Samstag, Mai 09, 2026

090526

 Heute relativ früh aufgestanden, L. hat sich als einziger heute zur Hike Challenge der Pfadis mit aufgemacht (Q. ist ja noch ein bisschen angeschlagen und hat sich gsd dafür entschieden, daheim zu bleiben) und direkt mal einen Morgenkaffee auf der Terrasse in meinem neuen schönen Gartenschaukelstuhl zu trinken, den ich doch gestern noch geholt habe. So schön und gemütlich! (Mit Schmackes noch eine Glasflasche Serum auf den Terrassenfliesen zerschmettert, das war eher so mittel).



Dann: Frühstück auf der Terrasse, ein bisschen Häuslichkeit (Wäsche abhängen, waschen, aufhängen, Betten ab- und beziehen). Es ist alles unter Kontrolle, aber ich merke, wie mich die letzten intensiven Arbeitswochen mich anstrengen: auch gestern bin ich beim Anime-Schauen auf dem Sofa kurz nach 10 schon sehr sehr müde geworden und dann noch vor 11 eingeschlafen wie ein Stein. Ich dachte am Mittwoch schon, dass die LT. Präsentation irgendwann letzte Woche gewesen sein müsste, aber nein, das war erst diesen Montag (ich war zwischendrin nochmal bei zwei Governance Boards, habe zwei weitere Präsentationen für die Woche nach Auffahrt vorbereitet, naja, warum bin ich wohl müde?)

Anyway.

Heute war Ausflugszeit, ich hatte nämlich gesehen, dass letzte und diese Woche am Samstag die Halbinsel am Zuger See, die normal für die Öffentlichkeit geschlossen ist, weil halt in Firmenbesitz, im Rahmen des "Tag der offenen Parks" für alle offen ist. Ich war schon lang nicht mehr dort (und nie zu "schönen Zeiten", immer im Herbst oder Winter, wo es halt kalt und grau ist) und wollte das mal dem Hübschen zeigen.

Also sind wir nach Rotkreuz gefahren, haben, wie angewiesen, am Bahnhof geparkt und sind mit allen anderen mit dem Bus rausgefahren. Es war schon echt schön, es wirkt aus der Zeit gefallen mit den riesigen Ländereien und Gartenanlagen (Rhododendren, Thujawald, Bambuswald, Teich, Gärtnerei zur Selbstversorgung, Schloss, Reitstall, japanischer Garten und Hüttchen).

Was skurril war: alle Gebäude waren abgeschlossen und nicht zugänglich (ich hatte mich noch gefragt, wie man das aus legal Sicht regeln will), deshalb war es (für den Hübschen, ich habe ja eher so eine Pferdeblase) echt tricky, ein WC zu finden. Oder eine einsame Stelle im Wald, es gab zwar viel Wald und Bäume, aber wenig Einsamkeit. 

Sonst: ich habe nicht mal in Bayern auf dem Land zu Ostern mich als Vegetarierin so ignoriert gefühlt. Es wurde eine Grillstation und Kuchenverkauf angekündigt. 

Das war das Menü der Grillstation und ich wäre tatsächlich mit Brot und Kartoffelsalat zufrieden gewesen, aber nach 15min Anstehen (und Münzenzählen, wir waren nicht sicher, ob Kartenzahlung gehen würde --> tats auch nicht, aber Twint) wurde mitgeteilt: Kartoffelsalat ist aus, aber ich könnte mir eine Scheibe Brot nehmen. Ich habe dankend abgelehnt und bin zum Kuchenstand weitergegangen. Dort war die Schlange schon verdächtig kurz, es gab noch Kaffee Creme und Raketenglace. Also:  für mich eine halbe Cola und zwei FItzel Brot vom Hübschen mit ein bisschen Senf (den letzten Klacks, den es gab). Ich war nicht besonders hungrig und deshalb recht milde gestimmt, so habe ich mich nur über den nichtexistenten Geschäftssinn der Metzgerei und des Turnvereins gewundert: das gleiche war letzte Woche schon, heute wie letzte Woche war TRAUMWETTER, da kann man doch nicht zur Halbzeit nichts mehr zu essen haben?


Thujawald von innen mit Grössenvergleich




Wie sag ichs: nicht unbedingt schön, aber sehr bunt. Und sehr viel davon.







