Dienstag, Februar 06, 2018

More walkie, less talkie

Wie @acivasha (ich hoffe ja sehr, die Dame mit den schönsten Augen( & Brauen) der Welt auf der Gartyparty kennenzulernen!) letztens so schön auf Twitter schrieb: "Effizienz ist meine Religion". Und so war heute ein mühsamer Tag für mich. Ich hatte den Vormittag für werkelwerkelarbeitarbeit im Elfenbeinturm eingeplant, dann Mittagessen, dann Hirnauslüften bei 20 Minuten Fussmarsch zum anderen Standort, wo ich von 13 - 17h drei aufeinanderfolgende Meetings haben sollte.
Werkelwerkel und Mittagessen klappte soweit gut (ich nehme ja IMMER die Gemüsebeilage zum Essen UND Salat und so gab es heute die abenteuerliche Kombi aus indischem Süsskartoffelcurry mit Wildreis, Dörrbohnen und Blumenkohlsalat), der Hirnauslüftspaziergang im kalten, aber hellen Sonnenschein ein Traum, tja und dann .... hatte der Einladende für das erste Meeting dasselbe abgesagt (wegen famliärem Notfall, was ja absolut legitim ist, nur ware es schön gewesen, er hätte nicht nur seine Teilnahme, sondern das ganze Meeting abgesagt, dann ware der Rest der Eingeladenen nämlich informiert worden und nicht wie bestellt und nicht abgeholt im Meetingraum gesessen. Tja nun. Ich habe dann mit meiner Regulatory.Kolegin beschlossen,wir bleiben grad in dem Raum, da ist es wenigstens schön leise (sie hat übrigens gesagt: "I like your hair. It is so wild. In an absolute positive way" So schön hat noch niemand meine Mützenfrisur beschrieben)


Im nächsten Meeting schickte mir mein Chef, mit dem ich das letzte Meeting des Tages haben würde, mir eine Hangout-Nachricht "Hey, heute brauchst Du nicht zu mir rüberkommen, ich habe noch einin Meeting im Elfenbeinturm, wir treffen uns bei Dir".
Tja, dann bin ich halt wieder zurück in den Elfenbeinturm gefahren (wir haben jetzt eine App, wo man sich via QR-Code im Intranet direkt Tickets für Tramtickets für die Fahrten zwischen Standorten bestellen kann, das finde ich sehr schick) und habe dann ausführlich über Indien und wie gehts weiter, was passiert (passiert eigentlich noch was) in Italien und wie ist die Grippesaison dieses  Jahr und was möchte ich nächstes Jahr erreichen erzählt.
Das alles ware natürlich viel effizienter gewesen, wenn ich gleich im Elfenbeinturm geblieben wäre und mich für das eine Meeting eingewählt hatte. Ach, diese Pendelei nervt schon sehr. Aber was solls: die Aussicht ist super und anscheinend sparen wir irgendjemand total viel Geld, wenn meine zwei Kollegen und ich da oben unsere Schreibtische haben.
Auf dem Heimweg habe ich dann versucht, für nächste Woche einen Platz in diesem winzigen Fonduerestaurant zu reservieren, aber dafür bin ich viel zu spät. Für nächstes Jahr vielleicht. Aber ich war dann schon so hungrig und in Sorge, dass vielleicht alles in unserem Ski-Ort schon so lang ausgebucht ist (jajaja, lachen Sie ruhig, in Serfaus sind wir mit "Wir rufen dann an, wenn wir dort sind, vier Tage im Voraus, da wird sich doch wohl was finden lassen." echt auf die Schnauze gefallen), dass ich weiterrecherchiert habe und jetzt haben wir einen Platz, wo wir Montag abend mit Unmengen Schnee um uns rum (ich freu mich so sehr!) Fondue a discretion schlemmen werden. Und im anderen sind wir auf der Warteliste.


Daheim dann unabhängig voneinander zwei schlechte Nachrichten, eine aus Italien (ich hätte sie gar nicht anschauen sollen, ich hatte schliesslich schon ausgestempelt und jetzt bin ich innerlich sehr, sehr wütend) und dann die unmittelbar viel schlimmere: die Hairstylistin meines Vertrauens hört auf. Und zwar schon so, dass sie nicht mal mehr meinen nächsten vereinbarten Termin machen kann! Buhuuuu. Das ging jetzt so lange gut und ich mag es doch so, wenn ich entweder "so wie letztes Mal, nur das nachgewachsene weg" sagen kann oder aber "Heute habe ich was Verrrücktes vor" und meine Screenshotbilder aus "House of Cards" oder so zeigen und dann macht sie das. Richtig gut. Ach. Ach.


Nun ja, genug gejammert, ich habe noch was vor: erstens: Baden. Das wollte ich jetzt ja gefühlt seit zwei Wochen oder so und es ging nicht. Und dann Falconheavy-Launch anschauen. (Ich muss gestehen, ich habe das Ende dieser Animation erst für einen Witz gehalten und gedacht "Mei Bua, am Schluss, da kemma aba in Schmarrn eini, gell?", aber der meint das ja ernst mit dem Dummy, der Musik und dem Auto. Ich finde es sehr super, wenn jemand auf eine gute Art verrückt ist :-)).


Selbstbeweihräucherung:das Laufen durch die Stadt hat mir gutgetan, war super, den faulen Schweinehund, der "Es ist kalt und gleich fährt ein Bus!" flüsterte, zu überhören. Den Nanny-Papierkram habe ich auch voll im Griff, es fühlt sich immer noch ein bisschen strange an, Arbeitgeber zu sein mit allem Tralafitti. Ach ja: und ich habe genau aufgepasst, an wen ich diese Reaktion auf die Italiennews geschickt habe.