Dienstag, Mai 12, 2026

120526

 Whoosh, schon ist die Arbeitswoche wieder vorbei (wir schauen übrigens jetzt "Beef 2", das ist das Gegenteil von einer Feelgood Serie, aber ich finde es schon richtig, richtig gut. Auch die erste Staffel war super. Und wenn Sie die zweite Staffel gesehen haben, wissen Sie, welche Folge wir gestern gesehen haben.)

Heute morgen bin ich im strömenden Regen zur Arbeit geradelt und habe dann beim Schwimmen den Luxus genutzt, dass es mehr als genug Schränke für alle gibt und man kein Pfand oder irgendwas braucht, und zwei nebeneinanderliegende genommen, in einen meine trockenen Klamotten und die Schwimmtasche reingetan, in den anderen alles Nasse (das ich dann danach in der Umkleide zum Trocknen aufgehängt habe), das war schon sehr praktisch. Auch praktisch: das Parken innendrinnen, so konnte ich nämlich meine Handschuhe und Überschuhe direkt am Rad trocknen lassen.

Schwimmen: der Delphinmann war wieder da und hat alle Wasser schlucken lassen. Aber ich glaube, ich habe ihn von der geteilten Bahn vertrieben, weil ich ihn (unabsichtlich, und er hat es halt auch verdient) die Seite lang gekratzt habe und das kam so: ein anderer Mann und ich und der Delphinmann schwammen auf einer Bahn, wie das halt so üblich ist, wenn drei sich eine Bahn teilen: im Kreis gegen den Uhrzeigersinn. Der Delphinmann musste dann unbedingt den anderen Mann überholen, als wir alle auf gleicher Höhe waren und naja, selber schuld, seine erratischen Bewegungen waren auch nicht vorherzusehen, habe ich ihn halt mit einem langen Brustzug mit der linken Hand gekratzt. Danach hat er die Bahn verlassen und der andere Mann hat dann extra auf mich gewartet am Bahnende, um zu klären, dass wir jetzt, so lang wir zu zweit sind, nicht im Kreis schwimmen müssen, sondern jeder seine Hälfte beschwimmt. Ich hätte das eh selbstverständlich gefunden und kratze ja auch normal nicht.

Dann: beschwingter Arbeitstag, war tatsächlich gut. Und zwar so gut, dass ich (nicht nur heute, halt auch letzte Woche) alles durchgepowert hatte, was ich befürchtet hatte, evtl morgen noch erledigen zu müssen und so habe ich jetzt ein richtig, richtig langes Wochenende vor mir. Einzige downside: eigentlich wollten L. und ich ja Samstag/Sonntag in die Berge gehen mit Hüttenübernachtung und jetzt ist halt da Schnee / Regen / kalt und während L. meint "Cool, Schnee in den Bergen, voll schön" finde ich das zum Wandern halt nicht und so werde ich die Hütte stornieren und wir werden eher am Sonntag in den Schwarzwald gehen. Passt ganz gut dazu, dass L. nächste Woche die letzten drei Tests des Schuljahres hat und noch einiges lernen muss, auch Geschichte, ich hoffe, es geht nicht schon wieder um Napoleon in der Schweiz, Schwerpunkt Grossbasel oder so.

Montag, Mai 11, 2026

110526

 Kurze Woche gestartet mit kurzer Nacht (ich konnte ewig nicht eingschlafen, lag um halb eins noch wach und am viertel nach vier wieder. Dabei ist der stresslevel deutlich niedriger als die letzten Wochen?!). 

Der Tag versprach ein nasser Radltag zu werden, aber  der Hinweg war noch nahezu trocken. (Wenig Verkehr, also noch weniger als sonst um kurz nach sechs, vermutlich machen viele die kurze Woche zu einer ganz freien Woche).

Schwimmen war super, ich bin bei der letzten Folge der diesmal draufgeladenen Ladung Podcasts angekommen. Morgen höre ich den noch fertig, dann bespiele ich die Knochenkopfhörer neu.

