Donnerstag, Februar 05, 2026

050226

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 

Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.
Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.

Mittwoch, Februar 04, 2026

040226

 Da war aber jemand müde gestern (der Zug ist eine halbe Stunde extra irgendwo im Dunkeln durch die Schweiz gefahren, mit vielen, vielen Ansagen, dass Personenunfall, Streckensperrungen, Umleitung, Verspätung. Für uns war das nicht so wild, wir sassen gemütlich in der ersten Klasse, hatten eine angeregte Unterhaltung (was wir total verpennt haben: was zu essen. Der Hübsche hat sich köstlich amüsiert, als ich soooooo hungrig nach Hause kam, weil "Bestes an Businesstrips mit dem Zug: im Zug lecker essen!" Ja, oder halt aufgetaute Suppe, die hat selten so gut geschmeckt wie gestern abend!), es war für uns allemal angenehmer, als die Person in Münsingen (es hat fast aufdringlich gewirkt, wie in JEDER der vielen Durchsagen in vier Sprachen MÜNSINGEN als Unfallort erwähnt wurde)...

Heute dann war ich immer noch müde, als der Wecker um 6 geläutet hat, aber hilft ja nix. Frühstück, Arbeitsstart, bis der Hübsche wach war und ich mein Sportründchen starten konnte. Heute war Homeoffice angesagt, weil um 10:30h sich der Gartenbauer angekündigt hatte (danke übrigens für die Hinweise auf zu empfehlende. Wir haben bisher gelernt: a) Gartenbauer aus D kommen nicht nach CH zum Arbeiten und b) Antworten auf Onlineanfragen dauern relativ lang. Das kann damit zusammenhängen, dass Garten per se draussen und nicht vor dem Computer ist oder dass Januar halt nicht die Hochbetriebszeit in Gartenbauunternehmen ist. Anyway. 

Also: Sportründchen, Dusche, dann weiterarbeiten. Um halb 10 habe ich ein Call mit meinen beiden Kolleginnen für unser GemeinschaftsProjektchen (understatement), in dessen Rahmen wir mittlerweile "KLM" als Gruppenname bekommen haben (Anfangsbuchstaben der Vornamen, für den Fall, dass Sie sich wundern und wir wollten nicht MLK sein. Überlegen an KLM-Merch hin und her). Wir arbeiten richtig gut zusammen, das Thema ist trotzdem anstrengend.

Um Punkt halb 11 muss ich raus"springen" aus dem Call (vorher bin ich physisch ein paar Mal fast rausgefallen, weil ich mir das Wackelboard vor L.s Schreibtisch aufgestellt habe und dann halt doch ein bisschen mehr hample als gedacht), weil der Gartenbauer vor der Tür stand.

Wir haben erst bei Kaffee und dann im winterlich tristen Garten unsere Pläne und Wünsche besprochen (ich weiss jetzt auch, dass "der Baum neben dem Ahorn, der sich einfach angesät hat und jetzt 4m hoch ist" eine Esche ist), wir haben Lob für den einen Teil, den wir so lassen wollen, bekommen, weil "ökologisch ist das perfekt". Kann jetzt ehrlich gemeint sein oder aber gutes Zuhören und so zu reagieren wie der Kunde es mag, weil wir sehr deutlich wurden, dass wir uns bewusst von den Schottergärten und Plastikzaunwänden in der Siedlung abgrenzen wollen. Es gab eine wunderbare Idee, damit der hässliche Zaun für uns nicht mehr so hässlich ist und die Nachbarn uns nicht wieder alles umschneiden, nämlich ein Obstspalier. Er klärt nochmal ab, ob das mit dem entsprechenden Lichtangebot klappen würde und dann wäre das richtig, richtig schön! Sonst: super Ideen, sehr angenehmes Gespräch, wir haben als Hausaufgabe, Fliesen oder Platten auszusuchen und dann gibt es eine Offerte. Re Zeitrahmen war es ein bisschen lustig, er überlegte hin und her, und als er "schon 6-8...." sagte, dachten der Hübsche und ich beide automatisch "Wochen", aber es sind "Arbeitstage". Und es könnte gut sein, dass das alles noch bis Ende April gemacht wird. Wie toll wäre das denn?

