Sonntag, August 20, 2017

Dinge tun

Der Sonntag heute began mit einem mittleren Knatsch, der zu einem nicht unbeträchtlichen Teil sicher der ... sagen wir unruhigen Nacht, nein, nicht der Katze und nicht der Kinder wegen, sondern des anscheinend wieder mit seiner Freundin versöhnten Nachbarssohns, der ebendiese Versöhnung mit noch mehr Freunden lautstark auf dem elterlichen Balkon feierte. Bis weit nach 2 Uhr morgens, das war, als ich dann nach ungefähr 10mal Hochschrecken wegen Gejohle endlich eingeschlafen war (zwischen den Sekundenschläfchen überlegte ich, ob ich wie so eine alte Vettel aus dem Fenster schreien sollte, dass sie jetzt verdammte Axt ihr Klappe halten sollten, ich überlegte, wie weit der schärfste Strahl unseres Gartenschlauchs reichen würde, vermutlich nicht weit genug, dass ich sicher keine Respekt hätte, wenn ich da im Pyjama aufkreuzen würde, ich aber auch keine Lust hätte, mich nochmal anzuziehen, ob ich die Polizei anrufen sollte, aber wen rufe ich den da an? Die Regionalpolizei hat ausserhalb der Geschäftszeiten einen Anrufbeantworter dran, das weiss ich aus Erfahrung, und Notruf ware ja wohl etwas übertrieben, und überhaupt: ich weiss ja jetzt, wie der junge Mann auf Rücklschläge im Leben reagiert, will ich mich dem aussetzen, und JETZT SEID ENDLICH STILL!) und dementsprechend unausgeschlafen waren wir dann heute.
Ich kam übrigens zu dem Schluss: wenn ich diese Woche noch ihn oder seine Eltern sehe, dann merke ich freundlich an, dass ich das nur so mitteltoll fand.


Und weil meine Medizin gegen schlechte Laune Aktionismus ist, ist unser Abstellkämmerchen jetzt ausgemistet und ordentlich (Note to myself: wir haben genug Klarspüler. Mindestens bis Weihnachten!), es gab ZImtschnecken aus dem Waffeleisen, das Gefrierfach ist ausgemistet und sortiert und deswegen gab es dann auch leckere Drumsticks zum Abendessen, alle Wäschekörbe sind leer, alles ist zusammengelegt, ich habe Little L. zum Malen animiert, ich habe die Hose, die der Hübsche mich schon vor Monaten zu flicken bat, geflickt, die Kaffeemaschine ist entkalkt, der Wasserfilter ist frisch bestückt, der Zwetschgendatschi für de Hübschen Bürokollegen ist im Ofen und irgendwann da dazwischen hat sich die schlechte Laune auch verflüchtigt.