Mittwoch, April 02, 2025

020425

 Mittelgut geschlafen, ich war ja gestern abend noch sehr gut essen (Falls Sie mal in Basel fine dining mit surprise Menu wollen ohne direkt Sterne-Preise zu zahlen: das "Rubino's" ist richtig gut) mit einem Kollegen und externen Partnern. Dabei festgestellt: guck an, ich lerne zwar gern neue Leute kennen, aber manche davon sind nicht spannend oder aber, das ist noch schlimmer, nicht spannend UND mir nicht sympathisch. (Nicht der Kollege), spät daheim und dann ein bisschen aufgedreht. Ausserdem war es richtig, richtig stürmisch, heute morgen aber dann strahlender Sonnenschein und lauwarm, ab Mittag dann HEISS!

Sportründchen, Homeoffice mit vielen Meetings am Morgen. Ich hatte Q. extra noch gefragt, wann wir mit ihm zum Mittagessen rechnen können, dann deutlich später geplant als sonst und das Essen auf drei Personen gestreckt, nur um halbverhungert kurz vor fertig zu lesen "Upsi, vergessen Bescheid zu sagen, Fahrstunde (die VORLETZTE. Hoffentlich) wurde vorgezogen, hab schon gegessen, bye)"

Oke. Gibt es halt noch eine Extraportion dieser Ramen hier, war eh lecker.



Dann: Wäscheaufhängen in der Knallsonne, leichte Kopfschmerzen nach einem intensiven Nachmittag incl Emails beantworten, Minutes schreiben und Meeting zuhören in parallel... Könnte auch damit zusammenhängen, dass wir die Termine für unsere "Das ist unsere neue Orgstruktur und das bedeutet es für Euch" Townhalls haben, nächste Woche. Kaninchen vor der Schlange weiss jetzt, wann was passiert, immer noch nicht, was. yay. (Embrace Ambiguity, Change is our constant, yallah, yallah).

Jetzt ist aber alles rum, es immer noch verwirrend hell und ich muss die letzten Reste des Gemüsekorbs (noch ein bisschen Rucola) in Spaghetti verwandeln (also, Sie wissen, was ich meine), damit wir morgen mit einem leeren Kühlschrank starten!

Bye.

Mein heute neu gestartetes Notizbuch <3


Wunschlistenfrage

Wie engmaschig und intensiv lernen Sie mit den Söhnen - also seit Grundschulzeiten bis jetzt? Wie viel Eigeninitiative wird bei Ihnen von Elternseite gefordert? Weil: Ich hier manchmal mit dem Kind an Grenzen stoße und schwanke zwischen: das Kind (bald 10 und dann auf der weiterführenden Schule) einfach laufen lassen oder immer wieder "hinterherlaufen" und fordern. Bei Ihnen wirkt das sehr eingespielt.


Hm. Die Kinder sind jetzt 16 und fast 20, die Grundschulzeiten sind lang her. Generell ist unser Angang an das Ganze: wir würden das am liebsten nicht machen und die Kinder sollen gern in der Schule lernen, wie man lernt und sich selber organisieren. Uns ist wichtig, dass sie das selber können und damit das Selbstvertrauen haben, dass sie wissen, wie man lernt und das Erfolgserlebnis, das alles selber geschafft zu haben. (Ich hatte das nicht, mir wurde daheim mehr oder weniger beigebracht, die Lehrer in der Schule sind alle mehr oder weniger inkompetent, ohne engmaschige Betreuung meiner Eltern wäre ich verloren und würde nie im Leben was hinkriegen. Das möchte ich für meine Kinder nicht.) Ich habe tbh nicht unendlich grosses Interesse daran, "jetzt nochmal Latein zu lernen" oder "endlich mal mit Italienisch zu lernen" oder "meine Algebrafähigkeiten aufzupolieren". Ich hatte das alles, ich würde mich gern nur noch mit den Sachen beschäftigen, die mich interessieren, ich habe lang genug gezeigt, dass ich das alles lernen kann, wenn ich muss. 

