Mittwoch, März 25, 2026

250326 17

study_of_development_2 2026


Mein lieber Lennibenni,

wow, 17 Jahre, noch ein Jahr und wir haben offiziell erstmal unsere Schuldigkeit getan oder so!

Das letzte Jahr war ein wirklich, wirklich aufregendes. Die gesamte Vorbereitung für Japan war ... ganz ehrlich mehr, als ich gedacht hätte. Das dich gehen lassen, respektive dich schicken, oder gehen zu sehen und zwar nicht nur fröhlich, sondern im tatsächlichen Moment des Abschieds das Gegenteil davon, das war wirklich, wirklich hart. Auch die (Gottseidank kurze) Zeit, als du in Japan gestruggled hast mit dem dortsein, mit "wie kann ich das beste aus dem Aufenthalt machen?", "warum sieht es bei den anderen Austauschschülern so viel angenehmer aus als es sich für mich anfühlt?" und der fehlenden Freundesclique, hat mir echt zugesetzt. Aber: du hast es gemeistert und zwar grossartig. Die Familie, die dich aufgenommen hat, war ein wahrer Glücksgriff und du hast dort so tolle Erfahrungen machen können und dürfen. Du hast jetzt Freund über den ganzen Globus verteilt, das ist einfach wunderbar. Ich freue mich sehr, mit dir zusammen dieses Jahr einen Teil dieser Erfahrung teilen zu dürfen.

Ich bin sehr, sehr, sehr froh, dass du dort drüben gesund geblieben bist bis auf ein paar Mal Halsweh, dass du die chaotische Rückreise gemeistert hast und am allermeisten, dich wieder zu haben. Bei aller Vorbereitung für den Austuasch hatte ich wirklich Angst, ob "mein" / "unser " L. dort verschwinden würde und jemand ganz anderes zurückkommen würde. Und ja, Du hast Dich verändert, aber nicht zur Unkenntnis, eher wie so eine Zwiebel, bei der ein paar Schichten abgegangen sind. Du redest mehr, du bist selbständiger, organisierter, immer noch so lustig und cool und in unserer lauten Familie aktiver und lauter als vorher. Und das meine ich 100% positiv. Es ist nicht leicht, sich in unserem lauten Haufen zu behaupten, insbesondere Q. ist ... 20000% präsent und es braucht viel, um Airtime zu bekommen. Die holst du dir jetzt und ich feiere dich sehr dafür.

Die "Wiedereingliederung" lief und läuft erstaunlich smooth, du hast 100% im Theaterprojekt gestartet und einen (drei) fulminanten Auftritt als Henry Antrobus hingelegt, ich war zutiefst beeindruckt!

Den Schulstoff holst du selbständig nach, respektive fragst um support, wenn du ihn brauchst (es ist vielleicht ein bisschen wenig diversifiziert mit mittlerweile 3 Chemienerds, die alle hier schreien, wenn es um eine Chemiefrage geht), ich bin da viel entspannter als auch schon.

Was mich unendlich freut und glücklich macht, ist die gar nicht mehr so neue Person, die du in unsere Familie gebracht hast. Auch hier: ich hatte so Sorgen, dass dadurch Japan vielleicht weniger schön werden würde, aber ihr beide habt das so super hinbekommen. Unser erster aller gemeinsamer Urlaub im Februar war auch etwas, wovor ich recht nervös war, aber total grundlos. Wie könnte es anders sein: ein Mensch, den du grossartig findest und umgekehrt, muss ja eigentlich fast auch grossartig sein. Ich freu mich also sehr über diese Familienerweiterung!

Ich feiere dich dafür, wie du deinen eigenen Stil entwickelst, wie du ausprobierst, wie du offen erzählst, deinen eigenen Geschmack hast und auslebst, sei es mit Kleidung, Frisur, Filmen, Büchern (und ich hätte nie gedacht, wie unterhaltsam Mangas sein können. Jetzt nix für immer, aber hey, ich mag Doktor Tenma mittlerweile sehr!)

