übrigens sehr praktisch, wenn man dreckiges Geschirr, leere Eierschalen etc. zur späteren Verwertung ins Spülbecken befördern muss.
Ach ja, es gibt noch mehr gute Nachrichten: bei der Untersuchung beim Kinderarzt wurde ja festgestellt, dass Little Q. immer noch nur ausräumt, nicht wieder ein. Das macht er jetzt: den Mülleimer erst aus, dann den Müll in die Schreibtischschublade ein. Auch fängt er an, alltägliche Handlungen zu imitieren. Im Moment sind das Haarebürsten und Telefonieren (zum Telefon taugt übrigens fast alles, so sass er heute hochkonzentriert mit seiner Nachmittagsbreze ans Ohr gedrückt im Einkaufswagen).