Aber. Das ist natürlich ein bisschen an der Realität vorbei, weil wir beide halt auch nicht zuschauen wollen, wie unsere Kinder eben strugglen und dann total den Spass an der Schule verlieren. Dazu kommt, dass durch das Schweizer System, alle Kinder in der Primarschule bis zur sechsten Klasse zusammenzulassen ohne jede Differenzierung in unserem Fall so lief, dass die Anforderungen in der Klasse sich an den Schwächsten orientiert haben. Das sind unsere beiden definitiv nicht und so haben sie diese sechs Jahre auf einer halben Pobacke abgesessen ohne auch nur ansatzweise gefordert zu werden oder aber zu lernen, dass man lernen muss geschweige denn, wie man das macht. 

Als sie dann auf die erste weiterführende Schule kamen, kamen sie ganz schön auf die Welt, weil auf einmal nicht mehr alles easypeasy war und alles, was über Minimalstanforderungen hinausging, abgefeiert wurde. Da zu erkennen, wer von beiden in welchen Bereichen wann welche Hilfe braucht, war gar nicht so einfach. Beide Kinder sind unterschiedlich, arbeiten und lernen unterschiedlich, reagieren unterschiedlich, der Hübsche und ich sind aus guten Grund keine Lehrpersonen, weil meine Güte.... das ist nun schon nicht unser strong suit.

Wir haben aber einen Weg gefunden, beide so zu unterstützen, dass sie das mittel-/langfristig alleine hinbekommen. Das ging bei dem einen Kind, bei dem einen Fach vielleicht schneller als bei anderen. Für uns war klar, dass das Hauptziel immer sein würde: die Kinder kriegen das alleine hin, aber wir greifen ein, bevor es zu weit in den ganz falsche Richtung geht. Wir stehen immer als Hilfe / für Fragen bereit, da gibt es fast keine red lines. Je nach Situation kann das auch heissen: Wir machen zu dritt ein physisches Poster in einer Nachtschicht fertig, auch wenn eigentlich lang genug dafür Zeit war. Wichtig ist, dass die Kinder die für sie passenden Tools und Möglichkeiten zum Lernen finden, das können andere sein, als sie für uns passen. (Ich bin grosse Merki-Schreiberin, L. und seine Klassenkameraden fanden die auch gar nicht schlecht, aber ich möchte nicht bin alle Ewigkeit während dem Repetieren shared Google Docs mit Titeln wie "alles, was man über Napoleon und die Schweiz wissen muss" erstellen. Wenn die beim Lernen helfen, guckt, so gehts, pls help yourself.).

Das lief nicht immer so entspannt und selbstsicher, wie es sich hier liest, aber es kam gut raus, können wir zu diesem Zeitpunkt sagen, denke ich. Ich weiss nicht, wann einer von uns mit Q. das letzte Mal gelernt hat, ist echt lang her. Bei L. sind wir auch recht weit raus, es gibt Fächer, die er gern mit uns noch bespricht (ich bin die go-to-Person für Geographie und Geschichte, immerhin ist der doofe Napoleon vorbei, Mathe macht er mit dem Hübschen. Wir sind beide gespannt, ob und wer am Wochenende bei Chemie angefragt wird, da würden wir alle drei gern helfen :-)) 

Dienstag, April 01, 2025

010425

 April: damit ist ein Viertel des Jahres rum. Ich finde ja, der Start, den wir hatten, war so holprig, dass wir smooth sailing from here verdient hätten. Hat das jemand mitgeschirben? Danke.

Für April sind in dieser Hinsicht (naja, und halt generell) geplant:

heute Abend direkt ein Work Dinner mit externen Partnern. Bei denen haben die Firmenstruktur und die Kontaktpersonen geändert und mein Kollege und ich sind die einzigen von unserer Seite, die in Basel sind, also. Neue Leute kennenlernen, für nicht so lang, weil ich das Jöbli ja abgebe.

Auch hier: Den Jöbli-Chef daran erinnern, dass er mir jemand zugesagt hat, der am 1. Juli spätestens das Jöbli übernehmen wird. Ich glaube, er kann sich noch nicht vorstellen, dass das wirklich so viel Arbeit ist und dass ich wirklich am 30. Juni eob den sprichwörtlichen Stift fallen lassen werde.

