Sonntag, Mai 13, 2018

Umpacken

Heute morgen leicht (höhö, der Lebensretter-Gin hatte es in sich) verkatert aufgewacht. (Für alle, die sich fragten: es tut nicht unendlich weh, sich mit einem Zap-it die Zungenspitze zu britzeln, das taube Gefühl an der Stelle verschwindet nach ca 12 Stunden, also keine so ultrasuperkrasse Herausforderung für "Ich wette, du traust dich nicht"-Tricks. Da ware "Ich wette, der zündet keine Mehlexplosion" doch bedeutend spannender, aber das ware ja nun wirklich doof, das auszuprobieren).
Kaffee, Smacks und ein gemeinsamer Morgenspaziergang zum Niersteiner Bäcker weckte jedoch die Lebensgeister und so konnten wir uns bei einem gemütlichen Frühstück bei den Gastgebern und dem einen oder anderen Gast noch ganz zivilisiert verabschieden.
Es war sooooooooooo schön!
Heimweg war beliebig unspektakulär, das Spannendste war, als eine ganze Busladung Senioren, die die Parkplatzzufahrt am Rastplatz in breiter Menschenkette auf dem Weg zum Klo oder zum Essen oder beides bevölkerte, auf einmal den eigentlich nicht wirklich total lautlosen, aber halt schon sehr leisen Tesla hinter sich bemerkte.
Daheim dann: Koffer ausräumen beziehungsweise umräumen, für mich geht es ja morgen grad wieder direkt zum Flughafen und praktischerweise hat sich das Wetter im Süditalien aktuell den hiesigen Temperaturen angepasst (Regenjacke!!!), alle ein bisschen auf Krawall gebürstet, weil übermüdet, gnah, Wochenende vorbei, und so.
Hat dann aber doch ohne grössere Eskalationen funktioniert, ich habe der Reiseabteilung meine Umbuchungwünsche geschickt, die Adresse der Ölmühle von der letzten Flasche in der Altglastasche rausgesucht, wegen Bewegungsmangel sogar Laufschuhe und -klamotten eingepackt (kommen Sie mir nicht mit "Oooooooh, schön, am Strand entlanglaufen!!!" Ich finde Laufen egal wo nicht schön, aber für Seelenfrieden mach ichs halt doch, wen es nicht anders geht).
Projektwochenpläne aufgehängt, die Kinder haben ihre Sachen gepackt, Badewanne, jetzt noch ein bisschen Sofa und Netflix und dann für eine Nacht in MEIN Bett :-)


Sonst so: Frau Mutti hat vor einigen Tagen ihre Kommentarfunktion abgestellt, DailyPia heute (mit langer, wütender, trauriger, ehrlicher Erklärung/Abrechnung, warum) und auch ich überlege hin und her, ob ich das vielleicht auch machen sollte. Nicht wegen DSGVO, sondern weil ich es satt habe, bei jedem Satz, der in meinem Kopf ensteht, schon "Aber, aber, aber", Belehrungen, Erklärungen, Ratschläge etc zu antizipieren und in dem Versuch, dem zuvorzukommen, verbittert und nach Frl Rottenmeier klingende ausufernde Disclaimer zu schreiben, weil so bin ich nicht. Oder nicht nur, oder nicht immer. Andererseits ahne (und Frau Muttis Erfahrungen bestärken mich darin) ich, dass es immer Leute geben werden wird, deren Sendungsbewusstsein, Wunsch nach Austausch und Kommunikation oder Vertrautheitsgefühl so gross sein wird, dass sie Wege finden werden, mir ihre Kommentare zukommen zu lassen werden. Und bevor dann irgendjemand hier mal vor der Tür steht und mir was zum letzten Post sagen möchte, lasse ich die Kommentare dann vielleicht doch offen.


Stressleveldurchschnitt gestern: 43
Selbstbeweihräucherung: ich Fuchs habe meinen Toilettenbeutel schon am Mittwoch so gepackt, dass er für Gartyparty, Italien UND das Wellnesswochenende über Pfingsten passt!