Sonntag, Februar 01, 2026

010226

 So, Februar. Ist der erste Monat 2026 also schon rum und war gar nicht mal so übel.

Wir sind ja mit der aushäusigen Übernachtung sozusagen premium in den Februar gestartet.

Weiter geht es mit:

Theaterlager und dann Theateraufführungswoche für L (wir haben schon Tickets!)

Ich fahre die Woche einen Tag ins Wallis zum Arbeiten, ich hoffe, ich sehe wenigstens Schnee (wir sind ja unten im Tal), morgens hin, abends zurück.

Ein Gartenbauer kommt und wir besprechen Optionen für die Neugestaltung der Terrasse und des hässlichen Zauns.

Wir bekommen unseren Batteriespeicher für die Solaranlage.

Q. beginnt das zweite Semester.

Wir haben schon wieder Ferien und reisen erstmals mit neuer Besetzung nach Island, erstmals mit einem Inlandsflug, erstmals kommt Q. alleine nach, ich freu mich sehr!

Samstag, Januar 31, 2026

310126

 Heute nacht bin ich von Katzengezeter um halb sieben draussen im Garten wach geworden. Blick aus dem Fenster zeigte: unsere beiden Katzen konnten sich nicht einige, wer von beiden den Garten (der Eingang ist ungefähr 3m breit) zuerst betreten darf. So richtig Geschwister! Ich bin also runter, habe die Terrassentür aufgemacht, beide kamen angerast, haben Snacks und Frühstück genossen und sich währenddessen noch angefaucht und mit ohne Krallen gehauen. Ich glaube, die haben Frühlingsgefühle (oder sind noch aufgeregt, weil gestern, als L. heimkam, eine fremde Katze mit ihm mitkam und Eintritt verlangte. Sie ist reinspaziert, als ob sie bei uns wohnen würde. Wir haben sie freundlich vor die Tür gesetzt, ihren Besitzern eine Mail geschrieben (s. Halsband), auf Facebook recherchiert, dass sie das wohl gern macht, aber ein Zuhause hat, und unsere beiden standen dann eine Zeitlang fassungslos am Mückengitter und haben nach draussen geschimpft, wo "Sugar Ray" noch Einlass begehrte.
Danach konnte ich aber nochmal weiterschlafen, bis kurz nach 8 (Q war da schon bei den Pfadis), dann Kaffee im Bett, der Hübsche holte Frühstück und wir drei verbliebenen planten den Tagesablauf, eigtl eher: wer braucht was bis wann und ist heute wo?

L.: Kuchenstanddienst (mit Kuchen) in Basel ab dem frühen Nachmittag, vorher noch Schuhe für Theateraufführung sichten (erfolgreich, auch ohne die von mir für ihn geputzten Timberlandboots), dann Pfadi, dann Essen, dann Pfadibeizli, morgen alles für Theaterlagerwoche packen

Q.: Kuchenstand (anderer) im Dorf starten, dann Pfadiplanung, dann Essen, dann Pfadibeizli

K&C: Häusliches (zB Wäsche und eine Tarnweste aus dem Pfadifundus für die Theateraufführung reparieren), Spaziergang, Köfferchen packen, dann auf nach Basel, es geht an die Einlösung des Weihnachtsgeschenks für den Hübschen.

Auf dem Weg nach Basel haben wir dann am Bahnhof grad L. verpasst, der mit der S-Bahn, mit der wir gekommen waren, wieder nach Hause fuhr. Gegen den kleinen Hunger auf dem Weg gab es ein Stück meines eigenen Kuchens (doch, kann man machen, schmeckt richtig gut! Am Tag des Backens und grad laukalt vermutlich noch besser, aber das ist Geschmackssache), das sind die schizophrenen Momente des Elternseins.

Dann checkten wir im Hotel Märthof ein (für locals: das "neue" Hotel am Marktplatz, wo früher der grosse Interdiscount drin war, direkt ggü vom Globus), da hatte ich im Rahmen der Aktion "Z`Gascht in dynere Stadt" ein Zimmer reserviert.  Ich war schon sehr neugierig, was aus der jahrelangen Baustelle geworden ist! Schön ist es geworden! Die Dachterrasse / Aussicht ist ziemlich cool (ich meine: Aussichtstechnisch bin ich ja verwöhnt, aber das sind halt die Dächer der Altstadt direkt.) 






Der Hübsche und ich hatten zeitgleich die Assoziation: Verfolgungsjagd übers Dach! Im Zimmer selber warteten dann sehr nette, personalisierte, dem Anlass angepasste Willkommensgrüsse (bin gespannt auf den "Bebbi Sour" :-)).




