Samstag, Juni 27, 2026

270626

 Ja, blablabla, voll heiss, voll doof, hoffe, Montag wird es kühler, man kennt das. (Die Kinder haben heute Pfadi-Abteilungsaktivität und den Fehler begangen, in der Dorfbadi zu fragen, ob es ok ist, wenn sie kommen, weil "nein, es könnte zu voll werden". Was gelernt fürs nächste Mal: einfach gehen. Immerhin sind das Kinder aus dem Dorf mit eigenen Betreuungspersonen UND eigenen Rettungsschwimmern dabei, nicht all die abstrusen Leute mit BL, BS, SO und ZH-Kennzeichen, die warum auch immer in diese winzige, unspektakuläre Badi gehen müssen, als ob nicht in jedem Ort im Umkreis (oder bei ihnen daheim) ein besseres Schwimmbad wäre. (ok, es ist zu heiss)

Jetzt aber zur Fortsetzung der Smart-Bottle-Story, auf die Sie warten. Vorgeschichte hier, zwischendrin hatte sich noch Kollege 6 eingeschaltet, hier also nochmal die Teilnehmer

  • Ich (Technical Lead Produkt A)
  • Kollege 1 (Technical Lead Product B und C)
  • Kollegin 2 (Packaging Development Engineer, Produkt B)
  • Kollege 4 (keiner kennt ihn, niemand weiss, was er tut, er hat aber eine von ihm geownte Gsite im Intranet publiziert, die "Smart Bottle Produkt B" heisst)
  • Kollege 6 (Packaging Development Engineer Produkt A und C)
Wir haben also mit einer Vorstellungsrunde angefangen, erst die Interessierten. Was ich nicht wusste: Kollegin 2 (interessante sidenote: ich habe vor 8 Jahren mit ihr schon mal zusammengearbeitet, damals sah sie aus wie ungefähr 12, war aber damals schon sehr selbstsicher auf Basis von Auskennen und hat sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Heute sieht sie aus wie 12.5 und hat noch 8 Jahre mehr Auskennen in der Hinterhand) hat die letzten 7 Jahre ein Smart Packaging-Projekt geleitet, das verschiedene Möglichkeiten, eine Flasche so zu designen, dass sie Über/Unterdosieren verhindert, korrekte Einnahme forciert UND mit allen Regularien compliant ist, entwickeln sollte. Das Projekt wurde nach 7 Jahren wegen massiver Bedenken zu Cypersecurity, Data Privacy, Regulatory Impact und der Tatsache, dass man mit sowas ganz schnell als Medical Device gilt und das sind dann zusätzlich zu den Medicinal Product nochmal ganz andere Regularien, die man erfüllen muss, beendet.
Kollege 6 ist neben seiner eigentlichen Rolle noch Mitglied in dem Packaging Tech Council, das auch eine Abteilung zu Digital Packaging Solutions hat.
Also: totale Auskenner in allem, was mit Packaging und Smart und sowas zu tun hat.

