Samstag, Oktober 27, 2007

Ungeeignet

zur Kleinkinderzieherin, so lautet die Selbsteinschätzung von der Freundesmutter und mir. Ein Nachmittag mit unausgeschlafenem Little Q., mittagsschlafverweigerndem Au-el, der dann aggressiv wird, übermüdeter Au-el-Schwester (7 Monate) und einem 2 Monate alten schon hungrig abgegebenem Baby der Nachbarin, das noch nie (und auch an diesem Tag nicht) abgepumpte Milch aus der Flasche getrunken hat, hat uns beide an unsere Grenzen gebracht.
Immer schauen, dass die Kleinen kein Lego futtern, der grosse Bruder kein Baby vermöbelt, Little Q. trösten, wenn ihm Au-el den Lieblingsbagger mopst, das herzzerreissend heulende Minibaby durch die Gegend schleppen, vier synchronkackende Kinder wickeln, den beiden Grossen im letzten Moment den bitter selber benötigten brühheissen Kaffee abnehmen, das Synchrongröhlen ("Roppe Roppe Reiter!") ignorieren, wieder ein Auto/Legomanschgerl/Buch aus der Mundhöhle der Au-el-Schwester pulen, doch noch mal probieren, ob das Minibaby die Flasche nimmt, immer wieder auf die Uhr schielen ("Spätestens um fünf hat sie gesagt") 254mal die aus dem Muldenkipper geleerten Kastanien wieder einsammeln und ab und an mit zwei neugierigen Zweijährigen im Schlepptau selber kurz aufs Klo verschwinden.
Immerhin gab es als Dankeschön von der Nachbarin ein Packerl Whiskeystengeli, die noch auf dem Weg zur Tram angebrochen wurden.
Und wir waren sehr froh, dass wir zu zweit waren.