Montag, Januar 12, 2026

120126

So. Erster Tag Alltag mit allen!

Wir haben gestern abend tatsächlich nochmal in Ruhe besprochen, wer wann aufsteht und wohin muss und so, weil zB L. ja noch gar nicht so mitbekommen hat, dass ich jetzt morgens für sein Frühstück nicht da bin, weil ich da schon schwimme.

Radfahrt zur Arbeit war interessant: es war kalt und glitzrig draussen, ich fuhr durch eine knirschend zerbrechende dünne Eisschicht auf den Wegen (hatte erst Bedenken, aber sowohl zu Fuss als auch auf dem Rad ergaben Tests keinerlei Rutschen). Bin trotzdem recht langsam und bewusst unterwegs gewesen, so bewusst, dass ich beim Parken direkt das Anschliessen an die Ladestation vergessen habe (Was mir 2 min vor dem Heimfahren bewusst wurde, kurz bevor ich das "Schild of shame" an meinem Rad entdeckte).

Schwimmen: war ok, es war tatsächlich eine nervige Kraulperson auf "meiner Bahn", der so knapp überholte, dass er mir beim ersten Mal eine ordentliche Watschn mitgab, beim zweiten Mal, als er mir wieder so knapp entgegenkam, wich ich ruckartig aus und kickte beim Beinschlag so an die Poolwurscht, dass ich drei blaue Zehen habe (mir wird nicht schlecht vor Schmerzen beim dran rumnackeln, sie sind nicht gebrochen, wie auch, ist ja noch lang nicht Sommer).

Sonst: endlich sind alle aus den Ferien zurück, es brummt und summt und geschäftelt wieder. Ich habe von L. einen (in Japan anscheinend) sehr angesagten Hightech-Druckbleistift bekommen (spannend, er ist da durch was auch immer total angefixt worden, ist dann monatelang jeden Tag zu dem einen Laden in Kyoto gelaufen, um welche zu bekommen), den habe ich dann heute eingeweiht und extra schön To-Do-Liste geschrieben.

Der Vormittag war mehr oder weniger meetingfrei, der Nachmittag dafür dicht. Mittags hatte ich mich mit L. bei der Apotheke verabredet, wo er sich Covid- und Grippeimpfung abholen sollte (ENDLICH ist er 16 und wir haben das Geschiss des zB letzten Jahres hinter uns). Das gibt es hier einfach to go in der Apotheke, ich war mir nur nicht sicher, ob er dafür als Minderjähriger irgendeine Unterschrift brauchen würde. Brauchte er nicht und als ich ankam, war er schon fertig, ich hielt den Impfpass hin, drückte ihn kurz (also L., nicht den Impfpass), bewunderte sein japanlastiges Outfit und schon war ich wieder auf dem Rückweg.

Heimweg dann im Dunkeln (das wirkt um sechs, halb sieben viel gemütlicher als morgens um sechs, weil abends eben alle Häuser erleuchtet sind, das ist um sechs definitiv nicht der Fall), aber relativ Warmen, mir ist fast unangenehm heiss geworden. Auch, weil es krasser Gegenwind war (habe ich wie morgens erst auf der Kraftwerksbrücke fast daheim gemerkt, als mich eine Windböe erfasste).

Daheim Schwimmtasche neu bestücken mit leergegangenen Kosmetika, mich immer noch ob der wehen Zehen bemitleiden, beim Essen nicht zu Wort kommen, der Hübsche auch nicht, aber wie cool ist das, endlich wieder beide Jungs am Tisch zu haben!

Jetzt schauen die drei noch irgendeine Serie, bei der ich nicht mitgucken mag, der Hübsche packt den Koffer für morgen München, ich mache mir meine Wärmflasche warm, nehme einen frischen Pyjama aus dem Schrank und muss dann die krasse Entscheidung treffen, ob ich auch eine Serienfolge schaue oder lese.


Dann:

Eine Wunschlistenfrage, eine Wunschlistenfrage!

Und zwar: da sie jetzt eine "externe" Person mit in den Urlaub nehmen: zahlen Sie den Urlaub mit, oder nur das Ferienhaus/Aktivitäten, nicht aber den Flug...?

