Sonntag, September 06, 2026

060926

Vor genau 23 Jahren haben der Hübsche und ich kirchlich geheiratet. Was waren wir für Babies! Muss immer wieder dran denken, dass ein guter Freund damals, als unser "Wir sind jetzt btw doch nicht mehr nur Freunde" in unserer Clique für kurzzeitige Verstimmung gesorgt hat, wütend gesagt hat "Ich gebe euch maximal drei Monate, dann ist das vorbei!" Naja.

Anyway, unsere Hochzeit war ein grossartiges Fest und wie jemand Kluges im Internet, der am selben Tag Hochzeitstag feiert, immer so schön sagt: "Grossartiger Ehemann, jederzeit wieder"

Weil wir aber 23 Jahre älter sind  als auch schon, haben wir gestern schon in unserem Lieblingsrestaurant "roots" in Basel geschlemmt. Die sind ja umgezogen aus der schon eher schraddeligen Umgebung an der Dreisrosenbrücke, allerdings mit spektakulärem Seating am Rheinbord, in das alte "Olive" im Bachlettenquartier. Ich bin mir noch nicht socher ob ich die Räumlichkeiten dort tatsächlich besser finde (ich fand das im Rhypark halt schon einfach perfekt), aber die Lage ist deutlich besser und für uns als Bahnfahrer, weil Weinbegleitung, halt schon einfach perfekt, 10min  zu Fuss oder 2 Tramstationen vom SBB weg anstatt durch die ganze Stadt zu gondeln.

Wir haben mit einem Champagner gestartet, der des Hübschen hiess "Shaman", meiner war .... keine Ahnung, ein farbigerer, habe vergessen zu dokumentieren.

Die "Snacks" zum Beginn waren wie immer spektakulär:


kalte Tomatenessenz mit Basilikumöl. So konzentriert, so perfekt!

Ein kleines Knusperschälchen gefüllt mit irgendwas mit Trüffel, Artischocke und Artischockenchips (ich habe heimlich die Trüffelcreme, mit der das Törtchen auf dem Porzellan angeklebt war, mit dem Finger aufgeschleckt)

Gurke, mariniert, eingelegt, Kräuteressenz und bunte Hübschigkeiten obendrauf

Ein Tartelett mit "Meerrettichbuttermilchbubble" ("Am besten in einem Haps", das war ein wichtiger Hinweis, sonst hätte es eine enorme Sauerei gegeben. Die kühle, überhaupt nicht scharfe, aber trotzdem meerrettige Füllung war richtig grossartig!) 


Klassiker: Sauerteigbrot und Kräuterfrischkäse. Diesmal haben wir das Brot (und das Nachfolgebrot) auch dazu genutzt, wirklich jeden einzelnen Tropfen Sosse restlos aufzutunken.

Wein zum ersten Gang: ein österreichischer Sauvignon Blanc, der mich sehr überrascht hat: nix von der manchmal anstrengenden Fruchtlastigkeit, sondern sehr mineralisch und kühl, ich habe vergessen warum.


Perfekt passend zum "gebrannten Rettich", der in kleinen Würfelchen in einer Art Tartartürmchen unter leicht gegarten Kräuterseitlingscheiben (für den Hübschen Forelle und Forellenkaviar) versteckt war. Obendrauf 50 shades of andere Rettichgewächse, dazu eine perfekte Radieschensosse

Wein zum Signaturegericht: "kein Terrassenwein" und ganz anders, als man einen Riesling aus  Rheinhessen vermuten würde (531 ist der Kilometerstand des Rheins am Weingut): es ist ein Orange Wein und tatsächlich in der Komplexität nix für einfach so, aber zu dme "Roots garden", wo jeder Bissen anders schmeckt, passt er perfekt

Tadaa, der gestrige Roots Garden. Ich habe gefragt, wie sie es machen, wenn sie wie wir jede Woche den Gemüsekorb kriegen, und ja so nicht planen können. Aufklärung: sie haben pro Woche 2 grosse Körbe, da kriegen sie tatsächlich das, was alle anderen auch bekommen. Zusätzliche wird aber beim Birsmattenhof seit einem Jahr in etwa noch Extra Gemüse bestellt und was man dort nicht bekommt, holen sie von woanders. Aber der Roots garden ändert sich täglich, je nachdem, was im Korb war. Wie immer haben wir versucht, in Kleinstportionen rauszuschmecken, was was ist, aber bei vielen Sachen haben wir einfach versagt (Sosse diesmal aus Kopfsalat und Kräutern)


Mein Endgegner: rote und gelbe Randen, einmal in Salz gebacken und dann als Tartar, darauf einen nochmal geräucherten Tofu aus Basel, obendrauf eine Nocke aus gelben Randen, in einer Sauerrahm-Dill-öl-Sosse. Der Hübsche hatte stattdessen ein Stück Felchenfilet. Als ich ihm ein Stück von meinem Tofu zum Probieren gab und meinte: "Ich kann mir total gut vorstellen, dass der Fisch ganz ähnlich schmeckt, so mit geräuchert", meinte er trocken "Ne, gar nicht". Aber: super war es (trotzdem keine Verwertung für die Unmengen Randen, die bestimmt bald wieder kommen)
 

Wein dazu ein Grand Chasselas (merken für grossartige Schweizer Weine, Chasselas kann mehr als "Halt zum Käsefondue dazu). Der Wein hat einen Etikettenwettbewerb gewonnen für sein minimalistisches Schwarz auf Schwarz Etikett, das ich aber nicht fotografiert habe, weil man genau gar nichts, was Nachkauf ermöglicht, darauf erkennen konnte. Aber schön sah es aus!

