Montag, Januar 09, 2006

Jahreswechsel in Zahlen

  • 15 Minuten hat Little Q. auf der Hinfahrt nach München gebrüllt. Guter Schnitt für 400 km. Dax hat irgendwie eingesehen, dass das Auto so voll war, dass wir ihre Kiste eh nicht rausgekriegt hätten, und dementsprechend Ruhe gegeben, so dass wir bis auf den obligatorischen Fahrerwechsel ohne Pause nach München gedüst sind.
  • 15 Tage lang sind wir von Eltern, Freunden und Verwandten durchgefüttert und verwöhnt worden. An allererster Stelle hier natürlich meine Schwiegermutter, die uns wirklich von vorne bis hinten verwöhnt hat. Jetzt, so allein daheim, merke ich erst wieder, was man alles selber machen muss, vom Milchkaffee bis zum Wäschewaschen…..
  • 1 Racletteessen gab’s für uns. Sehr fein und kalorientechnisch waren wir nicht so traurig, dass meine Family das traditionelle Weihnachtsracletteessen mit allen Schwestern, Anhängen, Kindern etc. einfach aufs Mittagessen vorverlegt hat, obwohl wir verkündet haben, dass wir wie immer erst gegen zwei ankommen. Bis dann die Brotzeit zum Abendessen aufgetischt wurde, konnte ich es gar nicht glauben… egal. Obwohl ich mich tierisch aufgeregt habe, gebe ich ja zu.
  • 4 Stunden und 20 Minuten wurde Little Q. von Verwandten betreut, davon 3 Stunden und 50 Minuten von seiner Patentante (Schwester 3) mit Unterstützung von Schwester 2. Tja, King Kong war für einen ersten „PostKindZuzweit Kinonachmittag“ vielleicht etwas lang…..auf jeden Fall wurde das anschließend geplante Essen mit Schwester 3 spontan gecanceled („Ich will nur noch ins Bett“) und Schwester 2 machte einen so stinkigen Eindruck, dass ich nur geschaut habe, dass wir da wegkommen. Die restliche Zeit hat die Schwiegermutter übernommen, war aber ähnlich fertig. Allein die Entscheidungsfindung, ob wir ihn zum Einkaufen mitnehmen oder bei ihr lassen, hat länger gedauert als die ganze Tour. Trotzdem was sie danach der Meinung, dass Little Q. zu klein ist, um ohne mich oder den Hübschen zu sein, weil er sooooo unglücklich war. Okay, er war so halb aufgewacht, das ist er immer knatschig. Andererseits bin ich anhand dieser Erfahrungen etwas verwundert, was die Mädels bei der Kinderbetreuung beim Sport mit ihm anstellen, da es dort anscheinend zu klappen scheint. Ausserdem frage ich mich, ob es an unserem Kind liegt (verwandelt er sich in einen Berserker, sobald ich die Tür hinter mir zumache?), daran, dass die Verwandten wegen der Entfernung ihn nicht gewohnt sind (klar, bei mir strahlt und juchzt er den ganzen Tag…) oder warum sonst hier in Basel von meinen Bekannten niemand Probleme damit hat, sein Kind bei den Eltern/Geschwistern zu lassen…. Naja, das Thema hat sich jetzt eh erst mal erledigt.
  • 2 Wochen hatte Little Q. nicht gebadet vor seiner Taufe. Nein, nicht weil wir die Seelenreinigung so richtig ausnutzen wollten, sondern weil er einen fiesen Schnupfen hatte. Die Taufe war trotzdem richtig schön, der kleine Mann hat an der richtigen Stelle geweint (klar, er war ja Wasser schon gar nicht mehr gewohnt), sich ansonsten recht andächtig verhalten. Das Essen im Fürstenfelder war gewohnt legendär, alles in allem ein toller Tag.