Also. Das war tatsächlich ein Thema, das für relativ viel Diskussionen gesorgt hat und zwar:

die Einladung ging von uns aus, d.h. der Urlaub (Ziel, Anreise, Programm etc) war gesetzt und die mitreisende Person (respektive andere Familie) hatte ja nullkommanull Mitsprache beim, sind wir ehrlich, Budget des Ganzen. Für uns war deshalb eigentlich klar: eine Einladung ist eine Einladung, weil wir die Person gerne dabei haben wollen, für uns ist es finanziell nicht relevant (Privileg, I know), ursprgl war noch dazu die Gesamtzahl der Reisenden ja genau wie sonst auch immer, weil wir dachten, Q könne nicht mit, d.h unser Angang war: wir übernehmen alles.

Das war dann allerdings der anderen Familie nicht recht (was ich auch verstehen kann, fände ich vermutlich als Eltern auch unangenehm, insbesondere, wenn es nicht um ein ... bitte nicht in den falschen Hals kriegen, Wochenende Camping in der Eifel geht.), sie haben darauf bestanden, den Flug zu übernehmen. Das ist okay (ish) für uns (auch weil wir ahnen, dass die andere Familie deshalb nicht für die nächsten 6 Monate Nudeln mit wenig Ketchup essen wird), für den Rest nehmen wir die andere Person jetzt einfach mit und sprechen nicht über Kosten.

Sonntag, Januar 11, 2026

110126

 Gut geschlafen, dann vor dem Wecker (der wäre um 8 gegangen) aufgewacht, (oke, von des Hübschen Handygeräuschen geweckt worden, der dann auch noch den Mut hatte, zu sagen "Mach deine Benachrichtigungstöne aus", weil: hab ich immer, er hingegen... naja.). Egal, ich war wach, habe unten gemütlich eins von L.s Weihnachtsgeschenken, das er bei der zweiten Bescherung ausgepackt hatte, das leider einfach nicht funktioniert, an Amazon retourniert und gescheiten Ersatz bei Galaxus bestellt (dieses Jahr bei Weihnachtsgeschenken extrem viel Scam dabei gewesen, sogar anscheinend solide Firmen haben erstmal Trackinglinks geschickt, die sich nicht bewegt haben, dann auf Hinweis "Noch ein zweites Päckchen" losgeschickt, das dann tatsächlich ankam. Hm, hm, hm. Auch ein Grund, warum ich gerne Paypal nutze, dort kommt das Geld im Scamfall im Nullkommanix zurück. Amazon: immerhin ist die Rücksendung problemlos.

Dann für Q. den Flybus endlich noch gebucht, vom Handy aus ging es, warum auch immer es am Computer nicht geht. Könnte natürlich meine Cookie löschen, aber naja, das wird dann für den Rest wieder so nervig. Beobachtung: in Island scheinen zumindest im Winter Kundenservice eher gemütlich drauf zu sein. Die von Flybus haben seit einer Woche nicht reagiert, bei dem einen Hotel ging es auch eine Woche, bis eine (nicht hilfreiche) Antwort kam. Egal, es ist erledigt.

Dann: Frühstück mit L., der heute Theaterprobe hat. Er hat mir den Account ihres Klassentheaters und die Storyhighlights der Talentshow gezeigt (sein Talent: er war nicht da, hat sich aber für eine Hauptrolle gemeldet, zack, Henry Antrobus).

Dann: den Hübschen und Q. geweckt, bis das gefruchtet hat, noch ein bisschen im Bett gelesen. Dann: Frühstück, Zimtschneckenteig ansetzen und Buttermischung vorbereiten. Draussenründchen für Schritte und frische Luft, viel Wäsche waschen (jetzt sind wir wieder a jour mit L.s Wäsche und unserer. Wann immer mir jetzt etwas unbekannt vorkommt, ist es vermutlich etwas, was L. in Japan gekauft oder bekommen hat.) Das ist short term übrigens die grösste Umstellung: noch eine grössentechnisch erwachsene Person, die Sport- und normale Wäsche produziert.

