Donnerstag, Juni 25, 2026

250626

 Es ist so unglaublich scheissheiss, das ist echt nicht mehr auszuhalten (ja, cool, am Montag kühlt es um 10 Grad ab, das ist mir immer noch zu heiss, ausserde, total Gewitter, AN DEM TAG, WO ICH ERSTMALS DRAUSSEN SCHWIMME!)

Also.

Ok geschlafen, um viertel vor fünf war ich eigtl wach, aber das kannst ja niemandem erklären, da aufzustehen,also bin ich bis halb sechs liegengeblieben.

Frühstück, Jonnyründchen (so süss, wie der immer kühl und aufgeweckt und voller Grassamen vom Tennisplatz gerannt kommt), ab aufs Rad

Heute dann letzte Schwimmrunde vor der Sommerschliessung, ich habe meinen Garderobenkolleginnen von den Kursplänen erzählt, wurde sehr ermutigt und angefeuert, meine Fortschritte dann zu zeigen. Grosse Verabschiedungsrunde bis "nach dem Sommer".

Im Büro war relativ wenig los, es sind viele Workshops, dementsprechend Plätze frei.

Unser monatlicher Group Lunch war nur mit Kollege 1 (wenn Sie sich an gestern erinnern), mit dem ich eh die ganze Zeit Kaffee trinke rede. Heute dann mit Mittagessen (letzter Spargel der Saison!) und danach Kaffee und Ründchen. Apropos morgen: ich habe noch einen Kollegen 5 (Packaging Development Engineer Produkt A) eingeladen, nachdem wir uns über ein anderes wildes Packaging Thema unterhalten hatten und dann auf die Smartbottle kamen ("Das habe ich schon von K2 gehört und unsere Chefin ist auch ganz neugierig, was das auf einmal soll"). Er meinte "Ich bring Popcorn mit, das wird lustig". (Es bin also nicht nur ich)

Nachmittag dann ein kurzer Ausflug down memory lane, ein Kollege aus KAnada wollte Historisches aus meiner vorletzten Rolle wissen, besonders das Italienprojekt. Ich kann immer noch die nötige Kühlrampe für die Kristallisation aufzeichnen und erklären, aber nicht mehr auf Italienisch

Dann: weil ich heute bis sieben Meetings habe und nicht erst um 8 daheim sein will, bin ich "schnell mal" heimgeradelt um zwei. Es war über 40 Grad heiss, ich hatte fiesen Gegenwind (heissen Ostwind), ich war dann zeitlich knapp dran, es war wirklich schlimm, trotz E-Bike. Ich kam kurz vor knapp daheim an, machte schnell ein Foto vom Gemüsekorb und hostete dann 1h lang mit roter Birne und schwitzend und schnaufend und in nassen Radklamotten mein Produktteammeeting.

Dann mehrere kurze Meetings, unter anderem mit dem Typ, dem ich, wie der Hübsche es nennt, ein "Feedbacksandwich ohne Deckel" gegeben habe und ich sags mal so: nachdem ich erst ein bisschen ein schlechtes Gewissen hatte, weil Amerikaner und er findet das bestimmt sehr schlimm, denke ich mir mittlerweile: Hölle, nein, Bruder, ich hätte dir auch das untere Brot nicht geben sollen, einfach den Belag, ungecoated....

Naja. Es ist heiss.

Zucchini, Brokkoli, Frühlingszwiebeln, Karotten, Kartoffeln, bunter Mangold, Stangensellerie, DIE EIER, Dill, Basilikum, Rosmarin, verschiedene Tomaten, MEHR ZUCCHINI, ein versprengter Brokkoli, eine winzigkleine Gurke

Mittwoch, Juni 24, 2026

240626

 Gestern hat sich Q. über das Lese- und Hörverständnis mancher KommilitonInnen beschwert, ich hatte für ihn ein Beispiel aus der Corporate World, das mich die letzte Woche zweifeln liess, aber es ist auch sehr lustig (let’s see, zur Not ist meine Rechtfertigung: “War vermutlich lustiger, wenn man direkt dabei war”)
Akteure:
  • Ich (Technical Lead Produkt A)
  • Kollege 1 (Technical Lead Product B und C)
  • Kollegin 2 (Packaging Development Engineer, Produkt B)
  • Kollege 3 (Strategy Lead Product A)
  • Kollege 4 (keiner kennt ihn, niemand weiss, was er tut)
  • Kollegin 5 (Business Lead Product C)

Kollege 3 schreibt im Produkt A Teamchat: “Guckt euch mal diese gsite an, Produkt B hat eine Smart-Bottle, unsere Businessleute wollen das für Produkt A auch”

Ich: “Aha, ok, ich schau mal, was das von technischer Seite bedeuten würde, melde mich, wenn ich Infos habe”


Ich (an der Kaffeemaschine im Gespräch mit Kollege 1: “Ihr habt für B eine Smartbottle, wir wollen die jetzt anscheinend auch, was muss ich beachten, gibt es die auch in kleiner??”

