Mittwoch, August 02, 2017

Back to the glue factory

Heute also: zurück ins Büro. Unter denkbar ungünstigen Voraussetzungen, denn auch wenn unsere beiden Härtefälle mittlerweile moistens durchschlafen, hatte ich trotzdem nur so ungefähr 4 gestückelte Stunden Schlaf, weil die Katze irgendwas hat. Sie ist sehr alt (diesen Monat wird sie 18 Jahre), ihre Nieren schwächeln, sie hat Schmerzen und wir haben sie halt 3 Wochen (zwar in guten Händen, aber halt doch) allein gelassen. Das äussert sich im Moment so, dass sie überhaupt nichts mehr frisst, also nicht nur das anscheinend so mittelleckere Nierenfutter nicht, sondern auch kein normales und keinen reinen Thunfisch, in dem sie sich normalerweise am liebsten rollen würde. Damit kriegt man natürlich weder Schwerzmittel noch Nierenmittel rein und deswegen oder aus anderen Günden steht sie die ganze Nacht in der Schlafzimmerecke und ...miaut. Laut. Die Wand an. Das tut mir einerseits in der Seele weh, zum anderen kann ich so nicht schlafen und das kann ich auch nicht aushalten. Wir waren heute abend deshalb noch bei unserer grossartigen Tierärztin, die der Katz als erstes mit einer Infusion zu neuer Energie verhalf, mit einer Schmerzmittelspritze zu hoffentlich ruhigerem Nachtschlaf (und ich habe den Namen des Schmerzmittels mit einem "unserer" neuen Medikamente aus dem Development verwechselt und die ganze Zeit davon gesprochen, dass die Katze das *insert hoffentlich zukünftiger Blockbustername* nicht fressen würde und ... naja, irgendwann wussten wir dann, was ich meine. Ausserdem, und das finde ich grossartig, hat die Tierärztin uns sozusagen priorisiert, was jetzt wichtig ist, nämlich Fressen > Schmerzmittel > Nierenmittel. Und es gäbe auch noch Möglichkeiten, falls die Jammerei in der Nacht nicht aufhören würde. Und, und das ist die allerbeste Nachricht: sie ist in an sich guter Form. Schnurrt, trinkt, hat immer noch nicht abgenommen, es ist (noch) nicht so schlimm, wie uns das heute nacht um drei erschien. Morgen dann nochmal Kontrolle und noch eine Runde Infusion, dann schauen wir weiter.



Dann: Arbeit. Ich muss gestehen, so richtig viel Lust hatte ich unabhängig von keinem Schlaf schon nicht unbedingt, aber mei. Wenn man dann mit "Willkommen "daheim"!" begrüsst wird, ist das aber schon auch irgendwie schön. Ich hatte übrigens mein Passwort nicht vergessen :-), von den >>450 neuen Emails in der Inbox (d.h., da sind die mit mir dringendem Betreff schon nicht mehr dabei, weil die habe ich in den Ferien auf dem Handy wenigstens überflogen), war ich in der Summe dann schon überrascht. Als mir also unser Trainings-Newsletter in die Finger kam, klickte ich direkt mal auf den Link mit dem empfohlenen Training, wo es noch freie Plätze hätte "Work smarter, not harder - Timemanagement irgendwas", ich bin ja ein Freund von Optimierung, vielleicht geht da noch was. Ausserdem ist das Ganze ein Onlinetraining, da kann man ja vllt nebenher noch was anderes machen :-) (Achtsamkeit gibts in der Wellbeing-Woche. Bzw. gab es. Dieses Jahr gibt es da "Resilienz", das liegt mir mehr. Viel mehr. Glaube ich.). Beim Überfliegen des Curriculums zeigte sich aber, dass ich alle Tools und Tralala aus dem Kurs schon nutze (ich meine "Das Führen eines Notizbuchs", "die Ewige To Do Liste", Priorisieren, 80/20 und die Folgen, das ist ja für Erledigrrrrl wie Luft zum Atmen. Also habe ich direkt Timemanagement betrieben und die Email gelöscht.

Eine andere Mail, die über viele Umwege aus Japan kam, enthielt eine bzw. 21 für nichtjapanische Augen sehr, sehr skurrile Anfragen, die aber natürlich mit der gebotenen Ernsthaftigkeit bearbeitet werden müssen und natürlich werden. Auf dem Weg dorthin habe ich mich aber auch ein bisschen amüsiert und ich weiss jetzt, dass es in Japan die Tradition gibt, Wertschätzung durch Pilzgeschenke zu zeigen und das finde ich persönlich sehr schön. Ich bekäme auch gern mal ein Pilzgeschenk. Muss auch kein Matsutake sein.
In diesem Zusammenhang kam ich dann ein bisschen in Schwierigkeiten, weil sich bei uns ja alle nur mit Vornamen ansprechen und ich hatte bisher vor allem auf dem Radar, dass ich bei Katrin (und allen denkbaren Varianten) und Melanie aufpassen muss, weil es da in meiner Umgebung drölfzigtausend gibt, und alle gehören zu anderen Produkten und da kann es schon mal Verwechslungen geben. Dann aber bekam ich einen Anruf (aufs Handy umgeleitet, d.h. ich sehe den Namen nicht, nur die Nummer) und ich habe "Hallo, hier ist Eva" relativ lang zu verschiedenen Aspekten des Italienprojekts informiert, bis sich rausstellte, dass sie, wie wir uns jetzt geeinigt haben, die "Japan-Eva" ist. Nun ja. Aber das Passwort wusste ich immerhin noch. Wird schon.

1 Kommentar:

Roxanne R hat gesagt…

Oh, ich hoffe eurer Katze geht es bald besser!
18 ist ja echt ein tolles Alter für eine Katze!
Aber da macht man sich auch schnell Sorgen, wenn es nicht 100%ig läuft...
Unsere Hündin ist 14, für ihre Größe ist das alt...4 Tage nach unserem ersten Urlaub ohne Hund ging es ihr sehr schlecht... Die Leberwerte sind nicht toll...

Ich kann also gut verstehen wie es sich anfühlt...
Also gedrückte Daumen!
Und der erste Arbeitstag nach so einem Urlaub ist bestimmt wirklich nicht sehr einfach.