Donnerstag, Februar 05, 2015

WMDEDGT?

Wie jeden Monat sammle ich auch heute die vereinigten Tagebuchblogger unter dem Motto WMDEDGT? aka "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Wer will: heute tagebuchbloggen und unten in der Liste eintragen!

Mein Tag startet wie jeder Donnerstag mit Weckerklingeln um 06:15h (Erst, weil Di und Do sind die Tage, wo Q. früh Schule hat und ich mit ihm zusamme aufstehe, während L. und der Hübsche bis 7:00 schlafen können). Auch wenn ich heute krank daheimbleibe, habe ich mit dem Hübschen abgemacht, dass ich den Frühdienst übernehme und dann halt wieder ins bett verschwinde.
Ich räume also eine Landung Wäsche auf, verteilt auf Trockner und Leine, wecke Little Q., mache mir einen Kaffe und Little Q. die letzten zwei Scheiben vom selbergemachten Toastbrot. Ich hole die Znüniboxen aus dem Kühlschrank und verteile sie mit Trinkflaschen auf Schul- und Kindergartentasche.
Als  Little Q. runterkommt, setzen wir uns gemeinsam an den Tisch, er frühstückt, ich trinke meinen Kaffee. Wir besprechen kurz den Tag (er hat einen Mathetest und im Realienunterricht machen sie Feuerexperimente, er muss seine mittlerweile sehr langen Haare ein bisschen bändigen. Das macht er mit dem Hübschen und Gel, wir überlegen noch, ob er mal wieder zum Friseur will oder ob der die Haare wachsen lassen will. Frisurplanung ist ein bisschen schwierig, weil er mit den Bildern bei der Google Bildersuche gar nix anfangen kann "Mami, so schau ich gar nicht aus. Ich will die Haare so, wie der Friseur sie schneidet").
Um viertel vor sieben tappt Little L. herunter und möchte auch schon was frühstücken, er kriegt auch einen Toast, ich melde mich per Mail beim meinem Chef ab und versuche, das eine Dokument, das ich gestern im Büro über Stunden nicht ins Dokumentensystem zurück einchecken konnte, von zu Hause aus hochzuladen. Klappt auch nicht, wer hätte das gedacht.
Um viertel nach sieben macht Little Q. sich auf den Weg in die Schule, der Hübsche erklärt mir noch, was er gestern am Roomba repariert hat, und schon gehe ich wieder zurück ins Bett. Bis viertel nach 10 schlafe ich komatös, was schon zeigt, dass das Daheimbleiben die richtige Entscheidung war. Ich hole mir noch eine Tasse Kaffee, das Arbeitslaptop (zum Blogeintragtippen und schauen, ob irgendwas dringendes zu erledigen bzw. delegieren ist), schalte den Crockpot mit dem "Gemüsetopf Marokko" für heute abend ein und mit ein paar Keksen verkrümle (;-)) ich mich wieder ins Bett und starte den reparierten Roomba, der nun wieder das macht, was er soll.
Nach einer halben Stunde macht er das nicht mehr, sondern fährt wieder traurig im Kreis.
Ich fange in der Küche an, die den Kindern versprochenen Zwiebelringe (habe ich erwähnt, dass ich von meinen Punkten nicht nur einen Crockpot sondern auch die erste Fritteuse meines Lebens gekauft habe?) vorzubereiten. Dazu gibt es gestern abend handgeschnitzte Pommes aus Kartoffeln und Süsskartoffeln. Ja, es gibt Gesünderes als ein total frittiertes Mittagessen, aber ich bin ja schliesslich krank.
Parallel schraube ich den Roomba auseinander, putze alle Bürsten, puste den Akku ab, aber anscheinend habe ich keine magischen Kräfte wie der Hübsche, bei mir will er auch danach nicht weiterfahren.