Es täuscht: Japanhäuschen, kein WC

Grosser Fisch in kleinem Teich

Nochmal kurz gucken, wie Spalier richtig geht




Naja. Gab es danach im tristen Spar am Bahnhof in Rotkreuz ein Eis für mich (und geschenkte Toblerone Pralinen).

Sonst: des Hübschen Kollege hat mir via ihm die App "Merlin" empfohlen (vom Cornell Institut of Orntithology), in der man über das Handymikro Vögel identifizieren kann und wie bei Pokemon Go sammeln. Ich habe bei uns im Garten angefangen und halt Spatzen, Amseln, Rotkehlchen und Star beim Frühstück "gefangen". Auf der Halbinsel kamen noch 12 andere Vogelarten dazu, vom Zilpzalp über die Mittelmeermöwe zum Sommergoldhähnchen. (ich vermute ja, das ist eine CIA App, in der einfach die gane Welt abgehört wird).

Abendessen: Mangold Pie (ich kann Mangold als Wähe oder Quiche nicht mehr sehen und habe das Gefühl, wir werden bis Weihnachten jede Woche Mangold im Gemüsekorb haben)

Freitag, Mai 08, 2026

080526

 Richtig, richtig gut geschlafen (gestern abend war ich so unendlich müde und durch...), so dass ich ab viertel vor fünf schon fast wach war und kurz überlegt habe, aufzustehen, weil heute ein Riesenblock ansteht, für den von KollegInnen 3 Tage veranschlagt wurden und ich brauche es, ehrlich gesagt, 95% fertig am Montag UND habe keine Lust, am Wochenende zu arbeiten. Und dazu noch zwei kleinere Sachen, die ich plane schon beim Frühstück fertig zu machen oder davor.

Und dann bin ich ein bisschen zu Sinnen gekommen (golden rules und so) und habe den Wecker auf sechs vorgestellt und bin um viertel vor aufgestanden, weil halt wirklich knallwach.

Ich war tatsächlich ein bisschen nervös, wie das heute klappen würde (Habe letztens einen netten Aufkleber gesehen "Hocuspocus, I can't  focus"), aber: schnelles Frühstück, und bis der Hübsche aufgestanden war und ich oben sporteln konnte um viertel nach sieben, hatte ich immerhin die "kleinen", die dann doch nicht so klein waren, Themen schon erledigt (ich bin noch nicht so weit, dass ich meine Nachrichten "schedule", damit sich niemand über meine Arbeitszeiten wundert. Vor sechs habe ich allerdings noch nichts verschickt.

Dann: Sportründchen (passend zu den deutschen Kriminalfällen und Ermittlungen beim Schwimmen schaue ich da mit mittelschlechtem Gewissen, weil es sich halt schon sehr voyeuristisch anfühlt, Sektenserien oder TrueCrime Documentaries, aktuell auch über Sekten, naja, mit einem Puls von 170 passt das dann schon), Duschen und.... losarbeiten.

Mittagspause mit einer übergebliebenen Schüssel Spaghetti mit Agio Olio, dann einer schnellen Einkaufsrunde und fertigarbeiten (tatsächlich hatte ich eine dreiviertel Stunde vor dem letzten Meeting (schon überhaupt gar keine Bock auf einen Grossteil dieser Runde und dann noch am Freitag von halb fünf bis sechs.... dafür sollte man den SSF-Kollegen regelmässig Meetings für Montag um 4 hier einstellen....) alles gut und soweit fertig, dass nur noch das executeive summary (das kommt eh immer erst ganz am Schluss) und der im Template vorgesehenen Infografik, die mit Notebook LM erstellt wird. Ich bin dann mit Kaffee und Keksen in den Optionen versunken und das war der einzige Vorteil von dem blöden Meeting: ich hatte nur limitiert Zeit (und irgendwann war mein daily contingent an Infographics erschöpft) und gsd kann ich übers Wochenende nochmal zu Sinnen kommen, weil:ich war kurz davor, eine der Kawai-Grafiken zu nehmen, die in Glücksbärchen-Optik meine Commercial Strategy mit den Strategic Drivern und der Technical Workplate  darstellt. Vielleicht nehme ich das dann auch nicht (alternativ: Wallace & Gromit-Knet-Optik). Im Hintergrund habe ich neben dem Meeting einen Startrek-Themed Film zu dem Thema erstellen lassen, den ich mir jetzt gleich noch anschaue und dann ist Feierabend.

