Freitag, September 11, 2026

Hände hoch, Rucksack packen

 Geschlafen habe ich heute wie ein Stein. Weil ich den Schlaf mal brauche, habe ich meinen halb sechs-Wecker abgestellt, bin aber trotzdem (meine Eingeweide sind die Schweizer Bahn oder so) zwanzig vor sechs aufgewacht und war ... wach.

Extraabenteuer heute morgen: die Katzen hatten einen Impftermin um viertel nach acht. War ja nicht ganz klar, ob Jonny da sein würde. Heute hatte er nicht mal auf der Terrasse geschlafen irgendwann, hätte also theoretisch überall sein können. Ich war bereit für eine ausgiebige Suchrunde, aber während ich noch meinen Kaffee genoss, begehrte er schon Einlass am Fenster.

Tierarzt war dann... joah. Beide Katzen sind geimpft, immerhin eine entwurmt, beide sind gesund und Jonny hat niemanden gekillt (war knapp.) Sie fanden es beide sehr, sehr doof, aber gut, niemand wurde operiert, niemand musste dort bleiben, (niemand hat die Kiste und sich selber verkackt), es war für alle eigentlich eine sehr gute Variante von Tierarzt.

Dann: schnelle Einkaufrunde, unter anderem nuss- und riegel- und Salami und Käsewürfel lastig, weil: wir gehen ja zum Grossteil wandern morgen. Am Selfcheckout wurde ich dann zum dritten Mal in einer Reihe zum Teil-Rescan gebeten und nervigerweise wurde tatsächlich ein Artikel als nicht gescannt angezeigt (ich war mir relativ sicher, dass ich ihn gescannt hatte). Also: mit dem Wagen zur Kasse juckeln, alles aufs Band, alles drüberziehen lassen, wieder in den Wagen packen und dann ein "Sorry"-3x-Superpunktegutschein und ein Branchli bekommen, weil ich tatsächlich alles gescannt hatte und beim Kontrollscan statt des Barcodes auf dem Skyr der QR-Code nebendran, bei dem vllt die isländische Kuh, deren Milch da drin ist, hinterlegt ist, eingescannt worden war. Scheint öfter zu passieren, naja. Zeigt mir aber einmal mehr (nicht dass ich gezweifelt hätte), was für ein Segen Selfscankassen sind. All das Zeug dreitausendmal in die Hand nehmen, ich werd bekloppt!

Daheim schnell einräumen und wie eine Wilde Sachen abarbeiten, die wegen Crazyness diese Woche liegengeblieben sind. War viel, aber ich war, wie die Kinder sagen würden, locked in und kam gut voran. Mittagessen auf die Schnelle, solang der Gemüsekorb das noch hergibt, Tomaten, Mozzarella, Nektarinen Basilikum und frisches Brot. Letzes Call um halb drei, um ein weirdes Governancethema zu klären, dann um drei Computer zu und Feierabend. 

Ich bin so, so, so froh, dass wir dieses Wochenende eben morgen früh um sechs aufbrechen zu einer grossartigen Wanderung und erst am Sonntag wiederkommen und es vermutlich so anstrengend und schön wird, dass ich hoffentlich genau kein einziges Mal an die Arbeit denken werde. Erst hat es mich gestresst, dass ich jetzt auch noch Rucksack packen muss und dafür sorgen, dass alles dabei und auf die enstprechenden Träger verteilt ist, aber das ist ein kleiner Preis für FREI!

Jetzt ist alles gepackt (dazu Betten alle frisch bezogen, Pizzateig und -zeug bereit, Grillköstlichkeiten für Sonntag abend mariniert, drei Maschinen Wäsche gewaschen, getrocknet, verräumt, Birchermüesli für das Frühstück im Auto morgen angerührt, Gondeltickets und Hüttenreservierung gecheckt), Pizzaofen wird gleich angedreht, dann geduscht und mit einem Aperol Spritz die Woche beendet. Halleluja (Heute NDA eingereicht, yay!)

Donnerstag, September 10, 2026

100926

 Uff, uff, uff. 

Ich habe für Sie und mich getestet: 9 Grad ist zu kalt, um in (richtig) kurzer Hose und ohne Handschuhe mit dem Rad 13km schnell zur Arbeit zu sausen. Ich habe diesmal vor dem Schwimmen das erste Mal seit....  März oder so warm geduscht....

Ich mag gar nicht im Detail erzählen, wie mein Arbeitstag so war, sonst schaut mich der Hübsche wieder mit traurigem Gesicht an und macht sich Sorgen um mich. Ich sags mal so: ich war versucht, heute nachmittag nochmal eine zweite Runde Schwimmen zu gehen, um meinen Stress und die Anspannung rauszulassen und mein Hirn runterzukühlen. Was mich abgehalten hat, war tatsächlich schon auch die körperliche Erschöpfung, immerhin war ich ja diese Woche schon fünfmal Schwimmen. So bin ich im schnellen Schritte ein paar Runden im Kreis auf unserem Stockwerk gelaufen und habe die Leute, mit denen ich was zu besprechen hatte, einfach direkt vor Ort aufgesucht. Innerliche Kühlung mit viel Wasser half auch ein bisschen. Ausserdem eine Übersprungshandlungsapfel- und Most-Bestellung bei der Kolchose. Die kommt zwar in der Woche vor Japan, aber der Saft hält ja und Q. bleibt daheim, dann verhungert der nicht, sondern hat immerhin 5kg Äpfel.

