Mittwoch, August 19, 2026

190826

 Das hat jetzt ordentlich gearbeitet in mir heute nacht, dass ich das mit den Kraulen so gar nicht gut hingekriegt habe. Ich habe genau überlegt, wie ich das heute im Schwimmplan integriere, Resultat: "Kein Schlaf erkannt", lol.

Morgens dann verrückt langsamer Start, ich kam gar nicht gut voran. Gekrönt dann davon, dass ich meine Schwimmhandtücher vergessen hatte und das erst im Fahrradkeller merkte. Normal sind die ja nach dem Tag im Umkleideraum aufgehängt sein trocken und bleiben grad in der Tasche. Gestern habe ich sie aber ja nochmal gebraucht und dann daheim aufgehängt. Und vergessen. (Immerhin beim Rauflaufen dann Jonny samt Maus doch noch vor der Haustür getroffen).

Im Schwimmbad war dann heute erstaunlich wenig Wasser drin, nachdem ich gestern so viel geschluckt habe, los und so hatte ich allen Platz der Welt, um zu üben. Ich habe mir einen Poolboy Pullbuoy (damit die Kaltmamsell nicht schnaufen muss (ich weiss, wie das heisst, aber ich finde es so lustig, Poolboy zu sagen, aber vllt finde nur ich das)) geschnappt und das einarmige Kraulen rechts und links mit jeweils Atmen zur Seite geübt. 

Erkenntnis: 

das geht viel besser als gedacht und viel besser als das Gespritze am Ende mit beiden Armen gestern. 

Die Idee mit "Eine Röhre formen, durch die der Körper schwimmt," hilft auch. 

Ich muss deutlich weiter drehen und nach hinten schauen beim Atmen, habe damit aber auch deutlich weniger Wasser geschluckt. 

Leider auch: links geht mir das Rückholen des Armes nicht ganz so leicht von der Hand, da ist die Schulter doch nicht ganz so beweglich, wie ich gedacht hätte. Dementsprechend kann ich besser rechts kraulen und atmen.

Was ich nicht gut kann: wenn ich keinen Pullbuoy halte und mit beiden Armen kraule, dann atmenderweise Pause auf einer Seite machen und eben den anderen Arm vorgestreckt lassen. Der krault einfach weiter und naja, Wasserschlucken. 

Und ich habe neben dem Wasserschlucken mein Problem identifiziert: den Luftverbrauch und den Atemrhythmus koordinieren. Das kenne ich vom Brustschwimmen schon, da habe ich mich jetzt damit abgefunden, dass ich nach jedem Schwimmzug Luft hole. Beim Kraulen sollen wir eigentlich jeden dritten Armzug atmen, damit wir auf beiden Seiten atmen lernen, das finde ich grenzwertig lang und dann habe ich unter Wasser schon das Gefühl zu ertrinken. Und dann will ich jeden zweiten Zug atmen, bin aber schon so beim Keuchen, dass ich auch da ertrinke und naja, Wasserschlucken.

Way to go, würde ich sagen!

(Habe übrigens einfach immer abgewechselt Spritzen, strampeln, Spucken, Schlucken, Keuchen aka eine Bahn Kraul und dann ein paar Bahnen Brust zum Runterkommen.

Dann: Arbeitstag, der einerseits sehr meetingarm war, warum auch immer, aber ich habe ja eben 93 Dokumente mit im Schnitt 40 Seiten zu reviewen bis zum 28. August, ich hatte also gut zu tun (immerhin schon, obwohl ich definitiv kein SME für die meisten Themen bin, einige zu klärende oder korrigierende Punkte gefunden, bin schon bisschen stolz). Ausserdem gab es das ein oder andere menschelnde Thema zu regeln, zwei Produktteammeetings und einen Catchup mit meinem Chef, der bald in die Ferien geht. (Unter anderem wurde mir meine Beförderung incl neuem Gehalt bestätigt, das hatte ich schon wieder ganz vergessen. Ich Verhandlungskönigin). Ausserdem habe ich mitgeteilt, dass ich halt irgendwann doch in den Urlaub gehen werde und zwar dann, wenn es in meine neuen Projekt um die Wurst geht (ok, das tut es jetzt durchgehend bis November), und wenn es in einem anderen entscheidende Neuigkeiten geben wird. Anyway: das wird auch alles ohne mich passieren, die Kommunikation dazu werden wir vorher gut planen und verteilen, das wird schon.

