Donnerstag, September 03, 2026

030926

Uff, das war kein so toller Abend gestern. Die Kopfschmerzen wurden immer schlimmer und erst nach laaaanger Zeit und extra Ibu gingen sie weg und ich war todmüde....

Dafür habe ich aber ganz gut geschlafen (Lieblingseinschlafung: wenn der Hübsche noch wach ist und liest. Leider schläft er gern mehr als ich, deshalb ist das selten der Fall.) und war heute morgen wach wie immer.

Radeln morgens jetzt regelmässig mit meiner Reflektorjacke und knielanger Sporthose, das ist perfekt.

Schwimmen: wie cool ist das, ich habe das jetzt einfach richtig raus mit dem Kraulen und Atmen und nicht Ertrinken, Hyperventilieren, Spucken, Husten, Panik bekommen. Das war genau das Ziel des Kraulkurses und nur 3 Woche später klappt das schon mal! Ok, es war schon auch das jede Woche mehrfach üben, aber so stand es auch in der Kursbeschreibung. Ab jetzt kann ich mich auf Technikverbesserung konzentrieren, wie cool ist das?! (Heute bin ich jede zweite Bahn von meinen 40 gekrault, das hätte ich zB vor zwei Wochen nicht gedacht.)

Dann: Arbeitstag mit fröhlicher Unterstützung. Ich hatte auf Insta diese Shrimp-Ohrringe gesehen und in liebevoller Erinnerung an unseren Auftritt bei der Forrest Gump-Party konnte ich daran nicht vorbeigehen. Ich habe noch ein paar andere, nicht ganz so auffällige, aber alle auffälliger als ich dachte, weil grösser, Ohrringe bestellt und auch alle schon getragen, aber diese noch nicht. Heute jedoch schon und ich hatte mich innerlich zwei Sachen gefragt: wann werfe ich sie aus dem Fenster, weil mich die Barteln am Hals stören (gar nicht) und wie lange geht es, bis die erste Person mich darauf anspricht (als der erste Kaffee durchlief)? Lustig ist: sie sind so leicht, sie baumeln nicht, ich späre sie gar nicht und so denke ich gar nicht mehr dran, dass ich mit neonorangen Crevetten in den Ohren rumlaufe. Aber alle anderen sehen sie und es zaubert sehr vielen Leuten ein Lächeln aufs Gesicht. Me likey!



Sonst (Bombenüberleitung) ist heute nicht so ein lustiger Tag, als der Hübsche mir ein Bild von Sansa vor dem Haus schickt, bin ein bisschen neidisch, ich würde mich auch gern irgendwo kuschlig einrollen. Naja. Es gibt genug zu tun und ich wurschtel das so durch, nech?



Mittagessen allein und sehr schnell, ich musste erst noch googeln, wasn "Zwiebel Baji" sind, nämlich das hier: indische Kartoffelnpuffer mit Zwiebeln und aus gekochten Kartoffeln. Joah, viel und recht trocken, ich habe zu langsam geschaltet und eine ganze Portion aufgeladen bekommen. Der Salat war aber super und das Chutney auch.


Der Nachmittag war dann tatsächlich ein interessanter Mix aus Meetings und Diskussionen und Austausch mit Kollegen, endlich sind sie wieder aus den Ferien da! Ich habe das echt, echt vermisst! (Downside: für morgen bleibt richtig viel auf meiner To-Do-Liste zu erledigen, aber gut)

Zwischendrin war ich unten in der Cafeteria und wollte mir ein Pistazien-Cookie holen, die sind sooooo gut, aber wie letzte Woche waren sie aus und es gab nur langweiliges Shortbread aka Butterzuckermehlbapf. Was es aber diesmal gab: ein limited edition Kirschtörtchen (warum auch immer es das jetzt gibt, die Kirschensaison ist halt schon eine Zeitlang vorbei). Tja dann halt, oder? (War sehr schaumig aufgschlagen und hat vermutlich ein Viertel von einem Cookie gewogen, was ja gut ist).



Das vorletzte Meeting ist ausgefallen, deshalb plante ich Heimradeln vor dem letzten, um halt nicht erst um halb acht in meinen Feierabend zu haben. Wurde dann ein bisschen eng, weil das vorvorletzte länger ging UND ich noch den Gemüsekorb abholen musste UND der nicht ganz Worst, aber schon ziemlich bad case eintrat, dass mir in voller Fahrt der Gummi vom Gepäckträger abgesprungen ist und der Korb runtergesegelt. Immerhin nicht auf einer Strasse, sondern auf einem Feldweg, deshalb bin ich halt stehengeblieben und habe alles und ein bisschen Dreck wieder eingesammelt. Ein Ei hat es nicht überlebt, das ist eigtl sehr gut für so einen Flug.