Parallel habe ich die erste Adoption bei Crowdfarming beendet, mich nervt das administrative Unvermögen dort mittlerweile sehr. Die Idee ist ja nett, aber ich glaube, sie sind schneller gewachsen als ihre Fähigkeiten, das zu organisieren. Sie ändern andauernd die Bedingungen, es ist total unklar, was man schon gezahlt hat, was nicht, was man dafür bekommt, oder auch nicht, Liefertermine werden nicht eingehalten, massiv geschoben, und dafür ist es mir dann einfach zu teuer. Ich habe ihnen das mehrfach mitgeteilt, Antwort vom Support ist jedesmal "Das stimmt nicht" (und als nächstes kommt direkt wieder eine Email, in der eine Lieferung von jetzt auf Januar geschoben wird wegen technischer Hickups", es wird wild und nicht nachvollziehbar storniert, gecancelt, verschoben, aber "das stimmt alles nicht". Ja, ne, ohne mich, schade, aber dann ist das so. Noch eine Runde Avocados, Mangos, Orangen, Olivenöl, Parmesan und dann bestelle ich spontan Kisten, wenn mir danach ist.

Es hatte aber auch tolle Momente heute: mein Chef ist wirklich toll, ich habe ihm heute morgen noch vor dem ersten Kaffee daheim eine Nachricht geschrieben, dass ich nochmal dringend seinen Rat brauche und als ich mit nassen Haaren vom Schwimmen kam, stand er mit Kaffee bereit für eben diesen Rat und der war sehr gut. (Er meinte zwischendrin, als ich die nächste, ungeplante "FYI, Headsup, major thing"-Email an LT Member rausschickte "Du hast aber echt ein bisschen arg viel um die Ohren grad, hm?" Und das ist für alemannisches Undrestatement schon ein richtiger Gefühlsausbruch).

Mein einer Kollege, hatte, als wir zwei mit demselben Thema struggelten, ein Meeting zum Klären mit einem Auskenner aus QC aufgesetzt, das war heute, und wir drei kamen sehr schnell zu einer guten Lösung. Als ich meine Freude über diese konstruktive Aktion teilte, meinte mein Kollege dann noch zum Auskenner: "Weisst du, die Frau Brüllen und ich, wir sind bei uns in der Gruppe "Small Molecule- Bruder und Schwester", wir machen alles parallel und verstehen uns mittlerweile fast ohne Worte" und das fand ich echt richtig schön, weil es geht mir genauso. (ich wollte immer einen Bruder!)

Das klingt jetzt alles ein bisschen wirr, aber mei, so ist das halt. Mein Hirn ist sehr müde, ich mache jetzt einen grossen Salat mit Bratkäse für alle und gehe dann früh ins Bett. Morgen startet spannend mit Impftermin für die Katzen, aber das wissen sie noch nicht.

Fenchel, Catalogna, Fenchel, Mais, Kopfsalat, runde, knubbelige Aubergine, Radieschen, Tomaten, Basilikum, roter Blattsalat, nichtrundeknubbelige Auberginen, Karotten und ganz zentral natürlich DIE EIER (diesmal alle heile!)

Ja. Also. Ich hatte ja eine relativ lange Zeit lang Mühe zu verstehen, warum das Auberginen-Emoji genutzt wird als was es halt genutzt wird.


Mittwoch, September 09, 2026

090926

 Uff. Superschlecht geschlafen, weil wir eine blaue Mückenlampe im Zimmer installiert hatten und die mir voll ins Gesicht "geleuchtet" hat.

Morgens dann beim Radeln sehr schön wach geworden, weil es gemütlich vor sich hingeregnet hat. Ich hatte das natürlich auf dem Radar und diesmal alle Regenklamotten angezogen, auch die Überschuhe, d.h. ich kam ganz trocken drunter an und habe dann alles wieder in der Tiefgarage aufgehängt, freue mich immer noch, dass ich diese Möglichkeit jetzt habe und nicht mehr nasses Zeug übers Areal schleppe.

Schwimmen: superst. Heute waren irgendwie zwei Bahnen für "Streckenschwimmer" abgetrennt und eine davon war ganz frei, die anderen jeweils einfach belegt (nicht so viel los heute) und so bin ich mutig mal auf die Streckenschwimmerbahn gegangen. Und mehr als die Hälfte der Strecke gekrault, ich freu mich so, dass das klappt!

Ab dann wurde der Tag sehr, sehr wild. Ich hatte zwei Goevernancemeetings (eines davon hatte ich zwischendrin vergessen, dass das auch noch ist) für zwei Produkte heute, eines davon noch mit Stakeholdermanagement vorher und Fragen vorab klären, dazu ein Meeting meines Produktteams, das ich halt.. leite, grad weil es das neue Team ist, ist es mir wichtig, dass wir das korrekt aufsetzen und die Zusammenarbeit von Anfang an klappt. Ich kenne viele davon aus unterschiedlichen anderen Zusammenarbeiten, aber nicht alle und nicht in dieser Konstellation, wo ich der Lead bin. Lernt man einige auch anders kennen!