Jetzt geht es noch ins Dampfbad / Sauna im Keller und dann sind wir auch schon bereit für ein leckeres Abendessen im hauseigenen Restaurant Bohemia (Man nehme es als Beweis dafür, dass ich etwas verschenke, worüber sich der Beschenkte freut, was ich für mich vllt anders ausgewählt hätte. Das Restaurant schreibt sich nämlich seinen Grill und alles an Fleisch und Fisch, was da über den Feuer gegrillt wird, auf die Fahnen, aber eben: es gibt auch was Vegetarisches, was gut klingt, also: ich freu mich! 

Und so anstrengend, wie die Woche war, ist das richtig super: wir brauchen hier nix unternehmen als halt nixtun, weil wir alles drumrum eh schon kennen. (es hätte noch Stadtführungen für die Teilnehmer gegeben, aber auch hier: ich hätte das vermutlich mitgemacht, weil man da doch immer noch was lernt, besonders, weil die ja für Basler gedacht sind, aber der Hübsche hatte keine Lust, und das ist absolut ok)

Freitag, Januar 30, 2026

300126

What a day.

Eigentlich war ja heute nicht soooo viel angedacht, aber eben.

Wieder ausgeschlafen bis sechs, dann gefrühstückt und gearbeitet bis kurz vor acht (Ich bin die, die ohne über die Zeit nachzudenken Chatnachrichten in den Teamchat mit Chef um 6:50h schreibt. Und um 6:53 Antworten bekommt....), dann Physio, erstaunlich anstrengend, aber mei, Sport kann ich ja brauchen.

Wieder daheim mache ich schnell meine Einkaufsrunde, weil ich dann noch viel zu erledigen habe und das gern am Stück machen möchte. Ich bin mittlerweile so an den Gemüsekorb gewöhnt, dass ich in der aktuellen Zeit, wo es nur alle 2 Wochen einen Korb gibt, eben auch nach einer Woche alles aufgegessen habe und dann mit dem Angebot im Supermarkt überfordert respektive damit, from scratch entscheiden zu müssen, was wir denn essen wollen, anstatt den Essensplan der Woche um das, was im Korb ist, herumzuplanen. Ich habe also Paprika und Eisbergsalat für die Pizza heute und den Salat dazu gekauft, morgen abend gehen der Hübsche und ich eh lecker essen und die Kinder auch (getrennt und sehr unterschiedlich :-), am Sonntag machen wir dann "schaumamal" und unter der Woche auch. Donnerstag gibt es wieder Gemüse!

Daheim dann fange ich an, das abzuarbeiten, was die Woche liegengeblieben ist vor lauter Autounfall und Meetings und SPontanabklärungen und merke, dass die Woche mich angestrengt hat. Ich habe aber eine brummende Wärmflasche auf dem Schoss und wenn ich nicht mit dem Hübschen für ein Regenründchen abgemacht hätte, hätte ich das Mittagessen auf sehr viel später verschoben, so gemütlich war das.



Regenründchen, das eigentlich so geplant war, dass ich danach direkt zwei Meetings on site auf dem Standort vor der Haustür hatte. Aber: der eine hat verschoben, der andere Kinderkrankendienst, deshalb virtuell, deswegen laufe ich wieder ganz nach Hause. (es ist ein bisschen lustig, wie sich die Präsenzzeit so entwickelt hat, dass ich eben vier Tage im Büro im Turm bin und mich zum Site SPOC für die Site vor der Haustür entwickle, weil halt bei Sitethemen für uns oft die Frage kommt: "Wer kann sich da drum kümmern? Am besten jemand in Europa?" und ich dann eigtl immer sage: "Ich kann am Freitag einfach mal vorbeigehen". Bietet sich halt einfach an, eine andere Kollegin ist eh in Mannheim basiert, die regelt dort die lokalen Sachen, die US Kollegen sind an den oregonischen und kalifornischen Sites verteilt, dann nehme ich doch gern die Site mit 700m Fussweg anstatt zB in Bayern oder Singapur oder China oder die grosse Baustelle in North Carolina.)

