Montag, September 15, 2014

Tücken der Technik

Zu meiner Arbeit gehört mehr oder weniger 24h/7Tage/52Wochen-Bereitschaft (ist natürlich übertrieben, Ferien und Stellvertretung gibt es schon), damit das gewährleistet ist, habe ich auch ein Diensthandy. Nun. Das Diensthandy ist ein Nokiahandy aus Metall, das Display ist in Farbe und man kann damit telefonieren (und vermutlich Nägel in die Wand einschlagen), aber sonst nicht viel.
Ich habe jetzt ja keine Lust, zwei Telefone (und bei der Arbeit noch den exsicheren Piepser) mit mir rumzutragen, mein eigenes (neues Galaxy-S5-mini in türkis) Smartphone für alles und den Nokia-Knochen für die Arbeitsanrufe. Also habe ich auf dem Nokia-Handy eine Anrufumleitung auf mein privates Telefon eingestellt, so dass es reicht, wenn ich das mit mir rumtrage und ich bin trotzdem erreichbar. Das Nokia-Handy habe ich trotzdem meistens in meiner Tasche, wenn ich nämlich selber mal bei der Arbeit anrufen muss und das am Ende noch aus einem Nicht-Schweizer Netz, dann mache ich das lieber so, wie es gedacht ist, nämlich auf Firmenkosten auf dem Firmenhandy. Praktischerweise muss das Nokia-Handy auch nur alle heilige Zeit mal aufgeladen werden, es ist also recht pflegeleicht.
Tja. Leider, leider ist es aktuell aber, sagen wir so, nicht da, wo es sein soll (in meiner Handtasche), auch nicht da, wo es meistens ist (auf dem Bücherstapel neben meinem Bett) und auch nicht da, wo es auch manchmal ist (im Auto). Es hat offensichtlich Empfang, denn wenn ich die Nummer anrufe, dann läutet sofort mein privates Handy, dementsprechend hat es auch noch genug Akkupower. Ich weiss allerdings nicht genau, wie ich es finden soll, weil die klassische Taktik „Anrufen und dem Bimmeln hinterherlaufen“, die funktioniert wegen der Rufumleitung nicht. Eigentlich brauche ich es auch nicht, aber eben: uneigentlich schon, weil irgendwann wird der Akku leer sein (bis dahin habe ich vermutlich noch eine Woche oder so), da gibt es dann zwar die ungefähr drei Tage, während derer es leise hilflos piepst und so eventuell zu orten wäre, aber sonst? Ich habe auch schon im Duschgelregal gesucht, wo der Kindle sich ja damals rematerialisiert hat, aber auch da: nix. Ich überlege schon, leise durchs Haus zu schleichen und SMS ans Firmenhandy zu schicken und auf das kurze folgende Piepsen zu lauschen. Teurer Spass....
Hmpf.

Kommentare:

Irene hat gesagt…

Was passiert, wenn du dein privates Handy ausschaltest und dann das Firmenhandy anrufst?
Ansonsten: hast du schon überall dort geschaut, wo du Einkäufe verstaust? Also Vorratsschränke, Tiefkühler, Kühlschrank, Keller, Klopapiervorrat...
Und im Auto unter irgendeine Abdeckung ist es auch nicht gerutscht? Unter die Sofapolster? Oder im Kleiderschrank? (In der Hand gehalten, beide Hände für irgendwas gebraucht "ach, auf den Winterpullis kann ihm nichts passieren" und dann vergessen...)
Unserer Kundschaft empfehle ich immer, wenn sie Bibliotheksmedien suchen, eine Belohnung für den Finder auszuloben, zB. ein Überraschungsei. Das motiviert die Kinder oft so sehr, dass die Sachen kurz darauf auftauchen *g*.

Be Ju hat gesagt…

Hm, das kommt mir sehr bekannt vor. Um genau zu sein, mach ich das exakt genau so ...

Aber bei mir entsteht KEIN Problem, wenn das Firmenhandy keinen Strom mehr hat und ausgeht. Die Weiterleitung funktioniert trotzdem prima. Machtwohl irgendein Server und nicht das Gerätli.
Das dazu.

Wenn man dann allerdings dienstlich selbst telefonieren will, ist das natürlich was anderes ...

Heidi H. hat gesagt…

nachdem ich diese Woche 4 Tage meinen Schlüssel gesucht habe (der eigentlich im Dienstkorb gedacht liegen sollte) - fand ich ihn in einem Schubladen bei dem Familienstammbuch und den Sparbüchern ... (dort schaue ich ungefähr 1 x im Jahr hinein - und das war genau in den letzten 4 Wochen).
Vielleicht hilft es .. Alles Gute und viel Glück beim Suchen ♥ kann es so gut nachvollziehen.
LG Heidi H.

Anonym hat gesagt…

Just a thought: Vielleicht eine Rufumleitung auf das zu suchende Handy erstellen?

Evi hat gesagt…

sorry, ich weiß, das ist nicht lustig, aber ich musste trotzdem lachen. Für mich ist das grade sehr, sehr tröstlich. Ich suche derzeit: 2 Knöpfe, die ich spätestens übermorgen brauche, mein Schminktäschchen und den "ich geh mit dem Hund raus Regenhut" und eigentlich wusste ich bis grad nicht, worüber ich unglücklicher sein soll, über das Fehlen oder das Gefühl, dass das was mit dem Alter zu tun hat. Aber wenn Sie auch schon suchen ....
Wünsche baldiges Finden. :-)

Melanie hat gesagt…

Im Kühlschrank liegen gelassen? Von little L. versteckt?
:)
Ach ja - DANKE dass es hier jeden Tag zu meiner zu-bett-geh-zeit etwas zu lesen gibt! Freut mich immer sehr!

