Montag, April 27, 2026

270426

Gestern abend war grossartig! Ich hatte den Hinweis auf Caroline Emckes Lesung? Gespräch? In meinem Instafeed gesehen (auf Insta habe ich eine vergleichsweise grosse lokale Bubble) und direkt aus dem isländischen Norden Tickets gebucht: War eine gute Entscheidung, war nämlich ausverkauft.

Ich wusste nicht genau, was erwarten, aber dass ich es gut finden würde und dass es gut sein könnte, dass der Mann und Q. das auch gut fänden.

War dann noch alles etwas spannender als nötig, weil im Lily’s, wo wir in Fussreichweite zur Kaserne vorher “noch schnell” essen wollten allein das “oh hier sind Kunden” 10 Minuten dauerte und dann, ich hatte die Jungs schon angehalten “nix mit Uhr” zu bestellen, weil das als “dauert 10-15min” angegeben war, aber vllt wäre das die schnellere Wahl gewesen, ohne Uhr dauerte nämlich 35 min, bis es was zu essen gab. Wäre mir normalerweise fast egal, aber nicht, wenn ich insg 45min zum Essen eingeplant habe und dann halt nur noch 3 zum Essen übrigbleiben. War aber super, kann man nix sagen, Organisation ist halt nicht ihres. (ich hätte ja tatsächlich zB gern eine Flasche der Haus-Chilisosse gelkauft, aber naja, nicht, wenn ich zum Essen und Zahlen nur 3min habe.)

Anyway.


Getränke haben zum Tisch gepasst.

Die Schlange an der Kaserne war dann beachtlich, die Grösse der Reithalle auch. WIr fanden einen Platz recht weit oben, aberhey, ich hab ja jetzt meine gute Brille!

Das Gesrpäch und die vorgelesenen Kolumnen waren natürlich keine leichte Kost, es geht natürlich um die grossen Themen und die sind nun mal, wie sie sind. Es ist aber einen uneingeschränkte Freude, jemanden so klar und präszise formulieren zu hören wie Caroline Emcke (ich wäre ja durchaus dafür, die Schloss Bellevue-Idee nicht direkt abzuwiegeln), so klare Werte so deutlich und einfach auszudrücken. Soannend war eine sehr unterschiedliche Wahrnehmung zu meiner über den Fokus der Berichterstattung nach dem 7. Oktober. Ich nehme an, meiner war mehr von Social Media geprägt als von “richtigem Journalismus”, wobei ich auch da das Gefühl habe, dass die Mehrheit der Aufmerksamkeit auf dem (individuellen) Elend in Gaza liegt als auf Israel. Aber, das ist das wichtige, das ich mitgenommen habe: die “toten Winkel der Empathie” gibt es in beide Richtungen und darf es eben gar nicht geben. (und das hat nichts mit “es braucht immer zwei” zu tun.)

Ich hätte noch deutlich länger zuhören können und werde das auch, ich brauche eh neues Hörbuchmaterial, da kommt mir das gerade recht.

 Der Hübsche und Q. fanden es, wie erwartet und erhofft, auch sehr bereichernd, ich fand insbesondere die Bemerkung des Hübschen, dass er sich gern mal wieder ausserhalb einer, sind wir ehrlich, Bubble aus alten weissen Männern aufgehalten hat und da sehr daheim fühlt, super. Ein Anstoss für mehr Auge auf das Kasernenprogramm? Next level “Feministischer Salon”?


 



Beste Jahreszeit, um frühmorgens zu radeln, so rein optisch.




Ich wollte eigentlich ein Spiegelbild machen, aber dann war da noch eine Kollegin am Umziehen und man hat ja Manieren. Aber: die diesjährige Clownshosensaison wurde feierlich eröffnet. Die Hose ist alt und sehr, sehr geliebt. Ich habe schjon mehrfach gedacht, das wäre jetzt die letzte Saison, weil: die Streifen sind nicht durchgefärbt und ein wenig abgeschraddelt, am Saum unten ist auch nicht mehr alles taufrisch, aber: not yet. Das Oberteil ist eins meiner letzten Zalandobestellung für den Sommerlook "Fancy schmales ärmelloses Shirt mit glorified Pyjamapants", das einzige nicht in weiss.

