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Freitag, Mai 31, 2019

310519: Besuch, Besuch!

L. und ich sind heute morgen früh aufgestanden, nochmal zwei Stühle abholen fahren. Lief alles super und wenn nur zwei Leute und zwei Stühle im Auto sind, bekommt man auch den Kofferraum zu. (Und vielleicht noch zwei Stühle rein, aber dann geht das mit dem Zoll nicht mehr, es ist kompliziert.).
Dann gemütliches Frühstück mit Besuch, (hoch)sommerliche Temperaturen, ein Bummeltrip in die Stadt (das war mal wieder schön! Q. wurde mit einem Rituals-Shampoo glücklich, L. mit einem Set zusammensteckbarer Strohhalme von Flying Tiger. Damit hat er ungefähr 17 Liter getrunken, auf sehr verschlungenen Wegen.), mit sehr gutem, sehr teurem Eis, Aperol Spritz am Rheinufer und 16000 Schritten. Schön war das!
Daheim gab es dann jede Menge Spargel, Drillinge, Vinaigrette und Weisswein und die Kinder spielten mit den zwei Stuhlkartons (der Hübsche und Q. hatten die letzten beiden noch geholt und so haben wir jetzt 6 zusammenpassende Esszimmerstühle), bis alle verschwitzt, voller Grasflecken und nassgeduscht waren.
Wir werden langsam (ganz langsam) cooler, was die Katzen angeht, ich war nahezu fast ansatzweise ein bisschen unbesorgt, als Sansa den ganzen Tag von 8:17 - 18:23h nicht zu Hause war, nicht mal, um zu trinken oder so. Sie hatte das Fell voller Dornen und getrocknetem Schlamm und einen Riesenhunger, als sie antrabte. Jonny kam btw, als wir vom Bus nach Hause kamen und die Katzen riefen und begleitete uns wie ein kleiner geschmeidiger Hund.

Sonst so: eine Art Beben erschüttert mein Blogger-Universum und egal, was es bedeutet, ich finde es sehr, sehr traurig für alle Beteiligten. Eine Zeit, um Twitter abzustellen, es zeigen sehr viele Menschen sehr hässliche Gesichter.


Donnerstag, Mai 30, 2019

300519: Volle Kanne Erholung

Die Katzen können nicht mit dem Feiertag umgehen: Sansa kam wie immer um halb fünf, um mit zartem Krallenhakeln am Augenlid ihre Frühstücksbegleitung einzufordern. Danach war mit Kraulen im Halbschlaf die Welt wieder in Ordnung. Um halb sieben jedoch kam Jonny hochgeschossen, weil "OH MEIN GOTT, SIE HABEN ENTWEDER VERSCHLAFEN ODER SIND ALLE TOT!" und versuchte, mich am Zeigefinger aus dem Bett zu zerren. Ich kam mir ein bisschen schlecht vor, als ich ihn mit der Schüssel Trockenfutter vor die Schlafzimmertür sperrte, und bis halb neun weiterschlief. Ich träumte zwar extrem anstrengend und lebensnah (UND AUF ITALIENISCH!) von der Arbeit, aber trotz allem hat mir das sehr, sehr gut getan!
Der Tag war dann emsig, aber eben mit dem Zeug gefüllt, was ich eigentlich sehr, sehr gerne mache, aber eben vor lauter Arbeitsstress nicht dazu komme und dann blinkt die rote "OMG, das wird jetzt aber wirklich langsam Zeit"-Warnlampe immer heller und schon ist auch das Schöne Stress.
Aber jetzt:
sind verschiedene ausgearbeitete Junggesellinnenabschiedsproposals in die Abstimmungsrunde geschickt (das wird grossartig!)
die Schulwegkostenerstattung bereit für die Abgabe bei der Gemeinde (naja, das mache ich nicht soooooo gern, aber mei, muss halt)
die Kanadaplanung ist nahezu komplett (ich habe die Unterlagen vom Reisebüro mit meinen bisher zusammengestellten Planungen abgeglichen und bin ein bisschen stolz, dass ich die allermeisten Tipps auch schon selber rausgefunden habe, aber jetzt ist wirklich ALLESALLESALLES farb- und iconcodiert in der Google-Mymap abgeglichen, der noch auszudruckende und zu laminierende Kurzfassungskalender ist up to date, alle Wanderwege und Buchungbestätigungen sind auf Google Drive hochgeladen und der Hübsche dachte, ich mache Witze, als ich meinte, ich hätte grad den Picknicktisch für die Pause auf der längsten Fahrtstrecke ausgewählt.

Sonst so:
Die Jungs haben das Auto gewaschen.
Die Katzen gehen die Nachbarn oder deren Katzen besuchen. Also: im Wohnzimmer. Auf em Kratzbaum und im Spieltunnel. Okay.
L. hat für die Veloprüfung geübt.
Wir haben draussen gefrühstückt UND Pizza gegessen (am Abend dann).
Ich habe meine Yoga-Dings gemacht (und gemerkt, dass ich ganz schön Autsch im rechten Hüftgelent (naja, oder halt da oben dran) habe, und es könnte daran liegen, dass ich bei der Arbeit immer auf einem unterschlagenen linken Bein sitze oder das ist der Grund dafür, dass ich das tue. Naja. Oder Alter.
Das war ein guter Tag.

Gegessen:
ein halbes Silsergipfeli und ein Nussbrötli mit Käse (dazu, weil Dekadenz und Vatertag und tralala, ein halbes Glas Sekt Orange)
Kekse
Pizza und Salat, frisch vom Balkon abgeschnitten.

Getragen:
Shorts und T-Shirt

Stresleveldurchschnitt gestern: 9
Selbstbeweihräucherung: Halbwegs die Contenance bewahrt, als ein Besuchskind nach stundenlangem Nasehochziehen (Brauchstdueintaschentuchneingehtschon) auf einmal sein TShirt über die Nase zog und beherzt reinrotzte. Mich hat es so unglaublich gegruselt bei dem Gedanken an den Rotzfladen, der da jetzt auf der Brust trocknet und so anklebt, und dass ich dem Kind schon öfter die Schulter getätschelt und es vielleicht auch mal umarmt habe, und waaaaaaah, Rotz überall.

Mittwoch, Mai 29, 2019

290619 Einleitung für St. Brück*

Ich habe ja relativ spät (also letzte Woche irgendwann) geschnallt, dass heute nur ein halber Arbeitstag ist und vor allem die Kantine schon zu hat. Deshalb haben der Hübsche und ich beide heute einen Homeofficetag eingelegt (Q. auch, er hatte schulfrei, aber zwei Klassenkameraden zum Referaterstellen eingeladen und danach noch sein Geschichtsheft gestaltet), ich habe, weil ja schon mehr als nur für einen halben Tag zu tun war, und einerseits in Italien trotz christlichen Feiertags eine ganz normale Woche mit (hoffentlich) entsprechenden Output ist, andererseits trotz deutlicher Intervention das "Let's talk strategy"-Meeting am Montag (einen halben Tag!) nicht zu verhindern oder wenigstens zu verschieben war, also von halb sieben bis halb eins konzentriert (ununterbrochen durch Anrufe oder Emails, es waren gefühlt schon alle richtig weg) Dokumente reviewed und zumindest einen (virtuellen) Stapel auf Null abgearbeitet (420 Seiten, handschriftlich ausgefüllt. Auf Italienisch. Und ich habe auch im letzten noch Fehler entdeckt :-)). Der Hübsche konnte es zwischendrin nicht glauben, dass die Beschreibung meiner aktuellen Tätigkeit mit "Ich zähle Fässer" gar nicht mal so falsch ist (nicht nur, ich vergleiche auch Handschriften, Zeitintervalle, Anfangszeitpunkte, Endzeitpunkte, Gewichte, Volumina, Unterschriften, Rechnungen, sowas).