Im letzten Meeting dann schon wieder eine Ferienvertretung eingesackt, ich weiss nicht, ist schon nicht die feine englische Art, das in einem Meeting direkt zu "verlangen", hätte man schon vorher abklären können (v.a. weil das halt ein Thema ist, das ich persönlich weder dringend sehe noch durchdacht finde, sondern ein Symptom der Chaotik in einer Nachbarabteilung. Deswegen liefere ich da den Input, der verlangt wird und schüttle den Kopf innterlich, aber mag nicht dafür verantwortlich sein, dass der gesamte Kladderadatsch präsentabel ist. Naja. Egal.

Dann: Heimradeln immerhin mit Rückenwind, aber immer noch so, so, so unangenehm heiss. Immer noch 35 Grad heute, das ist deutlich weniger als auch schon, aber ich mag echt nicht mehr.

Auf dem Heimweg noch schnell im dm vorbei (übrigens: heute morgen von einer rechtsabbiegenden Autofahrerin angeschrieen und beschimpft worden, weil ich halt am Radweg gefahren bin und sie deshalb mit dem Rechtsabbiegen warten musste. Beim Heimradeln von einem auch rechtsabbiegenden Autofahrer fast umgefahren worden (er blieb mit quietschenden Reifen stehen), als ich bei grün über eine Fussgängerampel schob. Was ist los mit den Leuten?)

Daheim dann Einkäufe verräumen, Wäsche verräumen, Duschen, Kleider für morgen parat machen, Salat und Bratkäse respektive restliche Tajine für mich essen, duschen, auf der Terrasse lesen, bis L. heimkommt und wir vllt noch eine Folge schauen. Oder nicht.

Dienstag, August 18, 2026

180826

 Heute morgen beim Radeln war mir dann doch fast (fast) ein wenig fröstelig. Auf den letzten paar Metern hatte ich den Hauch eines Anflugs einer Gänsehaut an den Armen. Nicht genug, um warm zu duschen!

Schwimmen: war super, heute war ja auch morgens wieder Fortgeschrittenenkraulkurs, dh ich hatte ein bisschen den inneren Zeitdruck, vorher fertig zu sein, weil sich danach alles auf den zwei übrigen Bahnen chnübelt. Es kommen immer mehr Schwimmer aus den Ferien zurück, auch der Delfinschwimmer, der es schafft, mit seinem Schwimmstil das ganze Becken so in Wellen zu versetzen und zu spritzen, dass es echt tricky wird, kein Wasser zu schlucken.

Nachdem ich gestern abend so nass geworden war und heute nur 30Grad warm werden sollte, habe ich mich spontan gestern für ein langärmliges (dünnes, und die Ärmel können aufgekrempelt werden) Kleid entschieden und das direkt beim Anziehen bereut. Es war sehr schwierig, in das Kleid zu kommen, der flimsige Stoff klebte überall an meinem frisch geduschten, eingecremten, dampfigen Körper. Hätte geholfen, den Reissverschluss ganz aufzumachen, aber das habe ich (kurz) vor der Panikattacke gemerkt, und nochmal von vorne angefangen. Beim Reissverschlusshochziehen musste mir dann trotz voll wiederhergestellter Schulterbeweglichkeit eine Kollegin helfen, ich hoffe, ich komme beim Kraulkurs heute dann wieder raus.