Dann: eine von L.s sehr coolen, exzessiv bestickten Jeans, die er in Kyoto erstanden hat, geflickt (er hat sie billiger gekriegt, weil ein Loch drin ist, "aber ich habe gesagt, meine Mama kann das nähen, keine Sache"), gebadet, die Haare ausführlich mit Silbershampoo und Conditioner behandelt (ich wäre bereit gewesen für tatsächlich lila Look, aber, kaum hat man das teure Zeug, wird es halt tatsächlich nur silber(grau) statt lila, hm.), Zimtschnecken speisen, Handyverträge verlängern (die Kinderverträge laufen auf mich und seit MONATEN werde ich von Salt genervt, dass ich irgendwelche superduper Angebote annehmen soll, obwohl ich doch den Tag, an dem das erstmals regulär ohne Gebühren geht, im Kalender eingetragen habe, nämlich heute. Der Hübsche verhandelt gern, ich hasse es wie die Pest, wie schön, dass ich DREI Verträge aushandeln muss. (Mein krassester Move war mal: "Mein Mann hat das und das bekommen, wir sind genau gleichlang Kunden, ich will das gleiche" "Ok"). Wir alle drei hatten identische Verträge zu nur altersbedingt unterschiedlichen Preisen, aber total unterschiedliche Verlängerungsangebote. Ich habe also mit dem Hübschen erarbeitet, was mein Verhandlungsziel ist, was die Fallbacklösung ist und dann angerufen. Skurriler Moment: "Ja, und dann haben Sie meinem Sohn Travel max für 44.95 angeboten und mir Europe XXL für 33.95. Ich hätte gern für mich Travel max für 44.95" "Oke, lassen Sie mich schauen, ich kann Ihnen Travel Max für 41.95 anbieten". "Oke?!" (Damit habe ich jetzt einen günstigeren Tarif als der Hübsche, take this!)

Dann: letztes Ründchen nochmal draussen, mit dem Hübschen einen Pitch an einen Gartenbauer schreiben, dann noch eine Folge "The Beast in me" anschauen und dann Pastaabend, bevor die erste reguläre Woche endlich wieder zu viert lostgeht.

Samstag, Januar 10, 2026

100126

 Der Wintersturm ... naja. Wehte hier halt eher mit frühlingshaften Temperaturen wild rum, irgendwann wurde es doch wieder kälter und schneeregnete oder schneegrieselte, aber liegen bleibt hier nix. Naja. L. findet es supersuperkalt (in Kyoto war es lang total heiss und auch jetzt hatte es minimal um die 5 -8 Grad.).

Wir haben gestern gemütlich Pizza gegessen am Abend, die hat ihm richtig, richtig gut geschmeckt. Heute morgen war er zum Kuchenbacken verabredet, wir anderen drei haben gemütlich gefrühstückt, bevor wir alle vier nach Basel gefahren sind (sehr kuschelig alle vier im Mini, damit Q. mal üben kann, die aktuell irre Baustellenstrassenführung in und um den Schwarzwaldtunnel zu meistern und das Stückiparkhaus (und Winterwetter). Hat er super gemacht! Ziel war der "Bächli Bergsport" (sonst ist da ja nicht mehr viel ausser Kino und VR und Leerstand), weil L. eine neue Skihose brauchte (ist aus der alten rausgewachsen, die Jacke passt aber noch, deshalb wurde die zum "Fit Check" mitgenommen), Q. hatte sich Winterwanderschuhe überlegt, der Hübsche spezielle Mammut-Wanderschuhe überlegt und ich war auf der Suche nach neuen Krabbenhandschuhen und evlt Windstopperhandschuhen, weil ich mysteriös auf dem Weg zum Wandern letzte Woche einen davon verlegt hatte. 

Erfolg: joah. Grosser Erfolg noch vor dem Bergladen: der verlegte Handschuh lag auf der Rückbank, wie auch immer er da hingekommen ist. Krabbenradhandschuhe hatten sie nicht. Des Hübschen Wunschschuhe auch nicht. L. wurdne 3 verschiedene "stabile Freeridehosen" in die Hand gedrückt, die jeweils gerade noch dreistellig kosteten (wtf?!), die Beratung wurde danach eingestellt. Wir haben also selber nochmal im Ständer gesucht, eine preislich vernünftigere Hose in der falschen Farbe gefunden, die es aber in nahezu perfekt passender Farbe online (beim gleichen Laden, also kein Grund für Shaming) gibt, also den "Fit Check" für Grösse und Farbe (sie hatten eine Jacke in der anderen Farbe da) durchgeführt, und direkt online bestellt. Währenddessen hat Q. unspektakulär perfekte Schuhe gefunden und eine Trinkflasche und uns dann nach Hause kutschiert. 