Kollege 1: “Ja, die wurde extra für Produkt B entwickelt, red mal mit Kollegin 2, die hat das gemacht”


Ich lade Kollegin 2 zu einem Meeting ein “Kollegin 2/ ich, Smartbottle Produkt B auch für A?”

K2 akzeptiert, schickt mir eine Chatnachricht: “Danke für die Einladung, keine Ahnung, wovon du sprichst, wir haben für Produkt B keine Smartbottle”

Ich: “Aha, ich dachte, ihr habt irgendwas spezielles gemacht? Ausserdem hier: gsite mit Video”

(Das Video hatte ich noch nicht angeschaut, die Beschreibung war sehr vage, aber meine Güte, schreibt hin, was ihr wollt, ich hab keinen Bock auf Videos)

K2: “Ja, wir haben eine spezielle Flasche, weil Patientenpopulation Produkt B, blablabla, aber das ist keine Smartbottle. Ich hab mir das Video angeschaut: das ist auch keine Smartbottle, das ist ein Aufkleber auf dem Deckel und eine App, den haben wir nicht implementiert, ich habe noch nie davon gehört, kenn den K4 auch nicht, der das da präsentiert”

Ich: “Ich lade vllt K4 auch mal ein”

K2:: “Ja, cool, interessiert mich auch.”


Ich: ändere das Meeting in “K2, K4 / ich: Smartbottle Produkt B (?) auch für A?”. K4 akzeptiert, ist aber im Urlaub, wir verschieben auf später.


K1 (beim Kaffee): “Du, was ist jetzt mit der Smartbottle? Anscheinend wollen wir das jetzt auch für Produkt C?”

Ich: “Ja, interessant, dass du fragst, ihr habt für B schon keine Smartbottle, K2 weiss von nix, wir lassen uns das nächste Woche von dem mysteriösen K4 erklären, magst du auch kommen?”

K1: “Ja, klar, cool”

Ich: ändere die Meetingeinladung in “K2, K4, K1, ich: Smartbottle Produkt B(?) auch für A und C?”


K1 beim Kaffee (wir trinken viel Kaffee): “Du, wegen der Smartbottle:K3 kam jetzt zu mir und hat gefragt, wieso ich ein Meeting mit K4 aufgesetzt habe und K5 würde da gerne verstehen, was Sache ist. Ich hab gesagt:” Ich hab gar nix aufgesetzt, das war Frau Brüllen, ich geht da einfach mit, weil ich verstehen will, was das ist, warum auf einmal jeder drüber redet.” Warum redet der mit mir und nicht mit dir? Naja, egal, ich habe jetzt für heute eine Einladung von K5 für “Smartbottle Produkt C”, hab abgesagt, mit Begründung “will need to collect information first”, jetzt hat sie auf morgen verschoben, was soll das alles?!”


Morgen ist es soweit, ich habe mir in der Zwischenzeit das Video angeschaut (und denke, K2 und ich sind die einzigen beiden Personen in der ganzen Blase, die das getan haben, anders kann ich mir nicht erklären, warum die Leute da so drauf abfahren. Der Inhalt des Videos rechtfertigt auf keinen Fall diese absolute Begeisterung für das Thema, das auf mich eher wie ein Hobbyprojekt eines IT-Praktikanten wirkt, aber gut, was weiss ich schon.)


Seien Sie mit mir gespannt, ob ich jetzt ein Townhall mit 400 Teilnehmern zum nächsten krassen Durchbruch hoste oder ob wir uns leicht peinlich berührt ein Bastelprojekt aus dem Werkunterricht anschauen!


Dienstag, Juni 23, 2026

230626

 Uff, heiss, sagte ich das?