Dann: Wenn ich schon mal zu Hause bin (und am Fr zum Haareschneiden gehe), kann ich die Mittagspause auch zum Haarefärben nutzen, das kann ich mittlerweile richtig gut (erst bleichen, dann Toner drauf, mit strähnchenweise bepinseln, nur den Ansatz und so, auch hinten, und mit zwei Spiegeln, bin richtig stolz auf mich). Heute mit einem anderen Toner als sonst, nämlich halb halb "Ice Irise" und "Strawberry", was jetzt ein kühles Pastellrosa ergibt, genau das, was ich wollte. Mal sehen, wieviele Schwimmtage es hält.

Der Nachmittag voller Meetings, die alle sehr produktiv waren, aber halt auch konzentriert und uff. Morgen wird crazy, ich habe von 8:00 bis 18:00 bis auf zwei kurze Halbstundenslots dazwischen Back2Back-Meetings, das ist nicht gesund.... naja. Immerhin habe ich mir das Schwimmen vorher aktiv als Termin blockiert, dass nichts dazwischen kommt. 

Jetzt noch: Cacio e Pepe mit Miso und Edamame als "Verlegenheitslösung" zum Abendessen, dann Feierabend.


Nicht vergessen (also: ich): Morgen ist #WMDEDGT!

Dienstag, Februar 03, 2026

030226

 Heute nacht immerhin nicht vor Weinen aufgewacht (immer noch: WTF?!), sondern weil ich mich langsam dem Bettrand näherte und schon nahe am Rausfallen war, während eine kleine Katze wie eine Königin in der Mitte des Bettes thronte. Soweit also normal.

Wecker läutete dann heute noch früher als sonst, nämlich um viertel nach fünf, damit ich ordentlich angezogen und geschminkt die S-Bahn um 6:27 erwischen würde, damit ich den Zug ins Wallis um 6:58h erwischen würde. Hat alles geklappt, sogar incl dringend nötigem WC-Besuch am Basel SBB (hatte grosse Horrorvorstellung vor super ekligem Bahnhofsklo, es war aber nicht vermeidbar. Für alle, die es vllt mal brauchen: man muss 1.50 bezahlen (kein Sanifair Bon), es geht nur mit Karte, dafür ist es aber auch sauber.

Treffen mit den mitreisenden Kollegen im Zug, hat ein bisschen was von Klassenreise. Die 1. Klasse ist erstaunlich voll, wir haben nicht reserviert, weil wir dachten, es ist nix los. Wir haben trotzdem 6 Plätze auf einem Haufen und es entspannt sich eine lockere Mischung aus Smalltalk, fachlichen Gespräche und Arbeit am Computer, alles in allem sehr angenehm.

Ich habe mir ein Glas Früchte, Skyr und Granola mitgenommen, das vorspeise ich auf der Höhe von Bern.

Dann wird es draussen auch schon pittoresk, See, Berge, die Art Häuser, die man da erwarten würde, erstaunlich wenig Schnee. Ich hatte ja wenigstens im Wallis auch “unten” mit Schnee gerechnet, aber anscheinend wird es heute dort 14 Grad warm, also eher wie daheim.

Na dann.

Je weiter wir in die Berge kommen, desto mehr Touris, desto mehr Gepäck, aber erstaunlich wenig, also NULL, Ski-Gear. Hm.

Aussteigen dann in Visp, das jemand unserer Reisegruppe so nett und treffend als “Olten der Berge” bezeichnete (Falls Ihnen die Rolle von Olten in der Schweiz nicht klar ist: Olten ist die vermeintlich hässlichste Stadt der Schweiz, niemand möchte in Olten irgendetwas tun, ausser vielleicht umsteigen. Es gibt/gab sogar Aufkleber mit dem Text “Hässlich hier, aber waren Sie schon mal in Olten?”. Ganz so schlimm ist Visp jetzt nicht, immerhin hat es halt Berge aussenrum und man ist superschnell in Saas Fee oder Zermatt oder Crans Montana* oder halt irgendwo schön :-).

Arbeitstechnisch hat das durchaus was. Ich meine: Aussichtstechnisch bin ich eh verwöhnt, hier ist es nicht so sehr von oben runter, sondern von unten rauf. Überall wunderbare Berge! (musste an meinen Kollegen aus den Sümpfen von Alabama denken, der hier seinen ersten Job in der Schweiz hatte und recht bald weg musste, weil er die bedrohenden Berge nicht aushalten konnte. Ich andersrum finde die Berge aussenrum tatsächlich sehr beruhigend und beschützend (und würde vermutlich die ganze Zeit aus dem Fenster schauen statt zu arbeiten).