Arbeitstag dann mit sehr, sehr, sehr viel WTF, ich verzweifle echt nicht an den Projekten, die technisch superschwierig sind, sondern an denen, in denen Leute "arbeiten" oder wir auf Funktionen angewiesen sind, die einfach blocken oder Leute runtermachen oder halt einfach ... nichts machen. MEINE GÜTE!!!!

Dann: grosse Aufregung, weil erster Kraulkurstermin. Wir halten nochmal fest: Ich will kraulen lernen, meine grossen Bedenken (und warum ich nicht einfach kraule): ich weiss nicht, wie atmen, ohne Wasser einzuatmen. Abgesehen davon, dass ich halt technikmässig nix weiss ausser den Beinschlag und dass man halt mit den Armen abwechselnd von oben nach unten durchs Wasser paddelt. Technikmässig wäre ich jetzt nicht so voller Bedenken, ich habe mir mit der theoretischen Vorbildung eines einzigen Schwimmkurses im Kindergartenalter, in dem ich vor allem durch Reifen tauchen gelernt habe, einen Brustschwimmstil angeeignet, der mich 4x die Woche glücklich meinen Kilometer schwimmen lässt.

In der Umkleide dann schlimme Bedenken, weil die anderen Frauen, die da waren, ihre Beweggründe für den Kurs schilderten: "Ich bin ja eher so eine Allrounderin und habe mich jetzt für ienen Triathlon angemeldet, dafür muss ich aber noch ein bisschen schneller im Schwimmen werden", beifälliges Nicken.

Beim Abfragen der Trainerin, wer denn schon wie gut kraulen kann, haben die anwesenden Männer alle gesagt "Schon ganz ok, aber es ginge besser", die Frauen haben ihr Triathlonsprüchlein gesagt und ich "ich kanns gar nicht und weiss nicht, wie ich es machen soll, ohne Wasser einzuatmen oder zu schlucken und in jedem Fall zu ertrinken".

Tja.

Beruhigende Erkenntnis: von den TeilnehmerInnen kann keineR auch nur irgendetwas, was mit Kraulen zu tun hat. Alle haben gehustet und gespuckt und geprustet und gespritzt. Mein unerwarteter Vorteil gegenüber tatsächlich fast allen TeilnehmerInnen: ich habe Kondition, Armkraft und Körperspannung. Ich fand genau einen Aspekt anstrengend, nämlich den Daumen an die Hand drücken und keine Tanz- oder Turnhand zu machen, sondern ein angespanntes Schäufelchen. Alles andere, Beinschlag, die drei Stufen des Armschlags, die Körperspannung, war nullkommanull anstrengend. Ich fand auch das Wasser nicht kalt. Hat es sich also doch ausgezahlt, seit einem Jahr 4x die Woche in genau dem Becken 40 Bahnen zu schwimmen (und schon immer Sporarten zu machen, bei denen man Körperspannung braucht)

Was halt schon sehr anstrengend war, war alles andere. Nämlich: den Armschlag hinbekommen (vier Phasen, mir fehlt der Link zwischen zwei und drei) und dann halt das vermaledeite Atmen. Ziel ist: jeden dritten Armschlag zu atmen und zwar so, dass man sich zur Seite dreht, wie wenn man sich auf den Rücken drehen würde und nach seitlich hinten einatment. Ich drehe mich definitiv zu wenig weit und schaue auch vielleich zu wenig nach hinten, ich schöpfe immer mit einem Mundwinkel Wasser, das ich entweder schlucke oder einatme. Naja. 

Werde ich also in Zukunft zu meinen gemütlichen Brustschwimmrunden noch einige Bahnen Kraulübungen machen mit und ohne Poolboy. (Wäre schon schön gewesen, wenn mir das nicht so schwer fallen würde... naja.)

Ich hoffe mal, es wird bald besser.

Dann: heimradeln, spät im Dunkel auf der Terrasse mit den Jungs Ravioli mit Salbeibutter essen, eine Folge Silo schauen und lang genug wach bleiben, dass all das geschluckte Wasser wieder rauskommt.


