Samstag, Juni 25, 2016

#Pizzastahl-Tutorial

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Eigentlich ist ja Freitag abend Pizza-Abend, aber weil es gestern unerwartet nicht gewittert hat, haben wir gegrillt und weil es heute (während der Pfadiübung) gegossen hat wie aus Kübeln, haben wir die nassgeregneten Kinder mit frischer Pizza aufgewärmt.




Und weil letzte Woche die Frage aufkam, wie man denn die Pizza ohne Unfälle auf den Stahl (psssst: auf den Stein geht es genauso :-)) bugsiert und wann man jetzt belegt und so, haben wir heute ein Tutorialvideo gemacht (Spoiler: den 300Grad heissen Stahl aus dem Ofen nehmen und die Pizza direkt da drauf belegen, ist nicht die Methode der Wahl.)

Also. Für Pizza vom Pizzastahl (neu auch in eckig erhältlich) brauchen Sie
  • Pizzateig
  • Tomatensosse
  • Zeug für drauf
  • ein Dings zum Pizza in den Ofen schubsen (wir haben unseres zusammen mit dem Haus vom Vorbesitzer übernommen).

Den Teig mache ich frei Schnauze, 400g Mehl, 1 Päckchen Trockenhefe, etwas Salz, soviel Wasser, bis es halt ein Teig ist, gehen lassen. Vor dem Vorbereiten der restlichen Dinge teile ich den Teig in fünf gleichgrosse Portionen, die ich zu Kugeln geformt nochmal unter einem Küchentuch gehen lasse.
Für die Sosse nehme ich passierte Tomaten, vermische sie mit Salz, viel Knoblauch, Pfeffer, Oregano und ein bisschen Olivenöl.
Zeug für drauf: was man halt so mag.

Den Ofen mit dem Pizzastahl heizen Sie ordentlich vor, so hoch es geht (bei uns sind das 300°C und wir nutzen Oberhitze mit Umluft.), sicher für eine Dreiviertelstunde.

Wenn alle parat sind, streuen Sie Griess auf die Arbeitsfläche und den Pizzaschieber, rollen den ersten Teigklumpen gleichmässig dünn aus (wir mögen Pizza mit dünnem Teig, also ist er maximal zwei Millimeter dick), dann legen Sie ihn auf den gut begriessten Schieber. Kurzes Ruckeln sollte zeigen: rutscht gut.
Dann beschmieren Sie ihn mit ca 2 EL Tomatensosse (nicht drücken, ganz locker, damit es immer noch gut rutscht) und belegen. Hier ist die Devise: weniger ist mehr. Am besten sollte jedes Belege-Item Kontakt mit der Sosse haben.

All das sollte man nicht lang im Voraus machen, da so der Teig keine Chance hat, durchzuweichen und am Schieber anzubappen. Deswegen wird es dann auch super klappen, ihn ganz flach mit einem beherzten Ruck auf den im Ofen befindlichen Pizzastahl gleiten zu lassen.

Dann können Sie entweder vor dem Ofen sitzen und maximal zwei Minuten warten, bis die Pizza fertig ist, oder aber Sie haben den Prozess optimiert und diese Tätigkeit entweder an einen U12-Vertreter delegiert oder aber nach Auswertung der statistischen Daten der letzten 2877 Pizzaabende evaluiert, dass die Zeit genau reicht, um die nächste Pizza auf dem Schieber vorzubereiten und deswegen keine 100% visuelle Kontrolle des Backprozesses nötig ist.
Wie auch immer: weil der Stahl so unendlich heiss ist, ist der Boden knusprig und die fertige Pizza lässt sich entweder mit dem freien Schieber oder, wenn der wegen Optimierung schon wieder mit der nächsten Pizza belegt ist, mit einer Gabel auf ein Holzbrett (Sie wollen kein Plastik in der Nähe des 787656Grad heissen Stahls haben) ziehen, mit dem Pizzaroller schneiden, essen, fertig.

So. Nun das Ganze also in Ton und Bild:




In Wirklichkeit kann ich übrigens auch andere Wörter als "Dings" und meine Stimme ist sehr souverän und sonor. Und eigentlich weiss ich, dass man beim FIlmen nich tdas Mikro mit dem Finger zuhält. Just saying. Ach ja: die Katze, die da so gejammert hat, ist uns nicht aus Versehen in den Ofen geraten, sondern stand auf der Treppe und hatte irgendwas. Dings vermutlich.