Dann: eben zwei Calls, das eine sehr einfach und kurz erledigt, das andere, bei dem ich nach meiner eh schon ausgewalzten Einleitungsrede dachte: ok, jetzt habe ich alles gesagt, was zu sagen ist, nämlich: "sorry, wir hätten gedacht, wir würden das machen, aber Entscheidung ist "Hölle, nein, auf gar keinen Fall", sorry, dass wir da eine andere Erwartung geweckt haben" und dann .... nahm das ganze einen so weirden turn, dass meine Kolleginnen und ich danach noch ungeplant 20min Debriefing anhängen mussten, um zu verdauen, was uns da gesagt worden war. Meine Güte. (Bin sehr stolz, weil die Kollegin, die ich immer so bewundere, weil sie bei den krassesten Unverschämtheiten immer einfach ruhig und zugewandt bleibt und trotzdem in der Sache stabil, mir gesagt hat, dass sie beeindruckt gewesen wäre, wie schnell und gut ich reagiert hätte. Und zwar nicht mit "Spinnt ihr eigentlich?!", sondern so, dass man noch miteinander reden kann danach.)

Dann: Kuchenbacken. L. hat morgen Kuchenstand für die Theaterkasse, ich habe ihm einen Kuchen versprochen "irgendwas mit Apfel" und den hier ausgesucht. Der klang so lecker, dass ich noch einen für uns machen wollte. Als ich grad am Salzkaramellmachen war, kam Q. rein und meinte: "Mmhm, was wird das?" "Apfelkuchen für den Kuchenstand" und er so "OOOOh, wie lieb ist das von dir, ich hatte nicht mal gefragt, ob du uns einen machst und du machst einfach?!" und in dem Moment wurde mir bewusst, dass mir Q. den ganzen Tag immer wieder von der Mühe seiner Piotruppe erzählt hatte, mit dem lokalen Supermarkt zu klären, ob sie jetzt morgen einen Kuchenstand davor machen dürfen oder nicht und es dann endlich kurz vor knapp geklappt hat. Und weil ich spontan wie ... weiss nicht wer bin, habe ich nicht gesagt: "Klar, mein Schatz", sondern "Für L.s Kuchenstand, nicht für euren...... aber im Prinzip mache ich zwei und ihr könnt den zweiten haben." Er hat sich trotzdem gefreut und einen ganzen Kuchen essen wir eh nicht, dann kaufen wir halt morgen zwei Stück davon zum Frühstück :-)

Dann: Weinbestellung im Supermarkt abholen (es gab 45% Rabatt für unseren Lieblingsrotwein, aber nur online, also habe ich zum Pickup im Laden bestellt...ein bisschen Quatsch, den selben Wein, den es dort normal auch gibt, halt extra im Kiosk zu bekommen, aber 45% haben oder nicht haben ist ein Unterschied von 90% oder so #Ehrenschwabenmath), erstmals unsere neuen Recyclingcontainer leeren (dabei lernen, dass bei Regen sich ungefähr anderthalb Liter recht frisches Regenwasser im obersten Deckel sammeln), Pizzateig machen, Aperol Spritz, Feierabend. Meine Güte.

Ich freue mich sehr auf das Weihnachtsgeschenk für den Hübschen morgen, nämlich "night out" in einem super fancy Hotel und Restaurant mit Spa und Brunch am nächsten Morgen in Basel!


Wunschlistenfrage heute: 

Vielleicht haben Sie es schon mal geschrieben und ich hab es überlesen (dann bitte einfach die Frage löschen): In welchem Stil (Brust/Kraul/etc.) schwimmen Sie Ihre Einheiten? Verwenden Sie eine Badekappe oder geht es - Dank kurzer Haare - ohne?

Schwimmstil hatte ich ja vor ein paar Tagen als "das was man in einem Schwimmkurs im Kindergartenalter lernt" beschrieben, und muss natürlich präzisieren: wenn dieser Kurs in den 80ern war. Weil heutzutage lernen Kinder ja gleichzeitig Brust, Kraul, Delfin und was auch immer ganz von Anfang an. Ich schwimme also Brust, mit ungleichmässigem Beinschlag, und halt immer mal wieder ein paar Bahnen Rücken, wenn frei ist, weil ICH JA NIEMANDEN RAMMEN WILL. Ich bin auf Warteposition für einen Anfängerkraulkurs im Sommer.

Badekappe: da habe ich noch sehr viel Kindheitstrauma mit Gummibademützen und nein, ich schwimme ohne. Aber eben: die Haare sind kurz, da geht das auch mit der Brille easy.

Donnerstag, Januar 29, 2026

290126

 Gestern abend bin ich recht früh ins Bett, ich war todmüde, für heute morgen hatte ich den Wecker eine halbe Stunde später gestellt als für mit Schwimmen. Geschlafen habe ich ... ok (gegen 12 bin ich aus einem krassen Alptraum hochgeschreckt, ab dann ging es), heute morgen fühlte ich mich richtig erholt, kein Wunder, wenn man mal RICHTIG lang geschlafen hat. Blick aufs Armband sagt: 7h 19min (ich hätte eher so 9 Stunden gedacht. Gibt es sowas wie "gefühlte Schlafdauer"?) Andersrum: ich habe grad überprüft: meine aufs Jahr gemittelte durchschnittliche Schlafdauer pro Nacht ist seit Bandltragen konstant 6h 30min plusminus 5 Minuten. Und da sind natürlich wochenendliche Ausschlaforgien mit eingerechnet, also sind 7h19min natürlich schon echt lang!