Schnee gab es halt gar keinen, es war sonnig und mit 14 Grad wärmer als daheim.


Der Tag war dann supercool, ich habe mich ja zu einem Process Gap Assessment für einen Transfer selber eingeladen, um den Prozess besser zu verstehen und eben auch die Site besser kennenzulernen. Kennen Sie das, dass es einen Teil ihres beruflichen Werdegangs gibt, in dem Sie sich absolut zu Hause fühlen? Das ist für mich die Wirkstoffproduktion und so war das heute fast wie Ferien, weil es halt alles so, so, so, so vertraut ist (ich bin schon auch froh, dass es nicht mehr mein Day to day business ist, das wäre mir vermutlich recht bald (wieder) zu fad / kleinteilig, aber ich kann es halt doch noch! Bin es aber auch nicht mehr gewohnt, ich hatte schon ab der Halbzeit der über zweistündigen Tour durch die Produktionsanlagen und QC Labors echt Rückenweh (aber: Schritte und Treppenstufen übererfüllt, es war nämlich dann irgendwann Feuerprobealarm und deshalb Brandschutztüren zu und LIfte nicht mehr benutzbar, deshalb sind wir eben viele Umwege und zu Fuss gelaufen.). Coolste Gadgets: in den IPC Labors, die 24/7 besetzt sind, haben sie Pager, die die Betriebsmitarbeiter mitnehmen können, wenn sie ein Muster gebracht haben, die dann Bescheid geben, wenn die Resultate da sind. Wie diese Brummbuzzer, die man in manchen Fastfoodrestaurants bekommt!

Heimweg dann in einem wieder erstaunlich vollen Zug, Ankunftsplan daheim kurz nach acht. Relativ bald nach dem Losfahren gibt es eine Ankündigung, dass wir umgeleitet werden wegen Personenunfall, mit einer Verspätung von teilweise ca 30 MInuten. Bis Basel sollte sich die auf 15 MInuten reduzieren, ich sollte die ursprünglich geplante Verbindung schaffen.

Ich freue mich sehr, sehr, sehr auf Essen und Dusche und Bett daheim!


* Ich verzweifle seit Wochen an der mentalen Schere zwischen den Schlagzeilen, die die Katastrophe in Crans Montana und den mangelnden Brandschutz und die mangelnden Kontrollen und Durchsetzung (und jetzt die mangelnde Transparenz und Unabhängigkeit in der Aufklärung) zu Recht anprangern, und andererseits total kritiklos das Gezeter von Basler Fasnachtscliquen repetieren, die sich über die für dieses Jahr vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften für zB Wägen (Verkleidung, Bremsen etc) und Brandschutzvorschriften und Besucherzahlengrenzen in den Cliquenkellern aufregen, weil “damit würde man die Fasnacht kaputt machen”. Man könnte auch (unabhängig von Crans Montana) sagen: wtf, wie kann es sein, dass ihr bisher mit alten Traktoren mit rissigen Reifen und ohne funktionierende Bremsen rumgegurkt seid und das ok findet? Oder in brandgefährlichen überfüllten Kellern? Wieviele tote Kinder / Fasnächtler sind akzeptabel?


Montag, Februar 02, 2026

020226

Heute nacht bin ich um halb eins aufgewacht aus einem unendlich traurigen Alptraum (also: schlimm, weil traurig, nicht weil grauenvoll monstermässig furchterregend), mir sind schon die Tränen gelaufen und vor lauter Traurigkeit habe ich noch ein bisschen weitergeweint. Meine Güte, das brauch ich halt schon nicht! (Schnell noch eine Runde durchs Haus gedreht und das Wohlergehen aller, die im Traum beteiligt waren, zu überprüfen.)
Dann: Wecker um halb sechs, heute wieder mit Schwimmen. Ich hatte (und auch deshalb mag ich keine Unterbrechungen meiner Routine, weil dann die Selbstverständlichkeit weg ist) tatsächlich gar nicht unendlich viel Lust darauf, aber eben. 
Radfahren war dann lustig, weil ich tatsächlich erst akustisch (Regentropfen auf der Jacke) merkte, dass es regnete...
Antiklimax: Schwimmen lief super, ich war erst mit nur einem anderen, dann für die letzten vier Bahnen, zwei anderen Schwiwmmern auf der Bahn, wir kamen easypeasy aneinander vorbei, das war schön.
Dann: Sonnenaufgang wie immer die letzten Wochen superdramatisch, das sieht dann 10, 15min toll aus, dann ist wieder grau wegen Hochnebel, aber wenn die Sonne grad so steht, dass sie direkt über meinen Bildschirmrand in meine Augen scheint, dann gehen Wolken und Nebel weg und ich werde geblendet. Naja.