Arbeitstag startet dann direkt mit Alignmentmeeting mit meinem Chef, mal ein anderes Thema als die letzten Wochen, das ist auch gut. Wir sind ein bisschen (ich hoffe, nicht zu viel) in den Cleanup der Dinge involviert, die entweder signifikant dazu beigetragen haben, dass meine alte Gruppe beerdigt wurde, oder aber, deren Outcome dazu genutzt wurde, eben diese Beerdigung zu besiegeln. Dementsprechend unentspannt bin ich da, und jetzt muss ich meinen Chef in einem Meeting mit ganz ganz oben vertreten. (Habe jetzt gelernt, was ich wie in welchen Ebenen sagen kann und es ist hilfreich und transparent, und in welchen Ebenen nicht.).

Dann ein Maintenance run: ich habe das endlich wieder lieferbare (teure Originator) Migränemedikament aus der Apotheke abgeholt. Die Generika sind bis nächsten April nicht lieferbar und ich musste ein bisschen lachen: Originatormedikamentenpackungen schauen bei einem gewissen Ursprungsalter so, so, so anachronistisch aus.... ich bin grad ein grosser Fan "unserer" nie modern aussehenden, aber deshalb auch nicht wirklich alt aussehenden Schachteln. Dem hier merkt man schon sehr an, dass das Patent nicht erst gestern abgelaufen ist....


Dann ging es weiter zum Zahnarzt, dem Knacken und Knirschen und Kieferausrenken Herr werden. Er war angemessen beeindruckt von den Knirschgeräuschen, die ich schon gar nicht mehr wahrnehme, und dem Blockieren und den kaum existenten Schmerzen in den Muskeln. Ich werde an den Kiefergelenkspapst der Unizahnklinik überwiesen, der auch Q. schon seine Beissschiene gemacht hat. Für zwischendrin wurden mir Massagetechniken gezeigt (ja, hm, vllt mache ich das auch nicht, ich glaube, das was ich ertaste, sind Knochen, keine Muskeln und ausserdem mag ich mir nicht so im Mund rumfummeln und sabbern.) und wie ich meinen Unterkiefer wieder einrenken kann, wenn es nicht mit hin und her nackeln geht, wie aktuell. (Wichtig: Zeigefinger beide dick in Küchenrolle einpacken und dann den Unterkiefer so weit nach unten ziehen, wie es geht. Dann schnappt er wieder ins Gelenk und der Kiefer auch zu, deshalb muss man die Finger eingepackt haben, sonst verletzt man sich da sehr.).

Damit sind jetzt die offenen Gesundheitsthemen geregelt oder wenigstens angestossen.

Rest des Tages: mit meinem Chef endlich mal über mein eines Produkt geredet (Sie erinnern sich vllt nicht, ich aber schon: nächste LT Präsentation nächsten Montag), er war sehr schockiert ob der AI generierten Infografik in Glücksbärchenoptik. Er kennt mich also doch nicht so gut, wie ich dachte, weil er hatte wirklich ernsthaft Sorge, dass ich das nehmen würde. 

Dann: Produktteammeeting, Austausch mit meiner Lieblingskollegin, heimradeln so, dass mich der maximal krasse Sturzregen erwischte. Regenklamotten machten ihren Job, das ist gut.

Jetzt bin ich sehr hungrig, aber die MOntagspizza und der MOntagssalat sind gleich fertig.


Sonntag, Mai 10, 2026

100526

 Ausgeschlafen, das war nötig (und am fünf die Merlin-App laufen lassen: sehr beeindruckend, was an Vögeln hier rumschwirrt und wie dominant die doofen Spatzen am Futterhäuschen sind.).

Kaffee im Bett, dann Frühstück auf der Terrasse und ein Waldspaziergang mit dem Hübschen (noch mehr Vögel! Mittlerweile habe ich 27 verschiedene, Biodiversität in der Agglo ftw!)

Ausserdem: Küchenzeug, nämlich die schon etwass gummigen gelben Beten und die Ringelbete (Wie die Kaltmamsell sagt: Instabete) mit Meerrettich zum Fermentieren eingelegt. Und den Kombuchapilz mal wieder versucht wiederzubeleben. Die letzten beiden Versuche sind mir leider jeweils in der zweiten Runde geschimmelt, sieht so aus, als ob ich gar nicht so gut in sterile filling und so wäre, wie ich denke. Dann hatte ich richtig Lust auf Zimtschnecken (also: welche essen, nicht so sehr welche backen, aber gut, das ist was, was auch eher auf Autobpilot geht), die gab es dann draussen auf dem neuen Schaukelstuhl mit Buch und Kaffee, schon schön!