Ausserdem: Haare blondieren (bisschen aufgeregt, ich habe einen Toner, der "white silver" heisst. Wenn das nix wird, dann Buzzcut)

Ich werde bei der ersten GV der Kolchose, wie der Hübsche es nennt, --> der Gemüsegenossenschaft teilnehmen.

Mein Jöbli-Partner und ich halten zwei Workshops für unser gemeinsames Weltrettungsprojekt.

Ich werde einer lieben Kollegin mit gleichem Vornamen adieu sagen, die gekündit hat.

Dann: Osterferien. Die Kinder haben zwei Wochen frei, ich habe eine. Ein paar Tage davon kommen mein Vater und seine Frau auf CH-Besuch (naja. Man hätte das anders planen können, so dass es nicht mit unserem Ostertrip nach München und L.s Futura-Kurs kollidiert, aber hat man nicht. Naja.) Ich plane einen Besuch im Kloster Muri, nochmal Habsburgerherzen anschauen. Ausserdem habe ich mindestens einen Tag ganz für mich allein frei, ich möchte da was richtig nur für mich machen, denke Wanderung.

Dann: Osterfeiertage wie immer in Bayern, diesmal aber bisschen anders. Ich freue mich auf Freundinnen, habe Respekt vor Pflegeheimbesuch und bin ein bisschen gespannt, was auf dem Grundstück meines Elternhauses seit dem Verkauf passiert ist.




Montag, März 31, 2025

310325

 Schau an, Q1 vorbei. War jetzt eher ruckelig, der Jahresstart, würde ich sagen. Aber gut, wir haben ja noch 75%, die es rausreissen können!

Heute: schon mal gut geschlafen. Vogelwild wie ich bin, habe ich den Wecker NICHT schon um halb sechs gestellt, sondern erst um sechs. Mit vollem Risiko, dass ich eben vor der Physio nicht mehr meine Sporteinheit schaffe und dann voll unaufgewärmt und mit steifer unbeweglicher Schulter da auflaufe und alle traurig sind, dass nix vorwärts geht. Aber: es war Zeitumstellung, wir haben gestern abend lang gebraucht, um ins Bett zu kommen (unter anderem, weil wir sehr lang gebraucht haben, um zu realisieren, dass die Folge, die als nächstes auf der Battle Star Galactica Blu Ray war, die extended version der Folge davor war. Wie kann man so was doofes machen? Und nicht mal die Folgennummern oder Titel irgendwo im Menü oder im Booklet hinterlegen? Wir sind durch eine Amazon-Kritik darauf gekommen. Anyway. Man hätte es auch schon 15min eher realisieren können. Ich sag noch: "Schau, da wollten sie die gleiche Folge nochmal aus einer anderen Perspektive drehen und fanden die ursprüngliche so gut, dass sie das meiste nochmal genommen haben". Hätte auch sein können, find ich.), ich wollte einfach nicht um halb sechs aufstehen. Erzieherisch total wertlos war der Arm dann beweglich wie nie, ich habe oft aus Gewohnheit dagegengehalten, weh getan hat es noch lange nicht. Vielleicht muss ich doch nicht immer vorher Sport machen?

Dann: fast meetingfreier Tag und ich bin ein bisschen ins prokrastinieren gekommen, aber das ist auch mal ok. Wir haben jetzt ein gerüchteweises Datum für die Info, wie es mit unserer Abteilung weitergeht, bis dahin wird es eh sehr, sehr unproduktiv werden, zumindest im Büro.

Beruhigende Erkenntnis: Ich bin keine Expertin in allem (zB Toxikologie), aber ich erkenne, ob ein Assessment Hand und Fuss hat oder eher: wenn ein Assessment keins von beiden hat. Meine Güte....

Zum Mittagessen gab es Mangoldquiche und Salat. Wie danach beim Ragewald durch den Wald festgestellt: Quiche ist halt schon so ein langweiliges Essen. Nie richtig schlecht, aber auch nie richtig gut. Und Mangold ist auch so ein langweiliges Gemüse, halt grün. Aber: es gab fancy Salat dazu, der hat nach mehr geschmeckt.