Anonym hat gesagt…

Liebe Frau Brüllen,
so ging es mir im März mit dem Mobilteil des Festnetztelefons. Bis mir auffiel, das es nicht mehr da ist ( wir haben 3 insgesamt) und ich in Kinderzimmern usw. gesucht habe, war der Akku schon leer.
Es wird sie nicht trösten, aber ich habe es mittlerweile abgeschrieben. Womöglich ist es bei einer Müllaktion in der Tonne gelandet, ich suche erfolglos bis heute. Mittlerweile hat sich auch die ganze Familie damit abgefunden, das wir nur noch 2 Telefone im Haus haben. Denn ich könnte wetten, sobald ich ein neues kaufen würde, findet es sich wieder.
Viel Spaß beim Weitersuchen und -finden,
Christina
Die immer noch heilfroh ist, beim Festnetz auf eine feste Station bestanden zu haben, da findet man das Telefon auf jeden Fall immer wieder :o)))

Anonym hat gesagt…

Hilft Ihnen auch nicht: ich suche Loom-Bänder;-(
Nein, nicht einzelne....auch keine Tütchen....gleich das ganze Set! Im Karton - keinem kleinen...
Habe ich selber wegaufgeräumt...vor einer Geburtstagsparty neulich und kann noch nicht einmal die Schuld abwälzen auf ein anderes Familienmitglied. Das grosse Mädchen möchte sie sooooo gern mit in den Kindergarten nehmen und die Mama hat versagt.

Was hat das mit Ihnen zu tun?
DANKE!!!! Ich suche jetzt seit zwei Tagen und fühle mich mies dabei. Dann frühmorgens beim ersten Kaffee nach dem Bügeln zu lesen, dass die top organisierte (immer! überall!) Frau Brüllen ähnliche Leiden durchlebt....das war etwas Balsam auf die Seele!
Ich bin gespannt auf des Rätsels Lösung und wünsche viel Glück bzw. den Flash der Erinnerung - manchmal gibt es den ja;-)

Inga hat gesagt…

Wie schön, dass das nicht nur mir passiert! Das beruhig ungemein!!! Ich habe es übrigens nach drei Tagen Suchen und überlegen, wie ich es finden könnte, so gemacht wie oben schon vorgeschlagen: auf meinem Apfelphone Rufumleitung auf das Praxishandy. Einziger Nachteil war, es stand auf Vibration. Also abwarten, bis alle Lärmquellen (Kinder, Hund) ausgeflogen waren und dann vom Festnetz angerufen. Nach fünf Minuten hatte ich es... in dem alten Laufstall, der noch im Gästezimmer steht, zwischen dem ganzen ausgemusterten Spielzeug. Als "Täter" habe ich Sohn oder Hund in Verdacht!

ypsi hat gesagt…

Das einzige Telefon, welches auf Dein Diensthandy anrufen kann, ist das Telefon auf dem es umgeleitet wurde. ;-) ALso nimm Dein privates Telefon, ruf Dein Diensthandy an und folge dem Klingeln. Wahrscheinlich liegt es eh im Büro bei den Kollegen :-)

"Der Hübsche" hat gesagt…

@ypsi
Ansich schöner Plan. Wäre tatsächlich sinnvoll wenn das so gehen würde. Habe es aber gerade ausprobiert. Wenn ich mit dem Telefon auf das umgeleitet wird das umleitende Handy anrufe, dann geht meine persönliche Mailbox ran weil ja gerade besetzt ist...

Kruemel hat gesagt…

Moin, je nach Mobilfunkanbieter kann die Rufumleitung von "extern" deaktiviert werden. Vielleicht hilft Google weiter :)
Dann kann dem Klingel vielleicht gefolgt werden.

Viele Grüße,
Jeannette

Inga hat gesagt…

Habe gerade nochmal nachgedacht, weil ich schon wieder das blöde Praxishandy verlegt hatte. Unsere Rufumleitung ist so eingestellt, dass Anrufe vom eigenen Handy durchgehen (Kommentar des Ehemannes "ich kenne dich, daher habe ich es so eingerichtet, dass Du es zumindest suchen kannst, wenns verschwunden ist!"). Laut Ehemann werden Rufumleitungen aber zentral gespeichert und man kann sie vom Anbieter deaktivieren lassen. Könnte nur sein, dass das kostenpflichtig ist.

Anonym hat gesagt…

Liebe Frau Brüllen,
herzlichen Glückwunsch, Sie haben einen Hausgeist! Ja, isso, wir haben auch einen. Der verschleppt ab und zu Dinge und schmeißt sie dann an den komischsten Stellen wieder raus. Kürzlich war er mit Fotoapparat und Fahrradschlüssel unterwegs (aber ohne Fahrrad), und derzeit hat er sich wohl das vom-Badeanzug-abgegangene-und-an-sicherer-Stelle-aufbewahrte Seepferdchenabzeichen der Tochter an sein Bettlakengewand genäht. Sehr zur Empörung der Tochter natürlich, aber was will ich machen. Irgendwann wird es ihm langweilig und dann versteckt er es im Schuhschrank oder in der Besteckschublade.
Also, haben Sie Geduld. Wenn der Akku leer ist, wird Ihr Hausgeist das Interesse an dem Telefon verlieren und es in einen Gummistiefel oder die Legokiste werfen.
Aber vielleicht tröstet Sie Folgendes: Unser Leben ist viel entspannter, seit wir akzeptiert haben, dass ein Hausgeist bei uns wohnt. Die "Wo hast du das hingetan?"-"Nein, das hattest du zuletzt!"-Diskussionen sind viel seltener geworden. :-)
Also Kopf hoch... und ich bin sehr gespannt darauf, wo das Handy wieder auftaucht!
Viele Grüße
Christine