Ja. Und dann hat sich Mystery Kollege 4 vorgestellt, und ich sags mal so. Mir ist bei anderern Gelegenheit schon mal aufgefallen, dass es halt berufliche Erfahrungen gibt, die... vielleicht, wenn man drinsteckt, schon spannend sind und man kann was lernen und vermutlich macht es auch Spass oder ist herausfordernd (und im Zweifelsfall muss man halt auch irgendwie seine Rechnungen bezahlen). Aber: sie kommen entweder mit einem Gschmäckle (so zB die Person, die bei uns in einer sehr hohen Quality / Policy-Funktion eingestellt wurde und ich konnte mir der Abkürzung ihres vorherigen Postens nichts anfangen und habe gegoogelt... naja: Policy Lead für eine Big Tobacco-Company, würde ich jetzt auch nicht so sehr an die grosse Glocke hängen....) oder aber sind in unserem Umfeld nicht sooooo prestigeträchtig (denke ich mir bei den Berater-Boys, die bei uns irgendwann dann einen echten Job haben wollen) oder zumindest nicht auf den ersten Blick in der gleichen Ernsthaftigkeitsliga wie unser Arbeitsgebiet. There, I said it. Anyway, ich hatte erst gedacht ich hätte mich verhört, aber nein, einer der grossen Entertainmentkonzerne dieser Welt hat offensichtlich eine Forschungsabteilung, in der Smart Solutions für Spielzeuge, die dann mit dem Kind interagieren können oder "just magic" sind, oder aber für Anstehbereiche und Attractions in den dazugehörigen Themeparks. 
Und dann kam noch was mit "es ist billig und total sicher, Banken nutzen das auch, und alles, was Banken nutzen, MUSS ja total sicher sein" (Dazu hätte ich heute auch die entsprechende Erwiderung zB, dass es keinen Regulatory Reliance Pathway für "ich schwör, die UBS nutzt das auch, das muss doch für die FDA auch ok sein" gibt).
Das ist aber für mich untergegangen, ich seit diesem Moment mit den magic toys weiss, dass es das Äquivalent zu "Ich kann nichts sagen, weil wenn ich den Mund aufmachen würde, würde ich anfangen zu weinen" auch mit hysterischem Gelächter bis Lachtränen spritzen gibt. Ich sass buchstäblich wie gelähmt da, habe all meine Selbstbeherrschung gebraucht, um meine Mundwinkel wagrecht zu halten, nicht zu fest zu blinzeln, damit die Lachtränen nicht überschwappen, und bloss keinen der KollegInnnen anzuschauen. Ich habe drum gebetet, dass der Typ entweder noch weiter erzählt und endlich zu dem vermeintlichen Businesscase kommt, oder jemand von den AuskennerInnen was sagt, weil ich wäre zusammengebrochen vor Lachen.
Ging dann aber gut, es stellte sich halt heraus, er hatte da so ein Ideechen, für ein paar Rappen bei Temu NFC Chips bestellt, und dann eine App und eine Intranetseite gemacht und jetzt pitcht er das von Produktteam zu Produktteam in der Hoffnung das jemand drauf anspringt und das Ding implementiert, Ruhm, Ehre, Magic. Das hat insofern geklappt, als die Leute in den Businessteam da drauf angesprungen sind, dachten, das ist was, was man einfach implementieren kann, weil Produkt B hat das ja auch, let's go, machen wir auch.

Dann ist es bei uns gelandet, K1 und ich hatten noch nie davon gehört, und die bekannten Bedenken gegenüber ALLEn Neuerungen im Pharmabereich nach oder kurz vor Launch: für Neuerungen ist es dann zu spät, ausser es gibt irgendeinen wirklich triftigen Grund, weil man jedwede Änderung bei allen Behörden der Welt einreichen muss, das geht Jahre, kostet ein Vermögen, in der Zwischenzeit muss man das alte noch in den Ländern, die noch nicht zugestimmt haben, vermarkten, es muss alles erwiesen sicher sein, und nein, "banken nutzen das auch" reicht nicht.

Das war aber noch nicht alles, es kamen nämlich K2 und 6, die SupercheckerInnen. Sie haben kurz erzählt, was sie schon alles für Smart Packaging Erfahrungen haben (das ist im Vergleich zu dem Ding aus dem Video ungefähr so wie "Jugend forscht, dritter Platz in der Regionalausscheidung  Oberpfalz" vs "wir hatten auf der letzten Marsmission einen Rover, lief ok, aber in der Lanzeitautarkie, da ginge noch ein bisschen was".
Und dann kam der Teil mit dem "Verkaufen": er wurde recht deutlich gechallenged, warum um alles in der Welt er es denn so darstellen würde, als wäre das für Produkt B implementiert und ein done deal, anstatt zu sagen "Hier, Konzept, könnte man so nutzen, zB für Produkt B", weil jetzt alle Welt verrückt spielt und das sofort haben woll, ohne zu verstehen, dass das ein ungefähr .... 5 Jahresprojekt mit sehr ungewissem Ausgang und enormen Kosten ist, um das zu implementieren. Es fielen Sätze wie 
"Weiss nicht, wie ihr drauf kommt, dass ich das behaupten würde, es kommt auf der gesamten Seite nur 2x "Produkt B" vor. " 
"Ja, in der Titel Zeile "Smart Bottle Produkt B" und im Video "Patient Journey Produkt B" und ausserdem heisst die URL "SmartbottleproduktB"."