Anyway.

Heute gemächlicheres aus dem Haus gehen (nachdem die Kaltmamsell es aufgeschlüsselt hat, hier das, was ich tue, wenn ich NICHT vor der Arbeit schwimme: Zähneputzen, Gesichtwaschen, WC, Katzen füttern, Fahrradkleidung anziehen, aktuell sind das Thermounterwäsche, Funktionspulli, Softshellhose, runtergehen, Katzenfutter unten von alt auf frisch wechseln, Milchkaffee aus der Maschine lassen, zwei Toasts toasten, parallel die Vitamintabletten für die gesamte Familie portionieren. Dann: Toast mit Marmelade und Milchkaffee essen, dazu Skincare der Reihe nach auftragen, Internetlesen und kurz die Arbeitsemails seit dem Abend vorher screenen. Dann: alles verräumen, nochmal nach oben, schminken, heute vergessen die Haare zu stylen, aber das kann ich nach dem Radfahren im Lockerraum nachholen, Schuhe an, Reflektorjacke an, Helm auf, Tasche mit Arbeitskleidung und Arbeitsrucksack schnappen, ab in den Radkeller. Dauert 55 min ohne Hetze, im Radkeller ziehe ich mich um, schaue, ob das Makeup noch passt, style die Haare und ab geht es nach oben).

Im Büro habe ich dann erstmal gut zwei Stunden an einem Schreibtisch, die ich eigentlich verplant hatte mit Zeug schreiben, dazu komme ich aber nicht, weil mein Chef noch dringend was braucht, ein Kollege Hilfe braucht, weil er die entsprechenden Systemrechte nicht hat (und das Training nicht assigned bekommen hat, weil seine Chefin gesagt hat, er bräuchte das nicht, obwohl er begründen konnte wofür und jetzt ging es halt ohne die Rechte tatsächlich nicht), also hat er jetzt nochmal eine Begründung für das Training und ich habe ihm aktuell in zwei Fällen aus der Patsche geholfen, so dass er nicht zwei Due Dates reisst (war eine einfache Übung, es gab nämlich diese Woche schon ein paar Kollegen, die das realisiert haben), naja, und dann gab es noch ein paar Entwicklungen in Sachen Autounfall. Es bahnte sich ein weiterer an und diesmal habe ich anders agiert. Bei aller Liebe zum Drama: ich brauch das jetzt da nicht noch mehr, jetzt regeln wir das anders.

Dann: der Teil des Tages, an dem ich triplebooked war für lauter Sachen, die eigentlich priorisiert hätten werden müssen. Ich habe mich für primäre Präsenz in dem Workshop, für den das halbe LT aus den USA angereist war, entschieden und meine Kollegin im Autounfallmeeting gebeten, mir Bescheid zu geben, wenn sich das Thema dort eben "Wie fliegen wir heute aus der Kurve?" nähern würde. Und da bin ich dann aus dem Workshop geflitzt (wo die Luft auch schon etwas dick wurde) und habe mich in einer quiet booth schnell in den Autounfall eingewählt. Durch mein Wirken hinter den Kulissen wurde der Unfall zwar nicht abgewendet, aber, um bei dem Vergleich zu bleiben, ging es nicht mit Vollgas durch eine Kindergartengruppe in eine Nonnenprozession und dann in eine Säuglingsstation, sondern mit quietschenden Reifen in einen gutgepflegten Vorgarten hinein. Ich habe dann direkt vor Ort noch (ich mag das Beispiel jetzt) verhindert, dass die Autofahrerin aussteigt und dem Gartenbesitzer noch eine Szene macht, warum er da auch einen Garten hinmacht und noch dazu mit einen Jägerzaun, schau mal den Lack an!, sondern bevor sie Luft holen konnte, gesagt: "Ach guck, ich bin mir sicher, der Gartenbesitzer hier weiss, wie man hier sicher und korrekt von A nach B kommt, die Strasse geht ja direkt an seinem Vorgarten vorbei. Und er ist zu Hause! Jetzt!". Naja. Heisst natürlich nicht, dass der Gartenbesitzer nicht stinksauer ist und die Autofahrerin nicht beim rückwärts aus dem Garten raussetzen in den Gegenverkehr trudelt oder in das Schaufenster auf der anderen Strassenseite. Aber da bin ich ja auch dran.