Andere funny sidenote: als ich am Nachmittag einen Kaffee holte, meinte einer meiner ehemaligen Chefs "Na, gehst du heute dann wieder Eier holen?" und ich wurde kurz ein bisschen nervös, ob er hier vllt mitliest und naja, aber dann bin ich doch fast cool geblieben und meinte: "Ah, ich seh, du weisst, wo mein Fahrrad steht?", weil an dem lasse ich immer den Korb mit der leeren Eierschachtel hängen am Donnerstag.

Dill, Karotten, Petersilie, Basilikum, Salat, noch ein Salat, Mangold, Catalogna, Tomaten, DIE EIER (5 und eine Schale), Paprika, Cocktailtomaten, Knoblauch, Zwiebeln




Mittwoch, September 02, 2026

020926

 Gestern war ein irgendwie komischer Tag, ich mache es mal daran fest, dass der Ablauf durch kein Schwimmen und den ganzen Vormittag im Pilotbetrieb anders war als sonst UND ich mit dem Dossierreview fertig bin und deshalb auf einmal vermeintlich viel Zeit frei ist respektive durch andere Dinge wieder gefüllt werden muss (es gibt genug, aber es ist nicht ganz so klar offensichtlich, was das allerdringendste ist).

Abends dann Kraulkurs: es ist interessant, es kommen immer noch mehr Leute neu dazu, habe ich das Gefühl, die mit den absoluten Basics strugglen (zB: Gesicht ins Wasser tun und unter Wasser ausatmen). Das macht die Bandbreite an Können sehr sehr gross, so dass die einen bei den Übungen total am strampeln sind, die andern sich denken: "ok, einarmig Armzug und einseitig atmen, das haben wir doch schon lang abgehakt?". Aber man kann immer noch was mitnehmen, was Technik angeht. Generell ist bei mir ein massiver Knoten geplatzt, habe ich gestern und heute morgen dann noch mehr gemerkt: ich habe es jetzt irgendwie hingekriegt, zu atmen ohne zu denken und zu zählen und die Bewegung zu unterbrechen. Ich denke, der Anfang, wo ich wirklcih sehr bewusst auf der Seite ausführlich geatmet habe mit einem Arm nach vorne, den anderen nach hinten gestreckt, war schon sehr wichtig, um einfach die Rotation hinzubekommen. Lustig war gestern: ab dem Moment, wo ich realisierte: ui, halbe Bahn gekrault, ich denke nicht beim Atmen, wie cool, wie mache ich das eigentlich, vielleicht bin ich schon tot, mal schnell zählen, ups. Wasser geschluckt.

Heute morgen dann lief es einfach richtig, richtig gut, ich kraule mittlerweile etwa ein Drittel meiner Strecke und kann jetzt, wo ich nicht mehr ertrinke oder hyperventiliere, an der Technik arbeiten.

ES WIRD!

Überhaupt: jeder Tag, der mit Schwimmen startet, ist besser als ohne.

Ich bin so ein Gewohnheitsmensch, der tag gestern, der wegen Pilot eben anders war, hat mich nachhaltig verwirrt, dazu sind immer noch viele Leute in den Ferien und stehende Meetings finden nicht statt, ich dachte also heute ganz früh es wäre erst Dienstag und ab Vormittag, es wäre schon Donnerstag....

Meine Kolllegin in unserem Dreierteam, das ja seit einem Jahr ungefähr wegen unserer Vornamen als KLM firmiert, was sich so durchgesetzt hat, dass es mittlerweile KLM-Metrics und KLM-Scoring gibt (respektive wir hart dran arbeiten, dass das NICHT so heisst), aber eben auch "KLM-Magic" (nichts mit bottles, eher, weil das alles ja eine grosse IT-Komponente hat und ich keine Ahnung habe, wie die Fachausdrücke da heissen und dann gerne sage "And then, I assume, this will magically appear in the next form"), ... wie habe ich den Satz angefangen?.. ja, genau, also: in ein bisschen verzweifelter Albernheit haben wir drei irgendwann "Izzy Moonbow" von My Little Pony zu unserem Spirit Animal erkoren, einfach, weil sie dem Farbschema. das unser gesamtes Template mittlerweile durch Zufall hat, entspricht. Und ich habe Gemini ein Bildchen mit Izzy Moonbow und glitzrigem "KLM Magic"-Schriftzug machen lassen und meine Kollegin hat daraus Sticker gemacht. Die kamen heute an und ich bin ein bisschen sehr geflasht. Wir überlegen, sie wie seinerzeit die Ida-Bohatta-Fleisskärtchen, die wir in der Grundschule und im Kindergottestdienst bekamen, zu verteilen, wenn die Leute ihre Assessments rechtzeitig und richtig machen im Oktober :-)

Mittagessen mit einer Kollegin im neuen Produkt (ich muss aufhören, es so zu nennen, so neu ist es gar nicht mehr), die ich wie fast alle in dem Team seit ewig kenne. War gut (auch eine von der "Ründchen"-Truppe nach dem Mittagessen).

