Sonntag, März 29, 2026

290326

 Wie ich mal dachte: ok, krass, ich war WIRKLICH müde, weil die Uhr 9:03 anzeigte, als ich wach war. Naja.

Kaffee im Bett, die Kinder zum Frühstück rausschütteln (neben dem Bonne Maman-Konfi-Gipfeli ein Bürli mit Lätta, geschenktem Bärlauchpesto, Radiesli, Schnittlauch, isländischem Salz und Crema die Balsamico, das war gut!)

Dann hatte ich eigentlich vor, heute nix ausser Sport, Zimtschnecken, Spaziergang und Hüttentour über Auffahrt planen zu machen. Und lesen. Aber: L.s ESTA war approved, damit hattenw ir alle Unterlagen für die USA-Reise und was man hat, hat man. Also alles hochgeladen, auf L.s Handy offline verfügbar gemacht und dem Lehrer geschickt.

Dann ist Q. gsd eingefallen, dass seine Steuererklärung noch nicht gemacht ist (wir hatten die eigtl zusammen mit unserer machen wollen, aber dann war es neu wegen nicht mehr EasyTax und wir wollten es erstmal allein lernen und mehr ist nicht mehr passiert), also habe ich ihm da noch geholfen (Feuerwehrlohnausweis in das System zu pressen und deutsche Fondssachen von der Oma ist auch supernervig). Ich gehe davon aus, er wird die entsprechenden Erklärungen bekommen, wie man es hätte korrekt machen müssen und fürs nächste Mal kriegen wir es vllt richtig hin.

Dann: ich hatte keine frische Hefe mehr, nur Trockenhefe. Aber Trockenhefe und eigtl sollte das ja genauso gehen. Ausser sie ist uralt und man hat nicht angemessen Geduld und so wurden sie etwas klotzig. Naja.

Sport und Spazierengehen, viel Wäsche und dann... hatte ich ganz ehrlich keine Lust mehr auf Hüttentour planen. Stattdessen habe ich mein Urlaubskonto überprüft, es gibt bei uns eine neue Ferienregelung und ich bin mir nicht ganz sicher, ob das korrekt in meinem Zeitauszug reflektiert wird. Auf jeden Fall habe ich tendenziell viel zu viel Ferien über, also spontan noch den übernächsten Freitag freigenommen (as if das richtig was ändern würde....) und lose Pläne für freie Sommertage auch ohne grosse Reise.

Dann: Lesen und dem Wetter (obwohl zwischendrin immer wieder die Sonne rauskommt, ist es ziemlich kalt) angepasstes Abendessen aus dem Gemüsekorb: Kartoffelsuppe mit Lauch und Spinat, dazu frisches Brot und Salat.

L. hat die nächste Woche schon Osterferien und wird das bis Freitag, wo er zum Basiskurs verschwinden wird, ordentlich zelebrieren, heute mit "Ich geh nach Basel".


Samstag, März 28, 2026

280326

 So. L. darf nach UK und immerhin bis zum Immigration Checkpoint in die USA einreisen. Die beiden Apps zeigen schon halt deutlich unterschiedliche Mindsets: die UK-Version ist freundlich und unkompliziert, man bekommt eine Bestätigungsmail, dass man beantragt hat und ein paar Minuten später die Bestätigung, dass approved ist. Die US-Version kommt mit millionen Rights Waivers (als Refernezen Gesetztestexte, die ernsthaft "Big Beautiful Bill" heissen, ich meine, das klingt ungefähr so seriös wie "Ulis obercooler Detektivclub"?! Es sind verpflichtende Felder für Punkte, die es international so nicht gibt, zB eine "National Identification Number", das könnte für deutsche Bürger vieles sein.... Dann natürlich das gesamte Social Media tralala, das gsd immer noch optional ist, also von uns gepflegt ignoriert wurde. Am Schluss kommt: wäre besser, du machst einen Screenshot, weil die kriegst keine Info, ob approved oder nicht, schaust halt mal, hm? (Ging einen Tag, aber jetzt ist das erledigt). Nachdem sich herauskristallisiert, dass unser Nordamerika-F2F Workshop nicht in Kanada (und auch nicht in SSF stattfinden wird, sondern in Oregon) stattfinden wird, werde ich das wohl auch eher früber als später beantragen, solange man das noch nicht angeben muss.