Irgendwann kam dann L. aus der Schule, wir waren alle hungrig und fuhren ins Nachbarstädtchen auf der anderen Grenzseite, Esszimmerstühle abholen. Natürlich nicht nur, sondern erst Döner-Essen, Drogerieeinkauf, Reinigung, Halbwocheneinkauf, weil über das Brückenwochenende Besuch kommt, und DANN Stühle abholen.
Sie erinnern sich an die Stühle? Bisher haben wir uns die Möbel da ja immer liefern lassen, bei Sofa und Esstisch ist das anders auch nicht möglich (Naja, schon. Wenn man einen Lieferwagen leihen möchte und tralalala, möchte ich aber nicht). Stühle hingegen.... die kriegt man ja ins Auto. Irgendwie. Der Möbelhausmann hat uns darauf hingewiesen, dass das Möbelhaus auch eine Filiale direkt im Nachbarstädtchen bei uns hat ("Ja, schon immer"), was ich bisher noch NIE gesehen habe (Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich doch nie zu diesen Kompetenzbolzen jwd gefahren!), dort könnten wir die auch abholen. Und er hat sie uns extra in Zweierportionen bestellt, dann können wir immer zwei holen, die sollten locker ins Auto gehen und übersteigen auch nicht den Freibetrag, den man zollfrei mit über die Grenze nehmen darf.
Also, sind wir heute (zu viert, d.h. wir hätten auch vier Stühle mitnehmen können, vom Freibetrag her, vom Platz im Auto halt nicht.) zum Lager gefahren, haben uns erst mal zeigen lassen, wo wir zahlen müssen, erstmal nur die zwei, die wir mitnehmen wollten, wo der Ausfuhrschein herkommt, und sind dann nochmal zum Lager. Dort hat ein freundlicher Mitarbeiter einen Palettrolli geholt, mir wurde ein bisschen schwummrig, weil... im Auto war kein Platz mehr für Sachen, für deren Transport man einen Palettrolli braucht.
Der Mitarbeiter kam hinter dem hochbeladenen Rolli wieder aus dem Lager, es befanden sich DREI riesengrosse Kartons. Ich (Sie erinnern sich? Kernkompetenz "Fässer und Säcke zählen" und Ungereimtheiten ohne Rücksicht auf potentiell verletzte Gefühle des Gegenübers klären? Alles für Compliance?) habe den Mitarbeiter also mit meinem Reviewerblick angeschaut (okay, das ist übertrieben, eigentlich hatte ich eher Angst, dass ein Karton voll mit Kleingedöns zum Selberzambauen ist) und gefragt: "Das sind jetzt also zwei Stühle?"
Der Mitarbeiter schaut auf die Kartons, zuckt die Achseln, und sagt: "Äh, ja?!"
Ich (nicht nachgeben, wenn einem etwas unklar bleibt!): "Zwei Stühle? In drei Kartons?"
Der Mitarbeiter: "Äh, ja. In jedem zwei."
Und dann war wieder alles in Ordnung, weil er hat die gesamte Bestellung aus dem Lager geholt und wenn ich nicht so ein Compliancefreak (und grundehrlicher Mensch) wäre und wir zufällig noch einen Lieferwagen dabei gehabt hätten, hätten wir also sechs Stühle zu Preis von zweien (also: praktisch umsonst, weil wir noch einen Referralgutschein und Mehrwertsteuerzettel hatten) bekommen können. So hat er zwei Kartons wieder zurückgestellt und wir hatten tatsächlich Mühe, auch nur einen Karton ins Auto zu bekommen. Zusammenbauen war dann (ich meine: wir können Ikea-Pax-Schiebetüren mit Flüsterautomatik und automatischer Beleuchtung!) keine Hexerei und so haben wir immerhin 6 Erwachsenenstühle am Esstisch, bald passen auch alle zusammen.

Sonst so:
Gegessen:
Joghurtgranolabeeren
Birnen und Kekse
Döner
FLammkuchen mit Pilzen und SPargel

Getragen:
Verantwortung für den Einkaufswagen!


Gelesen:
420 Seiten auf italienisch
Schwedenkrimi Band 3

Stressleveldurchschnitt gestern: 28
Selbstbeweihräucherung: Ich bin seit heute mittag um eins wirklich bereit für das lange Wochenende.
Und plane keine Italienaktivitäten. (Mein Chef wird eh not amused sein, wenn er aus den Ferien zurückkommt und mein Überstundenkonto auf dem Tisch liegen hat)


*stolen with pride from Kaltmamsell

Dienstag, Mai 28, 2019

280519: Regentag

Morgen schon daheim mit Arbeiten angefangen, dafür ein bisschen später gefahren als sonst (Q. hat Ausnahmestundenplanwoche und deshalb heute einen Zolliausflug und musste auch später aus dem Haus).
Sonst so mein tägliches Brot:
stundenlange Telefonate mit dem italienischen Team (ich würde noch nicht sagen, dass Land in Sicht ist, aber die Farbe des Wassers unter dem Bug verändert sich langsam)
Kleinkram, den ich normalerweise mit einem Lächeln wegerledigen würde, triggert im Moment grimmiges "Boah, und wieso soll ICH das jetzt machen?", also, innerlich. Glücklicherweise bin ich dem totalen Overload ein Stückweit entkommen, so dass es äusserlich (meistens) immer noch nach mit einem (etwas verkrampften) Lächeln weggearbeitet aussieht
Zwischendrin musste ich drüber nachdenken, dass es ein üblicher Mechanismus zu sein scheint, dann mit "Jetzt aber mal Butter bei die Fische"-Strategie-Diskussionen anzufangen, wenn die Hütte brennt. Meiner Meinung nach (aber man sagt mir auch immer, ich müsse endlich mal anfangen, weniger taktisch und mehr strategisch zu denken), ist das der falsche Zeitpunkt. Wenn ein Haus brennt, hole ich Menschen raus (also: wenn ich zB Feuerwehrmann oder auch Feuerwehrchef wäre), lösche ich und schaue, dass zB die Nachbarhäuser nicht abbrennen. Vor dem flammenden Inferno mit dem Hausbesitzer drüber zu sprechen, ob die Rauchmelder die richtigen waren oder wie es sein kann, dass niemand bemerkt hat, dass die Kinder den Wohnzimmerteppich angezündet haben, ist nicht die richtige Diskussion zu diesem Zeitpunkt. Wichtig allemal, sie hätte (und hat meist auch) VORHER stattfinden sollen oder kann passieren, wenn alle erschöpft, aber glücklich, weil nicht allzuviel passiert ist, in Decken gewickelt bei einer Tasse Tee in einer Notunterkunft sitzen. Nun ja.
Präsentation für das Townhall-Meeting fertig gemacht. Mit .gif und Serienreferenz (Sorry, das als Vortragsuntertitel war zu verführerisch.)
Relativ früh Schluss gemacht, weil Q. auf dem Weg vom Zolli zum Bahnhof direkt an meinem Bürofenster (im Bahnhofsbüro, nicht im Turm) vorbeikam und statt mit der Schulklase zurückzufahren bei mir vorbeikam, mir auf einen Kaffee (und einen drittel Batchrecord) Gesellschaft leistete.
Daheim: Wäsche, Katzen, Englischtest unterschreiben, Yoga (ich habe am Rosentagswochenende zweimal ausgesetzt, mir prompt post hoc ergo propter hoc, wie wir Lateiner sagen, beim Haarewaschen einen Nerv im Nacken eingeklemmt, da waren die zwei letzten Einheiten Gold wert!), Abendessen, noch ein bisschen Batchrecordreview, Vorlesen, Bosch, Bett

Gegessen:
Granolajoghurtfrüchte
Quesadilla mit Quornchili, Brokkoli, Karotten, Guacamole
einen Schokokuss mit Q.
eine grosse Schüssel Salat mit gebratenen Pilzen

Gelesen:
Schwedenkrimi Band 3

Getragen:
Das Kleid, von dem ich beim Blick in den Spiegel immer nicht ganz überzeugt bin (ist es nicht ein bisschen tönnchenartig?), aber auf Fotos passts dann wieder. Hm. Dazu sehr schöne Schuhe, so eine Art Tango-pumps in nude Velour, die erst sehr bequem wirken und ich mich dann immer frage, warum ich sie nicht öfter trage, bis ich dann nach einer halben Stunde Laufen das Scheurn und nach einem halben Tag die offenen Blasen an den Ringzehen spüre. Aber schön sind sie schon. 



Stressleveldurchschnitt gestern: 15
Selbstbeweihräucherung: erst ein bisschen bedupft gewesen, weil ich das Gefühl hatte, jemand würde mir unterstellen, meinen Job nicht zu machen und "Ich habe im Moment andere Prioritäten und bin in diese Sache nicht involviert" als Ausrede benutzen. Tatsächlich ist es aber so, dass der Job überhaupt nicht mein Job, sondern sein Job ist. Geschickten Ausweg gefunden: andere Leute in dem Team darauf hingewiesen, dass es anscheinend Diskussionsbedarf gibt (nur halt nicht mit mir), Antworten bekommen, alle happy,

Montag, Mai 27, 2019

270519: Back to normal

Gestern bin ich einigermassen früh ins Bett, habe meiner Leber keine Extraaufgaben mehr zugemutet und so war ich heute wieder fit wie ein Turnschuh! (Bis auf den blauen Fleck am Arm, der am Samstag mit etwas Phantasie zum Kleid passte, jetzt ist er grünlilagelb und nicht sehr kleidsam).

Bei der Arbeit zwei sehr komplementäre Haupt-Tasks heute:

  • einmal en detail Dokumente durchfieseln und Fehler finden
  • und zweimal zum selben Projekt eine 7.5 Minuten-Präsentation erstellen, die "Bitte nicht zu detailliert" sein soll, für ein eigentlich recht technisch interessiertes Publikum, international, an verschiedenen Sites, also mit Videokonferent UND in live mit europäisch UND amerikanisch geprägtem Sinn für Humor und Selbstbewusstsein und Biologics / Chemie und Galenik gemischt. Alle Chemiker im Team haben das schon in epischer Breite (aka 3 30 Minutenvorträge zu dem Thema) von mir gehört, also fahre ich den Formel- und Engineeringlevel ein paar Grad runter, dafür den Bilder- und Wordcloudlevel ein paar Grad hoch. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ein Abschluss-gif rein darf, es ist doch deutlich mehr "Visibility" als im group meeting. Obwohl.... was solls!
Daheim:
  • Betten frisch bezogen
  • Balkonpflanzen gegossen
  • mit Q. über Blutkreislauf gefachsimpelt
  • mit L. über Ringe-Übungen
  • mit dem Hübschen die aktuelle Staffel "Bosch" angefangen, die wir, weil Amazon Prime Video in der Schweiz zwar teuer ist, aber ein total erratisches Angebot hat, in Deutschland runtergeladen haben und jetzt ganz schnell schauen müssen, bevor wer den Flugmodus am Tablet ausstellt
Gegessen:
Honigbrot
Italienische Apero zur Verabschiedung einer Kollegin
Gemüsepizza

Gelesen
Schwedenkrimi Band 3 (Affiliatelink)

Getragen:

Stressleveldurchschnitt gestern: 35
Selbstbeweihräucherung: den Fokus gefunden

Sonntag, Mai 26, 2019

260519: Der Tag nach dem #Rosentag

Ich bin heute unglaublich müde, fusslahm, heiser und, sagen wir so, ich spüre, wie meine Leber arbeitet :-). Das sind die absolut verdienten und jedes Zipperlein werte Nachwehen einer rauschenden Party gestern abend.
Ich hatte untertags nachgeschaut, wann die letzte S-Bahn zu unserem Hotel fährt, aber der Hübsche und ich waren uns sehr einig, dass wir auf gar keinen Fall bis 3:00h wachbleiben würden und ziemlich sicher so vermutlich gegen halb 12 oder so gehen würden. Tja. So ab drei war das Wachbleiben wirklich schwer, da sassen wir nämlich mit einem Haufen (noch viel wacherer und noch viel betrunkenerer) Nachtschwärmer in eben jener S-Bahn und versuchten krampfhaft, die Augen aufzuhalten, damit wir die Haltestelle nicht verpassen.
Um vier ungefähr lag ich immerhin noch abgeschminkt todmüde im Bett, wo ich dann immerhin eine Stunde länger als sonst am Wochenende schlief, aber halb neun ist halt nicht soooooo viel Schlaf.

