Donnerstag, Februar 12, 2026

120226

 Aufregende Woche für L: gestern kam er gegen viertel vor 11 nach Hause, kunstblutverschmiert und müde. Bin gespannt, wie es heute läuft und ganz besonders freue ich mich auf morgen, wo wir ihn dann live auf der Bühne sehen.

Geschlafen habe ich dann wieder so weird: supergestresst bis vier, dann anderthalb Stunden relaxed. Naja.

Zum Frühstück gab es zwei übrig gebliebene Gemüsewaffeln von gestern abend (diesmal mit dem Quark als Dip, nicht im Teig, mit jeder Menge Gemüse drin, Sellerie, Paprika, Kürbis, Pilze, Karotten --> dafür erstaunlich neutral im geschmack), das nach anderthalb war ich einfach pappvoll.

Die Energie konnte ich zum Radeln aber wirklich brauchen: draussen stürmte es und zwar von vorne! Dementsprechend war ich erst um fünf vor sieben in der Schwimmumkleide und es war schon recht voll. Aber: trotz zum Teil zu viert auf der einen Bahn kamen wir richtig gut aneinander vorbei. 

Der Arbeitstag war dann superbusy, meine Donnerstage sind ja bekanntlicherweise extrem voll, dazu kam einerseits all das "noch vor den Ferien fertig machen", "meine Kollegin kann grad nicht, ich muss einspringen", die Notfallaktion des Kollegen von gestern, die mich allein schon bis morgen beschäftigen wird, ein paar Querschüsse UND ein Meeting, das mir schwer im Magen lag, nachdem das Vorgängermeeting letzten Mo ja so in die Hose gegangen war (und ja, ich hab so eine Ahnung, warum ich nicht soooo gut schlafe im Moment). Anyway: das Meeting ging super (einzige Überraschung: wir konnten es auf Deutsch machen UND die Konversation mit einem Zimmer voller Anwälte war einfacher als mit den Business/Techops-Leuten letzte Woche. Schau an.

Mittagessen spontan mit einem Kollegen in der Rooftop-Lounge, er hatte mir einiges zu erzählen und wollte da nicht so viele Zuhörer (ist dann immer ein bisschen skurril, weil ALLE mit halbwegs vertraulichen Sachen eben in die verschiedenen Rooftopbars gehen und dann treffen sich da alle, die am liebsten nicht gesehen und gehört werden wollen.). Neben dem Vertrauen in mich, das mich sehr ehrt, war auch das Essen echt gut (man kann da aus verschiedenen Komponenten ein Dreigängemenü zusammenstellen). Ausserdem gibt es normalerweise noch Aussicht, heute aber wegen Nebel und diesig eher nicht.

Heimradeln gegen kurz vor sechs in fast noch hell, diesmal mit ordentlich Rückenwind.

Mal sehen, ob ich morgen den Spirit von "Ich lass das jetzt so" finde und mit Seelenfrieden in die Ferien gehen kann.

Mittwoch, Februar 11, 2026

110226

 Sehr weird, ich schlafe zur Zeit katastrophal bis irgendwann in den frühen Morgenstunden, dann kurz Tiefschlaf und Ausruhen, dann Aufstehen. Naaaaaaaja.

Heute immerhin eine halbe Stunde später, weil ich wegen "Inbetriebnahme der Batterie" daheim sein wollte. Ausserdem brachten wir mit zwei Autos den Tesla zum Heizungreparieren. (Offensichtlich war es nicht nur die Sicherung, sondern der gesamte Heizkreislauf, dazu eine neue Niedervoltbatterie UND DIE WISCHERBLÄTTER! Da sind 2500CHF ja praktisch ein Schnäppchen. Was mich immer noch irritiert: das Auto zeigt ja ungefähr alles in irgendwelchen Dashboards an, grad dass die Ausrichtung der Fussmattenteppichhärchen nicht gemonitored wird. Aber dass die gesamte Heizung ausgefallen ist, ist nicht mal eine, keine Ahnung, gelbe Warnleuchte? wert?! Sad!)