L. kam zurück vom Hike, er ist 40km gelaufen und möchte nächstes Jahr vllt den 100km Siechenmarsch machen. Heute hatte er "noch ein bisschen arg viel Energie" und ist erst mit dem Hübschen ins Gym und dann mit mir noch eine Runde in den Wald (er ist auch mit der Merlin-App angefixt). Die Blätter haben allerdings so sehr gerauscht und der Regen kam, so dass wir nicht mehr ganz so viele erkannt haben. Aber L. hat einen "Waldbaumläufer" aufgezeichnet, den hatte ich zB noch nicht. Mal sehen, wie lang die Begeisterung bei uns beiden anhält!

Abendessen: Pasta mit grünem Spargel und Cocktailtomaten, das könnte ich in der Saison einfach jeden Tag essen (die Jungs entscheiden sich für Carbonara, auch ok)

Morgen dann: kurze Woche, ich hoffe,  das Wetter am Mi ist den Gartenbauern genehm, um die Terrasse zu fixen und es wird am Wochenende deutlich besser als vorhergesagt, L. und ich wollten doch auf eine Bergtour gehen. Aktuell sagte es zwischen -1 und 6 Grad und Schnee/ Regen. (Parallel checkt der Hübsche das Wetter in Seoul --> 30°C, da fliegt er nämlich in einer Woche für eine Woche hin, recht spontan...)

Samstag, Mai 09, 2026

090526

 Heute relativ früh aufgestanden, L. hat sich als einziger heute zur Hike Challenge der Pfadis mit aufgemacht (Q. ist ja noch ein bisschen angeschlagen und hat sich gsd dafür entschieden, daheim zu bleiben) und direkt mal einen Morgenkaffee auf der Terrasse in meinem neuen schönen Gartenschaukelstuhl zu trinken, den ich doch gestern noch geholt habe. So schön und gemütlich! (Mit Schmackes noch eine Glasflasche Serum auf den Terrassenfliesen zerschmettert, das war eher so mittel).



Dann: Frühstück auf der Terrasse, ein bisschen Häuslichkeit (Wäsche abhängen, waschen, aufhängen, Betten ab- und beziehen). Es ist alles unter Kontrolle, aber ich merke, wie mich die letzten intensiven Arbeitswochen mich anstrengen: auch gestern bin ich beim Anime-Schauen auf dem Sofa kurz nach 10 schon sehr sehr müde geworden und dann noch vor 11 eingeschlafen wie ein Stein. Ich dachte am Mittwoch schon, dass die LT. Präsentation irgendwann letzte Woche gewesen sein müsste, aber nein, das war erst diesen Montag (ich war zwischendrin nochmal bei zwei Governance Boards, habe zwei weitere Präsentationen für die Woche nach Auffahrt vorbereitet, naja, warum bin ich wohl müde?)

Anyway.

Heute war Ausflugszeit, ich hatte nämlich gesehen, dass letzte und diese Woche am Samstag die Halbinsel am Zuger See, die normal für die Öffentlichkeit geschlossen ist, weil halt in Firmenbesitz, im Rahmen des "Tag der offenen Parks" für alle offen ist. Ich war schon lang nicht mehr dort (und nie zu "schönen Zeiten", immer im Herbst oder Winter, wo es halt kalt und grau ist) und wollte das mal dem Hübschen zeigen.

Also sind wir nach Rotkreuz gefahren, haben, wie angewiesen, am Bahnhof geparkt und sind mit allen anderen mit dem Bus rausgefahren. Es war schon echt schön, es wirkt aus der Zeit gefallen mit den riesigen Ländereien und Gartenanlagen (Rhododendren, Thujawald, Bambuswald, Teich, Gärtnerei zur Selbstversorgung, Schloss, Reitstall, japanischer Garten und Hüttchen).