Good news: ich habe einen Anfängerkraulkursplatz ab August, das wird aufregend!


Draussen ist, wie ich gerade festgestellt habe: strahlender Sonnenschein und es ist wieder richtig warm geworden, fast schon heiss!

Die Jungs gehen am Wochenende, wenn Q. wieder fit genug sein sollte, zur Hike Challenge der Pfadis, der Hübsche und ich werden den Gartenschaukelstuhl abholen und vielleicht irgendwas mit "Tag des offenen Parks" am Vierwaldstätter See machen. Oder abwechselnd auf dem Gartenschaukelstuhl sitzen und Aperol Spritz schlürfen. Ohne See, aber auch ohne rumfahren.


Donnerstag, Mai 07, 2026

070526

 Sehr verplant mehrfach aufgewacht, aber doch bis zum Weckerklingeln durchgewurschtelt…

Sehr verplant beim Frühstück gewesen, also wirklich. Ich habe zB meinen Ausweis nicht gefunden, dachte, ich hätte ihn am Schreibtisch oben vergessen, bin also in voller Radmontur auf der Galerie suchen gegangen, erst im Dunkeln, dann wieder runtergerumpelt, doch Licht angemacht, nix gefunden und beim Treppensteigen gemerkt: ach guck, er hängt um meinen Hals. Meine Güte, ey…

Beim Anziehen habe ich meine Schuhe vor der Regenhose angezogen, dann wieder ausgezogen, dann die Schuhe wieder an.

Beim Radeln war ich sehr genervt, weil ich so langsam war respektive es so anstrengend war, normal schnell zu sein. Beim EINPARKEN habe ich gemerkt, dass ich nur die halbe Unterstützung zu geschaltet hatte...

Beim Schwimmen habe ich mich dann auch noch grandios verzählt (oder ich war richtig langsam und schlapp und das war ich eigentlich nicht, ich habe mich nämlich mit einem zügigen Krauler irgendwie arrangiert und war eher schneller also sonst unterwegs). Ich glaube, ich bin eher 50 als 40 Bahnen geschwommen...

Nach dem Schwimmen habe ich mein Handy nicht gefunden (ich wusste, es kann nicht weit sein, weil es immer noch Bluetooth-Verbindung hatte zur Uhr, aber ich habe es nirgends gefunden). Drüben im Turm dann schon (war unter das Laptop gerutscht), was ein Quatsch ey.

Ich hatte bis 9 meetingfrei, d.h. habe Zeug erledigt, was sehr dringend war und schnell ging. Ab dann habe ich meinen Büroplatz geräumt, mein Glump bei einem Nachbarkollegen untergestellt (und mir ab und zu eine Runde Strom fürs Laptop geholt).

Der Tag war wild (Donnerstage sind immer wild, heute mit noch zusätzlichen Meetings bis insgesamt 7 Uhr abends und zwar alle am Stück….)

Mittagessen war ich mit der Kollegin, mit der ich damals das Italienprojekt gestartet habe. Wir haben aktuell keine gemeinsamen Arbeitsberührungspunkte und das ist sehr schade. Ich habe, und das klingt vermtulich furcthbar, aber es ist wirklich so, erst gemerkt, wie sehr ich sie und unsere echt ehrlichen Gespräche (unendlich lange Autofahrten durch die süditalienische Pampa verbinden) vermisst habe, als sie über jemanden meinte “Und die xy, die ist ja endlich auch weg, die ist so einfach so unglaublich dumm….” Und ja, das ist so und das kann man auch mal sagen. Hach.


Heimradeln zwischendrin war drin (und nötig, sonst wäre ich heute erst nach 8 zu Hause...), dabei noch schnell den Gemüsekorb abgeholt:

Gurke, DIE ERDBEEREN, Mangold, roten Eichblattsalat, Kopfsalat, Kartoffeln, Karotten, Fenchel mit richtig viel und schönem Fenchelkraut, Petersilie, Basilikum, DIE EIER, Rettich, und schon ein bisschen alte Bete (Gelb? Orange? Geringelt? wir werden sehen)


Es ist soweit: ich brauche Weitwinkel, um den Inhalt ganz drauf zu kriegen. UND es gibt Erdbeeren!


