Dienstag, Januar 11, 2011

Und jetzt nochmal in sachlich

Die Kinderkardiologin (eine echt coole Frau, die Sonntag abend per Telefon andauernd verfügbar war und Montag morgen um sieben bei uns im Zimmer stand) meint, dass es schon mal sein kann, dass der Knoten, der für die Reizleitung zwischen Vorhof und Hauptkammern zuständig ist, schon mal falsch angesteuert werden kann und dann eben den Vorhof zum Dauerfeuer bringt, bei dem die Hauptkammern nicht mithalten können. Nachdem Little L. das Vorhofflattern absolut nicht anzumerken ist, ausser, man fasst ihm auf den Brustkorb, nimmt sie an, dass er das auch schon früher öfter hatte und immer wieder selber "zurückgestellt" hat. Das letzte Mal wurde es nur dadurch entdeckt, dass wir ja wegen allgemeinem Hustenschnupfenetc. beim Kinderarzt waren.
Auf die Dauer ist das so natürlich nix und so bekommt er nun niedrig dosierte Betablocker für "mal ein Jahr, dann können wir einen Absetzversuch starten". Dazwischen müssen wir immer mal wieder (zum ersten Mal in vier Wochen, dann im niegelangelneuen UKBB) zur Kontrolle in die Kardiologie.
Langfristig kann sich so was verwachsen oder man kann die fehlgeleitete Nervenbahn irgendwann später (viel später) einmal veröden.
Nun muss Little L. halt zweimal am Tag Medikamente nehmen. Ist nicht das Schönste der Welt, aber auch kein Drama. Es gibt wirklich Schlimmeres (das wird einem auf der IPS immer wieder klar vor Augen geführt: es ginge immer noch schlimmer. Viel schlimmer.)