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Samstag, April 30, 2022

300422 Regrets

 Heute haben wir okay ausgeschlafen (Q. musste wegen Aktivität vorbereiten schon um 10 bei den Pfadis sein, aber ich war eh um halb acht wach), gemütlich gefrühstückt (insgesamt waren wir 3x beim Coop: 1x Semmeln holen und das, was wir gestern vergessen hatten (rote/grüne Tabasco und persischen Reis), 1x Quark und Rhabarber kaufen, als ich diesen Rhabarber-Streusel-Käsekuchen sah und sofort backen musste (machen Sie das ruhig auch, er ist unglaublich lecker. Am besten noch ein bisschen lauwarm!) und ein drittes Mal, als wir final feststellten, dass es wohl doch nicht mehr regnen, wie ab 14h vorhergesagt, sondern stattdessen sonnig bleiben würde und wir doch grillen könnten, dafür brauchten wir aber noch Brot und Kohle.

Nachdem Q. unterwegs war, schaute ich mir mit L. seinen Geschichtserwartungshorizont an (meinen Respekt an alle mit mehr als zwei Kindern. Ich persönlich fand Rennaissance und Reformation schon zu meiner Schulzeit nur mittelspannend, mittlerweile zum dritten Mal tu ich mir wirklich schwer, das noch ansatzweise interessant zu finden. Ich fürchte, L. hat von mir sehr viel irrelavantes Spartenwissen mitgeteilt bekommen. Ich bin immer noch sehr begeistert von den kleinen (und grösseren) Eastereggs, die er in seinem Skript auf dem iPad versteckt  :-).

Dann: Pfadi für alle U17 (ich bin sehr beeindruckt, es gab Nebelmaschine und Laserschranken in einer der unterirdischen Römerausgrabungsstätten), der Hübsche und ich erledigten Gartensachen (die Glyzinien sind nun eingepflanzt und angebunden, sie sehen ein bisschen aus wie Schwerverbrecher, die für ein Verhör fixiert wurden), testeten den frischen Kuchen, warteten den kurzen Wind und Anflug von schlechtem Wetter mit zwei Katzen und Buch und Kaffee (habe ich den Kuchen erwähnt?) gemütlich drinnen ab.

Dann auf einmal: doch Sonne, also schnell, schnell Grillen vorbereiten. Und jetzt der Bogen zum Titel: auf Twitter wurde letztens gefragt, welche Entscheidung(en) man rückgängig machen würde, wenn man noch einmal 18 wäre. Ich habe gesagt: keine, ausser weniger nett sein , aber eine hätte ich dann doch: es ist nicht mal eine konkrete Entscheidung, aber ich würde nicht nochmal stillschweigend die Rolle des Kochs (nicht nur in der ausführenden, sondern auch in der planenden Funktion) in der Beziehung / Familie übernehmen, weil der andere sagt, es mache ihm keinen Spass, sondern darauf bestehen, dass das 50:50 geteilt wird. Ich habe genausowenig wie der Hübsche Kochen oder Einkaufen daheim gelernt (ausser Mayonnaise, das war DAS Beispiel für Vorgangsbeschreibungen, dafür habe ich es auch hands on gelernt), alles, was ich heute kann, habe ich mir selber durch Rezeptlektüre, Trial & Error etc. beigebracht. In dieser Zeit sind auch meine Ansprüche an Essen gestiegen und so koche und plane ich seit immer alle Essen für die gesamte Familie incl Einkaufszetteln und Ausführung. Der Rest der Familie isst (fast) alles, das ist ja auch schon mal was, aber, hm, das ist alles in allem ziemlich unbefriedigend (die Homeofficezeit OHNE Kantine und die 6 Wochen gebrochenes Bein haben die Situation nicht verbessert oder entzerrt). Ich habe halt auch weder Lust, jemandem Kochen beizubringen (ich habe die Basics beim "Helfen" schon dröflzig Millionen mal erklärt, das hält aber genau so lang vor, wie die eigentliche Aktivität), noch auf sub-Par-Essen. Besonders dann nicht, wenn das Tomahawk-Steak perfekt gegrillt ist und mein (perfekt vorbereiteter) Spargel und der Halloumi einfach zu 50% aus Kohle besteht. Geduld habe ich im entspannten Zustand schon keine, im hungrigen Zustand ... naja, es braucht schon Mut, mir dann zu erklären, ICH wäre zumindest für einen Teil der Situation selber verantwortlich.

Anyway, das Brot und der Salat waren super, ich werde die nächsten Nitrosamine-Assessments bei der Arbeit mit einem Verweis auf EINMAL GRILLEN!!!! torpedieren, und  naja, immerhin hatten die Kinder ja Hauswirtschaftsunterricht in der Schule und jeder sein Tiptopf-Exemplar für wenn sie mal ausziehen. (Morgen gibt es Tardig mit dem extra gekauften persichen Reis). Jetzt mache ich mir noch einen Aperol Spritz, um den Kohlegeschmack wegzukriegen.



Freitag, April 29, 2022

290422 Katzenfutter, Spargel, Schmand und Hafermilch

 Gut geschlafen, nur ein bisschen zu früh von Sansa geweckt worden, die nicht damit einverstanden war, dass ich sie mit Augen zu kraulte. Wenn dann, bitte volle Konzentration!

Ich habe im Zuge unseres "New Normal" und der aktualisierten "Mobile-Working-Guidance" überhaupt das Zeitreglement nochmal gelesen und haha, man darf NIE 45Wochenstunden überschreiten. Haha. Naja. In diesem Sinne habe ich den heutigen Tag eher light geplant, incl Sporteinheit, Wocheneinkauf und früher Schluss machen als auch schon.

Sport: ich war ja gestern abend ein bisschen enttäuscht: trotz kein Sport vor der Physiotherapie (und auch danach nur Bauchtraining und Knieknicktraining, aber nicht besonders viele Schritte) war mein Knie abends heiss und dick und autsch. Ich bin auch in der Nacht das eine oder andere Mal wegen Schmerzen aufgewacht. Nix machen ist also anscheinend auch keine Option, also heute mal wieder MIT Sport. (ich glaube, was tatsächlich noch erstaunlich anstrengend oder reizend fürs Knie ist, ist das Sitzen mit abgeknicktem Knie nach 6 Wochen Sofa mit Bein flach.

Wocheneinkauf: heute mal wieder wie präpandemisch Standard im grenznahen Deutschland. (Aus Chronistenpflicht: Maskendichte noch nicht ganz so niedrig wie in der Schweiz, wo sie NULL ist, aber nahe dran. Wir waren ja morgens, die Kinder nennen diese Zeit "Rentner's Paradise", ich habe im ganzen (grossen Laden) zwei Personen mit Maske gesehen.) Wir sind ein bisschen eskaliert und haben nun erstaunliche Vorräte an Schmand, Spargel, Hafermilch (die Preise scheinen entweder in der Schweiz gesunken oder in Deutschland gestiegen zu sein, auf jeden Fall sind wir nahe beieinander. Es ist aktuell eher ein bisschen Glückssache, wo es welche gibt), fancy Chips- und Gummibärchensorten, die es bei uns nicht gibt und einen Tomahawk-Steak für Grillade am Wochenende (für die Jungs, ich habe anderthalb Kilo Spargel. Und grünen.) Katzenfutter (und Vogelfutter) haben wir auch nachgekauft, jetzt sind wir bereit für ein gemütliches Wochenende. (Q. und ich waren dann noch beim Coop hier, das kaufen, was wir vergessen hatten, nämlich Hefe, Schnur und Eis. Und Marshmallows. Und Wein im Angebot.

Garten: Das Gras macht noch nicht besonders viel, die Tomatenpflänzchen haben aber die Nacht schon mal überlebt, ebenso die ausgepflanzten Kräutertöpfe. Der Hübsche hat die Glyzinien an den neuen Zaun gesetzt, am Wochenende werden wir Rankhilfen spannen und dann wird der scheussliche langweilige Zaun wenigstens auf unserer Seite hübsch. (Lustig übrigens: ich habe gelesen, dass Blauregen "intensiv duftet" und hatte das gar nicht so in Erinnerung. Heute dann bin ich auf dem Weg vom Briefkasten an einem blühenden Blauregen vorbeigekommen, habe bewusst eingeschnauft und zack, war ich sowohl auf der Terrasse bei uns daheim früher, wo die ganze Pergola voller Blauregen hing, bis er wegkam, weil er alles dunkel gemacht hat, als auch in des Hübschen "Kinderzimmer", wo an der Aussenwand ein grosser Blauregen hochwuchs. Oke.

Zum Abend- /Wochenendeinklang haben wir mit Q. gerade die aktuelle Folge Picard geschaut (L. ist das zu langweilig, der kommt aber auch erst spät heim am Freitag). Ärgerlicherweise spinnt seit gestern abend die Kommunikation zwischen unserem Internet und sämtlichen Streamingdiensten auf dem Fernseher. Hmpf.

Jetzt: Freitagspizza, morgen immerhin bisschen ausschlafen (Q. muss um 10 bei den Pfadis sein, um die Aktivität vorzubereiten, L. um 14h), mit L. Geschichte lernen (ich hoffe, es ist überschaubar) und  mich nicht zu sehr drüber ärgern, dass dieses Jahr der 1. Mai kein richtiger Feiertag ist. Oke, ich wäre mit meinem Bein vllt eh noch nicht ganz fit gewesen für unseren alljährlichen gfrüürigen 1. Mai-Spaziergang! (Liegt auf den Wasserfallen überhaupt noch Schnee?)

Gegessen:

Johannisbeermarmeladentoast

Vegi-Poke-Bowl

Eine grosse Schale frische Erbsen direkt zum Pulen gegessen

Freitagspizza


Gelesen: Lynley 21

Gesehen: "And just like that", "Picard", "The office"

Donnerstag, April 28, 2022

280422 Bisschen lernfähig

 Heute nacht bin ich aufgewacht und eine kleine Flauschkatze hatte sich an mich drangekuschelt. Und sprang nicht direkt empört davon, als ich mich bewegte. Wie schön!

Ich musste mich morgens tatsächlich sehr zurückhalten, nicht in die Sportklamotten zu steigen und eine RUnde Crosstrainer zu strampeln, aber ich wurde dafür bei der Phyiso direkt belohnt: mein im Vergleich zum letzten Mal fast gar nicht geschwollenes Knie wurde sehr gelobt. Sonst: ein Kilo mehr beim Bein gestreckt heben, doppelt so viele Wiederholungen (200), 20% mehr Wiederholungen bei der Beinpresse und neu: stehen und abwechselnd Knie heben auf so einer Wackelplatte. 

Der Rest vom Tag war ein bisschen einsam, weil alle im Büro/ Schule waren, aber die Katzen sorgten dafür, dass ich genug Bewegung bekam. Wenn man vom Feld oder dem Werksareal oder der Küche der Nachbarn zurückkommt, kommt man erst an Haustür oder unserem Küchenfenster voran, für das Katzentörchen müsste man noch ums Haus rumlaufen. Besonders mag ich das empörte Miau-Gesicht von Sansa, als ich sie fotografiere anstatt direkt runterzukommen.


Ich habe mich (nach 10 Jahren Firmenzugehörigkeit ist es höchste Zeit) erstmals eingehender mit dem Mitarbeiterbeteiligungsplan befasst und (eine für den Anfang) sehr überschaubare Summe jährlich werde ich nun also auf unseren Erfolg anlegen. Uiuiuiuiuiui!

Eigentlich hatte ich eine gemütliche Mittagspause mit Pasta und Buch auf der sonnigen Terrasse geplant, aber dann chattete mich ein Kollege verzweifelt wegen Problemen mit dem System, für das ich ja irgendwie Superuser wurde, an und so habe ich stattdessen 40 Minuten lang mit ihm Reports erstellt und konfiguriert (und nur zwei, dreimal auf das echt gute Anleitungsdokument verwiesen, das ich an alle Kollegen geschickt hatte, das zwar nicht alles abdeckt, aber schon ein einiges). Danach hatte ich nur noch 10 Minuten bis zum sehr wichtigen Call mit einer Taskforce, war also ein sehr schnelles Mittagessen. Aber (und ich bin ein bisschen sehr begeistert von meiner Reaktionsfähigkeit) ich habe zum Ende des Gesprächs noch kurz eingeworfen, dass wir uns noch einigen müssten, wer von uns beiden an dem denkbar ungünstig gelegenen Call mit San Francisco morgen abend um sieben teilnimmt, und naja, ich könnte schon, wenn er keine Zeit hat.... das hat er dann nicht angenommen und so habe ich morgen abend FREI!

