Donnerstag, September 13, 2007

Es lebe die Chemie

Vorweg: ich lag ganz falsch mit meiner Eigendiagnose: nix gebrochen, nix ermüdet (ausser mir, aber noch geht der Schlafmangel nicht auf die Knochen).
So richtig konnte die Ärztin es sich nicht vorstellen, dass ohne Unfall, Wanderferien oder was ähnlich dramatisches solche Fussschmerzen zustande kommen. Röntgen (wann war ich das letzte Mal beim Röntgen?) zeigte einen leichten Spreizfuss, aber warum nur genau der eine Knochen weh tut, konnte sie mir auch nicht sagen. (Sie hat übrigens mit einem zielgerichteten Griff "Da?" genau den Punkt erwischt, der mich schon bem Hübschen an die Decke gehen liess...)
Blutbild zeigte nix besonderes und so werde ich nun wie ein Pferd therapiert, nicht wie ein Zebra: Eine Woche lang Voltaren (inwendig), gepolsterte Schuhe (auch daheim, nix mehr mit nur barfuss auf hartem Boden rumspringen) und wenn es nach dem Voltaren absetzen wieder schlimmer wird, wird sie mir unbezahlbare Einlagen verschreiben.
Und so sitze ich hier, vom Voltaren wieder in den Status eins jungen Rehs versetzt (eine Tablette wirkt genau vier Stunden) mit schicken grauen Filzpantoffeln mit Fussbett drin und rotem Elch drauf.
Tut mir leid, das ich nix dramatischers berichten kann.
Nicht mal Little Q. hat für Chaos gesorgt: es gab im Wartezimmer ein Feuerwehrauto, das er mit ins Sprechzimmer nehmen durfte und während ich geröntgt wurde, hat er die jüngste Sprechstundenhilfe in die aktuellen Gepflogenheiten auf der Feuerwache eingeweiht. Beim Blutabnehmen hielt er meine Hand:"Keine Angst, Mami, glei wieda gut"
Meine Nägel hat sie übrigens nicht kommentiert, dafür die Warze, die da schon lang wohnt. Die kriegt jetzt ein Pflaster. Mal sehen, ob ich diesmal durchhalte, bis sie weg ist.