Das Inbetriebnehmen ging deutlich länger als gedacht (ich hatte Zeit bis halb 11, um halb 11 war der Typ so weit, dass er für die Registrierung der Batterie oder des Wechselrichters in der App der Firma in der Warteschleife hing, und uns in der Zwischenzeit erklären konnte, was wie wo. Ich hatte noch zusätzliche wenige Minuten, weil meine Kollegin noch auf dem Rückweg von der Physio war. Aber natürlich reichte das nicht und der Hübsche musste alleine ran. Der hat da eh deutlich mehr Zeit und Nerven mitreingesteckt, als nötig sein sollte. Gestern abend kurz vor Mitternacht hatte er unser W-LAN incl dem in der Tiefgarage wieder repariert... Heute also die Herausforderung: geht die Sauna? (Ja), wie machen wir die Boilersteuerung (Nachtstrom macht überhaupt keinen Sinn, weil wir keine Tarifunterschiede mehr haben UND hier alle abends duschen meistens, also warum sollte ich das Wasser über Nacht zum selben Preis heizen?) und dann noch die coole Frage: "Warum geht die Wallbox in der Garage nicht mehr? Also: vielleicht gar nicht, vielleicht auch nur nicht über die Batterie, vielleicht aber auch gar keinen Solarstrom mehr?" und, meine Güte, das sollte, finde ich, alles nichts sein, was die User kontrollieren und anmerken müssen. (Looking at the Wohnzimmerlicht). Stunden später geht fast alles, das einzige ist: der Strom, der ins Auto fliesst, wird in der App / auf dem Wechselrichter nicht angezeigt und eingerechnet. "Da müssen wir nochmal kommen".ok).

Naja. Arbeiten parallel, schnelles MIttagessen (Nudeln mit Lauch), dann hatte ich ein mehrfach verschobenes Kaffeedate mit einem jungen Kollegen (ich hatte den bisher immer nur im "weisse Zone-Gowning" gesehen und wusste nicht, WIE jung der ist), der wissen wollte, wie es mir in der neuen Rolle so geht und so. Bisher hatte ich das immer auf Freitage gelegt und dann auf heute verschoben, weil ich wegen Batterie eh daheim war. Dementsprechend habe ich mich nach einem netten Gespräch mit einem ehrlich gefühlten "Schönes Wochenende" verabschiedet und war sehr, sehr bedröppelt, als ich realisierte, dass es erst Mittwoch mittag ist... naja.

Weiterwerkeln, bisschen mit einem übermüdeten, gejetlaggeden Kollegen aneinandergeraten, der in China ist und kryptische Requests schickt "bis Dienstag brauche ich das", und naja, es hat alles Hintergründe bei ihm, bei mir, wir haben uns dann wieder einigermassen vertragen. Glaube ich.

L. hat heute Theaterpremiere, der Vorhang geht in 5 Minuten auf, ich hoffe, er kann es richtig, richtig geniessen. Ich habe die letzten Bilder von ihm in Kostüm für Akt 3 gesehen und .... naja. Er sticht da richtig raus und lebt die Rolle auch physisch. Weiss nicht, wie ich das finde (Henry Antrobus im 3. Ackt von "wir sind nochmal davon gekommen " ist ... schwierig.)

Wir sehen die Aufführung am Freitag, bin gespannt, was er heute erzählt.

Q. und der Hübsche haben den Tesla wieder abgeholt, ich habe zum grossen Townhall Sport gemacht, um die Zeit zu nutzen, jetzt werde ich Gemüsewaffeln machen, diesmal den Quark für den Dipp verwenden, nicht in den Teig klatschen.

Draussen gesehen: die erste Eidechse! War schon recht flink!



Dienstag, Februar 10, 2026

100226

Katastrophal schlecht geschlafen, der Stresslevel geht durch die Decke, trotz allem. Naja. Ich glaube, neben dem emotionalen Stress (s. letzter Absatz gestern) kämpft mein Körper gegen irgendetwas, passt damit zusammen, dass ich kleine Herpesbläschen habe (relativ klein, da früh genug behandelt). Ausserdem bin ich vorfreudig aufgeregt wegen Urlaub, das ist dem tresslevel ja egal, woher er kommt. Naja.