Ich habe dann tatschlich eher Schluss gemacht als auch schon und im Baumarkt Erde, Kräuter und Glyzinien gekauft. Das ist jetzt alles gepflanzt, ich habe all meine Tomatenpflänzchen ausgewildert (mal sehen, ob sie das mögen), die Luffagurken wurden leider bisher eher nur so mittel, mal sehen.

Jetzt habe ich Rücken, Trauerränder unter den Fingernägeln und ein dickes Knie. Und Hunger.

Die Kinder haben sich über den Vorschlag "Pfannkuchen" zum  Abendessen gefreut, also muss jemand jetzt wohl ... Pfannkuchen machen. hmpf.


Mittwoch, April 27, 2022

270422 Nix los

 Heute war das grosse "Welcome to the new normal"-Townhall-Meeting von meinem Arbeitgeber, natürlich hybrid :-). Das passt sehr gut zu meiner Euphorie von gestern, das ist alles (wie auch die letzten gut zwei Jahre) extrem gut aufgesetzt und organisiert, ich freu mich echt, dass das so flexibel und organisiert wird. Hier im Dreiländereck (Nicht -EU-Land, das viele Mitarbeiter aus den angrenzenden EU-Ländern gibt, die mittlerweile alle ihre für die Pandemiezeit ausgesetzten Steuer- und Sozialgesetze, die das grenzüberschreitenden Arbeiten regeln und Work-from-home für die Kollegen mit Wohnsitz in D und F schon sehr, sehr stark einschränken bis unmöglich machen (Aargau / Frankreich)) ist das ja nochmal eine ganz andere Herausforderung. Übrigens: noch ein Grund, eben NICHT als Grenzgänger zu arbeiten, sondern direkt in die Schweiz zu ziehen.

Sonst: viel gearbeitet, Hard Stop um halb sechs mit Spaziergang zum vllt Jonny-Finden eingelegt. Der hat mich aufs Werksareal geführt und naja, ich habe noch 3-4 KollegInnen getroffen, die auch alle noch was mit mir besprechen wollten, in Zukunft muss ich also drauf achten, dass ich da nicht mehr total wie von der Kuh gefressen aufkreuze und kann die Zeit vllt sogar als Arbeitszeit abrechnen, lol, jetzt, wo wieder alle da sind. Alle (auch alle Nachbarn, denen ich begegnete) wollten meine Beinfunktionsfähigkeit vorgeführt haben und zeigten sich zufrieden (ich muss echt unendlich rumgejammert haben, sorry!). Jonny habe ich nicht gefunden, erst kurz vor daheim, man war offensichtlich hungrig auf dem Heimweg.

Sonst nicht viel los, ist ja auch mal ok.

Gegessen:

Honigtoast

Apfelschnitze

Rest Zucchiniauflauf mit Salat

Pasta mit grünem Spargel und Tomaten


Gesehen: "And just like that" beim Strampeln am Morgen

Gelesen: INspector Lynley 21

Dienstag, April 26, 2022

260422 Peopley

 Was für ein Abenteuer! Seit September heute also das erste Mal wieder im Büro, wie aufregend!

Ich hatte morgens den Eindruck, dass Q. gar nicht so begeistert war, dass er auf einmal nicht das einzige Familienmitglied war, das in genau diesem Bus und in diesem Zug nach Basel sitzt :-). Dabei war ich gar nicht peinlich oder so und wollte auch nicht die ganze Zeit reden oder auch nur beieinander sitzen oder stehen :-)

Im Büro war ich dann ein wenig verwundert: ich hatte eigentlich gedacht, ich wäre von denen, die da sind, mehr oder weniger die letzte, als ich um viertel vor acht eintraf, aber nein: es war noch dunkel, es war keiner da (und ich wusste nicht, wo der Lichtschalter ist, weil ich noch NIE die letzte war, auch als ich früher (TM) um kurz nach sieben immer schon da war.

Es stellte sich raus: es sind jetzt alle flexible, d.h. wenn es regnet (heute), kommen die, die mit dem Rad fahren lieber nicht, frühe Asienmeetings werden gerne von zu Hause gemacht (späte US-Meetings wie ich heute auch).

Ach, und als dann meine Kolleg:innen eintrafen, war es tatsächlich einfach nur schön. Wir haben uns so lange nicht gesehen, so lange so eng zusammengearbeitet und so vermisst, ich fühle mich tatsächlich wie nach einem ReunionMeeting mit lange nicht getroffenen Freunden. 

Lustig war dann: wir sind alle noch nicht wieder 100% gewohnt, dass wir DA sind, wir hatten das eine oder andere Meeting mit 6 Teilnehmern oder so, von denen 4 im selben Open Office verteilt sassen. Ich habe mein Produktteammeeting aber standhaft in einem echten Meetingraum gemacht, auch wenn nur ein weiteres Mitglied vor Ort war. Wir wurden dann direkt alle 22.5 Minuten vom Pizzaphone aus der Leitung geworfen (wtf?) :-).

Mittagessen war einfach grossartig, ich habe es ganz vergessen, wie es ist, wenn man sich NULL Gedanken machen muss, was man wie wann essen möchte oder irgendwas dafür zu planen, sondern einfach, wenn jemand fragt "Essen?" oder der Magen knurrt, ins EG geht (oder wie ich: mit dem Lift fährt) und sich dann spontan entscheidet, welches der drei Menüs man möchte und dann kriegt man das einfach auf das Tablett, man muss sich nicht mit den Leuten einigen, die mit einem Essen gehen, man isst, und wenn man fertig ist, stellt man das Tablett auf das Förderband und fertig. WIE COOL IST DAS DENN?!

Es ist schon ein bisschen lustig, ich habe mich bis heute morgen innerlich gesträubt und war genervt, dass ich mir das Pendeln jetzt heute antun muss und überhaupt, daheim ist doch viel einfacher, aber ich habe mich dann (gsagt is gsagt) natürlich "überwunden" und meine Güte, wie habe ich das alles vermisst!!!

Ich war ja jetzt eine Zeitlang nicht wirklich unterwegs (hallo, Bein), aber: es ist echt alles zurück zu normal (nicht die Bürobelegung, die wird eh nie wieder zurück auf Prä-2020 zurückgehen). Ich hoffe sehr, das bleibt so, es fühlt sich so leicht an! (Dazu passt auch, dass ich gestern abend nach dem Elternabend von einer befreundeten Pfadimutter gehört habe, dass sie bei sich im Spital ganz frisch die Covid-Isolationsstation geschlossen haben wegen keinem Bedarf mehr.)

Der Hübsche hat heute nach dem Mittagessen auf dem Standort Jonny nicht getroffen, sondern gesehen. Es war recht spannend zu sehen, wie er sich offensichtlich sehr, sehr gut auskennt, genau weiss, wo es spannend ist, wo es gefährlich und laut ist, und dass man zB das Stockwerk wechseln muss, wenn man von der Laderampe der Kantine zum Logistik-Hub kommen möchte. 

Q. hatte das erste Mal dieses Jahr Kayaktraining draussen (im Rhein, nicht im Wildwasserkanal), es war wohl gut, immerhin kam am Nachmittag die Sonne raus UND erst ist nicht reingefallen. (Nächstes Jahr hat er sich für Klettern oder Bouldern angemeldet, ich finde das so grossartig!)

L. hat einen Stapel Tests zurückbekommen, die er noch vor den Ferien geschrieben hat, alle super gemeistert, das ist ein wunderbarer Start in den ... naja, fast schon wieder Endspurt des Schuljahres.

Morgen muss ich mich von so viel Aufregung erstmal im Homeoffice mit ohne Leute erholen :-).

Sonst: das BAG hat eine externe Beurteilung der Schweizer Pandemie-Response in Auftrag gegeben und heute veröffentlicht. Das allein finde ich schon hervorragend und wirklich nachahmenswert. Lohnt sich auch, mal reinzulesen.


Gegessen:

Honigtoast

Tortilla, Bratreis, Brokkoli, mit Vinaigrette (? es hat anscheinend so zusammengehört) und grünen Salat

Aufgewärmtes Curry von gestern


Gelesen: Inspector Lynley Band 21

Gesehen: "The Office"

Montag, April 25, 2022

250422 Kickstart

 Ich sags mal so: in Zukunft werde ich an Physiotagen nicht (oder zumindest nicht VOR den Phyisoterminen) auch noch sporteln. Das Programm heute (40min Crosstrainer daheim, dann 10min Ergometer, Beinpressen, Treppentraining, Gewichtstraining mit gestrecktem und geknicktem Bein) war definitiv zu viel, so dass ich zum Abschluss noch eine Runde Eispack ums Knie bekam. Was ich jetzt auch weiss: morgen fahre ich definitiv NICHT mit dem Rad ins Büro. Laufen geht besser als Radfahren. Also: Knietechnisch, nicht um ins Büro zu kommen.

Sonst: Zäher Tag, ich hatte ein Thema zu erledigen, das ich zäh und mühsam finde, aber morgen einer tough crowd vorstellen muss. Wenn ich da nicht tiptop vorbereitet bin und sozusagen die Landebahn für eine Entscheidung perfekt ausgeleuchtet habe, sozusagen den Autopark-Modus vorbereitet habe, werden wir eine Stunde lang über Nebenschauplätze diskutieren und mit gar nix rausgehen. Weil mich das so genervt hat, habe ich jede Menge Kleinscheiss als "guilty pleasure" zwischendrin wegerledigt. Ich bin immer noch nicht 100% zufrieden mit dem Plan für morgen, aber naja, das Thema ist halt auch nicht 100% perfekt, sondern der Versuch zwei sich unabhängig voneinander verändernde Bereiche so zu koordinieren, dass die Schnittmenge erhalten bleibt.

Spannend übrigens, mir selber zuzuschauen, wie sehr es mich stresst, dass ich morgen wieder ins Büro gehe. Ich denke die ganze Zeit nach, was ich mitnehmen muss, woran ich denken muss, wann ich losgehen muss, welchen Zug (welches Verkehrsmittel) ich am besten nach Hause nehme, um rechtzeitig für das letzte Meeting daheim zu sein. Alles Sachen, über die ich vor März 2020 überhaupt nie nachgedacht hätte. Aber eben: es ist nur so lange anstrengend, wie es eben keine Routine ist. Ich hoffe, das geht nicht mehr lang. Ach ja: die in der Zwischenzeit gelaunchte App der Kantine funktioniert auf meinem Arbeits-iphone nicht (vermutlich zu alt), es könnte also sein, dass ich meine Kaffeebonusstempel verliere und keine neuen sammeln kann. Buhu.

Sonst: die Schulwoche startet mit vollem Programm, Montag geht immer direkt volle Kanne los. L. hat abends Volleyball (nachdem sein Schultag mit zwei Stunden Sport um 17:15h endet), der Hübsche geht auch zum Sport, Q. und ich gehen zur Pfadi-Generalversammlung / Elternabend, wir verdienen uns den Feierabend richtig hart heute!

Gegessen:

Honigzopf

Curry von gestern mit Reis von gestern (Aufwärmefunktion des Reiskochers getestet: astrein)

Birnen

Montagspizza


Gesehen: "And just like that" / "Russian Doll"

Gelesen: "Was im Verborgenen ruht" (damit bin ich dann wieder up do date, was Inspector Lynley angeht!)

Sonntag, April 24, 2022

240422 Ausgang

 Mittelgut geschlafen (alle zwei Stunden aufgewacht, erst wegen weiss nicht, dann wegen Sansa, die um vier Hunger hatte, um sechs RICHTIG Hunger hatte und rauswollte, um 7 zurückkam und nass und voller Grassamen war und die gern aus dem Fell gepokelt haben wollte, naja und um viertel vor acht läutete mein Wecker).

Dann: zu einer Frühstücksverabredung gefahren, so richtig mit Bahn und Tram und ohne Maske und Sorgen. Das ist für alle ausser mir natürlich seit Wochen nichts besonderes mehr, aber ich war ja wegen Bein nicht viel aus dem Haus und schon gar nicht unterwegs. So habe ich übrigens auch grad festgestellt, dass es nicht besonders überraschend, weil wenn 16k Schritte gehen, gehen auch weniger mit Bahn dazwischen, kein Problem sein wird, nächste Woche mit den ÖV wieder ins Büro zu fahren. Eigentlich wollte ich aus Sportgründen ja mit dem Rad fahren, aber erstens bin ich mir da noch nicht ganz sicher, ob das eine gute Idee ist und zweitens wird das Wetter nicht toll sein.