Die NAchmittagsmeetings bis auf eine Ferienvertretungsübergabe (die letzte vor meinen Ferien!) verschwanden sukzessive aus meinem Kalender, so machte ich mal früher Schluss respektive radelte schon um 4 nach Hause, um mit L. die Zeit für einen letzten Checkin für den ersten Physiktest dieses Jahr zu nutzen (Auftrieb. Das mag ich in Physik nach Optik und Strom am wenigsten)

Auf dem Weg zum Fahrrad schon das Gefühl, das das eine Auge gleich platzt vor lauter Druck und Schmerz, daheim also schlau wie ein Fuchs eine Triptantablette genommen. Und dann hilft das blöde Ding nix...Also: eine Runde um den Block, um den Kopf zu lüften, nach dem Auftrieb üben, dann noch eine Ibu hinterher. Was für ein Kack, echt.



Dienstag, September 01, 2026

010926

 Als ich heute morgen recht früh durch die Lobby des einen Turms gesprintet bin, weil ich ja eine Verabredung im Pilotbetrieb hatte und verdrängt hatte, wie weit die Strecken über das gesamte Areal sind, war ich kurz am Überlegen, welche Konferenz jetz tschon wieder ist, weil in der Halle eben Tische mit Ausweisen und Lanyards aufgestellt wurden. Aber logisch (gemerkt habe ich es daran, dass es halt keine A5 grossen Lappen zum Umhängen waren, sondern die richtigen Plastikausweise, und es keine irgendwie fancy gebrandeten Bändel, sondern die klassischen blauen mit dem Firmenlogo drauf: es ist der 1. September und das ist für die Newcomer.

Ankunft derjenigen habe ich dann verpasst, weil ich ja gerade in der Schleuse mit Überschuhen und Onesie gekämpft habe (das Team scheint mir ungewohnt mittlerweile rein männlich besetzt zu sein, während ich Schmuck und Uhr (alle haben übrigens ihre Eheringe mit Spucke runtergemacht) ablegen musste, hat mir niemand was von Abschminken und Nagellack gesagt, ich habe also die Abschminktüchlein einfach ignoriert und eh nix angelangt, sondern Handschuhe angezogen). Ausserdem ist es ja Pilot und keine kommerzielle Produktion. Onesies sind übrigens immer noch dieselben wie vor >10 Jahren, immerhin habe ich mein Telefon nicht durch das Hosenbein unten rausrutschen lassen durch die vermeintliche Tasche....

Pilotrun war dann super interessant, man sieht vom Tablettieren einerseits weniger, andererseits mehr als gedacht. Es kommt alles gut zusammen, mein letztes Sorgenkindprojekt scheint doch auf eine Zielgerade einzubiegen.

Aber, heute ist ja der 1., deswegen gucken wir doch mal, was der September für uns so in petto hat:

  • Mal wieder in den Betrieb (ich, heute)
  • Start der Tests und Vorträge in der Schule für L, bis zu den Herbstferien passiert schon einiges
  • L. wird auch am Jugendtheaterprojekt des Theater Basel teilnehmen, ich bin sehr gespannt!
  • Q. hat einen Feuerwehrausblidungskurs, Übung, was weiss ich, nacheinander, bevor dann Mitte September das 3. Semester losgeht.
  • Der Hübsche und ich feiern unseren 23. Hochzeitstag (jemand, ich alter Fuch nämlich, hat im "roots" reserviert, ich freu mich sehr).
  • Ich werde meine Schwestern und NEffen treffen, das wird auch toll, wir haben uns lang nicht gesehen.
  • WIr haben nochmal eine SAC-Hüttenreservierung und wenn das Wetter so bleibt, wie es aktuell aussieht, haben wir nochmal ein spektakuläres Wanderwochenende vor uns.
  • Wir haben unseren "F2F Workshop" bei der Arbeit, der ja erst für USA geplant war, dann wegen kein Reisebudget für Europa, jetzt aber noch weniger Reisebudget, deswegen kommen die US Kollegen nicht und wir machen es halbvirutell. Naja.
  • L. hingegen hat Reisebudget und macht seine Studienreise mit der Schule nach .... New York.
  • Und kaum kommt er wieder zurück, haben wir auch endlich Urlaub und reisen nach Japan und das ist dann eine totally different story.

Uff.