Daheim ist Q. leider krank geworden. Er hatte gestern abend so, so, so viel zu erzählen von der Zivilschutzübung und auch zu zeigen, seine "inneren Verletzungen" liessen sich auch gar nciht so gut abduschen, der Handgelenksbruch aus Wachs war schon abgefallen. Er war in seinem ersten Einsatz eine Zeitlang im Regen auf dem nassen Boden gelegen, bis er erst ein bisschen in eine Rettungsdecke gewickelt wurde und dann irgendwann abtransportiert wurde. Danach hat er dann noch einen halben Tag Soldaten zur "Dekontaminierung" gebracht (dort war die grösste Herausforderung, dass die ABC-Soldaten, die im Rahmen ihrer 7Tage-Durchhalteübung am Ende der Rekrutenschule da nochmal Dekontaminiertwerden im Rahmen der Zivilschutzübung lernten, aus der Westschweiz waren und nur wenig deutsch sprachen und die Einsatzkräfte nur wenig Französisch. Es gab lustige und skurrile Situationen, auch als Q. auf die Frage "Wird das Wasser warm sein?" mit "Un petit peu warm". So kann man 22 Grad auch sagen. Jetzt muss Q. nicht mehr krank simulieren, sondern liegt mit Gliederschmerzen und Halsweh auf dem Sofa. Der Arme! (Er hat sogar seine Atemschutzübung für heute abgesagt, es muss ihm wirklich schlecht gehen...)


Better news von daheim: der Wechselrichter wurde heute gegen einen neuen ausgetauscht. Jetzt wird wieder Strom produziert und in die Batterie geladen. Und nach der Extrarunde der Solarboys letzte Woche können wir jetzt auch das Auto wieder über Solar aufladen und das via den Wechselrichter sehen / steuern. Wir sind also da, wo wir dachten ("ist keine grosse Sache"), am 11. Februar zu sein. Mit einem grossen Umweg überhaupt gar keine Stromproduktion mehr, das war schon eher suboptimal.


Mittwoch, Mai 06, 2026

060526

 Gut geschlafen, dann heute seit langer Zeit zum ersten Mal wieder Honigbrot statt Skyr, Orange, Granola gefrühstückt, weil mir danach war.

Bisschen mutig zwar mit Regenhose, aber ohne Buff über die Ohren und ohne Handschuhe losgeradelt. Die hatte ich aber in die Jackentasche gesteckt und schon unten am Kraftwerk habe ich sie lieber angezogen. Und wenn man eh schon steht, dann mache ich natürlich ein Foto.


Dank keinem Orangenschneiden war ich ein paar Minuten schneller und das merkte ich auch beim Schwimmen (also: beim Startzeitpunkt, schneller wurde ich durch Honigbrot nicht).

Dann: superdichter Arbeitstag mit zwei persönlichen Highlights für mich: einmal Mittagessen mit einer ehemaligen Jöblikollegin in der Rooftoplounge. Da kriegt man ein bisschen teureres Mittagessen, aber dafür sind es halt 3 Gänge und die aus dem fancy schmancy-Restaurant. UND halt Aussicht.

Und dann ein Treffen mit einem Kollegen, der in einem meiner Teams ist und eine Art Jöbli für meine Rolle in einem anderen Produkt macht. Und er meinte: "Klar, es gibt offizielle Guidance und was weiss ich, aber bei dir läuft das so smooth, das möchte ich auch, deswegen würde ich es gern so machen wie du." Das hat mich sehr gefreut, weil ich ja bei mir eigentlich eher immer das sehe, was noch besser ginge.

Dann: Heimradeln zwischendrin (sogar nur bei Tröpfeln. Ich hatte natürlich volle Regenklamotten an, weil ich dachte, es würde schütten. Eine Kollegin radelte zeitgleich in Espandrilles und  T-Shirt los und als ich meinte "So, you are more optimistic?", sagte sie nur "No, I am Irish". lol.

Daheim dann wildes Paketeeinsammeln (der Briefträger wirft gern mal einfach irgendwo in die Nähe der Briefkastenanlage, das ist ein bisschen schade, to say the least, weil: man könnte sie ja auch ins Päcklifach tun, oder vor die Haustür oder halt auch in die Packstation. Andersrum: sie könnten sie in den Müll schmeissen oder mit dem Pöstlermofa drüberfahren.), unterm Dach für die letzten beiden Meetingstunden installieren. Sansa ist dann sehr happy, dass endlich mal wieder ein Meeting mit Kamera und Lautsprecher gemacht wird, aber als es dann keine "Sansa-only"-Show war, wurde sie aufdringlich und bissig, das war tatsächlich ein bisschen nervig....