Ründchen durch den Baumarkt, v.a. für Haken und Nägel und Zeug, um Andenken und so ordentlich zu platzieren, bisschen Auspackchaos aufräumen (L. und ich arbeiten von unterschiedlichen Seiten des Ordnungsbedürfnisses aufeinander zu), dann Sport (der Hübsche und L. im Gym, ich daheim, incl dem Test, wieviele Bizepscurls ich schaffe. Das war eine fragwürdige Aktivität, weil ich danach daran scheiterte, den halbleeren Kartoffelsack aus dem Vorratskammerl zu holen, weil ich ihn nicht mehr heben konnte) und Lernen (Q nimmt die Prüfungen so, so, so ernst!)

Zum Abendessen ist jetzt gerade Kartoffelgratin mit Karotten und Kohlrabi im Ofen, für die Jungs habe ich noch Chicken Nuggets im Gefrierschrank gefunden und für mich gibt es übriggebliebene Dumplings dazu. Auch wenn es draussen nur nasskalt und grau ist, fühlt es sich so an, als ob man warmkuschliges Essen gebrauchen könnte!


Freitag, Januar 09, 2026

090126

  •  Ich starte mit ein bis ein paar Binsenweisheiten:
  • Wie schön, dass L. wieder da ist!
  • Wie sehr wir ihn vermisst haben!
  • Wie angespannt ich die letzten Monate gewesen sein muss und wie cool, diese Anspannung mit einem Mal abfallen zu spüren!
  • Wie cool L ist
  • Wie viel er zu erzählen hat
  • Wie sehr die beiden Brüder zusammenkleben
  • Wie wunderschön es ist, dass L. und seine Freundin sich haben
  • Wie viel mehr 4 als 3 Personen im Haus sind
  • (Wie gemütlich L.s Schrank für Sansa ist, die beim Kofferausräumen so froh war, dass endlich jemand diesen Schrank wieder aufmacht und keine Mühe hatte, über ein paar Stunden da drin eingesperrt zu sein).
  • TEENAGER!!! (L. ist mit zwei Hosen und drei T-Shirts, Hoodie und Winterjacke übereinander nach Hause geflogen, weil es sonst gewichtstechnisch schwierig geworden wäre mit dem Gepäck)
  • Banner: ich bin jetzt fertig mit Geburtstagskarten, ich bestelle Banner und Bauzauncover!
Wie man erahnen kann: wir haben ihn wieder, wir sind alle sehr, sehr froh, er hat ausgeschlafen, sich sehr über ein Schweizer Frühstück gefreut, wir haben sein Zeug ausgeräumt (er hat so coole Sachen eingekauft als Erinnerungen) und es war ein smarter Move, heute direkt für ihn einen Friseurtermin auszumachen, weil: erstens viel Haare, zweitens: ich hatte ihn für insgesamt über eine Stunde im Auto für mich allein und er hat so, so, so, so viel erzählt.
Also: soweit alles tutti (bisschen schlechtes Gewissen: ich hatte direkt nach Abflug sein Bett abgezogen und frisch bezogen, das war halt im August. Als er gestern heimkam und todmüde war.... ist mir aufgefallen, dass er halt gar keine Bettdecke drin hatte und es ein bisschen kälter ist als minus 10000Grad.), wir haben heute abend zweites Weihnachten gefeiert und es ist so toll, ihn wieder zu haben. (Sonst: Tisch und 6 Stühle gekauft, das wird hoffentlich sehr, sehr cool werden!)
Uff.



Donnerstag, Januar 08, 2026

080125

What a day. Es fing gestern abend dann richtig an zu schneien, ich machte noch ein Foto für L, der in Tokyo zum Frühstücken ging.


