Samstag, September 23, 2017

Alle 10 Jahre

und zwar auf den Tag genau gehe ich anscheinend auf den Töpfermarkt.
Heute allerdings ohne männliche Begleitung, weil Wölflibezirksübung, Unihockey-Meisterschaftsspiele und Kampfsportseminar, dafür aber mit meiner kleinen Schwester (und ihrem Hund, nachdem wir es letztes Mal schon mit Kind auf Laufrad nicht geschafft hatten, irgendwas zu zerdeppern, dann muss die nächste Schwierigkeitsstufe "pubertierender Hund" her).
Es war schon ein bisschen lustig, wie sich die Wahrnehmung verschiebt, ich warnte meine Schwester nämlich die ganze Zeit, wie weit das alles sei.
"Ich sags dir, nach der Autobahn, da fahren wir dann noch EWIGST durch die Pampa."
Joah, 10 Minuten.
"Es ist da total schwierig zum Parken, da müssen wir auf dem Supermarktparkplatz halten, das ist dann ein EWIGER Hatsch zum Markt"
Ja, so ... 5 Minuten?
Und so weiter, und so fort, so riesig war der Markt dann auch nicht und der Hund ist nur einmal erschreckt in einen Tisch voller Eierbecher gehüpft und es ist NIX kaput gegangen, nicht mall das Ei, das rausgefallen ist.
Trotz gar nicht so grossem Markt war die Bandbreite von wunderschön über joah zu schaurig schön durchaus gegeben und meine Schwester und ich waren uns einig, dass wir beide froh sind, Jobs zu haben, bei denen die Bewertung unserer Arbeit und unser Erfolg nicht nach rein subjektivem Gefallen erfolgt.


Nach drei Runden kam der Anruf, dass das zweite Unihockeyspiel wegen nicht auftauchendem Gegner ausfällt und so habe ich mich dann doch sehr schnell zwischen der einen blauen, der anderen türkisen mit dunkler Aussenseite und der grüngelben Salatschüssel entschieden.




Mal sehen, wie das Ganze in 10 Jahren aussieht, die Schüssel vom letzten Mal lebt übrigens immer noch.

Kommentare:

kvinna hat gesagt…

Scheint, pubertierende Hunde beschleunigen den Schritt überproportional doller als laufradrollernde Kleinkinder? Einen feinen Sonntag wünsch' ich!

kvinna hat gesagt…

Pe Ess: Wir alle brauchen Anerkennung, wollen angenommen sein; auch im Beruf drückt sich das nicht nur durch Geld aus. Sind die Töpfer mutiger?