Sonst: Jonny hat einen Schmiss über der Nase, aber ich hoffe, dass Kratzer nicht so schlimm sind wie Bisse. Sansa hat schon den zweiten Zeck dieses Jahr, diesmal einen Riesen-Oschi unter dem Kinn (habe sie natürlich weggemacht), das wird noch lustig....

Morgen dann: nicht vergessen, dass ich mit dem Shuttle in die Arbeit fahren wollte, nicht mit dem Rad, weil abends eben Dinner und ich nicht im Dunklen heimfahren will.

Gesehen:

"Shining Girls" eine Hammerserie, Thriller, Zeitreisen, Elisabeth Moss. Ich glaube, ich habe viel verpasst und bin gespannt auf das zugrundeliegende Buch.

Gelesen:

Nach "Butter" habe ich jetzt "Brüste und Eier" ausgelesen und naja, ich war nicht ganz so genervt, aber ich brauche trotzdem erstmal eine Pause von japanischer Literatur ("Die Ladenhüterin" habe ich noch auf dem virtuellen Stapel). Ich habe irgendwie Mühe mit dem Erzählflow, wo so gefühlt wahllos auf unzusammenhängenden Aspekten rumgeritten wird und dann ist es auf einmal aus. Ich glaube übrigens, dass die Leute, die die Buchbeschreibung geschrieben haben, das Buch nicht ganz gelesen haben, sondern nur ca 25%. Dann geht es nämlich um was ganz anderes. (Folgen Sie mir für mehr durchdachte, professionelle Literaturkritik!) Und ja, die Sorgen und Nöte wirken total fremd für mich und ein bisschen ... flach? Platt? (Kann gut sein, dass mir da halt einfach das kulturelle Verständnis fehlt, aber sowohl die Koch-/Essthematik in "Butter" als auch die Kinderthematik in "Brüste und Eier" wirken für mich so künstlich aufgeblasene non-issues.)


Sonntag, März 30, 2025

300325

 Ausflugstag!

Mein Wecker läutete um halb acht, das liess mir genügend Zeit für Aufstehen, fertigmachen, Kaffeetrinken und genügend frühstücken, dass ich fit genug bin, um zu meiner Frühstücksverabredung mit Schwester und Babyneffen nach Basel zu radeln. 

Wetter: noch recht kalt, aber traumhaft schön:



Buff gibt warme Ohren und dicke Backen

Wir waren im Avant Gouz, das hatte ich auf einer der "10 besten Brunch Locations Basels"-Liste gefunden. Sehr hipsterig im nicht gentrifizierten Teil von Kleinbasel, sehr ansprechende Speisekarte. Wir hatten erst ein bisschen Sorge, als trotz Erwähung auf dieser Liste um halb 10 halt noch gähnende Leere war. Aber: Zeitumstellung, Hipsterviertel, nach einer Stunde war es rappelvoll. Essen und Kaffee waren super (und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Eggs Benedict gegessen, die da oben aussehen wie eine Dampfnudel)

Dann: Spaziergang durch ein frühlingshaft lebhaftes Basel, das war sehr, sehr schön!
Und dann habe ich ganz verrückt den Hübschen angerufen und gemeint, er solle doch zum Vitra-Campus kommen, ich würde rüberradeln und wir könnten uns endlich die Nike-Ausstellung (und halt den Campus) anschauen. Wir waren da vor über 10 Jahren das letzte Mal.
Google Maps lotste mich per Fahrradroute schon ganz gut dorthin, aber eben: das Dreiländereck, mit Hafen, Autobahn, Bahnstrecke, drei Grenzen, Baustellen, die Strassen werden zT dreistöckig übereinander geführt, mir war nicht wirklich klar, wo ich wann rauskommen würde. Aber: zack,da.