Ich hätte jedoch keine Sekunde dieses Fests verpassen wollen. Wie immer gibt es sehr viele Menschen, mit denen ich noch gern länger oder überhaupt ausführlich gesprochen hätte, aber ich bin unglaublich froh und dankbar, dabei gewesen zu sein und die Gelegenheut gehabt zu haben, Leute nach langer Zeit wieder oder auch erstmals physisch zu treffen. Es ist schon etwas echt spezielles, wenn Blogger der alten Schule aufeinandertreffen und man ja letztendlich auf  Jahr(zehnt)en geteilter Erinnerungen zurückgreifen kann.

Ich hoffe, den beiden Rosentags-Hauptpersonen hat das Fest so gut gefallen wie mir! (Okay, es legt die Latte für Jubilämsfeiern schon echt hoch :-)).

Sonst so: mit flauem Magen und sehr müde heimgefahren (worden, ich habe die letzten anderthalb Stunden übernommen), Koffer ausgeräumt, Katzensitterschlüssel abgeholt, die Hütedienste für die Sommerferien klar gemacht (das ist so, so grossartig!), einiges über die Elektrik in der Garage gelernt (wenn das Licht dort ausfällt, ist auch Internet und Telefon und Fernseh weg), mit L. die Veloprüfungsrunde zweimal abgefahren, natürlich die Katzen begrüsst, den von meiner Schwiegermutter schon fertig geschälten Schrobenhausener Spargel genossen, den Staubsaugerroboter durchs Haus geschickt, eine halbe tote Maus (also: ganz tot, nur noch halbe Maus) aus dem Garten geklaubt, die Restmengen Grip Powder, die heute morgen beim Duschen nicht ganz rausgegangen sind, in einer ausführlichen Abenddusche ausgewaschen, Arbeitstasche gepackt, ab ins Bett.

Samstag, Mai 25, 2019

250519: Paradiesvogel und Rosentag

Wer hätte das gedacht: Freitagspätnachmittag auf der Autobahn von Basel via Zürich und St Gallen nach Bregenz mit ganz vielen Baustellen ist gar nicht so eine schnelle Lösung und so waren wir dann gestern abend erst nach 22:00h im Münchner Umland angekommen. Immerhin ohne jeden Zwischenfall und recht entspannt (grosse Kinder in einem grossen Auto mit allen Annehmlichkeiten für Fahrer und Mitfahrer ist ja schon ungefähr das entspannteste was es gibt).
Die Kinder waren todmüde und verschwanden direkt ins Bett, wir haben mit meiner Schwiegermutter noch im netten Cafe nebenan, wo wir immer schon mal frühstücken wollten, aber wir haben immer zu spät an Reservieren gedacht, einen Cocktail auf den Start in ein glamouröses Wochenende getrunken.
Beim Schlafengehen der grosse Schreck (ok, ich sags vorneweg: es war spät, mein Nervenkostüm ist im Moment sehr dünn und wir beide sind bei den Katzen wirklich alles andere als cool): uns fiel siedendheiss ein, dass wir Jon und Sansa die Halsbänder beim Reinkommen abgenommen hatten und den Nachbarn nicht gesagt, dass sie sie ihnen wieder dranmachen sollen, bevor sie sie rauslassen.
Ein letzter Rest Vernunft ist mir aber schon noch geblieben und so habe ich nicht um halb eins dort angerufen, sondern nur eine Whatsapp Nachricht geschrieben (eventuell EEEEEEEETWAS detailliert, mit in welcher Schublade sind die Bändel, Anleitungsvideo, wie man das Hightech-Halsband von Jonny schliesst und so).
Heute morgen dann haben wir gesehen, dass es anscheinend Menschen gibt, die nicht als allererstes morgens ihre Handynachrichten checken, sondern erstmal aufstehen und die Nachbarskatzen füttern und rauslassen und heute (also: jetzt, fragen Sie mich heute abend nochmal) finde ich es auch gar nicht mehr soooo dramatisch, dass die beiden mal einen Tag "nackt" unterwegs sind.
Morgen früh werden sie wieder ordentlich bekleidet :-).
Apropos Bekleidung: der Dresscode für heute abend ist ja "Paradiesvogel" und der Hübsche und ich nehmen das natürlich sehr ernst. Dementsprechend, falls Sie heute am Nachmittag in der S4 zwei Menschen in voller Ballgarderobe mit Glitzer und Schleppe (klein) und Tralalala (und einer Stofftasche voller schicker Schuhe, die man für den langen Weg bis in die Stadt dort schützt und stattdessen mit pinken Chucks an den Füssen) sehen: das gehört so. Codewort: #Rosentag.

Habe ich erwähnt, dass ich aufgeregt bin? (Der Hübsche und ich haben gestern auf der Autobahn noch unsere Story für den Videodreh vor Ort geübt und .... naja, wir müssen da nochmal ran. Es ist ein bisschen arg ausufernd und klingt gar nicht so, als ob das so romantisch gewesen ist, wie ich es dachte, in Erinnerung zu haben.) Also: ja, bin ich. Sehr. 

Freitag, Mai 24, 2019

240519: Ready to reise

Ich bin ja seit Wochen, ach was, Monaten! aufgeregt, weil es heute endlich zu dem grossen Fest geht. Okay, das Fest ist morgen, aber heute fahren wir hin. Ich fühle mich unglaublich geehrt, auf der Gästeliste zu stehen und freue mich auf die Gastgeber und den Rest der illustren Schar.
In dem ganzen Stress, der bei der Arbeit im Moment herrscht, kommen mit der Hochzeit meiner Schwester, DEM FEST, dem Besuch, der noch kommt,  und dem Urlaub eine ganze Menge tolle Events auf uns zu, die, ich gestehe es, ihren Teil zu meinem selbergemachten Stress im Kopf beitragen, auch wenn das natürlich ein viel besserer Stress ist als Arbeitsgedöns.
Das gab heute übrigens nochmal ALLES, und so habe ich um drei mit roten heissen Ohren (wegen physischen Headsetdrucks nach 6 Stunden TCs, nicht wegen Inhalt der Gespräche) das Headset abgenommen und mich mit L. voller "ICH MUSS HIER RAUS!" in die letzten Packsachen gestürzt.
Der Hübsche kam grad heim und Q. holen wir auf dem Weg von der Schule ab.
Die Katzen sind ein wenig sauer, dass wir sie schon reingeholt haben, aber für unseren Seelenfrieden ist es besser, wenn wir uns heute abend keine Gedanken machen müssen, ob sie in ein Baufahrzeig gehüpft sind. Morgen dann :-) (Da sind dann wenigstens nur die privat beauftragten Gartenbauer da, nicht die schweren Tiefbaumaschinen).

Wir freuen uns sehr und ich bin schon auch sehr, sehr, sehr nervös (erkennbar am apart verkrusteten Herpesstreifen immerhin symmetrisch unter der Nase.)

Donnerstag, Mai 23, 2019

230519: Lächeln und Koffer packen

Heute mal wieder im Turmbüro vorbeigeschaut und das zu einem sehr aufregenden Moment: anscheinend ist gestern die Nachricht vom "Activity Based Working" offiziell verkündet wurden (wir drei wussten das schon lang, für uns ist das auch egal, aber es gibt halt doch so einige, die haben den Umzug nach 20+ Jahren aus einem Einzel- oder Doppelbüro in ein Open Office noch nicht ganz verkraftet. (Bitte: nicht erklären, wie schrecklich das ist und wie furchtbar, Sie wissen mit ziemlicher Sicherheit nicht wie das bei uns organisiert ist und glauben Sie mir: besser gehts nicht. Wirklich nicht. Ups, Kommentare sind ja eh abgestellt. Hö. Hö.)
Sonst den Tag über auf Dokument gewartet, die auf eigentlich gestern versprochen wurden, damit wir uns auf ein eigentlich für heute geplantes Meeting vorbereiten können. Auf Anfrage wurde das Meeting auf morgen (sehr) früh verschoben. Die Dokumente, die wir bis dahin reviewen und diskutieren sollen, kamen heute um halb sieben und halb neun. Es ist soweit: ich rege mich da nicht mal mehr drüber auf. Ich mache nur noch Striche auf imaginäre Listen in imaginären schwarzen Büchern.
Währenddessen habe ich halt das andere Zeug erledigt, das auch dringend ist und das ich ja schon die ganze Zeit machen wollte, anstatt für andere die Kartoffel aus dem Feuer zu holen, die sie da immer noch mit Freude reinschmeissen.