Zwischendrin kamen Leute heim und gingen wieder zum Sport, man kann es von unterm Dach nicht genau sagen.

Jetzt ist hier Feierabend und ich bin sosososososo gespannt, was Q von seinem Tag erzählt. Er war nämlich Statist (es gibt ein anderes Wort speziell dafür) bei der grossen Zivilschutzübung im Nachbarkanton, einmal als Verletzter, später dann als Feuerwehrdispositiv für den Transport zu einer Dekontaminationsstelle. Ich habe das grundlegende Szenario schon vor einer Woche oder so gehört und würde gerne wissen, welche Bücher / Serien / Pilze die AutorInnen konsumieren, das ist eine sehr, sehr verstörende Fantasie. Ich will nicht spoilern hier, vllt gibt es auch dieses Jahr wieder einen Zeitungsbereicht. Aber eine Triagekarte für das eigene Kind sieht man gsd auch nicht alle Tage...


In Sachen Garten: die vor drei Jahren oder so angesäten Lupinen blühen dieses Jahr richtig richtig schön. Ansonsten kommt morgen der neue Wechselrichter und dann sollte die Stromproduktion endlich wieder funktionieren und angeblich werden nächsten Mittwoch alle Mängel im Garten behoben. Ich bin da, wie bei eallen Zeitangaben des Gartenbauers bisher ein bisschen skeptisch (bisher hatte ich in 100% der Fälle, in denen ich dort skeptisch war, recht.)



Sonst: ich arbeite nicht nur, sondern habe heute immerhin Friseur- und Zahnarzttermin geregelt. Migränemittel kläre ich nächste Woche.

Dienstag, Mai 05, 2026

050526

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 

Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.

Heute Nacht bin ich um drei aufgewacht und direkt wieder in den Aufgeregtheitsmodus verfallen "OHGOTTOHGOTTOHGOTT, LT Präsentation!!!!", bis mir eingefallen ist, dass das ja gestern war und ich bin sofort so unglaublich entspannt und relaxed gewesen, das war so schön!

Beim Rausgehen hat es dann ein bisschen geregnet, ich hatte ja aufs Regenradar geschaut und mehr oder weniger ganzen Regentag mit Wolkenbruch zum Heimfahren gerechnet. Also: Neonregenhose angezogen und bis ich aus der Garage kam, hat es nur noch getröpfelt und der Wolkenbruch blieb auch irgendwie aus (respektive: kam dann schon noch ein bisschen, aber erst als ich schon lang daheim und Jonny auf dem Feld war).

Schwimmen: soweit super, ich war nur auf einer der mittleren Bahnen und das war doof beim Rückenschwimmen, weil ich aus dem Augenwinkel nicht die Einstiegsleitern als Orientierung hatte und einmal volle Möhre mit dem Kopf gegen den Rand geknallt bin (übrigens ein Theme, das sich durchzieht, warten Sie nur ab)

Dann: geschäftiger Morgen. Ich hatte ja dank der LT-Präsentation nicht viel Zeit für, wie ich gerne sage, meinen eigentlichen Job, aber das ist ja nicht die ganze Wahrheit. Der Portfolioteil ist AUCH ein Teil meines eigentlichen Jobs, nur halt nicht auf meine Produkte allein bezogen und nicht ganz so technisch wie sonst. Also: heute volle Kanne voraus mit technischen Themen und meine Güte, nach all dem Slidesmachen, Storytelling, Narrativ kreiieren, Stakeholderalignment und was weiss ich, ist das sehr, sehr erholsam. Ich hatte unter anderem ganz vergessen, dass ich für unser eines Produktteam heute einen Slot reserviert hatte bei einer Taskforce, um ein dringendes wissenschaftliches Thema zu klären respektive unseren Approach endorsen zu lassen. Das ist superwichtig für das Produkt und ich wurde kurz nervös, aber Past-Me hatte vor zwei Wochen in etwa die Präsentation dafür schon fertiggemacht (heute nochmal alle im Team zu einem letzten Check gescheucht) und wir haben zwar statt den zwischendrin angenommenen 10 MInuten doch die ganzen 40 Minuten des Termins gebraucht, aber: wir haben alles endorsed bekommen, noch viel weiter diskutiert und wurden für unser "clear, lean, well thought through proposal" gelobt UND dafür, dass wir dieses Thema jetzt, wo wir noch jede Menge Zeit haben, um es zu fixen, angegangen sind und nicht erst in ein paar Jahren, wenn alles schon superknapp ist. Das war fast noch besser als alles (auch sehr positive, aber von so hoher Warte, dass ich mir denke: Ja, wir haben euch ja nur die Oberseite der Oberfläche präsentiert!) Feedback zu der LT-Präsentation gestern!

