Mittwoch, März 18, 2015

You have to fight for your right

Während in frankfurt steine fliegen und mülltonnen und polizeiautos brennen, erkläre ich einem wütenden, weinenden kind, dass das leben nicht immer gerecht ist. Dass man für seine rechte und überzeugungen und freunde kämpfen muss und darf, auch wenn man damit nicht mehr der liebling der obrigkeit ist und auch, wenn die aussichten auf erfolg nicht besonders rosig sind. Ungerechtigkeit einfach schlucken bringt langfristig nichts. Und dann haben wir geklärt, dass das in den "diskussionen" der berufsempöreria als allzweckwaffe genutzte "tone argument" am besten dadurch vermieden wird, dass man auch in der grössten wut und enttäuschung gewisse regeln einhält. Und das fängt nicht erst bei "keine mülltonnen anzünden" und "keine steine werfen" an.
Und so zieht mein kind morgen mit seinen freunden zum protestmarsch los und ich habe mir den abend mit einer spontan einberufenen erst whatsapp-, die sich dann ganz schnell in eine reale wtf?- elterngruppe verwandelt hat, um die ohren geschlagen und wurde zur formuliererin des gemeinschaftlichen brandbriefs erkoren.

Und ja, klar kämpfe ich für mein kind. Immer und mit allen mitteln, die mir zur verfügung stehen. Aber könnte nicht einfach mal alles rund laufen? Langweilig? Ich hätte echt nichts dagegen.