In diesem Sinne: happy gelbe Blumen- und Ballöner-Tag! Ich bin sehr stolz und glücklich, deine Mutter sein zu dürfen und freu mich auf das letzte Jahr mit einem minderjährigen Kind!

Happy Birthday!

250326

 Ich schreibe das hier separat, weil ich nicht will, dass es im Nachhinein irgendwie an L.s Geburtstagspost dranhängt und bei etwaigem Nachlesen immer wieder hochpoppt. Trotzdem möchte ich festhalten, dass dieser Tag auch richtig, richtig doof war.

Wegen Geburtstagsfeiern in der Früh war ich morgens nicht beim Schwimmen, hatte aber keine Lunchverabredung und bin deshalb mittags schwimmen gegangen. Weil ich mich ja kenne, habe ich eine Stunde vorher noch eine Scheibe Bananenbrot gegen Unterzucker gegessen. Nach knapp 30 Bahnen fand ich alles recht anstrengend, also habe ich es bei 30 beendet und bin gerade noch so aus dem Becken gekommen. Unterzucker, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Tunnelblick, Gänsehaut, Zittern am ganzen Körper. Und das klatschnass, mittags, eine Stunde bevor ich meinen Chef bei einem grossen Meeting mit einem Vortrag vertreten sollte. Ich hätte am liebsten einfach nur geheult. Stattdessen habe ich mich im Sitzen umgezogen, es irgendwie geschafft, mich zu schminken und (das Schwimmbad ist in der Hauptkantine) eigentlich geplant, direkt dort was essen zu gehen. Andererseits war ich zur Hauptessenszeit fertig und hatte echt Angst in einer noch so kurzen Schlange umzukippen. Stattdessen bin ich dann schnell über die Strasse in den Turm und in die Cafeteria, wo es an der Ramenbar sehr schnell ging. Dazu eine zuckerhaltige Cola und ich war wenigstens wieder einigermassen ok. Immer noch weiss wie die Wand, aber immerhin stabil. Was eine Scheisse, ey!

Vortrag lief ok, immerhin.

In einer Regenpause wollte ich dann heimradeln und ... nach 10 MInuten fand ich mich in einem Hagelgewittersturm. Ich bin ja hart im Nehmen, aber der Wind war so krass, dass irgendwann abgestiegen bin und geschoben habe, weil ich Angst hatte, umgeweht zu werden. Vor mir flog ein Bauzaun, auf dem Weg nach oben lag ein frisch umgestürzter dicker Baum auf der Strasse. Ich kam klatschnass und eiskalt daheim an, das passt zu den immer noch anhaltenden Unterzuckerkopfschmerzen.

Oida

Dazu: Wut und Traurigkeit, weil die (wie ich finde) sehr schöne Tradition der liebevollen Geburtstagsbriefe durch wiederholtes ungefragtes und unpassendes, because none of your fucking business, Runtermachen als Peinlichkeiten, die niemanden was angehen und wie kann man so was schleimiges öffentlich machen, ist dir nichts peinlich? nun für mich immer mit dieser unangenehmen Sidenote verbunden ist. (Ich weiss, ich kann niemanden ändern, nur das, wie ich mit etwas umgehe. Ich gehe so damit um, dass ich auch unter anderem deswegen den Kontakt für immer eingestellt habe, weil ich das und das wofür es steht, nämlich: "Gefühle äussern (Gefühle haben?!) ist peinlich. Du bist falsch." in meinem Leben nicht akzeptiere. Das wiederum trägt zu noch mehr "Du bist falsch" bei, aber daran kann ich wiederum nichts ändern). Anyway: ich finde es sehr schade, dass das in meinem Kopf mitschwingt an diesem Tag, weil welcher Tag, wenn nicht ein Geburtstag, sollte ein Tag zum Feiern von Liebe und Freude und schönen Gefühlen sein. Naja.