Radeln war gut, ich habe erst auf der halben Strecke gemerkt, dass es leicht regnete. Es war total angenehm zu fahren, Temperatur genau richtig, Kleider dicht, Füsse warm und trocken. 

Schwimmen war: superst, also wirklich!

Dann: Gemütliches Arbeiten, spannende Gespräche mit Kollegen und Chef, ich habe heute richtig, richtig viel gelernt.

Zwischendrin rief der Hübsche an, ich telefonierte mit ihm in dem Sessel im Kaffeebereich, der genau an der Ecke des Gebäudes steht, der Regen prasselte gegen die Scheiben und ich hatte es richtig gemütlich. Good news ausserdem, dass die LED-Lichter wieder gehen im Wohnzimmer. (Allegedly waren irgendwelche Drähte vom Originaleinbauer zu kurz abisoliert gewesen, es scheint die Handwerkerehre zu gebieten, dass man die Arbeit der Vorgänger erstmal schlecht macht. Später stellte sich raus, dass bei den anderen Arbeiten ein Kabel geknickt worden war, naja, kann ja passieren...)

Es ist jetzt alles installiert, morgen wird in Betrieb genommen. Wir müssen noch über die Boilersteuerung sprechen (ist auf Nacht programmiert, nicht sicher, wieviel Sinn das macht) und die Saunasteuerung (geht nicht. Auch hier wurde ungefragt schon mitgeteilt, wie doof die Vorgängerelektriker das installiert hätten).

Mittags bin ich mit ienem Kollegen essen gegangen, ich hatte, weil ich auf ein gemeinsames Spazierründchen hoffte, die Jacke mitgenommen, obwohl wir nur kurz über die Strasse mussten. Aber: es wurde so übers Wetter gelästert (und mir war auch kalt, viel kälter als morgens), dass ich nicht protestiert habe, als wir Kaffee trinken gegangen sind und dann hatte ich auch keine Lust mehr auf im Regen rumlaufen. (Hatte kurz vergessen, dass ich danach noch ein Kaffeedate hatte, aber da hatten wir gar keine Zeit für Kaffee, weil wir so viel über den Job diskutiert haben. Immerhin nicht meinen, sondern die Auswirkung MEINER neuen Rolle (also: unserer ganzen Gruppe) auf die Jöbli-Truppe. Bisschen lustig....

Dann, als ich zwischendrin an meinem Bildschirm vorbei nach draussen in den Regen und auf den Rhein und die Schwarzwaldbrücke runterschaute, wo grad ein Krankenwagen vorbeisauste, wurde ich ein bisschen sentimental (weil ich immer bei Krankenwägen, die über Brücken fahren, an das eine Mal denken musste, in dem ich mit Baby-L in einem drin sass), und musste zurückdenken, wie mir früher (zu Studienzeiten, zu Doktorarbeitszeiten, zu Ciba-Zeiten) ich Ziele in meinem Leben an Örtlichkeiten festmachte. Anders als in Kindergarten und Grundschule, da war mein erstes Ziel 8 Jahre alt zu werden, weil mir 8 irre cool erschien. Mit acht dann, immer noch recht uncool, wechselte ich das Ziel auf "8. Klasse", auch das war nur mittelcool, aber schon ziemlich, weil wir damals ab der 8. aus dem EG in die höheren Gefilde der Schule umgezogen sind.