Dann noch lauter kleinere Meetings, ein Haufen Kleinkram, den ich irgendwie organisieren muss (zB Sampleshipment nach Japan. Ich weiss nicht genau, wie das bei mir hängenbleiben konnte, es ist furchtbar....) und zwischen all dem noch eine bisher nicht als solche erkannte / kommunizierte generelle Krise bei dem einen Produkt, das im Vergleich recht entspannt lief. Und zwar alles so dringend, dass "wir heute abend noch eine Kommunikation ans oberste Leadershipteam schicken", weil morgen geht die Info ans alleroberste Leadershipteam und unsere Oberbosse werden nicht gern überrascht. Und da war ich dann doch etwas sehr überrascht, wie sehr ich um korrekte Reflektion meines Standpunktskämpfen musste. War aber in dem Fall ganz praktisch, dass ich in dem ganzen Galama des Tages (incl dröflzig Emails nach Japan) all meine Diplomatie aufgebraucht hatte und das dann sehr deutsch und direkt kommuniziert habe.

Ich machte mich also deutlich später als geplant auf den Heimweg, holte auf dem Weg noch (Treppenwitz: als die einzige Vegetarierin der Familie) eine grosse Menge Grillfleisch im Hieber, weil wegen all des Feuerverbots dieses Jahr nur EINMAL gegrillt wurde und die Jungs nochmal ein ordentliches Stück Fleisch haben wollen. Das machen wir dann am Sonntag nach dem Wandern, das wird toll (für mich muss ich noch was finden zum Essen)

Daheim dann war Q. vom Feuerwehrkurs zurück (incl Nachrichten zwischendrin "Beim Kellerbrand habe ich es geschafft, dass die Hose sich oberhalt der Kniescheibe gespannt hat und ich leichte 1.Grad Verbrennungen habe." Ok, i guess?), hatte viel zu erzählen, L. auch, der wird langsam aufgeregt wegen New York übernächste Woche, (ist ja auch cool).

Der Hübsche und ich waren beide total durch und zumindest ich genoss die Unterhaltung durch die Jungs (beim Hübschen bin ich mir nicht sicher, ob der auf "Göschenen-Airolo" geschaltet hatte.) 

Jetzt bin ich mit Pasta mit Sosse aus den Resten aus dem Gemüsekorb und den zusätzlich zum Fleisch gekauften fancy lokalen Pralinenprodukten so gut gesättigt und wieder aufgepäppelt, dass ich nicht mehr das Bedürfnis habe, mich flach auf den Boden zu legen und nicht mehr zu bewegen (oder zu weinen, weil ich so müde bin, aber das klingt so schlimm...).

Ich bin einfach so ferienreif, aber das schaffe ich noch bis dahin. 

Funny situation: ich habe heute erstmals gelernt, wie die ... Löcherdingsis in einer Tablettenpresse heissen, in die das Granulat fällt, bevor es eben gepresst wird. "dies". Ich wusste nicht, wie man das schreibt, die KollegInnen waren sich auch unsicher oder ich habe nicht gut zugehört beim Buchstabieren, und dann habe ich eben gegoogelt und ... mixed messages erhalten:



Dienstag, September 08, 2026

080926

 Heute morgen war ich um halb sechs nicht die erste Person, die aufstand, und auch nicht allein am Frühstückstisch! Q. war bereit für die Abfahrt nach Thun zum Feuerwehrkurs und mein Sohn fährt natürlich gerne mit guter Spatzung ("Spatzig" ist ein Helvetismus? Gibt es "Spatzung" überhaupt? Bedeutet sowas wie "Puffer", aber mehr technisch?).

Ich radelte durch einen immer noch unangenehm warmen Morgen (ich war ein paar Minuten später dran als sonst, es war nicht nur warm, sondern auch irgendwie seltsam hell? Ich zweifelte kurz, ob ich verschlafen hätte und es nach viertel nach sieben und nicht viertel nach sechs wäre... hm) zum Schwimmen. Heute wieder zweimal: morgens Strecke und üben, abends dann Kraulkurs. Bin gespannt, wie schlapp ich morgen bin.

Sonst: zerstückelter, wilder Arbeitstag, das zweite Governancemeeting diese Woche steht morgen an und ich jongliere Inhalt, Messaging und Stakeholderalignment. Es läuft seit heute morgen verdächtig glatt, das macht mich ganz kribbelig. Gänsehautmoment für mich übrigens: erstens das erste F2F Treffen mit dem neuen DP Developmentchef, den ich bisher nur in Virtual Meetings auf dem Screen gesehen hatte. Er war durch Zufall da, als wir das Messaging mit unserem Projektcoach, seinem DS counterpart, durchgehen wollten und kam spontan dazu. Ich habe mich, wie so ein zivilisierter Mensch, vorgestellt oder wenigstens damit angefangen ("Hi, not sure, if  you know who I am, I am Karin ....") und er so "I perfectly know who you are from the lovely communications you are sending out weekly, really appreciate that, thanks for the clear statements and framing" Später meinte dann noch die Kollegin, die die Versuche da koordiniert, dass sie auch so froh um diese Comms wäre, weil es ihr die Oberbosse mit Fragen vom Leib hält, sie nix zusammenfassen muss, sondern nur ihren Job machen kann, und sich sicher sein kann, dass das korrekt kommuniziert wird. 

Und da stand ich dann, die sich seit Wochen einen abbricht mit diesen Communications (und schon ganz vergessen hatte, an wen ich die alle schicke), weil ich mir einerseits denke "Ok, keiner sagt was, vermutlich liest das keiner und alle finden es doof. Naja." und andererseits mir wie ein Fraud vorkomme, weil ich da die Arbeit von anderen Leuten und Teams zusammenfasse und es sich anfühlt, als ob ich mir Kenntnisse und Erfolge anmassen würde, die nicht die meinen sind. Ganz offensichtlich bin ich die einzige, die diese Sorgen hat.