Dienstag, März 24, 2026

240326

 Gestern abend bin ich dann nach allem erledigt (Wäsche, Sachen packen, Spülmaschine und so) nach einer Folge “Shrinking”, zu mehr war mein Hirn nicht mehr in der Lage und ein paar “Seiten” im Buch wie ausgeknipst um 11 eingeschlafen. Das war dringend nötig, und, auch ein gutes Zeichen, nachdem ich früher ins Bett bin, war ich dann halt ab fünf knallwach. Zeigt mir: mir hat einfach Schlaf gefehlt, nicht: ich bin irgendwie krank oder so.


Radeln: ein richtiges Vergnügen mit dem geserviceden Rad, ich gewöhne mich auch wieder dran, nicht mit einem bonanzamässig hochgebogenen Sattel zu Radeln ohne Angst zu haben, vorne runterzukippen. Es ist so hell draussen, es fühlt sich schon fast an wie verschlafen haben, wenn man eben bei diesem Licht durch Wohngebiete und Feldwege flitzt, nicht so undercover wie im Winter im Stockdunklen.

Das Licht war heute besonders schön, es war ein ganz pinkes Rosa, das sich am Himmel und auf dem Rhein spiegelte. Aber: als mir einfiel, ich könnte ein Foto machen, war ich schon am schönen Ort vorbei und zurückfahren ist nicht drin.


Beim Schwimmen war es dann auch relativ hell, das ist mir bisher noch nicht wirklich aufgefallen, auch weil ich natürlich verdunkelte Gläser habe und auch, weil ich halt einfach nicht aufpasse und vor mich hin schwimme.


Lustig dann: ich laufe ja dann rüber, verräume mein Schwimmzeug, dann fahre ich rauf in den 16., hoffe, dass mein Lieblingsplatz frei ist, werfe Rucksack und Jacke dorthin, und hole aus meinem Spind mein Bürokästchen. Mein Spind ist in der Nähe meiner alten DS Kollegen und ganz oft werde ich dort in ein Schwätzchen verstrickt oder aber verstricke sie in Schwätzchen. Heute hatte ich ein recht frühes Meeting und auch ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil ich sie halt immer störe, wenn ich dort, tadaaaaa, auftauche und dann schwätze. Heute habe ich halt nur kurz “Guten Morgen” gesagt und bin meiner Wege gegangen. Als ich dann später am Tag ein paar dieser KollegInnen in meinen Produktmeetings begrüsste, meinten sie: “Ah, jetzt schaust du fitter aus als heute morgen!” EInmal macht man nicht den Kaschperl, schon wird vermutet, man sei nicht fit! (Habe es an “Ohren und Haare jetzt trocken” festgemacht)


Arbeitstag dann: intensiv, aber gut (meine beiden Partnerinnen im grossen Projekt sind OOO, eine in den Ferien, eine auf einem Sitevisit, also war ich die, die in dem AI-Tool-Workshop unser Team für Stunden vertreten musste, ausserdem Strategieplanung mit meinem Chef, ich bin immer noch geflashed, wie ein Chef sein kann.) Mittagessen mit einem Kollegen, mit dem ich seinerzeit in diesem irren Sprint-Projekt 2021  war (das war so kacke und ist alles auch schon wieder down the drain, aber es hat uns wirklich zusammengeschweisst) und mit dem ich jetzt wieder zu tun habe. Ich freu mich aktuell sehr, sehr, sehr über mein Netzwerk, das sich da über die ZEit gebildet hat.


(Selbstbeobachtung zwischendrin: ich helfe tatsächlich IMMER und sofort und zwar sowohl mit dem Gefragten als auch mit der Anleitung, wie man das in Zukunft selber finden kann. Und wenn jemand das schon  mehrfach gefragt hat, dann rolle ich für mich die Augen und manchmal leite ich dann einfach auch die Mail vom letzten Mal weiter. Wenn mir dann Leute, denen ich so schon so oft aus der Patsche geholfen habe, und auch sonst schon, dann auf eine Frage meinerseits mit einem laaaaaaangen Vortrag über “I am in the process to helping you catching a fish yourself instead of handing you one.” antwortet…. Naja. Ich sags mal so: wenn ich auf eine Chatnachricht GAR nicht antworte, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ich stinksauer bin. (“Daumen hoch” mit nix sonst ist eine andere Variante davon)