Der Tag war mit Ansage sehr, sehr lang. Neben der Produktarbeit, die ich so, so, so, so mag, stehen im Moment auch wieder einige konzeptuelle Sachen an, die ich nicht mag. Heute abend zB eine Präsentation in einem LT-Meeting einer Nachbarabteilung, auf das ich mich sehr gut vorbereitet wähnte, weil ich ja mit dem von dort zugeteilten SPOC und meinem Chef schon alles vorbesprochen hatte. 
Little did I know.
Naja. Sonst: schnelle Mittagsrunde allein in der Sonne und schauen Sie mal hier: es ist noch WINTER und hier blühen schon die Krokanten. Alle, die Winter nicht mögen: hier, Frühling. (Kommt allerdings auch damit, dass es im April schon Sommer ist und ab Mai /Juni dann Fegefeuertemperaturen)


 Nachmittag lief dann eigentlich gut, ich freue mich sehr auf unseren Klassenausflug aka Technical Visit ins Wallis morgen, ich hoffe auf Schnee und zwar viel davoN!.

Zwischendrin schnell heimgeradelt, damit ich erstens das LT-Meeting und dann das folgende Meeting mit dem klinischen Team aus Kalifornien eben von dort machen kann.
Bummer war: das LT Meeting war nicht ansatzweise das Heimspiel, mit dem ich gerechnet hatte, sondern ... meine Präsentation wurde ignoriert, die vorab besprochenen Themen wurden als "woher kommt den der Quatsch?!" abgetan, es gab mehr Meinung als Ahnung (Stellen Sie sich vor: jemand kommt und sagt: "So, bisher haben wir allen Glasabfall in einen Container geworfen, das ist nicht sinnvoll, weil man es entweder mühevoll auseinandersortieren muss oder nur Braunglas daraus machen kann, anstatt die wertvolleren reinen Farben, die Gemeindeversammlung hat deshalb beschlossen, dass wir sortenrein sammeln in Zukunft. Deshalb würde ich gern ein Konzept mit Euch entwickeln, wie wir das implementieren, hier schon mal der vorab geklärte Plan für einen Pilotversuch" und die Antwort ist "Recycling ist eh scheisse, denkt nur an Verbundstoffe wie Tetrapacks, warum kommst du überhaupt mit so einer Kackidee?")
War dann ganz gut, dass ich mir erstens vorgenommen hatte, auf Fragen und Vorschläge, die ich superdoof finde, mit "Good question, would love to hear your input on that in future discussions" zu antworten (und auf gute Fragen "Thanks a lot, this is an awesome question and here is, what we plan to adress this") und zweitens danach ein ganz anderes, wichtiges Meeting hatte, so dass ich einfach pünktlich gehen musste. Was für ein Theater, ey....
Jetzt also: Abendessen, Rucksack packen für Berge (von unten) und Schnee morgen, und die mühsamen Sachen erstmal vertagen.

Sonntag, Februar 01, 2026

010226

 So, Februar. Ist der erste Monat 2026 also schon rum und war gar nicht mal so übel.

Wir sind ja mit der aushäusigen Übernachtung sozusagen premium in den Februar gestartet.

Weiter geht es mit:

Theaterlager und dann Theateraufführungswoche für L (wir haben schon Tickets!)

Ich fahre die Woche einen Tag ins Wallis zum Arbeiten, ich hoffe, ich sehe wenigstens Schnee (wir sind ja unten im Tal), morgens hin, abends zurück.

Ein Gartenbauer kommt und wir besprechen Optionen für die Neugestaltung der Terrasse und des hässlichen Zauns.