Dem "dünn und struppig"-Look wurde heute durch geschickte Essensplanung erstmal entgegengewirkt: 

  • Skyr, Nektarine, Pfirsich, Granola zum Frühstück
  • Bananenbrot (L. hatte ja da diesen Test, ist jetzt aber auf dem Gletscher. Ich habe alles eingefroren, aber eins wollte ich auch probieren) nach dem Schwimmen
  • Salat (mit Früchten und Gelberbsenchunks) zu Mittag


  • zwei Scheiben Schokokusstorte vor dem Heimradeln
  • Mozzarella-Tomate-Nektarine mit Q. vor dessen Hock
  • Salat und Käsebrot mit dem Hübschen nach dessen Sport

Ich hatte jedes einzelne Mal davon Hunger auf genau das.

Sonst: 



Schon morgens unangenehm warm beim Radeln. Ich hoffe sehr auf wunderbares Freibadschwimmen ab Montag.

Kurze Lunte für Bullshit. Wer heute jemanden, für den ich mich verantwortlich fühle, auch nur ansatzweise angepampt oder mich unterbrochen hat, hat sehr schnell gemerkt, dass ich das nicht mag. Meine Güte.

Andersrum: ich habe ja im Rahmen unseres Riesenportfolioprojektes echt unangenehme Erfahrungen mit jemandem gemacht (Sie erinnern sich, das Feedback, das ich abgeben musste?) und bin jetzt tatsächlich sehr auf Alarm, wenn jemand Fragen oder Anmerkungen zu diesem Projekt hat, besonders wenn sie aus dieser Ecke kommen. Aber: So unangenehm diese Person ist, so angenehm ist es mit einem ihrer Mitarbeiter (der SPOC für das Thema ist, also eigentlich der, mit dem ich zu tun haben sollte, nicht der Chef) zu diskutieren und zu arbeiten. Man kann nämlich einfach unterschiedlicher Meinung sein, diskutieren, sich gegenseitig überzeugen durch ARGUMENTE oder aber trotzdem unterschiedlicher Meinung bleiben, ohne dass einer auszucken muss und dem anderen Respektlosigkeit vorwerfen muss. Meine Güte.

Schnelle Runde durch die Sonne mittags, es macht nicht besonders viel Spass (ich packe morgen wirklich einen Wickelfisch ein). 

Nachmittags dann zwei Treffen mit KollegInnen, die aus Kanada für einen Workshop da sind. Wir haben Jahre zusammengearbeitet und uns nur online getroffen und ich mag beide sehr. Sie mich auch, offensichtlich, es war richtig, richtig schön.

Dann: erstaunlich früh fertig gewesen, auf dem Heimweg um sechs noch schnell bei dem eingekauft (WC-Papier und Duschgel. Was bei uns so verbraucht wird), auf der Brücke noch schnell einen Schwan per Foto in meiner App "gesammelt" (gestern eine Wacholderdrossel).

Abendessen mit den Jungs, die da sind und dann.... kalt duschen und auf der Terrasse im Schatten mit Kaltgetränk einen Krimi aus dem hohen Norden zur Abkühlung lesen.

Montag, Juni 22, 2026

220626

 Sehr weirder Wochenstart: 

L. macht sich auf den Weg in die Aletsch- (Arena für eine Geographie-Exkursion auf den Gletscher. Wie perfekt kann das passen, wettertechnisch? Er jammert über die Hitze, aber hahahahaha, ich sehe die Temperaturen auf Meteo, das ist 50% unseres Wetter hier unten)

Q. hat letzte Prüfung des zweiten Semesters, aber erst mittags, er schläft also aus.

Der Hübsche hat ein wichtiges Call und geht mit ordentlichem weissen Hemd ins Büro.

Ich habe ein Treffen mit japanischen Partnern on site im Dort und wandere deshalb mit dem Hübschen fast den ganzen Arbeitsweg hinter.

(Sansa schläft auf dem Balkon unter dem Balkontisch, Jonny hat auf dem Tennisplatz übernachtet und hat erst ein bisschen Mühe, am Aggrokater vorbeizukommen, der mitten drauf sitzt. Ich sehe das hohe Gras hinter ihm wie in Lost wabern und wackeln und irgendwann kommt Jonny dann in sicherer Entfernung raus. Beide Katzen sind mittlerweile sehr, sehr dünn und ein bisschen struppiger als auch schon. Sommerbody sozusagen)


