Dienstag, Mai 08, 2018

Meh

Ich weiss schon, warum ich meine eherne Regel "Unter der Woche kein Alkohol" eine solche ist. Aber tja nun, wir haben den erleichternden Ausgang des gestrigen Tages dann doch mit Cremant begossen und in der Kombination mit kein Schlaf die Nacht vorher und dem ganzen Adrenalin führte das zu komatösem Schlaf und sehr viel Restmüdigkeit heute. Egal,


Der Umbau hat gestern übrigens begonnen und ich weiss, nach nur einem Tag Handwerker hat man praktisch überhaupt noch keine Ahnung, aber ich finde, sie haben alles sehr schön mit so Vlies ausgelegt (die Kinder überlegen, das zu behalten), ich hätte nicht damit gerechnet, dass sie eine Staubschutztür einbauen und sie haben nicht nur den gesamten Boden oben rausgemacht, sondern auch den ganzen Dreck weg.
Heute morgen kamen sie dann mit den grossen Balken (wir bekommen eine Galerie eingebaut und da wird viel Holz verbaut), die über den Balkon hochgehievt warden (wir haben gestern noch alle Babypflanzen in Sicherheit gebracht), die sie im Anhänger per Hand in den sehr schmalen Weg bei uns reinmanövriert haben.


Sonst: ein irgendwie sehr unbefriedigender Arbeitstag. Ich konnte aus Gründen ja erst heute die Reise nach Italien fix buchen bzw an die Reisezentrale schicken. Dann ist natürlich hier Brückenwochenende und alles wurde auf einmal zeitlich sehr eng und ALLE wollten ihre Unterlagen noch vor dem Feiertag, so dass sogar die normalerweise unglaublich coolen Reisezentralenleute ein bisschen angespannt wirkten.
Aber: ich habe alles. Und ich habe mich auch schon fast damit abgefunden, dass (wenn alles glatt geht und eigentlich sagt die Erfahrung aus dem Projekt bisher, dass das eher unwahrscheinlich ist, aber langsam ware auch mal gut mit Dramen) ich wahrscheinlich für zu lang gebucht habe und wir eigentlich gar nicht sooooo lang bleiben müssten. Aber tja nu, dann ist es jetzt halt so, wir finden schon was zu tun.


Ansonsten bin ich von einem Meeting zum anderen, aus einem Stockwerk ins nächste, von einem Produkt zum anderen gesaust und es war gar nicht so leicht, den Überblick zu behalten.


Irgendwie..... unrund. Dazu paste dann perfekt, dass ich den eigentlich anvisierten Shuttle tatsächlich verpasste, weil der Lift irgendwie 5 Minuten erratisch durch verschiedenste Stockwerke fuhr, nur nicht dahin, wo ich hin wollte. Aber gut, morgen arbeite ich den halben Vorbrückentag von daheim, ich habe (hoffentlich) alles für Italien mitgenommen und dann ist ja auch schon Gartyparty!


Daheim dann: wohoooo, der Anhänger voll Holz wurde in einen unglaublich gut riechenden und echt massiven Unterbau einer Galerie verwandelt. Das wird wirklich toll und sie sind nach nur zwei Tagen dem Zeitplan voraus. Kennt man ja gern auch mal andersrum.


Den letzten Rest unrunder Laune schwitze ich auf dem Crosstrainer (im kleinen Bad zwischen laufender Waschmaschine, Klo, Dusche, Waschbecken und neu einer Kabeltrommel) raus, das hilft erwiesenermassen.


Vielleicht ist es gar nicht schlimm, dass ich nicht 16 Stunden an jedem Tag in Italien für Arbeit verplant habe? Wäre ja mal wert, drüber nachzudenken (die Bestellliste der Kollegen für Olivenöl und den eingelegten Knoblauch ist auch ganz schön angewachsen).


Allabendliche Giesserunde mit L., der sich mindestens so sehr über unsere Pflanzenbabies freut wie ich, gemütliche Gespräche mit beiden beim Abendessen (nächste Woche haben sie Projektwoche und freuen sich sehr!), den Handwerkern für morgen Kekse und Knabbersachen hochgestellt (Getränke stelle ich ihnen kalt), das hatten wir gestern und heute vor lauter "Hui, das geht jetzt echt los!) ganz vergessen. Aber sie sind ja noch ein bisschen da.










Stressleveldurchschnitt gestern: 38 (Maximum: 97, im Spital)
Selbstbeweihräucherung: dem lokalen Kollegen geholfen beim Reisebuchen. Hätte ich ja auch nicht gedacht, dass ich da mal Profi werde. Mich von meiner komischen Laune nicht stressen lassen. Also: nicht sehr. Und wieder rausgefunden.