Die Frühstücksverabredung war längstens überfällig und ich habe mich so unendlich über den Austausch gefreut! Danke! Spaziergang am Rhein entlang und zurück war auch schön, ich habe Basel wirklich vermisst die letzten zwei Jahre! (Wir sind auf dem Rückweg am ordentlich mit Gehwegmarkierungen organisierten Strassenstrich gelandet und mir fehlt natürlich der Vergleich, aber ich fand ihn für Sonntag Vormittag ... erstaunlich gut besetzt. :-/)

Daheim hatten die Jungs sehr gemütlich gefrühstückt, dann den Garten mit dem seit gestern FERTIGEN ZAUN mit Rasennachsaat, die wir anscheinend noch in der Garage hatten, bestückt, ich habe unterwegs Referenzbilder von "So will ich das mit dem Blauregen" gemacht,


 im Vorgarten Schmetterlingsweide angesät, weil: es nieselt heute den ganzen Tag, das ist perfektes Rasenwachswetter.Mal sehen, wie lange es noch so bekloppt aussieht.

Das geplante Sportporgramm habe ich nach müdem Bein wegen Spaziergang (viel besser als Sportprogramm) sein lassen, stattdessen in der Badewanne gechillt :-)

Q.s Klassenlehrer hat die Osterferien offensichtlich beendet und die Elterninfo für die drei Projektwochen, die Q.s Klasse bis zu dem Sommerferien noch erleben wird, rausgeschickt. Wie toll das ist! Sie können ins schuleigene Projektheim, sie können wieder Exkursionen machen (ich musste ein bisschen schmunzeln, aber bei seinem Schwerpunktfach war es ja absehbar, wann sich seine schulischen und unsere beruflichen Wege kreuzen würden. Allerdings kommen sie nicht zu einem von uns an den Standort, sondern zu einem unserer früheren Arbeitgeber.)

So, jetzt noch schnell das Buch fertiglesen und dann koche ich Curry (der Reiskocher kocht schon Reis :-))


Gegessen:

Auswärts

Stroopwaffel

Curry (allerdings mit Jasminreis statt Naan und Pappadums, wir haben ja Öl :-))


Gesehen: "Picard" und "Russian Doll" (habe ich erwähnt, dass ich die zweite Staffel UNGLAUBLICH schlecht und langweilig finde? Die erste fand ich grossartig, aber das ist echt nix. Der Hübsche hat mir vehement versprochen und dann die letzte Folge KOMPLETT verschlafen. Mhmmm.)

Gelesen: "Wer Strafe verdient"

Samstag, April 23, 2022

230422 Welcome to the family

 Es ist ein bisschen traurig, aber heute, eine Woche nach Ende meines "Urlaubs", der vorletzte Ferientag der Kinder, fühlte sich nach Monaten zum ersten Mal wie Wochenende oder Ferien oder Urlaub an. Tja. Ich hatte keine Zeit, traurig zu sein, ich musste den freien Tag geniessen.

Wir haben heute ENDLICH meine Schwester und ihre Familie incl des niegelnagelneuen Babyneffens besucht. Dieser kleine Mensch ist winzig, unglaublich niedlich, hatte schon mehr Corona als ich (und ich hatte Angst, dass er aus dem unglaublich winzigen Shirt, das ich für ihn bestellt habe, in den letzten Wochen längstens rausgewachsen wäre, aber nein, es muss auf dem Postweg zu ihnen ausgeleiert sein, weil es schlabbert an ihm.) und hat auf meinem Arm für Stunden mich seelig angestarrt, an meinem Schlüsselbein gelutscht, und geschlafen. Und geschlafen. Und geschlafen. Vllt habe ich die "Naja, wenn du schreist, geb ich Dich Deiner Mama zurück"-Vibes ausgestrahlt, meine Kinder haben zusammengenommen nie am Stück so lang geschlafen!

L. wurde sehr streng vom kleinen L. an die Hand genommen und zur Spielplatzbegleitung auserkoren. Unser L. wusste gar nicht, wie viel sich der kleine L. heute mit dem grossen Cousin im Nacken zum ersten Mal getraut hat und hat ihm vllt ein bisschen arg viel zugetraut ("Ah, er rutscht mit ihm gemeinsam, nein, doch nicht, er rutscht vor, ah, L. schau an, L. kann DOCH allein rutschen, also allergrösstenteils. ...Der geht da niemals durch die Röhre, das macht er nie! Oh, er geht durch die Röhre. Weiss L., dass es da am anderen Ende einfach offen ganz nach unten ... oh. Nein. Weiss er nicht.") Es ging alles gut aus, wir dürfen wiederkommen :-))

In der Zwischenzeit wurde daheim der Zaun errichtet, ein bisschen Erde verteilt und wir können also am Montag zu kaufende Rasensaat verteilen und Blauregen pflanzen. Das wird dann hoffentlich nicht unbedingt schöner als die Hecke, aber auf jeden Fall schöner als jetzt. (Keine Kunst, aber naja)


Q. ist auch endlich wieder da, es brummt und britzelt wieder im Haus, es ist toll. (L. ist auch sehr happy, "ich bin froh, wenn Q. wieder da ist, dann muss endlich nicht mehr ich das Gespräch am Laufen halten und vom Abdriften ins Boomerland abhalten"). Er hat viel erlebt, viel gelernt, festgestellt, dass die "Komforttemperatur" von 3°C seines Schlafsacks nicht mit seinem Komfortempfinden beim Draussenschlaffen bei 4°C übereinstimmt (geplant war: in einer Scheune übernachten, aber 3/4 Leuten hatten Heuschnupfentralala und so haben ALLE draussen geschlafen), hat uns Videos gezeigt, wie sie am Flughafenbahnhof ihren Kurssong performt haben und ach, es ist schön, ihn wiederzuhaben!

Jonny hat uns heute ganz schön erschreckt, er war den ganzen Tag nicht da und wir haben ihn auf einem Spaziergang so nah an der Autobahn wie noch nie entdeckt. Hmpf. (Er hat unglaubliche Angst vor Autos und war sehr aufgeregt und vorsichtig, aber naja, hmpf.) Er ist dann mit uns nahc Hause gelaufen übers Werksgelände, wir haben zwei Werksschutzmitarbeiter getroffen, die kannten ihn schon :-). Naja. Das wird schon alles gut gehen, er kennt sich aus, wir können ihn weder einsperren noch kontollieren.

Jetzt: Spargel!

Freitag, April 22, 2022

220422 Fri-yay!

 Was für ein schönes Datum!

Gut geschlafen, dafür mit Beinschmerzen aufgewacht. Neben den Schmerzen wegen Bruch habe ich Bauchmuskelkater aus der Hölle und Muskelkater im ganzen Bein, weil das Steckerlbein zu einem normalen Bein werden muss. Weil ich vernünftig bin, habe ich deshalb NICHT mit Sportprogramm gestartet, sondern das heute ausgesetzt. Ich plane schon wieder zu meinem täglichen Gestrampel zurückzukommen, aber so masochistisch, das auch mit einem von Anfang an schmerzenden Bruch durchzuziehen, bin ich dann halt doch nicht.

Stattdessen direkt am Frühstückstisch mit der Arbeit angefangen, ich hatte mir alles bis auf zwei grosse unangenehme Brocken weggearbeitet. Und der eine Brocken davon ist mir SO unangenehm, dass ich statt ihn in Angriff zu nehmen bis 10 Uhr morgens ein 18 seitiges Intracompany Quality Agreement durchgefieselt und auf den neuesten Stand gebracht hatte (das war der zweite grosse Brocken) und ein Produktfotoshooting für Ecuador organisiert hatte.

Der Hübsche hatte einen höllischen Tag und so war es für uns beide (und L., der musste wegen akuten Hosenmangels mitkommen) eine willkommene Abwechslung, zu einem Doppeltermin (also: hintereinander) im neuen Salon der Hairstylistin unseres langjährigne Vertrauens ins Dytsche aufzubrechen. Falls Sie in der Basler Ecke eine Empfehlung aus tiefstem Herzen suchen: Friseur Kratz in Weil, schöne Grüsse an Sandra :-). Ich glaube, ich war seit ... 10 Jahren oder so nicht mehr in Weil und (sorry, Weiler Menschen) ausser dem Friseursalon gibt es auch keinen Grund, da hinzufahren (jajajaja, Vitra Design Museum, aber das ist nicht IN Weil. In Weil gibt es nur Lottoläden, Spielotheken, Solarien und abgeranzte Shops. Und einen GROSSARTIGEN Friseursalon). Während ich meine Matte scheren liess (ich hatte mir das blöde Bein ja nur wenige Tage vor einem Friseurtermin gebrochen.7 Wochen später...... sah das nicht besser aus, sondern richtig doof!), war der Hübsche mit L. in dem zweitassligsten Einkaufszentrum der Welt  kurze Hosen kaufen, während der Hübsche geschoren wurde, haben wir ein Paket mit nahezu ungetragenen, aber zu kleinen Hosen verschickt, Brezen, Spargel und Erdbeeren gekauft und ein Eis gegessen.

Wieder daheim werkelten wir zwei weiter, L. erholte sich von dem aufregenden, frühen Ausflug.

Mittlerweile bin ich fertig (ich hatte das letzte Meeting des Tages mit zwei Kolleginnen aus San Francisco, die für irgendein verlängertes Wochenende heute mittag "to the beach" aufbrechen, bin dezent neidisch), sitze immerhin mit einem Cocktail (zweiterem), den ich in SoCal kennengelernt habe, auf der Terrasse und schaue auf unseren halb-Rasen, halb-Kartoffelacker-Garten, der Pizzateig geht, wir alle vermissen Q. (morgen kommt er zurück!), und freuen uns darauf, morgen endlich unseren jüngsten Neffen kennenzulernen. Corona has left the building, ich werde also morgen früh Rhabarberkuchen backen, der Hübsche und L. werden noch Kuchen für Leute, die keine Rhabarberkuchen mögen oder in der Schlacht um den Rhabarberkuchen nicht satt werden, besorgen und hach, das wird schön!

Wochenende. Halleluja.

Gegessen:

Honigtoast

Sobanudelsalat mit Pak Choi und Edamame zum Znüni

Breze mit Hummus

halber Beerentaler

Freitagspizza

  

Gelesen: "Wer Strafe verdient"

Gesehen: "The Office", "Russian Doll"

Donnerstag, April 21, 2022

210422 Walkiewalkie

Gut geschlafen, Morgensport lief besser als gestern.

Arbeit: haha, nachdem ich gestern von den spannenden Herausforderungen geschwärmt habe, kam heute ein Problemchen, von dem man gar niemand erzählen darf, der nicht in der Materie drin ist, wenn man nicht ausgelacht werden möchte (ok, auslachen tun einen v.a. Leute, die in der Materie drin sind und das Schildaeske daran würdigen können. Andere schauen einen bei der Vorrede zur Erklärung schon nur an und sind beim eigentlichen Problem schon lang mit "Boah, und DAMIT verbringst Du Deinen Tag?!" ausgestiegen.). Läuft aber jetzt. Glaube ich.

Reiskocher: habe ich grad mal ausprobiert heute und zwar, wie so ein Hipster, mit Bio-Quinoa (ich musste sehr lachen, als ich in der "Wasser-Reis-Matrix" fein säuberlich rotes, schwarzes und weisses Quinoa unterschieden sah und schon anfangen wollte, zu überlegen, was ich denn jetzt mit meinem Tricolor-Quinoa machen sollte ausser sortieren, und dann in der Wasserspalte sah: alles egal, doppelt so viel Wasser wie Quinoa. Farbenblind. Hat astrein funktioniert, sogar mit Timerstellen. Ich habe dann mehr oder weniger die Quinoa-Bowl, die ich im Hotel am Wochenende gegessen hatte nachgebastelt, nur mit Spargel statt Rotkohl. War sehr, sehr lecker! 


Ferienkind: dem habe ich heute morgen (also: um viertel vor neun, als ich zur Physiotherapie ging) ein Frühstückstablett neben das Bett gestellt: zwei frisch getoastete Briochescheiben mit Ovinutella, einen Pfefferminztee, eine Apfelschorle (mit dem Lieblingsdirektsaft, geschorlt mit 35% stillem Wasser, wie er es am liebsten hat), ein paar Apfel- und Birnenschnitze, Vit-D-Tropfen und Multivitamintablette. Gegessen hat er das um ... halb 12, den Tee hat er um halb fünf geext. Naja. Immerhin, ne? Er hat seine To-Do-Liste für heute abgearbeitet (zweite Kiste Hosen anprobieren, hat sich rausgestellt: er hat keine einzige kurze Hose, die keine Sporthose ist, Sporthosen hat er genug, 3 lange Hosen passen noch, plus die Outdoorsachen. Also wird er morgen kurze Hosen kaufen mitkommen, wenn der Hübsche und ich zum Friseur gehen; Wäsche ab- und aufhängen, Franz-Voki, Ringfit. Der Hübsche hat vermutet, dass er das alles so lang aufschiebt, weil er uns kennt und weiss, sobald die To-Do-Liste erledigt ist, kommen wir auf neue Ideen, was er noch tun könne. Vllt hat er da gar nicht so unrecht.)