Es zeigte sich, dass es mutliple Missverständnisse und sehr, sehr unterschiedliche Wahrnehmungen der Sache gibt. Es war ihm (und vermutlich seiner ganzen Abteilung) nicht klar, dass es die krassen Auskenner von PAckaging Development überhaupt gibt, dass sie Expertise ohne Ende in Smart Packaging haben, dass das "Produkt Team B", mit dem er seit mehreren Jahren in Kontakt ist, nicht "DAS Produktteam B" ist (wer es ist, ist uns noch nicht klar, wir konnten mit den Namen nix anfangen). Die Packaging-Auskenner und wir wussten nicht, dass sich diese Leute in einer ganz, ganz, ganz anderen Ecke der Firma mit solchen Themen befassen und naja, generell ist es aus der Forschungs- und Konzeptecke eh immer schwer zu verstehen, dass Innovation im Technical Development und Post Launch hat nicht mehr einfach so passiert, sondern nur in Ausnahmefällen....Naja. 
Wir haben uns drauf geeinigt, dass wir Produktleute uns nochmal zusammensetzen und schauen, was wir aus der gesammelten Erfahrung da für ein feasibility assessment zusammenbekommen, das in die Businessteams zurückspielen und dann schauen wir mal, ob das eine Option ist (ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und sage: "Hölle nein, Bruder"). Wir werden uns auch nicht mehr an einem Freitagnachmittag um 16:30 bei 42Grad treffen, vielleicht schaffen wir es dann ein bisschen weniger hitzig (und ich bin jetzt ja vorbereitet auf "Magic").
War für uns jetzt insgesamt so, wie erwartet, für K4 überhaupt nicht, das hat er auch sehr deutlich gemacht. Ich muss ihm irgendwie Respekt zollen, weil nach ALL DEM GEGENWIND meinte er beim Wrap up: "Ok, also, was ich jetzt nicht genau verstehe: ist das der Anfang einer Zusammenarbeit oder nicht?" Naja.

Jetzt: schwimmen.

Freitag, Juni 26, 2026

260626

 Kleiner Hitzezwischenstand:

Gestern kam die jährliche Email, dass wegen Rheintemperatur jetzt die Gebäudekühlung mit Rheinwasser runtergefahren werden wird und nur noch Anlagen und Geräte gekühlt werden, so lange es geht (Hintergrund: wir kühlen viel mit Rheinwasser im Raumtemperaturbereich. Für kälter gibt es einen Solekreislauf bis ... minus 20°C (? weiss nicht mehr genau, meine Produktionszeiten sind lang vorbei), für wärmer den Dampfkreislauf. Das Rheinwasser wird entnommen, zum Kühlen verwendet und danach maximal 1.7°C (?) wärmer als vorher und gereinigt wieder zurückgeleitet. Das ist nur erlaubt, solange der Rhein unter 25°C hat.

Heute:



Das ist jetzt soweit leider nix neues, diese Email kommt fast jedes Jahr, aber ich glaube, bisher noch nie schon im Juni. (Und ich ziehe die Augenbrauen hoch bei dem Gedanken an all die Male, wo jemand (oder ich) gesagt hat: "So weit kommts noch, dass wir unseren Produktionsplan am Wetter ausrichten". Ist eh unrealistisch, aber die Eintrittswahrscheinlichkeit von "keine Rheinwasserkühlung" muss nun doch hochgeschraubt werden verglichen zu auch schon.)

Beim EInkaufen gibt es eine Wasserstation mit Sitzplatz direkt am Eingang



Kaptn Cook bleibt sich treu, es gibt Freitag immer ein "Drinkfriday-Rezept", heute das hier:



Sonst: morgens vor neun zum Katzenfutterholen geradelt, ging grad noch so. Dann Lebensmitteleinkauf, dann Arbeiten.

Mittagessen temperaturangepasst mit Vegi-Dönerfitzelchen, war wirklich gut!




Donnerstag, Juni 25, 2026

250626

 Es ist so unglaublich scheissheiss, das ist echt nicht mehr auszuhalten (ja, cool, am Montag kühlt es um 10 Grad ab, das ist mir immer noch zu heiss, ausserde, total Gewitter, AN DEM TAG, WO ICH ERSTMALS DRAUSSEN SCHWIMME!)

Also.

Ok geschlafen, um viertel vor fünf war ich eigtl wach, aber das kannst ja niemandem erklären, da aufzustehen,also bin ich bis halb sechs liegengeblieben.

Frühstück, Jonnyründchen (so süss, wie der immer kühl und aufgeweckt und voller Grassamen vom Tennisplatz gerannt kommt), ab aufs Rad

Heute dann letzte Schwimmrunde vor der Sommerschliessung, ich habe meinen Garderobenkolleginnen von den Kursplänen erzählt, wurde sehr ermutigt und angefeuert, meine Fortschritte dann zu zeigen. Grosse Verabschiedungsrunde bis "nach dem Sommer".