Der Hübsche und ich (es ist so cool, dass kinderfreie Wochenenden keiner abenteuerlichen Planun gmehr bedürfen, sondern halt einfach stattfinden) fahren nach Nierstein, den Kreppelbäcker und seine Frau besuchen (Wehe, Universum, es wird wieder jemand krank!)

Wir bekommen unseren Batteriespeicher für die Solaranlage.

Q. beginnt das zweite Semester.

Wir haben schon wieder Ferien und reisen erstmals mit neuer Besetzung nach Island, erstmals mit einem Inlandsflug, erstmals kommt Q. alleine nach, ich freu mich sehr!

Samstag, Januar 31, 2026

310126

 Heute nacht bin ich von Katzengezeter um halb sieben draussen im Garten wach geworden. Blick aus dem Fenster zeigte: unsere beiden Katzen konnten sich nicht einige, wer von beiden den Garten (der Eingang ist ungefähr 3m breit) zuerst betreten darf. So richtig Geschwister! Ich bin also runter, habe die Terrassentür aufgemacht, beide kamen angerast, haben Snacks und Frühstück genossen und sich währenddessen noch angefaucht und mit ohne Krallen gehauen. Ich glaube, die haben Frühlingsgefühle (oder sind noch aufgeregt, weil gestern, als L. heimkam, eine fremde Katze mit ihm mitkam und Eintritt verlangte. Sie ist reinspaziert, als ob sie bei uns wohnen würde. Wir haben sie freundlich vor die Tür gesetzt, ihren Besitzern eine Mail geschrieben (s. Halsband), auf Facebook recherchiert, dass sie das wohl gern macht, aber ein Zuhause hat, und unsere beiden standen dann eine Zeitlang fassungslos am Mückengitter und haben nach draussen geschimpft, wo "Sugar Ray" noch Einlass begehrte.
Danach konnte ich aber nochmal weiterschlafen, bis kurz nach 8 (Q war da schon bei den Pfadis), dann Kaffee im Bett, der Hübsche holte Frühstück und wir drei verbliebenen planten den Tagesablauf, eigtl eher: wer braucht was bis wann und ist heute wo?

L.: Kuchenstanddienst (mit Kuchen) in Basel ab dem frühen Nachmittag, vorher noch Schuhe für Theateraufführung sichten (erfolgreich, auch ohne die von mir für ihn geputzten Timberlandboots), dann Pfadi, dann Essen, dann Pfadibeizli, morgen alles für Theaterlagerwoche packen

Q.: Kuchenstand (anderer) im Dorf starten, dann Pfadiplanung, dann Essen, dann Pfadibeizli

K&C: Häusliches (zB Wäsche und eine Tarnweste aus dem Pfadifundus für die Theateraufführung reparieren), Spaziergang, Köfferchen packen, dann auf nach Basel, es geht an die Einlösung des Weihnachtsgeschenks für den Hübschen.

Auf dem Weg nach Basel haben wir dann am Bahnhof grad L. verpasst, der mit der S-Bahn, mit der wir gekommen waren, wieder nach Hause fuhr. Gegen den kleinen Hunger auf dem Weg gab es ein Stück meines eigenen Kuchens (doch, kann man machen, schmeckt richtig gut! Am Tag des Backens und grad laukalt vermutlich noch besser, aber das ist Geschmackssache), das sind die schizophrenen Momente des Elternseins.

Dann checkten wir im Hotel Märthof ein (für locals: das "neue" Hotel am Marktplatz, wo früher der grosse Interdiscount drin war, direkt ggü vom Globus), da hatte ich im Rahmen der Aktion "Z`Gascht in dynere Stadt" ein Zimmer reserviert.  Ich war schon sehr neugierig, was aus der jahrelangen Baustelle geworden ist! Schön ist es geworden! Die Dachterrasse / Aussicht ist ziemlich cool (ich meine: Aussichtstechnisch bin ich ja verwöhnt, aber das sind halt die Dächer der Altstadt direkt.) 






Der Hübsche und ich hatten zeitgleich die Assoziation: Verfolgungsjagd übers Dach! Im Zimmer selber warteten dann sehr nette, personalisierte, dem Anlass angepasste Willkommensgrüsse (bin gespannt auf den "Bebbi Sour" :-)).