Neben diesesn Befindlichkeiten sortiert es sich auch fachlich und sachlich, das wird schon.

Mittagessen mit einem alten Kollegen aus dem ersten Büro hier, das war nett (eigtl war heute "Career Day" hier, ich hatte mir eigentlich tatsächlich ein paar Veranstaltungen rausgesucht, aber dann war immer was anderes wichtiger / dringender und naja, wir haben beim Mittagsründchen über Karriereplanung und Erfahrungen geredet, das war auch gut. Obwohl ich von einem grummligen Cafeteriamitarbeiter gescamt wurde und mir eine volle Stempelkarte verloren ging. "Kannst ja noch zwei Stempel holen" (ja, du Nase, eine volle sind 10 und natürlich hole ich mir zwei, wenn ich zwei Kaffees zahle, aber du schuldest mir immer noch 10 Stempel! Aber gut, egal.)

Das erste grosse von vielen Adjucidation Meetings ist so viel schneller fertig als gedacht, dass ich auf einmal eine Stunde extra habe, mit der ich gar nicht geplant habe. Kurz bin ich überfordert mit der Auswahl an Sachen, die ich da reinpacken könnte, aber nach einer kurze Runde auf dem Stockwerk um den Kopf zu resetten und die Kaffeetasse aufzufüllen, mache ich einfach der Reihe nach vorwärts, es brennt nichts so lichterloh, dass die Welt untergeht, wenn es nicht heute fertigwird und nichts ist so unwichtig, dass es ewig warten kann, also: alles ist besser als nix.

Nach den Nachmittagsmeetings hole ich mir meinen mitgebrachten Skyrdrink (irgendwie wurden alle "tropical", die ich mag, weggetrunken daheim und nur noch "Erdbeer Banane" war übrig. Stracciatella kaufe ich ja schon gar nicht, weil ich Schokolade in säuerlichen Milchsachen eh nicht mag und Bröckchen in Getränken mich würden lassen. Vielleicht kaufe ich einfach nur noch "Tropical"?!). Kleiner innerlicher Wutanfall vor dem Abteilungskühlschrank, weil mein Skyr weg ist. Kann doch nicht sein, dass mir jemand das Zeug klaut? Ist es auch nicht, er ist nämlich in meinem Rucksack. Sehr verwirrend, weil ich mich genau dran erinnere, wie ich morgens den Rucksack aufgemacht habe, mich dann noch über mich selber geärgert habe, weil ich offensichtlich die Obstbox vom Vortag nicht ausgeräumt und ausgewaschen habe, und dann den Drink in den Kühlschrank gestellt habe. Vielleicht (was heisst vielleicht, offensichtlich!) habe ich aber dann vor lauter Ärgern da schon einfach den Rucksack zugemacht und den Skyr dringelassen. Learning: lauwarm schmeckt der gar nicht gut UND Erdbeer Banane hat auch Fitzel drin. Örks.

 Dann geht es zum most humbling Event des Tages: der Kraulkurs. Ich bin ja eigentlich sehr optimistisch, dass es viel besser geht als auch schon, mal sehen, wie sich das so bewahrheitet unter den kritischen Profiaugen! Heute übrigens mit einer anderen Lehrerin, die das ganze viel straffer angeht und einerseits nochmal mit den Basics beginnt, aber zacki, zacki. Wir schwimmen deutlich mehr Bahnen und machen erstmals auch spezifisch Beinarbeit.

Und was soll ich sagen? Es ist wie magisch: nachdem ich ja total damit gestruggelt haben (also wirklich, mit Husten, Spucken, Hyperventilieren, Panikattacken), richtig und kontrolliert zu atmen, habe ich es das letzte Mal irgendwie hingekriegt, ohne BEwegungsunterbruch jeden dritten Armzug zu atmen. Und heute: auf einmal flexibel, auch mal fünf Armzüge, und ohne Erstickungsanfälle und wie von ganz allein. Wie krass ist das?! (Man könnte fast meinen, 5x die Woche Üben bringt was!)

Heimradeln in ekliger Wärme, aber schönem Licht. Morgen soll es schütten und auf 19 Grad abkühlen. WIR WERDEN SEHEN!

Montag, September 07, 2026

070926

 Gestern am Spätnachmittag bin ich übrigens im Schaukelstuhl auf der Terrasse weggedöst und was für viele wie eine Traumbeschäftigung an einem Sonntagnachmittag klingt, war für mich (und den Rest der Familie) die Hölle. Seit ich mit .. keine Ahnung, zwei? Jahren den Mittagsschlaf abgeschafft habe, ist es fatal, wenn ich irgendwann wegen todmüde untertags einschlafe (krank ausgenommen, aber das ist eh per se scheisse): ich würde dann am liebsten durch- und weiterschlafen bis in alle Ewigkeit, aber das ist erstens nie möglich und zweitens auch keine gute Idee (hallo wach um drei Uhr morgens), und bin dann so unglaublich grantig und schlecht gelaunt und müder als vor dem Einschlafen.... war nicht toll.

Dafür war der Abend aber dann doch ganz gut (auch wenn ich dann im schon Halbschlaf verpasst habe, wie L. und Co einen Bus verpasst haben respektive er für sie nicht angehalten hat, und der Hübsche noch Elternshuttle gespielt hat, sorry, ich hätte eh nicht Autofahren sollen/können in der Müdigkeit).