Ich bin ganz ehrlich: ich kann mit Design (und Architektur) genauso wenig anfangen wie mit Kunst, aber es war schon nett, das alles anzuschauen. Bisschen Respekt (oder auch Augenrollen) habe ich jetzt wieder vor der Einrichtung nicht nur unseres Büroturms, sondern ALL unserer Firmenräumlichkeiten (incl der fürs Homeoffice zur Verfügung gestellten Bürostühle), jetzt wo ich gelernt habe, dass sogar die einfachsten, unbequemsten Meetingraumstühle Eames-Designerstücke sind.

Helmfrisur und Wind, aber guter Dinge


Designstuhl vor Design... Holzhaus?

Falls Sie budgettechnisch flexibel sind, gibt es extra Homeoffice-Inspirationen

Wohnzimmerinspiration, der "offene Kamin" war keiner

Nicht schön, nicht bequem, aber bestimmt teuer: ein rosa Marmorbad





Die Nike-Ausstellung haben wir dann auch noch gefunden. War ganz interessant, ich glaube, für den Hübschen als Sneaker-Afficionado noch mehr als für mich. Vor dem Heimfahren brauchte ich dann dringend noch einen Snack im Museumsbistro und dann ging es über dröflzig Grenzen (Deutschland-Schweiz-Deutschland-Schweiz) wieder nach Hause. Das war ein echt schöner Auflugstag!

Q. hat mir dann noch seinen Messerschleifer erklärt, der Hübsche ist rennen gegangen, L. kam vom Pfaditechniktag nach Hause und naja, irgendwie bin ich jetzt die Letzte in der Duschschlange.. Hm.

Heute abend dann Süsskartoffel-Lauch-Curry (der Reiskocher sprotzt schon wieder, aber nicht so schlimm wie auch schon. hm.), die erste Folge "Bosch Legacy" der finalen Staffel und dann ist auch schon wieder Montag. Hm

Samstag, März 29, 2025

290325

 Mittelmässig ausgeschlafen (die neue Bettwäsche raschelt nicht nur, sondern fühlt sich arg an wie so ein kratziges Papierhandtuch, mit dem man im Krankenhaus manchmal abgedeckt wird. Nicht die vorgewärmten Decken für im Notfall, sondern die anderen. hm. Aber in warm und ich bin mir noch nicht sicher), auch weil zwischendrin Katzengeschrei. Was ich total verschlafen habe (also in echt, ich schwör, nicht schlafend gestellt, weil keinen Bock): Sansa hat eine Maus hochgeschleppt und der Hübsche hat sie gefangen und ausgesetzt. Dafür war ich halt um viertel nach sieben wach, habe bis kurz nach halb acht ausgehalten und dann Kaffee gemacht.

L. hatte ein Englisch-Präsentationsübungsding abgemacht, deshalb habe ich Semmeln geholt und wir haben relativ früh gefrühstückt (für Samstag)

Dann: Englisch für L., Mathelernen für Q., Ragewalk mit frische Berliner mitbringen am Ende (die Klasse, die neben dem frische Berlinerfrittierstand den Kuchenstand aufgebaut hatte, hat mir echt leid getan) für den Hübschen und mich, viel Haushaltsgedöns, Kinderbetten, drölfzig Wäsche, dann Kinder aus dem Haus scheuchen für verschiedene Pfadiaktivitäten und dann schauen, ob das Wetter schön genug ist für einen schon länger angedachten Ausflug: nein. Also: chillen, räumen, Kombucha "wechseln" (der Hübsche hat gestern einen im Esszimmer fein dispers verteilt und das einzige, was ich geschafft habe, war mich so zurückzuhalten, dass ich nicht in roter Wut austicke, weil so unnötig. Ich habe halt nix gesagt, mehr ging nicht. Nachdem Saubermachen wurde es dann aber doch ein netter Abend. Und heute musste jemand nochmal wischen, weil immer noch klebrig), mit Serienunterstützung Essen vorbereiten. Und dabei kam ich dann irgendwie in den Flow, es gab nicht nur heute MacnCheese mit Bärlauch in der Sosse und karamellisierten Schwarzwurzeln dazu, für morgen früh sind Mangos, Orangen, Kiwis, Granautapfelkerne in müslitaugliche Portionen geschnippelt, für morgen Abend steht ein Lauch-Süsskartoffel Curry bereit, in den Ofen geschoben zu werden, eine grosse Schüssel Salat ist gewaschen und gemischt und für Montag oder so ist die Füllung einer Mangoldquiche bereit. Ich musste mir aktiv sagen, dass jetzt genug geschnippelt ist :-)

Die Kinder sind jetzt beide im Pfadibeizli, der Hübsche und ich werden wie so alte Leute eine Serie schauen und morgen (recht früh, weil Zeitumstellung) fahre ich mit dem Rad frühstücken mit meiner Schwester und schaue, dass L. rechtzeitig aufsteht, weil er Techniktag hat.