Montag, August 31, 2026

310826

 So mag ich Hochsommer: gestern abend noch bei lauer Luft auf der Terrasse im Schaukelstuhl gelesen (bester Teil am neuen Garten. die Platten, wenn auch nicht deren Verlegung, und das LICHT!), ins Bett gegangen bei offenem Fenster, irgendwann leicht nassgeregnet worden, eine kleine Katze kam zum Schlafen in die Bauchkuhle, und morgens radelte ich durch lauen Wind, es fühlte sich fast frühlingshaft an, durchs Dunkle zum Schwimmen.

Als ich erfrischt (ich habe richtig kalt geduscht, war nach den insgesamt 10 Kraulbahnen verteilt auf meinen Kilometer doch recht aufgeheizt, die eine neue Brille ist übrigens schon mal super) rüber zum Turm ging, schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel und das ärmellose SOmmerkleid zeigte sich als perfekte Kleiderwahl für heute.

Vormittag: Feuerlöschen und Managementkommunikation dazu. Meine Güte, all diese last minute Aktionen.....schade, dass man sowas extern eigentlich niemals erzählen darf, es wäre echt interessant udn lehrreich. Naja. Lerne ich aktuell viel über Devices und kann meine letzte Woche gestarteten Upper Management Kommunikationsskills weiter ausbauen.

Darüber hätte ich fast Mittagessen mit früherem Chef und früherer Kollegin verpasst, zu dem ich letzte Woche spontan eingeladen wurde. War.... weird, weil: survivor's guilt, weil ich ja aus der ganzen Sache mit dem besten Job der Welt rausgekommen bin, weil sehr unterschiedliche Prioritäten und Lebensrealitäten und halt, muss man auch ehrlich sein, schon früher sehr unterschiedliche Angänge zu so vielem. 

Positiver Aspekt: ich habe mich danach trotz aller Herausforderungen sehr wohl und gut aufgehoben an meinem Schreibtisch gefühlt.

Mittagessen übrigens heute mit einer dezidiert so ausgeschriebenen "Militär-Chässchnitte (enthält Alkohol)". Dazu "Essiggemüse und Salat", genau das war es halt auch (Habe noch nie eine so trockene Chässchnitte gegessen, die nicht nach Käse schmeckt, vielleicht war das der Militärteil. Immerhin auch nicht nach Frostschutzmittel, i guess, that's great)


In hindsight wäre die andere Vegi-Alternative doch besser gewesen, aber mich haben "Randenfalafel" (örks, Randen) und Cocktailsosse (örks, Cocktailsosse) abgeschreckt. Man weiss es halt nie...

Neben allem fachlichen gab es dann zwei menschliche Punkte, auf die ich gar nicht vorbereitet war: einmal Herzausschütten einer Kollegin, da kann ich immer nicht so gut mit umgehen, wenn ich nicht drauf vorbereitet bin. Und dann der Kommentar zu meinem Kleid(ungsstil) von einer Kollegin im Waschraum, mit der ich eigtl nix zu tun habe, ausser dass wir halt auf demselben Stockwerk arbeiten: "You have so many different wardrobe styles and all of them are so cool". Ich habe richtig Gänsehaut gekriegt, so schön fand ich das (bestätigt mich drin, weiterhin Leuten zu sagen, wenn ich ihren Style cool finde). Und ein bisschen lustig, weil ich das Gefühl habe, mehr oder weniger immer das gleiche anzuhaben. Das Kleid heute zB habe ich auch genau so nur als Oberteil, das ich dann halt mit meinen verschiedenen Pluderhosen trage.

Produktteammeetings den ganzen Nachmittag dann im 30. Stock, aus irgendeinem Grund scheinen da Meetingräume relativ gut zu bekommen sein. Aussicht wäre auch super, auch mal in eine andere Richtung als ich sonst immer gucke, aber man guckt natürlich nicht aus dem Fenster, sondern auf den grossen Screen an der Wand.

Das grosse crossfunktionale Projekt, in dem ich als Vertreter unserer Gruppe gelandet bin wegen meines Quality Backgrounds, das ja von diesem Podcaster geleitet wird (habe ich davon erzählt? ja, oder?), rückt nicht nur durch den Podcasterbackground, sondern auch durch die anderen Themen deutlich auf den Backburner, um Corporatesprech zu nutzen. Ist vermutlich eine gesunder Perspektive, es kann nicht alles Prio 1A sein.