Essen war superschön, danach gemütlicher Abend.

Heute: ein Tag mit wenig vor, das habe ich dringend gebraucht. Ausschlafen (beide Kinder schon weg, eins bei der Feuerweh putzen, das andere hatte einen Thrift-Tag abgemacht), frühstücken, Spaziergängle, dabei zwei Hunde so frühlich rennen gesehen, dass ich herzhaft lachen musste, Häusliches (alle Betten ab-und frisch beziehen, Pflanzen giessen), dann die gewaschenen und zusammengelegten Inhalte der Pfadifundkisten der letzten... 10 (?) Jahre zusammenpacken (was sagt das über den Hübschen und mich aus, dass er dachte, das wäre meine Schwimmtasche?!), ausserdem einen Rucksack, um beim Elternnachmittag den anscheinend letztes Jahr sehr gut angekommenen Rucksackpackworkshop nochmal zu wiederholen (ein letztes Mal, ich werde wegen Interessenskonflikt nach den Sommerferien den Elternrat verlassen müssen. Zeit wirds nach .... über 12 Jahren oder so). Das ist alles kein Rocket Science, meine Talking points sind:

  • Alles einpacken, was auf der Packliste ist. Nicht mehr, nicht weniger
  • Alles labeln (oder zumindest das, was man zurück haben will)
  • Kleider rollen
  • thematisch packen (eine Ecke Socken, eine Ecke Unterhosen und so)
  • MIT DEM KIND packen. Alle praktischen Taschen und Fächer helfen nix, wenn das Kind nicht weiss, was dabei ist, wie es aussieht und wo es ist. (Das war ein bisschen lustig, als ich nämlich den Beispielrucksack aus dem Speicher gezogen habe, ertastete ich was hartes in der Gürteltasche und da waren noch unberührte koreanische Hotelpackungen Shampoo und Conditioner von 2023. Der Rucksack war seitdem in .. mindestens 12 anderen Lagern)
  • Schlafsack und Mätteli entweder IN den Rucksack packen oder aussen fest dran machen, dafür haben Rucksäcke halt all die Schnallen und Riemen, nicht einfach nur das Zugbändel irgendwo anknoten. 
  • Und am besten sind Rucksäcke, die man nicht nur von oben befüllen kann, sondern die man wie eine Reisetasche gross aufmachen kann, dann finden auch kleine Menschen einfacher was nach 1 Woche Lager.
Dann: Badewanne, Flammkuchen, Serie, Stricken und Wein (oder Aperol Spritz). Ein Auftanktag, den ich dringend gebraucht habe!

Freitag, März 27, 2026

270326

 Ausgeschlafen bis sechs (naja, 10 vor sechs, weil dann Sansa nicht glauben konnte, dass es immer noch nix zu essen gibt), Sportklamotten an, Frühstück (und erste Kommentare zu der grossen Projektmail beantwortet. Ich atme, es wird schon, aber orrrr... wenn wir reinschreiben: "Fragen und Kommentare bitte in den gemeinsamen Chat", haben wir uns was dabei gedacht. Warum macht man dann Kommentare ins Dokument, nicht in den Chat? Egal, Antworten waren einfach, immerhin haben Leute schon reingeschaut. Ich bin sehr, sehr gespannt, wie das jetzt weiter läuft...).

Dann: Kinder verabschieded, Sportründchen (mit Katzentrainerunterstützung, ich habe es nicht gut gemacht, man musste mich anmiauen und in die Hand beissen), Duschen, einen Homeofficearbeitsplatz suchen. Auch interessant: es war ja jahrelang klar, wer wo sitzt und alles organisiert und was auch immer. Jetzt hat Q. den grossen Monitor an L. abgegeben, der ist wieder aus Japan da, nutzt seinen Schreibtisch für seine Sachen (zB Miniroboter bauen), d.h. ich kann da nicht einfach am Freitag hin und alles ist frei und funktioniert. Dafür ist aber der Hübsche jetzt auch am Freitag im Büro und sein Platz unter dem Dach mit RIESIGEM Monitor frei (Next Level: Ich bringe da die Dockingstation und meine externe Tastatur noch nach oben, dann hat L. noch mehr Platz für Saustall Roboter und ich Tastatur und Maus, nicht dass ich wieder Sehnenscheidenentzündung bekomme.