Jetzt geht es noch ins Dampfbad / Sauna im Keller und dann sind wir auch schon bereit für ein leckeres Abendessen im hauseigenen Restaurant Bohemia (Man nehme es als Beweis dafür, dass ich etwas verschenke, worüber sich der Beschenkte freut, was ich für mich vllt anders ausgewählt hätte. Das Restaurant schreibt sich nämlich seinen Grill und alles an Fleisch und Fisch, was da über den Feuer gegrillt wird, auf die Fahnen, aber eben: es gibt auch was Vegetarisches, was gut klingt, also: ich freu mich! 

Und so anstrengend, wie die Woche war, ist das richtig super: wir brauchen hier nix unternehmen als halt nixtun, weil wir alles drumrum eh schon kennen. (es hätte noch Stadtführungen für die Teilnehmer gegeben, aber auch hier: ich hätte das vermutlich mitgemacht, weil man da doch immer noch was lernt, besonders, weil die ja für Basler gedacht sind, aber der Hübsche hatte keine Lust, und das ist absolut ok)

Freitag, Januar 30, 2026

300126

What a day.

Eigentlich war ja heute nicht soooo viel angedacht, aber eben.

Wieder ausgeschlafen bis sechs, dann gefrühstückt und gearbeitet bis kurz vor acht (Ich bin die, die ohne über die Zeit nachzudenken Chatnachrichten in den Teamchat mit Chef um 6:50h schreibt. Und um 6:53 Antworten bekommt....), dann Physio, erstaunlich anstrengend, aber mei, Sport kann ich ja brauchen.

Wieder daheim mache ich schnell meine Einkaufsrunde, weil ich dann noch viel zu erledigen habe und das gern am Stück machen möchte. Ich bin mittlerweile so an den Gemüsekorb gewöhnt, dass ich in der aktuellen Zeit, wo es nur alle 2 Wochen einen Korb gibt, eben auch nach einer Woche alles aufgegessen habe und dann mit dem Angebot im Supermarkt überfordert respektive damit, from scratch entscheiden zu müssen, was wir denn essen wollen, anstatt den Essensplan der Woche um das, was im Korb ist, herumzuplanen. Ich habe also Paprika und Eisbergsalat für die Pizza heute und den Salat dazu gekauft, morgen abend gehen der Hübsche und ich eh lecker essen und die Kinder auch (getrennt und sehr unterschiedlich :-), am Sonntag machen wir dann "schaumamal" und unter der Woche auch. Donnerstag gibt es wieder Gemüse!

Daheim dann fange ich an, das abzuarbeiten, was die Woche liegengeblieben ist vor lauter Autounfall und Meetings und SPontanabklärungen und merke, dass die Woche mich angestrengt hat. Ich habe aber eine brummende Wärmflasche auf dem Schoss und wenn ich nicht mit dem Hübschen für ein Regenründchen abgemacht hätte, hätte ich das Mittagessen auf sehr viel später verschoben, so gemütlich war das.



Regenründchen, das eigentlich so geplant war, dass ich danach direkt zwei Meetings on site auf dem Standort vor der Haustür hatte. Aber: der eine hat verschoben, der andere Kinderkrankendienst, deshalb virtuell, deswegen laufe ich wieder ganz nach Hause. (es ist ein bisschen lustig, wie sich die Präsenzzeit so entwickelt hat, dass ich eben vier Tage im Büro im Turm bin und mich zum Site SPOC für die Site vor der Haustür entwickle, weil halt bei Sitethemen für uns oft die Frage kommt: "Wer kann sich da drum kümmern? Am besten jemand in Europa?" und ich dann eigtl immer sage: "Ich kann am Freitag einfach mal vorbeigehen". Bietet sich halt einfach an, eine andere Kollegin ist eh in Mannheim basiert, die regelt dort die lokalen Sachen, die US Kollegen sind an den oregonischen und kalifornischen Sites verteilt, dann nehme ich doch gern die Site mit 700m Fussweg anstatt zB in Bayern oder Singapur oder China oder die grosse Baustelle in North Carolina.)