  • Sonst:
  • L. kommuniziert jetzt viel via Hangout mit mir und er macht das so cool.... ich finde das echt super (naja, bis er wieder mit Emojispam oder lustigen Fotos anfängt, während ich in einem Meeting meinen Bildschirm teile).
  • Q. hat am Mittwoch ganz frei (grosser Umzug innerhalb der Schule und Brückendings und was weiss ich) und schon verkündet, dass da keiner auf ihn aufpassen muss, er kann sehr wohl allein daheim bleiben. Ich bin voll dafür, ihm einen Ausschlaftag und was weiss ich zu gönnen und was macht er? Er verabredet sich für HALB ACHT mit zwei Klassenkameraden bei uns zu Hause, damit sie gemeinsam AN IHREM FREIEN TAG ihre Präsentation für das Thema, das sie aus der Klassenlektüre erarbeiten sollen, erstellen können. Woher hat er das bloss? (Rhetorische Frage. In case you were wondering)
  • Ich habe dafür HEUTE erfahren, dass wir nicht nur Brückenwoche haben, sondern auch schon am Mittwochnachmittag frei (es spricht nicht für meinen Geisteszustand, dass ich erst dachte: "Och nöh, ich könnte die Zeit echt zum Arbeiten brauchen", aber nur erst.)
  • Koffer gepackt für die Reise zum grossen Fest
  • Schlüssel bei den Nachbarn, die die Katzen versorgen abgegeben
  • Vorfreude angeknipst
  • Positive Nebeneffekte des ganzen blöden Stress: ich habe mir keinen Kopf um Dinge gemacht, die mich sonst sehr umgetrieben hätten. Ich habe zB (fast) vergessen, mich verrückt zu machen beim Warten auf das "Oh, das sieht komisch aus, diesen Abstrich müssen wir in 6 Monaten nochmal wiederholen"-Resultate bzw Nichtresultate (kam jetzt einen Monat nix, es ist wohl offiziell doch alles ok) und, und das ist noch NIE passiert, ich habe nicht beim Reisebüro nachgefragt, ob alles klar geht und ob die Unterlagen vielleicht nicht bald mal kämen und dann antworten sie: "Alles super, kommt 6 Wochen vor Abreise", sondern heute kam eine dicke Mappe. VON GANZ ALLEIN. 


Gegessen:

  • Einen "Paillasse Grec"-Kringel mit Peperoni und Schafskäse, den ich gestern zu viel gekauft habe. Mit Kaffee.
  • Gemüsekistl: Fenchel, Tomaten, Radieschen
  • Spiegeleier, Spinat, Salzkartoffeln, Maissalat
  • Eine Kugel Pfefferminzeis am Nachmittag am Schreibtisch. Dekadenz pur (kulinarisch wie finanziell. 3.50CHF in der subventionierten Kantine)
  • Salat und frisches Brot mit Guacamole


Gelesen
Schwedenkrimi 2 aus, 3  (Affiliatelink) angefangen

Getragen
Lieblingsbluse (eine davon)


Stressleveldurchschnitt gestern: 22

Selbstbeweihräucherung:

  • Die Successstory beim Huddle vorgetragen, mit einem realistischen Mangel an Pathos, aber immerhin unterhaltsam (Lifegoal für alles: "Hauptsach, glacht hamma"). 
  • Einen Kollegen sehr glücklich gemacht mit dem Outcome des einen Projekts, für das ich mich aus Versehen freiwillig gemeldet hatte und das ich dann halt geleitet habe, mit nur mittlerer Euphorie, aber halt ordentlich abgeschlossen. Und heute habe ich das einem Kollegen vorgestellt, der das mit einem anderen Projekt verknüpfen möchte und weil ich das ja wusste, ist alles genau im richtigen Format, es kann nahtlos implementiert werden, es ist bereit fürs Dokumentenleitsystem und ich habe eine Anleitung dazu geschrieben. Ich fand das schon nett von mir, aber eigentlich nur logisch und selbstverständlich, habe dafür aber eine spontane Liebeserklärung bekommen. War uns beiden ein bisschen peinlich.
  • Und: mich aus Versehen mit den elektrisch höhenverstellbaren Tisch so eingeklemmt, dass ich gefangen war und richtig panisch wurde. Es ist ein Elend: oft sitzt da der Lieblingskollege, der fast zwei Meter gross ist, aber irgendwie zusammengekrumpelt, wenn ich mich hinsetze, muss ich den Monitor 10 Zentimeter hochfahren und den Tisch auch, heute hat der Knopf geklemmt und der Tisch ist statt nach oben nach unten gefahren und liess sich auch nicht mehr lösen. Ich habe es grad so hingekriegt, dass mir nicht meine Beine gebrochen wurden UND dass ich nicht um Hilfe gerufen habe und mich retten lassen musste. (DAFÜR ist die Selbstbeweihräucherung, nicht für das Einklemmen an sich)

Mittwoch, Mai 22, 2019

220519: Workshop und Konzert

heute: ganzen Tag Workshop. ich merke, wie sehr ich meine direkten Kollegen mag und wie sehr ich diese diverse und internationale (und doch sehr ähnlich tickende) Gruppe schätze.
es gab viel zu viele Süßigkeiten und ich habe viel zu wenig getrunken (Wasser und Kaffee)
Sonst: Eskalationsspiralen beobachten ist spannend, mittlerweile erkenne ich Muster und Mechanismen auch, wenn ich mitten im Wirbel bin.
Das Workshopdinner lasse ich ausfallen, L. hat heute Konzert und ich habe schon Q.s erstes (und einziges, weil die Klasse danach zu Singen gewechselt hat) Cellokonzert verpasst, weil ich da in Irland war, also gehe ich heute. Ich glaube, er ist ganz schön nervös.

Nachtrag:
Es war sehr nett und schön (also: vom Sound her teils schaurig schön), es ist echt toll zu sehen, mit wie viel Begeisterung die Musik- und Klassenlehrer und Kinder bei der Sache sind.
L. war högscht aufgeregt, er war Ansager seiner Klasse (und hat erst nach dem Konzert gemerkt, dass er einen ganzen Satz vergessen hatte) und hat sich sehr wacker geschlagen.

Ich bin gespannt, ob ich mich danach noch zum Yoga aufraffen kann, aber andererseits: Disziplin ist ja sozusagen mein zweiter Vorname, ich denke also: durchaus.

Nachtrag:
Genau.

Gegessen:
  • Kein Frühstück, weil ich dachte, es gibt Workshopsanfangsgipfeli. Stattdessen gab es saure Gummizungen. Und Kaffee. Spannender Start für den Magen
  • Dann irgendwann Gipfeli und Obstsalat
  • Proteinschnitzel aus Skyr mit Brokkoli, Sellerie, Spätzli und eingekochte Beeren. wäre vermutlich ok gewesen, wenn ein Kollege nicht in epischer Breite erläutert hätte, dass es wie ein westfälisches Gericht aus Blut und Mehl schmecken würde.
  • Semmel für vor dem Konzert.
  • Caesars Salad beim McD (gibts endlich auch in vegi) nach dem Konzert

getragen: fröhliches Ringelkleid
Stressleveldurchschnitt gestern: 38
Selbstbeweihräucherung: mein Post-it beim Abschlussrating (Work-Life-Balance, wobei klar erklärt wurde, dass dieser Begriff Quatsc ist, weil es keine richtige Trennung gibt, souverän in die "sehr happy, aber gnadenlos overloaded"-Ecke geklebt. Und dann keine Antwort auf die Frage "Wer kann dir wie helfen?" gehabt, weil ... das willste ja auch keinem antun...)

Dienstag, Mai 21, 2019

210519: Multitasking

Heute hat der Hübsche Sansa (samt Frühstück vor die Schlafzimmertür gesetzt, als sie um viertel nach fünf aktive Streicheleinheiten und Frühstücksbegleitung einforderte. Damit hat er L. sehr glücklich gemacht, der fast schon beleidigt war, dass SEINE Katze (sie schläft immer noch jeden Abend an ihn gekuschelt, an seiner Fleecedecke nuckelnd bei ihm ein) morgens lieber mit mir aufstehen möchte anstatt zu ihm zu kommen. So lief sie runter, weckte ihn durch freundliche Tapser auf die Augen, kuschelte sich an ihn (und die Fleecedecke und schlief weiter bis ... lang, nachdem er schon aufgestanden war).
Sonst ein unglaublich voller Tag (der Berg ist im Moment so gross, dass es illusorisch zu bewältigen scheint. Einerseits stresst es mich, dass die Priorisierung im Moment nicht ganz eindeutig ist, weil verschiedene beteiligte Parteien das unterschiedlich sehen und eine Partei anscheinend wie das Kaninchen vor der Schlange vor diesem Riesenberg steht und anscheinend nicht verstanden hat, dass die Hütte brennt. So. Genug Metaphern vermischt; andererseits gibt es SO VIEL zu tun, und ohne Witz, alles ist bis Ende Juni oder zumindest vor meinem Sommerurlaub fällig, dass es fast egal ist, wenn nicht ganz klar ist, was das allerdringendste ist (oder zum Wegarbeiten des Allerdringendsten einfach wesentliche Beiträge von der Kaninchenfront fehlen), alles was ich mache, gräbt wenigstens ein bisschen an diesem Berg. Und so habe ich heute zwischendrin eine "Success-Story", die ich in geistiger Umnachtung für den donnerstäglichen Huddle diese Woche zugesagt hatte, fertig gemacht und die Präsentation für das "Global All Hands"-Dings Anfang Juni in der Rohfassung. Alles was zum Abhaken auf der Liste.