Was skurril war: alle Gebäude waren abgeschlossen und nicht zugänglich (ich hatte mich noch gefragt, wie man das aus legal Sicht regeln will), deshalb war es (für den Hübschen, ich habe ja eher so eine Pferdeblase) echt tricky, ein WC zu finden. Oder eine einsame Stelle im Wald, es gab zwar viel Wald und Bäume, aber wenig Einsamkeit. 

Sonst: ich habe nicht mal in Bayern auf dem Land zu Ostern mich als Vegetarierin so ignoriert gefühlt. Es wurde eine Grillstation und Kuchenverkauf angekündigt. 

Das war das Menü der Grillstation und ich wäre tatsächlich mit Brot und Kartoffelsalat zufrieden gewesen, aber nach 15min Anstehen (und Münzenzählen, wir waren nicht sicher, ob Kartenzahlung gehen würde --> tats auch nicht, aber Twint) wurde mitgeteilt: Kartoffelsalat ist aus, aber ich könnte mir eine Scheibe Brot nehmen. Ich habe dankend abgelehnt und bin zum Kuchenstand weitergegangen. Dort war die Schlange schon verdächtig kurz, es gab noch Kaffee Creme und Raketenglace. Also:  für mich eine halbe Cola und zwei FItzel Brot vom Hübschen mit ein bisschen Senf (den letzten Klacks, den es gab). Ich war nicht besonders hungrig und deshalb recht milde gestimmt, so habe ich mich nur über den nichtexistenten Geschäftssinn der Metzgerei und des Turnvereins gewundert: das gleiche war letzte Woche schon, heute wie letzte Woche war TRAUMWETTER, da kann man doch nicht zur Halbzeit nichts mehr zu essen haben?


Thujawald von innen mit Grössenvergleich




Wie sag ichs: nicht unbedingt schön, aber sehr bunt. Und sehr viel davon.







Es täuscht: Japanhäuschen, kein WC

Grosser Fisch in kleinem Teich

Nochmal kurz gucken, wie Spalier richtig geht




Naja. Gab es danach im tristen Spar am Bahnhof in Rotkreuz ein Eis für mich (und geschenkte Toblerone Pralinen).

Sonst: des Hübschen Kollege hat mir via ihm die App "Merlin" empfohlen (vom Cornell Institut of Orntithology), in der man über das Handymikro Vögel identifizieren kann und wie bei Pokemon Go sammeln. Ich habe bei uns im Garten angefangen und halt Spatzen, Amseln, Rotkehlchen und Star beim Frühstück "gefangen". Auf der Halbinsel kamen noch 12 andere Vogelarten dazu, vom Zilpzalp über die Mittelmeermöwe zum Sommergoldhähnchen. (ich vermute ja, das ist eine CIA App, in der einfach die gane Welt abgehört wird).

Abendessen: Mangold Pie (ich kann Mangold als Wähe oder Quiche nicht mehr sehen und habe das Gefühl, wir werden bis Weihnachten jede Woche Mangold im Gemüsekorb haben)

Freitag, Mai 08, 2026

080526

 Richtig, richtig gut geschlafen (gestern abend war ich so unendlich müde und durch...), so dass ich ab viertel vor fünf schon fast wach war und kurz überlegt habe, aufzustehen, weil heute ein Riesenblock ansteht, für den von KollegInnen 3 Tage veranschlagt wurden und ich brauche es, ehrlich gesagt, 95% fertig am Montag UND habe keine Lust, am Wochenende zu arbeiten. Und dazu noch zwei kleinere Sachen, die ich plane schon beim Frühstück fertig zu machen oder davor.

Und dann bin ich ein bisschen zu Sinnen gekommen (golden rules und so) und habe den Wecker auf sechs vorgestellt und bin um viertel vor aufgestanden, weil halt wirklich knallwach.

Ich war tatsächlich ein bisschen nervös, wie das heute klappen würde (Habe letztens einen netten Aufkleber gesehen "Hocuspocus, I can't  focus"), aber: schnelles Frühstück, und bis der Hübsche aufgestanden war und ich oben sporteln konnte um viertel nach sieben, hatte ich immerhin die "kleinen", die dann doch nicht so klein waren, Themen schon erledigt (ich bin noch nicht so weit, dass ich meine Nachrichten "schedule", damit sich niemand über meine Arbeitszeiten wundert. Vor sechs habe ich allerdings noch nichts verschickt.

