190826
Das hat jetzt ordentlich gearbeitet in mir heute nacht, dass ich das mit den Kraulen so gar nicht gut hingekriegt habe. Ich habe genau überlegt, wie ich das heute im Schwimmplan integriere, Resultat: "Kein Schlaf erkannt", lol.
Morgens dann verrückt langsamer Start, ich kam gar nicht gut voran. Gekrönt dann davon, dass ich meine Schwimmhandtücher vergessen hatte und das erst im Fahrradkeller merkte. Normal sind die ja nach dem Tag im Umkleideraum aufgehängt sein trocken und bleiben grad in der Tasche. Gestern habe ich sie aber ja nochmal gebraucht und dann daheim aufgehängt. Und vergessen. (Immerhin beim Rauflaufen dann Jonny samt Maus doch noch vor der Haustür getroffen).
Im Schwimmbad war dann heute erstaunlich wenig Wasser drin, nachdem ich gestern so viel geschluckt habe, los und so hatte ich allen Platz der Welt, um zu üben. Ich habe mir einen Poolboy Pullbuoy (damit die Kaltmamsell nicht schnaufen muss (ich weiss, wie das heisst, aber ich finde es so lustig, Poolboy zu sagen, aber vllt finde nur ich das)) geschnappt und das einarmige Kraulen rechts und links mit jeweils Atmen zur Seite geübt.
Erkenntnis:
das geht viel besser als gedacht und viel besser als das Gespritze am Ende mit beiden Armen gestern.
Die Idee mit "Eine Röhre formen, durch die der Körper schwimmt," hilft auch.
Ich muss deutlich weiter drehen und nach hinten schauen beim Atmen, habe damit aber auch deutlich weniger Wasser geschluckt.
Leider auch: links geht mir das Rückholen des Armes nicht ganz so leicht von der Hand, da ist die Schulter doch nicht ganz so beweglich, wie ich gedacht hätte. Dementsprechend kann ich besser rechts kraulen und atmen.
Was ich nicht gut kann: wenn ich keinen Pullbuoy halte und mit beiden Armen kraule, dann atmenderweise Pause auf einer Seite machen und eben den anderen Arm vorgestreckt lassen. Der krault einfach weiter und naja, Wasserschlucken.
Und ich habe neben dem Wasserschlucken mein Problem identifiziert: den Luftverbrauch und den Atemrhythmus koordinieren. Das kenne ich vom Brustschwimmen schon, da habe ich mich jetzt damit abgefunden, dass ich nach jedem Schwimmzug Luft hole. Beim Kraulen sollen wir eigentlich jeden dritten Armzug atmen, damit wir auf beiden Seiten atmen lernen, das finde ich grenzwertig lang und dann habe ich unter Wasser schon das Gefühl zu ertrinken. Und dann will ich jeden zweiten Zug atmen, bin aber schon so beim Keuchen, dass ich auch da ertrinke und naja, Wasserschlucken.
Way to go, würde ich sagen!
(Habe übrigens einfach immer abgewechselt Spritzen, strampeln, Spucken, Schlucken, Keuchen aka eine Bahn Kraul und dann ein paar Bahnen Brust zum Runterkommen.
Dann: Arbeitstag, der einerseits sehr meetingarm war, warum auch immer, aber ich habe ja eben 93 Dokumente mit im Schnitt 40 Seiten zu reviewen bis zum 28. August, ich hatte also gut zu tun (immerhin schon, obwohl ich definitiv kein SME für die meisten Themen bin, einige zu klärende oder korrigierende Punkte gefunden, bin schon bisschen stolz). Ausserdem gab es das ein oder andere menschelnde Thema zu regeln, zwei Produktteammeetings und einen Catchup mit meinem Chef, der bald in die Ferien geht. (Unter anderem wurde mir meine Beförderung incl neuem Gehalt bestätigt, das hatte ich schon wieder ganz vergessen. Ich Verhandlungskönigin). Ausserdem habe ich mitgeteilt, dass ich halt irgendwann doch in den Urlaub gehen werde und zwar dann, wenn es in meine neuen Projekt um die Wurst geht (ok, das tut es jetzt durchgehend bis November), und wenn es in einem anderen entscheidende Neuigkeiten geben wird. Anyway: das wird auch alles ohne mich passieren, die Kommunikation dazu werden wir vorher gut planen und verteilen, das wird schon.
Im letzten Meeting dann schon wieder eine Ferienvertretung eingesackt, ich weiss nicht, ist schon nicht die feine englische Art, das in einem Meeting direkt zu "verlangen", hätte man schon vorher abklären können (v.a. weil das halt ein Thema ist, das ich persönlich weder dringend sehe noch durchdacht finde, sondern ein Symptom der Chaotik in einer Nachbarabteilung. Deswegen liefere ich da den Input, der verlangt wird und schüttle den Kopf innterlich, aber mag nicht dafür verantwortlich sein, dass der gesamte Kladderadatsch präsentabel ist. Naja. Egal.
Dann: Heimradeln immerhin mit Rückenwind, aber immer noch so, so, so unangenehm heiss. Immer noch 35 Grad heute, das ist deutlich weniger als auch schon, aber ich mag echt nicht mehr.
Auf dem Heimweg noch schnell im dm vorbei (übrigens: heute morgen von einer rechtsabbiegenden Autofahrerin angeschrieen und beschimpft worden, weil ich halt am Radweg gefahren bin und sie deshalb mit dem Rechtsabbiegen warten musste. Beim Heimradeln von einem auch rechtsabbiegenden Autofahrer fast umgefahren worden (er blieb mit quietschenden Reifen stehen), als ich bei grün über eine Fussgängerampel schob. Was ist los mit den Leuten?)
Daheim dann Einkäufe verräumen, Wäsche verräumen, Duschen, Kleider für morgen parat machen, Salat und Bratkäse respektive restliche Tajine für mich essen, duschen, auf der Terrasse lesen, bis L. heimkommt und wir vllt noch eine Folge schauen. Oder nicht.