Arbeitstag: ich habe von halb acht bis halb acht durchgepowert ohne Pause bis auf einmal im Stechschritt ums Karree, und heute auch noch die Kolchosenversammlung abgesagt, es ist wie es ist, aber ich mag das jetzt nicht auch noch beschreiben, ich brauche Feierabend (eins noch: ich schaffe es neben all der Arbeit und dem Hustlen mittlerweile Hintergründe, Politik und Befindlichkeiten zu entdecken und tatsächlich auch öfter mal sehen, wie man etwas geschickter hätte machen können. Interessante Erfahrung.)

Jetzt: Pizzafeierabend



Sonntag, April 26, 2026

260426

 Gestern abend haben wir trotz allem Frust (das "Spalier" ist ein Witz...) die Terrassensaison noch mit einem Glas Rotwein und Kerzenlicht (zusätzlich zu den Strahlern) und Buch eingeläutet, das war schön!

Heute morgen war ich dann ab 7 ausgeschlafen, so viel Schlaf und Erholung hat dann auch wieder nicht gefehlt. Noch mit Kaffee im Bett erstens genau die gleichen Teller, die gestern auf nur noch 4 ganze dezimiert wurden, nochmal nachbestellen können (es gibt so schönes Geschirr, aber das aktuell liebe ich halt eh sehr und jetzt haben wir wieder genug) UND die Mail an den Gartenbauer geschrieben. Mit dem Hübschen Szenarien für Remediation diskutiert (die wenigen Dinge, die aus dem halben Jahr "Wirtschaft und Recht" in der 10. Klasse hängengeblieben sind, bevor ich übersprungen habe: "Wandel oder Minderung". Ich wäre definitiv für "Wandel", aber halt einen ganz grundlegenden und zwar zackig, oder halt massive Minderung. Ziel: nicht jedesmal Wuttränen, wenn ich in den Garten schaue. Das sollte machbar sein).

Dann: Frühstück, alle zum Betten ab- und beziehen scheuchen, Ründchen im Tanktop, es ist so, so, so warm, Giessen auf dem Balkon (ist aktuell nur mit Giesskanne möglich, d.h einmal Giessens is a a workout), das Kammerl wieder einräumen, dann Chillaxen in der Badewanne.

Dem Hübschen buche ich ein Hotelzimmer für sein Klassentreffen im Juni (ich bin das Reisebüro hier...), sortiere meine Arbeitstage in der Kolchose mit den Plänen für Bergtouren (wenn Sie mal lesen und sehen wollen, wie ein Regenrückhaltebecken abgedichtet wird, schauen Sie bei der Kaltmamsell vorbei! Bei "uns" wurde das letztes Jahr schon gemacht, es sieht richtig spektakulär aus!). Ich gehe jetzt im Juni und Ende Oktober.

Am Abend sind der Hübsche, Q. und ich bei einer LEsung von Caroline Emcke in der Reithalle, vorher gehen wir ins Lily's, auf beides freue ich mich sehr.

Damit habe ich genug Energie getankt für die anstrengende nächste Woche!

