120126
So. Erster Tag Alltag mit allen!
Wir haben gestern abend tatsächlich nochmal in Ruhe besprochen, wer wann aufsteht und wohin muss und so, weil zB L. ja noch gar nicht so mitbekommen hat, dass ich jetzt morgens für sein Frühstück nicht da bin, weil ich da schon schwimme.
Radfahrt zur Arbeit war interessant: es war kalt und glitzrig draussen, ich fuhr durch eine knirschend zerbrechende dünne Eisschicht auf den Wegen (hatte erst Bedenken, aber sowohl zu Fuss als auch auf dem Rad ergaben Tests keinerlei Rutschen). Bin trotzdem recht langsam und bewusst unterwegs gewesen, so bewusst, dass ich beim Parken direkt das Anschliessen an die Ladestation vergessen habe (Was mir 2 min vor dem Heimfahren bewusst wurde, kurz bevor ich das "Schild of shame" an meinem Rad entdeckte).
Schwimmen: war ok, es war tatsächlich eine nervige Kraulperson auf "meiner Bahn", der so knapp überholte, dass er mir beim ersten Mal eine ordentliche Watschn mitgab, beim zweiten Mal, als er mir wieder so knapp entgegenkam, wich ich ruckartig aus und kickte beim Beinschlag so an die Poolwurscht, dass ich drei blaue Zehen habe (mir wird nicht schlecht vor Schmerzen beim dran rumnackeln, sie sind nicht gebrochen, wie auch, ist ja noch lang nicht Sommer).
Sonst: endlich sind alle aus den Ferien zurück, es brummt und summt und geschäftelt wieder. Ich habe von L. einen (in Japan anscheinend) sehr angesagten Hightech-Druckbleistift bekommen (spannend, er ist da durch was auch immer total angefixt worden, ist dann monatelang jeden Tag zu dem einen Laden in Kyoto gelaufen, um welche zu bekommen), den habe ich dann heute eingeweiht und extra schön To-Do-Liste geschrieben.
Der Vormittag war mehr oder weniger meetingfrei, der Nachmittag dafür dicht. Mittags hatte ich mich mit L. bei der Apotheke verabredet, wo er sich Covid- und Grippeimpfung abholen sollte (ENDLICH ist er 16 und wir haben das Geschiss des zB letzten Jahres hinter uns). Das gibt es hier einfach to go in der Apotheke, ich war mir nur nicht sicher, ob er dafür als Minderjähriger irgendeine Unterschrift brauchen würde. Brauchte er nicht und als ich ankam, war er schon fertig, ich hielt den Impfpass hin, drückte ihn kurz (also L., nicht den Impfpass), bewunderte sein japanlastiges Outfit und schon war ich wieder auf dem Rückweg.
Heimweg dann im Dunkeln (das wirkt um sechs, halb sieben viel gemütlicher als morgens um sechs, weil abends eben alle Häuser erleuchtet sind, das ist um sechs definitiv nicht der Fall), aber relativ Warmen, mir ist fast unangenehm heiss geworden. Auch, weil es krasser Gegenwind war (habe ich wie morgens erst auf der Kraftwerksbrücke fast daheim gemerkt, als mich eine Windböe erfasste).
Daheim Schwimmtasche neu bestücken mit leergegangenen Kosmetika, mich immer noch ob der wehen Zehen bemitleiden, beim Essen nicht zu Wort kommen, der Hübsche auch nicht, aber wie cool ist das, endlich wieder beide Jungs am Tisch zu haben!
Jetzt schauen die drei noch irgendeine Serie, bei der ich nicht mitgucken mag, der Hübsche packt den Koffer für morgen München, ich mache mir meine Wärmflasche warm, nehme einen frischen Pyjama aus dem Schrank und muss dann die krasse Entscheidung treffen, ob ich auch eine Serienfolge schaue oder lese.
Dann:
Eine Wunschlistenfrage, eine Wunschlistenfrage!
Und zwar: da sie jetzt eine "externe" Person mit in den Urlaub nehmen: zahlen Sie den Urlaub mit, oder nur das Ferienhaus/Aktivitäten, nicht aber den Flug...?
Also. Das war tatsächlich ein Thema, das für relativ viel Diskussionen gesorgt hat und zwar:
die Einladung ging von uns aus, d.h. der Urlaub (Ziel, Anreise, Programm etc) war gesetzt und die mitreisende Person (respektive andere Familie) hatte ja nullkommanull Mitsprache beim, sind wir ehrlich, Budget des Ganzen. Für uns war deshalb eigentlich klar: eine Einladung ist eine Einladung, weil wir die Person gerne dabei haben wollen, für uns ist es finanziell nicht relevant (Privileg, I know), ursprgl war noch dazu die Gesamtzahl der Reisenden ja genau wie sonst auch immer, weil wir dachten, Q könne nicht mit, d.h unser Angang war: wir übernehmen alles.
Das war dann allerdings der anderen Familie nicht recht (was ich auch verstehen kann, fände ich vermutlich als Eltern auch unangenehm, insbesondere, wenn es nicht um ein ... bitte nicht in den falschen Hals kriegen, Wochenende Camping in der Eifel geht.), sie haben darauf bestanden, den Flug zu übernehmen. Das ist okay (ish) für uns (auch weil wir ahnen, dass die andere Familie deshalb nicht für die nächsten 6 Monate Nudeln mit wenig Ketchup essen wird), für den Rest nehmen wir die andere Person jetzt einfach mit und sprechen nicht über Kosten.