Dann, während des Studiums, war ja total unklar, wo wir später mal landen würden, Einstellungsraten waren mittel, das (vermeintliche) Ziel aller ambitionierten Kommilitoninnen waren die Forschungsabteilungen der grossen deutschen Chemieunternehmen. Als wir dann in einer Exkursion ("Die chemische Industrie im Rhein-Main-Gebiet") über Akzo (lieber Gulag als das!), Schott (das war ehr skurril und hatte was von den Minen von Moria) bei Degussa und Höchst rumgestiefelt sind, dachte ich mir noch "joah, ok, vllt.....". Bei einer Exkursion zu "Die chemische Industrie in der Schweiz" haben wir im Nestle-Forschungszentrum Nespressokapseln kennengelernt (wir hatten so keinen Plan und dachten, die müsse man aufreissen), ich war total begeistert, dass man SO arbeiten könnte (leider: französisch), bei Roche-Vitamins und Degussa und so auf der deutschen Seite war ich einerseits beeindruckt von all den Giveaways (Vitamine satt! Das war noch vor dem Sündenfall) und dem Wasserturm und bei Degussa von der Ernsthaftigkeit, mit der halt (jaja ignorant, ich weiss) Siliziumdioxid feinst verteilt werden kann, weil meine Güte, ist halt Sand. Bei Ciba-Geigy sind wir durch die Voltaren-Produktionsanlage gelaufen und ich weiss noch, wie ich mir dachte: "Meine Güte, wie soll man sich da je zurecht finden?!" (Little did I know).

Naja. Während der Doktorarbeit hatte ich dann eine Kooperation mit Bayer und skurrilerweise weiss ich noch, dass ich (zwar irritiert von den getrennten Klos für Doktoren und das Fussvolk und dem strkten Verwenden des Doktortitels auch unter Kollegen) auf dem Rückweg von der Kantine ins Labor durch einen japanischen Garten oder so dachte: irgendwann arbeite ich auch irgendwo, wo es dann einen fancy Weg von der Kantine zurück gibt und mir wird es ganz normal vorkommen. (yes, it does.) Bei meiner Zusammenarbeit mit den Leuten von der Ciba-Zentralforschung damals (oder war das schon Solvias?) weiss ich noch, wie ich die Vorstellung, dass ich irgendwann einen Badge haben würde, mit dem ich selber allein überall reinkommen würde, und nicht warten müsste, dass mich jemand abholt.

Als ich dann bei der Ciba anfing, weiss ich noch, wie ich mich sehr lang jedesmal freute, wenn ich in den vierten Stock auf dem relativ schraddeligen Fliesenboden im Flur einbog und mir dachte: "Guck, kein japanischer Garten, aber ich arbeite jetzt hier. So richtig in echt!" (Und dann kannte ich auch noch alle Kessel im Pilotbetrieb und den Anlagen, in denen ich sonst noch so arbeitete).

Ich erinnere mich auch noch an den Moment, wo ich in einem der damals dann zwischen Novartis und Ciba aufgeteilten Gebäude durch eine falsche Tür gegangen bin und auf einmal von dem schraddeligen Linoleumboden mit alten Holztüren im fancy Pharmabereich (und das war "nur" animal health) mit Teppich und hellem Licht und neuen Möbeln und so gelandet bin. Tja.

Der Mann einer Kollegin damals (der jetzt mein Kollege ist) war damals schon bei meinem jetzigen Arbeitgeber und ich weiss noch, wie faszinierend ich es fand, als er erzählte, dass die Einfahrt ins grosse Parkhaus in der Mitte der grossen Strasse, die das Werksgelände in Nord- und Südareal teilt, einfach nach unten geht. Das war für mich lange der Inbegriff der Dekadenz von Big Pharma. Eine öffentliche Strasse in der Mitte teilen mit einer Einfahrt ins Parkhaus! Und jetzt bin ich auch da und die Einfahrt ins Parkhaus ist mittlerweile das am wenigsten Spektakuläre meines Arbeitsumfelds.

Aber eben: ich weiss noch sehr, wie ich mich darüber gefreut habe, endlich 8 zu sein über "meinen" Plättli-Flur zu laufen, ich denke, ich bin noch nicht total abgehoben, auch wenn ich mich manchmal über die Unbequemlichkeit von durchaus einigen der Vitra-Stühle und -Bänke bei uns beschwere.

So. Jetzt nochmal auf die Liste für die Elektriker morgen nehmen: "Bevor ihr da wart, ging unser W-LAN"...

Montag, Februar 09, 2026

090226

 Die Technik hakt ein wenig hier.