Nächster Gang: Sellerieröllchen mit, ich habe es nicht genau verstanden, irgendwas aus Kichererbsen für mich mit einer ganz leichten Sosse. Für den Hübschen gab es stattdessen ein Stück Rehrücken und natürlich eine andere Sosse.


Als Wein dazu einen autochthonen zypriotischen (zypriakischen? zyprischen?) Rotwein aus den Höhen von, naja, Zypern halt. Er war erstaunlich leicht, passte aber sehr gut!


Optisch das am ... naja, unspektakulärste Gericht, aber meine Güte, war das lecker! Mais gegart wie Risotto, mit altem Sbrinz und hauchfein gehobelten Steinpilzen. Ein Gedicht!

Dazu einen ungarischen Formint (wo habe ich schon mal Formint getrunken?) aus der ungarischen Tokay-Region von, tadaaaa, 2011 in einer Magnumflasche. Geschichte zum Etikett: der Sommer 2011 war sehr, sehr heiss, die Maische, die man aus den Trauben bekam, war sehr wenig. Deshalb hat der Weinbauer seine historische Presse vorgenommen und ganz langsa,m gepresst, alle paar Stunden eine Umdrehung. Das, was da neben der Presse liegt, ist der Weinbauer und sein Hund, die schlafen bis zu nächsten Umdrehung, niemand ist tot, wie ich dachte. Wein: WAHNSINN! Wie Sherry, perfekt zu dem cremigen, pilzigen Maisrisotto. Ich glaube, ich würde fast soweit gehen, dass das mein Lieblingsgang war



Hier wurde es ein bisschen lustig: uns ist in der neue Location erstmals aufgefallen, dass beide Teller jeweils parallel von 2 Personen vorbereitet werden, ich glaube, das war im Rhypark noch anders. Und je nachdem, ob es eine Vegivariante oder eben nicht ist, sieht es auch unterschiedlich aus, es kommen unterschiedliche Sossentöpfchen etc. Dieser Gang hier (es gab Rotwein dazu, ich ahtte aus der Erfahrung der letzten Male das Gefühl, dass es noch einen Rind- oder Schwein-Fleischgang geben würde) wurde uns von Pascal Steffen, dem Sternekoch himself, am Tisch angerichtet und es war halt  beide Male dasselbe, Sosse aus demselben Topf alles. Und ich konnte nur denken "Oh ne, jetzt haben sie last minute verpennt, dass wir einmal vegi haben, wie machen wir das? Kriege ich meinen Vegigang später,? Kriegt der Hübshe beide Fleischteller?", so dass ich nicht supergenau zugehört hatte. Wäre mal besser gewesen, es war nämlich überhaupt kein Fleisch, sondern Aubergine, mit Kräutersabayon und irgendeinem total einreduzierten Jus, Zwiebelgemüse, und what not. Es hat göttlich geschmeckt und ich glaube, wenn ich Aubergine in Zukunft so zubereite, wäre der Hübsche von seiner Phobie kuriert.



Wein dazu ein ungefilterter, sehr leichter Rotwein aus drei mallorquinischen Traubensorten. Die ungefilterte Farbe sah abenteuerlich aus, wir beide hatten beim ersten Riechen relativ (für mich) unangenehme Assoziationen: ich rohes Fleisch, der Hübsche "Stall". Es klingt total skurril, wenn ich sage, dass es auch ein bisschen so geschmeckt hat, aber wirklich perfekt passend zur Aubergine.
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Erster Dessertwein: ein Apfeleiswein aus dem Fricktal (skurril: das ist ja "unser" Tal, der Ort, wo die Jungs ihre Apfelweine machen, ist so klein, dass ich den Ort gar nicht kannte. Die Website ist... naja, mittel, aber ich bin committed, diesen "Iis-Ciider" als Geschenk für essesnaffine Menschen zu besorgen

Predessert: Ein Missgeschick, wir haben beide das Foto vergessen. Es war vermutlich mein Zweitlieblingsgang: "Estragon, Sonnenblumenkerne, Biogerste". Fast nicht süss, ein Estragon-Eis, Estragonsosse, dazu ein Schiffchen aus keine Ahnung was (vermutlich: Sonnenblumenkerne und Biogerste), WAHNSINN!


Dessertwein zum Abschluss: perfekt aus unsere Hochzeitsjahr (sonst das, was ich bei Dessertweinen schwierig finde: er war so süss, dass er fast in der Kehle brannte, das war ein bisschen arg viel)

Dazu: Lorbeer, Aprikose, Mandel, ein Törtchen mit Mascarponecreme, Aprikosten drauf, Lorbeereis, eine Lorbeermandelaprikosensosse und das Gitter aus keine Ahnun gwas

Naja, und dann noch die kleinen Köstlichkeiten für danach zu Kaffee und/oder Whiskey (auch der Digestiv-Wagen hätte eine akoholfreie Variante gehabt, aber ich war viel weniger betrunken, als ich gedacht hätte, deswegen bin ich das ganze Menü beim Wein geblieben, aber hier auf Kaffee umgestiegen): Schokoladenmacarons mit Holunderfüllung, Rhabarber-WeissnichtmehrwasTörtchen, Erdbeer-Thaibasilikum-Geleekugeln und Windbeutel mit Zitrusfrüchten. WOW!