Ich hatte ja gestern noch Angst, zu zerlaufen und mir vor den japanischen Kollegen vorzukommen wie ein Slob. Aber: die Japaner kamen zwar in sehr, sehr distinguierter Kleidung, konnten aber mit unserer Temperatur in den Gebäuden gar nicht umgehen. (Wir haben ausser in Produktion, Labor oder Serveranlagen keine Klimaanlagen, aber sind in den modernen Gebäuden doch bei gut erträglichen ... 28 Grad oder so). Sie sind richtig, richtig zerlaufen und haben mir echt leid getan. (Ihre Freude beim auf italienschen Marktkarren getrimmten Gelato-Stand in der Cafeteria war sehr real)

Meeting war dann einerseits interessant, andererseits zäh, und dann musste ich eher weg als geplant, weil ad hoc prio-Meeting. Und weil andererseits die Produktionstour aus Gründen auf den Nachmittag geschoben worden war, ist mir die entgangen. (Ist ok, kenne ich schon, aber ich finde es halt schon immer spannend. Anyway: bin jetzt auch nicht total unglücklich, dass ich mich nicht in Über-PJs klemmen muss bei der Hitze.).

Daheim ziehe ich unters Dach, nehme an einem Call nach dem anderen teil, parallel wäscht die Wäsche und trocknet in no time auf dem Balkon. (Ich kann nicht gut mit der unter dem Dach annen Klimaanlage arbeiten, es wird mir einfach zu kalt. Ja, there, I said it. Und ja klar, könnte man auf höhere Temperatur einstellen, aber. eben.)

Essentechnisch bin ich voll in meinem Sommerdilemma angekommen: ich habe null Appetit auf irgendwas ausser Obst und Salat. Ich habe nichtmal besonders Hunger oder merke, dass ich etwas "gscheits" hätte essen sollen, bevor es mich zusammenlässt. Und, TMI, nur Salat und Obst und Gemüse macht halt im Bauch das, was es macht und naja. Heute abend dann Gretchenfrage, ob Montagspizza (urks, heiss) oder Reste von gestern (Kartoffelsalat, IMMERHIN Kohlenhydrate, dazu Blumenkohlsteak mit Kräuteröl, halt jetzt kalt). Vermutlich nähere ich mich auch dem Sommerbody der Katzen an. Dünn und struppig...


Sonntag, Juni 21, 2026

210626

 Uff, wie scheisseheiss ist das.... (morgen habe ich einen ganzen Tag auf der Site im Ort, japanische Partner besuchen uns und ich glaube, die Meetingräume sind nicht so angenehm klimatisiert wie in unserem Minergie-Turm --> Airporttemperature heisst das, habe ich gelernt. Es ist nicht kalt, leichte Unterschiede nach Jahreszeit, aber mit T-Shirt ist man nie falsch angezogen.. D.h. ich werde mich sommerlich anziehen, trotzdem schwitzen und die Japaner werden in Anzug und Krawatte kommen, weil sie halt immer so kommen UND Klimaanlagen auf 16 Grad gewohnt sind, und vermutlich trotzdem aussehen wie aus dem Ei gepellt)

Ich bin heute morgen um viertel vor fünf aufgewacht, dramatischer Sonnenaufgang aus dem Dachfenster, das sah schön aus. Müde war ich nicht mehr, aber nachdem ich mich gestern so auf Ausschlafen gefreut hatte, bin ich doch wieder ins Bett und erst umhalb neun wieder aufgewacht.

Frühstück auf der Terrasse (ich war Semmelnholen bei der Tankstelle und es fühlte sich schon so affenheiss an wie sonst im Sommerurlaub auf einem italienischen / korsischen Campingplatz oder so).

Der Hübsche und ich sind direkt nach dem Frühstück Rheinschwimmen gegangen (Wassertemperatur 22.4 Grad, also immerhin noch nicht pipiwarm, aber auch nicht mehr ansatzweise kalt.). Bis wir bei den Fahrrädern zurück waren, war uns schon wieder heiss, hochgeradelt waren die Köpfe wieder rot und die Erfrischung beim Teufel. Naja.)

L. packt seine Tasche für die letzte Schulwoche aka Gletscherexkursion auf den Aletschgletscher (wie eine Kollegin letztens meinste, als er im Sportlager am Lago Maggiore war: Schweizer Schüler müsste man sein), man kann sich 10-15 Grad gar nicht vorstellen (auch das ist zu heiss, es sollte dort oben viel kälter sein).