Heute wäre ja eigentlich mein erster Grabetag in Wohlen gewesen. Ich bin einerseits sehr traurig, dass ich nicht dabei bin und hin und her gerissen, ob ich mir den Instaaccount und das Grabeblog anschauen soll oder nicht, weil ich so viel FOMO habe, andererseits habe ich heute das erste Governancemeeting abgefrühstückt, das zweite für Mittwoch vorbereitet, Stakeholder Alignment bis dahin, ich bin so beschäftigt, dass ich heute beim Heimradeln das erste Mal dran dachte, dass ich nicht in Wohlen im Wald in der Erde buddle. Hmpf.

Sonst: unerwarteter Regen beim Radeln heute morgen (nicht viel, ich wurde nur leicht angefeuchtet). Es steht ein Temperatursturz von immer noch mehr als 30 Grad auf max 19 Grad untertags und unter 10 in der Nacht (Am WE gehen wir in die Berge und es wird in der Nacht oben 0 Grad haben!). Davon merkte man dann heute noch nix, in meinem Mittagsründchen war es unerträglich heiss, bedeckt UND feucht. Wie ätzend. Ich merke den Wetterumschwung auch in meinen alten Verletzungen (oder habe einen okayen Grund, auf den ich meine Zipperlein schieben kann): mein rechtes Knie schmerzt beim Brustbeinschlag, die linke Schulter beim Rückenschwimmen. (Kraulen geht beidseitig gut. Wie praktisch, dass ich das jetzt ja lerne).

Beim Heimradeln noch im dm gewesen und "sweet & salty Ricola" auf einem Aufsteller gesehen. Im Coop übrigens noch nicht und auf keinem einzigen Werbeplakat in der Schweiz. Nach dem Testbonbon (natürlich habe ich sie gekauft!) kann ich verstehen, warum. Vermutlich würde Ricola dafür ausgebürgert. Den Geschmack kann man in etwa so beschreiben (ich hatte Orange): ich weiss nicht, ob ich jemals die Geschichte erzählt habe, wie ich Ahoi-Brause (Orange) geschnupft habe? Vermutlich schon, hier aber nochmal kurz: wir waren  während des Studiums 4 Wochen auf Praktikum in Frankfurt, lebten in einem Lehrlingswohnheim, hatten abends nicht viel vor, weil halt Praktikum in der Früh, in Frankfurt war es sehr gefährlich auch damals schon, vor dem Mädchenlehrlingswohnheim war eine Woche vor unserem Einzug ein Kind umgebracht worden, wir hatten kein Geld, so was. Dadurch kam es zu verschiedenen fragwürdigen Unterhaltungsprogrammen und eben auch der, ich würde gern sagen, "Wette" mit der Ahoibrause, aber in Wirklichkeit war es nur "Niemals traust Du Dich das!" "Wetten?!" und rein mit der Line ins Kleinhirn. Ich kann das, wenig überraschend, nicht empfehlen, bleibender Schaden wurde allerdings auch nicht angerichtet. Aber: mein Rotz (und davon gab es einiges direkt danach und auch noch relativ lang) schmeckte sehr, sehr, sehr lang nach Orange. Ungefähr so schmecken die Ricola Sweet & Salty. (Anders als mein Rotz nach der Brausewette schäumen sie allerdings nicht). Ich habe sie jetzt mal in den Wanderrucksack gepackt, beim Wandern schwitzt man ja und vielleicht ist "ein Hauch Alpensalz" da ganz willkommen. (Note to myself: Auf keinen Fall vor dem Aufbrauchen all der Bonbons die Ahoi-Story erzählen!)

Damit: Feierabend, würde ich sagen.

Q wird morgens übrigens zum zweitägigen "Schweizer Feuerwehrausbildungskurs" nach hinter Thun reisen und hatte die Wahl (mit all seinem Equipment) entweder mit dem Feuerwehr-Pajero oder unserem Minicooper zu fahren. Ich würde sagen, die vermeintliche männliche Vorliebe für je grösser, desto besseres Auto hat sich bei ihm nicht durchgesetzt.



Sonntag, September 06, 2026

060926

Vor genau 23 Jahren haben der Hübsche und ich kirchlich geheiratet. Was waren wir für Babies! Muss immer wieder dran denken, dass ein guter Freund damals, als unser "Wir sind jetzt btw doch nicht mehr nur Freunde" in unserer Clique für kurzzeitige Verstimmung gesorgt hat, wütend gesagt hat "Ich gebe euch maximal drei Monate, dann ist das vorbei!" Naja.

Anyway, unsere Hochzeit war ein grossartiges Fest und wie jemand Kluges im Internet, der am selben Tag Hochzeitstag feiert, immer so schön sagt: "Grossartiger Ehemann, jederzeit wieder"

Weil wir aber 23 Jahre älter sind  als auch schon, haben wir gestern schon in unserem Lieblingsrestaurant "roots" in Basel geschlemmt. Die sind ja umgezogen aus der schon eher schraddeligen Umgebung an der Dreisrosenbrücke, allerdings mit spektakulärem Seating am Rheinbord, in das alte "Olive" im Bachlettenquartier. Ich bin mir noch nicht socher ob ich die Räumlichkeiten dort tatsächlich besser finde (ich fand das im Rhypark halt schon einfach perfekt), aber die Lage ist deutlich besser und für uns als Bahnfahrer, weil Weinbegleitung, halt schon einfach perfekt, 10min  zu Fuss oder 2 Tramstationen vom SBB weg anstatt durch die ganze Stadt zu gondeln.