Schnelle Einkaufsrunde zum Kopffreikriegen (wie anstrengend und voll die Arbeitswoche war, zeigt sich auch in der Einkaufsliste, auf der nur "Öl, Salbei, Eier" standen, weil sich noch niemand Gedanken über Essen machen konnte. Brauchen wir heute auch nicht, wir gehen mit L. ins Noohn, Geburtstag nachfeiern.

Nachmittags weiterarbeiten, bis L. heimkommt, dann stellen wir uns den UK und US ETA / ESTA-Apps,das Jetsetterkind muss bis 30. April beweisen, dass er im Herbst mit auf Klassenreise gehen kann. (Unser F2F Workshop wird wohl in Oregon stattfinden, bin ich gespannt, war ich noch nie!)

Dann noch ein letztes Meeting mit Chef und "Complaint Community", dann habe ich mir wirklich den Feierabend verdient.

Im Noohn haben wir letztes Jahr Q.s Maturzeugnis gefeiert, der Hübsche und Q. waren dort zum Sushi Workshop, wir waren da von der Arbeit früher auch öfter mal Projekte feiern (jetzt sind wir ein bisschen weit weg davon). Apropos: in dem alten Büro am Bahnhof, das immer noch leersteht, findet dieses Jahr der Dinnerclub im Rahmen der Art Basel (glaube ich) statt und Pascal Steffens aus dem Roots kocht dort auf unter dem Motto "Office". Ich habe erst überlegt, dass wir da hingehen, aber dann war es mir zu teuer für ein Essen in einer Umgebung, die ich so sehr gar nicht vermisse. Aber wer mag: Pascal Steffen ist super und vllt sitzen sie ja an meinem alten Schreibtisch. Ich war im vierten Stock ganz auf der Bahnhofsseite und mal im EG ganz unten rechts, wo man auf den Zoo runterschaut.

Donnerstag, März 26, 2026

260326

Heute war in jeder Hinsicht bis auf kein Geburtstag besser als gestern: gut geschlafen, dran gedacht, dass es viel kälter ist als auch schon und warm genug zum Radeln angezogen, KEIN Hagel, kein Sturm, kein Gewitter, nur Nieselregen. Schwimmen: ich war bereit, auf meinen Körper zu hören, aber das Schneeflöckchen hat heute natürlich nix gesagt, ausser "Geil, Schwimmen!". Die 40 Bahnen habe ich so entspannt runtergepaddelt, ich hätte sogar noch länger gekonnt, wenn ich nicht doch irgendwann hätte arbeiten gehen müssen. Ich hatte nicht mal Hunger danach!

Arbeit: joah, ging, Donnerstage sind einfach irre anstrengend. Heute wäre eigentlich Team Lunch gewesen, aber bis auf einen Kollegen und mich hatten alle abgesagt. Wir haben die Flagge hochgehalten und es war wirklich schön: wir haben keine gemeinsamen Projekte, unsere Produkte überschneiden sich in der Supplychain oder thematisch nullkommanurganzeinbisschen, deshalb haben wir recht wenig miteinander zu tun. Das ist eigentlich schade, andererseits hatten wir beide damit Gesprächsthemen, die uns aus dem Alltagstrott rausgeholt haben. Das war wirklich schön und ich weiss jetzt ein bisschen mehr über Hämophilie und er über Oligonukleotide.

Der Arbeitsnachmittag wurde dann ein Arbeitsabend, weil... naja, alles sich zog. Meine Kollegin und ich haben unsere grosse Projektmail rausgeschickt an die Community, die nun Assessments machen muss. Wir haben so viel verbessert, Arbeit reingesteckt, getestet, aber aus Gründen, für die wir nix können, ist es nicht perfekt. V.a. weil perfekt für viele bedeuten würde, dass sie es halt gar nicht machen müssen, aber das steht nicht zur Debatte. Dann wurde von Leuten, die das überhaupt nicht versprechen können, wider besseres Wissen versprochen, dass man "diesmal gar nix mehr manuell machen" müsste. Das wird allerfrühestens in einem Jahr der Fall sein, aber mei, man kann ja mal für garantiert schlechte Stimmung sorgen. Anyway, es ist deutlich besser als beim letzten Mal. Auch wenn das nur wir drei sehen und wissen :-).

Heimradeln dann in dramatischem Licht, aber in dem Moment, als ich auf der Kraftwerksbrücke fotografieren wollte, war alles vorbei, nur noch grau, dafür Regen. NAJA.