Bein: Das lief (hahaha, pun intended) gut heute. Beim Aufstehen erstmals seit 7 Wochen nicht bei jedem Schritt Schmerzen, ausserdem locker flockiges Abstrampeln von 35min auf dem Crosstrainer. Direkt danach hatte ich dann Physio und der Physiomann nahm meine "Beschwerden", dass sich das Bein weniger knicken lässt als ich das gerne hätte (will heissen: in Bauchlage 100°, wenn ausgestreckt 180Grad sind), sehr ernst. Ich habe zwischendrin nach Luft geschnappt und mir wurde ein bisschen schlecht vor Schmerzen, als er hochprofessionell drückte und zog. Nach einer halben Stunde mobilisieren und KRafttraining wurde dann noch mal gemessen: im Sitzen gehen 140Grad, in Bauchlage 120Grad, es wird. Aber: hui. Alles in allem heute ca 14 000 Schritte, das ist ganz gut, reicht aber noch nicht, um meine Jahresstatistik nicht einbrechen zu lassen, fürchte ich!


Gegessen:

Honigzopf

Apfel und Birne

Quinoabowl

Zucchiniauflauf mit Salat


Gelesen: "Wer Strafe verdient"

Gesehen: "The Office", "Russian Doll"

Mittwoch, April 20, 2022

200422 Lauter erste Male

 Wie aufregend, heute habe ich zum ersten Mal seit dem Unfall wieder Bauchtraining (da knie ich mich hin und rolle mit so einem Rad in die gestreckte Position und wieder zurück) gemacht. Das ging ok, ich habe, obwohl das Schienbein eigentlich eh nicht belastet sein sollte, mehr auf dem linken Bein gekniet, vermutlich bricht mir bald mein Rücken ab.

Ausserdem habe ich die erste vorsichtige Runde Crosstrainergestrampel angefangen. Ich hatte ja einen halbe Stunde geplant, auf 45min gehofft und dann, weil vernünftig mit stechenden Schmerzen an der Bruchstelle nach 20 Minuten aufgehört. Mhm. Grmpf.

Bisschen später habe ich dann noch den Wocheneinkauf erledigt. Ich habe das tatsächlich vermisst, jetzt nicht die banalen Sachen, die man halt braucht, aber einfach das Gucken und Schauen, was es gibt, und sich zum Kochen inspirieren lassen. Das war nicht so einfach, wenn man den nichtkochenden Menschen in der Familie einen Einkaufszettel schreibt. Ausserdem hatten wir den Kühlschrank, was frisches Gemüse angeht, total leer gefuttert, und das habe ich heute mit sehr viel Freude aufgefüllt. (Weil man das so macht anscheinend: Masken trugen im gesamten riesigen Coop nur noch 2 Personen, es gibt jede Menge Mehl, Klopapier und Sonnenblumenöl aus der Schweiz ist im Angebot und um 30% günstiger als das letzte Mal, als ich einkaufen war.)

Das Heimkutschieren des supervollen Einkaufswagens war alleine erstens anstrengend und zweitens nicht wirklich schön mit dem schmerzenden Bein. Aber: geschafft. Und ich freue mich schon richtig, neue und abwechslungsreiche Sachen zu kochen, mit nicht mehr im Hinterkopf, dass ich alles auf einem Bein machen muss und mich an der Theke entlanghangeln muss und mir bei jedem Gewürz oder jeder Zutat überlegen muss, ob ich die wirklich brauche, weil ich dafür 3 Schritte machen muss.

Ausserdem wurde heute unser Reiskocher geliefert (bei Reishunger selber gab es ein Osterbundle reduziert mit Waschschüssel und Reissortenpaket etc) und während natürlich niemand, der einen Topf und einen Herd hat, einen Reiskocher braucht, genauso wenig, wie man einen Slowcooker braucht oder eine Küchenmaschine oder mehr als ein Messer oder einen Raspler oder einen Mixer, freue ich mich halt trotzdem wie ein Schnitzel auf  Reis, der dann fertig und warm ist, wenn ich ihn brauche.

Mittagessen fand auf der Terrasse statt mit Blick auf unseren halben Acker (L. hat heute eine zweite Runde Steineentfernen durchgezogen, er macht das sehr seriös), der Hübsche hat gestern abend bei unserem Katzenründchen an den Feldern vorgeschlagen, ein Weizenfeld oder so anzulegen. Ich hätte ja auch ein Maislabyrinth gut gefunden oder halt einen Kartoffelacker. Wir haben da jetzt ja alle Optionen.


Den Nachmittag bis abends in Meetings mit durchaus interessanten und spannenden und neuen Themenbereichen verbracht. Dabei (und angeregt durch Frau Setzkastens Post und den Problemen mit dem Konzept "Lohnarbeit nur für Geld und Sicherheit, während das Herz an was ganz anderem hängt", die Ringelmiez immer wieder in ihren Stories teilt; beides andere Ansätze, aber eben, Gedankenanstösse) musste ich wieder mal dran denken, wie meine Kollegin und ich damals in dem Italienprojekt, das ja schon nicht nur schön war, aber auf jeden Fall sehr spannend, mehr oder weniger rund um die Uhr an die Arbeit gedacht haben, und die Standard-Mail- oder Gesprächseinleitungen waren: "Du, als ich heute unter der Dusche beim Haarewaschen über die Sache mit dem Isolator und den Exposure limits nachgedacht habe, ist mir was eingefallen." oder "When I couldn't go back to sleep last night I went through our rationale for PSD again in my head and here is, what I realized...". Als wir wieder mal auf dem Weg in die italienischen Outbacks waren und uns gerade aus dem Auto gereckt hatten, um einen der unzähligen Mautzettel entweder zu erhalten oder in irgendeinen Automaten zu fummeln, meinte sie zu mir: "Ich frag mich fei manchmal echt, wie es wäre, einen Job zu haben nur für Geld und sonst nix. Wo man abends heimgeht und schon auf dem Heimweg nicht mehr über die Arbeit nachdenkt und bis zum nächste Morgen, wo man sich in das Mauthäuschen setzt, keinen Gedanken an die Arbeit verschwendet."

Wir waren uns einig, dass das nix für uns wäre (der Workload und die Intensität damal waren aber auch nix, auf jeden Fall nicht auf Dauer) und neben dem verinnerlichten Leistungsgedanken, den Frau Setzkasten so schön seziert, beschäftige ich mich halt gern mit Sachen, die ich gut kann, die einen Impact haben, die mir Spass machen, die mich herausfordern, bei denen ich etwas lerne und mich weiterentwickle, mit denen ich etwas bewirken kann, ja, und schon auch welchen, für die es Anerkennung (und das muss nicht unbedingt finanziell sein, schadet aber auch nicht) gibt. Wie praktisch, dass ich meinen Job gefunden habe, der ALLES vereint. ((Jaja, nicht immer alles gleichzeitig, aber tja nun, auch in meiner Phantasie, in der ich irgendwann mal ein Cafe aufmachen würde, würde ich nicht nur immer fancy lecker kochen oder mit Gästen parlieren, sondern abspülen und Buchhaltung machen müssen.)

Ich kann es mir im Leben nicht vorstellen, das irgendwie anders zu machen. Tja. Entweder bin ich sehr limitiert in meiner Vorstellungskraft, langweilig oder genau am richtigen Ort. Oder alles zusammen.


Sonst war das ein traumhafter Sommertag (naja, Frühlingstag, aber für mich würde das schon als Sommer reichen :-)), die Katzen rannten immer mal wieder mit staubigen Füssen und staubigem Fell (Jonnys nachtschwarzes glänzendes Fell ist aktuell voller Löwenzahnpollen, Sand und Erde, Sansas Füsse, die flauschig und weiss sind, sind dunkelgrau und sie macht sie über Nacht schon gar nicht mehr sauber, weil jeden Tag muss man ja wieder raus und in all den Bruchsteinmauern Eidechsen rausangeln) durchs Haus, holten sich Streicheleinheiten und Snacks und genossen das Leben.


L. hat ausgeschlafen, gechillt, Steine geklaubt, in der Hängematte abgehangen, gebadet und naja, ich hoffe, er geniesst seine Ferien. (Ich persönlich werde ganz kribbelig, wenn die eh schon nicht lange To-Do-Liste nicht sofort erledigt wird, und die Zeit nicht genutzt wird für was auch immer, sondern vertändelt und am Ende ist der Tag vorbei und es war sehr langweilig, aber vielleicht wird sie ja genutzt für Chillen und Akkus aufladen. Ich hoffe es.)


Gegessen:

Honigtoast

eine Riesenportion Salat mit Bratkäse (it's the season!)

Äpfel, Birnen

Sobanudelsalat mit gebratenem Gemüse


Gesehen: "And just like that" beim Strampeln, "The Office" mit L., "Russian Doll", zweite Staffel, yay

Gelesen: "Wer Strafe verdient"

Dienstag, April 19, 2022

190422 Puh

 Die erste Nacht wieder im eigenen Bett war: sehr angenehm! (Wie L. sagt: endlich keine Rascheldecke mehr!) Ich bin nur einmal oder zweimal von Knieschmerzen aufgewacht und einmal, weil es kälter war, als ich dachte.

Dann: Erster Arbeitstag wieder am Schreibtisch, ich kann ja jetzt ganz locker das Bein wieder biegen, also: hallo Schreibtisch, hallo Stuhl, hallo externe Tastatur, HALLO, zweiter Bildschirm!

Der Tag war erst recht gemütlich, weil in Deutschland und der Schweiz und Kanada alle Osterfeiertage gehabt und die meisten noch verlängert hatten, erst als die US-Kollegen wach wurden, wurde es geschäftig.

Der Hübsche war im Büro, da war es auch recht leer, könnte sein, wir haben morgen wieder Gesellschaft.

L. hat ewig ausgeschlafen, dann mit mir MIttag gegessen, dann haben wir draussen die Hängematte aufgehängt und er hat im Wechsel gechillt und Steine aus der nun umgefrästen, nennen wir es optimistischm Hälfte unseres Gartens gerecht.

Ich habe mich am Nachmittag nach Basel aufgemacht, ich hatte einen Termin im Brustzentrum wegen zweier Knubbel, die mir neu waren. Ich habe es irgendwie geschafft, recht ruhig zu bleiben (und mich auf eine "machen wir grad jetzt" Biopsie einzustellen), das hat aber anscheinend sehr viel Kraft gekostet, als ich nämlich die erlösende Nachricht "Das sind Zysten, da muss man gar nichts weiter machen oder abklären" bekam, war ich auf einen Schlag so müde, ich hätte mich am liebsten im Ultraschallraum eingerollt und geschlafen. (und hatte wie IMMER dort sofort das Gefühl, den echten Patientinnen mit echten Sorgen und Problemen Zeit und Mitgefühl gestohlen zu haben und mir erschlichen zu haben. Naja.) Habe ich natürlich nicht und spätestens nachdem das Auto vor mir beim Platzmachen für einen Krankenwagen fast einen krassen Unfall verursacht hätte (Rettungsgasse heisst NICHT, dass man in einer uneinsichtigen Tunneleinfahrt über eine doppelt durchgezogenen Linie auf die Gegenfahrbahn fährt, um einen Krankenwagen durchzulassen!), war ich auch wieder ein bisschen wach.

(Physio musste ich wegen zu knapp übrigens absagen, aber ich laufe jetzt jeden Tag ungefähr 10-12k Schritte, es wird schon alles besser. Am Donnerstag gehe ich wieder. Und ich überlege, wann ich mit dem Crosstrainerstrampeln und dem in die Arbeit radeln anfangen kann.)

Dann noch Abendmeeting, letzte Reste in einen Salat umwandeln (morgen muss ich einkaufen gehen), Wäsche abhängen, neu angesätes giessen, und dann schlafen mit den Jungs noch ein bisschen Serie schauen.

Gegessen:

Honigtoast, Äpfel

Karottensüsskartoffelkokossuppe- (das ursprüngliche Rezept war ohne Süsskartoffel und klang tatsächlich sehr langweilig. Mit Knoblauch, Chili, viel Gewürz und eben der Süsskartoffel, weil nicht mehr genug Karotten da, war es aber sehr, sehr lecker)

Salat mit gebratenen Pilzen


Gesehen: "The Office", FInale von "Euphoria" (ja, ne, hätten sie mal nach einer Staffel aufgehört)


Gelesen: "Wer Strafe verdient" (den Veröffentlichungstermin habe ich verpasst, als ich erfuhr, dass es einen neuen gibt, habe ich erst gemerkt, dass mir ein Band fehlt. Ich musste tatsächlich erst wieder in die gemächliche ERzählweise hineinfinden, aber ach, ich mag sie immer noch sehr! Auch wenn ich Helen und Rebecca etc vermisse.)