Wir haben mit einem Champagner gestartet, der des Hübschen hiess "Shaman", meiner war .... keine Ahnung, ein farbigerer, habe vergessen zu dokumentieren.

Die "Snacks" zum Beginn waren wie immer spektakulär:


kalte Tomatenessenz mit Basilikumöl. So konzentriert, so perfekt!

Ein kleines Knusperschälchen gefüllt mit irgendwas mit Trüffel, Artischocke und Artischockenchips (ich habe heimlich die Trüffelcreme, mit der das Törtchen auf dem Porzellan angeklebt war, mit dem Finger aufgeschleckt)

Gurke, mariniert, eingelegt, Kräuteressenz und bunte Hübschigkeiten obendrauf

Ein Tartelett mit "Meerrettichbuttermilchbubble" ("Am besten in einem Haps", das war ein wichtiger Hinweis, sonst hätte es eine enorme Sauerei gegeben. Die kühle, überhaupt nicht scharfe, aber trotzdem meerrettige Füllung war richtig grossartig!) 


Klassiker: Sauerteigbrot und Kräuterfrischkäse. Diesmal haben wir das Brot (und das Nachfolgebrot) auch dazu genutzt, wirklich jeden einzelnen Tropfen Sosse restlos aufzutunken.

Wein zum ersten Gang: ein österreichischer Sauvignon Blanc, der mich sehr überrascht hat: nix von der manchmal anstrengenden Fruchtlastigkeit, sondern sehr mineralisch und kühl, ich habe vergessen warum.


Perfekt passend zum "gebrannten Rettich", der in kleinen Würfelchen in einer Art Tartartürmchen unter leicht gegarten Kräuterseitlingscheiben (für den Hübschen Forelle und Forellenkaviar) versteckt war. Obendrauf 50 shades of andere Rettichgewächse, dazu eine perfekte Radieschensosse

Wein zum Signaturegericht: "kein Terrassenwein" und ganz anders, als man einen Riesling aus  Rheinhessen vermuten würde (531 ist der Kilometerstand des Rheins am Weingut): es ist ein Orange Wein und tatsächlich in der Komplexität nix für einfach so, aber zu dme "Roots garden", wo jeder Bissen anders schmeckt, passt er perfekt

Tadaa, der gestrige Roots Garden. Ich habe gefragt, wie sie es machen, wenn sie wie wir jede Woche den Gemüsekorb kriegen, und ja so nicht planen können. Aufklärung: sie haben pro Woche 2 grosse Körbe, da kriegen sie tatsächlich das, was alle anderen auch bekommen. Zusätzliche wird aber beim Birsmattenhof seit einem Jahr in etwa noch Extra Gemüse bestellt und was man dort nicht bekommt, holen sie von woanders. Aber der Roots garden ändert sich täglich, je nachdem, was im Korb war. Wie immer haben wir versucht, in Kleinstportionen rauszuschmecken, was was ist, aber bei vielen Sachen haben wir einfach versagt (Sosse diesmal aus Kopfsalat und Kräutern)


Mein Endgegner: rote und gelbe Randen, einmal in Salz gebacken und dann als Tartar, darauf einen nochmal geräucherten Tofu aus Basel, obendrauf eine Nocke aus gelben Randen, in einer Sauerrahm-Dill-öl-Sosse. Der Hübsche hatte stattdessen ein Stück Felchenfilet. Als ich ihm ein Stück von meinem Tofu zum Probieren gab und meinte: "Ich kann mir total gut vorstellen, dass der Fisch ganz ähnlich schmeckt, so mit geräuchert", meinte er trocken "Ne, gar nicht". Aber: super war es (trotzdem keine Verwertung für die Unmengen Randen, die bestimmt bald wieder kommen)
 

Wein dazu ein Grand Chasselas (merken für grossartige Schweizer Weine, Chasselas kann mehr als "Halt zum Käsefondue dazu). Der Wein hat einen Etikettenwettbewerb gewonnen für sein minimalistisches Schwarz auf Schwarz Etikett, das ich aber nicht fotografiert habe, weil man genau gar nichts, was Nachkauf ermöglicht, darauf erkennen konnte. Aber schön sah es aus!

Nächster Gang: Sellerieröllchen mit, ich habe es nicht genau verstanden, irgendwas aus Kichererbsen für mich mit einer ganz leichten Sosse. Für den Hübschen gab es stattdessen ein Stück Rehrücken und natürlich eine andere Sosse.


Als Wein dazu einen autochthonen zypriotischen (zypriakischen? zyprischen?) Rotwein aus den Höhen von, naja, Zypern halt. Er war erstaunlich leicht, passte aber sehr gut!


Optisch das am ... naja, unspektakulärste Gericht, aber meine Güte, war das lecker! Mais gegart wie Risotto, mit altem Sbrinz und hauchfein gehobelten Steinpilzen. Ein Gedicht!