Im Büro war relativ wenig los, es sind viele Workshops, dementsprechend Plätze frei.

Unser monatlicher Group Lunch war nur mit Kollege 1 (wenn Sie sich an gestern erinnern), mit dem ich eh die ganze Zeit Kaffee trinke rede. Heute dann mit Mittagessen (letzter Spargel der Saison!) und danach Kaffee und Ründchen. Apropos morgen: ich habe noch einen Kollegen 5 (Packaging Development Engineer Produkt A) eingeladen, nachdem wir uns über ein anderes wildes Packaging Thema unterhalten hatten und dann auf die Smartbottle kamen ("Das habe ich schon von K2 gehört und unsere Chefin ist auch ganz neugierig, was das auf einmal soll"). Er meinte "Ich bring Popcorn mit, das wird lustig". (Es bin also nicht nur ich)

Nachmittag dann ein kurzer Ausflug down memory lane, ein Kollege aus KAnada wollte Historisches aus meiner vorletzten Rolle wissen, besonders das Italienprojekt. Ich kann immer noch die nötige Kühlrampe für die Kristallisation aufzeichnen und erklären, aber nicht mehr auf Italienisch

Dann: weil ich heute bis sieben Meetings habe und nicht erst um 8 daheim sein will, bin ich "schnell mal" heimgeradelt um zwei. Es war über 40 Grad heiss, ich hatte fiesen Gegenwind (heissen Ostwind), ich war dann zeitlich knapp dran, es war wirklich schlimm, trotz E-Bike. Ich kam kurz vor knapp daheim an, machte schnell ein Foto vom Gemüsekorb und hostete dann 1h lang mit roter Birne und schwitzend und schnaufend und in nassen Radklamotten mein Produktteammeeting.

Dann mehrere kurze Meetings, unter anderem mit dem Typ, dem ich, wie der Hübsche es nennt, ein "Feedbacksandwich ohne Deckel" gegeben habe und ich sags mal so: nachdem ich erst ein bisschen ein schlechtes Gewissen hatte, weil Amerikaner und er findet das bestimmt sehr schlimm, denke ich mir mittlerweile: Hölle, nein, Bruder, ich hätte dir auch das untere Brot nicht geben sollen, einfach den Belag, ungecoated....

Naja. Es ist heiss.

Zucchini, Brokkoli, Frühlingszwiebeln, Karotten, Kartoffeln, bunter Mangold, Stangensellerie, DIE EIER, Dill, Basilikum, Rosmarin, verschiedene Tomaten, MEHR ZUCCHINI, ein versprengter Brokkoli, eine winzigkleine Gurke

Mittwoch, Juni 24, 2026

240626

 Gestern hat sich Q. über das Lese- und Hörverständnis mancher KommilitonInnen beschwert, ich hatte für ihn ein Beispiel aus der Corporate World, das mich die letzte Woche zweifeln liess, aber es ist auch sehr lustig (let’s see, zur Not ist meine Rechtfertigung: “War vermutlich lustiger, wenn man direkt dabei war”)
Akteure:
  • Ich (Technical Lead Produkt A)
  • Kollege 1 (Technical Lead Product B und C)
  • Kollegin 2 (Packaging Development Engineer, Produkt B)
  • Kollege 3 (Strategy Lead Product A)
  • Kollege 4 (keiner kennt ihn, niemand weiss, was er tut)
  • Kollegin 5 (Business Lead Product C)

Kollege 3 schreibt im Produkt A Teamchat: “Guckt euch mal diese gsite an, Produkt B hat eine Smart-Bottle, unsere Businessleute wollen das für Produkt A auch”

Ich: “Aha, ok, ich schau mal, was das von technischer Seite bedeuten würde, melde mich, wenn ich Infos habe”


Ich (an der Kaffeemaschine im Gespräch mit Kollege 1: “Ihr habt für B eine Smartbottle, wir wollen die jetzt anscheinend auch, was muss ich beachten, gibt es die auch in kleiner??”

Kollege 1: “Ja, die wurde extra für Produkt B entwickelt, red mal mit Kollegin 2, die hat das gemacht”


Ich lade Kollegin 2 zu einem Meeting ein “Kollegin 2/ ich, Smartbottle Produkt B auch für A?”

