Montag, Oktober 15, 2007

Bayrisch ginge ja noch,

aber, liebe Frau Ami, was unser Sohn von sich gibt, das ist astreines Baseldytsch gemischt mit Aargauerisch.
Er liebt sein "Nuschi", er "sitzt sich auf sin Stuel ane", er geht "d'Stägn abe " oder aber "ufe", er will "use go", beim Schaukeln auf der ""Riti" muss "s'Mami agä", der Traktor hat einen "Ahänggr", nach dem Essen wird "s'Müli" mit "em Lümpli" abgeputzt. Wenn ich ihm sage, er solle die Kochlöffel bitte hängen lassen, hört er nicht. Auf "hängge lo" oder "Si lo" hört er sofort.
Lieblingsbeschäftigungen draussen: "velofahren", "Rössli(gaggi) luege", "sandele".
Lieblingsmahlzeiten: "Zmorge, Znüni, Zmittag, Zvieri, Znacht".
Und er singt begeistert Kinderlieder: "Tschipfutschipfu, d'Ysebahn chunnt...." und "Zwischen Züri und Basel stoht a Tunnel" (kann mir einer der Schweizer Leser mit dem restlichen Text aushelfen?)...
Und das mit zwei Eltern, die trotz bayerischen Hintergrunds praktisch geschliffenes Hochdeutsch sprechen.
ABER: ich finde es toll. Ich merke nämlich schon, dass es auch Vorteile hat, wenn man nicht beim ersten Mundöffnen als Ausländer erkannt wird.