Sonst: Gemüsekorb vorher 


Salat, DIE EIER, Lauch, Zuckerhut, Karotten, Rote Bete, Kartoffeln, Radieschen, Chinakohl, Pflücksalat, Schnittlauch, , Süsskartoffeln uund Spinat


und nachher



Mittwoch, März 25, 2026

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Mein lieber Lennibenni,

wow, 17 Jahre, noch ein Jahr und wir haben offiziell erstmal unsere Schuldigkeit getan oder so!

Das letzte Jahr war ein wirklich, wirklich aufregendes. Die gesamte Vorbereitung für Japan war ... ganz ehrlich mehr, als ich gedacht hätte. Das dich gehen lassen, respektive dich schicken, oder gehen zu sehen und zwar nicht nur fröhlich, sondern im tatsächlichen Moment des Abschieds das Gegenteil davon, das war wirklich, wirklich hart. Auch die (Gottseidank kurze) Zeit, als du in Japan gestruggled hast mit dem dortsein, mit "wie kann ich das beste aus dem Aufenthalt machen?", "warum sieht es bei den anderen Austauschschülern so viel angenehmer aus als es sich für mich anfühlt?" und der fehlenden Freundesclique, hat mir echt zugesetzt. Aber: du hast es gemeistert und zwar grossartig. Die Familie, die dich aufgenommen hat, war ein wahrer Glücksgriff und du hast dort so tolle Erfahrungen machen können und dürfen. Du hast jetzt Freund über den ganzen Globus verteilt, das ist einfach wunderbar. Ich freue mich sehr, mit dir zusammen dieses Jahr einen Teil dieser Erfahrung teilen zu dürfen.

Ich bin sehr, sehr, sehr froh, dass du dort drüben gesund geblieben bist bis auf ein paar Mal Halsweh, dass du die chaotische Rückreise gemeistert hast und am allermeisten, dich wieder zu haben. Bei aller Vorbereitung für den Austuasch hatte ich wirklich Angst, ob "mein" / "unser " L. dort verschwinden würde und jemand ganz anderes zurückkommen würde. Und ja, Du hast Dich verändert, aber nicht zur Unkenntnis, eher wie so eine Zwiebel, bei der ein paar Schichten abgegangen sind. Du redest mehr, du bist selbständiger, organisierter, immer noch so lustig und cool und in unserer lauten Familie aktiver und lauter als vorher. Und das meine ich 100% positiv. Es ist nicht leicht, sich in unserem lauten Haufen zu behaupten, insbesondere Q. ist ... 20000% präsent und es braucht viel, um Airtime zu bekommen. Die holst du dir jetzt und ich feiere dich sehr dafür.

Die "Wiedereingliederung" lief und läuft erstaunlich smooth, du hast 100% im Theaterprojekt gestartet und einen (drei) fulminanten Auftritt als Henry Antrobus hingelegt, ich war zutiefst beeindruckt!

Den Schulstoff holst du selbständig nach, respektive fragst um support, wenn du ihn brauchst (es ist vielleicht ein bisschen wenig diversifiziert mit mittlerweile 3 Chemienerds, die alle hier schreien, wenn es um eine Chemiefrage geht), ich bin da viel entspannter als auch schon.

Was mich unendlich freut und glücklich macht, ist die gar nicht mehr so neue Person, die du in unsere Familie gebracht hast. Auch hier: ich hatte so Sorgen, dass dadurch Japan vielleicht weniger schön werden würde, aber ihr beide habt das so super hinbekommen. Unser erster aller gemeinsamer Urlaub im Februar war auch etwas, wovor ich recht nervös war, aber total grundlos. Wie könnte es anders sein: ein Mensch, den du grossartig findest und umgekehrt, muss ja eigentlich fast auch grossartig sein. Ich freu mich also sehr über diese Familienerweiterung!

Ich feiere dich dafür, wie du deinen eigenen Stil entwickelst, wie du ausprobierst, wie du offen erzählst, deinen eigenen Geschmack hast und auslebst, sei es mit Kleidung, Frisur, Filmen, Büchern (und ich hätte nie gedacht, wie unterhaltsam Mangas sein können. Jetzt nix für immer, aber hey, ich mag Doktor Tenma mittlerweile sehr!)