Alles in allem war das ein Traumabend, ich freue mich sehr, dass ich dank INternet die Aktivierungsenergie, mich in solce Restaurants zu trauen, überwunden habe, dass wir im roots ein Restaurant gefunden haben, in dem wir uns einfach auch am richtigen Ort fühlen, und dass wir das beide gleichermassen wertschätzen können.

Heute dann erstaunlicherweise überhaupt keinen Kater, Frühstück auf der Terrasse, ein bisschen Geshichte der Sowjetunion, Wäscheaufhängen, T-Shirt-Schublade ausmisten, Hochzeitstagsfotos machen (das Beste daraus gemacht, dass beide Jungs heute versetzt zueinander die ganze Zeit nach Basel und zurück fahren, und die Fotos auf der Bahnhofstreppe gemacht. Ein Dorfbahnhof kann cooler wirken, als man glauben würde. Passend zu den eigentlichen Hochzeitsbildern an der Amper, wo eine Bisamratte im HIntergrund vorbeischwamm, hat es da heute je nach Windrichtung bahnhosunterführungstypisch nach Pisse gerochen, aber das sieht man ja auf den Bildern nicht.)

I mean:
Dschi-As-Tea Clan


Dann: Taschen für morgen parat machen, Kalendercheck, zwischendrin schnelle SPaghetti Agio e olio für mich allein, weil ich halt anders als alle anderen einfach Hunger hatte, für den Abend Flammkuchen für alle, die da sind.

Wir hatten ja in den letzten Jahren so Pech an Hochzeitstagen, dass wir letztes Jahr mal genau gar nix gemacht haben, dieses Jahr immerhin vorher reingefeiert und das lief doch schon mal ganz schön gut.
 Auf die nächsten 23 Jahre!

Samstag, September 05, 2026

050926

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 

Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.

Also.

Gestern hatten wir einen sehr schönen, lustigen Pizzaabend auf der Terrasse und dann noch eine abstruse Folge "Monster" hinterher. Q. hatte währenddessen Feuerwehrübung in dem lokalen Hochhausneubau (es steht noch), kam irgendwann dann nach Hause, er hatte eine Pizzabestellung für Frühstück abgegeben.

Ich habe rotweinbedingt mässig geschlafen, aber dafür lang. Ich bin um halb elf oder so komatös eingeschlafen, ich war einfach so, so, so durch. Heute morgen gegen acht Kaffee im Bett und besserer Dinge als auch schon diese Woche.

Der Hübsche geht Semmeln holen, ich bereite das Frühstück auf der Terrasse vor. L. hat noch Japanischstunde und kommt danach auch runter. Q. ist schon in Feuerwehroutfit, heute ist nämlich Pfadiaktivität mit der Feuerwehr. Q. nimmt als Feuerwehrpostenleiter teil, L. als Pfadileiter. Q. geht irgendwann voraus, einen Parcours vorbereiten, L. zieht irgendwann hinterher. Der Hübsche und ich erledigen Haushaltszeug, wie Wäsche ab- und aufhängen, mehr Wäsche waschen (4 grosse Menschen, die regelmässig viel Sport treiben und draussen unterwegs sind, generieren viel, viel Wäsche).

Eigentlich hatten wir heute geplant, ein letztes Mal Rheinschwimmen zu gehen, wie jedes Jahr eine Woche, nachdem ich alle grossen Handtücher gewaschen und verräumt habe, genau wie die Wickelfische. Aber es ist zwar warm, aber bedeckt und da muss ich dann auch nicht...

Die Kinder kommen beide nochmal zurück, jeder hat irgendwas fürs Outfit vergessen.

Ich habe meinen PIN-Brief von der Stadtsparkasse bekommen (ich hatte erst einen Brief bekommen, dass ich meine Kreditkarte auf 3D Secure umstellen müsste (meine Schweizer haben das schon längst), bitte dafür ins Onlinebanking einloggen. Das habe ich so lang falsch gemacht, bis ich das Konto gesperrt hatte und mir ein neuer PIN Brief zugesendet werden würde). Damit habe ich dann heute das Konto wieder freigeschalten (skurrilerweise war der Loginname genau der, den ich vermeintlich die ganze Zeit eingegeben habe. Naja) und nochmal mit dem 3D Secureding angefangen. Dafür habe ich ungefähr 100000000 TANs eingegeben und jetzt ... bekomme ich bald einen neuen PIN Brief zugesendet und dann geht es auch schon weiter.

Zwischendrin habe ich den Birdbuddy wieder mit Futter aufgefüllt. Mich nervt es ja total, dass nach etwa 2 Monaten nur noch Spatzen kamen. Unmengen. also habe ich recherchiert, was ich tun könnte, damit auch andere Vögel kämen oder halt keine Spatzen mehr. Ein Vorschlag war: anderes Futter, zB Erdnüsse, die sind zu gross für Spatzen. Ich habe also Erdnusskerne eingefüllt und.... die Kackspatzen haben binnen 2 Wochen 2kg Erdnusskerne einfach rausgeschmissen ins Beet. On Camera! (Heute also anderes Futter, ann ist da halt so, die Spatzen führen sich auf, als hätten sie hungern müssen, andere Vögel kommen trotzdem nicht und gemäss Google werden sich nicht mal die Igel im Herbst über die Erdnüsse im Beet freuen.

Tja.