Montag, April 18, 2022

180422 Das war das

 So. Die Oster"ferien" sind also für den Hübschen und mich vorbei. Q. (ist noch eine Woche auf Ausbildungskurs) und L. haben noch eine Woche frei, für uns beide hingegen geht eine knackige Arbeitswoche los. (Mit kleinen Auszeiten wie Blutabnehmen für Schilddrüse, Termin im Brustzentrum wegen Knubbel. Phyisotherapie und gemeinsam Friseur im neuen Laden der Friseurin!) Das habe ich sauber versemmelt mit "da nehme ich frei, weil Überstunden und Kind ist daheim, das wird gemütlich". Mein Akku könnte nach den Tagen (und überhaupt) noch eine Woche ausschlafen, gärtnern, tralala bei schönstem Wetter vertragen.

Naja. Good news: ich bin heute zum ersten Mal seit 6 Wochen wieder Auto gefahren, das geht super. (Beim Tempolimit in der Schweiz braucht man ja auch nicht so viel Kraft im Gas- und Bremsfuss, das ist ja alles sehr nuanciert.) Ich kann auch Treppen nach oben wieder normal steigen, nach unten noch nicht ganz (liegt daran, dass ich mein Bein vornerum wieder gut knicken kann, hinter der Körperachse noch nicht so. Das wiederum liegt daran, dass irgendwelche Muskeln dafür schon am Becken angewachsen sind und deshalb ... nicht genau zugehört bei der Phyiso).

Hier ist übrigens im Vergleich zu Bayern schon richtig Sommer, nix mit "Im Schatten/morgens / abends ist es aber noch frisch, puh!", sondern richtig Shorts-/T-Shirt und Flipflops-Wetter.

Dementsprechend habe ich heute den Nachmittag dann noch genutzt, um den Balkon zu bepflanzen / besäen. Die Baby-Tomaten müssen noch ein bisschen drinnen bleiben (ich habe sie sehr spät angesät), aber die Luffagurken sind rausgezogen, ich habe Erbsen, Feuerbohnen, geringelte Randen, Karotten und jede Menge essbare Blüten und Kräuter undInsektenweide angesät. Die von den Kindern angeschleppten Unmengen Erde haben wie immer nicht gereicht, aber das wird nachgehfüllt, wenn dann dann die Tomaten rauskommen.

Jonny haben wir auf einem langen SPaziergang weit in den Tiefen des Werksareals getroffen (ich war erst noch irritiert von den "Code Orange" und "Maskenpflicht"-Schildern, aber Code Grün und dementsprechend alles normal ist ja erst ab morgen!

Die Schmisse, die Jonny sich letztens eingefangen hat, haben nur ihre Kruste verloren und er hat ein bisschen eine löchrige Frisur damit....

Sansa kam irgendwann aufs Küchenfensterbrett gehüpft und ist sichtlich froh, den VIP-Eingang wieder nutzen zu können. (Sie hat ja ungefähr eine halbe Stunde, nachdem wir abgefahren waren, eine Maus ins Haus geschleppt. Wir haben keine Überreste gefunden, dafür war jede Menge Zeug, das sonst zwischen Schrank und Wand in der Garderobe verstaut ist, rausgerissen, das sieht nach "Maus lebt da jetzt und Sansa hat randaliert" aus. Hmpf. Mal sehen, ob sie irgendwann die Falle mit Erdnussbutter betritt.

Die erste Wäsche hängt, ich habe Hunger und weil Montag ist gibt es gleich Pizza. Yay.


Sonntag, April 17, 2022

170422 Ostern

Auch ein 13jähriger freut sich, wenn er (im Hotelzimmer) Ostereier suchen darf. Zu Sicherheit hat der Osterhase Erinnerungen geknipst, damit nix übersehen wird, zb 
"Very sneaky, Mami" ist übrigens ein grosses Kompliment!
Dann ging es erstmal nach dem Frühstück direkt in den Pool, bevor wir mit Schwagerfamilie und der coronafreien Oma zu einem zweiten Frühstück verabredet waren.
L. war ganz untypisch auf einmal mit Abstand das älteste Kind, hat diese Role aber mit Bravour gemeistert! (Vorbild für kleine: den Abenteuerspielplatzparcour nicht nur ohne festhalten, sondern mit Händen in der Hoodiebauchtasche oder den Zauberwürfel lösend!)
Grosses Kino: mit dem Neffen Sonntagsspaziegänger mit der Furzfunktion des Autos erschrecken.


Nun sind wir alle aus verschiedenen Gründen sehr erschöpft, werden uns gleich noch einen Abschlussaperitiv auf der Hotelterrasse gönnen, Essen und nochmal im Spa abhängen, bevor es morgen heimgeht. Ich wäre bereit für ... Urlaub. Tja.


Samstag, April 16, 2022

160422 anders als geplant


Wie erwartet, aber nicht eingeplant, wurde ich irgendwann noch sehr nervös, als Jonny halt nicht nach Hause kam.
Wie immer ist alles schlimmer, wenn man in der Nacht wach liegt, und so konnte ich nicht mal richtig schlafen, als er um 1:13h das Haus betrat. Es ist, wie es ist, ich schlafe auswärts eh immer schlecht, Beinschmerzen Katzensorgen, Autobahnlärm helfen da nicht.

Beim Frühstück dann wieder die Parallelwelt des Boxzirkus bestaunt und festgestellt, dass mir Q als Lästerpartner sehr fehlt  Ich glaube, der Hübsche fühlt sich als Kampfsportler den Boxern ein bisschen verbunden, L. ist es peinlich,  und ich ... finde eh jede Art "Sport", bei der man sich gegenseitig absichtlich verletzt (oder galt k.o  haut) eh keinen Sport, sondern nicht viel besser als Gladiatorenkämpfe und genauso finde ich auch alle Beteiligten.
Allemal interessant zu beobachten. Alle laufen mit irgendwelchen "Team tralalala" Anzügen rum, ich frage mich, ob die eigentlichen Boxer auch solche Aufdrucke haben oder eben die einzigen ohne sind. (Fände es für Laien wir mich ganz angenehm, wenn sie halt "Boxer xy" aufgedruckt hätten)
Naja. Wir haben uns dann recht bald vom Acker gemacht, im Kaufland nebendran ein paar Vorräte für Krankenlager eingekauft (auch hier: Boxerfreunde),
 und die im Regen durchs geöffnete Fenster auf Abstand ausgeliefert respektive gg Osterhasen und Pakete ausgetauscht.
Dann: gemütlich Shoppingtag mit nur einem Kind (das immerhin so viel gewachsen ist, dass schon wieder alles neu her muss).

Erkenntnisse:
Laufen geht ok, Rennen nicht. Meine Risikoabschätzung beim Strassen überqueren ist dem noch nicht ganz angepasst, ich wurde aber trotzdem nicht überfahren, danke dafür.
Die Maskendichte an unseren Aufenthaltsorten war deutsch höher als daheim (da ist sie null), ich würde schätzen, noch 20% der Leute haben eine auf. Erstaunlich viele mit raushängender Nase, was ja überhaupt keinen Sin  macht, weil... warum?

Zum Abendessen trauen wir uns heute nicht in die Boxarena zurück, sondern gehen eine Pizza essen, ich hoffe, wir können das Spa noch ein wenig geniessen und die Boxer incl Anhang sind irgendwo feiern, nicht baden.

Alles in allem: Ostern sind die Feiertage, die ich am wenigsten mag.

Freitag, April 15, 2022

150422 because, you know, fuck it

Der obige Ausdruck ist seit ungefähr 2015 in dem damaligen Projektteam (erinnert sich noch noch wer an Italien?) und unserer Familie ein geflügelter. Ich habe bei den vielen intensiven Diskussionen mit dem italienischen Team deren "Because, you know, in fact..." so missverstanden und irgendwie hat es auch sehr gut gepasst. (Das letzte Missverständnis dieser Art hatte ich letztens erst, als ich dauernd "and our team is a cannibal for ..." verstand und mich ein wenig ob der gar nicht gewaltfreien Kommunikation wunderte. "accountable" war gemeint.)
Anyway, "fuck it" bedeutet, dass ich zwar in Unterschleissheim nach wie vor nicht tot über dem Zaun hängen möchte (ich hoffe, das ist wenigstens ein allgemein bekannter Ausdruck  und nicht wieder was, was ich falsch verstanden habe), aber es liegt immer noch günstig zwischen beiden Grossmutterlocations und das Hotel ist zwar sauteuer, aber sehr schön, und so werden wir gleich mit der Bussibussi-Gesellschaft des Münchner Nordens (heute bereichert durch eine Boxer-Equipe) draussen auf Ostern anstoßen lecker essen, am Spa abhängen, morgen stoppen gehen und mit Sicherheitsabstand Ostergeschenke im Seuchenhaus vorbei bringen. Alles suboptimal, aber: fuck it, wir machen das Beste draus. Ganz ungewohnt,  mit nur einem Kind unterwegs zu sein, finden wir alle, aber L. ist sehr froh, ein Zimmer ganz für sich slkein zu haben, weil Beistellbetten alle waren  Die brauchen vermutlich die Boxer. 

Grad gegoogelt: morgen ist hier WM-Kampf und lol, das ist hier gelebtes Klischee. Ich bin ein bisschen stolz drauf, dass ich, als mir eine Gruppe lauter Boxerboys auf gesamter Hotelgangbreite entgegenkam, NICHT zur Seite getreten bin, sondern einfach geradeaus weiter. Muss gestehen,  ich war mir nicht ganz sicher, ob sie mich vor lauter Testosteron überhaupt sehen, aber: ich wurde nicht umgerannt.

Donnerstag, April 14, 2022

140422 Osterpause

 So. Heute schon mal verwegen bis halb sieben ausgeschlafen (die Katzen waren ab 6:03 besorgt, dass wir vielleicht medizinische Hilfe bräuchten), dann einen Vormittag (unterbrochen von einer halben Stunde Physiotherapie ohne Schonung, mir war danach ein bisschen schlecht) noch durchgearbeitet. (Beste Tätigkeit am letzten Halbtag vor Feiertagen: ein Intracompany Quality Agreement für ein Produkt in 2 verschiedenen dosage forms und 4 verschiedenen Stärken und insgesamt ... 9 verschiedenen manufacturing und testing sites neu aufzusetzen.) Beim kurzen Check der verbliebenen Ferientage fiel wieder ein, dass ich ursprünglich eine der Kinderfrühlingsferienwochen freinehmen wollte. Tja, zu späte

Mittagessen mit allen auf der Terrasse (für die Kinder war es Frühstück), dann den Hübschen und Q. einkaufen schicken, Ostergeschenke für alle verpacken, Koffer packen (Q. den Rucksack für den Pfadikurs), zwischendrin mit einem halben Auge rausschauen, was und wieviel der Nachbar fräst ("nur" den Teil, den der Bagger zu Beton verdichtet hat UND eh schon umgegraben hat. Buhu.)

Nach wie gestern über 6000 Schritten auch treppauf, treppab bin ich rechtschaffen kaputt, mein Bein hat sehr viel Muskelkater und ich würde eigentlich gerne drei Tage nur ausschlafen und auf der Terrasse über den Acker blicken lesen oder den Balkon bepflanzen, aber eben: wir waren so lang nicht mehr daheim (und noch länger nicht ohne gesundheitliche Sorgen dort, aber naja, das wird diesmal auch nicht klappen) und so setzten wir uns morgen eben ins Auto. (Immerhin fahren wir antizyklisch und stellen uns nicht mit dem Rest der Schweiz in den Stau am Gotthard)

Lustige Begegnung draussen (bei traumhaften Sommerwetter):

Sansa Original und Fälschung


Gegessen:

Honigtoast

Sehr viel Rahmspinat, Spiegelei und Semmel

Donnerstagspizza


Gelesen: "Schwarzlicht"

Gesehen: "Modern Love" (nach der ersten Folge ist die zweite Staffel eher .... sehr fad, hm?)

Mittwoch, April 13, 2022

130422 More walkie, less talkie

 Meine Güte, wie toll ist ein zweites Bein, auf dem man stehen kann! Ich habe es (natürlich) vermutlich gestern etwas übertrieben, abends war mein rechtes Bein, das ja eigentlich nur noch ein Steckerl ist, am Knie sehr dick und auch sonst fast normal (das Einschneiden des Sockenbündchen sagt mir, dass das eher angeschwollen als instant Muskelaufbau ist), aber: Treppensteigen! Rumlaufen! Sachen tragen!