Um viertel nach 12 kommen die Jungs heim (ich habe btw. der Nanny gestern für heute freigegeben, weil Donnerstag ja Nachmittagsschultag ist, da sind sie dann eh bis drei weg und ich kann ganz allein  besser krank sein.), wir futtern (Fazit: Zwiebelringe lieben alle, besonders das Kind, das Zwiebeln hasst, Q. liebt die Pommes, L. nicht so "Die schmecken nach Kartoffeln", dafür aber die Süsskartoffelpommes, die Q. eklig findet.), nach einer kurzen Ämtli-Runde (L. putzt den Tisch, Q. fegt drunter) machen sie sich gemeinsam wieder auf den Weg, ich lege noch die Trocknerwäsche zusammen, fülle einen Online-Fragebogen meines Arbeitgebers zum Thema "Long time assigment abroad" aus, verkneife mir die Antwort "Eher friert die Hölle zu als dass ich mit Mann und Maus für 5 Jahre an einen dieser Orte ziehe" (Auswahl: Rio, Jakarta, Shanghai), formuliere mit "Totally out of scope", und bleibe auch dabei, als ich erfahre, dass neben vielen anderen Benefits auch die Familienhaustiere umsonst mit umziehen dürfen.
Und dann: zurück ins Bett.
Ich lese meinen aktuelle Islandkrimi fertig, die Katze kuschelt sich unter den Doppelpack aus normaler Decke und Fleecedecke zu mir, danach machen wir beide die Augen zu.
Zwischen drei und halb vier kommen die Kinder nach Hause, Little Q. macht seine Hausaufgaben, Little L und ich einen kurzen gemeinsamen Aufräum- und Putzdurchlauf (incl. dem normalen Staubsauger, nachdem der kleine Roboter schwächelt) mit Bettenfrischbeziehen-, Bäder und Küche putzen (die Kinder haben Jobs wie Treppen fegen, Handtücher in den Bädern wechseln, ihre Betten abziehen), danach gibt es Apfelschnitze und Kekse für die Kinder und ich wische die Böden schnell noch feucht. Danach verschwinden die Jungs Minecraften, ich verkrümle mich mit dem Kindle aufs Sofa. Um halb sechs kommt der Hübsche nach Hause und bringt mich auf den neuesten Stand seiner Kommunikation mit Amazon- und Roomba-Kundenservice (Fazit: alles wird sicher gut), dann nimmt er den Roomba nochmal noch weiter auseinander, danach fährt die Diva wieder und darf zum Aufwärmen das frisch gesaugte und gewischte Schlafzimmer nochmal nachsaugen.
Der Hübsche verschwindet zum Sport, ich bringe (für ein bisschen Kreislauf) den Pappabfall und den normalen Abfall zu den Containern, danach ist das Abendessen aus dem Slowcooker fertig. Wie zu erwarten war, finden die Jungs es nicht gut, also essen sie ihr Couscous mit Pesto und Rohkoststicks, aber mir schmeckts.
Nach Nachrichten und Kücheaufräumen blitzduschen die Jungs, Little Q. braucht ein bisschen, um die Bücher für die Schulbücherei morgen zusammenzusammeln, ausserdem muss er sie noch bei Antolin eingeben, Little L. und ich kuscheln uns schon zusammen und ich lese ihm ein Kapitel aus einem meiner Kinderbücher vor.
Irgendwann hat Little Q. dann alles für morgen, er fragt immerhin noch, bevor er auf meinem Account nach dem letzten Percy-Jackson-Band nun endlich den ersten der "Helden des Olymp" runterlädt und verschwindet zum Lesen. Er hofft wie so oft, dass ich ihn vergessen und er lesen kann, so lang er will.
Für mich geht es nach Spülmaschine aus- und einräumen, Waschmaschine ent- und Trockner beladen jetzt noch in die Badewanne, sobald ich für Hamburg fertig gepackt habe. Nur Handgepäck macht das ja zu einer schnellen Sache.
Mal sehen, ob ich noch wach bin, wenn der Hübsche vom Sport kommt, dann gibt es noch eine Folge Homeland...


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Gute Besserung!

Kathrin Luftkommas hat gesagt…

Was ist den Realienunterricht?

Frau Brüllen hat gesagt…

@kathrin: Das ist das, was bei uns damals heimat- und sachkunde war.

rage hat gesagt…

lustig - das hiess schon bei mir realien. jetzt heisst es sache und wird heiss geliebt :-))

gute besserung! hier sind die ersten opfer auch absehbar: ich, j3 und der rest noch offen. j2 dürfte wie immer unverwüstlich bleiben.

und schöne tage in hamburg wünsch ich.

asty hat gesagt…

Ach, Frau Brüllen, ich dachte, Sie waren heute krank??? Soviel mache ich nicht mal an einem Tag, wenn ich gesund bin ;-)

Liebe Grüsse
asty