Dann: Gebügelt. Der Hübsche und ich haben ja morgen Hochzeitstag UND waren schon seit ewig nicht mehr im "roots" essen. Das passiert heute und ich werde meinen wunderschönen blauen Jumpsuit anziehen. Der brauchte Aufbügeln und wenn man schon dabei ist, Sie kennen das.

Dann: Nagelfolien aufgeklebt. Ich bin, wie Sie wissen, kein Fan und brauche die jetzt halt auf. Die letzten haben mit UV-Überlack immerhin knapp eine Woche gehalten, trotz viel Schwimmens, das ist mehr als auch schon. 

Als ich fertig bin, ist es der Trockner auch, yay!

Als die Handtücher verräumt sind, drehe ich eine Runde um den Block. Jonny war heute nacht zwar kurz zu Hause, morgens ist er dann aber nicht zu uns, sondern durch deren Küchenfenster bei den Nachbarn schlafen gegangen. Sansa war immer wieder mal da, ist aber seit 8 draussen. Ich geh mal gucken (bei ihr weiss ich im Moment überhaupt nicht, wo sie ihren Tages-Hideout hat, sie spawnt immer irgendwo direkt vor unserem Garten).

Dann setze ich mich mit einem Tee auf den Schaukelstuhl im Garten und versuche, ein bisschen runterzukommen. Ich bin zu aufgedreht und nervös wegen allem diese Tage.....

Abfahrt zum Essen dann gemütlich mit der S-Bahn um halb sieben. Der neue Standort dese roots verkürzt zumindest für uns die Reise enorm (gerade für den Heimweg sehr angenehm).

Ich freu mich sehr und die Bilder vom Essen gibt es dann morgen. 

Danke für Ihre #WMDEDGT-Beiträge!


Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.

Freitag, September 04, 2026

040926

 Ich weiss auch nicht, ich bin so unter Strom und gleichzeitig so erschöpft, das ist echt eine ungute Kombi (ja, nie wieder so lang ohne Pause, meine Güte, was ritt mich....).

Es kommt bei der Arbeit alles zusammen:

Produkt 1: Tatsächlich nichts dramatisches, es laufen 2 Transfers, sehr smooth, bei einem müssen wir wegen eines geänderten Commitments ggü einer Gesundheitsbehörde die Validierungsstrategie noch anpassen. Grösste Herausforderung: die 4 Leute, die es dazu braucht, gleichzeitig zu kriegen, seit 3 Wochen und noch 4 hat immer mindestens einer Urlaub. Ausserdem vier Sourcings parallel, aber da ist der technische Teil längstens erledigt.

Produkt 2: Getting ready for Submission, das bedeutet: Dossier Review ist fertig, Adjudication Meetings laufen die nächsten drei Wochen. Readout der klinischen Daten in der Woche vor meinem Urlaub, d.h. dann entweder Vollgas oder alles Fallenlassen und Entsorgen oder aber eine längere Verzögerung. Wir planen aktuell natürlich für die Vollgasvariante, dafür muss noch ein grösserer Hickup beseitigt werden, der letzte Woche aufkam, Governance Meeting nächste Woche.

Produkt 3: Getting Ready for Submission, noch viel bälder als Produkt 2. Weil wir so viele Probleme hatten und haben, gibt es da noch einiges zu regeln vorab, das sieht aber gut aus. Ich bin nahezu täglich in Diskussionen über Mitigations, schreibe weekly  Management updates, vertrete den aktuellen Development Lead auch noch 2 Wochen wegen seiner Ferien, Governance Meeting nächste Woche, ausserdem planen wir natürlich nicht nur für die Submission, sondern auch für den Launch und die Commercialisation, d.h. auch hier läuft ein Transfer auf Hochtouren, ein zweites Sourcing läuft auch noch und braucht viel technischen Input.

Portfolio Projekt: die dritte Runde Portfolio Review steht an, wir haben diesmal einen Riesenschritt gemacht in Richtung Automatisierung / Digitalisierung, das ganze Konzept ist einerseits superklar, aber auch ganz neu. Dafür sind wir aktuell im Betatesting der IT-Lösung, bereiten Trainingsmaterialien für die KollegInnen vor, Go Live ist der 15. September, Review passiert ab dem 30. September (d.h. ich bin zwar Superuserin und Architektin des Ganzen, aber ich muss einfach auch mal in den Urlaub, das ist ungünstig, aber die Welt wird nicht untergehen). All das ist aber deutlich aufwendiger, als ich gedacht hatte (und irgendwie ist es so, dass ich von unserer Dreiertruppe da jetzt halt schon als die Hauptansprechsperson geendet bin. Naja).

Das Projekt mit den Podcaster: mit all dem anderen habe ich dafür am wenigsten Nerv, aber andersrum kann ich halt auch nicht zuschauen, wie da was kreiirt wird, was totaler Quatsch ist, das sag ich dann halt jeweils und zack, wurde wieder "time to chat" gescheduled, weil "you seem to be knowledgeable" (ja, alle anderen auch, aber die sagen alle nix). Naja. Auf meiner Prioliste schon nicht so weit oben.

Hybrid F2F Workshop: den haben wir ja auch noch in der Woche, bevor wir in den Urlaub gehen. Und dafür bin ich auch noch Chair für 2 Sessions, die ich vorbereiten muss (immerhin gelinkt zu Sachen, die ich eh mache)


Das war der Arbeitsteil.

Dann: Jedes Wochenende bis zum Urlaub ist voll verplant (schon mit schönen Sachen, aber halt verplant), das macht mich auch nervös.

