Freitag, März 25, 2016

Sieben Jahr, blondes Haar

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Mein lieber Lennibenni,

Heute wirst Du sieben Jahre alt. Zum ersten Mal feiern wir Deinen Geburtstag nicht zu Hause, sondern weil Ostern dieses Jahr so früh ist, bei den Omas in Bayern. Du hast aber darauf bestanden, dass wir die Geburtstagskerzentiere mit her nehmen und der Papi hat das alljährliche "Direkt-nach-dem-Aufstehen"-Bild hier nachgestellt.
Im letzten Jahr ist viel für Dich passiert: Du warst über Pfingsten und eine ganze Woche im Sommer mit den Wölfli weg. Pfingsten hast Du deinen Pfadinamen "Capper" bekommen (Nach der Taufe hast Du gesagt "Die anderen haben den Tauftrank alle ausgespuckt. Ich wusste gar nicht, dass das geht,ich habs einfach runtergewürgt"). Das Sommerlager war dann doch ein bisschen viel für Dich. Gottseidank hattest Du ja Little Q. dabei. Ihr habt in einem Bett geschlafen und er hat sich richtig toll um Dich gekümmert. Ich bin mal gespannt, ob Du dieses Jahr nochmal mitfährst ;-).
Die nächste grosse Änderung war natürlich der Schulbeginn. Du bist mit Deinen drei besten Freunden aus dem Kindergarten in eine Klasse gekommen und hast auch schon unter den neuen Klassenkameraden gute Freunde gekommen (ein paar davon kommen auch zu Deiner Supermario-Geburtstagsfeier in zwei Wochen, ich bin gespannt auf die neue Dynamik). Lesen hast Du irgendwie von ganz allein schon vor der Schule gelernt, ohne grosses Aufhebens drum zu machen. In der Schule hast Du dann ganz unaufgeregt die Vorleserrolle übernommen und zB in der Adventszeit jeden Tag der ganzen Klasse vorgelesen. Ganz zu Anfang der Schule bist Du auch direkt zum Klassensprecher gewählt worden, nachdem Du Dich aufstellen liessest. Ich weiss, dass es für Dich eine viel grössere Überwindung als zB für Little Q. oder mich ist, Dich vor eine Gruppe Menschen zu stellen und zu reden und Dich zu exponieren, deswegen finde ich das wirklich eine wunderbar mutige Leistung von Dir. Alle Bedenken, die zu Kindergartenzeiten mal geäussert wurden und für deren Nicht-Pathologisierung Dein Papi und ich alles getan haben, weil wir wissen, dass Du ein grossartiger Junge bist, genau so, wie Du bist, weil Du so bist, wie Du ist, haben sich entweder in Luft aufgelöst oder sich als eben nicht schlimm herausgestellt. Was soll denn auh nicht gut daran sein, wenn man eben sehr genau weiss, mit wem man harmonisiert und sich dann mit eben diesen Menschen umgibt und nicht immer weiter ausprobiert? Was gibt es denn besseres als einen allerallerallerbesten Freund? Den hast Du in L., und auch wenn ich es manchmal nur so mittel finde, dass Du für den Rückweg von der Schule, der eigentlich in maximal 10 Minuten zu schaffen ist, an die 35 Minuten brauchst, weil "Ich habe den L. noch nach Hause begleitet und als wir bei ihm waren, dann waren wir mit dem Reden noch nicht fertig und jetzt bin ich ja da. Du musst Dir keine Sorgen machen!".
In den letzten Wochen durftet ihr im Musikunterricht verschiedene Instrumente ausprobieren (nachdem alle mal in die Querflöte pusten durften und das Saxophon im Mund hatten, durfte die Grippeimpfung mal zeigen, was sie kann ;-)) und Du hast Dich in die Panflöte verliebt ;-).
Neben dem Unihockey, das Du im Herbst mal für ein paar Wochen ausgesetzt hast, warst Du beim Geräteturnen schnuppern und es hat Dir wirklich gut gefallen. Leider war in der Gruppe erst kein Trainingsplatz, aber gestern haben wir als Art vorgezogenes Geburtstagsgeschenk erfahren, dass Du ab Ende April mit zwei anderen neuen Buben mitturnen kannst.
Mit Q. bist Du nach wie vor ein Herz und eine Seele, das ist so wunderbar anzusehen.
Zum Einschlafen hast Du es immer noch sehr gern, wenn einer von uns beiden Dich in den Schlaf kuschelt. Schlaf brauchst Du übrigens nicht besonders viel. Ich stehe ja immer eine Stunde vor dem Rest der Familie auf, weil ich eher aus dem Haus gehe. Oft schleichst Du dann auch schon aus dem Bett und frühstückst mit mir. Auch wenn Du am Abend lang wach bist, stehst Du am nächsten Morgen sehr früh auf (Gottseidank kannst Du Dich aber auch sehr gut leise selber beschäftigen, bis der Rest der Truppe die Augen aufmacht).
Ich weiss nicht genau, wie es passiert ist, aber von der gesamten Familie bist Du der, der am allerbesten Mario auf der Wii und auf dem Nintendo spielen kann. Okay, von mir als Mario-Doofie klingt das jetzt nicht sooo beeindruckend, gebe ich zu....

Mein lieber Kleiner, bleib so, wie Du bist, genau so bist Du perfekt.
Wir haben Dich alle sehr, sehr lieb.
Mami, Papi und Q.


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