Gelesen habe ich die letzten Wochen alle bisher erschienenen Bücher  von Audur Ava Olafsdottir, als letztes "Ein Schmetterling im November". Was für ein grossartiges Buch! Sie schreibt in ihrer lakonischen unaufgeregten Art über die wildesten Geschichten. In dem Fall eine Frau, die am selben Tag von Liebhaber und Ehemann sitzen gelassen wird, zwei Lotterien gewinnt, mit dem hör- und sehbehinderten kleinen Sohn ihrer Freundin einen Roadtrip von Reykjavik in die Ostfjorde unternimmt, dabei die abstrusesten Dinger erlebt und das Kind immer lieber gewinnt. Parallel wird ihre Vergangenheit erzählt und alles durch Kochrezepte für ALLE im Buch erwähnten Gerichte und ein Strickmuster für die Babysocken, die der kleine Junge stricken will, ergänzt. Aber nicht auf eine "Kochblog"-Art und Weise, sondern mit eben diesem lakonischen Ton, in dem erklärt wird, wie diese Rezepte mit Kind zu machen sind, zB Pfannkuchen "Mit ein klein wenig Hilfe kann schon ein vierhähriges Kind diese Pfannkuchen backen, gerade, wenn es vorher im Regen patschnass geworden ist. Einen kleinen, aber stabilen Hocker für den Hilfskoch vor den Herd stellen und ihm eine Schürze umbinden. Mit einer Schöpfkelle kann das Kind jetzt den flüssigen Pfannkuchenteig in die Pfanne giessen. Wenn jemand dem Kind die Pfanne am Stiel festhält und aufpasst, dass es sich dabei nicht verbrennt, ist es sehr wohl in der Lage, die Pfannkuchen mit einem Pfannenwender umzudrehen und sie dann hellbraun gebackn herauszufischen und auf einen Teller zu legen. Das Kind sollte seine Pfannkuchen selber mit Zucker bestreuen dürfen. Ausserdem kann man die PFannkcuehn mit Sirup oder Marmelade bestreichen. Eine gute Idee ist es auch, Pfannkcuehn zu backen und dazu heisse Schokoalde zuzubereiten, während die Gummistiefel des Kindes an der Heizung trocknen"

Samstag, April 25, 2026

250426

 Es ist schon gut, dass dieses Riesenprojekt nur zweimal pro Jahr stattfindet. Es läuft diesmal signifikant besser als letztes Mal, aber halt far from rund (mein Chef sagt "don't shoot for perfection", aber ich nehme an, unsere Definitionen von Perfektion sind sehr unterschiedlich. Ich shoote for "something I can present while passing the red-face-test", das ist natürlich subjektiv, ich werde sehr schnell rot.).

Ich bin gestern nach dem Essen (so, so, so schön mit ALLEN) zwischendrin in der 20 Minuten Serienfolge irgendwie weggedöst noch vor 10, wie letzte Woche den Witz "es ist ja schon (fast) eine zweistellige Uhrzeit!" gemacht, dann ins Bett umgezogen, vor 11 komatös eingeschlafen, mehrfach aufgewacht und jedesmal mit "Uff, es ist Wochenende" wieder eingeschlafen und dann um viertel nach acht mit Migräne aufgestanden. Noch ein paar Tage, dann wars das wiedermal. Uff.

Triptan regelt (die neue Lieferung kommt just an dem Tag, an dem die LT-Präsentation stattfindet), und für den Tag haben wir als Alternativprogramm sehr viel physisches vor, ich freu mich richtig drauf!

Nach ausführlichem Frühstück wird die Terrasse wieder "eingeräumt", mit  Kühlschrank, Tisch, Stühlen etc. Das Wohnzimmer ist wieder chaosfrei!

Dann, weil der Wertstoffhof, respektive die Rewag, nur bis 2 offen hat, wird im Kammerl des Grauens ordentlich ausgemistet (2 Generationen Esstischstühle noch vor der letzten, die schon entorgt wurde, zB), um Platz für die von Q. mit Lego, das nicht on display bleibt, gefüllten Umzugskartons (12 and counting) zu schaffen, die aktuell im ersten Stock auf dem Treppenabsatz stehen.

All das wird in zwei Fuhren zur Rewag gebracht, beim zweiten Mal komme ich mit. Das ist schon eine  Erfahrung! Während das sortenreine Entsorgen von Wertstoffen (umsonst) schon etwas befriedigendes hat, ist das auf den Sperrmüll werfen (also: das werfen ist cool) schon ein bisschen sad, weil: vllt hätte jemand mit dem Zeug noch was anfangen können, nur wir nicht. Und nebendran ist ein wilder Mix aus grusligen auslaufenden Müllbeuteln, es gibt zu Würfeln gepresste Autos und sortenrein zusammengepresste Kubikmeter von Hilti-Bohrerkoffern. Wir entsorgen 90kg für 31 CHF, damit ist genug Platz für Lego.