L. ist noch 10 Tage mit der Klasse in New York (kommt 2 Tage, bevor wir nahc Japan fliegen, zurück), das macht mich generell eh schon nervös, diesmal aber besonders, weil wir ja 2 Tage später weiterwollen. (Auf der Packliste "Durchfallmedikamente, immer am Körper zu tragen")

Und dann halt Japan. Ich bin so, so, so, so nervös und aufgeregt und habe das Gefühl, ich habe das null unter Kontrolle und schlecht vorbereitet. Heute habe ich also zur Beruhigung noch ein bisschen vorgebucht (Hakone Free Pass, wollte auch noch Romancecar nach Shinjuku und Gepäcktransport in Hakone buchen, aber das ging dann nicht, weil eben noch mehr als 1 Monat hin und vielleicht muss ich gar nicht nervös sein?). Ich habe nochmal L.s Gastfamilie angeschrieben, irgendwie hatte ich Sorge, dass sie vielleicht doch nix mit uns machen wollen, aber ich glaube, sie haben nur darauf gewartet, binnen Sekunden kamen nämlich Ideen, was wir gemeinsam unternehmen. (Beste Kombi: Hot Spring, Samurai Play und Italian All You Can Eat, "Renny will love it". Ich denke doch auch)

Past Me hat noch einen Reminder für unsere Hüttenwanderung nächste Woche in den Kalender gesetzt, ich hatte schon vergessen, dass man in der Hochsaison ein Ticket für die Oeschinenseebahn vorbuchen muss. Wetter wird toll (7 Grad Höchsttemperatur, strahlende Sonne), ich habe uns also Gondeltickets gebucht, Hüttenreservierung gecheckt, Parkplatzsituation in Kandersteg gecheckt mit der Gemeinde und vielleicht bin ich jetzt bereit für ein bisschen runterkommen?

(Ja, gerade kommt das weekly Update für Produkt 3, das lese ich noch, dann ist Feierabend)


Donnerstag, September 03, 2026

030926

Uff, das war kein so toller Abend gestern. Die Kopfschmerzen wurden immer schlimmer und erst nach laaaanger Zeit und extra Ibu gingen sie weg und ich war todmüde....

Dafür habe ich aber ganz gut geschlafen (Lieblingseinschlafung: wenn der Hübsche noch wach ist und liest. Leider schläft er gern mehr als ich, deshalb ist das selten der Fall.) und war heute morgen wach wie immer.

Radeln morgens jetzt regelmässig mit meiner Reflektorjacke und knielanger Sporthose, das ist perfekt.

Schwimmen: wie cool ist das, ich habe das jetzt einfach richtig raus mit dem Kraulen und Atmen und nicht Ertrinken, Hyperventilieren, Spucken, Husten, Panik bekommen. Das war genau das Ziel des Kraulkurses und nur 3 Woche später klappt das schon mal! Ok, es war schon auch das jede Woche mehrfach üben, aber so stand es auch in der Kursbeschreibung. Ab jetzt kann ich mich auf Technikverbesserung konzentrieren, wie cool ist das?! (Heute bin ich jede zweite Bahn von meinen 40 gekrault, das hätte ich zB vor zwei Wochen nicht gedacht.)

Dann: Arbeitstag mit fröhlicher Unterstützung. Ich hatte auf Insta diese Shrimp-Ohrringe gesehen und in liebevoller Erinnerung an unseren Auftritt bei der Forrest Gump-Party konnte ich daran nicht vorbeigehen. Ich habe noch ein paar andere, nicht ganz so auffällige, aber alle auffälliger als ich dachte, weil grösser, Ohrringe bestellt und auch alle schon getragen, aber diese noch nicht. Heute jedoch schon und ich hatte mich innerlich zwei Sachen gefragt: wann werfe ich sie aus dem Fenster, weil mich die Barteln am Hals stören (gar nicht) und wie lange geht es, bis die erste Person mich darauf anspricht (als der erste Kaffee durchlief)? Lustig ist: sie sind so leicht, sie baumeln nicht, ich späre sie gar nicht und so denke ich gar nicht mehr dran, dass ich mit neonorangen Crevetten in den Ohren rumlaufe. Aber alle anderen sehen sie und es zaubert sehr vielen Leuten ein Lächeln aufs Gesicht. Me likey!



Sonst (Bombenüberleitung) ist heute nicht so ein lustiger Tag, als der Hübsche mir ein Bild von Sansa vor dem Haus schickt, bin ein bisschen neidisch, ich würde mich auch gern irgendwo kuschlig einrollen. Naja. Es gibt genug zu tun und ich wurschtel das so durch, nech?



Mittagessen allein und sehr schnell, ich musste erst noch googeln, wasn "Zwiebel Baji" sind, nämlich das hier: indische Kartoffelnpuffer mit Zwiebeln und aus gekochten Kartoffeln. Joah, viel und recht trocken, ich habe zu langsam geschaltet und eine ganze Portion aufgeladen bekommen. Der Salat war aber super und das Chutney auch.


Der Nachmittag war dann tatsächlich ein interessanter Mix aus Meetings und Diskussionen und Austausch mit Kollegen, endlich sind sie wieder aus den Ferien da! Ich habe das echt, echt vermisst! (Downside: für morgen bleibt richtig viel auf meiner To-Do-Liste zu erledigen, aber gut)

Zwischendrin war ich unten in der Cafeteria und wollte mir ein Pistazien-Cookie holen, die sind sooooo gut, aber wie letzte Woche waren sie aus und es gab nur langweiliges Shortbread aka Butterzuckermehlbapf. Was es aber diesmal gab: ein limited edition Kirschtörtchen (warum auch immer es das jetzt gibt, die Kirschensaison ist halt schon eine Zeitlang vorbei). Tja dann halt, oder? (War sehr schaumig aufgschlagen und hat vermutlich ein Viertel von einem Cookie gewogen, was ja gut ist).