Hoffe, das Wetter ist besser :-)

Freitag, März 28, 2025

280325

 Richtig gut geschlafen habe ich heute (ich hatte eine Gel-Collagen-Maske über Nacht auf dem Gesicht gelassen. Das hat sich einerseits mittel angefühlt (man kriegt von denen halt ein richtig kaltes Gesicht, solange sie noch nass sind), aber nicht so schlimm, dass es mich vom Schlafen abgehalten hätte (und dazu gehört ja nicht viel). Als ich das dann heute um halb sechs (Sie erinnern sich? Montag und Freitag mache ich Sport noch vor der Physio....) abgezogen hat, fühlte die Haut sich halt schon echt spektakulär an. (ich habe diese da genommen und heute dann die als Nachschub bestellt. Ausserdem habe ich eine neue Lieblingssonnencreme für meine Bedürfnisse. Auf meiner Haut ist alles bisher, auch wenn es "airyfit" und "watery" heisst, sehr schnell speckig und glänzend. Die koreanischen Cremes, die ich bisher probiert habe, sind um Grössenordnungen angenehmer zu tragen und besser als die, die es hier gibt, aber eben: mir immer noch zu fettig/glänzend. Diese hier hingegen ist super, da klebt nix, der Glanz ist nicht übermässig und ich kann gut schminken danach. Ach ja: und sie rollt sich auch nicht in Futzeln ab, wenn ich drüberschminke.

Es mag schockierend sein, aber nach einer Stunde Sportprogramm ist auch eine so liebevoll gepflegte Gesichtshaut knallrot und verschwitzt.

Physio danach war intensiv, die Grenzen sind deutlich weiter als auch schon, aber holla, die Schmerzen immer noch sportlich. Danach fühlte sich meinArm an wie ein alter Einmachgummi: ohne jede Stabilität, aber halt auch nicht irgendwie krass dehnbar oder belastbar. Naja.

Arbeit: ok, Gemini kennt mich noch nicht. Nach den Cotton Teddy Bears gestern hat er sich heute aufgedrängt mit Antwortvorschlägen auf eine Email mit einer Anfrage, die im Nullkommanix korrekt beantwortbar war. Die Vorschläge gingen von "Ich habe keine Ahnung, ich muss erst die Experten fragen" über "Da bin ich die falsche Ansprechperson, bitte frag jemand anders" zu "Ich habe leider keine Zeit, auf deine Anfrage zu antworte, bitte überleg dir, ob das wirklich dringend ist." Was ist das denn für eine Arbeitseinstellung?!

Irgendwann dann Mittagessen mit Q und dem Hübschen. Ich habe nochmal im geputzten Reiskocher Reis gekocht. Er hat wieder oben rausgespritzt, allerdings nicht ganz so viel. War aber auch ein Becher Reis weniger als das letzte Mal. Ich habe beim Saubermachen gesehen, dass sich in dme Rückschalgventil an noch einer anderen Stelle Reis verstecken kann, vllt hatte ich den das letzte Mal nicht entfernt. Muss ich also nochmal testen, parallel habe ich im Wocheneinkauf direkt mal wieder die Reissorte, die wir vorher hatten, gekauft. (Ich möchte eigentlich mal wieder was anderes als Reis essen).

Draussen Traumwetter, die Frühblüher kommen, die Vögel freuen sich über die Meisenknödel, die ich noch gefunden habe. Auf dem Schlafzimmerboden spanne ich das letzte grosse Strickstück, das fertig geworden ist, ein bisschen antizyklisch ein riesengrosses doppellagiges Dreieckstuch, in das man auch als Poncho reinschlüpfen kann.