K2 akzeptiert, schickt mir eine Chatnachricht: “Danke für die Einladung, keine Ahnung, wovon du sprichst, wir haben für Produkt B keine Smartbottle”

Ich: “Aha, ich dachte, ihr habt irgendwas spezielles gemacht? Ausserdem hier: gsite mit Video”

(Das Video hatte ich noch nicht angeschaut, die Beschreibung war sehr vage, aber meine Güte, schreibt hin, was ihr wollt, ich hab keinen Bock auf Videos)

K2: “Ja, wir haben eine spezielle Flasche, weil Patientenpopulation Produkt B, blablabla, aber das ist keine Smartbottle. Ich hab mir das Video angeschaut: das ist auch keine Smartbottle, das ist ein Aufkleber auf dem Deckel und eine App, den haben wir nicht implementiert, ich habe noch nie davon gehört, kenn den K4 auch nicht, der das da präsentiert”

Ich: “Ich lade vllt K4 auch mal ein”

K2:: “Ja, cool, interessiert mich auch.”


Ich: ändere das Meeting in “K2, K4 / ich: Smartbottle Produkt B (?) auch für A?”. K4 akzeptiert, ist aber im Urlaub, wir verschieben auf später.


K1 (beim Kaffee): “Du, was ist jetzt mit der Smartbottle? Anscheinend wollen wir das jetzt auch für Produkt C?”

Ich: “Ja, interessant, dass du fragst, ihr habt für B schon keine Smartbottle, K2 weiss von nix, wir lassen uns das nächste Woche von dem mysteriösen K4 erklären, magst du auch kommen?”

K1: “Ja, klar, cool”

Ich: ändere die Meetingeinladung in “K2, K4, K1, ich: Smartbottle Produkt B(?) auch für A und C?”


K1 beim Kaffee (wir trinken viel Kaffee): “Du, wegen der Smartbottle:K3 kam jetzt zu mir und hat gefragt, wieso ich ein Meeting mit K4 aufgesetzt habe und K5 würde da gerne verstehen, was Sache ist. Ich hab gesagt:” Ich hab gar nix aufgesetzt, das war Frau Brüllen, ich geht da einfach mit, weil ich verstehen will, was das ist, warum auf einmal jeder drüber redet.” Warum redet der mit mir und nicht mit dir? Naja, egal, ich habe jetzt für heute eine Einladung von K5 für “Smartbottle Produkt C”, hab abgesagt, mit Begründung “will need to collect information first”, jetzt hat sie auf morgen verschoben, was soll das alles?!”


Morgen ist es soweit, ich habe mir in der Zwischenzeit das Video angeschaut (und denke, K2 und ich sind die einzigen beiden Personen in der ganzen Blase, die das getan haben, anders kann ich mir nicht erklären, warum die Leute da so drauf abfahren. Der Inhalt des Videos rechtfertigt auf keinen Fall diese absolute Begeisterung für das Thema, das auf mich eher wie ein Hobbyprojekt eines IT-Praktikanten wirkt, aber gut, was weiss ich schon.)


Seien Sie mit mir gespannt, ob ich jetzt ein Townhall mit 400 Teilnehmern zum nächsten krassen Durchbruch hoste oder ob wir uns leicht peinlich berührt ein Bastelprojekt aus dem Werkunterricht anschauen!


Dienstag, Juni 23, 2026

230626

 Uff, heiss, sagte ich das?

Dem "dünn und struppig"-Look wurde heute durch geschickte Essensplanung erstmal entgegengewirkt: 

  • Skyr, Nektarine, Pfirsich, Granola zum Frühstück
  • Bananenbrot (L. hatte ja da diesen Test, ist jetzt aber auf dem Gletscher. Ich habe alles eingefroren, aber eins wollte ich auch probieren) nach dem Schwimmen
  • Salat (mit Früchten und Gelberbsenchunks) zu Mittag


  • zwei Scheiben Schokokusstorte vor dem Heimradeln
  • Mozzarella-Tomate-Nektarine mit Q. vor dessen Hock
  • Salat und Käsebrot mit dem Hübschen nach dessen Sport

Ich hatte jedes einzelne Mal davon Hunger auf genau das.

Sonst: 



Schon morgens unangenehm warm beim Radeln. Ich hoffe sehr auf wunderbares Freibadschwimmen ab Montag.