Die kaputte Sicherung für die Autoheizung ist geschickt und praktisch so angebracht, dass man zum Wechsel die Hochvoltbatterie rausnehmen muss, das kann man natürlich nicht in einem der von Tesla so gehypten mobilen Servicetermine machen, noch geht das mit drauf warten. Immerhin in der Pop-Up-Interimswerkstatt, die nicht in Bern oder Zürich, sondern halbwegs nah bei uns ist. Kostenpunkt: gut 2500 CHF, da sind dann aber die neuen Wischerblätter mit drin und dann gehts eigentlich.

Dann kam heute der für letzte Woche angekündigte Batteriespeicher. Die Montage war komplizierter als gedacht und angekündigt ("Stellen wir auf die Terrasse, fertig"), man muss mehr um- und abhängen als gedacht, dazu muss man an mehr Stellen hin, als angekündigt und bereit gemacht, zB hinter das grosse Bücherregal und in alle Ecken und Enden des vollgestopften Kammerls. Es ist einiges erledigt, morgen wird noch mehr Zeug mit Strom gemacht, da können sie dann auch das Wohnzimmer-LED-Licht wieder reparieren, das jetzt nicht mehr geht. Immerhin ist das vollgestopfte Kallax-Regal, dass sie mehrfach durchs Zimmer geschoben haben, nicht zusammengebrochen.

Sonst:

Radeln war super, Schwimmen auch, obwohl ich heute irgendwie langsam war. Oder zwischendrin nicht gut gezählt habe, weil so im Flow (Ein Kollege hat jetzt gefragt, ob ich wüsste, wieviele Kacheln eine Länge sind, und ich habe übermässig lang drüber nachgedacht, bis mir bewusst wurde, dass es ja gar nicht gekachelt ist, sondern ein absenkbarer Metallboden. Heute: nicht so tief am einen Ende, wenn man fast am Boden schraddelt beim Wenden, ist Aquafit-Tag.)

Irgendwie war kaum jemand vor Ort heute, ich sass unter lauter unbekannten (naja, nicht ganz, eher ungewohnten) Gesichter an der sonst so begehrten Ecke. Ich hatte auch kaum Meetings, habe mit "Juli" auf den Ohren (mir war so danach) lauter Zeug erledigt, war auch gut. Hatte kurz überlegt, dass ich dann ja auch von daheim hätte arbeiten können, aber erstens wollte ich ja schwimmen und zweitens waren ja die Batterieleute daheim, da wäre nicht viel gegangen.

Nachmittags dann schlimmen Hunger und Unterzucker, also bin ich in die Cafeteria und habe mir anstatt meines sonstigen Notfallamarettini ein Valentinstörtchen gegönnt. Das war richtig lecker, ein sehr elegant geformter Haufen Himbeerschaum mit Passionsfruchtbananenkern (das wusste ich gsd nicht, sonst hätte ich es nicht genommen. Habe ich erst später auf Insta gelesen. Hat nicht nach Banane geschmeckt, eher nach Vanille).




Heimradeln nach dem letzten Meeting um sechs und es war noch nicht pitchblack, das ist auch mal was!

Sonst: ich fühle mich ausgelaugt und müde und weiss genau warum. Respektive: ich habe mich heute sofort so erleichtert gefühlt, als ich einen Kommunikationskanal wieder geschlossen habe. Diesmal für immer, ich schwöre. Ich hätte es eh besser wissen sollen, sowieso. Ich war auch nicht so mitgenommen wie früher, es hilft, wenn man sich der Mechanismen bewusst wird, und die Muster und Taktiken erkennt. Die Wiederholungen, das Manipulative und heute so offensichtliches Gaslighting wie aus dem Lehrbuch. Es trifft micht nicht mehr, aber es strengt an und dafür werde ich meine Kraft nicht mehr verschwenden. Meine Güte.

Sonntag, Februar 08, 2026

080226

 Das war ein wunderbarer Nachmittag und Abend gestern! Selbergemachte frische Kreppel sind nun wirklich grossartig UND ein wunderbares Bödeli für den wunderbaren Wein, von dem der Hübsche und ich uns ein wenig uneinig waren, wieviel wir tatsächlich vernichtet haben. Sagt auch was.