Sonst so:
mit Q. über die besser werdende Französischnoten gefreut (sehr! Wir sind sozusagen im Efficacy Monitoring des implementierten CAPA und so weit on track.)
Mit L. über das morgen stattfindende Konzert gefachsimpelt
Yogachallenge-Halbzeit (Fazit so weit: joah, ich merke, dass ich gerne erst noch was fertig mache, während man eigentlich "Connect to your breath" machen sollte und die Matte am liebsten zusammenrollen würde, wenn man das "heart to the ground melten lassen sollte und dem Körper precious moments of stillness schenken, weil ich dann schon wieder denke "Jaja, laberrhabarber, keine Zeit zum nur Rumliegen." Aber ich nehme das als den Hauptteil der Challenge, mich da wenigstens für 30 Tage mal drauf einzulassen, dass ich das Rumliegen und Atmen aushalte. (Der Rest ist ... jetzt nicht so anspruchsvoll, wie ich dachte, aber schon okay. Für immer ist mir das zu wenig anstrengend (und zu viel "draw energy through your left big toe to the right earlobe"), aber so für mal am Wochenende sicher eine gute Sache. Wahrscheinlich wird es jetzt ab Tag 16 auf einmal brutal anstrengend. Wäre ja auch ok.)

Gegessen:
das letzte Stück Marmorkuchen (early bird!)
Salatteller, weil es echt nix gescheites gab
Orientalischer Spargelsalat aus der KaptnCook-App. Erstaunlich fad.

Gelesen:
Schwedenkrimi 2 (Affiliatelink)

Getragen
Das Candy-Cane-Shirt

Stressleveldurchschnitt gestern: 26
Selbstbeweihräucherung: ein einziges Mal Produkte verwechselt und das war heute echt nicht leicht. 3 verschiedene, den ganzen Tag in Meetings back to back mit immer den selben Leuten in unterschiedlichen Kombinationen. Und sehr viel über Formulation Development gelernt und die Entscheidungen, welche Arnzeimittelformen auf den Markt kommen und warum. Es ist nicht immer nur purer Sadismus des Pharmakartells, wenn es etwas nur mit dem unglaublich widerlichen "insert random Geschmacksrichtung, weil irgendwer motzt immer"-Aroma als Saft gibt. Und nein, man kann nicht einfach die gesamte Palette an Bonbonaromen anbieten.

Montag, Mai 20, 2019

200519: Plitschplatsch

Hier schüttet es schon die ganze Nacht und den ganzen Tag wie aus Kübeln. Jaja, die Natur und so weiter, ich weiss. Die Natur verwandelt sich hier in einen Sumpf, unser Garten spielt Reisfeld und der Rhein hat sportlich kurz vor Hochwasser.
Dementsprechend (also: wegen Regen, nicht wegen Hochwasser, ich bin schon noch trockenen Fusses über die Brücken gekommen) war ich heute platschnass, nachdem ich von einer mittäglichen Tour quer durch die Stadt und zurück wieder im Bahnhofsbüro war. L. hatte ja sein Buch bei der Hochzeit liegenlassen und das musste ich heute bei meiner Schwester abholen, damit der Lesestoff gesichert ist.

Sonst so:
elendiglich lang in TCs rumgehangen, kurz an mir selber gezweifelt, aber ich habe ja mittlerweile gelernt, alles, alles, alles, egal wie klar es in einem Meeting erscheint, in einer kurzen Zusammenfassung schriftlich festzuhalten, also: nein, nicht an mir muss gezweifelt werden. Ich übe mich in professioneller Distanz, trotzdem ist mir ein "What I have been trying to explain for the last 18 months, is xyz, and therefore I am quite puzzled by today's status." rausgerutscht.
Letztes Handover-Meeting fürs Zusatzjöbli geleitet, sogar vor der Zeit fertig gewesen und neue Bestzeit zum Zug geschafft: 16:46h aus der Tür vom Bahnhofsbüro treten, 16:49:38h in den Zug am Gleis 4 springen.
Mit Q. um die Wette gerechnet
L. aus dem wiedergeholten Buch vorgelesen
geduscht
gebügelt
und auf den Hübschen gewartet, damit wir endlich das #got-finalfinale anschauen können.

Gegessen:
Marmorkuchen
Schokokuss und kleinen Erdbeerkuchen
Tabouleh und traurig lappriges Tomaten-Gurken-Sandwich draussen im Regen
Noch einen Schokokuss
Montagsspinatpizza

Gelesen:
2. Band (affiliatelink) der aktuellen Schwedenkrimireihe (ganz bin ich noch nicht drin)

Getragen:
Immer wenn ich dieses Oberteil trage (das hinten genauso wenig lang ist wie vorne) muss ich mich innerliche totlachen, dass der Hübsche mir tatsächlich weissmachen wollte, dass das ein Kleid, kein Shirt wäre und man das wohl mit ohne Hose drunter tragen könnte.

Stressleveldurchschnitt gestern: 20
Selbstbeweihräucherung: hoffentlich endlich mal klar gesagt, was passieren muss (und nicht durch "don't worry" und "it's okay" abgemildert.)

Sonntag, Mai 19, 2019

190519: Seelenfrieden vs Erholung

Morgens das übliche: die Katzen haben Hunger, wie immer um 5. Begeisterte Annahme von einem Schlag Trockenfutter und einer Schale Kitten-Futter, die aus der Babyzeit noch übrig ist (sogar Jonny, der sein Missfallen über die meisten Sorten Feuchtfutter gern durch ostentatives Scharren ausdrückt). Um sechs will Jonny, dass wir (naja, ich) aufstehen, d.h. er steht laut schnurrend im Bett und sobald ich das aktive, wache (Halbschlaf gildet nicht!) Kraulen und Streicheln einstelle, beisst er mich erst sanft, dann weniger sanft in die Nase. (Ich bin mir nicht sicher, ob ich geträumt, habe, dass er sie mir vorher abgeschleckt hat). Der Hübsche erbarmt sich und setzt ihn und Sansa, die währenddessen .. ihren Schwanz? Ein Phantom? Nix? wie die wilde Jagd über Galerie und Schränke jagt, vor die Tür.

Als ich um acht dann wirklich wach bin, warten schon die ersten Nachrichten der frischgebackenen Frau B. (meine Schwester heisst jetzt in ECHT "Frau B.", nicht nur so ausgedacht wie ich). Erster Tag als Ehrenfrau :-) gut überstanden und auch das Buch gefunden, das L. ("Ich schwör, ich habe es in die schwarze Tasche mit den Controllern getan. Oder vielleicht auf dem Sofa liegen lassen.") dabeihatte. Dank "fast alle Schwestern auf einen Haufen"  kann ich es morgen vom Schreibtisch der dritten im Bunde abholen.

Seit ewigen Zeiten mal wieder Sonntagsfrühstück ohne frischgebackenen Zopf, da hatte ich gestern abend nämlich echt keine Lust mehr drauf, sondern mit frischen Semmeln von der Tankstelle. Ich hätte echt noch was von dem Obatzdn gestern mitnehmen sollen!

Dann das übliche Sonntagsprogramm: der Hübsche rennt 10 12km, die Jungs jeweils 2, ich mache mein Yoga (Tag 13), wir backen Kuchen (ich hätte ja gern den Zuckerzimtundliebe-Beerenguglhupf, den wir für den Kuchenverkauf von Q.s Klasse gebacken haben, für uns nochmal gemacht, habe aber dummerweise die Jungs gefragt, wie sie das fänden, und so wurde es ein normaler Marmorkuchen.), der Hübsche fährt mit L. die Veloprüfungsstrecke ab (ich frage mich, ob das so ultrasupergut durchdacht war, dass sie erstens durch einen "nur in Schrittgeschwindigkeit durchfahren"-Weg an unserem Garten vorbei führt, der in eine noch bis November aktive Tiefbaustelle (klimafreundliche Fernwärme aus Holzschnitzeln statt Öl) mündet, führt. Gibt auf jeden Fall jede Menge abgefahrene Schilder zu beachten.), Q. gestaltet die Titelseite zum Thema "30jähriger Krieg" in seine Geschichtsheft (und prangert an, dass die Flaggen der damaligen Staaten viel komplizierter waren als heute), ich erledige etwas, was mir sehr auf der Seele liegt, aber zäh von der Hand geht. Sehr zäh. Meine Güte, man sollte meinen, wenn man jeden Tag hier einen Text ins Internet hackt, würde man sich nicht was abbrechen, wenn man seit Jahren optimierte Dokumente updatet respektive neu adressiert. Aber: doch.

Irgendwann isses aber gut, drei Maschinen Wäsche sind gewaschen und aufgehängt, der Kuchen ist probiert und für gut befunden, die Katzen kamen in verschiedenen Verschlammungsstadien nach Hause, die Jungs schauen einen Film, bei dem das einstimmige Verdikt lautet "Voll lustig, aber der Mami hätte es nicht gefallen" (ich glaube, sie haben recht), ich lege mich in die Badewanne und dann gibt es unglaublich leckeres Abendessen (kein Foto, weil: Anrichten ist nicht meine Kernkompetenz. Q., der ja Hauswirtschaftunterricht geniesst, meinte mit hochgezogenen Augenbrauen: "Mami, das Auge isst mit!". So schnell endet man bei trocken Brot... ich sags nur!)

