Mittwoch, September 16, 2015

Back home

So. Nachdem wir uns gestern in Ennis nun ja, verlaufen wäre zuviel gesagt (erstens, weil Ennis total winzig ist und zweitens, weil ich NATÜRLICH vorab die Stadt und die Umgebung des Werksgeländes mit Google Streetview rekognosziert habe, allerdings bin ich dort immer auf der richtigen, also für Irland falschen Strassenseite rumgefahren, weswegen alles ein bisschen anders aussah), haben und ich mit meinem Kollegen gewitzelt habe, dass das ja gar nicht so schlimm wäre, weil heute würden wir ja eh nur rumsitzen, da habe ich nicht damit gerechnet, wie viele Kilometer wir v.a. in London Heathrow gutmachen würden.
 Und das nicht (nur), weil wir (und anscheinend muss ich dafür die Verantwortung übernehmen, weil ich die ganze Zeit der Aufpasser war, dass wir nicht im falschen Bus, im falschen Hotel, im falschen Terminal landen) beim Aussteigen aus dem Aer Lingus-Flug auf der Suche nach einem WC (ich. Ich gebs ja zu) die anscheinend prominent angebrachten lila Schilder für "connecting flights" verpasst haben (auf dem Hinweg war das kein Problem, prinzipiell doof bin ich ja nicht) und so auf einmal nur noch ganz raus konnten. Ohne "Border Force" Kontrolle übrigens, sehr mysteriös.
Bei dieser Gelegenheit haben wir übrigens auch die einzige nicht unglaublich höfliche und hilfreiche Person in ganz England und Irland getroffen, nämlich einen Flughafenangestellten, der uns auf unsere Frage, wie um alles in der Welt wir denn jetzt zu unserem Anschlussflug kämen, erklärt hat, dass wir das ja nun ordentlich verbockt hätten und wie man diese Schilder überhaupt übersehen könne? Nun ja, jetzt wäre es eh zu spät, wir müssten den Zug nehmen und ob wir da unseren Anschlussflug erreichen würden? "I honestly doubt it". Naja. Richtig unhöflich war das natürlich nicht, in Bayern hätte ich das vermutlich sogar höflich gefunden, aber durch die unglaublich zuvorkommenden Iren und Briten, die wir sonst so kennengelernt haben, da fiel das natürlich auch.
Aber: in den gut anderthalb Stunden, die wir noch hatten, haben wir natürlich nicht nur das Terminal locker erreicht, nein, wir hatten auch noch alle Zeit der Welt, um die eine Whiskeyflasche aus der Miniaturenkiste, die ich für den Hübschen in Shannon am Flughafen gekaufte hatte, die im Röntgengerät komisch aussah, auspacken und durchs GC schicken zu lassen. Und hatten immer noch Zeit um was zu essen zu besorgen (ich bin sehr stolz auf mich, dass ich trotz Unterzuckerung weder zu dem "I doubt it"-Mann noch zu der Sicherheitsfrau irgendwie motzig war.) und am Gate ein paar Emails zu beantworten.

Nun ja, wie auch immer: ich habe müde Füsse, bin überhaupt ziemlich müde, aber es war ein toller Trip ;-)

1 Kommentar:

Sunni Schmidt hat gesagt…

Ennis hat übrigens einen tollen Irrgarten...:-)))Liebe Grüße back home! Sunni