Next step: die teure Gartenaufbewahrungskiste erstaunlich fummelig zusammenbauen. Es fängt gut an, noch bevor die erste Schraube drin ist, muss ich mich auf den Küchenboden legen und den Hübschen meinen Finger zukleben lassen, weil ich mich mit einer superscharfen Metallkannte relativ tief geschnitten habe. Ab dann läuft es eigentlich, aber ich finde die Kiste für so viele Einzelteile tatsächlich arg teuer. Wenn wir denn gezahlt hätten und halt keinen Gutschein gehabt hätten.




Wir sammeln noch Punkte für die Abnahme der Gartenarbeiten ab Dienstag. Ich werde "you gotta be fckn kiddin me" in wohlgesetzte Worte fassen als Kommentar zum Obstbaumspalier, die anderen Punkte der Reihe nach auflisten und mein Bedauern ausdrücken, dass ich nicht vor Ort sein werden könne wegen Arbeit und dann muss der Hübsche das ausbaden. Naja. 

Ich zeigen jetzt hier kein Bild vom Spalier, das wird ein vorher-nachher werden. Hoffe ich.

Grosse Freude über mein Zalando-Paket, mit dem ich meinen seit letztem Jahr etablierten Sommerlook "weite Hosen (die Kinder nennen sie "glorified PJs") und ärmellose schmale Tops", gerne alles asymmetrisch aufstocke. Nach einem wtf-Moment, der mich erstmals eine Postzustellung bewerten liess.



Dann: Zeit für Dusche und dann das erste Abendessen auf der neuen Terrasse, es gibt Tacos und die sind richtig, richtig gut!

Jetzt: "For all mankind" und hoffentlich einen erholsamen Schlaf dann.

Freitag, April 24, 2026

240426

T-1 bis Stakeholder Alignment Meeting, T-3 bis prereads, T-6 bis LT-Präsentation

Uff.

Trotz Homeoffice um halb sechs aufgestanden, ich bin eh um fünf wach und heute hatte ich echt viel zu tun....

Also: Aufstehen, Frühstücken (Skyr aus, also Joghurt, Granola aus, also Reste von einem Gratis-Proteinmüsli, Orangen), Arbeiten (heute den ganzen Tag dem Slidedeck und der Story gewidmet. Und ganz am Schluss noch der alljährlichen Mitarbeiterzufriedenheitsumfrage.).

Um viertel nach sieben ein kurzes Ründchen zum Tennisplatz eingelegt, aber Jonny war wohl schon bei den Nachbarn eingecheckt. Sportründchen, der Rest des Tages würde nicht besonders bewegt werden. Ich habe "Unchosen" auf Netflix dazu angefangen, das passt ganz gut in mein "Beuteschema" von uplifting Themen (beim Schwimmen ja immer "Spektakuläre Ermittlungen" aus Deutschland, ich habe das Gefühl, ich kenne jeden Serienkiller und Gerichtsmediziner seit 1980 in D persönlich mittlerweile, beim Sport / Seriengucken ohne den Hübschen verwickelte Krimiserien, True Crime und Sektensachen. All those happy things).

Schnelle Einkaufsrunde, bevor ich für eine lange Workingsession mit meinen beiden Kolleginnen verabredet war. Wir haben dann 4h (mit einer vereinbarten 20minütigen Suppenpause) sehr konzentriert und produktiv an dem Deck gearbeitet, wir kommen voran. Was ein Act das ist!!!

Parallel habe ich mit unserem Chef noch ein paar Sachen per Chat besprochen, die Anpassungen, die er zu einigen Sachen haben wollte, nach unserem Meeting noch eingebaut, dann schnell die MItarbeiterumfrage erledigt ("My job allows me a good balance between work and personal life", naja, geht so)

Auch zwischendrin kam nochmal der Elektriker vorbei und hat die Elektrik für die Lampen auf der Terrasse fertig montiert, wir können also morgen alles wieder raus auf die Terrasse schaffen. Solaranlage geht immer noch nicht, sehr nervig, sehr doof, es wurde an die Garantieabteilung der Batterie/Wechselrichterfirma weitergegeben.

