Sonntag, Mai 22, 2016

Tipp vom Profi

Wenn Ihnen wie mir bei diesen Temperaturen (gestern hatten wir 31.5 Grad auf dem Balkon, und wegen Solar habe ich jetzt zwei Seelen in meiner Brust, die eine schreit: "Juhuuuu, Karmapunkte, schnell waschen, trocknen Spülmaschine an", die andere sackt mit dramatischem Handrücken an der Stirn zusammen und haucht "Heiss, zu heiss....") gerne mal der Kreislauf in den Keller sackt, habe ich einen Supertipp für Sie:
Für das Zusammenstecken der Grillspiesse giessen Sie sich ein grosses Glas Aperol Sprizz ein. Dafür kann man gern eins der allerletzten grossen Rotweingläser nehmen, die von dem Hauseinweihungs-, AbschiedausMünchen-, irgendwasjetztseidihrerwachsenundseriös-Geschenk noch übrig sind, genommen . Achten Sie drauf, dass Sie den Sekt restlos aufbrauchen und füllen Sie das Ganze gut mit Sodawasser auf, Sie wollen ja nicht betrunken werden. Beim Schneiden der Hähnchenbrustwürfel merken Sie dann, dass das doch ein bisschen viel Fleisch ist. Bevor Sie die zweite Hähnchenbrust in einen Ziploc-Beutel verpacken, nehmen Sie einen Schluck Aperol Sprizz, das ist nämlich Ihre letzte Chance. Beim Zuzippen des Beutels rutscht Ihnen nämlich die Hand ab und Sie schlagen das volle 600mL-Glas mit Schwung um, es zersplittert, Eiswürfel, Orangen, klebriges Britzelzeug läuft Ihnen gemischt mit Glassplittern über die (es ist ja heiss) nackten Füsse, in die offene Schublade mit Papiermuffinformen, Brotzeittüten, Bentopickern und .... Ziploc-Beuteln, die Sie offen gelassen haben, über die Küchenfront und einfach ALLES! Danach ist der Blutdruck wieder im gesunden Bereich.

Ich habe sogar noch einen Bonustipp für Sie: wenn dann alles ein bisschen länger als geplant gedauert hat, bis alles eben grillfertig war, und das Gewitter dann da ist und draussen ist es schon ein bisschen kalt und Ihre nackten Füsse werden auch langsam kalt, dann sollten Sie beim "Ich hol mal schnell noch die Schnittlauchblütenbutter aus den Kühlschrank" auf keinen Fall aufhören, an der Unterhaltung auf der Terrasse teilzunehmen, den Weg in die Küche kennen Sie schliesslich auch ohne Hinschauen. Und mal ehrlich: Sehenden Auges würden Sie nie mit drei Zehen auf einmal so gegen den strategisch plazierten TrippTrapp-Stuhl treten, dass Ihnen kurz Sternchen vor den Augen tanzen und Sie somit Ihr Sommersoll von mindestens einem gebrochenen Zehen pro Sommer auf einen Tritt mehr als übererfüllt haben. Das Schöne ist: die Zehen werden sofort so dick und heiss, Ihnen ist gar nicht mehr kalt. Und Hüftschiefstand wegen Minderbelastung des Morton-Fusses wird auch umgangen, allerdings nur, wenn Sie peinlich genau darauf achten, eben den "guten" Fuss gegen den Tripptrapp zu schlenzen. Aber an manchen Tagen, da klappt das ohne Hinschauen.

Kommentare:

Luluxand hat gesagt…

Ich habe das Gefühl, Sie hatten nicht den besten aller denkbaren Tage. Gute Besserung.

creezy hat gesagt…

Hm. Vielleicht den Helm vom Radfahrmodus auch auf den im Haushalt rumlauf-Modus ausweiten? Ich mache mir Sorgen! ;-)

Frau Brüllen hat gesagt…

@luluxand: bis dahin wars eigentlich super!
@creezy: ich überlege, in zukunft die sicherheitsschuhe mit heimzunehmen

Sunni Schmidt hat gesagt…

Wie wäre die Variante: Sie legen sich gelassen mit dem anderen (sicher war noch eines irgendwo) letzten Glas, gefüllt mit feinen Dingen, auf die Terrasse und lassen die drei Männer machen..Och, irgendwas gibt es sicher zum Abendbrot.Und im Liegen geht das auch mit dem Blutdruck. So sparen Sie die Zehbruchsituation für später. :-))) Und jetzt: Einfach nochwas trinken, das hilft. Im Notfall auch etwas Salz lecken dazu, da steigt er auch, der Blutdruck. Haben Sie trotz allem einen schönen Abend, die schlechten Dinge sind ja schon passiert!

Michael hat gesagt…

Allerdings sind Sicherheitsschuhe (und lange Hose, Kittel) bei über 30°C auch kein Spaß mehr. BTDT.

Anonym hat gesagt…

Noch alte Martens mit stahlkappen im Schuppen? Und die Emailletasse? Da sind Sie dann sicher!
Ich wünsche gute Genesung! :-(
Silke

kiki hat gesagt…

ach du je - bis zum sprizz war ich noch voll bei dir. den rest lass ich mal aus.
gute besserung und einen deutlich entspannteren abend
wünscht die kiki

Ruth Perras Ciosek hat gesagt…

Schlimm, schlimm, da werden Sie unbarmherzig auf die Schippe genommen - so ein Gesocks!
Und die Geschichte mit den gedotzten Zehen kenn ich, seither hab ich immer etwas an den Fuessen, denn mit zunehmendem Alter tut eine gedotzte Zehe immer weher.

Ani Lorak hat gesagt…

Ohweia! Wie gut, dass es dann wieder abkühlte - obwohl offener Schuh bedarf warmer Temperaturen! Ja - die Stokke´-Stühle. autsch! Hoffe, Ende gut alles gut! Hier war es kalt und nass und bäh...

Inga hat gesagt…

Ich komme auch auf mindestens einen gebrochenen Zeh pro Jahr!! Meist, weil der Hund irgendwie im Weg liegt und ich ihn im Dunklen im letzten Augenblick sehe und blöd ausweiche... Der nächste Hund wir in kontrastfarbe zum Fußboden erworben!
In der Ambulanz gab es früher zwei Merkmale für Jahreszeitwechsel: gebrochene Zehen --> Frühsommer (alle laufen barfuß), Bänderrisse --> Herbst (ganzen Sommer in flachen Schuhen gelaufen und dann im Herbst mit den hohen Stiefelabsätzen umknicken).
Gute Besserung!!!

Anonym hat gesagt…

Tripp Trapp entsorgen!
Ich habe mir an den eckigen Beinen unseres Ehebettes mehrmals eine Zehe gebrochen.
Beim Neukauf war eines der Killerkriterien runde Beine, seither ist wenigstens bei den Zehen Ruhe ;-)

Bänderzerrungen kann ich dafür immer noch fast jährlich, manchmal reicht schon ein kleiner Stein auf dem Gehweg, oder ich rutsche auf einer unserer Treppen aus...

Gute Besserung!