Nach 3h Workshop mit IT Leuten bin ich mehr als bereit, das Dinner mit dem Team ausfallen lassen (ich hab mich vorbilidlich schon gar nicht abgemeldet) und stattdessen heimzuradeln, mit den Jungs zu essen, was der Kühlschrank hergibt und dann einen “low key”-Kuchen zu backen, wie L. gewünscht hat (Banana Bread) und Geschenke einzupacken und dabei ein bisschen sentimental zu werden. Ich meine: 17?!


Montag, März 23, 2026

230326

 Also: "Hail Mary Project" oder auch "Der Astronaut": kann man schon anschauen. War für mich eine weirde Situation, weil der Hübsche das Buch gelesen hatte und ich nicht, normal ist das immer andersrum. Er meinte: gut umgesetzt, sie haben endlose Längen im Buch gestrafft. Ich meine: Kein Film, und der hier ganz bestimmt nicht, muss 2h30min dauern, das geht knapper. Aber eben: kann man gut anschauen, wenn man (was ich nicht konnte) drüber hinwegschauen kann, dass Ryan Goslingreynolds halt vielleicht in Vorbereitung sich ewig wo einsperren liess, aber nicht jemanden, der schon mal eine Brille mit Stärke getragen hat, gefragt hat, wie man eine Brille trägt (Wenn man IMMER drüber guckt, braucht man keine. NIE macht es Sinn, mit einem Auge durch und dem anderen nicht durch zu schauen. Und kein Mensch, der eine Brille trägt, hängt sie an einem Ohr unters Kinn, wo sie runterfällt oder mit Hautfett verschmiert wird, wenn man sie nicht aufhat. Meine Güte...) Sehr angenehm: kein niedliches Alien, keine Lovestory, ein paar Logiklöcher, aber gut machbar.

Weil die sich nicht kurzfassen konnten, waren wir halt erst kurz vor Mitternacht zu Hause, ich lag um viertel nach 12 im Bett, konnte ewig nicht einschlafen (gefühlt: gar nicht bis fünf), naja. Kaffee und Cola zu Mittag haben es gerichtet.

Radeln mit dem neu geserviceden Rad ist grossartig, Schwimmen auch, morgens dann direkt eine am Freitag noch angeforderte Feuerwehrübung erledigt. Antwort war "Danke, aber so dringend war das jetzt nicht". (ich bin dezent angenervt, es ist nicht das erste Mal, dass ich alles stehen und liegen lasse, vermeintlich für das Wohl des Produktes oder für irgendwelche strategischen Gespräche, die dann "ups, doch verlegt" oder "Ah, ne, doch nicht", oder "wurde entschieden ohne Input", fühlt sich nicht wirklich wertgeschätzt an.)

Dann: eins der Dauerbrennerthemen, die ich dachte, mit der alten Rolle losgeworden zu sein, aber naja, immerhin reicht jetzt anstossen, ich muss es nicht mehr implementieren.

Passte dann ganz gut, dass ich für Mittag nix abgemacht hatte und in Ruhe bei Salat mein Buch fertiglesen konnte und eine Runde frische Luft um den Block schnappen konnte...

Der Nachmittag war dann Detailfieselarbeit in einem riesigen Sheet, das wir nach langen Verhandlungen spätestens Ende der Woche an unterfähr 200 Leute zum Ausfüllen schicken müssen, zusammen mit einer detaillierten Ausfüllanleitung und Businessprozess und Scoring Guidance. Es war zu 90% fertig, aber eben: dieser Detailkram am Schluss frisst Zeit und ich mag nicht mit 200 Leuten diskutieren.

Irgendwann sah ich nur noch Regenbogenfarben und beendete den Tag.

Heimradeln: super schön!