In diesem Sinne: happy gelbe Blumen- und Ballöner-Tag! Ich bin sehr stolz und glücklich, deine Mutter sein zu dürfen und freu mich auf das letzte Jahr mit einem minderjährigen Kind!

Happy Birthday!

250326

 Ich schreibe das hier separat, weil ich nicht will, dass es im Nachhinein irgendwie an L.s Geburtstagspost dranhängt und bei etwaigem Nachlesen immer wieder hochpoppt. Trotzdem möchte ich festhalten, dass dieser Tag auch richtig, richtig doof war.

Wegen Geburtstagsfeiern in der Früh war ich morgens nicht beim Schwimmen, hatte aber keine Lunchverabredung und bin deshalb mittags schwimmen gegangen. Weil ich mich ja kenne, habe ich eine Stunde vorher noch eine Scheibe Bananenbrot gegen Unterzucker gegessen. Nach knapp 30 Bahnen fand ich alles recht anstrengend, also habe ich es bei 30 beendet und bin gerade noch so aus dem Becken gekommen. Unterzucker, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Tunnelblick, Gänsehaut, Zittern am ganzen Körper. Und das klatschnass, mittags, eine Stunde bevor ich meinen Chef bei einem grossen Meeting mit einem Vortrag vertreten sollte. Ich hätte am liebsten einfach nur geheult. Stattdessen habe ich mich im Sitzen umgezogen, es irgendwie geschafft, mich zu schminken und (das Schwimmbad ist in der Hauptkantine) eigentlich geplant, direkt dort was essen zu gehen. Andererseits war ich zur Hauptessenszeit fertig und hatte echt Angst in einer noch so kurzen Schlange umzukippen. Stattdessen bin ich dann schnell über die Strasse in den Turm und in die Cafeteria, wo es an der Ramenbar sehr schnell ging. Dazu eine zuckerhaltige Cola und ich war wenigstens wieder einigermassen ok. Immer noch weiss wie die Wand, aber immerhin stabil. Was eine Scheisse, ey!

Vortrag lief ok, immerhin.

In einer Regenpause wollte ich dann heimradeln und ... nach 10 MInuten fand ich mich in einem Hagelgewittersturm. Ich bin ja hart im Nehmen, aber der Wind war so krass, dass irgendwann abgestiegen bin und geschoben habe, weil ich Angst hatte, umgeweht zu werden. Vor mir flog ein Bauzaun, auf dem Weg nach oben lag ein frisch umgestürzter dicker Baum auf der Strasse. Ich kam klatschnass und eiskalt daheim an, das passt zu den immer noch anhaltenden Unterzuckerkopfschmerzen.

Oida

Dazu: Wut und Traurigkeit, weil die (wie ich finde) sehr schöne Tradition der liebevollen Geburtstagsbriefe durch wiederholtes ungefragtes und unpassendes, because none of your fucking business, Runtermachen als Peinlichkeiten, die niemanden was angehen und wie kann man so was schleimiges öffentlich machen, ist dir nichts peinlich? nun für mich immer mit dieser unangenehmen Sidenote verbunden ist. (Ich weiss, ich kann niemanden ändern, nur das, wie ich mit etwas umgehe. Ich gehe so damit um, dass ich auch unter anderem deswegen den Kontakt für immer eingestellt habe, weil ich das und das wofür es steht, nämlich: "Gefühle äussern (Gefühle haben?!) ist peinlich. Du bist falsch." in meinem Leben nicht akzeptiere. Das wiederum trägt zu noch mehr "Du bist falsch" bei, aber daran kann ich wiederum nichts ändern). Anyway: ich finde es sehr schade, dass das in meinem Kopf mitschwingt an diesem Tag, weil welcher Tag, wenn nicht ein Geburtstag, sollte ein Tag zum Feiern von Liebe und Freude und schönen Gefühlen sein. Naja.

Dienstag, März 24, 2026

240326

 Gestern abend bin ich dann nach allem erledigt (Wäsche, Sachen packen, Spülmaschine und so) nach einer Folge “Shrinking”, zu mehr war mein Hirn nicht mehr in der Lage und ein paar “Seiten” im Buch wie ausgeknipst um 11 eingeschlafen. Das war dringend nötig, und, auch ein gutes Zeichen, nachdem ich früher ins Bett bin, war ich dann halt ab fünf knallwach. Zeigt mir: mir hat einfach Schlaf gefehlt, nicht: ich bin irgendwie krank oder so.