Dazu einen ungarischen Formint (wo habe ich schon mal Formint getrunken?) aus der ungarischen Tokay-Region von, tadaaaa, 2011 in einer Magnumflasche. Geschichte zum Etikett: der Sommer 2011 war sehr, sehr heiss, die Maische, die man aus den Trauben bekam, war sehr wenig. Deshalb hat der Weinbauer seine historische Presse vorgenommen und ganz langsa,m gepresst, alle paar Stunden eine Umdrehung. Das, was da neben der Presse liegt, ist der Weinbauer und sein Hund, die schlafen bis zu nächsten Umdrehung, niemand ist tot, wie ich dachte. Wein: WAHNSINN! Wie Sherry, perfekt zu dem cremigen, pilzigen Maisrisotto. Ich glaube, ich würde fast soweit gehen, dass das mein Lieblingsgang war



Hier wurde es ein bisschen lustig: uns ist in der neue Location erstmals aufgefallen, dass beide Teller jeweils parallel von 2 Personen vorbereitet werden, ich glaube, das war im Rhypark noch anders. Und je nachdem, ob es eine Vegivariante oder eben nicht ist, sieht es auch unterschiedlich aus, es kommen unterschiedliche Sossentöpfchen etc. Dieser Gang hier (es gab Rotwein dazu, ich ahtte aus der Erfahrung der letzten Male das Gefühl, dass es noch einen Rind- oder Schwein-Fleischgang geben würde) wurde uns von Pascal Steffen, dem Sternekoch himself, am Tisch angerichtet und es war halt  beide Male dasselbe, Sosse aus demselben Topf alles. Und ich konnte nur denken "Oh ne, jetzt haben sie last minute verpennt, dass wir einmal vegi haben, wie machen wir das? Kriege ich meinen Vegigang später,? Kriegt der Hübshe beide Fleischteller?", so dass ich nicht supergenau zugehört hatte. Wäre mal besser gewesen, es war nämlich überhaupt kein Fleisch, sondern Aubergine, mit Kräutersabayon und irgendeinem total einreduzierten Jus, Zwiebelgemüse, und what not. Es hat göttlich geschmeckt und ich glaube, wenn ich Aubergine in Zukunft so zubereite, wäre der Hübsche von seiner Phobie kuriert.



Wein dazu ein ungefilterter, sehr leichter Rotwein aus drei mallorquinischen Traubensorten. Die ungefilterte Farbe sah abenteuerlich aus, wir beide hatten beim ersten Riechen relativ (für mich) unangenehme Assoziationen: ich rohes Fleisch, der Hübsche "Stall". Es klingt total skurril, wenn ich sage, dass es auch ein bisschen so geschmeckt hat, aber wirklich perfekt passend zur Aubergine.
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Erster Dessertwein: ein Apfeleiswein aus dem Fricktal (skurril: das ist ja "unser" Tal, der Ort, wo die Jungs ihre Apfelweine machen, ist so klein, dass ich den Ort gar nicht kannte. Die Website ist... naja, mittel, aber ich bin committed, diesen "Iis-Ciider" als Geschenk für essesnaffine Menschen zu besorgen

Predessert: Ein Missgeschick, wir haben beide das Foto vergessen. Es war vermutlich mein Zweitlieblingsgang: "Estragon, Sonnenblumenkerne, Biogerste". Fast nicht süss, ein Estragon-Eis, Estragonsosse, dazu ein Schiffchen aus keine Ahnung was (vermutlich: Sonnenblumenkerne und Biogerste), WAHNSINN!


Dessertwein zum Abschluss: perfekt aus unsere Hochzeitsjahr (sonst das, was ich bei Dessertweinen schwierig finde: er war so süss, dass er fast in der Kehle brannte, das war ein bisschen arg viel)

Dazu: Lorbeer, Aprikose, Mandel, ein Törtchen mit Mascarponecreme, Aprikosten drauf, Lorbeereis, eine Lorbeermandelaprikosensosse und das Gitter aus keine Ahnun gwas

Naja, und dann noch die kleinen Köstlichkeiten für danach zu Kaffee und/oder Whiskey (auch der Digestiv-Wagen hätte eine akoholfreie Variante gehabt, aber ich war viel weniger betrunken, als ich gedacht hätte, deswegen bin ich das ganze Menü beim Wein geblieben, aber hier auf Kaffee umgestiegen): Schokoladenmacarons mit Holunderfüllung, Rhabarber-WeissnichtmehrwasTörtchen, Erdbeer-Thaibasilikum-Geleekugeln und Windbeutel mit Zitrusfrüchten. WOW!



Alles in allem war das ein Traumabend, ich freue mich sehr, dass ich dank INternet die Aktivierungsenergie, mich in solce Restaurants zu trauen, überwunden habe, dass wir im roots ein Restaurant gefunden haben, in dem wir uns einfach auch am richtigen Ort fühlen, und dass wir das beide gleichermassen wertschätzen können.

Heute dann erstaunlicherweise überhaupt keinen Kater, Frühstück auf der Terrasse, ein bisschen Geshichte der Sowjetunion, Wäscheaufhängen, T-Shirt-Schublade ausmisten, Hochzeitstagsfotos machen (das Beste daraus gemacht, dass beide Jungs heute versetzt zueinander die ganze Zeit nach Basel und zurück fahren, und die Fotos auf der Bahnhofstreppe gemacht. Ein Dorfbahnhof kann cooler wirken, als man glauben würde. Passend zu den eigentlichen Hochzeitsbildern an der Amper, wo eine Bisamratte im HIntergrund vorbeischwamm, hat es da heute je nach Windrichtung bahnhosunterführungstypisch nach Pisse gerochen, aber das sieht man ja auf den Bildern nicht.)

I mean:
Dschi-As-Tea Clan


Dann: Taschen für morgen parat machen, Kalendercheck, zwischendrin schnelle SPaghetti Agio e olio für mich allein, weil ich halt anders als alle anderen einfach Hunger hatte, für den Abend Flammkuchen für alle, die da sind.