Frau Kaltmamsell hat letztens die Verwunderung mancher Menschen über "Woher kennt ihr Euch?" "Aus dem Internet" thematisiert, und naja, ich bin sehr froh, dass zu den Menschen, die ich aus dem Internet nicht nur kenne, sondern auch zu meinen guten Freunden zähle, nicht nur ebenjene zählt, sondern auch Frau Mutti und Co. (Wir haben gestern unter anderem zusammengerechnet, dass zwei T-Shirts, die von ihren drei Kindern an unsere beiden und jetzt an deren kleine Cousins vererbt wurden, insgesamt 25 Jahre (and counting) aktivst getragen wurden. Von wegen Slow Fashion und meine Güte, wie lang kennen wir uns?)

Geschlafen haben wir dann mittel (also: der Hübsche gut, ich schlecht), Frühstück in der grünen Villa war hervorragend, die Heimfahrt im Auto ohne Heizung sehr kalt und ungemütlich, die Sitzheizung heizt halt nur den Teil des Körpers, der auf dem Sitz ist... naja.

Zum mentalen Aufwärmen Wetterbericht für Nordisland kontrolliert: es schneit jetzt eine halbe Woche, dann wird es bis -15Grad, geht doch! Noch ein bisschen in meinen Rexby-Guides gestöbert, unter anderem einen geothermic goldfish pond entdeckt, wir werden es sehr schön haben! (Das neue Heringsmuseum ist übrigens "Grimsey". Im Sommer ging es sich nicht aus, jetzt dachte ich, das wäre doch cool für Winter, aber die Fähre fährt einfach 3 Stunden lang und "im Winter 2-3x die Woche", das ist mir ein bisschen zu ... heiss. Bleiben wir diesmal noch bei Hrisey).

Daheim: Kind (L. hat noch Theaterprobe) und Katzen begrüssen, Köfferchen ausräumen, Ründchen, um den Kopf zu lüften, und dann ist endlich alles wieder warm. Um sicherzugehen: eine Runde Badewanne.

L. kommt recht spät, wir essen gemeinsam Sticky Tofu,Brokkoli, Reis, Gurkensalat, erfahren alles über seinen Abend gestern, wo er mit Freunden in Basel "einfach rumgelaufen ist" (wir wurden kurz nervös, als das bei der Dreirosenanlage war, die Landkinder dachten sich nämlich "Cool, ein Sportplatz, lass uns Basketball spielen"....) und irgendwann dann sind sie einfach Tram gefahren. Klingt ganz unironisch nach einem sehr lustigen Abend (und ich war sehr froh, dass sie sich nach unseren Bitten woanders hin begeben hatten als eben diese Sportanlage). ausserdem über den Stand der Theaterproben und dann gab es eine kurze Einführung in unsere Islandpläne (leider funktionierte das Streamen meiner Reisepräsentation auf den Fernseher nicht ganz reibungslos). Noch ein paar Klamottenanproben (weil: -15Grad!!!), Geschirrabwaschen, Wäschezusammenlegen, Feierabend. Morgen wieder Schwimmen, ich freu mich!

Samstag, Februar 07, 2026

070226

Der Hübsche und ich sind heute on the road, L hat Theaterprobe und Q noch voll Ferien, sehr praktisch.

Bei uns beiden hat es schon verbrannte gerochen im Auto (kam vllt von aussen?), dann wurde das Gebläse auf einmal kalt (bei14 Grad Innenraumtemperatur haben wir die "Heizung" dann ma abgestellt,  dann tat es einen Schlag, als ob ein recht grosser Stein auf Windschutzscheibe oder Sonnensach geknallt wäre, und all das qird in entsprechenden Foren als "Sicherung der Heizung kaputtgegangen, nur in hochvolttauglicher Servicewerkstatt reparierbar". Unsere, 10km Weg, ist anscheinend zu und wir müssen jetzt damit nach Zürich oder Bern. Immerhin geht die Sitzheizung noch.
Jetzt aber erstmal: Wochenende und Kreppel!!!

