Freitag, Februar 11, 2005

Was für ein Tag

gestern, meine ich!
Nach der unsäglichen Aktion des Kollegen, habe ich mich umso mehr auf Sporteln und anschliessendes Schwimmen und Relaxen gefreut.
Pustekuchen, der Schwimmpsycho war wieder da! Über den wollte ich hier schon lang mal schreiben, warum also nicht heute.
In meinem Fitnessstudio gibt es im Keller einen wunderbaren Wellnessbereich mit einem 34°C warmen relativ grossem Becken incl. Sprudelliegen, Massagedüsen an der Seite etc., an sich also nicht perfekt, wenn man sportlich schwimmen will. Nichtsdestotrotz geht das trotzdem, man schwimmt zivilisiert gemütlich vor sich hin, wird ab und an von den Sprudeldüsen seitlich abgetrieben, aber man arrangiert sich.
So schwimme ich da gerne meine 30 Bahnen ab und habe auch noch das Gefühlt, sportlich was getanzu haben. Wenn da nicht der Schwimmpsycho wäre!
Er ist ein dicklicher Mann, zwischen 30 und 40, mit Goldrandbrille und einem Riesensprung in der Schüssel. Er ist passionierter Rückenschwimmer, aber nicht wie normale Menschen, sondern praktisch wie Brustschwimmen, nur andersrum. Er macht also mit seinen Beinen diese Froschbewegungen und schleudert dazu unkoordiniert seine Arme zusammengelegt über den Kopf nach hinten. Dabei sieht er natürlich überhaupt nicht, in welche Richtung er nur annähernd schwimmt, kann dies aber durch seinen chaotischen Bewegungsstil auch nicht kontrollieren. Dazu kommt dann noch die Bahnablenkung durch die Sprudeldüsen, kurz und gut, der Typ schiesst weit spritzend und unkontrolliert zuckend in nicht vorhersehbaren Zickzack-Bahnen durch das ganze Becken.
Ich weiss nicht, ob ich da zu spiessig bin, aber mir verleidet das total den Spass oder die Entspannung beim Schwimmen, wenn ich die ganze Zeit nur aufpassen muss, nicht von dem Psycho gekickt zu werden.
Gestern habe ich dann nach 10 Bahnen, einem Tritt und einer ekligen Berührung resigniert, mein Handtuch geschnappt und den Abend zu den Akten gelegt.... Während der letzten Bahnen habe ich mir in meiner Riesenwut noch einen Anpfiff überlegt, falls er mich nochmal treten sollte, aber irgendwie hatte ich keine richtige Kraft, mich darüber so richtig zu ärgern.
Dadurch habe ich leider das Abschlussschmankerl des Psychos verpasst: normalerweise hievt er sich nach beendigtem Zucken aus dem Becken, steigt im Storchengang in das kalte Fussbecken, drückt auf den Knopf für den Kaltwasserfall, kreischt laut auf, rennt dann los, um mit einer Arschbombe in den benachbarten Whirlpool zu klatschen.....ein Psycho halt.