Montag, Juli 16, 2007

Erkenntnisse eines Sommerwochenendes

  • Setze dein Kind nie, nie, nie zu zwei alten Leuten auf eine Bank, nur damit es sein Eis besser löffeln kann. Ein Sermon über "die jungen Mütter von heute" und "preussische Erziehungswerte" über "ich habe ja selber keine Kinder, aber-..." bis zu schwer alzheimerbedingten laaaaangatmigen Erzählungen, was man wo über welche abgehauenen Kinder gelesen/gehört/beinahe selber erlebt hat, kann schon dazu führen, dass dem Kind letztendlich nur die halbe Kugel Eis zugestanden wird, weil man sonst für nichts mehr garantieren könnte.
  • Versuche nie, dein Kind im Freibad in Sichtweite der Kinderrutsche zum Mittagsschlaf zu bewegen. Es geht nicht. Ein Powernap im Radlanhänger reicht aus.
  • Little Q. ist kein aggressives Kind, hat aber Anlagen zum Oberwachtmeister. Es war herrlich, ihn als Kleinsten auf dem überfüllten Rutschbahnturm gestikulieren und Verkehr regeln zu sein: "Nei, bub, nit spritze, nei bub, waaaarte, denti rutsche, nei, bub, nit schubse"
  • Little Q. wird vermutlich nach der Sommerpause zum Schreck des Elki-Schwimmkurses. Seit gestern macht er am liebsten "no eini Bombe" vom Startblock ins Sportbecken. Wieso wundert mich das nicht? Ich war ja selber nur ein halbes Jahr älter, als ich im Hallenbad beim Spiessli vom Startblock das Wasse verfehlt und der ganzen Familie so einen Zwischenstop in der Notaufnahme zum Nähen meiner Stirn beschert habe.
  • Der Vater des besten Freundes ist immer noch eine Nervensäge par excellence. Gibt es etwas Uncooleres, als beim Grillen ungefragt einen Westernhagen-Song darzubieten? Und auch noch schlecht? Aber wir erklären unserem Kind mit noch nicht zwei auch (noch) nicht ungefragt, warum die Venus der erste Stern am Abendhimmel ist und dass Schinken "geschnittenes totes Oinkoink" ist.
  • Der Lack vom "Maaat Auto" ist nicht sonnencremefest. Das Dachfenster wird also immer grösser.