Daheim holte ichaus dem Supermarkt schnell noch Skyr, den Printspiegel (Recherchen wie die Fernandes-Ulmen-Recherche kann man durchaus mal fördern. Ich erinnere mich noch, wie damals (TM) im Deutsch-Grundkurs jemand ein Referat über den Spiegel gemacht hat, in dem auch der "für immer unveränderbare Preis von 5 DM erwähnt wurde". Des Hübschen Eltern hatten den Spiegel lang abonniert und ich erinnere mich noch gut an die dicken Zeitschriften, in denen ich immer schmökerte. Heute... Print ist nicht tot, aber teuer (10 CHF, ich sags nur, das sind.. 11 Euro, das sind 22 Mark) und dünn. Aber es ist halt auch schon eine Zeitlang nicht mehr 1993..

Jetzt: Montagspizza für die Jungs, Ribollita für mich, dann Klamottenpacken und nicht so spät ins Bett.

Sonntag, März 22, 2026

220326

 Nach gestern (und der Woche und der davor und so) brauchte ich dringend einen entspannteren Tag.

Der Hübsche und ich schliefen aus (naja, bis ich halt wach war, das war 8:14h :-)), dann gab es Kaffee im Bett und dann machten wir uns auf, uns von den Kindern und ihren PfadikollegInnen mit Frühstück versorgen zu lassen.

Das ist tatsächlich ein sehr gemütlicher Anlass: wir kennen die Eltern der anderen LeiterInnen, das Essen ist richtig gut (Speckzopf done by me, ich gehe davon aus, dass er gut war, ich mochte ja den Speckgeschmack auch als Nichtvegetarierin nicht). Gesättigt und ordentlich aufkoffeiniert (bis dahin hatte ich 6 Tassen Kaffee intus) machten der Hübsche und ich ein Ründchen bei sehr angenehmer Sonne und Temperaturen, danach immer noch bisschen Hauskram: Wäsche, ich habe den Auk neu befüllt (Zitronenkoriander, Minze, Rucola. Petersilie), Schwimmsachen für morgen gepackt, kurz Besuch von meiner Schwester und Babyneffen bekommen, L.s Lagerblätter für die New York-Reise ausgefüllt (für UK ETA und US ESTA brauche ich ihn in Person), noch ein wunderbar cooles Geburtstagsgeschenk für ihn gefunden (ich war ein bisschen unzufrieden, weil bisher keine coole Überraschung dabei war), dann dringend nötige Notfallribollita wegen Hunger. 

Blick aufs Gemüsefach ergab: das bekomme ich in der strengen Woche nicht verkocht, deshalb wird die Suppe in Portionen gekühlt und aufgehoben, für heute Abend koche ich einen grossen Topf Gemüsecurry. L. und der Hübsche schauen sich noch ein bisschen Mathe an, dann gibt es Sport für alle, dann das Curry und DANN: Kinoabend so richtig mit im Kino.

Zwischendrin habe ich ein bisschen in "Am Meerschweinchen übt das Kind den Tod" gelesen. Das Buch ist wunderbar (es geht um den Umgang einer erwachsenen Tochter mit der Trauer nach dem Tod ihrer Mutter, mit der das Verhältnis nicht immer einfach war. Auch das mit dem Vater nicht, der noch lebt.). Ich liebe den schwarzen Humor und die "unperfekte" Erzählweise. Aber: es hat mich auch sehr traurig gemacht, als ich las, was sie alles vermisst, seit ihre Mutter tot ist, was sie von ihr übernommen hat, was sie mitbekommen hat auf ihren Lebensweg. Auf eine Weise wird das für mich irgendwann leichter werden, weil: was man nie hatte, kann man auch nicht vermissen.

Samstag, März 21, 2026

210326

 Uff. 

Es war mit Ansage klar, dass das Wochenende voll werden würde mit Erledigungszeug. Und ok, vllt ist es Zeit, zu akzeptieren, dass ich sowas halt mittlerweile anstrengend finde.

Aufgewacht bin ich mehrmals diese Nacht, um zwei von einem rumgeisternden Kind, um halb sechs von einer hungrigen Katze, um halb acht von einer gelangweilten Katze, der es draussen zu kalt war und dann hätte eh bald der Wecker geläutet, kann ich auch grad Kaffee machen.

