Montag, Februar 16, 2015

Es könnte so schön sein.

Alle zwei Jahre wird bei uns im Betrieb „Lastabwurf“ getestet. Ich war so happy, als das das erste Mal in meinem Kalender hatte, ich stellte mir das nämlich sehr spannend vor. Unser Bau ist fast vier Stockwerke hoch und in der Mitte geht das wie so ein Lichthof vom Erdgeschoss bis ganz nach oben. Da gibt es einen Hallenkran, mit dem man, wenn man denn muss und der Sicherheitsbeauftragte damit einverstanden ist, schwerste Lasten von ganz unten bis ganz nach oben ziehen kann. Vor meinem inneren Auge sah ich uns für den „Lastabwurf“ einen BigBag voll mit Salz oder Sand oder Naproxen, was man halt so als Dummy-Substanzen bei uns verwendet, bis unters Dach ziehen, alle in Deckung gehen und dann per Fernbedienung unter dem Dach aushaken und dann schauen, wie die Last abgeworfen wird und dann… naja, halt schauen, was passiert. Ich stellte mir das sehr, sehr spannend vor (stellen Sie sich mal selber vor, wie weit das spritzt, wenn 1 Tonne Sand aus ca 20 Meter Höhe nach unten donnern….), aber dann kam die Ernüchterung: Lastabwurf ist was ganz anderes, was mit Strom und das fand ich ja trotz Physik-LK schon immer langweilig. (Und ja, der Sinn von "Eine Tonne Sand im Bau detonieren lassen" ist fraglich. Aber eben....)

Ganz ähnlich war es übrigens mit dem „Master Lynwood“, der bei uns umziehen musste. Ich hatte vor meinem inneren Auge einen Südstaaten-Patriarchen, der auf der Veranda in seinem Schaukelstuhl sitzt und auf den Mississippi blickt, und leider nun umziehen muss, weil … keine Ahnung, die Yankees kommen. Diesmal war ich mir schon relativ sicher, dass ich da ziemlich weit daneben liege, und so war es auch: Der „Master Lynwood“ ist eine Art Computer, der Zeug steuert und jetzt in den neuen Serverraum muss.

Die Realität ist dann halt doch langweilig.