Heute morgen bin ich mit dem Hübschen als Backup (er musste die Krücken tragen) nach 5 Wochen erstmals selber bis zur Porte des Werksareals gelaufen, um die wöchentlichen Selbsttests SELBER abzuholen, das war toll! Es tut weh, es klemmt noch ein bisschen, es fühlt sich unrund an, aber ich laufe!

Apropos Selbsttests: das war wohl die letzte Ladung, mit etwas mehr als 2 Wochen Verzögerung zum Rest der Schweiz kehrt auch mein Arbeitgeber ab nächster voll und ganz zum Normalbetrieb zurück. Auch 2 Wochen nach Aufhebung der allerletzten Massnahmen bleiben Infektionszahlen, Hospitalisierungen und Todesfälle im Sinkflug, d.h. die Kantinen werden zum Normalbetrieb zurückkehren, es gibt keine Maskenpflicht nirgends mehr, man kann wieder Besucher auf die Site einladen, wir können also endlich unseren Bankberater in seinem neuen Büro besuchen, es gibt keine Meetingeinschränkungen mehr. Passt also ganz gut, dass ich ab nach den Osterferien eh wieder zumindest ein paar Tage die Woche wieder im Büro vorbeischauen wollte. Ich hoffe, das Wetter bleibt so und ich kann bis dahin mein Bein zum Radfahren nutzen! (jajaja, ich weiss, meine liebe deutsche Leserschaft, das liest sich kaum vorstellbar, aber warten Sie doch mal noch ein, zwei Monate ab und dann können wir nochmal reden)

Die verschiedenen Krankenlager sind einerseits auf dem Weg der Besserung (yay!), andererseits erträglich. Ich mag unsere "Visite" in der Whats-App-Gruppe!

Die Kinder waren gestern ein bisschen ... wie sag ichs, unrund, und ich habe uns allen die Aufgabe gegeben, dass das heute besser wird. Was soll ich sagen? Ich habe jetzt einen bepflanzbaren Balkon mit frisch ausgeräumten Kästen und Beeten vom letzten Jahr und einer Riesenmenge frischer Erde. Da werde ich, wenn wir aus Bayern zurückkommen, meine Babypflanzen (Luffagurken, Tomaten, Moungobohnen und noch was, was ich nicht mehr genau weiss, vielleicht geringelte Randen?) auspflanzen, Karotten und Erbsen und Bohnen ansäen, dazu all die Bienenweide und Blumenmischungen, die ich gesammelt und gekauft habe, das wird wunderschön. Die Kinder sind dreckig, verschwitzt, erschöpft und glücklich, vermutlich auch, weil das jetzt erledigt ist ;-), aber auch kooperativer als gestern. Liegt vllt auch daran, dass ich in den Raum gestellt habe, dass ja draussen noch ein Acker wieder in einen Rasen verwandelt werden müsste. (Der Nachbar fragte en passant, ob es uns passen würde, wenn er demnächst mit einer Fräse unseren gesamten Garten umackern würde. Wir müssen das unbedingt nochmal mit ihm aufnehmen, mein runtergeklappter Unterkiefer und das leicht hilflose Lachen und "Äh, WAS bitte?" war eventuell missverständlich. (Habe ein wenig Hemmungen, über die Feiertage wegzufahren, wer weiss, ob unser Haus noch steht, wenn wir wiederkommen. Andererseits werden kirchliche Feiertag sehr strikt eingehalten, es ginge also v.a. um den Samstag....)

Dienstag, April 12, 2022

120422 Mixed Feelings

 Auf der einen Seite: keine so guten Corona-News von der Heimat / Familienfront. Auf der einen Seite die ganze Familie incl des allerallerjüngsten Mitglieds positiv und krank (krank-krank, also machbar, aber auf der anderen Seite sind 4 Leute krank mit zwei davon unter 2, einer davon unter 2 Monaten halt alles andere als spassig), auf der anderen Seite hat sich die Hoffnung, sich vielleicht nicht angesteckt zu haben, zerschlagen und eine der beiden Personen, bei der ich mir die ganze Zeit die allergrössten Sorgen gemacht habe, dass sie sich bloss nicht anstecken, ist nun nicht nur positiv, sondern auch krank. Und zwar ziemlich. Und dann kommt dazu, dass ich natürlich nicht vor Ort bin und schlecht Zwischentöne aus kurzen Telefonaten und Textnachrichten rauslesen kann. Ich habe mit der Hausärztin telefoniert, weiss, wie den Notdienst im Fall holen, aber es fühlt sich nicht gut an. Ich hoffe, die 4 Impfungen tun, was sie sollen. (Und klar, unsere Besuchspläne für Ende der Woche müssen wir umschubsen, das ist so schade, weil ... naja, sie sind ja 2 Jahre ausgefallen).

Auf der anderen Seite: Röntgenkontrolltermin für mein Bein. Das war gut, es ist alles da, wo es sein soll. Man sieht den Bruch noch, das ist aber auch ok, weil ich bin kein Kind mehr (sagt der Arzt), man wird das noch eine Zeitlang sehen. Ich habe nun nicht nur die offizielle Erlaubnis, sondern den dringenden Auftrag, Gewicht aufs Bein zu bringen und die Muskeln wieder aufzubauen. 

Bisschen lustig: 

"Wieviel Gewicht haben Sie bisher so drauf? Wie geht Laufen ohne Krücken?"

"Ah, Eigengewicht des Beins und keine Ahnung, weil Sie haben ja gesagt, ich soll das nicht machen?"

"Ah, ok, da hält sich normal keiner dran"

Der Arzt hat heute also mehr als deutlich gelernt, dass es Patienten gibt, die Compliance-Overachiever sind. (Der Hübsche meint, ich hätte meine Angst "und dann fällt das Bein auseinander" ein wenig arg deutlich gemacht) Was er noch nicht weiss: ich bin ausserdem ein Competition-Overachiever. Ich soll also Gewicht aufs Bein tun, auch mal probieren, wie ohne Krücken geht, und wenn ich 10 MInuten ohne Krücken laufen kann, dann kann ich mit der Thromboseprophylaxe aufhören und wieder autofahren. Ich soll nur nicht drauffallen oder 2m irgendwo runterspringen und in etwa 14 Tagen sollte ich das alles können.

Die ersten Versuche nur auf dem Bein zu stehen mit ohne Krücken waren sehr unheimlich und wackelig, aber erfolgreich. Ein bisschen später bin ich erstmals wieder Treppen (im Haus) zu Fuss und nicht auf dem HIntern rauf und runtergegangen, ich war später mit Q. noch ein bisschen spazieren und das waren mehr als 10 Minuten ohne Krücken (naja, nicht besonders weit, aber er hat ja Zeit angegeben)

Was mich noch ein wenig bedrückt: ich kann das Knie nicht richtig biegen. Schon bei über 90Grad tut es erstens weh und zweitens blockiert es irgendwie. Der Arzt meinte, ich sollte doch vor der Physiotherapie in Zukunft Schmerzmittel nehmen und das macht  mich etwas nervös.

Aber hey, ich bin die Schiene UND die Krücken los! Yay!

Ausserdem habe ich jetzt Zugriff auf all meine Kniebilder.

So sah das vor 5 Wochen im MRI aus. Das weisse im Roten gehört da nicht hin (und es gibt noch viel mehr weisse Risse in alle Richtungen)



So sah es heute morgen im Röntgen aus mit meinen mittelalten Knochen


So, ab morgen dann wieder arbeiten am Schriebtisch wie so ein zivilisierter Mensch :-)

Montag, April 11, 2022

110422 Ferien oder so

Osterferien: Q. hat gestern bis 2.29h sein neues Legoset fertig gebaut. Es sind ja Ferien und so musste niemand (der Kinder, ich hatte natürlich Physio für um 8 ausgemacht) irgendwo sein und das Jungvolk ist erst gegen Mittag aus den Federn gekrochen.

Bein: Ich hoffe schwer, dass ich morgen die Schiene loswerde, ich glaube (hoffe?), dass die Schmerzen, von denen ich in der Nacht regelmässig wach werde, davon kommen, dass das Bein so unnatürlich still liegt.

Garten / Zaun: Übers Wochenende stand ein Minibagger auf unserem Rasen, der ist jetzt weg. Stattdessen steht ein Radlader quer in unserem Zugang, halb auf den Steinen, halb im Beet. Die Betonfundamente für den Zaun sind gegossen,  Kommentar des Nachbarn: "Wir werden wohl beide einen neuen Rasen brauchen." Wenn ich vom Balkon runterschaue, sehe ich das nicht so, bei ihnen liegt ein bisschen Erde auf dem Rollrasen, die Hälfte unserer Wiese ist Acker, gemischt mit Kies (woher kam der denn?) und Beton..ich vermeide jetzt einfach, in den Garten zu schauen (Und werde NIE WIEDER irgendeiner solchen Gemeinschaftsaktion nur um des lieben Friedens willen zustimmen).


HR-Tool: habe ich erwähnt, dass das das Tool ist, von dessen Header ich seit ein paar Jahren runterlächle? Heute habe ich das Problem mit Hilfe von HR direkt gelöst. Angeblich muss man gar nix ändern, wenn sich nix geändert hat, sondern nur auf "Bestätigen" drücken. Allerdings sehe ich weder, was ich bestätige, noch habe ich einen "Bestätigen" Button. Gelöst wurde das Ganze nun sehr erstaunlich: es gibt eine Funktion, die heisst: "Nicht abgeschlossene Tasks löschen". Jetzt sieht alles wieder tippitoppi aus, auch im Backend. (WTF?)

Gnarf: Ich war zwar erst im Dezember zur Kontrolle (incl Biopsie und Mammographie und alles) im Brustzentrum, allerdings habe ich zwei neue Knubbelchen auf der Seite, wo mir 2018 schon der Knubbel entfernt wurde. Ich gehe fest davon aus, dass es wieder nur Fibroadenome sind, aber weil man ja nie weiss und das richtig ist, habe ich nächsten Dienstag also einen Termin im Brustzentrum dafür. Ich gehe davon aus, dass wieder biopsiert wird und das entsprechend unangenehm wird. Hilft ja nix. (Ich suche ja immer nach was positivem: immerhin ist es diesmal nah am Rand, also würde dann nicht so weit gebohrt und gestochert. Yay.)

Daumendrücken: der ferngebuchte Covidtest (nicht für mich) für gestern war negativ, wird am Mittwoch wiederholt. Keine Symptome soweit, das ist gut. Auf der anderen Seite: nicht so toll, sie tun mir so leid! Ich erinnere mich noch zu gut, wie wir alle vier hier Grippe hatten und da waren die Jungs schon deutlich grösser :-/



Sonntag, April 10, 2022

100422 Ferienstart

 Das war eine recht unruhige Nacht, zwar war der Sturm vorbei, aber erstes war Q. noch lang bei den Pfadis, aber auch wenn ich mir keine Sorgen mache, schlafe ich doch ruhiger, wenn er daheim ist. Und das geht halt ein bisschen, wenn wir "spätestens um eins" ausmachen. (Es gibt die üblichen Missverständnisse, ob das heisst, um eins loslaufen oder um eins daheimsein, ist aber an sich egal.). Ausserdem wurde um 1.02h draussen für etwa eine halbe Stunde lautstark rumgegrölt und Musik gemacht (nicht Q., dessen Stimme hätte ich erkannt), das war sehr nervig. Während der Hübsche nur wach wurde und sich an seine Jugend ("Ach, wir waren auch laut") erinnerte, habe ich überlegt, wie man genau die Polizei bei Ruhestörung holt. Bei der Wache anrufen? Kantonalpolizei? Regionalpolizei? Notruf (wohl eher nicht, ich meine, ich war schon sehr genervt, aber ein Notfall war es sicher nicht). Das und dass es ja sicher eine Zeitlang gehen würde, bis die da wären und wer weiss, ob die Gröler dann nicht schon weg wären und dann weckt uns die Polizei oder was? liessen mich dann zähneknirschend irgendwann wieder einschlafen. Morgens dann übliches Katzengezeter, aber alles in allem ausschlafen. Für alle bis auf Q., der um 9:12h aus dem Bett schoss, weil "verschlafen, wir wollten uns schon um viertel vor neun treffen zum weiterbasteln" und weg war.

Ich habe mich mit dem Gartenacker ein bisschen arrangiert und wir haben schon einen Beschluss gefasst, was wir dann dort anpflanzen werden, um die Bienen für den Verlust der Hecke zu entschädigen: kein Staudenbeet, kein Hochbeet, sondern Gras bis zum Zaun und direkt am Zaun drei Blauregen, die wir dann mit Rankhilfen hochziehen. Das wird sehr schön! (Ach ja, keine Tipps, nech, wenn Sie aber davon überzeugt sind, dass ich doof bin, mir keine Gedanken gemacht habe und ohne Ihren Tipp nicht weiterleben kann, dann bitte gern an die dafür eingerichtete Emailadresse tippsfuerfraubruellen@gmail.com).

