Mittwoch, Oktober 25, 2017

Diese Frau muss cooler werden.

Heute nacht habe ich (tell me something new!) überhaupt nicht gut geschlafen und war morgens ultranervös (es gibt da bei mir nicht zu übersehende körperliche Zeichen, ich sag nur .... ich bin vermutlich anderthalb Kilo leichter jetzt), und erst war mir gar nicht soooo klar, warum eigentlich.
Und weil ich ja ein analytischer Mensch bin, habe ich das im Auto (das fährt ja von allein) mal für mich aufgedröselt:
1. Ich wusste nicht genau, ob das Parkhaus im Nachbarstädtchen schon so früh offen hätte und hatte das nicht vorher überprüft (hatte es natürlich).
2. Die keinen Emla-Pflaster hingen mir noch nach. Immerhin hatte ich beim Frühstück überprüft, dass die Apotheken in de, deutschen Nachbarstädtchen alle schon gegen acht aufmachten, ich würde das also doch besorgen können (Meine Güte, ich musste zwei Apotheken ablaufen und dann haben die mir Crème und nackte Pflaster angedreht, das ist ... suboptimal, aber besser als Dentinox).
3. Ich war nervös weil ich ja zum ersten Mal zu einem neuen Friseur gehen würde (also: gleicher Laden natürlich, aber für mich neue Person an der Schere), und der kam extra wegen mir so früh und vielleicht hätte er schlechte Laune und vielleicht könnte ich ihm nicht gut erklären, was ich will, und am Ende sähe ich voll doof aus und das könnte ich ihm aber auch nicht sagen, weil er ist ja extra für mich aufgestanden... (lief natürlich alles super, Frisur sitzt, nur sein Kamm- und Schere-Handhaben war ... ein bisschen rustikaler vom Gefühl am Kopf her. Er hat immer gefragt, ob mir das wirklich nicht zu kurz ist)
4. Ich war nervös. weil ich zwar einen Parkplatz im Firmenparkhaus reservieren hatte können, aber erstens ist das total eng (4. Untergeschoss in eine, Bau aus den 70ern, nicht für heutige Karossen gebaut) und zweitens würde dort um neun schon alles vollgeparkt sein, und ich würde da total rumrangieren müssen. Ausserdem ist heute Abrissparty für eben diesen Bau in diesem Bau und wer weiss, ob die dann die Tiefgarage abrandalieren? Und überhaupt: mit den ganzen Baustellen, ist die Einfahrt überhaupt noch da, wo sie immer war? (War sie. Die Werksschutzfrau schaute mich streng an und meinte: "Aber nur noch bis Ende Monat, gelletsie?" Die Abfahrt war dann noch spannender als sonst, weil im 3. UG auf einmal Stau war, dann jemand die spiralförmige Ramp hochgelaufen kam und wilde Zeichen machte, Leut anfingen den Rückwärtsgang einzulegen und mir keine andere Taktik einfiel, als desinteressiert vermeintlich am Radio rumzufummeln, mit dem festen Vorsatz, mich einfach zu weigern, eine enge, spiralige, dunkle Rampe rückwärts gegen die Fahrtrichtung wieder nach oben zu fahren. Hat übrigens funktioniert, irgendwann sind dann alle doch runtergefahren. Dort waren die normalen Parkplätze alle belegt, aber die parallel zur Wand waren noch frei, da konnte ich gemütlich rumrangieren.
5. Ich war nervös, weil ich vermutlich zu spät zu eine Meeting kommen würde, waren dann aber nur 3 Minuten und ich war die erste.
6. Ich war nervös, weil der Impftermin am nächsten Tag irgendwie echt ungünstig liegt und trotz aller digitalen Hilfsmittel für die Meetings direkt davor echt stressing zu realisieren geworden wäre. Einfache Lösung: der Hübsche geht mit den Kindern impfen.


Vor lauter unnötig verheiztem Adrenalin hatte ich dann gar keines mehr über, als auf einmal das Telefon klingelte und der Oberoberoberchef auf einmal binnen Minuten das grade eskalierende Projekt erklärt haben wollte. Aber damit kenne ich mich ja im Schlaf mit aus aus, das ist ja nun keine Hexerei :-).