Freitag, Februar 06, 2026

060226

 Heute morgen war ich extrem unausgeschlafen um sechs (eh schon länger als sonst!) und wachte mit Kopfweh und sehr irritiert von dem "Hamam"-Rituals-Duft direkt in meine Nase auf. Stellte sich heraus: meine Parfum Genie, der ich letztes Wochenende nach weiss nicht wie lang schon leer eine neue Parfum-Kartusche spendiert hatte (nämlich "Hamam"), hatte ich irgendwann zusätzlich zu dem Einschlafduften um kurz vor Mitternacht auch auf Aufwachduften um fünf vor sechs programmiert. Nur, dass ich seit Monaten um halb sechs aufstehe und das deshalb gar nicht mehr mitbekomme (ausserdem: leer). Jetzt weiss ich also: ich möchte NICHT zu Hamam aufwachen.

Das Kopfweh ging aber ohne Tablette weg, ich arbeitete ein bisschen vor bis zum Physiotermin (mein vorletzter, wie sich rausstellte. Ist auch gut jetzt) um acht. Draussen regennieselte es und ich beschloss verwegen, zum Friseurtermin später mit dem Auto zu fahren anstatt mit dem Rad (bisschen habe ich es auf dem Hinweg bereut, weil ich im leichten Niesel eigentlich gern fahre, auf dem Rückweg war ich dann bei richtigem Pritschelregen aber froh drum, dass ich und die beiden Döner in der Tasche im Mini trocken und warm nach Hause juckelten. Wegen total vollem Programm machten der Hübsche und ich unseren Ragewalk dann zeitgleich zum Mittagessen, mit ebenjenen Dönern. Wie er treffend meinte: "Zur vollkommenen Verwahrlosung fehlt uns nur noch das Wegbier". Ich schwöre: dazu wird es nie kommen. Nie.

Dann: schnelle Einkaufsrunde und dann einen erstaunlich meetinggefüllten Nachmittag. Mit allen Leuten zu Hause (Q.  hat ja Ferien und geniesst sie mit zB Legofiguren sortieren und fehlende Ninjago-Staffeln schauen. Und Zelte zum Reparieren wegbringen, L. kam aus dem Theaterlager zurück, der Hübsche und ich arbeiten halt freitags daheim) war das recht voll und mir wurde dann irgendwann wieder die W-LAN-Verbindung eng, ausserdem war nicht klar, wo ich jetzt ungestört (und andere nicht störend) arbeiten könnte. Ich sags mal so: so ein Lockdown wie am Anfang von Corona, das möchte ich echt nie wieder haben. Ich mag sie alle und das Haus ist auch nicht wirklich klein, aber Everybody Everywhere Allthetime ist halt schon echt viel.

Dann aber: Feierabend, Kofferpacken für morgen (ich freu mich so sehr!), kleines Nieselspaziergängchen und dann Freitagabend-Aperol-Spritz und Pizza.

(Ich höre nebenher übrigens "Die Assistentin", nachdem ich gerade "22 Bahnen" fertig habe. Das sind die Art Bücher, die ich höre, weil mir die Lesezeit und der Preis zu schade dafür ist. Ich verstehe nicht, warum die beiden so gehyped wurden, so krass ist Caroline Wahl's Pony jetzt auch nicht. An den Büchern kann es jetzt nicht liegen, die sind leider total belanglose, schlampig recherchierte (Ismaning ist nicht München, in München gibt es keinen Ikea, nur in Eching oder Taufkirchen, in Ismaning gibt es keine Wohnklötze mit Isarblick und ISMANING IST NICHT MÜNCHEN. Und ja, ich weiss auch, dass es nicht um München geht, sondern sie von ihrer eigenen Zeit in Zürich redet, aber naja: wegen solchen Deutschen sind wir in der Schweiz unbeliebt. Vermutlich hat sie in Spreitenbach gewohnt, also "Zürich, aber nicht ganz zentral".), unstrukturiert und nervig erzählte Büchlein. There, I said it.)