Der Hübsche bekam bei der Arbeit sehr traurige Nachrichten, mit denen seit Wochen zu rechnen war. Aber. Rückt alles in Perspektive.....

Ich freue mich auf jeden Fall jetzt auf einen gemütlichen Pizzaabend mit allen und dann ein, ich hätte fast geschrieben "entspanntes", Wochenende, in dem wir endlich das Chaos aus dem Wohnzimmer wieder loswerden und auch Q.s in zig Umzugskartons gesammelten Legosachen, die nicht on display bleiben werden, auf den Speicher räumen. Endlich wieder Ordnung!

Donnerstag, April 23, 2026

230426

 T-4 bis prereads, T-7 bis LT-Präsentation, T-2 bis Stakeholder Alignment Meeting

Wer aufgepasst hat, hat bemerkt, dass wir das Prereadsenddatum um einen Tag verschoben haben :-)

Heute morgen an den task gedacht, den Rasensprenger einzuschalten, wir müssen jeden Tag 45min sprengen, also schalte ich ein, wenn ich gehe, der Hübsche aus, wenn er aufsteht (Wir leben nicht in total unterschiedlichen Zeitzonen, ich brauche anscheinend weniger Schlaf.).

Beim Radeln war es mit den rel dünnen Handschuhen kalt an den Fingern, sonst perfekt. I mean:





Schwimmen war lustig, weil da konzentriert vor mich hingeschwommen bin, immer versuchend die wenig langsamere Frau mit ausholendem Schwimmstil so einzuholen, dass ich eine ganze Bahn frei vor mir habe zum Rückenschwimmen. Als ich sie fast hatte, war sie fertig. Dann der lustige Teil: es kamen zwei andere Frauen, ich fand es schon ein bisschen seltsam, dass sie beide zusammen auf die Bahn gingen, auf der ich auch war, man hätte sich ja verteilen können. Sie sind dann nah hintereinander hergeschwommen und haben dann nach ein paar Mal kreuzen am Bahnende offensichtlich auf mich gewartet und mich angesprochen. Und zwar so: "Jetzt verstehe ich, was du damit meinst, dass du ohne Brille niemanden erkennst beim Schwimmen" Upsi. Es war meine Kollegin, mit der ich die letzten Wochen superintensiv am Megaprojekt zusammenarbeite und die mir noch gesagt hatte, dass sie vllt heute zum Schwimmen kommt. To be fair: ich hab ihr gesagt, dass ich sie nicht erkennen werde :-)

Passend dazu habe ich (das ist im Badeanzug schon eine Leistung) nicht erkannt, dass ihre Freundin schwanger ist, und zwar "Das Kind könnte auch heute kommen"-schwanger.. Naja.

Beim letzten Versuch einer Rückenbahn dann zeitgleich in beiden Waden einen Krampf bekommen, das ist schon nicht so cool....

Dann: Donnerstag ist ja mein crazy Tag. weil vollgestopft mit Produktteammeetings. Auch heute, dazu noch die Arbeit am Riesenprojekt. Mein Ziel war (gestern angekündigt): heute nicht durchdrehen. Das hat schon mal geklappt.

(Irgendwo in dem Projekt ist es passiert, dass wir mit unseren Digital Leuten total eng zusammenarbeiten und sie uns jetzt binnen 24h eine App entwickelt haben und wir praktisch in Realtime mit einer Data Scientist in Japan, den Kollegen in Kalifornien und Basel zusammenarbeiten, und ich dann spontan in unserem Teammeeting "mal kurz die App life demonstrierte" (Weiss nicht, ob ich das gestern erwähnt habe: wir haben den ganz dezidierten Auftrag der Oberchefin, im LT Meeting richtig, richtig, richtig auf den Putz zu hauen und zu zeigen, was wir da auf die Beine gestellt haben. Das liegt genau gar niemandem von uns...)