Sonst: Mittagessen in skurriler Zusammensetzung. Ich habe ja einen monatlichen Slot mit zwei Kollegen, die sich beide untereinander privat kennen, und ich kenne den einen aus meinem Job vor dem Wechsel zu meinem aktuellen Arbeitgeber. Er kam ein paar Jahre danach nach (mit einem sehr skurrilen anderen Zwischenstop) und seitdem haben sich unsere Pfade hier immer wieder gekreuzt. Den anderen hat mir der Hübsche vererbt, der war eine Zeitlang sein Bürokollege, hat dann zu uns gewechselt und seitdem gehen wir zwei zusammen Mittagessen. Der hat jetzt aber an einen anderen Standort gewechselt, dafür hat ein Weggefährte des anderen Kollegen vom skurrilen Zwischenstop gestern bei einer Abteilung, die auch an meinem Chef hängt, angefangen und ich hatte ein bisschen was damit zu tun, dass er sich darauf beworben hat. Anyway, ich habe heute also vorgeschlagen, den "neuen" zu unserem Lunchtermin für "Leute, die sich über 17 Ecken kennen" einzuladen und das war eine sehr gute Idee (und auch ein bisschen ein Vibecheck, gebe ich zu, nehme an, damit kann nicht jeder umgehen). War aber super und ich hoffe jetzt sehr, dass ich bald mal mit ihm in einem Projekt zusammenarbeite, das kann ich mir sehr gut vorstellen.

Alles in allem: viel konzentriertes Abarbeiten von Zeug, das durch den Fokusshift der letzten Wochen halt nicht weniger dringlich geworden war. Ich hatte ja ein bisschen Sorge gehabt, dass ich jetzt in ein Loch plumpsen würde und am Ende Stresslassnachmigräne-geplagt vor mich hin dämmern würde, aber, kann man ja auch mal sagen und froh drum sein: im Gegenteil, es ist nur so geflutscht! Sehr, sehr cool. (Grad ist mir eingefallen, dass zwei Sachen hintenübergekippt sind: nachfragen, wo das eigtl gestern wieder lieferbar sein sollende Migränemedikament ist und den Termin für gegen Kieferausrenken abmachen. Und L.s Haareschneidtermin.)

Dann: heimradeln, aber auf dem Weg dahin schliessen wir noch den Loop mit Kopfanstossen: mein Radlzeug ist ja im Spind im 1. UG unter dem grossen Turm. Dort geht es noch viel weiter runter und es gibt auch verschiedenste Verbindungen unterirdisch im Areal zu anderen Orten. Das wollte ich gar nicht ausprobieren, ich hatte nur irgendwie das Gefühl, es müsste einen besseren Treppenaufgang ins EG geben, als den, den ich immer nehme. Und tatsächlich habe ich ein anderes Treppenhaus gefunden, habe mich am 1. Absatz gewundert, dass da verschiedene zwar plombierte, aber nicht wirklich gesicherte Hebel an der Wand waren, die für irgendwelche Notfälle irgendetwas fluten? ablassen? öffnen? keine Ahnung.... würden. Obendran war ein Schild: "Achtung, Bodenklappe öffnet selbsttätig.". Und während ich noch überlegt, wo denn hier ein Bodenklappe wäre, die selbsttätig öffnen könnte und ob ich am Ende auf einer Falltür stehen würde... stiess ich mit dem Kopf gegen ... die Bodenklappe, die war nämliche eine massive Zwischendecke, die einfach den nächsten Treppenabsatz abschnitt. Ich finde das relativ krass, dass man da eine Treppe gegen eine Decke führen lässt, andererseits... ist das eine schwarze Decke und ich könnte mir vorstellen, dass man mit ein bisschen mehr Konzentration und "im Jetzt sein" oder, wie man früher gesagt hätte, "Schauen, wo man langläuft" vielleicht nicht ungebremst gegen eine Decke geknallt wäre. (so schnell war ich auch nicht.).