Ein Jahr ist es übrigens her, dass wir L. nach Japan geschickt haben. Kommt mir, wie alles aus dem Sommer 2025 (was sagt es uns, dass ich gerade 2019 geschrieben habe?), schon soooooo viel länger her vor.

Wie gut, dass das alles so gut rauskam, er wieder da ist und der nächste Abflug in den Fernen Osten hoffentlich ohne Tränen ablaufen wird!

Montag, August 17, 2026

170826

 Heute morgen war ich eigentlich bereit, beim Radeln zur Arbeit schon vor dem Schwimmen nass zu werden, aber nix: der Regen hat sich erst bis neun und dann bis 10 betteln lassen....

Kühl war es auch noch nicht, dafür aber recht dunkel.

Schwimmen: super!!!! (Morgen geh ich morgens und abends schwimmen, und bevor Sie denken, ich wäre verrückt geworden: morgens meinen Kilometer und abends dann erster Kraulkurstermin, ich rechne nicht damit, dass das beim ersten Mal besonders anstrengend wird, eher koordinativ kompliziert und zum Mitdenken. Let's see,)

Dann: für einen Montag sehr volles Büro, ich muss aufpassen, den Kollegen mit deutschen Schulkindern, die in den Pfingstferien weg waren und jetzt halt sooooo lange auf ihren Sommerurlaub warten mussten und ganz offensiv leiden weil so lange keine Pause mehr, nicht ins Gesicht zu springen, weil: ich hatte das letzte Mal im Februar frei und gehe erst IN SECHS WOCHEN in die Ferien. Naja. (Wenn alle Einreichungen dieses Jahr durch sind muss ich echt nochmal ordentlich frei nehmen und nächstes Jahr anders planen)

Arbeit: Mix aus tricky, komplizierten Themen, mühsamer Kleinarbeit, operativer Organisation, die ich mir irgendwie habe aufdrücken lassen, weil die, deren Job es eigentlich gewesen wäre, einfach nein gesagt haben, einiges, was ich endlich delegieren muss respektive der einzig logischerweise zuständigen Person auftragen, freiwillig wird das nix mehr, und halt einen gesamten Dossierreview. Meine Güte. Und das Projekt von dem Podcaster (ich habe aufgegeben, der Typ hat die Aufmerksamkeitsspanne einer Stubenfliege, ich habe ihm ein und dasselbe jetzt schon 4 mal erklärt, für ihn ist es jedesmal neu und jetzt lädt er zu stundenlangen "please prioritize"-Meetings in den golden hours. Danke, aber nein danke.

Generell heute ein bisschen an der Lethargie und Arbeitsauffassung einiger KollegInnen verzweifelt. Wie kann ich zu einem seit Wochen terminierten Meeting kommen und nicht auf dem Stand der Dinge sein, das Team Eskalation planen lassen wegen Untätigkeit verschiedener anderer Funktionen, nur um dann 2h nach dem Meeting zu erklären: "Ich habe jetzt meine Emails von letzter Woche gelesen, ist alles anders und alles erledigt, tschaui" (und nein, letzte Woche war die Person NICHT im Urlaub...). 

Naja. 

Auf der anderen Seite gibt es auch Teams, in denen jedes einzelne Teammitglied weit über den eigenen Tellerrand hinausdenkt und alle mitziehen, das war dann ein versöhnlicher Abschluss.

Beim Heimradeln war eigentlich irgendwann mal kein Regen mehr angesagt, die ersten Spritzer trafen mich jedoch, als ich aus der Tiefgarage rausradelte, nach den ersten 500m prasselte es runter und ich radelte 11 der 13km direkt unter der Gewitterwolke. Es war immerhin nicht kalt, nur wie unter einer voll aufgedrehten Regendusche stehen (oder halt radeln) mit sehr grossen Tropfen (unangenehm war, wenn der Wind sie einem richtig mit Schmackes draufpfefferte. Irgendwann war die Strasse so nass, dass es von unten einfach in kontinuierlichem Strom bis zu den Knien hochspülte, zwischendrin fühlte es sich an wie rivercrossing in Island (also: so, wie ich mir das vorstelle).