 Der Hübsche hat wieder Bedenken zum Radeln angemeldet und naja, ich habe wirklich Mühe mit Planänderungen (der Plan ist ja jeweils aus einem guten Grund so), aber eben: bei Schnee und mehr Schnee und eben eh nur einem nicht mal halben geplanten Tag IM Büro, habe ich dann zähneknirschend Vernunft walten lassen und umgeplant. Doofster Punkt neben kein Schwimmen (habe eh Muskelkater, stattdessen habe ich eine Sportrunde daheim eingeplant) halt: der Gemüsekorb muss irgendwie heim. Ich habe dann eine Fahrt mit dem Mini statt dem Rad eingeplant. 
 Geschlafen habe ich erwartungsgemäss schlecht, ich hhatte mein Handy auf laut gelassen, um nicht zu verpassen, falls L. doch noch irgendwas vor dem Abflug brauchen würde (2:45h unsere Zeit). Hat er dann nicht, aber er hat uns up to date gehalten, was mich dann extra nervös gemacht hat, weil seine Mitreisenden... naja, ein anderes Timemanagement hatten als ich es gehabt hätte. Aber egal: irgendwie wurde die Gitarre im Handgepäck und das zu ändernde Ticket (?) geregelt und sie haben das Gate zum Boarding der ersten Gruppe erreicht. Aus irgendwelchen Gründen hat er an Bord auf WLAN, der Flug nach München geht zwar eine seltsame Route ("Komm, lass uns mal obenrum rechts fliegen statt wie sonst grad nach links)




Frühstück, kurz Schnee anfassen, dann Sportründchen (jhabe gemerkt, dass das offensichtlich nicht mehr mein Standardkreislaufsetup ist oder mir die Woche in den Knochen sass oder was auch immer, ging nicht sooo gut).
Ab acht dann weiterwerkeln, ich hatte heute nur ungefähr anderthalb stundne Zeit, um Sachen eben zu erledigen, der Rest des Tages war vollgebucht mit Meetings.
Um 11 sauste ich in die Tiefgarage, merkte, dass ich im Mini lang nicht mehr gefahren bin, aber naja, ist jetzt auch nicht sooo schwer. Hinweg war ein bisschen spannend wegen Matsch überall, Rückweg war dann ein bisschen spannend, weil ich erst genau den Weg gefahren bin, den ich sonst mit dem Rad fahre und dann schon ein bisschen aufpassen musste, iht mit dem Auto auf den schmalen Radweg abzubiegen.
Stellt sich raus (keine Überraschung): zu dem Gemüseabholort kommt man mit dem Rad einfach schneller als mit dem Auto. (Deshalb habe ich ihn ja auch so gelegt).
Wieder daheim: Schnelles Mittagessen (eine Überraschungsbox aus dem Tiefkühler aufgetaut und einen Chicoree-Orangensalat gemacht), mit den letzten Bissen im Mund mit dem Hübschen verabredet und zu einem schnellen Latsch zum Coop verabredet, da brauchen wir definitiv noch Brot für heute abend, bevor wir eben zum Flughafen aufbrechen.
Die Nachmittagsmeetings verbringe ich dann im Stehen auf dem Kippelbrett, das wir ja damals im Kindergarten angehalten wurden zu kaufen, nachdem bei allen Kindern irgendwelche Defizite diagnostiziert wurden, immer genau die, wo das Team einen Fortbildung besucht hatte --> ich erinnere mich an die vermeintlichen "persistierenden frühkindlichen Reflexe", aber das wars nicht, was durch das Wackelbord geheilt werden sollte. Egal. Wir haben dieses Riesentrumm, von irgendeiner Schweizer Schrienerei in kelinen Stückzahlen produziert, sauteuer, super hässlich, die Kinder haben es seinerzeit als Katapult genutzt, das fand ich nicht gut (BabyL sollte das Geschoss sein), ich habe es schon so oft versucht zu verschenken, aber keiner will das Ding. Dieses Mal Kammerlausmisten war ich total committed, es endlich wegzuwerfen, aber dann habe ich lauter Balanceboardblablabla-Werbung auf Insta ekommen und jetzt habe ich es, bevor ich es wegwerfe, mal als Draufsteh-und Hampelding auf Bewährung. Ich habe immerhin schon richtig Rückenweh.
Dann um sechs ist endlich alles vorbei, wir essen schnell ein paar Happen Brot, Hummus und Salat und dann geht es schon mit dem eingepackten Begrüssungsbanner auf die Autobahn und ab zum Flughafen. Ich bin so aufgeregt!!!