Wir beziehen unser Bett frisch, die Ikealieferung brachte ja nicht nur die Kabelaufbewahrung sondern auch frische Spannbettlaken und, ich glaube zum ersten Mal in meinem Leben, weisse Bettwäsche. Die ist jetzt gewaschen, in der Sonne getrocknet und aufgezogen und wird heute abend eingeweiht. (Nicht raschelfrei, das nervt schon ein bisschen.)

Jetzt warte ich auf den Hübschen, der beim Bartschneiden ist, dann gibt es einen Palomimosa zum Wochenendeeinläuten und dann Pizzaabend. Verdient.


Donnerstag, März 27, 2025

270325

Erstaunlich gut geschlafen, trotzdem mit schmerzendem Arm aufgewacht. Naja. Es ist nachts nicht mehr so kalt, die Katzen sind viel draussen (und dementsprechend dann den Tag über müde, Jonny schlief von halb siebenbis nach zwei in L.s Bett), ausserdem habe ich auf der Kamera von heute nacht eine Maus (in Jonnys Maul), einen Igel (auf der Terrasse) und ein blitzschnelles Wiesel (vor dem Haus) gesehen.

Beim Radeln dann mit nur einem Paar Handschuhe ok warm an den Händen, mit nur Jeans kalt an den Beinen, mit noch keiner Zeitumstellung verstörend hell, ich war mir nicht sicher, ob ich nicht vllt den halben Arbeitstag verschlafen hätte.

Arbeit dann: seit heute haben wir unsere AI Strategie ausgerollt, das wurde mittags verkündet. Schon seit morgens nervte aber Gemini in jeder einzelnen Google Anwendung (wir haben das gesamte Office-Paket von Google) mit Hilfsangeboten. Ich war dabei einen TWIMC Letter an eine Regierungsbehörde zu schreiben (musste mich sehr zurückhalten, keine lmgtfy-Links einzubauen, weil.... meine Güte!) und andauernd poppten Hinweise auf, dass man mir helfen könnte, zB einen Interview Thank you Letter oder einen Rollout Letter für eine App, die es Leuten erlaubt, Hologramme von sich selber zu amchen oder eine descriotiuon of a new line of organic cotton teddy bears.. Das fällt jetzt unter "Everyday AI" und jajajaja, ich sehe durchaus Möglichkeiten und Nutzen, aber aktuell wirkt es halt noch sehr wie Karl Klammer auf Koks und mit ADHS.