Kurz vor daheim kam die Sonne raus und die Kinder sahen mich und Sansa, die ähnlich geduscht vor der Haustür auf Öffnung wartete etwas irritiert an:




Ich habe dann seit Monaten zum ersten Mal mit Freude warm geduscht und eine dreiviertellange Trainerhose angezogen. Nicht, dass es kalt wäre, aber mir war nach gemütlich.

Uff.

Sonntag, August 16, 2026

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Mein lieber Q.,

so, wir können es nicht mehr schönreden, du bist einfach volljährig, egal wo (glaube ich). EINUNDZWANZIG!

Alles, alles Liebe zum Geburtstag! (Note to my previous self und vielleicht Kleinkindeltern: diesen Post schreibe ich um 10:15h, ich bin seit 2h auf, der Geburtstagstisch ist gedeckt, ich überlege, ob ich die buttercremegefüllten Cupcakes wieder in den Kühlschrank stellen soll, weil das Geburtstagskind noch tief und fest schläft. Ok, es ist Sonntag UND es sind Semesterferien und Feuerwehrübung war schon gestern. Irgendwann schlafen sie. Auch am Geburtstagsmorgen. Und ja, es kann ein bisschen dauern)

Es ist übrigens immer noch nicht der erste legofreie Geburtstag, not sure, ob das je passieren wird.

Das letzte Jahr war eine reine Freude zu beobachten: du hast das Studium begonnen und dich reingeworfen und es ist, als ob das für dich und du dafür gemacht wärst. Du hast Vorlesungen, Übungen, Praktika gerockt, für die Klausuren so unglaublich strukturiert gelernt, ich bin nachträglich neidisch geworden auf dieses Organisationstalent. Du hast Freunde gefunden, bist im Unikosmos zu Hause und einfach am richtigen Ort. Und ja, für Papi und mich ist das schon extrem speziell, das durch dich nochmal zu erleben, sooooo lang ist es ja noch nicht her, dass wir an diesem Punkt im Leben waren (doch, ist es, sehr, sehr lang)

Sonst: Feuerwehr: du hattest erste echte Einsätze, von brennendem Gartenbusch, Schwelbrand in einem Futtermittelsilo, Autounfall, Dachstuhlbrand, Grossbrand auf dem Schrottplatz, du hast dich in alle Spezialausbildungen eingeschrieben, die es gibt (Atemschutz, Maschinist, Absturzsicherung), du hast bei Sportchallenges teilgenommen (ich sage nur "Towerrun), es ist soweit, dass sich neue Kolleginnen bei der Arbeit (in Nachbarabteilungen!) so vorstellen: "Ich bin ausserdem bei der Feuerwehr in K, da arbeite ich zusammen mit Frau Brüllen's Sohn". 

Deinen Hyperfokus hast du, da bin ich gar nicht so traurig, von deiner Messerkollektion im letzten Jahr auf Lego umgewidmet (und nein, das ist nicht die Legobegeisterung, die wir von dir kennen, seit du mit drei deinen ersten Legokrankenwagen bekommen hast, hier geht es um Vintagefiguren von anderen Sammlern etc), das ist auch für unsere Besuche in diversen Notaufnahmen mit zerschnittenen Fingern besser. Habe noch nicht gesehen, dass man sich beim Legobauen notfallmässig verletzt.

Pfadis: du hast dein letztes Sommerlager als Stufenleiter beendet und bist jetzt mit einer Kollegin zusammen Abteilungsleiter. Ich denke mir, vielleicht ist es mit dem Pfadileiten so ein bisschen wie mit Chemikern und dem Labor: die meisten können sich nach Studium und Doktorarbeit nicht vorstellen, jemals NICHT mehr im Labor zu arbeiten und irgendwann ist es aber dann für die allermeisten doch mehr als ok, nicht mehr direkt die Finger drin zu haben. Ich denke, du wirst ein super AL sein, sehr klar und nicht einfach in Diskussionen :-). Bin gespannt, wie sich die Abteilung und Du dabei entwickeln werden.