Dann: Sportründchen (passend zu den deutschen Kriminalfällen und Ermittlungen beim Schwimmen schaue ich da mit mittelschlechtem Gewissen, weil es sich halt schon sehr voyeuristisch anfühlt, Sektenserien oder TrueCrime Documentaries, aktuell auch über Sekten, naja, mit einem Puls von 170 passt das dann schon), Duschen und.... losarbeiten.

Mittagspause mit einer übergebliebenen Schüssel Spaghetti mit Agio Olio, dann einer schnellen Einkaufsrunde und fertigarbeiten (tatsächlich hatte ich eine dreiviertel Stunde vor dem letzten Meeting (schon überhaupt gar keine Bock auf einen Grossteil dieser Runde und dann noch am Freitag von halb fünf bis sechs.... dafür sollte man den SSF-Kollegen regelmässig Meetings für Montag um 4 hier einstellen....) alles gut und soweit fertig, dass nur noch das executeive summary (das kommt eh immer erst ganz am Schluss) und der im Template vorgesehenen Infografik, die mit Notebook LM erstellt wird. Ich bin dann mit Kaffee und Keksen in den Optionen versunken und das war der einzige Vorteil von dem blöden Meeting: ich hatte nur limitiert Zeit (und irgendwann war mein daily contingent an Infographics erschöpft) und gsd kann ich übers Wochenende nochmal zu Sinnen kommen, weil:ich war kurz davor, eine der Kawai-Grafiken zu nehmen, die in Glücksbärchen-Optik meine Commercial Strategy mit den Strategic Drivern und der Technical Workplate  darstellt. Vielleicht nehme ich das dann auch nicht (alternativ: Wallace & Gromit-Knet-Optik). Im Hintergrund habe ich neben dem Meeting einen Startrek-Themed Film zu dem Thema erstellen lassen, den ich mir jetzt gleich noch anschaue und dann ist Feierabend.

Good news: ich habe einen Anfängerkraulkursplatz ab August, das wird aufregend!


Draussen ist, wie ich gerade festgestellt habe: strahlender Sonnenschein und es ist wieder richtig warm geworden, fast schon heiss!

Die Jungs gehen am Wochenende, wenn Q. wieder fit genug sein sollte, zur Hike Challenge der Pfadis, der Hübsche und ich werden den Gartenschaukelstuhl abholen und vielleicht irgendwas mit "Tag des offenen Parks" am Vierwaldstätter See machen. Oder abwechselnd auf dem Gartenschaukelstuhl sitzen und Aperol Spritz schlürfen. Ohne See, aber auch ohne rumfahren.


Donnerstag, Mai 07, 2026

070526

 Sehr verplant mehrfach aufgewacht, aber doch bis zum Weckerklingeln durchgewurschtelt…

Sehr verplant beim Frühstück gewesen, also wirklich. Ich habe zB meinen Ausweis nicht gefunden, dachte, ich hätte ihn am Schreibtisch oben vergessen, bin also in voller Radmontur auf der Galerie suchen gegangen, erst im Dunkeln, dann wieder runtergerumpelt, doch Licht angemacht, nix gefunden und beim Treppensteigen gemerkt: ach guck, er hängt um meinen Hals. Meine Güte, ey…

Beim Anziehen habe ich meine Schuhe vor der Regenhose angezogen, dann wieder ausgezogen, dann die Schuhe wieder an.

Beim Radeln war ich sehr genervt, weil ich so langsam war respektive es so anstrengend war, normal schnell zu sein. Beim EINPARKEN habe ich gemerkt, dass ich nur die halbe Unterstützung zu geschaltet hatte...

Beim Schwimmen habe ich mich dann auch noch grandios verzählt (oder ich war richtig langsam und schlapp und das war ich eigentlich nicht, ich habe mich nämlich mit einem zügigen Krauler irgendwie arrangiert und war eher schneller also sonst unterwegs). Ich glaube, ich bin eher 50 als 40 Bahnen geschwommen...

