Dienstag, Oktober 30, 2007

Eh klar,

dass ein Tag, der mit immer noch Übelkeit und Magenschmerzen und viel zu frühem Erwachen nach viel zu wenig Schlaf und einem viel zu energiegeladenen Kind beginnt, nicht richtig toll wird.
Er wird aber so einigermassen, wenn man sich schon vor dem Frühstück vornimmt, dass man scheisspositiv denkt.
So wird das Sporteln abgesagt, und statt sich zu grämen, weil man jetzt ja voll fett wird/bleibt, ist man beim Einkaufen froh drum, dass man sich jetzt am stabilen Einkaufswagen festhalten kann und nicht in einer Step 2-Stunde rumzappeln muss.
Anstatt über Magenschmerzen und Übelkeit zu jammern, kann man erhobenen Hauptes mit leicht verächtlichem Lächeln an den Riesenbergen Lebkuchen und Weihnachtsschoggi vorbeistolzieren, die einem im aktuellen Zustand so gar nicht anlachen.
Ebenso kann man sich mit dem Kind freuen, dass es heute die beiden Rosinensemmeln bekommt, anstatt wie sonst mit der Mama teilen zu müssen.
Man ist richtig stolz drauf, dass das Kind sein Paket Windeln selber zum Auto schleppt und schimpft nicht, als er es direkt vor der Autotür "So, fertig tragen" in eine Pfütze schmeisst.
Beim Rewe warten wir lieber 10 Minuten, bis der einzige Einkaufswagen mit Auto vorne dran wieder frei ist, anstatt mit einem "Auto habe" kreischenden Kind ein Exempel zu statuieren.
Und man ist stolz, dam Kind ein bisschen bayerische Lebensart mitgegeben zu haben, als von hinten wie ein Echo kommt "Blink'n kost nix, du Depp", anstatt sich wie sonst zu grämen, dass man durch mangelndes Vorbild das Kind zum rüpelhaften Aussenseiter macht.
Und jetzt werde ich mich in der Mittagspause mit der neuen "Myself" ins Bett legen und einfach nur erholen und nicht dran denken, dass noch eine ganze Betriebsvorschrift und Risikoanalyse in drei Wochen fertig sein müssen.