L. hat sich gewünscht, dass seine Haare wieder geschnitten werden. Er hatte die letzte Runde ja ausgesetzt und eine echt dicke Wolle auf dem Kopf gehabt. Sehr süss der Kommentar: "Ich mag das schon, wie der Papi die Haare schneidet, direkt danach sieht es meist noch nicht so toll aus, aber nach ein, zwei Wochen ist es super. Deshalb gern heute am Ferienanfang". Ich finde übrigens, dass es auch direkt jetzt schon super aussieht.

Ich hingegen habe eine richtige Kackfrisur: ich habe mir das Bein ja ein paar Tage vor dem geplanten Friseurbesuch im üblichen Rhythmus gebrochen, seitdem war ich natürlich nicht (Autofahren, Friseurladen im UG mit Treppe, dann hat sich meine Friseurin selbstständig gemacht) und so habe ich nicht nur zu langes Deckhaar, auch an den Seiten wuchert und wuschelt es, der Ansatz ist beachtlich und ich bin wie gelähmt, was dagegen zu unternehmen. (Naja, nicht ganz, wenn ich am Dienstag grünes Licht für alles bekomme, mache ich einen Termin im neuen Laden der Friseurin aus, suche mir eine Farbe aus meinem Arsenal und dann is der Kas bissn).

Bisschen enttäuschend: ich habe heute ausprobiert: ich KANN mein Bein gar nicht weiter als 90Grad biegen. Es tut weh und blockiert und fühlt sich sehr, sehr unangenehm an. Meine grosse Sorge ist ja, dass ich beim ersten Mal Bein belasten ohne Krücken einfach umfalle.

Sonst so: gestern abend noch sehr grosse Aufregung, Corona ist in unserer Familie da angekommen, wo wir es am allerwenigsten wollten: bei den ganz kleinen und damit auch in der Nähe der ältesten Generation. Hmpf. Bisher alles im Rahmen, aber hmpf.

Der skurrilste Auswuchs der Massnahmenlockerungsgegner (neben dem allgemeinen Gleichsetzen von Menschen, die keine Maske mehr tragen, wo nicht vorgeschrieben mit Coronaleugnern) ist mir heute über den Weg gelaufen: Man mokiert sich über Menschen, die an Covid erkrankt sind und den Verlauf als erträglich oder nicht so schlimm oder "naja, wie eine fiese Erkältung halt" beschreiben, weil damit würde man die Menschen, die sich immer noch schützen als Hysteriker hinstellen. Spürt ihr euch eigentlich noch? (Abgesehen davon frage ich moch sowieso, was die Leute unter "einer fiesen Erklältung" oder "nur einer Grippe" verstehen. Eine fiese Erkältung mit Nebenhöhlenentzündung legt mich zumindest für mindestens eine Woche flach und Grippe wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht.)

Den allerdoofsten Tag hatte übrigens Jonny, der stand mittags auf dem Fensterbrett, mit ein paar hellfarbigen Fellflusen ums Maul und sehr gerupftem eigenen Fell, einem total sabberigen Kopf, Bürstenschwanz und sehr aufgelöst. Offensichtlich ist er in einen richtigen Kampf geraten, der Arme. Verletzt ist er übrigens nicht, bis auf den Stolz, aber er hat sich trotzdem nach ausgiebigem Streicheln und Trösten in Q.s Bett verkrümelt und ward nicht mehr gesehen.


Samstag, April 09, 2022

090422 Moralisches Dilemma

Ich bin in einem moralischen Dilemma wegen eines Zauns und das kam so:

wir wohnen in einem Reihenhaus, zur einen Seite ist der Garten mit einem total unspektakulären dunkelgrünen Drahtzaun abgetrennt, zur anderen Seite mit einer Kirschlorbeerhecke. Ich fand die nie besonders schön, aber auch nicht hässlich, sie blüht im Sommer unspektakulär, sie zieht Unmengen Bienen und INsekten an, es nisten Vögel drin, sie braucht keine Pflege ausser einmal im Jahr schneiden (ok, das macht der Hübsche und er hasst es).

Die Nachbarn auf der anderen Heckenseite kamen nun Ende letzten Jahres auf uns zu mit dem Vorschlag, die Hecke rauszumachen und einen Zaun reinzumachen, weil ... keine Ahnung.

Wir haben das erst mal mit mhmhm, wir denken mal drüber nach, versucht auszusitzen, aber das hat nicht funktioniert.

Sie wollten unbedingt diesen Zaun. 

Mein/Unser Dilemma: wir haben kein Problem mit der Hecke, wir hätten kein Problem mit dem Zaun (für die Bienen würde ich davor ein Beet anlegen, das wäre noch hübscher als die Hecke), aber wir haben weder Zeit, noch Lust, noch überschüssige Energie, um die Hecke rauszumachen und den Zaun reinzumachen. Und all den Dreck und das Geschiss dazwischen.

Dazu: wenn WIR unbedingt etwas neu haben wollen würden, würden wir das voll und ganz outsourcen und uns mit nix befassen müssen. 

Unsere Nachbarn ticken ganz anders, da wird alles selbst gemacht, mit übers Wochenende von der Arbeit ausgeliehenen Maschinen, mit Freunden und Verwandten, die Abende und Wochenenden da gemeinsam graben, betonieren, plattieren, was weiss ich.

Wir haben uns also drauf geeinigt, dass wir das mit dem Zaun machen, das Material wurde besorgt, wir haben unseren Anteil bezahlt, der Hübsche hat schon mitgeteilt, dass er kein Heimwerker ist (von mir wird das gar nicht erwartet und ausnahmsweise halte ich hier schön die Klappe zum Thema Geschlechtergerechtigkeit, ausserdem habe ich ja noch Bein) und auch keinen Urlaub nehmen kann und am Wochenende auch praktisch nie Zeit hat.

Eigentlich war der Plan, am ersten Aprilwochenende loszulegen. Das ist irgendwie nicht passiert und irrationalerweise dachte ich: "Ach, schau, das wird jetzt doch nicht gemacht".

Tja. Heute morgen fuhr der Minibagger vor, dann wurde bei uns geläutet und angekündigt, dass es jetzt losginge, und dass man auch zu uns in den Garten kommen würde und "das wird dann schon scheussich aussehen, aber bald wieder gut"

Mittlerweile ist die Hecke weg, der Minibagger wurde quer durch unseren Garten gefahren (ich bin vielleicht ein bisschen picky, aber hm, es sieht so aus, als ob er NUR durch unseren Garten gefahren wäre und gar nicht durch den der Nachbarn.), im besten Fall liegt sehr viel Erde auf unserem Rasen, so dass man das Gras grad gar nicht mehr sieht, im schlechtesten Fall ist der Rasen jetzt halt einfach nur noch Acker.

Es ist ungefähr genauso, wie ich mir vorgestellt habe, dass es wäre, wenn ich mir zwischendrin dachte, dass die Hecke gar nicht mal sooooo schön ist, und dann sah sie gar nicht so übel aus, weil: wie schön kann ein Zaun sein, dass er wochenlang so viel Dreck anstatt eines astreinen Gartens, der genau seinen Zweck erfüllt und keine Maintenance braucht, wert ist?

Naja. Jetzt ist es also so, dass der Nachbar und seine Verwandten / Freunde / Kolllegen draussen werkelt (man muss dazusagen: sie machen die Hecke weg, die das ganze Nachbarsgrundstück umschliessst, nur eine Kantenlänge teilen wir uns), und wir .... helfen nicht mit.

In mir streiten sich zwei Stimmen, die eine sagt: "Das wird auch Euer Zaun, man kann andern Leuten nicht beim Arbeiten zuschauen, helft gefälligst mit!", die andere sagt: "Wir wollten den Zaun eh nicht, die Hecke war astrein, wenn sie den Zaun unbedingt wollen, sollen sie ihn machen, aber ich werde mir nicht die Wochenenden und Abende mit schwerer Arbeit um die Ohren schlagen, bei der ich eh nur rumstümpere."

Naja, ich selber komme eh nicht in die Verlegenheit, weil Bein (und Frau :-/), der Hübsche hat ganz offensichtlich keine erste Stimme.

Sonst so:

erstes Ferienwochenende, wie grossartig!

Der Hübsche, L. und ich sind zum Frühstücken zum Fünfschilling gegangen, das haben wir ewig nicht gemacht. Sehr praktisch: mir ist die Rührei-Portion zu gross, L. die Waffelportion zu klein und er mag Rührei sehr. Win-Win.

Ich habe mir diesmal geschworen, auf jeden Fall ein Stück Torte für den Nachmittag mitzunehmen, auch wenn ich mir nach dem Frühstück nicht vorstellen kann, jemals wieder was zu essen. Die Tortenauswahl ist legendär (also: rein optisch, ich habe sie in dne 20 Jahren hier noch NIE probiert, weil immer schon so satt.) Heute also: ein Joghurttörtchen für mich und ein Stück Prinzregententorte für L. Meins war schon mal sehr lecker!

Im Bauernladen den ersten Spargel eingekauft, dazu einen Kanister Apfelsaft für L., der da viele Unterschiede schmeckt und der vom Fünfschilling ist der Beste. Oke. 

Q. hat, als er gestern hörte, dass wir auswärts frühstücken und er nicht mitkann wegen Pfadi, beschlossen, dass er dann halt daheim Waffeln ist. Und sich Waffelteig gemacht. Wann ist das passiert?

Wieder zurück haben wir über den umgegrabenen Garten geweint zwei der drei grossen Parmesanblöcke in handliche Stücke geteilt und die einzeln vakuumiert. Zusammen mit kleinen Flaschen unserer 7.5L Olivenöl werden wir die bei den nächsten Besuchen als Gastgeschenk mitbringen (und natürlich selber verspeisen, aber 2.5kg Parmesan in 180 Tagen wird sportlich).

Es gab noch einen kleinen Zwischenfall mit Maus und Katzen. Endete mittelgut (mit keiner Maus im Haus, aber draussen von der anderen Katze wieder gefangen. Maus unglücklich, erste Katze unglücklich, zweite Katze sehr happy)

So war das heute.

Freitag, April 08, 2022

080422 Friyay

Das war tatsächlich eine Nacht, wie ich sie mag: Sturm, Regen, ich warm verpackt mit kaltem Gesicht, das immer mal wieder von Regen bespritzelt wird. Schön!

Es regnete den ganzen Tag weiter (L. war not amused, dass ich auf einer Jacke dabei bestand, die Katzen waren not amused über Dusche von oben, Sansa brachte mal wieder einen Regenwurm als blinden Passagier in ihrem Fell mit, den sie dann angewidert rausputzte). Aber eben: die Natur brauchts. Nehme ich an. Unsere Kirschen- und Nektarinenernte vom Balkon sehe ich trotzdem mit einigen Fragezeichen versehen, weil: als die Blüten aufgingen, kam der Frost und der Schnee, wir haben die Bäumchen reingeholt. Jetzt ist es wieder warm, aber platschnass, da kommen auch keine Bienen (Bitte keine Tipps zum Selbstbestäuben, ich habe die Ästchen mit den Blüten geschüttelt, das, was ich mit Tomatenblüten auch immer mache, das ist genau der maximale Servicelevel, die Obst/Gemüsepflanzen von mir bekommen. Und Wasser halt.)

Die Kinder haben heute den letzten Schultag vor den Frühlingsferien, beide mit einem bzw zwei Tests, da wird wirklich gepowert bis zum Schluss. Das kenne ich aus meiner Schulzeit nicht so :-). Sie haben sich die Erholung wirklich mehr als verdient!

Q. wird heute abend fürs Wochenende direkt wieder zu den Pfadfindern verschwinden, sie basteln fürs Pfila. Das ist wirklich eine Hausnummer an Zeit, die da, ich möchte nicht sagen, draufgeht, sondern "investiert" wird. Ich bin sehr froh, dass Q. das so Spass macht!

Für mich ungewohnt: Familienpläne ohne Q. machen, und zwar nicht, weil er keine Lust hat, sondern halt andere Prioritäten. Ich möchte endlich mal wieder frühstücken gehen, allerdings geht das Basteln um 10 los, also: Frühstücken zu dritt. Genauso letztendlich mit dem Osterurlaub "daheim". So ist das wohl, wenn Kinder gross werden :-).

Sonst: normaler Freitag = Arbeit, der Hübsche macht den Wocheneinkauf (diesmal mit Ostergedöns) allein, weil Bein, Pizzaabend (mit Q., Basteln geht erst danach los.)