  • 3 Mal haben es die vereinten Hundekräfte bei den Grossmüttern geschafft, den kleinen Mann abzuschlecken. Ich verstehe ja, dass es nicht leicht ist, den Hunden einen Teil ihres Territoriums für gewisse Zeit zu verbieten, vor allem wenn die sonstige Erziehung darin besteht, dass sie alles dürfen und bekommen, was immer sie wollen, von Silvester mit meiner Mutter im Schrank, über Plätzchen und Pudding bis zu keine Strafe, wenn sie jemanden beissen…. Trotzdem erachte ich es eigentlich für selbstverständlich, dass weder ein 4 Monate altes Kind noch dessen Spielzeug abgeschleckt werden und auch die Krabbeldecke nicht betrampelt wird….
  • 100 000 Mal (gefühlt) habe ich die Fragen beantwortet, wie lange ich denn noch stillen will (sieht Little Q. etwa so aus, als ob er noch Flaschenmilch zusätzlich bräuchte?), ab wann denn endlich zugefüttert wird (nächstes Wochenende, wenn die Kinderärztin einverstanden ist), und Bemerkungen wie „Der hat bestimmt Hunger“ (Der Milchbart war meist noch nicht ganz trocken) und „Was, keine Decke? Der friert doch!“ ignoriert. So ein Verwandtschaftsoverkill kann ganz schön anstrengend sein…
  • 2 Waschbeckenabflüsse hat der Hübsche Heiligabend in handwerklicher Mission verstopft (Waren aber am 1. Feiertag wieder frei). Dazu jeden Wasserhahn in Reichweite entkalkt, ca. 25 Glühbirnen erneuert, Unmengen grossen Müll zum Wertstoffhof gebracht, 1 Polo mit seiner Mum ausgesucht, den Christbaum und andere grosse Pflanzen im Haus gezügelt, den Kachelofen angeheizt….. ich habe immerhin einmal den Wasserkocher entkalkt.
  • 10 Tonnen (gefühlt) Geschenke hat Little Q. bekommen. Dabei waren nur zwei (Kinderbesteck und Krabbelrolle) doppelt und erstaunlicherweise haben wir bis auf die Kugelbahn alles ins Auto bekommen….
  • Seinen 1. Autounfall hat Little Q. verschlafen. Wir hatten auf dem Weg zu Schwester 3 das im Münchner Feierabendverkehr teuerste Gut erblickt: einen Parkplatz mitten an der Leonrodstrasse. Ich habe zwar abgewartet, bis alle Drängler überholt hatten, bis ich ganz behutsam aufs Gas ging um rückwärts reinzurangieren, aber de Türken im Twingo habe ich nicht gesehen. Er hat uns viel zu knapp überholt, ist mit seinem Reifen gegen usneren geditscht, wobei tatsächlich nix zu Schaden kam ausser seiner Radkappe, tja und so haben wir das Ganze unprofessionell so gelöst, dass wir es haben gut sein lassen. Den Parkplatz haben wir übrigens noch gekriegt.
  • 20.1 Liter Benzin „Hart an der Grenze, aber da kann man nix machen, da kriegen Sie jetzt noch fünf Semmeln dazu.“ Guter Start an der Tanke für die nicht ganz so stressfreie Heimreise.


Fazit: bei weitem stressiger als Heimaturlaub ohne Kind, trotzdem haben wir (fast) alles geschafft, was wir wollten. Little Q. hat sich als das optimale Urlaubskind heruasgestellt: brav alle Leute angelacht, im Auto immer geschlafen, sich problemlos auch schlafend vom Reisebettchen in den Maxi Cosi umpacken lassen, nur in den letzten beiden Nächten hat er sehr schlecht geschlafen… trotz allem wie immer nicht ganz ernst gemeintem Gemotze oben, habe ich es wirklich genossen, m ich einfach mal verwöhnen zu lassen, ein wunderschönes Weihnachten zu feiern und alte Freunde wiederzusehen.

1 Kommentar:

Bine hat gesagt…

Welcome back :))
Freut mich, dass ihr euren Heimaturlaub gut überstanden habt..

freu mich schon wieder hier regelmäßig zu lesen.

Lg
Bine