Nach dem Schwimmen habe ich mein Handy nicht gefunden (ich wusste, es kann nicht weit sein, weil es immer noch Bluetooth-Verbindung hatte zur Uhr, aber ich habe es nirgends gefunden). Drüben im Turm dann schon (war unter das Laptop gerutscht), was ein Quatsch ey.

Ich hatte bis 9 meetingfrei, d.h. habe Zeug erledigt, was sehr dringend war und schnell ging. Ab dann habe ich meinen Büroplatz geräumt, mein Glump bei einem Nachbarkollegen untergestellt (und mir ab und zu eine Runde Strom fürs Laptop geholt).

Der Tag war wild (Donnerstage sind immer wild, heute mit noch zusätzlichen Meetings bis insgesamt 7 Uhr abends und zwar alle am Stück….)

Mittagessen war ich mit der Kollegin, mit der ich damals das Italienprojekt gestartet habe. Wir haben aktuell keine gemeinsamen Arbeitsberührungspunkte und das ist sehr schade. Ich habe, und das klingt vermtulich furcthbar, aber es ist wirklich so, erst gemerkt, wie sehr ich sie und unsere echt ehrlichen Gespräche (unendlich lange Autofahrten durch die süditalienische Pampa verbinden) vermisst habe, als sie über jemanden meinte “Und die xy, die ist ja endlich auch weg, die ist so einfach so unglaublich dumm….” Und ja, das ist so und das kann man auch mal sagen. Hach.


Heimradeln zwischendrin war drin (und nötig, sonst wäre ich heute erst nach 8 zu Hause...), dabei noch schnell den Gemüsekorb abgeholt:

Gurke, DIE ERDBEEREN, Mangold, roten Eichblattsalat, Kopfsalat, Kartoffeln, Karotten, Fenchel mit richtig viel und schönem Fenchelkraut, Petersilie, Basilikum, DIE EIER, Rettich, und schon ein bisschen alte Bete (Gelb? Orange? Geringelt? wir werden sehen)


Es ist soweit: ich brauche Weitwinkel, um den Inhalt ganz drauf zu kriegen. UND es gibt Erdbeeren!


Daheim ist Q. leider krank geworden. Er hatte gestern abend so, so, so viel zu erzählen von der Zivilschutzübung und auch zu zeigen, seine "inneren Verletzungen" liessen sich auch gar nciht so gut abduschen, der Handgelenksbruch aus Wachs war schon abgefallen. Er war in seinem ersten Einsatz eine Zeitlang im Regen auf dem nassen Boden gelegen, bis er erst ein bisschen in eine Rettungsdecke gewickelt wurde und dann irgendwann abtransportiert wurde. Danach hat er dann noch einen halben Tag Soldaten zur "Dekontaminierung" gebracht (dort war die grösste Herausforderung, dass die ABC-Soldaten, die im Rahmen ihrer 7Tage-Durchhalteübung am Ende der Rekrutenschule da nochmal Dekontaminiertwerden im Rahmen der Zivilschutzübung lernten, aus der Westschweiz waren und nur wenig deutsch sprachen und die Einsatzkräfte nur wenig Französisch. Es gab lustige und skurrile Situationen, auch als Q. auf die Frage "Wird das Wasser warm sein?" mit "Un petit peu warm". So kann man 22 Grad auch sagen. Jetzt muss Q. nicht mehr krank simulieren, sondern liegt mit Gliederschmerzen und Halsweh auf dem Sofa. Der Arme! (Er hat sogar seine Atemschutzübung für heute abgesagt, es muss ihm wirklich schlecht gehen...)


Better news von daheim: der Wechselrichter wurde heute gegen einen neuen ausgetauscht. Jetzt wird wieder Strom produziert und in die Batterie geladen. Und nach der Extrarunde der Solarboys letzte Woche können wir jetzt auch das Auto wieder über Solar aufladen und das via den Wechselrichter sehen / steuern. Wir sind also da, wo wir dachten ("ist keine grosse Sache"), am 11. Februar zu sein. Mit einem grossen Umweg überhaupt gar keine Stromproduktion mehr, das war schon eher suboptimal.


Mittwoch, Mai 06, 2026

060526

 Gut geschlafen, dann heute seit langer Zeit zum ersten Mal wieder Honigbrot statt Skyr, Orange, Granola gefrühstückt, weil mir danach war.