Wir hatten ja in den letzten Jahren so Pech an Hochzeitstagen, dass wir letztes Jahr mal genau gar nix gemacht haben, dieses Jahr immerhin vorher reingefeiert und das lief doch schon mal ganz schön gut.
 Auf die nächsten 23 Jahre!

Samstag, September 05, 2026

050926

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 

Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.

Also.

Gestern hatten wir einen sehr schönen, lustigen Pizzaabend auf der Terrasse und dann noch eine abstruse Folge "Monster" hinterher. Q. hatte währenddessen Feuerwehrübung in dem lokalen Hochhausneubau (es steht noch), kam irgendwann dann nach Hause, er hatte eine Pizzabestellung für Frühstück abgegeben.

Ich habe rotweinbedingt mässig geschlafen, aber dafür lang. Ich bin um halb elf oder so komatös eingeschlafen, ich war einfach so, so, so durch. Heute morgen gegen acht Kaffee im Bett und besserer Dinge als auch schon diese Woche.

Der Hübsche geht Semmeln holen, ich bereite das Frühstück auf der Terrasse vor. L. hat noch Japanischstunde und kommt danach auch runter. Q. ist schon in Feuerwehroutfit, heute ist nämlich Pfadiaktivität mit der Feuerwehr. Q. nimmt als Feuerwehrpostenleiter teil, L. als Pfadileiter. Q. geht irgendwann voraus, einen Parcours vorbereiten, L. zieht irgendwann hinterher. Der Hübsche und ich erledigen Haushaltszeug, wie Wäsche ab- und aufhängen, mehr Wäsche waschen (4 grosse Menschen, die regelmässig viel Sport treiben und draussen unterwegs sind, generieren viel, viel Wäsche).

Eigentlich hatten wir heute geplant, ein letztes Mal Rheinschwimmen zu gehen, wie jedes Jahr eine Woche, nachdem ich alle grossen Handtücher gewaschen und verräumt habe, genau wie die Wickelfische. Aber es ist zwar warm, aber bedeckt und da muss ich dann auch nicht...

Die Kinder kommen beide nochmal zurück, jeder hat irgendwas fürs Outfit vergessen.

Ich habe meinen PIN-Brief von der Stadtsparkasse bekommen (ich hatte erst einen Brief bekommen, dass ich meine Kreditkarte auf 3D Secure umstellen müsste (meine Schweizer haben das schon längst), bitte dafür ins Onlinebanking einloggen. Das habe ich so lang falsch gemacht, bis ich das Konto gesperrt hatte und mir ein neuer PIN Brief zugesendet werden würde). Damit habe ich dann heute das Konto wieder freigeschalten (skurrilerweise war der Loginname genau der, den ich vermeintlich die ganze Zeit eingegeben habe. Naja) und nochmal mit dem 3D Secureding angefangen. Dafür habe ich ungefähr 100000000 TANs eingegeben und jetzt ... bekomme ich bald einen neuen PIN Brief zugesendet und dann geht es auch schon weiter.

Zwischendrin habe ich den Birdbuddy wieder mit Futter aufgefüllt. Mich nervt es ja total, dass nach etwa 2 Monaten nur noch Spatzen kamen. Unmengen. also habe ich recherchiert, was ich tun könnte, damit auch andere Vögel kämen oder halt keine Spatzen mehr. Ein Vorschlag war: anderes Futter, zB Erdnüsse, die sind zu gross für Spatzen. Ich habe also Erdnusskerne eingefüllt und.... die Kackspatzen haben binnen 2 Wochen 2kg Erdnusskerne einfach rausgeschmissen ins Beet. On Camera! (Heute also anderes Futter, ann ist da halt so, die Spatzen führen sich auf, als hätten sie hungern müssen, andere Vögel kommen trotzdem nicht und gemäss Google werden sich nicht mal die Igel im Herbst über die Erdnüsse im Beet freuen.

Tja.

Dann: Gebügelt. Der Hübsche und ich haben ja morgen Hochzeitstag UND waren schon seit ewig nicht mehr im "roots" essen. Das passiert heute und ich werde meinen wunderschönen blauen Jumpsuit anziehen. Der brauchte Aufbügeln und wenn man schon dabei ist, Sie kennen das.

Dann: Nagelfolien aufgeklebt. Ich bin, wie Sie wissen, kein Fan und brauche die jetzt halt auf. Die letzten haben mit UV-Überlack immerhin knapp eine Woche gehalten, trotz viel Schwimmens, das ist mehr als auch schon. 

Als ich fertig bin, ist es der Trockner auch, yay!

Als die Handtücher verräumt sind, drehe ich eine Runde um den Block. Jonny war heute nacht zwar kurz zu Hause, morgens ist er dann aber nicht zu uns, sondern durch deren Küchenfenster bei den Nachbarn schlafen gegangen. Sansa war immer wieder mal da, ist aber seit 8 draussen. Ich geh mal gucken (bei ihr weiss ich im Moment überhaupt nicht, wo sie ihren Tages-Hideout hat, sie spawnt immer irgendwo direkt vor unserem Garten).

Dann setze ich mich mit einem Tee auf den Schaukelstuhl im Garten und versuche, ein bisschen runterzukommen. Ich bin zu aufgedreht und nervös wegen allem diese Tage.....

Abfahrt zum Essen dann gemütlich mit der S-Bahn um halb sieben. Der neue Standort dese roots verkürzt zumindest für uns die Reise enorm (gerade für den Heimweg sehr angenehm).

Ich freu mich sehr und die Bilder vom Essen gibt es dann morgen. 

Danke für Ihre #WMDEDGT-Beiträge!


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