Montag, August 17, 2009

Die Party

war ein voller Erfolg.
(Little Q. in total selbstgenäht)
Zum ersten Mal im Leben hat mir der Hübsche zugestanden, dass es nicht nur Befriedigung meines Planungsticks, sondern echt nötig war, so viel vorzubereiten....
Der Ablauf an sich war perfekt: die Gäste waren für 15:00h eingeladen. Wir hatten zu Beginn die schon fertig ausgeschnittenen Hutrohlinge incl. Dekoschnickeldi (Glitzerkleber, Totenköpfe, Knochen) auf dem Terrassentisch vorbereitet. So konnten die nacheinander eintreffenden Gäste sofort losbasteln und grosser Abschiedsschmerz kam gar nicht auf. Als Gimmicks gab es Tattoos (incl. schon vorbereiteter nasser Lumpen zum Aufbringen) und Zungentattoos. Es wurde also munter drauf los geglitzert (juhuuuu, mein Sohn steht nicht als einziger Junge auf lila Glitzer...) und tätowiert. Als alle Gäste da waren, waren die ersten Hüte fertig gestaltet und konnten angepasst werden. Nach dem Zusammenkleben wurden sie zum Trocknen in die Sonne gelegt. Am stressigsten war es eigentlich, als der Hübsche vollmundig "und jetzt gibt es Kuchen" ankündigte und ich noch mitten im Glitzer steckte, noch vier Hüte fertiggemacht werden mussten und die Geduld von Kindern ist nach so einer Ankündigung ja nur noch .... nicht mehr so gross. Ausserdem fing in dem Moment auch noch Little L. an zu motzen.... egal. Wir haben es trotzdem geschafft, dass jeder einmal von seinem Kuchenstück abbiss, bis die Meute sich ins Planschbecken stürzte. Der Hübsche (in stilechtem Piratenoutfit) liess die Jungs (das einzige eingeladene "richtige" Mädchen war zu dem Zeitpunkt schon etwas ... unkooperativ und wollte unbedingt ihre Barbie kämmen und hatte gar kein Verständnis dafür, dass ich keinen Barbiekamm besitze....und die immer willkommene kleine Au-el Schwester war noch am Futtern) über die Planke springen (=beförderte sie mit Schwung die Rutschbahn ins Wasser hinunter.

Als die Lippen blau und die Hüte trocken waren, wurden alle Jungs wieder umgezogen und es gab ein Gruppenbild mit Hüten. Anschliessend bekam jedes Kind ein Farbenmix-Webbändchen ums Handgelenk gebunden und musste das dazugehörige Schatzsäckchen im Garten suchen. Als alle gefunden waren, gab es einen kleinen Moment zum Verschnaufen, als der Inhalt begutachtet wurde.
Kurz vor fünf liessen wir zwei Mannschaften noch zum Eierlaufen antreten (die Eier durften die Kids behalten), was so ein Erfolg war, dass es noch mal wiederholt werden musste.





Um viertel nach fünf kippte die Laune dann langsam und die Mannschaft wurde ein wenig unleidlich ("Wir wollen jetzt ins Kinderzimmer", was ich aber nicht wollte, da ich mir das Chaos nicht einmal vorstellen wollte). Einsatz Minieis. (Das Zickenmädchen wollte natürlich ein anderes Eis und hat dann halt leider keins gekriegt.....) Damit liess sich die letzte Viertelstunde überbrücken und binnen fünf Minuten waren alle Kinder abgeholt.

Die Au-el-Eltern kamen mit der Kleinsten und während die Jungs oben begeistert Lego spielten, konnten wir Grossen einen leckeren Grillabend vorbereiten und das erste Nervenbier zischen.

Little L. hat das ganze ein wenig überfordert, so dass das Einschlafen recht lang dauerte und die Nacht..... durchwachsen war, aber an sich hat er das super gemacht.

Zwei Riesenschreckmomente gab es:
einmal als Little Q. aus der Küche rief: "Ich hol mal den Piratenkuchen" und den blauen Bleikristallteller mit dem Schiff extrem wackelig über Kopf balancierte
und das zweite Mal, als auf einmal nach nur sekundenlangem Wegschauen auf einmal vier Kinder fehlten. (ich hätte nie gedacht, das Tchibo-Kartons so geräumig sind....)

Gegen halb elf fiel Little Q. dann ins Bett und kurz später auch wir.

Fazit vom Geburtstagskind: "Wenn ich sechzehn werde, dann will ich wieder so eine Party."