So. Ein grossartiges Wochenende, besonders gestern natürlich, geht zu Ende, ich bin .. nicht erholt, aber glücklich. Und voller Seelenfrieden, weil: ich habe in jeder Hinsicht erstmal getan, was ich tun kann.

Ansonsten:

  • Den ausstehenden Rechnungsbetrag für Kanada (Unterkunft, Flüge, Mietauto und das Whalewatchingkayak-Camp) bezahlt. Einmal geschluckt, aber das ist ein Vorteil von Vorausbuchen: ich schlucke jetzt, vor Ort können wir dann nur noch geniessen!
  • Mich über diesen Incipedia-Blogpost über DIY-Sonnenschutz gefreut. (Meine aktiven Zeiten in der UV-Filter-Branche sind ja lang vorbei, das macht jetzt eher der Hübsche, aber einen gesunden Respekt vor UV-Strahlung und ein ordentliches Sonnenschutzregime jeden Tag das ganze Jahr über sind mir geblieben. Die Zeiten, in denen ich zynisch-sarkastische Blogposts über Panikmache in Sachen Sonnenschutz schreibe, sind auch vorbei, das überlasse ich mittlerweile anderen Engagierten, die noch die Nerven haben, dem drölfzigsten "Aber die Hormonwirkung" und "VITAMIN D!" und "DIE KORALLENRIFFE!" und "WAS ISN MIT NANO?!", sachlich zu begegnen. Wenn man mich übrigens mal fragen würde, was ich am meisten bereue in ... 15 Jahren Bloggerei: dass ich direkt eingeknickt bin und den Link zur selbergemachten Himbeersamensonnencreme gelöscht habe, als ich nach DEM Sonnencremepost von Ökohebammenbloggerseite dazu "freundlich aufgefordert" wurde. Heute würde ich das nicht mehr machen, sondern mich auf eine interessante Diskussion freuen. Heute freue ich freue mich über unseren Badschrank voller Researchsamples und selbstfinanzierter Fieldresearch und merke gerade: ich muss noch einen Hautarzttermin für dieses Jahr zum Screening ausmachen.)
  • Aus Gründen wurde unsere Überwachungskamera from scratch neu installiert und mein Pyjama hat nun ein eigenes Profil:




Stressleveldurchschnitt gestern: 31
Selbstbeweihräucherung: Seelenfrieden, leere Wäschekörbe und echt lecker gekocht (Komponentenabendessen zum selberzusammensetzen aus: Rosmarinkartoffeln, Spätzle, Eiern, Spargel, Kräutervinaigrette und Hähnchenschnitzeln. Und natürlich einer Riesenschüssel Salat))

Samstag, Mai 18, 2019

180519 Happily ever after

Heute hat meiner kleinste jüngste Schwester geheiratet und es war sehr, sehr grossartig!

Geheiratet wurde nicht in einem schnöden Standesamt, sondern im Uhrenmuseum, das ursprünglich mal im Familienbesitz der Bräutigamsfamilie war. Die Gäste mussten an der Stechuhr einstempeln, es gab einen Salut von der Standzmaschine und ja, geheiratet wurde natürlich auch. (Sehr süss: L., der als es an "Wollen Sie, der hier anwesende etc." ging, ganz aufrecht sass und beide Daumen drückte und "ja, ja, ja, ja, JA!" vor sich hin flüsterte. Ein bisschen enttäuscht war er, dass er nicht auch auf der Urkunde unterschreiben dufte.)






Gefeiert wurde, und diese Idee war so grossartig, im zukünftigen Heim des Brautpaares, das in den nächsten Jahren totalrenoviert werden wird, an dem aber sehr viele Erinnerungen hängen, das war wirklich sehr schön! (Und auch nach 16 Jahren Schweiz muss ich sagen: sorry, so lecker der übliche Schweizer Apero ist, eine gscheide bayerische Brotzeit ist einfach ungeschlagen!)

Meine Lieben, ich wünsche Euch alles Glück dieser Welt, dass ihr immer allerbeste Freunde bleibt und immer zusammen lachen könnt, das hat zumindest bei uns hier mittlerweile 22 Jahre sehr gut funkioniert! Ich fühle mich sehr geehrt, Eure Trauzeugin zu sein und freue mich sehr auf die zweite Auflage im September!

Freitag, Mai 17, 2019

170519: Totes Papier und Mopsklamotten

Sie erinnern sich an den Lottomann und seinen Nachfolger? Heute habe ich auf dem Weg zum Wocheneinkauf ein Paket abgeholt, das der Hübsche dorthin bestellt hatte, als Profi natürlich mit Vollmacht.
Der Lottomann 2.0 verschwand schon ins Paketkammerl, als ich nur zur Tür reinkam, legte das Paket auf den Tresen und beäugte die Vollmacht:
"Warum ist das denn nicht auf Deinen Namen?!"
"tja, da hat mein Mann auch mal was bestellt."
"aber der weiss doch, dass Du meistens zum Abholen kommt, hätte er ja mal echt auf Deinen Namen bestellen können."
"Naja, dafür habe ich ja die Vollmacht dabei."
"Ja eben, hätte er vorher nachgedacht, hätte kein Papier sterben müssen, sag ihm das mal."
Hab ich natürlich.

Gegessen:
Breznsemmel
Süsskartoffeleintopf
Bienenstich (merke: der Hübsche ist bockig, wenn die Kinder fancy Doughnuts bekommen und er die Wahl zwischen zwei leckeren Erwachsenenkuchen hat.  Für die Zukunft: 3 identische Doughnuts, 1 Erwachsenenkuchen.
Vegiburger und Süsskartoffelpommes wie so ein Hipster


Stressleveldurchschnitt gestern: 36
Selbstbeweihräucherung: keinen Hoodie für die Katzen gekauft. Das klingt ungefähr genau so skurril, wie es war. Wir waren ja vor dem Kino* noch bei H&M, Kinderbasics auffüllen, und ich brauchte Feinstrumpfhosen. Und was soll ich sagen: bei der Damenunterwäsche und damit genau am richtigen Ort gibt es Mopsklamotten:  Sicherheitswesten, Strickrollis, Streifenshirts, Hoodies und Hawaii-hemden. Und ja, die Vorstellung von Sansa in braunem Zopfrolli und Jonny in Leuchtweste war schon sehr niedlich. Allerdings war auch so sicher wie das Amen in der Kirche, dass sie es voll schrecklich finden würden, und so nahmen wir nur einen Hposie, der beiden stehen würde, mit zur Kasse und schickten kurz vor Zahlen ein Kind damit zurück zum Ständer, weil das nun wirklich kein süsse Foto wert ist. Erwachsen im letzten Moment sozusagen (Die Hemden!!!!!)


*"Meisterdetektiv Pikachu" ist sehr nett mit Kindern, die Pokemonfans sind, für wohlwollend interessierte Erwachsene sind die animierte Pokemönner nett (in meiner Vorstellung hat Pikachu kein Flauschfell!!!), die Handlung und die Länge aber halt schon arg hirnerweichend.

Donnerstag, Mai 16, 2019

160519: Joah, ne?

So, Sie müssen sich alle keine Sorgen um mich machen, ich hab das im Griff. Ich hätte heute FAST in der Kantine geheult, aber nur ganz fast, aber anscheinend genug fast, um meinem Chef klarzumachen, was ich mit "Ich kann nicht MEHR machen" meine. Das weitere Vorgehen ist aufgegleist, es ist immer noch viel, sehr, sehr viel, aber das kann ich ja handlen, sofern das gesehen wird und insofern berücksichtigt, dass es halt nicht noch neues mehr wird.

Sonst so: Galgenhumor wiedergefunden (ich nehme an, das Lachen am anderen Ende der Telefonleitung war etwas gequält, aber ich habe mich innerlich schon gefeiert, ein paar Spässle in Diskussionen über die Funktionsweise, Einsatzbereiche und Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Niveaumessungen und über Alarmlevel unterzubringen.), Neuigkeiten gehört, die mich für die Personen freuen, für mich aber nicht, und mich nachdenklich werden lassen. (Höhöhö, Kryptik), unglaublich viel geredet.

Zu den wichtigen Dingen:
Wir gehen morgen abend mit den Kindern ins Kino. FREITAG ABEND! Es ist nie zu früh, sie an hochklassige Autorenfilme heranzuführen und hey: Pika, Pika!
Den Kindern passen schon wieder keine Hosen mehr (ein bisschen spezifischer ist es schon: Q. braucht Sportklamotten und Hosen, die besser für ca 80 Fahrradkilometer pro Woche geeignet sind als Jeans und trotzdem in der Schule tragbar sind, und L. braucht eine blaue Jeans mit ohne Loch, die ihm noch lang genug ist, für das Percussionkonzert.), das verbinden wir morgen abend mit einem Stadtbummel vor dem Kino morgen.
Ich habe übrigens vor dem Friseurtermin gestern abend aus Nostalgie mal wieder "Hugo Woman" aufgesprüht, als ich im Müller Fotos abgeholt und Klebestifte gekauft habe, weil das ja lange Jahre mein SignatureDuft war (also: "Hugo Woman", nicht "Klebestift") und was soll ich sagen? Ich hätte das ja sehr schön gefunden, wenn das so ein Evergreen wäre, aber leider, leider ist das gar nicht mehr meins. Es hat mich den ganzen Abend irritiert, dass ich so süss und blumig gerochen habe und wahrscheinlich bin ich da rausgewachsen und zu alt dafür.

