Montag, Oktober 20, 2008

So ein Papa-Ding

Obwohl Little Q. in unserer Dorfkrippe eigentlich sehr glücklich ist, gestaltete sich das Bringen in der Früh lange ... schwierig. Spätestens auf dem Weg ins Frühstückszimmer (für die "Frühkommer" gibt es von sieben bis halb acht gemeinsames Frühstück) wurden die Knie schwach, die Lust immer geringer und die Neigung, sich heulend an Mamas Knien festzuklammern immer grösser. Der Abschied war immer tränenreich und weder für ihn noch für mich ein guter Start in den Tag.
Nachdem beim Hübschen diese Symptome ein wenig schwächer waren, übernahm er das Bringen für die letzten ca. zwei Monate. Gestern nachmittag wünschte Little Q. aber ausdrücklich, dass ich ihn heute abliefern möge. Was soll ich sagen? Das hat der Hübsche gut hingekriegt:
Little Q. schiesst mit seinem Laufrad die 500m bis zur Krippe in einem Affenzahn, überlegt sich währenddessen, was er als erstes erzählen möchte (das eindrücklichste Erlebnis des Wochenendes, heute "Matschen im Sand mit Mama und Papa" und "so aus dem Bett Fallen, dass man ein Horn auf der Stirn hat"). Die Treppe ("Mami, nyt d'Wänd alängge, da is frisch gstriche!") wird erklommen, der Frühstücksraum gestürmt. Ohne Rücksicht auf evtl. schon laufende Gespräche oder, noch schlimmer, mangelnde Vorinformation oder Interesse wird die Geschichte vom Wochenende in den Raum trompetet, der nächstbeste freie Stuhl möglichst nah am Honigbrotschmierer erklommen, laut verkündet "Ovi han i nyt gern, ich tringg daheime immer Milch" und schon beginnt der Krippentag und ich bin abgeschrieben.
Das hat er echt gut hingekriegt, der Hübsche.