Zuckerhut, Radicchio, Feldsalat, Lauch, Rote Bete / Randen, Rote Minikartoffeln, Karotten, Rosenkohl am Stengel, Superschmelzkohlrabi, Petersilie udn DOPPELT SO VIELE EIER (Hintergrund: aktuell bis Februar wird nur alle zwei Wochen ein Korb geliefert, das wissen die Hühner aber nicht.)

 

Mittwoch, Januar 07, 2026

070126

Heute ein bisschen aufregender Tag, weil:

erstmal Radeln in der Früh, nach einem Tag Pause (ja, man kann sich alles spannend reden!). Die Eisplatte auf der Brücke ist verschwunden, Strassen waren alle eisfrei. Kalt war es natürlich, aber deutlich weniger kalt als am Montag. Ich war richtig früh dran heute und schon um 7:25 mit meinen 40 Bahnen fertig. (Habe auch echt Gas gegeben, ich hatte nämlich um viertel vor neun einen Arzttermin mit einer knappen halben Stunde Fussweg dorthin und wollte noch vorher im Büro vorbei, Platz erwischen und Leuten hallo sagen und checken, ob es was dringendes gibt).

Ich wurde von 8 Nachrichten auf WA erwartet, d.h. mir ist erstmal das Herz in die Hose gerutscht. Aber: hatte sich alles gelöst. L. hatte falsche Infos über maximales Gepäckgewicht für den Inlandsflug von der Austauschorganisation bekommen (ah, der Check in für den internationalen Flug lief beim zweiten Versuch nahezu problemlos, wir mussten halt die verschiedenen falschen Angaben, die die Buchungsorganisation gemacht hatte, korrigieren...) und deshalb Übergewicht bezahlen musste. Kommt auf die Liste von "Meine Güte, ernsthaft?!"

Fussweg zum Arzt war dann super, obwohl meine Bürojacke im Moment eher dünn für die Temperaturen ist. Aber Schuhe mit Wollsocken drin und ein Pulli über dem Langarmshirt haben es dann mit Mütze und Handschuhen angenehm gemacht.

Wegen der Aufregung um L.s Reise war ich gar nicht richtig nervös für den jährlichen Arzttermin (beinhaltet ja Brustkontrolle, da hatte ich ein paar nicht so schöne Erfahrungen). War auch ok, Brustkontrolle ist super, Bayer hat die Liegedauer der Mirena mittlerweile auf 8 Jahre (für Verhütungszwecke) verlängert (finde ich aus beruflichem Blick sehr interessant, sowas auch retrospektiv zu machen, persönlich finde ich es sehr praktisch), d.h. ich kann mir da weitere 2 Jahre keine Gedanken machen, und der Rest ist alles undramatisch und braucht nur eine Schachtel Tabletten und eine weitere Kontrolle.

Puh.

Auf dem Rückweg in den Turm gönne ich mir ein "Vanillechrüzli" vom Bäckerstand auf dem Marktplatz (und halte mich zurück, im Stand des Birsmattehof aufzukreuzen und einfach nur "Hallo, ich habe euren Korb und finde ihn so super" zu sagen, weil: naja, den Korb krieg ich ja morgen, das wäre vllt ein bisschen weird gewesen).

Mit Hörbuch auf den Ohren ist es eigtl  sehr nett, so durch den kalten Tag durch die hübsche Stadt am Rhein entlang zu spazieren (naja, oder eher "zu eilen", ich gehe ja nie richtig langsam). In der Apotheke löse ich noch zwei Rezepte ein, einmal das frisch bekommene, einmal das per Post geschickte Followuprezept für die Migränetabletten (Note to myself: Rezept gilt 6 Monate und ich Schlaubi habe es NICHT in der Apotheke daheim, sondern der bei der Arbeit deponiert).



Dann: endlich wirklich arbeiten. Durch das andauernde Reinraus / Kaltwarm ist es heute so, dass mir auch am sonnigen Fenster mit Strickpulli nicht zu heiss ist, das ist doch mal schön.