Jetzt aber geniess erstmal noch deine Semesterferien, es freut mich so sehr, dass du "dank" der wegen Trockenheit abgesagten vielen Feuerwehranlässe doch noch mit deinen Buddies an die Nordsee fahren kannst!

So. Ich wäre jetzt bereit für Kuchen, was ist?!

Alles Liebe zum Geburstag, mein Grosser, ich bin sehr, sehr stolz auf dich und darauf, deine Mum sein zu dürfen!


Samstag, August 15, 2026

150826

 Was für ein verplanter Tag, meine Güte. 

Angefangen damit, dass ich gestern abend eingeschlafen bin mit Unsicherheit, ob L., der als vorletzter heimgekommen war, den Schlüssel an der Tür innen abgezogen hatte, damit Q., der als letzer heimkommen würde, reinkäme. Ich war aber so müde, dass ich eingeschlafen bin, bevor ich nachschauen gehen konnte.

Heute morgen dann um halb acht aufgewacht, Q.s Standort war bei uns daheim, also hat wohl alles geklappt. Kaffee machen, im Bett mit Kaffee und Internet und Buch wach werden, Bauchtraining, anziehen, schminken, um halb 10 war ich bereit, Semmeln zu holen und zu frühstücken. Ich wollte bei den Kindern nach Frühstückswünschen fragen und .... Q.s Bett war leer. Er war in keinem der Badezimmer, Handystandort sagte "Irgendwo im Wald". Okeee?! Ich schaute also auf die Kamera, sah um fünf vor acht auf einer der Aussenkameras Q.s Kollegen draussen gemütlich Semmel kauend warten, drinnen hetzte Q. in Feuerwehrklamotten, aber nicht Brandschutzkleidung, durchs Wohnzimmer. Also: irgendwas mit Feuerwehr, aber ohne Feuer?

Der Hübsche und ich machten also einen Umweg auf dem Weg zum Semmelnholen durch den Wald, immer Q.s Standort im Blick. Am Waldeingang stand der Mannschaftswagen, aber es war kein Sägen oder sonst irgendwas zu hören, auch kein Rauch. WIr liefen also ein bisschen weiter und hörten und sahen dann auf einmal Feuerwehrleute in Klettergurten und mit Seilen so im Wald rummachen und uns dämmerte, dass wir vermutlich überhört hatten, dass Q. uns bestimmt irgendwann mit all den vielen Feuerwehrübungen, die die nächsten Wochen anstehen, auch das Datum für die Absturzsicherungsübung heute mitgeteilt hat.

Was uns bei der Gelegenheit auffiel: der Wegweiser "Waldfriedhof" in Richtung ... Wald. Ich habe den vorher noch nie gesehen und war bereit, das als "was ganz neues" zu vermuten. Googeln sagte: seit 2019 kann man sich dort oben im Wald beerdigen lassen. (stand nicht dabei, ob am Stück oder nur als Urne, mit dem Auto darf man nicht rauffahren, ich würde vermuten, das bedeutet Urne). Man darf auch keinen Grabschmuck oder so anbringen, man kann sich einen Baum aussuchen und an den kommt dann eine Plakette. Das erklärt, warum wir dort oben im Wald an manchen Bäumen (halt dann doch) Engel und Schmuck gesehen haben und eher Voodoorituale, Todesfälle im Wald und/oder Kindergartenprojekte oder Pfadibasteleien vermuteten. 

Nachfrage bei Q. übrigens. "Ja, das heisst halt so, Treffpunkt heute war auch am Waldfriedhof, aber ich wusste nicht, dass da echt Gräber sind".

Nachfrage bei L. "Wir haben in der Schule am Waldtag und mit den Pfadis schon ganz oft Gräber oder was, was nach Gräbern aussieht, im Wald gefunden."