Plan war: wir trinken Kaffee im Bett und fahren dann direkt ins Nachbarstädtchen. Dort gibt es Frühstück aus der Bäckerei und Erledigungen, dann Katzenfutterladen, mich beim Radladen abwerfen, das fertige Rad abholen, daheim den Mini ausräumen und weiter zum Ikea, Zeug erledigen.

Interessant zu sehen: ein grosser Hafermilchkaffee hält mich einigen Zeit am Laufen, aber anderthalb Stunden nach dem Aufstehen bin ich kurz vor Umkippen, wenn ich nichts echtes zu essen bekomme. Stadtbummel war dann relativ zügig erledigt, der Hübsche holte Kontaktlinsen, ich noch ein paar Geburtstagskleinigkeiten und die gewünschte Hot Sauce für Q. Insgesamt aber zu viel, um MIT Fressnapf noch unterhalb der Zollfreigrenze zu bleiben, also kleine Planänderung: direkt zurück in die Schweiz und dann zum Schweizer Fressnapf neben dem Ikea. Auf der Brücke vor der Grenze sind dann noch zwei Autos im Stau ineinander gedotzt, ich weiss schon, warum ich Samstagsshopping besonders mit dem Auto vermeide.

Ich wurde beim Radladen abgesetzt, das geservicede Rad ist wie neu. Ich bekam ein neues Ladegerät mit 50% Rabatt (bei meinem alten ist die Kabelumhüllung kaputt), alles ist revidiert, der Reifen war wegen eines Dorns platt, und auch der Sattel ist wieder in korrekter Position eingestellt. Er war ja wackelig und ist immer so bonanzamässig nach oben gestanden. Damit bin ich seit November in etwa so rumgefahren und ... naja, es war zu erwarten: es hat sich sehr fremd jetzt angefühlt. Ich nehe an, ich komme wieder rein.

Wieder daheim haben wir nur schnell ausgeladen, sind in den Fressnapf weiter und unsere Katzen können aufhören, so zu tun, als würden sie immer nur Mist kriegen. Jetzt gibt es wieder die guten Sachen!

Im Ikea hatten wir tatsächlich auch nur eine sehr übersichtliche Liste, aber samstags Ikea ist samstags Ikea.... dafür gings. Aus Gründen war unser Vorrat an Ikeataschen auf 1 geschrumpft, ich habe also, um der Weltlage etwas entgegenzusetzen, nachgekauft und zwar die Regebogenversion.

Zwischendrin Vegihotdog und Zimtschnecke gegen Schwäche.

Wieder zu Hause und eingeräumt gab es Kaffee und dann weiter haushaltliches: die Pflanzen wollten alle gebadet werden, der Birdbuddy wurde grundgereinigt und wieder befüllt und aufgehängt, im Auk hatten sich Läuse im Koriander eingenistet, also habe ich da mit allen Kräutern Tabula Rasa gemacht und alles gewaschen und morgen wird neu gepflanzt.

Passend dazu gab es zum Abendessen Smashed Potatoes mit Chimichurri aus allen Kräutern, dazu einen grossen Salat. Weil Grünkohl im Gemüsekorb war, habe ich ausserdem einen Riesentopf Ribollita angesetzt und dann, weil morgen Pfadifrühstück, einen 1kg Zopf mit Speck gebacken. Dann noch Recyclingzeug weg, eine kurze Runde durch den Supermarkt und den Baumarkt, dann noch ein kleiner Spaziergang und seit drei ungefähr könnte ich irgendwie im Stehen einschlafen. Weiss gar nicht, warum....

Morgen: Ausschlafen und nach Kaffee muss ich mich ums Frühstück nicht kümmern, weil: Pfadizmorge!