Meeting mit meinen zwei Kolleginnen für unser grosses Dauerprojekt, ich hab mich sehr gefreut, die beiden wiederzusehen.

Zum Mittagessen flitze ich schnell in den anderen Turm für einen Salat (schmeckt ein bisschen fad, auch wenn es sehr lecker aussieht).



Dann: Weiterwerkeln, um halb zwei muss ich pünktlich mit Kopfhörern draussen im guten Handyempfangsnetz stehen. Ich wurde nämlich last minute zu einem wichtigen Call eingeladen, das direkt vor meinem Brilleabholtermin stattfindet. Also wähle ich mich mit Handy ein und wandere nochmal den Rhein entlang, über eine andere Brücke und dann zum Optiker. Das Call ist superinteressant und wichtig, die Brille sieht ein bisschen anders aus, als ich sie in Erinnerung hatte (hätte halt einfach aufs Bild schauen sollen), passt aber, unauffällig, leicht und sehr irritierend: mit riesengrossem Sichtfeld in scharf für den Bildschirm (bin so gespannt, was mein Nacken sagen wird), dafür erkenne ich niemanden mehr, der ausserhalb meines personal spaces steht (zB am Schreibtisch entlang geht oder so. Ich erwarte richtige Produktivitätsschübe, jetzt wo ich nur noch den Bildschirm sehe. Und bin gespannt, wann ich das erste Mal mit der neuen, falschen Brille aufs Rad steige und nix sehe....)


L. kommt in Tokya gut an, sie warten noch ewig auf alle anderen Rückreisenden und verbringen heute abend noch einen Abend gemeinsam in einem Airporthotel, bevor es morgen für alle zurück nach Europa geht. L. hat all seine Koffer, auch die vorgeschickten, wiederbekommen, morgen um sechs (für ihn) kriegt er nochmal Frühstück, unsere Zeit um viertel vor drei fliegt er ab, ich werde ... nicht so gut schlafen, glaube ich.

Heimradeln ist gut, aber kalt. Es kommen mir irgendwann sogar Schneeflocken entgegen, schön!

Daheim warten die Fotobücher im Briefkasten, sind richtig gut geworden, so sehr sie mich auch gestresst haben!

Ich packe meine Taschen für morgen um, zum Essen gibt es nach dem sparsamen Salat heute Mittag was, was ich mir in der Kälte auf dem Rad überlegt habe: Rösti (verfeinert mit Trüffelpaste), überbacken mit Raclette, dazu Spiegeleier und frisch gemachtes Karotten-Erbsengemüse. (Da fällt mir ein: heute kam der Newsletter von der Birsmattenhofgenossenschaft, ich muss mich für die Arbeitstage nächstes Jahr anmelden!)

Ui, es gibt eine Wunschlistenfrage:

Haben Sie für dieses Jahr wieder ein Bücher-Ziel? Wenn ja - weniger als letztes Jahr?

Antwort ganz banal: ja und nein, gleich viel :-) (Review der historischen Daten zeigt: 80 Bücher sind eigentlich ein Ziel, das über die Jahre hinweg ganz gut erreicht wurde, auch die totale Seitenzahl war eigtl immer in einem ähnlichen, leicht höheren Rahmen. Deshalb: keine weitere Steigerung, aber kein Grund, zu reduzieren. Wenn man überhaupt einen Grund für ein Ziel, dessen Erreichen oder Verfehlen genau NULL Konsequenzen hat, braucht.)

Dienstag, Januar 06, 2026

060126

 Jajaja, gestern war das noch das falsche Jahr, jetzt ist es halt zu spät.

Naaaaaja.

Heute also: verwegen ungewohnt geplanter Tag, weil ich ja NICHT mit dem Rad unterwegs war (und das natürlich ungefähr 1000x hinterfragt habe, weil SO KALT WAR ES GAR NICHT. Naja. Morgens beim Aufstehen waren es draussen -9.5°C, ich gebe zu, es war recht gemütlich im Bus.