Dann: eben zwei Calls, das eine sehr einfach und kurz erledigt, das andere, bei dem ich nach meiner eh schon ausgewalzten Einleitungsrede dachte: ok, jetzt habe ich alles gesagt, was zu sagen ist, nämlich: "sorry, wir hätten gedacht, wir würden das machen, aber Entscheidung ist "Hölle, nein, auf gar keinen Fall", sorry, dass wir da eine andere Erwartung geweckt haben" und dann .... nahm das ganze einen so weirden turn, dass meine Kolleginnen und ich danach noch ungeplant 20min Debriefing anhängen mussten, um zu verdauen, was uns da gesagt worden war. Meine Güte. (Bin sehr stolz, weil die Kollegin, die ich immer so bewundere, weil sie bei den krassesten Unverschämtheiten immer einfach ruhig und zugewandt bleibt und trotzdem in der Sache stabil, mir gesagt hat, dass sie beeindruckt gewesen wäre, wie schnell und gut ich reagiert hätte. Und zwar nicht mit "Spinnt ihr eigentlich?!", sondern so, dass man noch miteinander reden kann danach.)

Dann: Kuchenbacken. L. hat morgen Kuchenstand für die Theaterkasse, ich habe ihm einen Kuchen versprochen "irgendwas mit Apfel" und den hier ausgesucht. Der klang so lecker, dass ich noch einen für uns machen wollte. Als ich grad am Salzkaramellmachen war, kam Q. rein und meinte: "Mmhm, was wird das?" "Apfelkuchen für den Kuchenstand" und er so "OOOOh, wie lieb ist das von dir, ich hatte nicht mal gefragt, ob du uns einen machst und du machst einfach?!" und in dem Moment wurde mir bewusst, dass mir Q. den ganzen Tag immer wieder von der Mühe seiner Piotruppe erzählt hatte, mit dem lokalen Supermarkt zu klären, ob sie jetzt morgen einen Kuchenstand davor machen dürfen oder nicht und es dann endlich kurz vor knapp geklappt hat. Und weil ich spontan wie ... weiss nicht wer bin, habe ich nicht gesagt: "Klar, mein Schatz", sondern "Für L.s Kuchenstand, nicht für euren...... aber im Prinzip mache ich zwei und ihr könnt den zweiten haben." Er hat sich trotzdem gefreut und einen ganzen Kuchen essen wir eh nicht, dann kaufen wir halt morgen zwei Stück davon zum Frühstück :-)

Dann: Weinbestellung im Supermarkt abholen (es gab 45% Rabatt für unseren Lieblingsrotwein, aber nur online, also habe ich zum Pickup im Laden bestellt...ein bisschen Quatsch, den selben Wein, den es dort normal auch gibt, halt extra im Kiosk zu bekommen, aber 45% haben oder nicht haben ist ein Unterschied von 90% oder so #Ehrenschwabenmath), erstmals unsere neuen Recyclingcontainer leeren (dabei lernen, dass bei Regen sich ungefähr anderthalb Liter recht frisches Regenwasser im obersten Deckel sammeln), Pizzateig machen, Aperol Spritz, Feierabend. Meine Güte.

Ich freue mich sehr auf das Weihnachtsgeschenk für den Hübschen morgen, nämlich "night out" in einem super fancy Hotel und Restaurant mit Spa und Brunch am nächsten Morgen in Basel!


Wunschlistenfrage heute: 

Vielleicht haben Sie es schon mal geschrieben und ich hab es überlesen (dann bitte einfach die Frage löschen): In welchem Stil (Brust/Kraul/etc.) schwimmen Sie Ihre Einheiten? Verwenden Sie eine Badekappe oder geht es - Dank kurzer Haare - ohne?

Schwimmstil hatte ich ja vor ein paar Tagen als "das was man in einem Schwimmkurs im Kindergartenalter lernt" beschrieben, und muss natürlich präzisieren: wenn dieser Kurs in den 80ern war. Weil heutzutage lernen Kinder ja gleichzeitig Brust, Kraul, Delfin und was auch immer ganz von Anfang an. Ich schwimme also Brust, mit ungleichmässigem Beinschlag, und halt immer mal wieder ein paar Bahnen Rücken, wenn frei ist, weil ICH JA NIEMANDEN RAMMEN WILL. Ich bin auf Warteposition für einen Anfängerkraulkurs im Sommer.

Badekappe: da habe ich noch sehr viel Kindheitstrauma mit Gummibademützen und nein, ich schwimme ohne. Aber eben: die Haare sind kurz, da geht das auch mit der Brille easy.