Sonst: dank der Kaltmamsell realisiert, dass wir uns der Erntesaison für die Sachen, die wir bei Crowdfarming adoptiert haben, nähern. Es gab da einen skurrilen Change in Setting, angeblich habe ich eine Lieferung Mangos "ausfallen lassen", auf der anderen Seite habe ich Bestellungen zu ganz anderen Terminen bestätigt? Ich werde wohl mal nachfragen, habe aber alle anderen ausstehenden Lieferungen für Mango, Avocado, Orangen, Olivenöl und Parmesan klargemacht. (Grad Hunger gekriegt)

Heimradeln mit soviel Rückenwind, dass der Rhein Wellen stromaufwärts hatte und ich keinen Fahrtwind spürte, hui!

Daheim: Wäsche ab- und aufhängen (zwei grosse Kinder, die aus dem Urlaub / von einem Wochenende weg heimkommen, sehr nett, wie der Wäscheständer dann jeweils voll ihrer Lieblingsfarben hängt. Bei Q. olivgrün, orange und feuerwehrdunkelbla, bei L. schwarz-weiss-Kanji), Katzen füttern, ein paar Schritte reinholen, weil die Mittagsgesellschaft heute keine Runde laufen wollte.

Reminder an mich selber: morgen keine Panik kriegen, die Schwimmtasche ist im Spind im Büro, weil ich morgen früh nicht schwimmen, sondern beim Tablettieren im Weg rumstehen gehe. Bin sehr gespannt!

Sonntag, August 30, 2026

300826

 So, ein Kind kam gestern abend noch nach Hause (so sehr es sich gegen die Einbürgerung sträubt, so sehr ist es ein Bünzli, wenn es um die SBB / DB geht, "ranzige" Regionalzüge und 1h verspätete ICEs verzeiht man nicht. Aber: man ist nett zu Schaffner, weil die können auch nix dafür), die Waschmaschine wurde beladen und Sachen für den bald stattfindenden Fortgeschrittenenatemschutzkurs (es ht einen anderen offiziellen Namen) werden rausgesucht, u.a. lange Unterwäsche nicht aus Kunstfaser. Das einzige, was wir haben, ist Merino, naja, schwitzen wird er eh ohne Ende.

Weil: es ist Hochsommer, so wie ich es aushalte: 27-28 Grad, in der Nacht kühlt es ab, aber immer noch nicht so viel, dass es mehr als die dünne Musselindecke über einem kurzen PJ bräuchte bei natürlich offenem Fenster.

Heute dann: nicht mehr ganz so komatös geschlafen, sondern um halb acht wach gewesen. Ich nehme es als positives Zeichen. Gemütlich im Bett Kaffee getrunken und gelesen, um halb 10 gab es leckeres Frühstück für alle, die da waren, auf der Terrasse. Ich habe noch eine Head-to-Head Studie mit dem letzten "Golden Egg" und einem von den Suppenhühnern gemacht: joah, ok.

Oben Gold, unten Suppenhuhn

(Bisschen lustig, dass Q. exakt den Vortrag, den ich hier am Freitag aufgeschrieben habe, unrleated seinen Buddies beim Einkaufen an der Nordsee gehalten hat.)

Dann: der Hübsche und Q. schauten eine Morgenfolge "Reacher" (dass wir eigentlich schon, aber nicht konsequent genutzte, unterschiedliche Netflix-Accounts haben, hat gestern abend zu sehr viel Verwirrung geführt. Der Hübsche und ich haben erst angefangen, den neuen Film mit Robert de Niro zu schauen (Kinderflüsterer oder so, Whisperman), aber naja, es war dann halt doch mit Horror und blauen Fingern, die durch Briefschlitze creepen, und ne, danke. Dann schlug der Hübsche vor "Jack Ryan", den Film, weil wir ja da alle Folgen gesehen hätten. Ich erinnerte mich an genau gar nichts (ausser vor Äonen die Bücher gelesen zu haben), der Hübsche war sich aber sicher, "hier guck, alles auf "gesehen"." Naja. Stellte sich raus: er hatte die erste Staffel gesehen, Q. alle, ich keine. Und so haben wir uns auf  "I will find you", Harlan Coben geht immer, geeinigt.

Ichh habe die jährliche Fensterputzaktion durchgeführt. Einmal im Jahr überkommt es mich, da lohnt es sich dann richtig. Zeit wäre es schon ein paar Wochen gewesen, aber ich feiere mich halt schon sehr, dass ich noch bis nach diesen Freitag durchgehalten habe, wo alles nochmal mit Regen und Schlamm bespritzt wurde. Jetzt ist es ok, einmal im Jahr anderthalb Stunden ist ok, öfter mag ich nicht. Ich war i^übrigens auch so unverschämt, das Katzentürchen zu putzen. Normalerweise mache ich das nicht, weil die Katzen dann gern so tun, als hätte man es mit Nagelmatten präpariert. Heute habe ich also einen nur mit klarem Wasser benetzten frischen Lappen verwendet, mal sehen, ob es ok ist, dass ich Dreck und Haare weggemacht habe.

