Mittwoch, April 01, 2015

Folgemails, die ich gerne mit dr-titel unterschreibe

Telefonat heute morgen:

„Guten Morgen, mein Name ist Frau Brüllen, ich habe gestern ein Schreiben Ihrer Versicherung bekommen, anscheinend gibt es ein Problem mit der Police meines Sohnes.“

„Ja, da haben Sie im Januar nicht gezahlt, die Versicherung ruht jetzt.“

„Sehen Sie, das irritiert mich sehr, weil ich die Policen aller vier Familienmitglieder mit vier seit 5 Jahren unveränderten Daueraufträgen bezahle. Ich habe die Belege der letzten drei Jahre runtergeladen und sehe keine Unregelmässigkeiten.“

„Ja, aber im Januar, da haben Sie zweimal für Kind 1 und keinmal für Kind 2 gezahlt.“

„Ich muss mich wiederholen: Sehen Sie, das irritiert mich sehr, weil ich die Policen aller vier Familienmitglieder mit vier seit 5 Jahren unveränderten Daueraufträgen bezahle. Ich habe die Belege der letzten drei Jahre runtergeladen und sehe keine Unregelmässigkeiten. Um das nochmal kurzzufassen: Nein, habe ich nicht.“

„Doch, das wurde so gebucht.“

„Ich werde mich jetzt nicht auf ein „Nein, doch“-Spiel einlassen, ich finde es allerdings sehr interessant, dass Sie mir drohende Briefe schreiben und die Versicherung sistieren, weil angeblich nicht bezahlt wurde, dass für das andere Kind angeblich zu viel bezahlt wurde, scheint Sie jetzt ja nicht besonders zu stören. Was sagen Sie denn dazu?“

„Überhaupt: Rechnungen können Sie nicht mit Dauerauftrag bezahlen.“

„Erstens war das nicht meine Frage und zweitens wiederhole ich mich zum dritten Mal: ich mache das seit fünf Jahren so. Bisher war es nie ein Problem, wenn es jetzt auf einmal ein Problem ist, dann fände ich es nur fair, das mitzuteilen und nicht eine erratische Fehlbuchung zu tätigen und mich mit Mahnungen zu bombardieren und die Versicherung zu sistieren.“

„Ja, aber Sie haben ja nicht gezahlt.“

„Okay, anscheinend sind wir uns nicht ganz einig, was "bezahlen" bedeutet. Ich bin der Ansicht, dass eine zeitgerechte Überweisung mit Name, Policennummer und korrektem Betrag dem Terminus „Bezahlen“ eigentlich ganz gut entspricht.“

„Ja, aber Rechnung geht nicht mit Dauerauftrag, weil da ändern sich die Referenznummern. Und deswegen ist das jetzt für das andere Kind doppelt. Ich kann Ihnen das einmalig umbuchen. Aber in Zukunft müssen Sie das anders machen.“

„Aha. Das ist jetzt insofern doof, weil der Dauerauftrag für April gestern gezahlt wurde. Können Sie den grad mitumbuchen?“

„Nein, da müssten Sie sich in ein paar Tagen nochmal melden. Weil: Rechnung mit Dauerauftrag, das geht nicht.“

„Ja, das sagten Sie bereits. 5 Jahre geht es problemlos und dann wird die Versicherung sistiert. Können Sie mir eine Bestätigung schicken, dass mein Sohn jetzt doch versichert ist?“

„Nein, weil Sie haben ja nicht gezahlt.“

„Phhhhhhhhhhhh, also. Sie buchen jetzt ja den Januarbetrag um. Vom einen Kind aufs andere. Dann ist alles wieder gut und mein Kind ist und war die ganze Zeit korrekt versichert, richtig?“

„Nein, gestern nicht, da hatten Sie ja nicht gezahlt. Da schicke ich Ihnen auch keine Bestätigung.“

„Aber umbuchen, das machen Sie, ja?“

„Ja.“

„Super. Da bin ich jetzt richtig stolz auf Sie.“

Alle bekloppt, ehrlich.
Ich habe also alles nochmal geschrieben, mit den Belegen der letzten 3 Jahre an die Inkassoabteilung und die allgemeine Infoabteilung geschickt und eine Bestätigung der lückenlosen Versicherung meines Sohnes und eine Für-Nichtig-Erklärung der Mahngebühren gefordert. Weil: ICH HABE GEZAHLT!
(Rechnungen und ich. Kein gutes Thema zur zeit).
(Lastschriftverfahren: gute Idee, in der Schweiz nochmal ein bis zwei komplizierter als in Deutschland. Sagen wir mal so: ich bin seit Wochen in lustiger Rochade mit der Krankenkasse und der Bank, wer was in welcher Filiale und wo unterschreibt und weiterschickt.)