Als das erledigt war, bin ich zurück in den Workshop, der war eigentlich für 3h incl Lunch angesetzt und ich hatte ein nahtloses Folgemeeting, aber es dauerte alles länger und so hatten wir zwischendrin 20min für Sandwich und was zu trinken. Und da sah ich dann erst all die WA Nachrichten zwischen dem Hübschen und Q, der nämlich bei einem ECHTEN Autounfall war, nicht beteiligt, sondern als Feuerwehreinsatz. Ich hatte grosse Sorge, dass er Verletzungen gesehen hat, die er nicht aus dem Kopf kriegt, aber erstaunlicherweise konnte die Unfallfahrerin, die es aus der Kurve getragen hat, die abgehoben hat und sich die Böschung runter überschlagen hat, nach mindestens einer halben Stunde kopfüber im Auto eingeklemmt, noch selber aussteigen. Q. war Brandschutz, also ein Stück weg, gebrannt hat es auch nicht. Ich bin schon sehr froh, dass die Ortsfeuerwehr hier für die Autobahn nicht zuständig ist...

Dann: Nachmittag, mehr überlappende Meetings, alles ging gut aus. Vor dem letzten bin ich dann heimgeradelt, weil ich ja noch beim dm vorbeifahren wollte. Hat ganz gut gepasst, dass meine eine Radtasche leerer war als sonst, weil kein Schwimmzeug dabei, weil auch wenn ich nur Zahnpasta, Klopapier und Colorwaschmittel kaufen wollte und dann tatsächlich nur Vitamintabletten, Spüli und Wimperntusche zusätzlich gekauft habe, wäre das sonst eng geworden.

Daheim dann: letztes Meeting, Sansa hatte grosse Freude daran, vor der Kamera auf und ab zu flanieren und das jööööö! aus aller Welt zu hören. Als ich sie falsch kraulte, biss sie mich kamerawirksam in die Hand, das passiert so natürlich nicht wieder.

Dann: Räumen, Pasta, Duschen, mit Buch ins Bett, morgen muss ich endlich all das schreiben, was die Woche nicht passiert ist. (also: bei der Arbeit, hier habe ich alles aufgeschrieben, was ich wollte. Glaube ich.)

Mittwoch, Januar 28, 2026

280126

Gestern abend war ich todmüde und habe schon das Buch weggelegt und tief geschlafen, bevor der Hübsche aus dem Bad kam. Heute morgen war ich dann um halb sechs erstaunlich müde, aber eben, es ist halt halb sechs. Beim Radeln wurde ich ok wach, Schwimmen war einerseits sehr friedlich, niemand hat gerempelt oder geschubst oder gekratzt oder gehauen oder gerammt. Ich war total im Flow und hatte zwar das Gefühl, richtig gezählt zu haben, andererseits aber ging es für das gute Gefühl relativ lang UND ich war unter der Dusche dann so zittrig, dass ich Sterne sah und hm, ich weiss nicht, ob ich einfach unfit war, es die letzten Tage übertrieben habe, oder heute zu schnell war (eigentlich nicht, wenn es 40 Bahnen waren) oder mich verzählt habe und signifikant mehr (schnell) geschwommen bin. 

Ich war trotz einer der selber aus Versehen gemachten Proteinwaffeln zum Frühstück total hungrig und unterzuckert, also habe ich mir auf dem Weg nach oben in der Cafeteria ein Birchermüesli geholt. Meine Arme waren so schwach, dass ich echt Mühe hatte, das kleine Pappschälchen auf dem Weg nach oben im Lift nicht fallenzulassen. Ich weiss auch nicht, ob ich einfach so hungrig war oder das, hands down, das allerbeste Birchermüesli war, das ich jemals gegessen habe. Foto der Zutaten sagt: definitiv keine klassische Rezeptur, aber meine Güte, war das gut!





Ich hatte aber den ganzen Tag über Kopfschmerzen und hm, könnte sein, dass ich es einfach übertrieben habe. Und weil ich mich ja kenne und weiss, dass ich das morgen vergessen habe, vielleicht schon heute abend, habe ich es direkt dem Hübschen und dem Internet gesagt, und tadaaa, auch wenn ich natürlich sofort alle Fitness verlieren werde und nächste Woche auch mindestens einmal wegen Businesstrip (ins Wallis) nicht schwimmen gehen werde, morgen ist kein Schwimmen.

Der Rest vom Tag war dann fordernd, von Standardsachen über spannende Sachen bis zu literally batshit crazy (immer noch Autounfall, man glaubt nicht, was ein Unfallauto noch hinkriegen kann an mess....).

