Freitag, November 10, 2006

Ich geh mit meinem Radieserl

Das sollten wir heute abend wahrheitsgemäss singen. Little Q. geht nämlich zu seinem ersten Räbeliechtli-Umzug.
Als bayerisches Kind, das sogar im katholischen St. Martins-Kindergarten war, kenne ich natürlich nur die klassischen Martinslaternen und -umzüge incl. Martin auf dem Pferd, Bettler, Dramatik und Feuer. Hier höhlt man Räben aus, schnitzt Muster rein und stellt ein Teelicht rein.
Vorteil: die Dinger brennen nicht ab
Nachteil: sowas müssen immer Mütter basteln. Und die Dinger stinken.
Kann mir einer von den lieben Schweizer Lesern bitte evtl. sagen, was das für Rüben sind? Zuckerrüben wohl nicht. Ich finde ja, sie sehen aus wie Riesenradieschen.
Martin gibt es übrigens keinen, Lieder gibt es zuhauf, allerdings auch nur ohne Martin. Rabimmelrabammelrabumm kennt man aber auch diesseits des Röstigrabens.
Und ich gebe zu: Bei "Räbeliechtli" bemühe sogar ich mich um eine einigermassen passende Imitation des hiesigen Dialekts. Seitdem eine deutsche Mutter "Rübchenlichtchenumzug" gesagt hat. Das klingt ja soooo uncool.
Fotos kommen noch, der Hübsche muss nämlich mitumziehen. Und nur für Fotografen gibt es Singbefreiung.