Anyway: ich wüsste jetzt gerne, für welchen Notfall diese Deckenklappe ist UND wo man da rauskommen würde, aber das ist ein Rätsel for another day. Ich bin dann bedröppelt zurück gegangen, habe mich auf der Suche nach dem Ausgang im U1 noch ein bisschen verlaufen und bin immer tiefer unter den Turm gelangt, wurde dann kurz ein bisschen klaustrophobisch und aufgeregt, das weiter recherchieren müssen wir also erstmal vertagen.

Daheim: Schwätzchen mit Mann und Kindern, Kater flatschnass aus dem Feld abholen, noch ein paar Emails beantworten und jetzt gibt es noch eine Folge "Friends and Neighbors" vor dem Schlafengehen.




Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.

Montag, Mai 04, 2026

040526

 Heute war also LT-Präsentationstag.

Ich war verdächtig unnervös, was mich im Lauf des Tages immer nervöser machte :-).

Neben ein paar nicht verschiebbaren Terminen (die nächsten produktspezifischen Grossprojekte warten schon um die Ecke) habe ich mir Talking points zusammengeschrieben, für meinen Seelenfrieden noch in mienem Tonfall ausformuliert und in die Speakernots geschrieben. Wo ich dann doch nervös wurde: als 10 Minuten vor dem Meeting mein Chef erstens meinte: Wir machen es doch nicht virtuell, sondern vor Ort und zweitens: "kannst du die slides sharen, bei mir geht die 1 auf der Tastatur nicht" und dahin gingen meine Pläne, parallel auf meinem Screen die Speakernotes offen zu haben oder sie als Spickzettel mitzunehmen (ich sass dann neben der Alleroberstchefin, da wollte ich keinen physischen Spickzettel rausholen). Aber, meine Kollegin hat es so gut einsortiert: "Das ist wie beim Surfen, jetzt kommt die Welle, wir wissen genau, was wir tun müssen, also tun wirs". Und so war es dann auch, wir haben es, ehrlich gesagt, gerockt. Natürlich gab es viele Ideen und Aufgaben fürs nächste Mal, aber das ist ja logisch, das ist keine Abnickveranstaltung UND wenn etwas nicht ok wäre, wären wir zurück ans drawing board geschickt worden. 

Schwierigster Teil war dann, eine Location für den Debrief-Apero zu finden, weil alles entweder zu, ausgebucht, oder zu oder ausgebucht oder schraddelig war. Wir endeten zu zweit in der Fischerstube und das tat sehr, sehr gut.

Jetzt bin ich todmüde (war froh um den leichten Nieselregen beim Heimradeln und werde heute sehr, sehr gut schlafen (oder Migräne kriegen)), das muss bis morgen weggeschlafen sein.

Sonntag, Mai 03, 2026

030536

 Heute morgen war ich zum Wandern verabredet respektive zu Ausflug mit den Minineffen im Schwarzwald (Kugelbahnweg). Wie beim letzten Mal war ich am Hinweg sehr verwundert, wie man auf immer kleinere Strässchen abgebogen ist und dann auf einmal da war und am Rückweg, wie auf einmal alles ganz anders aussieht und man irgendwie eine Abzweigung verpasst hat und dann das wildromantische Schlüchttal runterfährt (mit Steinschlagwarnung und -beweisen auf der Strasse). Keine Ahnung übrigens, warum die Motorradfahrer heute nicht unterwegs waren.

Wanderründchen war supernett, die Minijungs sind halt echt Zucker alle zusammen und wir Schwestern sehen uns eh viel zu selten....

Wieder daheim dann Häusliches (Wäsche, Duschen, Klamotten für morgen einpacken (ich hatte schon ein Gesamtoutfit geplant incl Aushilfsoberteilen, wenn ich mich anbatze, aber jetzt ist es morgen erstens deutlich kühler und ärmellos vermutlich meiner inneren Aufgeregtheit angemessen, aber nicht dem Wetter, und zweitens wurde das Meeting von in einem Raum auf total virtuell verlegt, was wirklich doof ist. Aber: ich muss nur für den Kameraausschnitt seriös aussehen , dafür habe ich ein sehr gutes RalphLauren-Oberteil und eine farbgleiche Espritbluse für den Sabberfall.).

Dabei ist mir bewusst geworden: gestern vor einem Jahr hatte ich das erste Screeninginterview mit meinem Chef und seiner Chefin. Kam doch alles sehr gut raus.