Zum Mittagessen bin ich auf die Schnelle in die Kantine im Turm gegangen, ich war auf die überfüllteste Zeit heute beschränkt, wo es auch an einem Mittwoch (wo doch alle (TM) Franzosen und Schweizer mit Primar- / Oberstufenschülern nicht arbeiten) Schlangen schon beim Betreten der Kantine gibt. Ich habe mich dann in die kürzeste Vegischlange gestellt, da war heute das Menü mit dem catchy Namen: "S'het solang's het Zero Waste Vegi", was ein langer Name für Restlessen ist. Früher gab es die übrigen Komponenten am Tag drauf in Free Flow Buffet oder als Gemüsecremesuppe, jetzt gibt es das eben so. Heute die weirde Kombo aus Reis, recht geschmacklose grosse Blaukrautstücke und gemischte Vegi-Fleischersatzprodukte in Sosse (ich dachte erst, es wäre nochmal das Jackfruitzeug, aber es waren verschiedene Sorten). Joah, dazu Karottensalat, der war aber frisch und extra gemacht :-).



Gegen das Kopfweh und das aus allen Richtungen auf mich einprasselnde Zeug habe ich dann noch eine schnelle Mittagsrunde ums Karree gemacht, bei strömendem Regen und Wind war das eine kopffreiblasende Angelegenheit und man musste nicht wie sonst um die Zeit, um schlendernde Menschenmassen rummanövrieren.

Skurrilster Moment des Tages: als ich mit dem Telefon mit dem Hübschen dran am Ohr in die Kaffeeküche marschierte, um mir meine Thermoskanne aufzufüllen, sass da einer unserer uralten Freunde und Exkollegen aus dem allerersten Job, der ganz woanders arbeitet, und schwatzte mit einem anderen uralten Freund, mit dem ich jetzt Kollegin bin, und einem Kollegen aus einem vorherigen Projekt (über Recycling von Medical Devices). Wie ich mal eine Runde gesprengt habe...

Vor dem letzten Meeting bin ich in voller Regenmontur nach Hause geradelt und grad noch so pünktlich aus den Klamotten geschält gewesen. War aber gut, Kopfweh ist dank Ibu jetzt auch weg und jetzt mache ich dann gleich Pasta für alle, die da sind, und für Q. eine grosse Portion zum Aufheben und Kalorien auffüllen nach der Atemschutzübung bei der Feuerwehr, zu der er gleich verschwindet (in voller Montur 14 Stockwerke im Hochhaus nach oben rennen und so).

Hm. Kalt ist mir auch, ich werd doch nix ausbrüten?!

Dienstag, Januar 27, 2026

270126

 Uff.

Heute morgen: wieder so schnell fertig gewesen, ich war 5 vor sieben im Wasser. Das sollte bei zügigem (also: für mich. Schwimmstil: 1 Schwimmkurs im Kindergartenalter, in dem ich auf einem Stuhl auf dem  Bauch liegend üben sollte und halt gelernt habe, zu tauchen und durch Reifen zu tauchen. Und dann habe ich mich dem zweiten verweigert, mit einem Wutausbruch, der mir Jahrzehnte noch vorgehalten wurde, nicht sicher, wie ernsthaft. Naja.) Schwimmen reichen, um meinen Kilometer knapp vor dem Kraulkurs um halb acht zu beenden. Ging sich auch aus. Funfact: ich dachte aus irgendwelchen Gründen, mich würde das nicht wirklich anstrengen und habe mich über die vielen Aktivitätsminuten gewundert. Zeigt sich: ich habe halt doch einen Puls zwischen 140 und 150 beim Schwimmen, mehr, wenn wie heute, manche Leute (heute waren es alles Frauen), einfach wie Wildsäue schwimmen. Ich meine, vielleicht habe ich generelle Schwimmetikette noch nicht verinnerlicht, aber ich dachte so aus genereller Erfahrung mit Bewegung zB Gehen, Radfahren, Autofahren oder auch Skifahren, dass man als sich Bewegender generell dafür verantwortlich ist, Sorge dafür zu tragen, dass man in die Richtung, in die man sich bewegt, auch guckt. Oder halt IRGENDWIE sicherstellt, dass man nicht in jemand reinläuft oder drüberfährt oder schwimmt, der einen auch nicht sehen kann. Ich dachte auch, dass man als überholende Person darauf zu achten hat, dass man während des Überholprozesses so viel Abstand hält, dass man die langsamere Person nicht einschränkt, berührt oder zB schlägt und kickt. Vielleicht ist das generell beim Schwimmen anders und man ist als brustschwimmende Person dafür zuständig, immer nach hinten zu gucken, ob vllt ein Rückenschwimmer kommt, der einen rammen könnte und lustigerweise bei Kontakt auch nicht reagiert, sondern weiterpaddelt. Überlege nun an Badeanzug mit Stachelrücken und Handschuhen mit Krallen. Meine Güte.