L. ist auf dem Heimweg vom Festival (kurzen Schreck bekommen, als in der Nacht die Pushnachricht von der Schweizer Polizei kam, dass es eine Schiesserei mit Toten auf einem Festival gegeben hätte, aber es war nicht bei den Pfadis, sondern bei den Ravern. Meine Güte, was geht?!), Waschmaschine und Dusche sind frei, ich bin gespannt, was er erzählt. (Wird eine harte Landung, Englisch-Lektüre und Physiktest diese Woche warten schon.)

Ich habe meine aktuell erstaunlich stabilen Fingernägel mal wieder in Form gefeilt, bevor sie abbrechen, und mit den immer noch hier rumliegenden Nagelfolien (totaler Quatsch, taugt gar nix, aber ich habe sie halt jetzt noch) versehen. War wie immer ein unendliches Gefummel und ist far from perfect, mal sehen, wie lange sie das Schwimmen aushalten.

Ach ja: ersten Herbstgefühlen wurde mit Zimtschnecken und "limited Herbst Edition" Kaffee Bestellung (pumpkin spice cake und maple syrup pecan) Rechnung getragen.

L. ist zurück, es ist so faszinierend, wie unterschiedliche Rollen Menschen in verschiedenen Settings einnehmen: der verplante Teenie, der am Freitag holterdipolter abgereist ist, hat sich über die Unentschlossenheit und Verplantheit der Gruppe, mit der er unterwegs war, mokiert. 

Sonst: ich habe ja vor einigen Jahren beschlossen, niemandem mehr auszuweichen, ganz besonders keinen Männern. Die letzten Wochen habe ich da wieder verstärkt dran gedacht und es bleibt immer spannend. Heute zB war gerade Fussballtraining irgendeiner Jugendmannschaft zu Ende, als ich vom Briefkasten zurückkam und ... einige sind gestolpert, als sie mir last minute aus dem Weg springen "mussten", weil ich ihrer Vierercrew, die den gesamten Fussweg einnahm, einfach nicht ausgewichen bin. Und als ich da so drin war, habe ich den tätowierten Schrank, der rauchend und schimpfend um sein offenstehendes (Firmen-)-Auto, das mit laufendem Motor da stand, rumlief, freundlich gegrüsst und gebeten, doch den Motor abzustellen, solang er warten würde. Ich sags mal so: ich habe nicht alles verstanden, was er mir an den Kopf geworfen hat, keine Ahnung, welche Sprache das war, Körpersprache konnte ich aber durchaus lesen, und naja, ich habe ein Foto vom Auto mit Kennzeichen und werde mal bis morgen drüber schlafen, ob ich eine Email, die diese Begegnung schildert, an die Firma, der das Auto gehört, schicken soll. (Video wäre natürlich besser gewesen, ich hätte gern neue Fluchwörter gelernt!)

Anyway, gleich werde ich Zucchini frittieren und Scamorza reiben, der Sommer ist immer noch nicht rum.

Samstag, August 29, 2026

290826

 Uff, was war ich gestern abend gleichzeitig kaputt und aufgedreht im unguten Sinn.... Wir haben dann nach dem Abendessen mit einem Rotwein "His & Hers" fertig geschaut und dazu noch ein paar Chips gesnackt, das war schon mal ein guter Angang.

Dann: ich habe richtig, richtig lang ausgeschlafen, bis viertel vor neuen. Das ist wirklich lang, das erste Mal war ich nämlich um viertel vor sechs wach, dann um sieben, um halb acht und ich habe standhaft weitergeschlafen, weil ich die Erholung wirklich brauche.

Dann: Häusliches Gedöns, wie: alle Betten frisch beziehen, den Frühstückseinkauf mit einem Baumarkteinkauf verbinden, weil wir ja den kaputten Blumenkasten ersetzen müssen, dann erstmal gemütlich auf der Terrasse frühstücken. Checkin mit den Kindern, einer happy auf dem Festival (hat alles geklappt, auch ohne den in allen Packlisten als so wichtig angegebenen Ausweis, der mit dem Geldbeutel zu Hause blieb...), einer im Zug auf dem Rückweg von der Nordsee. Anschluss in Hamburg hat geklappt, ICE hatte "nur" eine halbe Stunde Verspätung, die Reservierung war wohl Gold wert.

Dann: mehr Häusliches, wie den Esstisch neu einölen, den Blumenkasten neu befüllen mit den Pflanzen aus dem alten und ein paar Lückenfüllerchrysanthemen aus dem Baumarkt. Dann: einen sehr, sehr hartnäckigen Fleck auf der Terrasse bisschen weniger auffällig schrubben, Spazierründchen, Wäsche ab- und aufhängen, kontemplieren, ob mir nicht zufällig verteilte Sitze, sondern halt nebeneinander, auf den Flug von und nach Japan, 800 CHF für die gesamte Reisegruppe wert sind. Ich denke... nicht.