Ich, des Wahnsinns fette Beute, habe mich bereit erklärt, ein Versuchsprojekt zu starten und zwar das BESTE Bananenbrot der Welt, das L. von unserem Bakesale abgestaubt hat (Donna Hay-Rezept) und eines, das er auf Insta in einem seiner Proteingymbro-Bubblevideos gesehen hat (weiss gar nicht, warum das #highprotein sein soll, das ist nur ein Ei drin... naja). Ausserdem grad noch Kartoffeln gekocht für Kartoffelsalat heute abend, dann ist alles mit heiss fertig (also von innen).

Jetzt wichtige Tasks wie "Lackfarbe für Zehennägel aussuchen". Dazu sollte mein Hirn auch in der Hitze fähig sein, ausserdem ist die Fallhöhe im Fall von Fehlentscheidungen nun wirklich überschaubar.

(es wird bis Ende nächster Woche immer noch heisser und regnen wird es nie wieder.)

Samstag, Juni 20, 2026

200626

 Das Sommerfest gestern abend war richtig, richtig grossartig! (Heilfroh, dass ich "nur" gelaufen aka spaziert und nicht gerannt bin, die Temperaturen waren wahnsinnig. Ich bin in einer Gruppe mit 4 oder 5 PraktikantInnen oder JobanfängerInnen gelandet, die ich alle schon auf dem Stockwerk gesehen habe, aber bisher hatten wir halt nix miteinander zu tun. Ich kam mir ein bisschen wie eine Entenmutter (sie waren nicht nur jung, sondern auch echt klein :-)) vor, aber es war echt schön! ("How long have you been living in Switzerland?" "Mhmmm, probably since before you were born" "I am not that young, I was born 2001" "..." oder auch: sie kannten alle Professoren, mit denen Q. in der Uni zu tun hat und zwar als Professoren, nicht als Kommilitonen, was auch immer noch deutlich jünger wäre als wir...)

Dann: Heimgehen, verschwitzt das letzte Call des Tages erledigen (die tricky Validierungskampagne, die gerade läuft, ist nicht dort schwierig, wo die Schwierigkeiten vermutet wurden, sondern ganz woanders, was überhaupt nichts mit dem Produkt zu tun hat. Bis Montag 4pm haben wir noch Zeit, dann ist die bulk hold time abgelaufen....), duschen, Partykleid und Partyschuhe (superbequemes Sommerkleid und Flipflops, ich plante zu tanzen und es war Gewitter angesagt) anziehen und zurück aufs Areal. Es war sehr, sehr, sehr grossartig. Zwischendrin kam ein Gewittersturzregen und alle flüchteten und das grosse schwebende Zeltdach vor der Hauptbühne, auf der gerade eine 90er Coverband aus Kollegen spielte. Es war grossartig!

Ich habe zwar jedes Glas Wein (2) und Prosecco (1) mit einem halben Liter Wasser begleitet und auch genug gegessen (so, so, so gut und nahezu alles vegetarisch), hatte aber schon ordentlich das Gefühl, leicht einen sitzen zu haben und war sehr, sehr kaputt beim Heimkommen (und hatte NULL Stimme übrig).

Passend dazu (wer feiern kann, kann auch arbeiten) klingelte heute der Wecker um halb sieben: Arbeitstag am Markhof für die Kolchose. Ich hatte mich für eine halben Tag und Mittagessen angemeldet und Heidenrespekt vor den Temperaturen. 

Wir starteten mit Zucchetti-Ernten, das kannte ich schon vom letzten Sommer. Ich hatte Handschuhe dabei, das war sehr hilfreich, aber trotzdem war ich von den Stacheln bis zu den Ellenbogen zerkratzt. Das sind schon so überdramatische Scheisserchen, die Zucchettipflanzen: schmecken nach nix, aber beschützen ihre Früchte, als wären sie das Bernsteinzimmer....

Wichtig: nicht aus dem Korb in die Kiste leeren, sondern vorsichtig reinlegen und immer die Stiele nach aussen






Jeder hat eine ganze Reihe Zucchinipflanzen abgeerntet

Es wird sortenrein geerntet

Handschuhe waren gut, aber an sich hätte es lange Ärmel gebraucht, ich bin total zerkratzt (immerhin: Sonnencreme dabeigehabt UND auch schon vorher den unteren Rücken eingeschmiert, der frei liegt, wenn ich mich bücke)


Bis 10 hatte ich 3L Wasser getrunken, schwitzte im leichten Wind vor mich hin, aber es ging.

Ich hatte Bärenhunger für die Kaffeepause.