In meinen Produktteams passiert total viel, keine Chance, da Zeit abzuknapsen und mal kurz an dem Slidedeck zu arbeiten, das war eigentlich klar. Und, ich denke positiv: ich freue mich total auf meinen "eigentlichen" Job, wenn das Riesenprojekt (für dieses Halbjahr) dann abgeliefert ist. und ich dazu zurückkehren kann.

Mittagessen in der Kollegengruppe, wir haben dann immerhin zu dritt die beste Variante von Post-Lunch-Aktivität gemacht: Kaffee UND Ründchen um den Block und Park bei perfektem Wetter. (dass eine Biene oder ein anderes sehr schmerzhaft stechendes Insekt sich von unten in meine weite Leinenhose verirrt hat und in meinen Po gestochen hat und ich dabei cool bleiben musste und mir nicht die Hose runterreissen und schreien, weil wir mit der gesamten Firma da im Kreis gelaufen sind, ist jetzt nix, was wiederholt werden muss).

Kopf war dann irgendwann leer, der ganze morgige Tag ist der Vorbereitung (und der Mitarbeiterzufriedenheitsumfrage und meinem Trainingstatus) gewidment, für heute ist fertig.


Heimradeln in der Sonne, Gemüsekorb holen, die Jungs begrüssen und mich drüber freuen, dass der Hübsche auf dem Weg vom Friseur Döner (für mich Falafel Kebab) mitbringt.

Kartoffeln, Eichblattsalat grün, DIE EIER, Eichblatt rot, Mangold, Petersilie und RUcola, Radieschen, Karotten, die erste Gurke, Lauch, mehr Mangold, Salbei


Mittwoch, April 22, 2026

220426

 T-4 bis prereads, T-8 bis LT-Präsentation, T-0 bis Pre-Pitch bei der Oberchefin.

Ich gehe davon aus, dass es ein sehr gutes Zeichen ist, dass ich vor dem Pre-Pitch heute null nervös war. Erstens, weil ich obwohl noch nicht fertig und noch nicht 100% klar doch very much on top of the whole topic bin, zweitens, und das ist mir auf einer persönlichen Ebene fast noch wichtiger, weil ich mittlerweile (wieder) erlebt habe, dass Konversationen mit LT-Membern nicht immer in "Hauptsache nicht heulen" enden müssen, sondern richtig gut sein können.

Also: Morgens erstmal Internetausfall im Wohnzimmer, mein Level of Expertise (Devolo-Stecker ausstecken und wieder ein) reichte nicht, ich sagte dem Hübschen Bescheid (der hat den Stecker next to the router aus- und wieder eingesteckt, das wars dann), dann Radeln (es war mit nur den dünnen Handschuhen relativ kalt), Schwimmen (sehr angenehm, konnte am Ende dann noch ein paar Rückenbahnen einlegen).

Dann: superintensiver Tag, der Pitch lief super, wir wurden ermutigt, nicht so bescheiden zu sein wie unser Chef sonst gern (ist mir bisher gar nicht aufgefallen), sondern richtig rauszustellen, was wir drei im letzten halben Jahr da auf die Beine gestellt haben. Guter Impuls für das Thema, das ich, sozusagen nuclear option, ganz nach oben eskalieren wollte, weil: es reicht, das zu ihrem Level zu eskalieren und vllt werden aktuell grad ein paar Leute eingenordet. Hätte ich mal eher dran denken können, dass ich nicht alles allein auskämpfen muss. 

Parallel Arbeit mit unserem IT-Team, die um die ganze Welt verteilt sind und sowohl in der Arbeitsweise als auch in der Optik alle Klischees erfüllen, es ist so lustig! Aber gut lustig!