Ok, I guess.

Dann: es ist einfach so, so, so, so heiss (gestern offiziell 39 Grad, als wir gegen Mitternacht ins Bett sind, hatte es draussen immer noch über dreissig. Seit Tagen wird uns "in zwei Tagen" ein "Temperatursturz" auf knapp über oder vielleicht sogar unter dreissig Grad vorgegaukelt, ich glaube es erst, wenn es passiert.

Und so habe ich heute (auch auf Intervention des Hübschen, der mich kennt und weiss, dass ich mich mit Planänderungen und Abweichungen von der Routine schwer tue) nicht das Fahrrad zum Katzenfutterkaufen genommen, sondern den Hübschen und den Mini. Das war viel angenehmer (und auch wenn der Mini klein ist: es geht mehr in den Kofferraum als in die Fahrradtaschen und so muss ich nicht so bald wieder Futter holen gehen.).

Daheim dann: Häusliches, wie Wäsche, Wäsche, Wäsche, Geburtstagscupcakes backen (eine Herausforderung bei eben 38 Grad, die Buttercreme war ... eine sehr schmierige Angelegenheit. Hat nicht geholfen, dass mir die Schüssel samt Rührgerät auf den Boden gedonnert ist, als ich zeitgleich L. beim Umschichten von Cookies auf ein anderes Blech helfen wollte. Buttercreme zwischen den nackten Zehen ist gar nicht mal so ein schönes Gefühl.). Sommergeburtstage sind echt ungeschickt in der Hinsicht!

Überhaupt wurde viel gebacken: L. und Co buken Banaenbrot und die Schokocookies und ist ja auch schon egal bei der Hitze...

Eigentlich wollten der Hübsche und ich dann nochmal Rheinschwimmen gehen (es wird ja bald kalt! lol, as if), aber als ich dann soweit mit Geschenkeeinpacken und so fertig war, war es heiss UND zugegezogen, relativ spät und die Vorstellung, dann nach dem Baden im grenzwertig lauwarmen Rhein wieder durchs heisse Dorf zu laufen und dann nach oben zu radeln, also haben wir den Plan gecancelt und stattdessen...mehr Wäsche aufgehängt und den Teil mit dem alkoholischen Kaltgetränk vorgezogen.


Freitag, August 14, 2026

140826

 Hände hoch, Wochenende.

Das war eine richtig intensive Woche, anders kann man es nicht sagen! Ich war gestern abend todmüde, habe dann noch, damit heute der Haarschnitt gleich gut ausschaut und nicht doof mit zweifarbig, meine Haare gebleicht und getoned. (Note to self: 35g Strawberry, 15g Pearl Glaze, sah recht pfirsichfarben warm aus, in der Summe gibt es aber "cotton candy hair" :-)). 

Heute morgen dann wilde Wuschelhaare, weil ich mit Haarkur drin ins Bett bin, aber egal.

Frühmorgens aufgestanden, angefangen, das wegzuarbeiten, was wegen Management-Briefings liegengeblieben ist.

Kurz geschaut, ob L. aufgestanden ist (der hat sich einen Japanisch-Tutor auf Hokkaido aufgetan und 2x die Woche eine Privatstunde. Hat er auch im Pfadilager durchgezogen und jetzt halt die Stunden auf vor die Schule, nämlich um sechs Uhr morgens gelegt. Das ist mal commitment....), aber der war schon am Japanischreden.

Mit dem Hübschen eine kleine Spazierrunde gemacht (eine winzige, weil Jonny nur bei den Nachbarn ein paar Häuser weiter war), dann mit dem Rad zum Haareschneidenlassen gefahren. War gut, ist viel abgegangen und gefällt mir wie immer richtig gut (ich hatte zwischendrin eben, als ich für gestenr abend eigentlich keine Lust auf Färben hatte, überlegt, ob ich es einfach dunkel lasse und dann ist es kurz zweifarbig und das nächste oder übernächste Mal ist das weissblond weg oder ich mache doch eine Buzzcut, aber dann ist mir eingefallen, dass ich ja nochmal Blonidermaterial für ein bisschen Geld bestellt hatte und das muss halt auch erstmal aufgebraucht werden).