Verpflegung halt einfach immer top


Unterhaltungen wie immer so, so cool, man trifft so verschiedene Leute dort!

Eigentlich wäre der Plan gewesen, danach Knoblauch zu ernten, aber der Boden war so steinhart, dass die Erntemesser nicht drunterkamen, also wurde dort gewässert und für den Nachmittag anvisiert. Stattdessen ging es Weisskohl jäten. Ein Teil des Feldes wurde von dem Vlies befreit und jeder bekam wieder ein Messer in die Hand und hatte eben alles, was kein Kohl war, rauszuziehen, möglichst wenig Erde zu bewegen und wenn man schneiden muss, nicht die Kohlwurzeln verletzen.

Hier trocknet schon geernteter Knoblauch




Das war eine extrem befriedigende Tätigkeit und für mich ungefähr das nächste an Meditation, was ich mir vorstellen kann. 

Als wir um halb eins mit allem fertig waren, gab es tatsächlich eine gemeinsame La-Ola-Welle durchs Feld und lauten Applaus.

Normalerweise esse ich am Wochenende nicht zu Mittag, aber ich hatte solchen Hunger und das Essen dort ist einfach so, so, so gut, ich habe ungefähr mein Körpergewicht in Gemüse verdrückt. Alle müde, verschwitzt, zerkratzt, erdig, im Schatten vor dem alten Hof, das ist schon wirklich schön. Aber auch: mehr als einen halben Tag möchte ich das nicht machen. Im September wieder, mir wurde Kürbisernte angekündigt.



Heimradeln, duschen, Schuhe und Handschuhe direkt in die Wäsche.

Dann: Betten ab- und beziehen, Küchenfronten fertig reinigen, den Esstisch neu ölen (das ist nun wirklich überhaupt nicht wild). solange der Tatendrang noch anhielt.

Jetzt: Eiskaffee aus dem Creami, Päuschen und dann ein frisches Abendessen (ich plane Kichererbsensalat mit Joghurt oder irgendwie sowas.)

Freitag, Juni 19, 2026

190626

 Gut geschlafen, ich bin nicht mal davon wach geworden, dass der Hübsche irgendwann vom Konzert nach Hause kam.

Aufgestanden um sechs, Frühstück bei alles offen, Jonny vor Nachbars Haustür getroffen, kurz bedröppelt gewesen, weil Sansa nicht auftauchte. Irgendwann im Lauf des Vormittags entdeckte ich sie tief und fest schlafend (bis Mittags) auf dem Balkon in dem gut gelüfteten Fach unter dem Tisch.


Dann: Panasch-Holrunde im Nachbardorf, meine Bestellung aus einer Zuger Brauerei war angekommen.

Beim Schwatzen mit dem Hübschen ("Hast du eure Tickets für morgen?") die grosse Überraschung: auf den Tickets steht nicht dern 20. Juni, sondern der 30. Fassungslose Überprüfung ergab: dieses Datum war von Anfang an (naja, ging ja ein bisschen von fünf Minuten vor Konzert absagen, dann einen Termin ein Jahr später in Bern angeben, dann Verlegen nach Zürich, dann neuer Verkaufsslot) so gedacht. Upsi. Kurze Nervosität: L. ist nächste Woche mit der Schule auf Gletscherwanderung, aber der 30. ist erst übernächste Woche, da hat er schulfrei. Huff! Wie gut, dass sie das nicht morgen vor dem Stadion gemerkt haben....

Sonst: hektisches Arbeiten, ich hatte einen konzentrationsfordernden Task auf heute morgen gelegt, dringend zu erledigen, weil heute fällig, aber es kamen einige Querschüsse mit Dumdumgeschossen rein, die sofort erledigt werdne mussten, bevor es zu krassen Kollateralschäden kommen würde.

Schnelles Restemittagessen, Sportklamotten anziehen, ab zum Spendenlauf (ich habe mich für die Spaziergängergruppe angemeldet, kurz gestern mich minderwertig gefühlt, weil halt schon alle eigentlich laufen, aber dann ist mir wieder eingefallen: ich hasse laufen, ich bin nicht trainiert, es hat ungefähr 70000 Grad, ich fühle mich noch minderwertiger, wenn ich als Läuferin von den Spaziergängern eingeholt werde, ausserdem: ich hasse laufen.), dann mit dem letzten Meeting des Tages im Ohr wieder nach Hause, duschen, Umziehen, ab zur Party.