Ich habe zwischendrin zwei dringende Produktmeetings, es fühlt sich fast wie Urlaub an, über eine Nitrosamintestingstrategie zu reden und zu planen, wie cool, dass das mein Hauptjob ist! Erst um eins habe ich mir geschafft, eine Pause zum Essen freizublocken, ich frage spontan eine Kollegin aus dem Produktteam, ob sie Lust hat, weil ich weiss, dass sie auch gern rausgeht. Wir gehen im Innenhof Bowls essen und das schöne am Treffen von Extrovertierten ist: ich musste gar nix sagen oder so, sie hat einfach erzählt (lauter interessante Sachen), ich wurde sehr gut unterhalten und musste über nix nachdenken.

Dann schnelle Runde um Park und Block, dann weiter. 

Um sechs radle ich bei richtig krassem Gegenwind heim.

Der Garten ist "soweit erstmal fast fertig", bedeutet: die zwei Platten, die fehlen, kommen nächste Woche (zweimal verschnitten), der Rasen darf nicht betreten werden für 2 Wochen, muss dafür sehr viel gewässert werden (ein Hoch auf Kinder mit public service-Conncections, wir haben easy access zu Flatterband). Das Spalier steht jetzt auch (Abnahme ist nächsten Di, da gibt es hoffentlich noch eine Guidance, wie die Bäumchen neben den Drähten zu Spalierobst werden), die Lampen sind installiert und leuchten, finale Installation passiert die nächsten Tage. Solaranlagenticket bewegt sich durch den Solaranlagensupport. Hm. Schon alles schön, halt noch nicht fertig.





Dienstag, April 21, 2026

210426

 Oder auch T-5 Arbeitstage bis prereads, T-9 Arbeitstage bis LT-Präsentation. T-1 bis Pre-Pitch bei der Oberchefin.

Gestern abend eigentlich optimistisch ins Bett, heute ab halb fünf halbwach gewesen und relativ voller Sorge un den Tag gestartet. Immerhin mit gutem Frühstück (Skyr, Orangen, HImbeeren, Granola und Hafermilchkaffee. In zwei separaten Gefässen), ich achte in so stressigen Zeiten tatsächlich darauf, wenigstens meinen Körper grundlegend gut zu behandeln, also: Sport, frische Luft, gesundes Essen (ein Hoch auf den Gemüsekorb und den mit verschiedenen Suppen und sonstigen Restportionen gefüllten Gefrierschrank und natürlich eine supere Kantinenauswahl am Standort).

Dann: Radeln, Schwimmen (neue Bestzeit und ich habe mich definitiv nicht verzählt: ich bin meine 40 Bahnen in 31 Minuten geschwommen und war damit 1 Min vor Start des Kraulkurses von der für den Kurs gesperrten Bahn weg.

Dann: Arbeitsstart, relativ overwhelmed und so gern ich den SItzplatz in direkter Nähe zu meinem Chef mag, für dringendes Arbeiten unter Zeitdruck ist er suboptimal, weil halt einfach viel Austausch und "Du, übrigens nur kurz" passiert. Das ist an sich sehr super, aber... eben. Mit meinen beiden KollegInnen, die wir ja vor einem dreiviertel Jahr die erste Runde einfach "ihr zwei macht das und L. hilft euch" zusammengesteckt wurden und die erste Runde dafür super geschafft haben, klappt die Zusammenarbeit reibungslos, wir wissen, dass die Zeit absolut superstressig und anstrengend ist, aber wir wissen auch, wo wir hinkommen müssen und dass wir das mit weniger Background und Ahnung schon mal geschafft haben.

Zwischendrin verschwinden wir immer wieder für Themen für unseren eigentlichen Job, das hilft nur bedingt, wenn man nach 1 Woche Workshop noch für so eine fokussierte Projektwoche "fehlt". Aber: man lernt auf die harte Tour, dass man nicht alles selber machen kann und die Strukuren ja aus einem Grund etabliert wurden. Wird schon.

MIttagessen mit nur einer Vornamenskollegin, die anderen haben uns versetzt. So haben wir zwei uns über Complainttrending unterhalten.