Kommentare:

sabigleinchen hat gesagt…

Also das mit dem Dauerauftrag ist bei jeder Krankenkasse anders. Bei meiner letzten war die Referenznummer das ganze Jahr die geiche, Dauerauftrag kein Problem. Bei meiner jetzigen bekomme ich alle drei Monate drei Einzahlungsscheine für die nächsten drei Monate und jede hat eine andere Referenznummer. Da muss ich also immer drei Zahlungen im Voraus auf Termin buchen mit diesen verschiedenen Referenznummern. Das ist so mühsam. Diese dumme Prämie ändert sich ja sowieso das ganze Jahr nicht, da würde es ja der Kasse reichen wenn sie jeden Monat einmal den Betrag kriegt. Aber nein, so einfach wäre es ja nicht lustig.
Mühsam was ihr da gerade für ein Theater habt :(. Ich wäre durchgedreht bei diesem Telefongespräch... aaaarg.

Novemberregen hat gesagt…

Sie müssen besser aufpassen, Frau Brüllen!

Malcesine hat gesagt…

Ich weiß schon, warum ich nichts mit Dauerauftrag zahle. Im Gegenteil, ich warte lieber auf die erste Mahnung, dann weiß ich, dass der Betrag auch wirklich fällig ist ;-)
Ist für dich vermutlich monkmäßig kaum auszuhalten, hat mir jedoch bisher immer ausschweifende Geld-zurück-forder-und-Umbuch-Arien und erspart ...

Peggy hat gesagt…

Und das ist jetzt kein Aprilscherz ?

LG Peggy aus Wien

Frau Brüllen hat gesagt…

@peggy:leider nein...
@malcesine: uuuuuhhh, das könnte ich nicht, nerven und so
@novemberregen: Huh? Wie meinen?
@sabigleinchen: das ist ja interessant... (fängt die neue mit a... an und hört mit...a auf?)

sabigleinchen hat gesagt…

ja, genau... und die alte fing mit a an und hat mit i aufgehört.

Peggy hat gesagt…

Irgendwie verstehe ich das nicht, was ist denn so schwierig daran, wenn man seine Krankenkassenbeiträge per Dauerauftrag bezahlen will ?
Offenbar ist das System dazu in der Schweiz doch "anders"
In Österreich gibt man dazu einfach seine Sozialversicherungsnummer an und dann wird das Geld diesem Konto zugeschrieben.
Aber ich geb zu, es gibt auch in Österreich mitunter sehr seltsame Verordnungen, was geht und was nicht.

Novemberregen hat gesagt…

Das war ein Scherz, ich werde ja in einer ähnlichen Angelegenheit (außer, dass zugegebenerweise der Ursprungsfehler von mir ausging, aber der ist längst behoben) seit fast 2 Monaten von der Einzugsstelle der Kita-Gebühren mit diesem Satz bedacht in, wie ich finde, ähnlich unberechtigter Weise. Ich wollte das auch mal sagen :-)

(Bei Interesse hier)

KaTe hat gesagt…

Bin ich dankbar, dass ich das monatlich überweisen konnte, mit ein und derselben Buchungsnummer, als ich mich selber versichern musste. (weil ich kein Einkommen hatte, keinen Arbeitgeber und keine Ansprüche beim "Staat"). Bezahlt habe ich von... nichts.

Und, dass es, monatlich nun als Familienversicherung (gesetzliche) ganz locker vom Gehalt des Mannes schon einbehalten und an die Krankenkasse usw. geleitet wird.

Das ist ja furchtbar.

Und eine grausige Anstellerei eurer Versicherung.
Kind 1 zweimal bezahlt, also umbuchen, Infobrief schreiben, evtl direkt mal mit den Infos, dass es mit Dauerauftrag nicht geht usw.
Und dann so ein Schwachfug mit dem Nicht-Versichert, bloß weil die zu ... zum Nachdenken sind.

Puh, kann den Ärger sehr gut verstehen!

LG KaTe

mamahatjetztkeinezeit hat gesagt…

Gewisse Billigkassen sind da, sagen wir, etwas kompliziert. Ich bin seit Jahrzehnten bei einer nicht ganz so billigen, dafür kann sie sogar E-Rechnungen (da brauchste nur klicken).
Erst auf Mahnung bezahlen würd' ich nicht empfehlen, da in der CH keine Mahnpflicht herrscht und manche Anbieter ewigs nichts sagen und dann gleich betreiben.

Frau Brüllen hat gesagt…

@novemberregen ;-)

Unknown hat gesagt…

Mhhh Einzugsermächtigung....? Klappt mit der S****A ganz gut bis jetzt... versteht das grad nicht, warum dauerauftrag ?

Grüsse aus Zürii,
Juli