Das vorletzte Meeting ist ausgefallen, deshalb plante ich Heimradeln vor dem letzten, um halt nicht erst um halb acht in meinen Feierabend zu haben. Wurde dann ein bisschen eng, weil das vorvorletzte länger ging UND ich noch den Gemüsekorb abholen musste UND der nicht ganz Worst, aber schon ziemlich bad case eintrat, dass mir in voller Fahrt der Gummi vom Gepäckträger abgesprungen ist und der Korb runtergesegelt. Immerhin nicht auf einer Strasse, sondern auf einem Feldweg, deshalb bin ich halt stehengeblieben und habe alles und ein bisschen Dreck wieder eingesammelt. Ein Ei hat es nicht überlebt, das ist eigtl sehr gut für so einen Flug.

Andere funny sidenote: als ich am Nachmittag einen Kaffee holte, meinte einer meiner ehemaligen Chefs "Na, gehst du heute dann wieder Eier holen?" und ich wurde kurz ein bisschen nervös, ob er hier vllt mitliest und naja, aber dann bin ich doch fast cool geblieben und meinte: "Ah, ich seh, du weisst, wo mein Fahrrad steht?", weil an dem lasse ich immer den Korb mit der leeren Eierschachtel hängen am Donnerstag.

Dill, Karotten, Petersilie, Basilikum, Salat, noch ein Salat, Mangold, Catalogna, Tomaten, DIE EIER (5 und eine Schale), Paprika, Cocktailtomaten, Knoblauch, Zwiebeln




Mittwoch, September 02, 2026

020926

 Gestern war ein irgendwie komischer Tag, ich mache es mal daran fest, dass der Ablauf durch kein Schwimmen und den ganzen Vormittag im Pilotbetrieb anders war als sonst UND ich mit dem Dossierreview fertig bin und deshalb auf einmal vermeintlich viel Zeit frei ist respektive durch andere Dinge wieder gefüllt werden muss (es gibt genug, aber es ist nicht ganz so klar offensichtlich, was das allerdringendste ist).

Abends dann Kraulkurs: es ist interessant, es kommen immer noch mehr Leute neu dazu, habe ich das Gefühl, die mit den absoluten Basics strugglen (zB: Gesicht ins Wasser tun und unter Wasser ausatmen). Das macht die Bandbreite an Können sehr sehr gross, so dass die einen bei den Übungen total am strampeln sind, die andern sich denken: "ok, einarmig Armzug und einseitig atmen, das haben wir doch schon lang abgehakt?". Aber man kann immer noch was mitnehmen, was Technik angeht. Generell ist bei mir ein massiver Knoten geplatzt, habe ich gestern und heute morgen dann noch mehr gemerkt: ich habe es jetzt irgendwie hingekriegt, zu atmen ohne zu denken und zu zählen und die Bewegung zu unterbrechen. Ich denke, der Anfang, wo ich wirklcih sehr bewusst auf der Seite ausführlich geatmet habe mit einem Arm nach vorne, den anderen nach hinten gestreckt, war schon sehr wichtig, um einfach die Rotation hinzubekommen. Lustig war gestern: ab dem Moment, wo ich realisierte: ui, halbe Bahn gekrault, ich denke nicht beim Atmen, wie cool, wie mache ich das eigentlich, vielleicht bin ich schon tot, mal schnell zählen, ups. Wasser geschluckt.

Heute morgen dann lief es einfach richtig, richtig gut, ich kraule mittlerweile etwa ein Drittel meiner Strecke und kann jetzt, wo ich nicht mehr ertrinke oder hyperventiliere, an der Technik arbeiten.

ES WIRD!

Überhaupt: jeder Tag, der mit Schwimmen startet, ist besser als ohne.

Ich bin so ein Gewohnheitsmensch, der tag gestern, der wegen Pilot eben anders war, hat mich nachhaltig verwirrt, dazu sind immer noch viele Leute in den Ferien und stehende Meetings finden nicht statt, ich dachte also heute ganz früh es wäre erst Dienstag und ab Vormittag, es wäre schon Donnerstag....

Meine Kolllegin in unserem Dreierteam, das ja seit einem Jahr ungefähr wegen unserer Vornamen als KLM firmiert, was sich so durchgesetzt hat, dass es mittlerweile KLM-Metrics und KLM-Scoring gibt (respektive wir hart dran arbeiten, dass das NICHT so heisst), aber eben auch "KLM-Magic" (nichts mit bottles, eher, weil das alles ja eine grosse IT-Komponente hat und ich keine Ahnung habe, wie die Fachausdrücke da heissen und dann gerne sage "And then, I assume, this will magically appear in the next form"), ... wie habe ich den Satz angefangen?.. ja, genau, also: in ein bisschen verzweifelter Albernheit haben wir drei irgendwann "Izzy Moonbow" von My Little Pony zu unserem Spirit Animal erkoren, einfach, weil sie dem Farbschema. das unser gesamtes Template mittlerweile durch Zufall hat, entspricht. Und ich habe Gemini ein Bildchen mit Izzy Moonbow und glitzrigem "KLM Magic"-Schriftzug machen lassen und meine Kollegin hat daraus Sticker gemacht. Die kamen heute an und ich bin ein bisschen sehr geflasht. Wir überlegen, sie wie seinerzeit die Ida-Bohatta-Fleisskärtchen, die wir in der Grundschule und im Kindergottestdienst bekamen, zu verteilen, wenn die Leute ihre Assessments rechtzeitig und richtig machen im Oktober :-)

Mittagessen mit einer Kollegin im neuen Produkt (ich muss aufhören, es so zu nennen, so neu ist es gar nicht mehr), die ich wie fast alle in dem Team seit ewig kenne. War gut (auch eine von der "Ründchen"-Truppe nach dem Mittagessen).