In diesem Sinne: das wird hier schon alles und wir haben ein spannendes Wochenende vor uns!

Gegessen:
  • Joghurt, Granola, Früchte
  • Risotto und Erbsen und Salat, glaube ich, ich war damit beschäftigt, während des Mittagessens meinen Chef zu überzeugen und hatte gar keinen Appetit
  • Salat mit gebratenen Champignons und frischem Brot (und mein Gemüsekistl, das ich den Tag lang hin und her getragen habe, weil ich den ganzen Tag in TCs war (ohne Witz: 2 Stunden morgens, 4 Stunden nachmittags. AM STÜCK, dauernd am Reden und Zuhören, keine Change, auf "Mute" zu gehen, um schnell einen Fenchel zu knuspern)
Gelesen:
Schwedenkrimi

Stressleveldurchschnitt gestern: 48
Selbstbeweihräucherung: mich durchgerungen, das Gespräch mit meinem Chef zu suchen, obwohl ich der Meinung war, ALLES schon gesagt zu haben und andererseits innerlich schon wieder auf dem Rückzug ("Vielleicht ist es doch alles machbar") war. Weil: jetzt ist es angekommen und nein, ist es nicht (ich habe heute 7 Stunden in fensterlosen Meetingräumen im Keller verbracht und in endlosen TCs zäh und mühsam Detais diskutiert. Nein, ich habe keine freien Kapazitäten).

Mittwoch, Mai 15, 2019

150519 Aufgerappelt

So. Danke für all Ihre Nachrichten und Gedanken, die Sie Füchse ja trotz ausgeschalteter Kommentare loswerden :-*. Mich hat es gestern abend noch richtig zerwürfelt, so mit Heulen und Schimpfen und Wimperntusche runtergelaufen bis in die Mundwinkel, kein schöner Anblick, wie ich danach feststellen konnte. Wäre vielleicht (allzu) eindrücklich, das nicht nur daheim im stillem Kämmerlein mit dem Hübschen zu veranstalten, aber andererseits gibt es ja genau einen Menschen auf der Welt, vor dem mir nix peinlich ist, und der hat das jetzt erlebt.
Heute also: aufrappeln, Plan machen, Sanity Check mit dem besten aller Kollegen, der hinter das Strahlen schauen kann ("Morgen, alles klar, du strahlst ja!" "Mhm, nicht wirklich" "Komm, Kaffee"), nach dem mir klar war: ich bilde mir das nicht ein, ich stelle mich nicht an, ich pienze nicht rum, ich muss das, was ich schon gesagt habe, nochmal sagen, halt anders, damit auch das gehört wird, was ich sage.
Plan gemacht, interessanten Input von der Seite bekommen, über den ich noch nachdenken muss. Ich habe an diese Option zwischendurch flüchtig gedacht, aber keine ZEIT gehabt, das richtig durchzudenken, aber gestern kam es erstmals von anderer Seite auf und heute dann sozusagen so mit dem Zaunpfahl, dass sogar ich in meinem Fokustunnel das mitbekomme. Hm, hm, hm.

(Ach ja, weil die Anregung kam, doch mal Auszeit und Stunden abbauen und Arbeitszeit reduzieren: ja, ne. Zurückschalten, das ganze nicht mehr so emotional und persönlich nehmen, einen gesunden Abstand aufbauen: ja, auf jeden Fall, das wird schwer genug, aber es macht keinen Sinn, das Pendel in die andere Richtung ausschlagen zu lassen. Ich  bin mit meinem (regulären) Pensum und meinem Job sehr glücklich, es flutscht eigentlich alles, ich möchte zurück zum normalen Rahmen, nicht drunter.)

Sonst so:
mal wieder mit dem Auto in der Tiefgarage geparkt, in der ich in the good old days meinen Parkplatz hatte und die dann zwischendurch (NICHT MEINETWEGEN!) für Schrillionen renoviert wurde (also: nicht nur die Tiefgarage, sondern auch das Gebäude drüber, das jetzt genauso aussieht wie vorher, nur die Essensausgabe ist nicht mehr schraddeliger Sichtbeton, sondern schwarz ausgemalt. Die Tiefgarage ist aber sehr hübsch geworden, ich habe alles gesehen, weil die Ausfahrtbeschilderung ist sehr dezent und ich bin lang rumgekreiselt).
Frisur wieder on fleek, ich bin für Hochzeit und Parties der nächsten Zeit und den Urlaub der Hairstylistin meines Vertrauens gerüstet.

Gegessen:
Joghurtgranolafrüchte
Sandwich (mit Avocado, Peperonikaviar, was anscheinend kleinstgeschnippelte angebratene Paprika sind, Raspelkarotten)
Minirhabarberwähe
Flammkuchen mit Mais, Pilzen und StAugur

Gelesen:
Schwedenkrimi, aber erst heute abend im Bett, weil ich ja im Auto, nicht mit dem ÖV unterwegs war

Stressleveldurchschnitt gestern: 59
Selbstbeweihräucherung: berappelt und Plan gemacht

Dienstag, Mai 14, 2019

140519 Cat person

Man sagt ja über Katzen (und traurigerweise kann ich das von Dax bestätigen), dass sie auch dann noch schnurren, wenn es ihnen überhaupt nicht mehr gut geht, so dass man das nicht als Zeichen für ein gutes Allgemeinbefinden missinterpretieren darf.
Ein bisschen komme ich mir vor wie eine Katze, die auf dem Zahnfleisch geht, aber weil sie noch schnurrt und ihr Fell pflegt, glaubt ihr keiner, dass sie eine Pause braucht. Vielleicht sollte ich aufhören, zu strahlen, mir einen glowy-healthy Teint mit Radiant Foundation, Bronzer, Blush und Highlighter ins Gesicht zu pinseln, vielleicht sollte ich die dunklen Schatten unter den Augen nicht mehr mit dem hellsten Concealer, den ich finde, überpinseln, vielleicht sollte ich keine nicht mehr mit zum Gesamtoutfit passenden Schuhen, Nagellack und Lippenstift auflaufen, vielleicht sollte ich keine blöden Witze mehr machen und immer was zu Lachen finden, vielleicht sollte ich nicht mehr auf Kollegenfragen, die sich schnell beantworten lassen, ratzefatze antworten, vielleicht würden dann Leute hören, was ich meine, wenn ich sage, und dabei die Erschöpfungstränen zurückhalte, weil ich weine NIE bei der Arbeit: "So war das alles nicht geplant, das ist zu viel, wir müssen was ändern, sonst falle ich einfach um."

Stattdessen bekomme ich, wo ich das Jöbli noch gar nicht ganz wieder zurückgegeben habe, und während es an anderen Fronten immer, immer mehr wird, zu hören: "Jetzt, wo Du das Jöbli pausierst, hast Du ja Kapazität, wir brauchen jemand für xyz und das ist genau das, was Du kannst."
Ich bin mir nicht sicher, inwieweit ich meine Gesichtszüge unter Kontrolle hatte, gefühlt habe ich angefangen, hysterisch zu kichern, dann aber ganz sachlich gesagt, dass ich schon verstehe, dass man mich für so ein Projekt vorsieht, aber dass das Jöbli nicht pausiert, sondern beendet ist und zwar deswegen, weil alles andere einfach zu viel ist. Noch was oben drauf geht nicht, falls ich das neue Projekt übernehmen soll, muss sich beim Rest massiv etwas ändern. Ich bin gespannt, was auf der anderen Seite angekommen ist. Vermutlich "Super, mach ich, wann geht's los?"

Nun ja, es ist, wie es ist, ich bin sehr, sehr froh, dass ich im aktuellen Land-unter-Projekt von Anfang an auf der Dokumentation aller Risiken bestanden habe, auch wenn mich das damalige Team als Schwarzmaler und Pessimist hinstellen wollte. (Mein Kollege hat mir heute ein "Don't worry"-T-Shirt zum Geburtstag versprochen, mit diesem Spruch bringt man mich seit einigen Monaten so schnell zru Weissglut, das glaubt man gar nicht.) Ich konnte mir zwar nicht alle vorstellen, aber ich würde schon sagen: Murphy macht da einen ganz guten Job. Schauen wir mal, wie die Eskalationsleiter da so aussieht.

Man darf aber nicht nur negativ sein, ich habe heute on very short notice eine Präsentation im Group Meeting gehalten, die ich für Anfang März vorbereitet hatte und dann sind die Meetings die ganze Zeit ausgefallen und ich habe mal meinem Vergangenheits-Ich vertraut, dass das schon so passt und so mehr oder weniger aus dem Stegreif ein Projekt vorgestellt, dass ich mit ... naja, nicht ganz so viel Herzblut wie so manch anderes im letzten Jahr bearbeitet habe. Und anstatt die Augenbrauen zu heben und "Hm, das ist alles?!" in den Raum zu stellen, waren Kollegen und Chefs begeistert und ich werde das jetzt in einem Townhall als Sternstunde für *weiss schon gar nicht mehr was* vorstellen. Upsi. Ich wollte das nur abhaken!