Noch eine Bemerkung (Anlass: natürlich Twitter, was sonst :-), heute war aber nur der Auslöser):

Ein Spruch, der mich unglaublich wütend macht resigniert den Kopf schütteln lässt, ist: "Kleine Kinder, kleine Sorgen, grosse Kinder, grosse Sorgen". Was ein Quatsch! Klar kann man mit grossen Kindern grosse und sogar grössere Sorgen haben als mit kleinen. Aber: der Spruch an sich ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die mit kleinen Kindern wirklich grosse Sorgen gehabt haben. Ich zB weiss, dass es Familien gibt, die mit kleinen Kindern deutlich grössere Sorgen als wir gehabt haben und trotzdem: wenn ich davon ausgehen müsste, dass die Sorgen, die wir zB rund um L.s Herzprobleme hatten, nur "kleine Sorgen" sind im Vergleich zu dem, was noch kommt, da könnte ich tatsächlich einfach grad aufgeben (und nein, ich lebe nicht auf meiner rosa Zuckerwattenwolke und denke, dass mir und uns nichts Schreckliches mehr passieren kann). Vllt mal kurz nachdenken und sich bewusst machen, dass andere Leute vllt mit kleinen Kindern grössere Probleme hatten als Schlafen, Essen, Bäuerchen, Stillen oder Fläschchen, Brei ab wann, BLW oder Brei, windelfrei, Stoffwindeln oder Wegwerfwindeln? Hm? Und dann einfach mal nicht das eigene Empfinden damit rechtfertigen, indem man die Erfahrungen anderer Leute abwertet? Reicht doch, wenn es einem selber schlecht geht, wird doch nicht besser dadurch, dass man behauptet, es ginge einem schlechter als anderen? Danke.

(Der Spruch ist genauso scheisse wie "Wer weiss, wofür es gut ist". Weil: es gibt genug Dinge, die sind einfach unglaublich scheiss und ungerecht und schrecklich und für NIX gut.)


So. Wochenende.


Donnerstag, April 07, 2022

070422 Trüber Tag

 Heizkissencontent: heute auch mit Heizdecke im Bett sehr gut geschlafen. Könnte aber auch daran liegen, dass der Hübsche wieder da ist.

Der Hübsche ist wieder da, das ist sehr schön. Wir sind mittelgespannt, wie sich 3 Tage Messe mit 20 000 Menschen ohne Maske etc auswirken. Bisher: nicht.

L. hatte gestern die Idee, wir könnten den Hübschen ja vom Flughafen abholen. Mein Verweis auf 1. ich kann noch nicht Autofahren, 2. der Hübsche ist gar nicht mit dem Flugzeug unterwegs, überzeugte, allerdings hatte er dann den Plan, ihn am Bahnhof abzuholen.

Ich fand das eine sehr schöne Idee (U-Abo ftw!), allerdings dachte L. bei "Bahnhof" an den im Nachbarstädtchen, nicht den Basler SBB, wo der Hübsche mit dem TGV ankommen würde. Als erstes Mal allein zum grossen Bahnhof, mitten im Pendlerverkehr, war ihm dann doch ein wenig unheimlich. Im Nachhinein war es gut, weil: der Hübsche hatte genau NULL Minuten zum Umsteigen, er raste also mit Gepäck vom französischen Ende zum Regional-S-Bahn-Ende (und hat die S-Bahn auch noch verpasst). Das wäre ein bisschen arg schwierig gewesen, das mit L. fernzukoordinieren.

Heute mal wieder Physio, ich habe das Gewicht für die Kniemanschette beim Beintraining verdoppelt bekommen auf unglaublich 2kg. Mühsam trainiert das Steckerlbein. Ich fiebere auf Dienstag hin und habe so ein bisschen Angst, dass mir das dünne Beinchen einfach umknickt, wenn ich mich da mit der Hälfte oder dem ganzen Gewicht wieder draufstelle. Bin übrigens enttäuscht, dass sich trotz Krücken und Treppen rauf- und runter auf dem Hintern die Arm- und Oberkörpermuskeln nicht äquivalent zu den schrumpfenden Beinmuskeln vermehrt haben.

Neben Arbeit (ich hatte die Wahl entweder lang zu machen oder morgen früh um sechs mich in ein Townhall-Meeting einzuwählen, das kommt davon, wenn man US-Westküste, Mitteleuropa UND Asien unter einen Hut bekommen muss) habe ich heute lustig Amazon-Pakete verfolgt. Ich habe Nachschub an Microgreen-Samen bestellt. Ich nutze ja seit fast zwei Jahren (?) meine 2 Grow-Grow-Nuts durchgehend. Die Samenpäckchen dort sind mir aber zu teuer und die Auswahl zu beschränkt. Ich hatte schon eine grosse Portion zwischendrin bestellt (Rucola, Kresse, verschiedene Rettichsprossen, Radieschen, Raps, etc), allerdings hat der Hauptanbieter auf Amazon nur eine limitierte Auswahl, die er in die Schweiz schickt. Jetzt an Ostern werde ich bei meiner Mum also Koriander, Dill, Sellerie, Fenchel, Blutampfer, Basilikum, Pack Choi, Amaranth etc und lauter Rettichsorten mit lustigen Namen (Michelangelo, Vulcano etc) abholen. Da freue ich mich schon sehr drauf. (Ach ja, dieser Superökosamenversender hat 15 (?) normale Samentütchen in 6 Pakete verteilt. Zwei davon sind verspätet, 1 davon beschädigt und deshalb retourniert (ich stelle mir vor, wie auf der Strecke des Paketautos nun Michelangelo-Rettich und Blutampfer wachsen). Muss man auch mal schaffen.

Draussen ist es heute regnerisch und stürmisch, aber wieder lauwarm. Die Katzen kamen immer wieder nass und mit lustigen Windstossfrisuren zurück ins Haus. Und mit dreckigen Füssen.

Gegessen:

Honigbrot

Spaghetti mit geschmorten Kirschtomaten

Blätterteigtaschen mit Spinatblauschimmelkäse-, Süsskartoffel-Oliven-Paprika-, Kartoffel-Vegihack-Füllung und viel Salat


Gesehen: "Modern Love" und "The office"

Gelesen: "Das Ende des Spiels" (ich habe mit grosser Freude festgestellt, dass es noch zwei "neue" Bände der finnischen Krimireihe um Maria Kallio gibt, die ich noch nicht kenne. Ich kann die Reihe wirklich nur empfehlen, der erste Band ist ziemlich langweilig, aber danach wird es immer besser.)

Mittwoch, April 06, 2022

060422 Fensterrantnern

 Oke, es wurde mehr Heizkissencontent gewünscht, so here we go: ich bin ja erst seit Weihnachten stolze Besitzerin eines Heizkissens (eigentlich für den Bürostuhl), grosser Fan, allerdings hatte ich das (im Winter) gern auf die heisseste Stufe gestellt und fand das gar nicht soooo heiss Ich war also nicht ganz sicher, ob es meinen Anforderungen / Gewohnheiten für Wärmflaschen im Bett genügen würde, dort nehme ich nämlich kochendes Wasser (keine Hinweise und Tipps, danke.).

Umso überraschter war ich, dass das Heizkissen im Bett dann auf zweiter von drei Stufen schon fast unangenehm warm war, und ich mich sozusagen langsam dünstete auf Stufe 1 und erstaunlich schlecht geschlafen habe. Das kann natürlich auch damit zusammenhängen, dass ich es gestern schon WIEDER übertrieben habe mit Beintraining (Therabänder haben offensichtlich ein Ablaufdatum. Das, das ich gestern verwendet habe, ist mir praktisch zwischen den Fingern auseinander gebröselt, ich habe jetzt noch zwei Stücke, die man verwenden kann, und insgesamt 8-10 Stückchen weggeschmissen. Das war noch nicht soooo alt, sondern haben wir als Treuegeschenk tralalala vor 2, 3 Jahren von der Krankenkasse bekommen. Vllt war es vorher schon alt.) und mitten in der Nacht mit schneidenden Knieschmerzen aufgewacht bin. Das, respektive das Umdrehen etc hat dazu geführt, dass Sansa, die vorher mit den Füssen warm in meinen Haaren eingekuschelt auf meinem Kopf stand und zum Fenster rausschaute, sich anstatt auf meine Stirn lieber auf meinen Hals stellte. Und ja, ich hätte sie ungern auf der Stirn stehen gehabt und 2 Kilo sind nicht sooooo schwer, aber entspannt atmen ist anders. Also: nicht alles nur Schuld des Heizkissens.

Ich werde den nächsten Einsatz wohl eher vertagen, ich bin ja eigentlich im Prinzip recht schmerzbefreit, was Schlaftemperaturen angeht. Ich schlafe IMMER direkt unter einem offenen Fenster, meine Decke ist eine alte Tchibo-Sommerdecke, wenn es kalt ist, nehme ich noch eine Fleecedecke drüber. Wenn es ganz eisig ist, setze ich eine Mütze auf und hole mir eine Wärmflasche, aber normal rolle ich mich einfach ein und mag das sehr gern so. Aktuell kann ich mich ja nicht (ganz) einrollen, weil eben: Bein, deshalb ist besonders dieses eine kaputte Bein RICHTIG kalt und freut sich über Wollsocken und halt auch eine Wärmflasche. Heizkissen: weiss noch nicht.


Sonst: nicht so viel zu vermelden.

Der Hübsche kommt heute wieder heim, ich freue mich sehr darauf!

Unsere Kuh (aka: 2.5kg Parmesan in 3 Alterungsstufen und Portionen) von Crowdfarming kam, ich werde den und den Riesenblock vom Schafskäse, der noch da ist, demnächst aus den Vakuumpacks nehmen, portionieren und wieder einvakuumieren (ich habe das Vakuumdingsi lang nicht mehr benutzt!) und damit hoffentlich dafür sorgen, dass er mir nicht vertrocknet oder schlecht wird, bevor er aufgegessen ist. Und ein bisschen was an Freunde / Familie verteilen. Zusammen mit Portiönchen des adoptierten Olivenöls. 

Damit ist für uns die Erntesaison erstmal vorbei, bis im Oktober die Mangos und Avocados wieder kommen. Ich finde das sehr schön, wie sich das etabliert hat.


Gerantnert habe ich zweimal heute:

1. Das HR-Tool (übrigens das, dessen Header mein Gesicht ziert, von dem berüchtigten Fotoshooting vor ein paar Jahren.... wenn ich mir EIN System hätte aussuchen können, mit dem ich nicht in Verbindung gebracht werden möchte, dann wäre es das gewesen): ich habe natürlich Anworten auf allen Kanälen dazu bekommen, allerdings nicht hilfreich, weil nochmal dieselbe Anleitung, und das Angebot, mir via Sreensharing zu helfen. Weil meine grosse Angst ja immer ist, dass ich mich als Boomer-Depp mit ohne Ahnung von IT oute, habe ich also alles nochmal probiert, geht aber immer noch nicht, deshalb morgen Screensharing-Support. Juhu. (Ich habe ausserdem mitbekommen, dass ALLE Kollegen diese Aufgabe bekommen haben, keiner kann die Daten korrekt ausfüllen, ich scheine die einzige zu sein, die das rückmeldet. Naja. Wenn sie mir helfen können, werde ich fröhlich alle meine Kollegen auch dorthin schicken und vielleicht machen sie sich das nächste Mal vorher Gedanken, bevor sie Aufgaben an zigtausend Leute rausschicken. Wer weiss.)

2. UPC/Sunrise: ich habe die letzten Tage mehrere Anrufe von verschiedenen nicht zurückverfolgbaren Mobilnummern (das ist eine so ätzende Unart in der Schweiz, dass Callcenter eben so Fakenummer nutzen) angerufen von Menschen, die sich als Mitarbeiter von UPC/Sunrise vorstellen und "mit mir über meinen Internet- und Mobilfunkanbieter sprechen wollen". Ich frage dann immer, woher sie die Nummer haben ("Aus unserer Datenbank") und ob sie wissen, dass sie sich strafbar machen, wenn sie bei mir anrufen, weil ich meine Nummer auf der Robinsonliste eingetragen habe. Je nachdem legen sie dann kommentarlos auf oder versuchen zu diskutieren, dass sie ja nur ganz kurz mit mir reden wollen. Heute habe ich mal UPC/Sunrise auf Twitter kontaktiert und das war ein bisschen lustig, sie wollen nämlich meine Kontaktdaten, um das zu überprüfen. Ich habe stattdessen eine Beschwerde beim SECO eingereicht (bringt vermutlich nix, weil man dort nur die anrufenden Nummern melden kann). 

Wird Zeit, dass der Hübsche wieder da ist und ich mit Erwachsenen sprechen kann, die keine Beschwerdestelle sind.