Sonntag, April 23, 2017

Sunday Funday

Little L. ist wieder punktefrei, rein der Vollständigkeit halber bin ich immer noch gespannt auf das Testresultat morgen nachmittag.

Ansonsten ein typischer Sonntag mit nix vor hier. Die beginnen immer mit grosser Herausforderung für mich, weil der Rest der Familie irre gut im "Chill mal" ist. Das geht bei mir nach dem Aufwachen normal etwa drei Minuten, mit Kaffee und Internet vielleicht eine halbe Stunde, dann ist der Kaffee und Timeline und Feedreader leer, dann will ich zackizacki frühstücken. Die Familie: chillaxed. Little Q. schläft (ich habe ihn heute um viertel nach 10 geweckt, weil ich dachte, er wäre tot.), der Hübsche schaut UFC-Kämpfe, Little Q. hat schon eine Banane gegessen, zwei Hörspiele und ein ganzes Coldplay-Album gehört und seinem Meow-Kuscheltier mit "Urmel und die Schweinefee" Lesen beigebracht.
Ich ziehe mich an, schminke mich, wasche meine Schminkpinsel der letzten Woche, rufe ein paar Mal "So, jetzt aber, ihr Schätzchen, frühhhhhstücken!", die Familie antwortet: "Glahaaaaaaich" (oder chrchrchr ---> Q.). Ich füttere die Katze, räume das Bad saugroboterbereit und starte ihn. Unten rufe ich "Ich frühstücke jetzt!", keiner reagiert, also decke ich den Tisch, koche mir eine Kanne Tee, schneide Obst für Little L, mein Granola und den Smoothie für Q. und den Hübschen, brate für Little L. den "Eierlappen", das ist eine Sonntagstradition: das verquirlte Ei, das vom Butterzopfbepinseln am Vorabend übrig ist, wird in etwas Butter zu einem ... Eierlappen gebraten, den L. dann auf einem Stück von ebendiesem Butterzopf verdrückt. Ich stelle Hummus, Marmelade, Honig, Butter und Senf auf den Tisch, rufe nach oben, immerhin bewegt sich was (vermutlich lockt der Eierlappengeruch), ich bin grummeliger, als ich es lieber wäre, weil wir ja eigentlich echt nix vorhaben, und ich mich ja nicht anstellen müsste, ich könnte ja gegen die schlechte Laune schon ein Stück Zopf essen, aber ich mag es doch, wenn wir alle gemeinsam frühstücken, aber ALLE chillen ja.
Ich rühre den Teig für den ersten Rhabarberkuchen des Jahres an und schiebe ihn in den Ofen. Die Geräusche der Familie nähern sich, der Staubsauger ist fertig, ich setze ihn in unser Schlafzimmer. Der Hübsche ist immerhin beim allerletzten UFC-Kampf, "Nur noch ein paar Minuten, Schatz!", da sollte ihn das Sauggeräusch immerhin von einem Best-of abhalten. Little Q. ist aufgewacht, ins Elternbett zu Katze und Hübschem getorkelt und "ah, cool, Boxen und Kuscheln, das ist so gechillt..."
Ich koche ungefähr eine Tonne Sushireis für unser geplantes Abendessen und kurz bevor der Rhabarberkuchen fertig ist, sind alle am Tisch versammelt und meinen "Oh, so schön, so ein gechilltes Sonntagsfrühstück"
Ich bestreiche mir mein erstes Stück Zopf mit Erdbeermarmelade und nachdem ich gierig die ersten Bissen runtergeschluckt habe, legt sich der innere Grant und ich denke mir: "Ja, schon."