Radeln: ein richtiges Vergnügen mit dem geserviceden Rad, ich gewöhne mich auch wieder dran, nicht mit einem bonanzamässig hochgebogenen Sattel zu Radeln ohne Angst zu haben, vorne runterzukippen. Es ist so hell draussen, es fühlt sich schon fast an wie verschlafen haben, wenn man eben bei diesem Licht durch Wohngebiete und Feldwege flitzt, nicht so undercover wie im Winter im Stockdunklen.

Das Licht war heute besonders schön, es war ein ganz pinkes Rosa, das sich am Himmel und auf dem Rhein spiegelte. Aber: als mir einfiel, ich könnte ein Foto machen, war ich schon am schönen Ort vorbei und zurückfahren ist nicht drin.


Beim Schwimmen war es dann auch relativ hell, das ist mir bisher noch nicht wirklich aufgefallen, auch weil ich natürlich verdunkelte Gläser habe und auch, weil ich halt einfach nicht aufpasse und vor mich hin schwimme.


Lustig dann: ich laufe ja dann rüber, verräume mein Schwimmzeug, dann fahre ich rauf in den 16., hoffe, dass mein Lieblingsplatz frei ist, werfe Rucksack und Jacke dorthin, und hole aus meinem Spind mein Bürokästchen. Mein Spind ist in der Nähe meiner alten DS Kollegen und ganz oft werde ich dort in ein Schwätzchen verstrickt oder aber verstricke sie in Schwätzchen. Heute hatte ich ein recht frühes Meeting und auch ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil ich sie halt immer störe, wenn ich dort, tadaaaaa, auftauche und dann schwätze. Heute habe ich halt nur kurz “Guten Morgen” gesagt und bin meiner Wege gegangen. Als ich dann später am Tag ein paar dieser KollegInnen in meinen Produktmeetings begrüsste, meinten sie: “Ah, jetzt schaust du fitter aus als heute morgen!” EInmal macht man nicht den Kaschperl, schon wird vermutet, man sei nicht fit! (Habe es an “Ohren und Haare jetzt trocken” festgemacht)


Arbeitstag dann: intensiv, aber gut (meine beiden Partnerinnen im grossen Projekt sind OOO, eine in den Ferien, eine auf einem Sitevisit, also war ich die, die in dem AI-Tool-Workshop unser Team für Stunden vertreten musste, ausserdem Strategieplanung mit meinem Chef, ich bin immer noch geflashed, wie ein Chef sein kann.) Mittagessen mit einem Kollegen, mit dem ich seinerzeit in diesem irren Sprint-Projekt 2021  war (das war so kacke und ist alles auch schon wieder down the drain, aber es hat uns wirklich zusammengeschweisst) und mit dem ich jetzt wieder zu tun habe. Ich freu mich aktuell sehr, sehr, sehr über mein Netzwerk, das sich da über die ZEit gebildet hat.


(Selbstbeobachtung zwischendrin: ich helfe tatsächlich IMMER und sofort und zwar sowohl mit dem Gefragten als auch mit der Anleitung, wie man das in Zukunft selber finden kann. Und wenn jemand das schon  mehrfach gefragt hat, dann rolle ich für mich die Augen und manchmal leite ich dann einfach auch die Mail vom letzten Mal weiter. Wenn mir dann Leute, denen ich so schon so oft aus der Patsche geholfen habe, und auch sonst schon, dann auf eine Frage meinerseits mit einem laaaaaaangen Vortrag über “I am in the process to helping you catching a fish yourself instead of handing you one.” antwortet…. Naja. Ich sags mal so: wenn ich auf eine Chatnachricht GAR nicht antworte, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ich stinksauer bin. (“Daumen hoch” mit nix sonst ist eine andere Variante davon)


Nach 3h Workshop mit IT Leuten bin ich mehr als bereit, das Dinner mit dem Team ausfallen lassen (ich hab mich vorbilidlich schon gar nicht abgemeldet) und stattdessen heimzuradeln, mit den Jungs zu essen, was der Kühlschrank hergibt und dann einen “low key”-Kuchen zu backen, wie L. gewünscht hat (Banana Bread) und Geschenke einzupacken und dabei ein bisschen sentimental zu werden. Ich meine: 17?!