Bisschen mutig zwar mit Regenhose, aber ohne Buff über die Ohren und ohne Handschuhe losgeradelt. Die hatte ich aber in die Jackentasche gesteckt und schon unten am Kraftwerk habe ich sie lieber angezogen. Und wenn man eh schon steht, dann mache ich natürlich ein Foto.


Dank keinem Orangenschneiden war ich ein paar Minuten schneller und das merkte ich auch beim Schwimmen (also: beim Startzeitpunkt, schneller wurde ich durch Honigbrot nicht).

Dann: superdichter Arbeitstag mit zwei persönlichen Highlights für mich: einmal Mittagessen mit einer ehemaligen Jöblikollegin in der Rooftoplounge. Da kriegt man ein bisschen teureres Mittagessen, aber dafür sind es halt 3 Gänge und die aus dem fancy schmancy-Restaurant. UND halt Aussicht.

Und dann ein Treffen mit einem Kollegen, der in einem meiner Teams ist und eine Art Jöbli für meine Rolle in einem anderen Produkt macht. Und er meinte: "Klar, es gibt offizielle Guidance und was weiss ich, aber bei dir läuft das so smooth, das möchte ich auch, deswegen würde ich es gern so machen wie du." Das hat mich sehr gefreut, weil ich ja bei mir eigentlich eher immer das sehe, was noch besser ginge.

Dann: Heimradeln zwischendrin (sogar nur bei Tröpfeln. Ich hatte natürlich volle Regenklamotten an, weil ich dachte, es würde schütten. Eine Kollegin radelte zeitgleich in Espandrilles und  T-Shirt los und als ich meinte "So, you are more optimistic?", sagte sie nur "No, I am Irish". lol.

Daheim dann wildes Paketeeinsammeln (der Briefträger wirft gern mal einfach irgendwo in die Nähe der Briefkastenanlage, das ist ein bisschen schade, to say the least, weil: man könnte sie ja auch ins Päcklifach tun, oder vor die Haustür oder halt auch in die Packstation. Andersrum: sie könnten sie in den Müll schmeissen oder mit dem Pöstlermofa drüberfahren.), unterm Dach für die letzten beiden Meetingstunden installieren. Sansa ist dann sehr happy, dass endlich mal wieder ein Meeting mit Kamera und Lautsprecher gemacht wird, aber als es dann keine "Sansa-only"-Show war, wurde sie aufdringlich und bissig, das war tatsächlich ein bisschen nervig....

Zwischendrin kamen Leute heim und gingen wieder zum Sport, man kann es von unterm Dach nicht genau sagen.

Jetzt ist hier Feierabend und ich bin sosososososo gespannt, was Q von seinem Tag erzählt. Er war nämlich Statist (es gibt ein anderes Wort speziell dafür) bei der grossen Zivilschutzübung im Nachbarkanton, einmal als Verletzter, später dann als Feuerwehrdispositiv für den Transport zu einer Dekontaminationsstelle. Ich habe das grundlegende Szenario schon vor einer Woche oder so gehört und würde gerne wissen, welche Bücher / Serien / Pilze die AutorInnen konsumieren, das ist eine sehr, sehr verstörende Fantasie. Ich will nicht spoilern hier, vllt gibt es auch dieses Jahr wieder einen Zeitungsbereicht. Aber eine Triagekarte für das eigene Kind sieht man gsd auch nicht alle Tage...


In Sachen Garten: die vor drei Jahren oder so angesäten Lupinen blühen dieses Jahr richtig richtig schön. Ansonsten kommt morgen der neue Wechselrichter und dann sollte die Stromproduktion endlich wieder funktionieren und angeblich werden nächsten Mittwoch alle Mängel im Garten behoben. Ich bin da, wie bei eallen Zeitangaben des Gartenbauers bisher ein bisschen skeptisch (bisher hatte ich in 100% der Fälle, in denen ich dort skeptisch war, recht.)



Sonst: ich arbeite nicht nur, sondern habe heute immerhin Friseur- und Zahnarzttermin geregelt. Migränemittel kläre ich nächste Woche.