Dann habe ich mal wieder den Fehler begangen und eine vermeintlich pragmatische Lösung versucht für einen bei uns bisschen nervigen Prozess. Ach, ist ja egal, hier kommt kein Karl Klammer, der mir anbietet, das hier kurz zu fassen, deshalb schreibe ich das jetzt in lang: Manchmal (gar nicht so selten) müssen wir erklärende TWIMC-Letter an Behörden schreiben, die manche produktspezifische oder firmenspezifische oder was auch immer Besonderheiten nochmal gern separat ausserhalb unserer Standarddokumente spezifisch erklärt haben wollen. Das ist einerseits ein bisschen nervig, weil halt Extraaufwand, andererseits, meine Güte, wenn sie das brauchen, um ein Approval zu erteilen, dann machen wir das halt. Solche Briefe werden immer von zwei Personen unterschrieben, die die entsprechende Fachkenntnis und den entsprechenden Arbeitsvertrag (also: mit unserem Basler Headquarter) haben, weil das halt der Briefkopf ist und jedeR nur im Namen seines Arbeitgebers unterschreiben kann (vereinfacht erklärt, bitte da jetzt kein Compliance-Issue draus konstruieren). Vor einigen Jahren haben wir Teile von globalen Funktionen nach Kanada ausgelagert, die sind also nicht mehr in Basel angestellt, sondern bei unserer kanadischen Tochtergesellschaft. Dementsprechend können die KollegInnen von dort, auch wenn sie dem Produkt zugeteilt sind und gleichberechtigt in unseren Produktteams arbeiten, nicht für das Basler Headquarter unterschreiben. Dafür gibt es dann Stellvertreterregelungen, dass KollegInnen in Basel mit der gleichen Funktion, aber Basler Vertrag, solche Briefe mit uns unterschreiben, auch wenn sie mit dem Produkt nicht direkt was zu tun haben. Der Brief, den ich da heute fertig machte, muss spätestens morgen bei der Behörde sein (alles bisschen knapp, bis heute morgen war ich davon ausgegangen, dass es als Antwort auf eine dreizeilige Email auch eine (mehrzeilige) Email tut, aber nein, die Kollegen in dem anfragenden Land bestehen auf einem "official global statement". Unter dem Zeitdruck und der Zeitdifferenz zwischen hier und Kanada und zurück dachte ich: ach, das ist so ein no brainer content und es kam auch über commercial rein, ich frage einfach den Kollegen von commercial, ob er das mit mir unterschreibt, der ist ja recht pragmatisch. Er war auch einverstanden, ich habe also die Hilfe von Koks-Gemini standhaft abgewehrt und einen sehr formellen Brief geschrieben, unterschrieben und dem Kollegen weitergeleitet zum Unterschreiben. Der war dann schockiert, weil "das muss doch über einen Approval Prozess gehen". Darunter versteht er (und gesamt commercial anscheinend) einen Upload in irgendein Dokumentensystem, approval durch drölfzig Stellen und dann erst kann das geschickt werden. Ich habe ihn gefragt, was seine Unterschrift unter so einem Brief denn bedeuten würde, wenn kein Approval, dann wurde es ein bisschen wild und er meinte, wir müssten das auch in Zukunft so machen (und das ist ja schon ein bisschen abenteuerlich, wenn jemand von commercial jemand von Quality in einem GMP-Umfeld erklären will, dass man nicht so larifari arbeiten könne). 

Ich habe dann (musste ein bisschen an die Zeit mit kleinen Kindern denken) zwei Möglichkeiten zur Auswahl gestellt: entweder ich mache das auf unsere Art und Weise und hole mir die Unterschrift der Basler Vertretung der Kollegin aus Kanada (hätte ich von Anfang an machen sollen) und schicke es heute abend noch ab oder er kann seinen 18stufigen Approval Prozess in welchem System auch immer, zu dem ich keinen Zugriff habe, machen, dann wäre ich aber raus und er könnte mit dem anfordernden Land klären, wann das Dokument dann bei ihnen wäre. Raten Sie mal. 

Meine Güte. Für diesen Task hatte ich alles in allem 30 Minuten eingeplant und ganz sicher keine Telefonate, "aber erst nach 18h". Learning: lieber den bekannten, bisschen nervigen Prozess als einen vermeintlich pragmatischen, wo man jemand braucht, den man nicht einschätzen kann.

Der Rest der Sachen heute war dann aber vergleichweise schnell erledigt, also kam ich trotzdem noch pünktlich im Hellen zum Gemüsekorbabholen und nach Hause radeln. Yay!

 Nicht Pak-Choi, sondern das andere, was fast genauso heisst und fast genauso schmeckt, richtig viel dünne Lauche, Mangold, ein grosser Sack Rucola und Asiasalat, ein Eichblattsalat, Karotten, Kartoffeln, DIE EIER, ein grosser Sack Pflücksalat gemischt, Sellerie, Schwarzwurzeln und Süsskartoffeln. (Ich habe ein bisschen Bammel, wie viel das wird, wenn erst mal richtig Erntezeit ist). Ich sehe: viel grünen Salat (den Pflücksalat und die Kartoffeln gab es direkt mit Spiegeleiern zum Abendessen), einen mindestens mit karamellisierten Schwarzwurzeln dazu, Lauch-Süsskartoffelcurry, Ramen mit dem Pak Choi, eine Mangold-quiche und Karotten gehen eh immer weg. Sellerie: mal sehen.


Magnolienstatus daheim (auf der Nordseite): die vor ein paar Jahren gerettete Sternmagnolie ist angewachsen, würde cih sagen.

Die riesige im Garten gegenüber wird in den nächsten Tagen traumhaft aussehen!