070926
Gestern am Spätnachmittag bin ich übrigens im Schaukelstuhl auf der Terrasse weggedöst und was für viele wie eine Traumbeschäftigung an einem Sonntagnachmittag klingt, war für mich (und den Rest der Familie) die Hölle. Seit ich mit .. keine Ahnung, zwei? Jahren den Mittagsschlaf abgeschafft habe, ist es fatal, wenn ich irgendwann wegen todmüde untertags einschlafe (krank ausgenommen, aber das ist eh per se scheisse): ich würde dann am liebsten durch- und weiterschlafen bis in alle Ewigkeit, aber das ist erstens nie möglich und zweitens auch keine gute Idee (hallo wach um drei Uhr morgens), und bin dann so unglaublich grantig und schlecht gelaunt und müder als vor dem Einschlafen.... war nicht toll.
Dafür war der Abend aber dann doch ganz gut (auch wenn ich dann im schon Halbschlaf verpasst habe, wie L. und Co einen Bus verpasst haben respektive er für sie nicht angehalten hat, und der Hübsche noch Elternshuttle gespielt hat, sorry, ich hätte eh nicht Autofahren sollen/können in der Müdigkeit).
Heute wäre ja eigentlich mein erster Grabetag in Wohlen gewesen. Ich bin einerseits sehr traurig, dass ich nicht dabei bin und hin und her gerissen, ob ich mir den Instaaccount und das Grabeblog anschauen soll oder nicht, weil ich so viel FOMO habe, andererseits habe ich heute das erste Governancemeeting abgefrühstückt, das zweite für Mittwoch vorbereitet, Stakeholder Alignment bis dahin, ich bin so beschäftigt, dass ich heute beim Heimradeln das erste Mal dran dachte, dass ich nicht in Wohlen im Wald in der Erde buddle. Hmpf.
Sonst: unerwarteter Regen beim Radeln heute morgen (nicht viel, ich wurde nur leicht angefeuchtet). Es steht ein Temperatursturz von immer noch mehr als 30 Grad auf max 19 Grad untertags und unter 10 in der Nacht (Am WE gehen wir in die Berge und es wird in der Nacht oben 0 Grad haben!). Davon merkte man dann heute noch nix, in meinem Mittagsründchen war es unerträglich heiss, bedeckt UND feucht. Wie ätzend. Ich merke den Wetterumschwung auch in meinen alten Verletzungen (oder habe einen okayen Grund, auf den ich meine Zipperlein schieben kann): mein rechtes Knie schmerzt beim Brustbeinschlag, die linke Schulter beim Rückenschwimmen. (Kraulen geht beidseitig gut. Wie praktisch, dass ich das jetzt ja lerne).
Beim Heimradeln noch im dm gewesen und "sweet & salty Ricola" auf einem Aufsteller gesehen. Im Coop übrigens noch nicht und auf keinem einzigen Werbeplakat in der Schweiz. Nach dem Testbonbon (natürlich habe ich sie gekauft!) kann ich verstehen, warum. Vermutlich würde Ricola dafür ausgebürgert. Den Geschmack kann man in etwa so beschreiben (ich hatte Orange): ich weiss nicht, ob ich jemals die Geschichte erzählt habe, wie ich Ahoi-Brause (Orange) geschnupft habe? Vermutlich schon, hier aber nochmal kurz: wir waren während des Studiums 4 Wochen auf Praktikum in Frankfurt, lebten in einem Lehrlingswohnheim, hatten abends nicht viel vor, weil halt Praktikum in der Früh, in Frankfurt war es sehr gefährlich auch damals schon, vor dem Mädchenlehrlingswohnheim war eine Woche vor unserem Einzug ein Kind umgebracht worden, wir hatten kein Geld, so was. Dadurch kam es zu verschiedenen fragwürdigen Unterhaltungsprogrammen und eben auch der, ich würde gern sagen, "Wette" mit der Ahoibrause, aber in Wirklichkeit war es nur "Niemals traust Du Dich das!" "Wetten?!" und rein mit der Line ins Kleinhirn. Ich kann das, wenig überraschend, nicht empfehlen, bleibender Schaden wurde allerdings auch nicht angerichtet. Aber: mein Rotz (und davon gab es einiges direkt danach und auch noch relativ lang) schmeckte sehr, sehr, sehr lang nach Orange. Ungefähr so schmecken die Ricola Sweet & Salty. (Anders als mein Rotz nach der Brausewette schäumen sie allerdings nicht). Ich habe sie jetzt mal in den Wanderrucksack gepackt, beim Wandern schwitzt man ja und vielleicht ist "ein Hauch Alpensalz" da ganz willkommen. (Note to myself: Auf keinen Fall vor dem Aufbrauchen all der Bonbons die Ahoi-Story erzählen!)
Damit: Feierabend, würde ich sagen.
Q wird morgens übrigens zum zweitägigen "Schweizer Feuerwehrausbildungskurs" nach hinter Thun reisen und hatte die Wahl (mit all seinem Equipment) entweder mit dem Feuerwehr-Pajero oder unserem Minicooper zu fahren. Ich würde sagen, die vermeintliche männliche Vorliebe für je grösser, desto besseres Auto hat sich bei ihm nicht durchgesetzt.






