Die NAchmittagsmeetings bis auf eine Ferienvertretungsübergabe (die letzte vor meinen Ferien!) verschwanden sukzessive aus meinem Kalender, so machte ich mal früher Schluss respektive radelte schon um 4 nach Hause, um mit L. die Zeit für einen letzten Checkin für den ersten Physiktest dieses Jahr zu nutzen (Auftrieb. Das mag ich in Physik nach Optik und Strom am wenigsten)

Auf dem Weg zum Fahrrad schon das Gefühl, das das eine Auge gleich platzt vor lauter Druck und Schmerz, daheim also schlau wie ein Fuchs eine Triptantablette genommen. Und dann hilft das blöde Ding nix...Also: eine Runde um den Block, um den Kopf zu lüften, nach dem Auftrieb üben, dann noch eine Ibu hinterher. Was für ein Kack, echt.



Dienstag, September 01, 2026

010926

 Als ich heute morgen recht früh durch die Lobby des einen Turms gesprintet bin, weil ich ja eine Verabredung im Pilotbetrieb hatte und verdrängt hatte, wie weit die Strecken über das gesamte Areal sind, war ich kurz am Überlegen, welche Konferenz jetz tschon wieder ist, weil in der Halle eben Tische mit Ausweisen und Lanyards aufgestellt wurden. Aber logisch (gemerkt habe ich es daran, dass es halt keine A5 grossen Lappen zum Umhängen waren, sondern die richtigen Plastikausweise, und es keine irgendwie fancy gebrandeten Bändel, sondern die klassischen blauen mit dem Firmenlogo drauf: es ist der 1. September und das ist für die Newcomer.

Ankunft derjenigen habe ich dann verpasst, weil ich ja gerade in der Schleuse mit Überschuhen und Onesie gekämpft habe (das Team scheint mir ungewohnt mittlerweile rein männlich besetzt zu sein, während ich Schmuck und Uhr (alle haben übrigens ihre Eheringe mit Spucke runtergemacht) ablegen musste, hat mir niemand was von Abschminken und Nagellack gesagt, ich habe also die Abschminktüchlein einfach ignoriert und eh nix angelangt, sondern Handschuhe angezogen). Ausserdem ist es ja Pilot und keine kommerzielle Produktion. Onesies sind übrigens immer noch dieselben wie vor >10 Jahren, immerhin habe ich mein Telefon nicht durch das Hosenbein unten rausrutschen lassen durch die vermeintliche Tasche....

Pilotrun war dann super interessant, man sieht vom Tablettieren einerseits weniger, andererseits mehr als gedacht. Es kommt alles gut zusammen, mein letztes Sorgenkindprojekt scheint doch auf eine Zielgerade einzubiegen.

Aber, heute ist ja der 1., deswegen gucken wir doch mal, was der September für uns so in petto hat:

  • Mal wieder in den Betrieb (ich, heute)
  • Start der Tests und Vorträge in der Schule für L, bis zu den Herbstferien passiert schon einiges
  • L. wird auch am Jugendtheaterprojekt des Theater Basel teilnehmen, ich bin sehr gespannt!
  • Q. hat einen Feuerwehrausblidungskurs, Übung, was weiss ich, nacheinander, bevor dann Mitte September das 3. Semester losgeht.
  • Der Hübsche und ich feiern unseren 23. Hochzeitstag (jemand, ich alter Fuch nämlich, hat im "roots" reserviert, ich freu mich sehr).
  • Ich werde meine Schwestern und NEffen treffen, das wird auch toll, wir haben uns lang nicht gesehen.
  • WIr haben nochmal eine SAC-Hüttenreservierung und wenn das Wetter so bleibt, wie es aktuell aussieht, haben wir nochmal ein spektakuläres Wanderwochenende vor uns.
  • Wir haben unseren "F2F Workshop" bei der Arbeit, der ja erst für USA geplant war, dann wegen kein Reisebudget für Europa, jetzt aber noch weniger Reisebudget, deswegen kommen die US Kollegen nicht und wir machen es halbvirutell. Naja.
  • L. hingegen hat Reisebudget und macht seine Studienreise mit der Schule nach .... New York.
  • Und kaum kommt er wieder zurück, haben wir auch endlich Urlaub und reisen nach Japan und das ist dann eine totally different story.

Uff.

Montag, August 31, 2026

310826

 So mag ich Hochsommer: gestern abend noch bei lauer Luft auf der Terrasse im Schaukelstuhl gelesen (bester Teil am neuen Garten. die Platten, wenn auch nicht deren Verlegung, und das LICHT!), ins Bett gegangen bei offenem Fenster, irgendwann leicht nassgeregnet worden, eine kleine Katze kam zum Schlafen in die Bauchkuhle, und morgens radelte ich durch lauen Wind, es fühlte sich fast frühlingshaft an, durchs Dunkle zum Schwimmen.