Jetzt gibt es einen Aperitiv zum recht seichten Luzernkrimi, den ich gerade lese (seicht, rassistische und Geschlechterstereotype, echt nicht gut gealtert, aber jetzt will ich die Reihe halt doch fertig lesen.) und dann mache ich mich an eine wilde Eigenkreation quer durch den Gemüsekorb: gebackene mini Rosmarinkartoffeln, Mangoldgemüse mit Knoblauch und Chili und den ersten kleinen Kürbis der Saison gefüllt mit einem Mix aus Vegihack, dem Rest Shakshuka von gestern und mit Gruyere überbacken.

(Hab schon bisschen Hunger)

Sonst: aus Gründen (ein Papierbrief von jemandem, zu dem ich den Kontakt aus Gründen des Selbstschutzes und wegen andauernder Grenzverletzungen / nicht Akzeptieren meiner Grenzen seit Jahrzehnten vor einiger Zeit abgebrochen habe. Ich hätte, wenn denn eine Absenderadresse draufgestanden wäre, ihn mit "Annahme verweigert" zurückgeschickt, aber so hat der Hübsche reingeschaut und allfällige folgende werden ungelesen weggeworden werden) eine Erkenntnis meinerseits (natürlich nur basierend auf eigener Erfahrung und anektdotischer Evidenz): wann immer ein Kontakt abgebrochen wird, eine Beiziehung (das kann eine romantische Beziehung sein, ein Arbeitsverhältnis, und ja, auch eine Elternkindbeziehung sein) beendet wird, und eine Seite von diesem Ende total überrascht ist, ist das eine letzte Bestätigung dafür, dass dieser Schritt überfällig war. Wenn ein Teil bereit ist, alles abzubrechen, und der andere Teil nicht mal gemerkt hat, dass irgendwas nicht perfekt ist, tja, qed.

Und nein, man muss danach nicht beliebig für Erklärungen zur Verfügung stehen, weil: all das ist längstens vorher schon 100e Male erklärt worden, Grenzen wurden gesetzt, ignoriert, nicht akzeptiert, Bedürfnisse als "aber so schlimm ist das doch nicht" oder "aber warum denn nicht?" klein gemacht, naja, irgendwann reicht es halt Und hinterher zu sagen "Du bist ohne Erklärung einfach gegangen, das ist so unverschämt", ist halt einfach eine Lüge. Irgendwann reicht es und irgendwann ist es einfach zu spät. Ich hab viel zu lang mit dem "irgendwann" gewartet und auf ... was auch immer gehofft, aber jetzt ist es fertig. Und irgendwann bekomme ich von einem Briefumschlag auch kein Herzrasen mehr. Hoffe ich.

Freitag, August 28, 2026

280826

 Uff.

Heute grad wieder (es reisst ein, das Lotterleben) bis sechs ausgeschlafen, unten gefrühstückt, noch ein gemütliches Ründchen um den Block gemacht und Jonny an seinem neuen Schlafgarten abgeholt. Daheim dann L. verabschiedet und sobald der Hübsche aus dem Bett war, ein Sportründchen eingelegt.

Danach: geduscht, angezogen, beim Dokumentenreview gemütliche Skincareroutine durchgezogen und versucht, mich nicht in die Meetings des Hübschen mental einzuklinken. Gar nicht so einfach!

Dann wurde es... finster. Auf den verschiedenen Warn- und Wetterapps hatte es schon verrückt gespielt, die Alarmzentrale von der Arbeit verkündete furchtbarschlimme Gewitterwarnung mit Sturm und Hagel.

Der Hübsche und ich haben also die Sonnensegel eingeholt und gesichert, Sansa kam sparsam guckend ins HAus und dann.... brach die Hölle los. Bei uns Gottseidank nur Regen und Gewitter und Sturm, andernorts kamen hühnereigrosse Hagelkörner runter, Dächer wurden abgedeckt oder abgeschält, Lastwagen auf der Autobahn umgeweht, nicht schön. Bei uns ist nur ein Blumenkasten runtergeknallt, hat aber ausser selber zu brechen (und das ohne Saustall) keinen Schaden angerichtet. Es stellte sich raus, dass ich das obere Sonnensegel nicht ansatzweise gut genug gesichert hatte und ich hatte tatsächlich Bedenken, dass es uns die Scheibe einschlagen würde. In der Zwischenzeit schüttete es so, dass unser Balkon einfach überlief und zwar durch die geschlossene Tür ins Haus. Das war auch sehr beeindruckend. Dementsprechend habe ich kurzentschlossen meine frische Kleidung (bis auf die Unterwäsche) abgelegt und bin so auf den Balkon raus, das Sonnensegel nochmal fester binden. Binnen einer Minute war ich einfach geduscht nass......

