Sonntag, Juni 12, 2016

Coldplay: A Head Full of Dreams Tour Zürich

Gestern war es endlich soweit: COLDPLAY!!!!

Wir hatten ja das Early-Entry-Golden-Circle-Paket (eigentlich aus Verlegenheit, aber leider war das so grossartig, dass Plätze woanders in Zukunft da nicht mithalten werden können und ... nun ja. Zu so vielen Konzerten gehen wir ja nicht :-), da geht das schon) und so waren wir pünktlich um 13:30 unser Paket abholen: Coldplay-Turnsackerl gefüllt mit Bastelset für Mobile, Schlüsselanhänger, Schlüsselband mit laminiertem VIP-Anhänger, auf dem extra stand, dass er einen NICHT zum Backstage-Zugang berechtigt, ein Button und natürlich das obligatorische Xylotoband zum fröhlichen Mitblinken).


Danach ging es dann natürlich noch ein bisserl, weil auch der Early Entry erst um kurz nach drei war. Wir haben also unser Sackerl ins Auto geräumt, uns ein Thaicurry geholt und NIX ZU TRINKEN (ich kam mir vor wie früher auf Bergwanderungen mit meinen Eltern: "Jetzt gehts gleich rein, dann musst du es eh abgeben. Und dauernd aufs Klo. Schluck halt Spucke, wenn Du so Durscht hast.") und dann, zack, ging es auch schon rein: Ticket- und Taschenkontrolle ("Gell, jetzt biste froh, dass Du nix zu trinken dabei hast", wobei ich das zu dem Zeitpunkt schon 1000mal ausgetrunken hätte) und dann wurde es etwas skurril: wir mussten uns in einer Zweierreihe aufstellen und wurden angewiesen, nachher dann auf gar keinen Fall zu rennen ("You will be the first down there, 5 more seconds won't harm") und wehe, einer fällt die Treppe runter. Ich bin dann total rebellisch nochmal aus der Schlange ausgeschert und habe mir eine Cola geholt, hat aber keiner gemerkt :-).



Nun denn, als wir dann gesittet in unserer Zweierreihe nach unten marschiert sind, war wirklich noch alles leer und wir hatten auf einmal Plätze direkt an der Bühnenabsperrung. Hach!



Klar, wir sassen dann da noch ewig rum, aber da die bis gestern noch angesagten Gewitter einen Schwenk nach Süden genommen hatten und uns nur zweimal etwas Nieselregen erwischte und sonst die Sonne runterbrannte (ja, genau. Daheim haben mich noch alle ausgelacht, als ich mich mit wasserfester Sonnencreme eingeschmiert habe :-)), war das nicht schlimm. Es war alles so zivilisiert und entspannt, dass wir unsere Plätze überhaupt nicht verteidigen mussten, sondern im Wechsel aufs Klo und was zu trinken und zu essen holen gehen konnten und in der Zwischenzeit was lesen, das Spiel Schweiz-Albanien schauen und die Konfettikanonen direkt vor unserer Nase begutachten konnten.



Die beiden Vorgruppen (joah.) spielten dann auf die Minute pünktlich noch unter Regenpavillonen, wie wir sie ja alle von Kindergarten- und Schulsommerfesten kennen und lieben gelernt haben.

Für Coldplay selber aber wurden die dann abgebaut (das wäre schon echt doof gewesen mit) und dann ...... ging es los!


Sehen Sie mich auf den offiziellen "Jetzt gehts los"-Bild von Coldplay auf Instagram? Ich bin der türkise Punkt links neben dem "Laufsteg" auf Höhe der bunten Flower of Life.

Und wie man Coldplay kennt (und liebt), sparen sie sich Feuerwerk, Konfetti und Drama nicht für das letzte Lied auf, sondern feuern auch schon mal bei hellem Tageslicht. (Wir waren ein bisschen vorgewarnt, weil wir gesehen hatten, dass die Konfettikanonen erst an den Strom angeschlossen wurden und dann die Regenschutzplastikhüllen abgenommen wurden und sich die Security-Leute dezent ein paar Schritte davon entfernten. Aber trotzdem war der Wumms beeindruckend.
Und hey: es kann sein, dass ich schon mal erwähnt habe, wie toll unsre Plätze waren, aber schaun Sie mal:



Mein absolutes Lieblingslied kam auch schon ganz am Anfang:



Zu "Birds" gab es, passt ja ganz gut, nech, mehr Konfetti aus anderen Kanonen in Vogelform. ( man sieht mit Plastik abgedeckt die nachgeladenen Regenbogenkonfettikanonen)




Noch ist die Abdeckung drauf:


Dann nicht mehr (Schauen Sie mal den Security-Mann an, der weiss genau, was passieren wird :-))




Die Stimmung war einfach unglaublich. Coldplay wirkt so unglaublich sympathisch und ich hatte den Eindruck, als hätten sie die Show in vollen Zügen genossen.
Das Publikum war friedlich und gut gelaunt, bis auf ein paar "Ich habe nix getrunken, mir wird schlecht"-Mädels und das Gegenteil "Ich habe nix gegessen, dafür aber 8 Bier getrunken, mir wird schlecht"-Mädels, die dann das Konzert halt vom Sanitätszelt verfolgen mussten gab es kaum zu tun für die Security (Einer der Ordner war der Vater eines Klassenkamerads von Little L., der damit mit seinen Rugby-Kollegen die Vereinskasse aufbessert. Er hat uns Geschichten vom letzten ADCD-Konzert erzählt. Ähm. Ja. Ne, danke)


Die Xylobands sind einfach der Hammer, wenn es langsam dunkel wird und die Bänder farblich und im Rhytmus abgestimmt auf Musik und Show blinken, dann bringt das die Menge zum Mitgehen, ganz anders als ein gepiepstes "I want to warm you up, move your body with me" von der Vorgruppenfrontfrau.

Ach ja: Ballöner, wie Little L. sagen würde. Keine Party ohne Ballöner.






"A Sky full of Stars":





Ach ja: entweder hat Chris Martin einen ganzen Schrank voll mit diesen Hosen, dem Shirt und den ... nun ja bunten Turnschuhen oder er wäscht fleissig auf der Tour, er hatte auf der Mylo-Xyloto-Tour vor vier Jahren die identischen Klamotten an!

Viel zu früh war es vorbei.


Sehr nett fand ich den Abspann.


Die Bänder haben noch ein wenig weitergeleuchtet:


Aber irgendwann ging das Flutlicht an, der Mann mit dem Laubbläser kam und die Zugverbindungen wurden eingeblendet....



Es war ein grossartiges Erlebnis, ich hoffe sehr, dass es nicht wieder vier Jahre dauert, bevor die Jungs ihren Weg in die Schweiz finden.
Danke übrigens an mein Schwesterlein, die unsere Kinder gehütet hat und dafür ihren jungen Rabaukenhund das erste Mal über Nacht mit ausser Haus genommen hat!