Ich war superfrüh hier, sah den Sonnenaufgang von oben, es gab ein fantastisches Licht und man konnte richtig gut sehen, dass die Scheiben vermutlich von innen und zwischen den Scheiben geputzt worden waren, aber aussen ganz sicher nicht. Man sieht so aber mein neues Kleid, das ist sehr, sehr mag. Passt gut zu recht alten und warmen schickeren Stiefeln.




 (Im Lauf des Tages zeigte sich, warum ich die so lang nicht mehr anhatte, neben der Tatsache, dass ich sie vielleicht ein bisschen vergessen habe und viel im Homeoffice gearbeitet habe und da keine hohen Schnürstiefel anhatte: erstens weil mein Spann zu hoch ist am linken Fuss und deshalb nach einer Zeit weh tut und zweitens weil das Profil des rechten Absatzes abfällt. Das wurde dann ein spannender Heimweg mit zwei unterschiedlich hohen Absätzen und dann halt einem, der gar kein Profil hat. Tschüss, Stiefel!)

Im Lauf des Tages wurde es dann übrigens entweder durch die vielen Leute hier oder die aufgedrehte Heizung oder halt frühlingshaften Temperaturen draussen (der Schnee, der zwischendrin fiel, ist sofort wieder weggetaut) wieder so warm, dass ich mich für das Hemdchen unter dem Strickkleid verfluchte (bin kurz davor, in Kleinkinderoutfit "Unterhemd und Strumpfi" rumzulaufen, oder, wie der eine kleine Neffe es neu und ganz anders und so ist es natürlich cool, nennt: "Sockenhose".

Dann: Arbeitstag. Läuft gut, ich nehme die Sachen auf, die Ende des Jahres mit Vollgas "geparkt" wurden, es wird ein spannendes Jahr.

Mittags bin ich dann schwimmen gegangen, das war eine ganz andere Welt. Ein Kollege hat mir das danach bestätigt: früh morgens gehen mehr Frauen als Männer schwimmen, mittags mehr Männer. Und überhaupt mehr Leute. Und die Mittagsmänner schwimmen auch anders als die Morgenmenschen: es wird reingesprungen, es wird gespritzt, es wird sich am Rand unterhalten, ich habe mehrfach Wasser geschluckt und wurde von Wellen getroffen, damit hatte ich so jetzt nicht gerechnet, ich bin eher mit den stummen, ruhigen MorgenschwimmerInnen vertraut. Aber: tat gut, danach ein schnelles Essen, um den Nachmittag zu überstehen ohne Unterzucker.

neues Kleid und alte Schuhe


Nachmittag voller Meetings, alle sind friedlich, alle sind guter Dinge, das ist sehr angenehm.

Heim geht es wieder mit dem warmen Shuttlebus, ich treffe eine superliebe Kollegin und wir verschwatzen die ganze Fahrt. An der Haltestelle treffe ich den Hübschen, wir laufen gemeinsam nach Hause (ich mit meinem Hinkestiefel), der Hübsche stimmt mit mir überein, dass es so kalt nicht mehr ist und ich morgen seinen Segen habe für Radfahren (nicht dass ich den bräuchte, aber eben, Sie verstehen, wie ich es meine.) Yay, keine Mittagsmänner mehr für mich!

Daheim wartet die zweite Kiste Crowdfarming-Orangen und ich muss die Kaffeelieferung ein bisschen suchen. Klärte sich: die Planzerleute haben sie einfach zu den Briefkästen an die Strasse gestellt und unser Nachbar möchte nicht, dass sie geklaut wird und hat sie uns auf die Terrasse gestellt. Damit habe ich jetzt auch ein paar Pappkapseln für Wanderkaffee, die ich dann, wenn ich es übers Herz bringe, einfach in den Wald schmeissen kann, ohne mich wie eine totale Umweltsau zu fühlen. 

Ausserdem kam das Triptanrezept, ich bin also auch da wieder versorgt. 


L. hat ein Bild geschickt aus Kyoto mit "Ich glaube, ich brauche doch einen Haarschneidetermin". Joah. (er war ja beim Friseur, der hat ihm aber trotz langer Diskussionen nur Millimeter abgeschnitten und dann war es irgendwann auch schon egal.)



Spannender Moment dann heute abend ab 20:45h: Wir sollten L. einchecken können. Mal sehen, ob das so gut klappt wie beim Hinflug (gar nicht.)