Freitag, März 20, 2026

200326

 Es ist 18:40, ich sitze im ganz leeren Haus, habe bis vor 30 Sekunden noch gearbeitet (im HIntergrund läuft mein Gemini-Weekly Summary). Der Tag war knallvoll, und ich habe noch nicht mal geschafft, meine 12k Schritte heute zu machen (ich werde gleich nochmal ums Karree stiefeln).

Aufgestanden um sechs, beim Frühstück  Skincareroutine und ausstehende Trainings abgearbeitet (mich etwas mütterlich beim "New Multiproduct Risk Process" gefühlt, weil ich Teil des Teams war, das den "First Multiproduct Risk Process" entworfen, implementiert und against all odds am Leben gehalten hat. All die Fallbeispiele kannte ich aus der Zeit noch, war ein easy win, bis auf das eine, das sie als "this was already an issue, not a risk" klassifiziert haben, aber das wurde es halt nur, weil niemand in die Pötte kam. naja.

Dann: Installieren an L.s Schreibtisch (gesehen: die Calathea, die ansagegemäss im Herbst alle Blätter abgeworfen hat und verschwunden ist, spickselt wieder aus der Erde. ich freu mich sehr!), mit Pfefferminztee losarbeiten, bis ich um kurz vor acht mit dem Hübschen mein Rad in den Kofferraum wuchte und zum Radlschrauber bringe. Ich habe ja eigtl für April einen Servicetermin abgemacht, aber darf zum Reifenwechseln zwischenreinflitzen. Sie bieten mir an, wenn sie alle Teile haben, den ganzen Service direkt zu machen (Ich glaube, ich habe es schön öfter gesagt: bester Fahrradladen der Welt!) Um vier ist es fertig und nicht mal teuer, aber abholen schaffe ich erst morgen oder am Sonntag (da haben sie ausser der Reihe offen).

Daheim: weiterarbeiten, in den kurzen Pausen zwischen Meetings. 

Zwischendrin: Elektrikertermin für die Terrassenbeleuchtungsplanung. Auch hier: wie cool, wenn man jemanden vertrauenswürdigen an der Hand hat (nach Bad und Küche trauen wir ihnen auch mit Terrasse).

Um halb eins essen der Hübsche und ich schnell Salat und aufgewärmtes Spätzlegratin oder sowas aus einer der TK Boxen, dann geht es schnell zum Wocheneinkauf. 

VOn halb zwei bis 4 noch einen Stapel Meetings (meine junge Kollegin, die uns im Projektmanagement für unser Monsterprojekt unterstützt, geht morgen für drei Wochen in die Ferien, wir machen einen nahtlosen Handover und ich muss ihr irgendwann (also: vor 5 Minuten) sagen, dass sie jetzt bitte einfach aufhören soll, ich mach den Rest nächste Woche.), dann fahre ich mit L. ein paar Dörfer weiter auf der deutschen Seite. Er hatte akuten Haareschneidebedarf und meinen Termin bekommen, ich laufe jetzt noch ein paar Wochen immer flauschiger durch die Gegend. Ich nutze die halbe Stunde, um im Hieber Snacks und "deutsche" Sachen einzukaufen. So weit ist es gekommen: ein deutscher Supermarkt wirkt sehr fremd und exotisch von der Produktpalette mittlerweile. (Ich habe verschiedene Ostersachen gekauft, Chips, die nicht von Zweifels sind, Götterspeise, Gewürze, Smoothies, Süsskram, Kekse, Snacks)

Gestylt fahren wir zurück, Feierabendverkehr nichtexistent.

Daheim flitzt L. mit einer Götterspeise to go zu einem Pfadihock, ich knete Pizzateig, Q. ist beim Sport, der Hübsche hat sich zu einem Hyrox-Termin breitschlagen lassen (Ich habe gelernt: da muss man laufen UND das im Team machen, Hölle nein, Bruder). Als der Pizzateig geht, antworte ich noch auf Chats, dringende Emails, Zeug, aber jetzt ist Schluss. Ich habe die Woche so viel geschafft und erledigt, die nächste wird mindestens so heftig, ich brauche eine Pause. Ehrlich jetzt.

In diesem Sinne: Hände hoch, Wochenende!