Dann: Heimradeln und ich hatte... tatsächlich keine Lust mehr ab der halben Strecke. Das waren halt doch 16km einfach, es war richtig, richtig heiss und es war eine anstrengende Woche.

Naja.

Daheim dann: Q. ist aufgestanden, der Hübsche machte sich auf den Weg, seine Uhr vom Service zu holen, es ging also noch ein bisschen mit Mittagessen (hatte auch noch das eine oder andere Call zu Sachen, die die Woche hintenübergekippt waren).

Irgendwann dann schnelle Pasta (mit rohen Cocktailtomaten, viel Basilikum, Olivenöl, KNoblauch, Salz, Pfeffer, Parmesan, bisschen Peperoncino, Balsamico), Einkaufsrunde (ich hatte so sehr keine Lust!!!!), dann noch Dokumentenreview (ich habe noch 2 Wochen Zeit, um insgesamt 93 Dokumente, das ist die gesamte cmc-Section für eine geplante IMA zu reviewen, vom Umfang sind das zwischen 1 und 140 Seiten pro Dokument. Das ist schon ... einiges, besonders, weil das on top zu meinem day2day Job dazukommt. 

Naja. Schon einiges gelernt dabei!

Letztes Call um halb fünf, dann ist diese Woche rum und another Geburtstagsweekend around the corner. Dieses Baby hier wird ... 21, yay!!!!

(Gestern wurde wegen Hitze und Trockenheit zum ersten Mal seit immer das Römerfest abgesagt. Es ist so trocken, dass es auch, falls es wirklich nächste Woche ein bisschen abkühlen sollte, halt immer noch set up for inferno wäre....)

Donnerstag, August 13, 2026

130826

Eclipse Sunset
Schön war das, gestern oben auf dem Hüge. Das ist eins der coolen Bilder, die der Hübsche mit der Kamera und Filtern und what not aufgenommen hat. Hat ein bisschen was von "Das Auge Saurons" und die Türme von Mordor oder so





In Island hätte man ja im Westen des Landes eine totale Sonnenfinsternis sehen können, wenn Island halt nicht Island wäre und es total bewölkt gewesen wäre und aus Kübeln geschüttet hätte. Icelandair verlost aber ein Ticket zur nächsten Total Eclipse in Island, 2169 dann.


Wir hatten bei uns noch recht viel Sonnenfinsternis mit 92% Verdunkelung, aber das war schon immer noch erstaunlich hell. Auf dem Hügel über dem Dorf war eine sehr nette Versammlung, man tauschte Essen, Getränke, Fototips, Bilder und Gossip, es ging ja auch eine Zeitlang

Ich hatte als Unterlage auf der knusprigen Wiese unser "Seifibosch-Handtuch" von 2020 mitgebracht (ganz unten)

Mit dem Handy wurde es dann auch gar nicht mal schlecht gegen Ende



Arbeitstag: holla, holla, holla, aber hier, Gemüsekorb: Tomaten, Petersilie, Basilikum, DOPPELTE MENGE EIER, Fenchel, Cocktailtomaten, Zucchini, Peperoncini, riesige runde Aubergine, Riesenzwiebel, noch eine Zucchini
A
Symbolbild Abend: grosses Governancemeeting, auf das heute mit so einer Anspannung gewartet wurde, dass ich das Gefühl hatte, man sähe den Turm von aussen vibrieren. Dafür war es dann (relativ erfreulich) unaufgeregt, kein voller Erfolg, das war aber zu erwarten, aber immerhin kein... Fight irgendeiner Art.


Jetzt muss ich (wenn die Haare gleich fertig hell sind) erstmal schlafen