Es kam den ganzen Vormittag immer wieder mal was runter, aber nicht so krass wie die erste Superzelle. Dementsprechend ging es ein bisschen, bis wir wirklich einkaufen gegangen sind und ich habe einfach im Akkord Dokumente reviewed. Die noch fehlenden, heute fälligen letzten 12 Dokumente für den Dossierreview (damit habe ich als einzige alle Dokumente rechtzeitig reviewed. Ich wusste nicht, dass das verhandelbar ist....), habe ich das auch mal gemacht, dann einen Mastertransferplan, ein Mockup eines IT-Tools für einen Prozess, den zwei Kolleginnen und ich verantworten, ein Slidedeck, einen Development report und dann war mein Hirn einfach weichgekocht. (Mein schnell lesen können und mir gut Sachen merken können ist von unschätzbarem Wert hier)

Zwischendrin waren wir in einer Regenpause einkaufen, ich war schon sehr hungrig und dann kaufe ich komische SAchen. Heute: MAtcha Kapseln für die NEspresso Maschine. Jajaja, ich weiss, das ist nicht, wie man Matcha macht, aber "wie man Matcha macht", mache ich eh nicht, dafür habe ich keine Zeit, deswegen: warum nicht so probieren. Ausserdem noch Hanuta und Knoppers, mir war danach. Direkt dann übrigens nach dem Zahlen, wo mir so unterzuckrig war, dass sich schon das Sichtfeld verengte und ein Schüttelfrost ankündigte. Knoppers ftw!

Schnelles Mittagessen, dann direkt weiterlesen und korrigieren. Meine Güte, die letzen Tage hat sihc meine Bildschirmbrille echt gelohnt.

Irgendwann dann kam L. heim, der fährt heute noch auf das PFF, ein Pfadi-Festival, dieses Jahr in Affoltern am Albis. Das grosse Gewitter ist scheints schon durchgezogen, es wird festivalangemessen matschig und nass sein, aber gut, es sind ja alles Pfadis. Zugticket hat er, alles andere geht mit dem Handy dort.

Ich wollte dann noch so maintenance gedöns machen, wie zB die Kreditkarte von der Stadtsparkasse in München auf 3dsecure umstellen, dabei habe ich aber grad mal meinen Onlinezugangsnamen vergessen, weil, naja, nutze ich ja kaum. Jetzt kann ich das alles vertagen, ich bekomme jetzt einen neuen PIN Brief. Naja.

K2 kam heim, hat (ich atme) last minute gepackt, ich habe nervig gefragt, ob Zahnbürste, Zahnpasta, Sonnencreme, Duschgel, Handtuch dabei sind (nein), ich atme weiter, der Bus hat Verspätung, damit wird der Zug eh nicht mehr erwischt, eine Kollegenmutter bietet an, sie zum Bahnhof zu fahren, ich atme nicht mal besonders viel, weil: L. hat ein Streckenticket, er kann fahren, wann er will, Ah, Regenhose noch einpacken, Bauchtasche ist im Pfadihaus, hol ich noch schnell, meine Güte, war ich auch so verplant als Teenie (vielleicht schon). Es wird alles klappen, ich bin mir sicher.

Für den Hübschen und mich gibt es Shakshuka, der Gemüsekorb war so voller bunter Paprika, Gemüsezwiebel und Tomaten, das schreit ja direkt danach. Habe sogar (wie gesagt: hungrig kaufe ich komische Sachen) "Goldeier" gekauft, das sind Eier mit goldenem Dotter (ich gehe mal davon aus, dass er nicht wirklich golden ist, sondern halt sehr dunkelorangegelb, was man durch mehr Betacarotin im Hühnerfutter hinbekommt. Nix mit "die dunkelgelben sind von besonders gesunden Hühnern", man kann die Dotterfarbe wirklich per Farbfächer aussuchen und dann kriegt man die genaue Futterzusammenstellung. Geht übrigens auch bei (Zucht) Lachs, auch da gibt es den Farbfächer und dann die richtige Menge Astaxanthin ins Fischfutter....). Immerhin sind sie zwar nicht Bio, aber Schweizer Freilandeier und kosten genauso viel wie die Bioeier, also gehe ich wirklich nicht von echtem Gold aus. Aber ich stelle mir die sehr hübsch im Shakshuka vor.

Was dringend übrigens nötig wäre: Runterkommen. ich warte sehr ungeduldig darauf.