Der Arbeitstag war dann ein wilder Mix aus Meetings zu den verschiedensten Themen, letzte Runde (erstmal) Scherben aufkehren, let's see, wie es weitergeht. Trotz allen Widrigkeiten und Komplexitäten und der vielen Arbeit fühle ich mich einfach so, so, so wohl in der neuen Rolle UND der neuen Gruppe UND der neuen (alten) Abteilung. Das macht so viel aus! (Dazu passt: es soll wohl ein Abschiedsirgendwas mit der alten Gruppe geben, bin ich eh schon zwiegespalten, und dann wurde es jetzt noch verschoben, weil anscheinend der Oberboss, der persönlich dafür gesorgt hat, dass die Gruppe gesamt vor die Tür gesetzt wird und in dem ganzen Prozess kein einziges Mal zu irgendeinem Meeting mit der gefeuerten Truppe kam oder irgendetwas erklärt hat oder auch nur in irgendeiner Weise Verständnis für die Gefühlslage der Gefeuerten gezeigt hat oder sich ein Danke für die bisher geleistete Arbeit rausquetschen konnte, da dran teilnehmen möchte. Naja, das wird ein kurzer und günstiger Anlass, es gibt nicht viele, die dann trotzdem hingehen werden.)

Sonst brodelt einiges, meine Schwiegermutter ist mit unklarer Diagnose im Krankenhaus, Kontakt mit ihr nicht möglich, weil das Handy nicht mitgenommen wurde und ein Telefon im Zimmer freizuschalten für sie schlicht nicht möglich ist ("Das braucht kaum noch wer, alle haben Handies, aber wenn man es mag, müsste man unten am Kiosk eins freischalten lassen, das geht mit Bankkarte, und dann kriegt man einen PIN" Ja, einfach my ass, wenn man sich unten im Kiosk schon nicht mehr dran erinnert, wo man eigentlich ist und was man hier eigentlich soll/will.) Der Bruder vor Ort, der sonst dankenswerterweise solche Sachen regelt, liegt mit der ganzen Familie mit Grippe flach. Und ÄrztInnen oder Pflegepersonal ans Telefon zu bekommen respektive wirklich einen versprochenen Rückruf zu bekommen, ist Glückssache respektive ein Vollzeitjob. Also: man weiss nix, alles doof. Und das nur wenige Tage nach dem Umzug, der eigentlich erstaunlich gut und erfolgreich geklappt hat. Hmpf.


Heute habe ich dann endlich die Email in Sachen "entsorgte Bücher" an die Schulleitung geschrieben und auf dem Heimweg beim Radeln durch den Regen drüber sinniert, was ich mache, wenn sie mich genauso abbügeln, wie sie L. abgebügelt haben. Ich habe geschwankt zwischen "Ich lauf dort auf und zeige ihnen persönlich, wie ich das so finde" und "Ich verrechne die Kosten für den Bücherersatz dann halt einfach mit den nächsten Rechnungen von der Schule für Unterrichtsmaterial, Kopierzeug, Lagerbeiträge, whatever.". Alles jetzt kein so ein guter Druckpunkt, gebe ich zu, aber ich war noch nicht ganz durch die Tür daheim, triefend nass, da wurde schon gevictorydanced und mir die Email von der Schulleitung, in der sich schon fast übertrieben entschuldigt wurde und eine Überweisung der Ersatzkosten agekündigt wurde, unter die Nase gehalten wurde. Ok, das ging doch schneller als gedacht.

Daheim dann der Plan: Gemüsewaffeln mit den restlichen roten Beten reingeraffelt mit Karotten und vllt Erbsen und dazu Guacamole. Ich hatte das Rezept schon eine Zeitlang nicht mehr gemacht, aber wie schwer kann ein Waffelteig sein. Ich habe das Rezept auf eine mir vernünftig erscheinende Anzahl Eier (4) verlängert und dann einfach alles zusammengeworfen. Die Menge Quark mit 720g war dann doch sportlich für "Reste aus dem Kühlschrank verkochen" und ich ergänzte Quark mit Frischkäse, Sauerrahm und Seidentofu. Und dann realisierte ich, dass der Quark im Rezept nicht in den Teig kommt, sondern für den Dip gedacht ist. Und eh immer zu viel war. Also: alles war schon im Teig und für einen zweite Portion hatte ich nicht genug von allem. Also noch ein Ei rein, noch bisschen Mehl und dann hoffen, dass es bindet und den Kindern und dem Mann als Proteinwaffeln verkauft. In Prinzessinnenpink wegen der roten Bete.