Kurze Lunte für Bullshit. Wer heute jemanden, für den ich mich verantwortlich fühle, auch nur ansatzweise angepampt oder mich unterbrochen hat, hat sehr schnell gemerkt, dass ich das nicht mag. Meine Güte.

Andersrum: ich habe ja im Rahmen unseres Riesenportfolioprojektes echt unangenehme Erfahrungen mit jemandem gemacht (Sie erinnern sich, das Feedback, das ich abgeben musste?) und bin jetzt tatsächlich sehr auf Alarm, wenn jemand Fragen oder Anmerkungen zu diesem Projekt hat, besonders wenn sie aus dieser Ecke kommen. Aber: So unangenehm diese Person ist, so angenehm ist es mit einem ihrer Mitarbeiter (der SPOC für das Thema ist, also eigentlich der, mit dem ich zu tun haben sollte, nicht der Chef) zu diskutieren und zu arbeiten. Man kann nämlich einfach unterschiedlicher Meinung sein, diskutieren, sich gegenseitig überzeugen durch ARGUMENTE oder aber trotzdem unterschiedlicher Meinung bleiben, ohne dass einer auszucken muss und dem anderen Respektlosigkeit vorwerfen muss. Meine Güte.

Schnelle Runde durch die Sonne mittags, es macht nicht besonders viel Spass (ich packe morgen wirklich einen Wickelfisch ein). 

Nachmittags dann zwei Treffen mit KollegInnen, die aus Kanada für einen Workshop da sind. Wir haben Jahre zusammengearbeitet und uns nur online getroffen und ich mag beide sehr. Sie mich auch, offensichtlich, es war richtig, richtig schön.

Dann: erstaunlich früh fertig gewesen, auf dem Heimweg um sechs noch schnell bei dem eingekauft (WC-Papier und Duschgel. Was bei uns so verbraucht wird), auf der Brücke noch schnell einen Schwan per Foto in meiner App "gesammelt" (gestern eine Wacholderdrossel).

Abendessen mit den Jungs, die da sind und dann.... kalt duschen und auf der Terrasse im Schatten mit Kaltgetränk einen Krimi aus dem hohen Norden zur Abkühlung lesen.

Montag, Juni 22, 2026

220626

 Sehr weirder Wochenstart: 

L. macht sich auf den Weg in die Aletsch- (Arena für eine Geographie-Exkursion auf den Gletscher. Wie perfekt kann das passen, wettertechnisch? Er jammert über die Hitze, aber hahahahaha, ich sehe die Temperaturen auf Meteo, das ist 50% unseres Wetter hier unten)

Q. hat letzte Prüfung des zweiten Semesters, aber erst mittags, er schläft also aus.

Der Hübsche hat ein wichtiges Call und geht mit ordentlichem weissen Hemd ins Büro.

Ich habe ein Treffen mit japanischen Partnern on site im Dort und wandere deshalb mit dem Hübschen fast den ganzen Arbeitsweg hinter.

(Sansa schläft auf dem Balkon unter dem Balkontisch, Jonny hat auf dem Tennisplatz übernachtet und hat erst ein bisschen Mühe, am Aggrokater vorbeizukommen, der mitten drauf sitzt. Ich sehe das hohe Gras hinter ihm wie in Lost wabern und wackeln und irgendwann kommt Jonny dann in sicherer Entfernung raus. Beide Katzen sind mittlerweile sehr, sehr dünn und ein bisschen struppiger als auch schon. Sommerbody sozusagen)


Ich hatte ja gestern noch Angst, zu zerlaufen und mir vor den japanischen Kollegen vorzukommen wie ein Slob. Aber: die Japaner kamen zwar in sehr, sehr distinguierter Kleidung, konnten aber mit unserer Temperatur in den Gebäuden gar nicht umgehen. (Wir haben ausser in Produktion, Labor oder Serveranlagen keine Klimaanlagen, aber sind in den modernen Gebäuden doch bei gut erträglichen ... 28 Grad oder so). Sie sind richtig, richtig zerlaufen und haben mir echt leid getan. (Ihre Freude beim auf italienschen Marktkarren getrimmten Gelato-Stand in der Cafeteria war sehr real)

Meeting war dann einerseits interessant, andererseits zäh, und dann musste ich eher weg als geplant, weil ad hoc prio-Meeting. Und weil andererseits die Produktionstour aus Gründen auf den Nachmittag geschoben worden war, ist mir die entgangen. (Ist ok, kenne ich schon, aber ich finde es halt schon immer spannend. Anyway: bin jetzt auch nicht total unglücklich, dass ich mich nicht in Über-PJs klemmen muss bei der Hitze.).