Nachmittags weitergewerkelt, mich sehr gefreut, dass eine Teamkollegin, die sonst remote aus Bayern arbeitet, heute vor Ort war.

In allerletzter MInute losgesaust, um vor den letzten 3 Back2Back-meetings noch nach Hause radeln zu können und einen dm-Einkauf einzuschieben. Dafür hatte ich nur noch 10 MInuten (von Radabstellen bis wieder losfahren), das war sportlich kalkuliert. Ich habe 30 Sekunden zu lang vor dem Duschgelregal sinniert und so keine Zeit mehr gehabt, um die Wattepads, die nicht mehr da waren, wo sonst immer, zu suchen, die wandern auf die Supermarktliste. Was ich nicht eingeplant hatte: dass eine Mutter mit Kleinkind (und dementsprechend Fahrradsitz und 2 Helmen am Rad angebracht) ihr Ebike zwischen die beiden Räder, die in dem zwei Fahrräder fassenden Ständer abgestellt waren, gerammt hatte und so fest geschlossen hatte, dass ich wirklich kurz dachte, ich würde meines einfach überhaupt nicht dort rausbekommen, geschweige denn die vollen Taschen montieren können. Es hat mich wertvolle Minuten gekostet, da rauszukommen, ohne mein oder ihr Rad kaputtzumachen oder alle umzuwerfen, ich war wirklich stinksauer. Und dann kommt sie raus und säuselt mit ihrem Kind durch die Gegend "Schau mal, die Frau hat auch ein Rad". Ich konnte mich nur noch so weit zusammenreissen, dass ich ihr einfach gesagt habe, dass sie das nächste Mal vielleicht 5 Sekunden nachdenkt und an die anderen Menschen, die ausser ihr und ihrem Kind noch auf der Welt sind, denkt, bevor sie ihr Rad abstellt. und bin dann losgefahren, ohne auf eine Antwort zu warten "Schau, die Frau ist jetzt ein bisschen sauer!"

Durch Verzichten auf Parken in der Garage und stattdessen direkt vor der Haustür, alles nur schnell in die Garderobe werfen, kam ich nur 3 min zu spät zum ersten Meeting. Uff.

Im Garten... was soll ich sagen. Es sieht besser aus als auch schon. Aber.

Es wurde letzte Woche versprochen, am Montag wäre alles fertig, dass die Elektroarbeiten gemacht werden könnten. Auf mein "Echt?!" kam: "Oder Dienstag. Aber Dienstag abend ist eh alles total fertig, mit Bäumen und Rasen und allem."

Tja.



Die Terrasse ist fast fertig (sie haben die letzte Platte verschnitten, hatten keinen Ersatz mehr, dann haben sie eine aus der MItte rausgenommen, die wieder verschnitten, noch eine rausgenommen, die ist jetzt richtig, aber so lang wollte der Elektriker nicht warten, der bis 12 eingeplant hatte und dann um vier gegangen ist. Der Rasen ist... bestimmt irgendwo parat, immerhin ist die frische Erde da und gelockert und glatt und was weiss ich. Die Bäume sind da, aber anscheinend wurde die Sache mit "Spalier" nicht kommuniziert vom Planer zu den Ausführenden. Gottseidank war der Hübsche heute daheim und konnte dann klären, was wir mit Spalier meinen. Ein Spalier halt.

Die Batterie ist wieder angehängt, wird vom Wechselrichter auch erkannt, allerdings liefert die Solaranlage keinen Strom. Der Elektriker, der das Ab- und Anhängen übernommen hat, meinte "Ja, ich bin halt auch kein Solarspezialist." NACHDEM er auf unsere Anfrage, ob sie die Batterie und Solaranlage ab- und anhängen könnten, extra dafür geschickt worden war.

Ich sags mal so: das wird vermutlich langfristig schon alles gut und vermutlich ist der einzige positive Nebeneffekt der Stresssituation bei der Arbeit, dass ich null Bandwidth übrig habe, um mich um dieses Thema zu kümmern (danke an den Hübschen!), noch mich wirklich drüber aufzuregen.