Als ich erfrischt (ich habe richtig kalt geduscht, war nach den insgesamt 10 Kraulbahnen verteilt auf meinen Kilometer doch recht aufgeheizt, die eine neue Brille ist übrigens schon mal super) rüber zum Turm ging, schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel und das ärmellose SOmmerkleid zeigte sich als perfekte Kleiderwahl für heute.

Vormittag: Feuerlöschen und Managementkommunikation dazu. Meine Güte, all diese last minute Aktionen.....schade, dass man sowas extern eigentlich niemals erzählen darf, es wäre echt interessant udn lehrreich. Naja. Lerne ich aktuell viel über Devices und kann meine letzte Woche gestarteten Upper Management Kommunikationsskills weiter ausbauen.

Darüber hätte ich fast Mittagessen mit früherem Chef und früherer Kollegin verpasst, zu dem ich letzte Woche spontan eingeladen wurde. War.... weird, weil: survivor's guilt, weil ich ja aus der ganzen Sache mit dem besten Job der Welt rausgekommen bin, weil sehr unterschiedliche Prioritäten und Lebensrealitäten und halt, muss man auch ehrlich sein, schon früher sehr unterschiedliche Angänge zu so vielem. 

Positiver Aspekt: ich habe mich danach trotz aller Herausforderungen sehr wohl und gut aufgehoben an meinem Schreibtisch gefühlt.

Mittagessen übrigens heute mit einer dezidiert so ausgeschriebenen "Militär-Chässchnitte (enthält Alkohol)". Dazu "Essiggemüse und Salat", genau das war es halt auch (Habe noch nie eine so trockene Chässchnitte gegessen, die nicht nach Käse schmeckt, vielleicht war das der Militärteil. Immerhin auch nicht nach Frostschutzmittel, i guess, that's great)


In hindsight wäre die andere Vegi-Alternative doch besser gewesen, aber mich haben "Randenfalafel" (örks, Randen) und Cocktailsosse (örks, Cocktailsosse) abgeschreckt. Man weiss es halt nie...

Neben allem fachlichen gab es dann zwei menschliche Punkte, auf die ich gar nicht vorbereitet war: einmal Herzausschütten einer Kollegin, da kann ich immer nicht so gut mit umgehen, wenn ich nicht drauf vorbereitet bin. Und dann der Kommentar zu meinem Kleid(ungsstil) von einer Kollegin im Waschraum, mit der ich eigtl nix zu tun habe, ausser dass wir halt auf demselben Stockwerk arbeiten: "You have so many different wardrobe styles and all of them are so cool". Ich habe richtig Gänsehaut gekriegt, so schön fand ich das (bestätigt mich drin, weiterhin Leuten zu sagen, wenn ich ihren Style cool finde). Und ein bisschen lustig, weil ich das Gefühl habe, mehr oder weniger immer das gleiche anzuhaben. Das Kleid heute zB habe ich auch genau so nur als Oberteil, das ich dann halt mit meinen verschiedenen Pluderhosen trage.

Produktteammeetings den ganzen Nachmittag dann im 30. Stock, aus irgendeinem Grund scheinen da Meetingräume relativ gut zu bekommen sein. Aussicht wäre auch super, auch mal in eine andere Richtung als ich sonst immer gucke, aber man guckt natürlich nicht aus dem Fenster, sondern auf den grossen Screen an der Wand.

Das grosse crossfunktionale Projekt, in dem ich als Vertreter unserer Gruppe gelandet bin wegen meines Quality Backgrounds, das ja von diesem Podcaster geleitet wird (habe ich davon erzählt? ja, oder?), rückt nicht nur durch den Podcasterbackground, sondern auch durch die anderen Themen deutlich auf den Backburner, um Corporatesprech zu nutzen. Ist vermutlich eine gesunder Perspektive, es kann nicht alles Prio 1A sein.

Sonst: dank der Kaltmamsell realisiert, dass wir uns der Erntesaison für die Sachen, die wir bei Crowdfarming adoptiert haben, nähern. Es gab da einen skurrilen Change in Setting, angeblich habe ich eine Lieferung Mangos "ausfallen lassen", auf der anderen Seite habe ich Bestellungen zu ganz anderen Terminen bestätigt? Ich werde wohl mal nachfragen, habe aber alle anderen ausstehenden Lieferungen für Mango, Avocado, Orangen, Olivenöl und Parmesan klargemacht. (Grad Hunger gekriegt)

Heimradeln mit soviel Rückenwind, dass der Rhein Wellen stromaufwärts hatte und ich keinen Fahrtwind spürte, hui!

Daheim: Wäsche ab- und aufhängen (zwei grosse Kinder, die aus dem Urlaub / von einem Wochenende weg heimkommen, sehr nett, wie der Wäscheständer dann jeweils voll ihrer Lieblingsfarben hängt. Bei Q. olivgrün, orange und feuerwehrdunkelbla, bei L. schwarz-weiss-Kanji), Katzen füttern, ein paar Schritte reinholen, weil die Mittagsgesellschaft heute keine Runde laufen wollte.

Reminder an mich selber: morgen keine Panik kriegen, die Schwimmtasche ist im Spind im Büro, weil ich morgen früh nicht schwimmen, sondern beim Tablettieren im Weg rumstehen gehe. Bin sehr gespannt!