Naja. Jetzt ziehe ich endlich meine Radklamotten aus und bin fertig für Feierabend.


Wunschlistenfrage:

Wie hat sich die Fussmatte bewährt beim Schwimmen?

Eigentlich gut. Ich liebe das Gefühl von trockenen Füssen und mache meine Handtücher nicht dreckig. Sie ist halt immer ein bisschen feucht, aber lässt sich waschen, das mache ich dann immer übers Wochenende



EDIT: Diplomatie ist heute aus, deswegen: Wie fucking schwer kann es sein, hier keine fucking Tipps zu geben? Wie arrogant und selbstherrlich muss man sein, um sich über einen dröflzigtausendmal geäusserten und begründeten Wunsch hinwegzusetzen, weil man ach so super geile Ideen hat, auf die wir Doofies ja offensichtlich nicht kommen?! Für wie schlau halten Sie sich und für wie doof halten Sie mich? Und nein, auch ein <3 hinten dran macht es nicht besser, echt nicht.

Montag, Januar 26, 2026

260126

 Heute verrückte Nacht, wie Sansa und ich festgestellt haben. Wir waren nämlich irgendwann beide zeitgleich nass: sie, weil es draussen regnete, wie sie mir empört ins Gesicht miauend mitteilte, ich, weil es überhaupt nicht so kalt war, wie ich dachte, und ich mich für das wie immer Schlafen direkt am offenen Fenster viel zu warm eingepackt hatte (also: Socken und die Decke RICHTI am Hals zugezogen, alles drunter und eine Fleecedecke über der Sommerdecke. Also: Katze gefüttert, wenn ich den Regen schon nicht abschalten kann, mir frischen Pyjama angezogen, Fleecedecke weg, Socken ab, einen Arm und einen Fuss zum Temperieren rausgestreckt.

Uff.

Morgens war ich dann heute 15 min schneller als sonst, was echt verwirrend ist, normal brauche ich 45 min von Weckerläuten zu Haus verlassen, heute nur 30, ich habe keine Ahnung, wieso. Aber: sehr praktisch, so war ich um Punkt halb acht mit meinen 40 Bahnen fertig, genau zu dem Zeitpunkt, wo der Aquafit Kurs begann.

Dann: eigtl ruhiger Tag, aber es gab noch mehr Scherben aufzukehren von dem Drama letzte Woche (ich denke ganz oft AITA, aber ich denke nicht, es ist eher so eine Geisterfahrersituation ("Einer? Tausende!") und zwar nicht aus meiner Perspektive. Naja.

Mittagessen mit einer Kollegin aus einem früheren Team, immer spannend, eine halbaussen Perspektive auf Situationen und Settings zu sehen. Dann: schnelle Runde um den Block (habe gelernt: die Strecke, die ALLE IMMER in der gleichen Richtung laufen, heisst auch "Karriereweg", weil man allen wichtigen Leuten dort begegnet. Erinnert mich ein bisschen an das "Zölibad", das Schwimmbecken auf Kirchengrund, das nur Ministranten und Chormitgliedern zugänglich war. Ich weiss nicht mehr genau, wie ICH nichtsingendes Heidenkind da mal drin gelandet bin.) Es war auf jeden Fall feuchtkühl draussen.

Heimgeradelt bin ich noch bei Tageslicht, das letzte Meeting machte ich vom Küchentisch, war damit die erste, die wieder zu Hause war (ok, Q. hat jetzt richtigrichtig frei und zelebriert das mit totaller Chillaxung, aber die beinhaltete auch einen Gym-Besuch, gerade als ich heimkam.

Gemeinsames Pizzaessen (mir war eher nach Gemüsesuppe vom Samstag), dann Sachen packen für morgen, der Tag wird wild mit Japanmeeting in der Früh und davor muss ich noch mein Passwort für COmputer und Handy ändern. Ich habe lang genug gewartet, dass es MORGEN abläuft und als ich es gerade noch ändern wollte, habe ich gelernt: geht nur im Firmennetzwerk oder via VPN und das ist mir jetzt beides zu doof, also "RIIIIIISIKO", ob "expires tomorrow" heisst: morgen kannst du es noch ändern oder "jetzt ist es zu spät, bitte walk of shame bei der IT" Ich fühle mich sehr verwegen.