Donnerstag, Oktober 23, 2014

Schwarze Liste. Forever.

Ich bin ein extrem nachtragender Mensch. Das ist nicht unbedingt was, worauf ich stolz bin, aber es ist so. Es braucht zwar einiges, um mich wütend zu machen, zu verletzen oder zu beleidigen. Wenn man das aber geschafft hat, dann schafft auch eine Entschuldigung das nicht restlos aus der Welt. Ich habe ja auch sonst ein ziemlich gutes Gedächtnis vor allem für nutzloses Wissen  und gerade solche Sachen merke ich mir ewig und führ sozusagen meine innere schwarze Liste. Da sind Sachen drauf wie das Laguna in Weil, wo mir vor 5 Jahren der Geldbeutel geklaut wurde und das Personal dort so unverschämt, dass ich beschlossen habe, dass weder ich noch ein Mitglied dieser Familie je wieder dort baden gehen werden. Oder auch Sandra Z., die mit mir zusammen in meinem Heimatdorf im Kindergarten war und mich dort erst zum Klauen eines Bonbons aus der Handtasche der Kindergärtnerin angestiftet hat, dann ihres schnell runtergewürgt hat und mich (natürlich langsam lutschend) als Diebin verpfiffen hat.
Und ja, ich muss auch gestehen, dass, wenn mir jemand unabsichtlich etwas tut, mich ein "Oh, Entschuldigung, das war jetzt nicht mit Absicht" ehrlich gesagt auch nur mittel bis wenig besänftigt. Mal ehrlich? Was ist denn das für eine Entschuldigung? Als Alternative zu "mit Absicht, keine Ahnung, mit dem Ellenbogen erwischt?"

Nun ja, gestern aber habe ich festgestellt, dass trotz dieser meiner zwiespältigen Haltung zu reflexartigen Entschuldigungen mich das vollständige Ausbleiben desser noch wütender macht. Zum Beispiel, wenn man mir auf dem Parkplatz das Auto kaputtfährt.

*kritzelt wütend auf ihrer inneren schwarzen Liste*