Daheim ziehe ich unters Dach, nehme an einem Call nach dem anderen teil, parallel wäscht die Wäsche und trocknet in no time auf dem Balkon. (Ich kann nicht gut mit der unter dem Dach annen Klimaanlage arbeiten, es wird mir einfach zu kalt. Ja, there, I said it. Und ja klar, könnte man auf höhere Temperatur einstellen, aber. eben.)

Essentechnisch bin ich voll in meinem Sommerdilemma angekommen: ich habe null Appetit auf irgendwas ausser Obst und Salat. Ich habe nichtmal besonders Hunger oder merke, dass ich etwas "gscheits" hätte essen sollen, bevor es mich zusammenlässt. Und, TMI, nur Salat und Obst und Gemüse macht halt im Bauch das, was es macht und naja. Heute abend dann Gretchenfrage, ob Montagspizza (urks, heiss) oder Reste von gestern (Kartoffelsalat, IMMERHIN Kohlenhydrate, dazu Blumenkohlsteak mit Kräuteröl, halt jetzt kalt). Vermutlich nähere ich mich auch dem Sommerbody der Katzen an. Dünn und struppig...


Sonntag, Juni 21, 2026

210626

 Uff, wie scheisseheiss ist das.... (morgen habe ich einen ganzen Tag auf der Site im Ort, japanische Partner besuchen uns und ich glaube, die Meetingräume sind nicht so angenehm klimatisiert wie in unserem Minergie-Turm --> Airporttemperature heisst das, habe ich gelernt. Es ist nicht kalt, leichte Unterschiede nach Jahreszeit, aber mit T-Shirt ist man nie falsch angezogen.. D.h. ich werde mich sommerlich anziehen, trotzdem schwitzen und die Japaner werden in Anzug und Krawatte kommen, weil sie halt immer so kommen UND Klimaanlagen auf 16 Grad gewohnt sind, und vermutlich trotzdem aussehen wie aus dem Ei gepellt)

Ich bin heute morgen um viertel vor fünf aufgewacht, dramatischer Sonnenaufgang aus dem Dachfenster, das sah schön aus. Müde war ich nicht mehr, aber nachdem ich mich gestern so auf Ausschlafen gefreut hatte, bin ich doch wieder ins Bett und erst umhalb neun wieder aufgewacht.

Frühstück auf der Terrasse (ich war Semmelnholen bei der Tankstelle und es fühlte sich schon so affenheiss an wie sonst im Sommerurlaub auf einem italienischen / korsischen Campingplatz oder so).

Der Hübsche und ich sind direkt nach dem Frühstück Rheinschwimmen gegangen (Wassertemperatur 22.4 Grad, also immerhin noch nicht pipiwarm, aber auch nicht mehr ansatzweise kalt.). Bis wir bei den Fahrrädern zurück waren, war uns schon wieder heiss, hochgeradelt waren die Köpfe wieder rot und die Erfrischung beim Teufel. Naja.)

L. packt seine Tasche für die letzte Schulwoche aka Gletscherexkursion auf den Aletschgletscher (wie eine Kollegin letztens meinste, als er im Sportlager am Lago Maggiore war: Schweizer Schüler müsste man sein), man kann sich 10-15 Grad gar nicht vorstellen (auch das ist zu heiss, es sollte dort oben viel kälter sein).

Ich, des Wahnsinns fette Beute, habe mich bereit erklärt, ein Versuchsprojekt zu starten und zwar das BESTE Bananenbrot der Welt, das L. von unserem Bakesale abgestaubt hat (Donna Hay-Rezept) und eines, das er auf Insta in einem seiner Proteingymbro-Bubblevideos gesehen hat (weiss gar nicht, warum das #highprotein sein soll, das ist nur ein Ei drin... naja). Ausserdem grad noch Kartoffeln gekocht für Kartoffelsalat heute abend, dann ist alles mit heiss fertig (also von innen).

Jetzt wichtige Tasks wie "Lackfarbe für Zehennägel aussuchen". Dazu sollte mein Hirn auch in der Hitze fähig sein, ausserdem ist die Fallhöhe im Fall von Fehlentscheidungen nun wirklich überschaubar.

(es wird bis Ende nächster Woche immer noch heisser und regnen wird es nie wieder.)