Samstag, April 11, 2015

Abseits von bekannten Pfaden

Es ist ja so: ich mag Rhabarber sehr gern. Als Schorle, als Duschgelduft, als Marmelade und natürlich als Kuchen. Seit ich die Seite aus einem BettyBossi-Heft gerissen habe, ist dieser Kuchen der Goldstandard, was Rhabarberkuchen im Hause Brüllen angeht. Einmal im Jahr aber probiere ich ein andere Rezept aus, meist um dann reumütig zu dem obigen zurückzukehren.
Dieses Jahr mache ich es ganz verrückt: die Rhabarbersaison ist noch ganz am Anfang, ich habe zum ersten Mal welchen gekauft und schon gehe ich fremd ;-):
in Jeannys Backbuch findet sich nämlich ein Rezept für einen Rhabarber-Pie.

Ich mag ja Apple Pie schon und finde, alles Obst, was sich als Kompott gut macht, geht auch als Pie. Also: warum nicht?
Die Füllung besteht aus Rhabarber und Orangensaft/-schale, so dass der Hübsche vom Semmelnholen gefühlt die letzte noch erhältliche Orange mitbringen musste. Das war ein Riesenexemplar, so dass die Füllung recht flüssig wurde.

Das Flechten des Gitters hat was Meditatives ;-) und für die immer übrigen bleibenden Reste bietet sich eine Verwertung als "Pie Fries" ja geradezu an. Auch unter dem Gesichtspunkt, das mindestens eines unserer Kinder Obst nur in Form von Apfelschnitzen oder Wassermelone zu sich nimmt, auf keinen Fall in oder auf Kuchen.

Die 220°C und das Eigelb auf dem Gitter haben sich bei mir nicht so gut vertragen, so dass der Kuchen schon nach 50 Minuten recht ..... dunkel war, aber mit Puderzucker obendrüber sieht das ja schon fast wieder schick aus. Die Füllung hat sich ausserdem ein bisschen verselbständigt, aber der Ofen musste eh mal wieder geschrubbt werden, jetzt blitzt er wieder.















So nach dem ersten Stück muss ich sagen: wow! Ich hätte nicht gedacht, dass man mich in Sachen Rhabarberkuchen noch positiv überraschen kann, wo ich doch den allerbesten mache ;-), aber gerade die Kombination aus Orange und Rhabarber, die schmeckt superlecker! Sehr, sehr fein. (Auch die Kuchenfritten, soll ich von der U10-Fraktion ausrichten)