Sonst: alles super. Katzen fit, Kinder fit (Q. fährt seit dieser Woche wieder brav mit dem Rad, jeden Tag so ca 30 km, heute noch mit ordentlich Gegenwind. Wird Zeit, dass ich meinen Hintern für Biketowork hochkriege!), Mann fit, ich habe jetzt ein Date mit Adriene und dann mit der Haarfärbung, weil morgen abend ist schon wieder Friseurtermin wegen Hochzeiten und Festen und Feiertagen und Ferien und deshalb jetzt schon wieder.

Stressleveldurchschnitt gestern 23
Selbstbeweihräucherung: Joah, ne? Soldiering through

Montag, Mai 13, 2019

130519: Backebackekuchen

Heute morgen NOCH VOR DEM ERSTEN KAFFEE noch eine tote Spitzmaus von der Terrasse entfernt, die eine der Katzen gestern abend scheints noch mitgebracht hat. Urks (Immerhin lassen sie die ganz, weil wohl nicht lecker, so dass das nur ein bisschen traurig, aber nicht eklig ist).

Dann habe ich heute, nur durch zwei einstündige Meetings unterbrochen den ganzen Tag hochkonzenriert italienisches Detailzeug durchgefieselt, danach war mein Hirn praktisch weichgekocht, aber ich kenne das von früher: es gibt diesen schmalen Grat, da ist man voll im Prozess drin und weiss genau, dass in Schritt 265 der Zielwert gerne mal mit dem von Schritt 356 verwechselt wird, und sieht das praktisch auf den ersten Blick, aber man ist auch grad noch nicht so weggetreten, dass man nur noch blaues oder schwarzes Krickelkrackel sieht. Das muss man ausnutzen (und weil man nicht nur die ganze Zeit ernst schauen kann, habe ich mal ein paar Gesichtsausdrücke für Sie eingefangen. Vielleicht schicke ich die demnächst mit der Feedbackmail zusammen mit):




Okay, ich dachte heute beim Selfiemachen, dass die alle irgendwie streng, leicht genervt, aber auch ein bisschen cool aussehen. So in etwa wie das hier. Nicht total beknackt, wie ein 4 jähriger, der die Frontkamera entdeckt. Tja, da habe ich jetzt ein paar lustige Bilder in der Galerie, aber da bleiben sie auch.

Sonst: Mittaggegessen mit dem Kollegen, dem ich mein Zusatzjöbli übergebe. Ich habe mich (mein Hirn war weichgekocht und sämtliche Schranken gefallen) mal fragen getraut, was eigentlich der Unterschied zwischen Mikrobiologie, Molekularbiologie, Biochemie, Biotechnologie und nochwas, was ich schon wieder vergessen habe ist. Fazit (zumindest das, was hängengeblieben ist): Wie man in Basel sagt: Vom Schiff aus kaum einer.

Heimgekommen, just als das Blumenwasserinferno, das Jonny (er streckt sich im Moment so gern, da passiert das schon mal!) mit den Muttertagsblumen angerichtet hatte, schon aufgewischt war.

Mit Q. den Sonderstundenplan wegen Lehrer sind mit Austausch beschäftigt besprochen, Yoga-Einheit eingelegt (das tut wirklich gut!), L. begrüsst (Englisch-Test am Freitag, Perfekt-Test am Donnerstag, Turnen war super, auf dem Weg nach unten ins Dorf hat er eine schwarze Katze gesehen, die ein bisschen auf "Jonny" gehört hat und sich das ganze Training Sorgen gemacht, ob der wohl heimfindet. Alles gut, bis auf das mit dem Blumenwasser), Adminkram (Pfilabeitrag, Trainingslager Unihockey,  Fahrgemeinschaft Unihockey, Elternrat Pfadis) erledigt und lang drüber nachgedacht, dass ja morgen der absehbar letzte Termin ist, wo ich all meine Jöbli-Kollegen auf einen Haufen treffe und ich muss mich da ja noch ordentlich verabschieden. Lang (viel zu lang) überlegt, in welchem Laden ich etwas (was?) passendes zur Meetinguhrzeit (Cupcakes? Luxemburgerli? Gipfeli?) besorge, weil das viel schneller geht als einen Kuchen zu backen. Dann gemerkt, dass ich in der Zeit, in der ich darüber nachdenke, schon ungefähr 2 Kuchen hätte backen können, dran gedacht, dass jede Entscheidung besser als keine Entscheidung ist*, und schnell einen Zimtschneckenkuchen  (mit ohne Witz den letzten 4 Eiern und den letzten nicht mehr ganz 200g Zucker im Haus) in den Ofen geschoben.

Jetzt: Spülmaschine ausräumen, Klamiotten bereit legen für morgen und dann ab in die Badewanne vor "Game of Thrones".

Gegessen:
Rhabarberkuchen
Ali Ghobi mit Tomatenreis, Brokkoli und Salat
Montagspizza

Getragen:
Klassisch. Es ist immer noch kalt genug für Stiefel.

Gelesen:
Ich brauche mal wieder einen harmlosen Schwedenkrimi (Affiliatelink)

Stressleveldurchschnitt gestern: 23
Selbstbeweihräucherung: Fokussiert durchgezogen.

*ist natürlich nicht allgemeingültig, gilt aber öfter, als die meisten Leute glauben würden, und ganz sicher für die Abschiedsleckereientscheidung

Sonntag, Mai 12, 2019

120519: #12von12 Muttertagsedition

Wer kennt es nicht, am 12. zückt Grossbloggersdorf die Kamera und dokumentiert den Alltag in 12 Bildern und verlinkt am Abend bei Caro
Ungeschriebenes Gesetz: es gildet nur, wenn das erste Bild der Morgenkaffee ist.

Heute sehr stylish und sogar zur Bettwäsche passend, allerdings mit dramatischer Vorgeschichte: Wie Sie ja wissen, ist heute Muttertag, d.h. ich darf mir meinen Morgenkaffee nicht selber machen, sondern kriege ihn geliefert. Wie Sie auch wissen, haben wir seit ein paar Wochen eine neue Kaffeemaschine, die leicht (also: ganz leicht) anders aussieht als die alte. L. hatte zwar eine Einweisung bekommen, aber tja nun, "read and understood" ist was anderes als classroomtraining und so hat NIX so geklappt wie er wollte, es flossen Tränen, und .. naja, der Kaffee schmeckte auch ein bisschen komisch anders als sonst (Mein Standardrezept, liebe Kinder und Ehemann, für einen glücklichen Start in den Morgen ist: der Koziol-Becher mit der pinken Bauchbinde, da einen Latte Macchiato und einen Cappuccino rein, einer mit einer entweder Caramellito- oder einer Vaniglio-Kapsel, der zweite mit einer sehr dunklen, alles Roma-aufwärts), ich tippe auf einen Mix aus zweitem Aufguss der letzten Kapsel von gestern und etwa zwei Espressi aus anderen Kapseln, bis er die Milchtaste gefunden hat. Aber: Optik ist alles und heute musste es scheints die Supermum-Tasse sein.

Frühstück besorgen hatten wir ausgelagert, die Pios der Pfadi hatten als Sammelaktion Zopflieferung angeboten und so standen ab 9 die Kinder bei uns an der Tür bereit, um die Lieferung in Empfang zu nehmen (Speck, Schokolade und normal)
Sektfrühstück. Kann man machen. Mal.

Nach dem Frühstück bereitete ich (das Flechten hat so was schön Meditatives) den Rhabarberkuchen für nachmittags vor.

L. klagte über Rückenschmerzen (ich weiss auch warum, weil er immer irgendwo zusammengekugelt über einem Bildschirm oder Buch hängt), also nahm ich ihn mit zu meiner Yoga-Runde. Dummerweise war Day 6 den .... Sixpacks gewidmet und das fand L. arg anstrengend und traute mir nicht, als ich danach noch eine Einheit extra für Rückenweh raussuchte und legte sich lieber in die warme Badewanne. Als gute Mutter (und rausgesucht ist rausgesucht) machte ich halt das Rückenyoga noch hintendran
Währenddessen (ohne Foto) grosses Vogelgezeter draussen und es zeigte sich: Kamikaze-Sansa klettert aufh hohe Bäume und ein Elsternnest ist zu verführerisch, als dass man sich von schimpfenden Elsterneltern abhalten würde und auch nicht vor einer grossen Horde Krähen, die das Nest als ihr Buffet ansahen. Upsi! Es kam aber zu keinen Todesfällen, als der Hübsche von unten rief "Hallo, Sansa, was machst du denn da?!", kam sie wie ein flauschiger Blitz den Baum wieder runtergesaust. Aber. Holla.

Kuchen fertig, Kuchen auf dem Teller. Sah vorher besser aus, schmeckt aber astrein.

 

Nachmittagsprogramm: der Hübsche rennt, Q. übt Algebra und Französisch (und schaut "The Good Wife), L und ich schauen "Eragon" und ich lackiere mir die Nägel ("Not just a pretty face" ist der fadeste Nagellack aller Zeiten. "Dezent gepflegt" schauts aus.)

Fotoshooting aus aus Gründen. Wir haben sehr viel Spass.


Abendessen: Frühlingsshakshuka für mich (ich bin ausser Übung und schaffe nur die Hälfte), Carbonara für die Jungs (die hätten noch mehr geschafft).



Währenddessen schläft Familie Katzkowski schon fest (ich innerlich auch).



Samstag, Mai 11, 2019

110519: Stormy Weather

Also. Ich mag das Yoga ja sehr, es ist aber (duh!) kein Allheilmittel gegen .. alles. Ich schlafe die letzten Nächte eher noch bescheidener als auch schon und heute morgen, als ich die glorreiche Idee hatte, dass ich den heutigen Tag 5 ja direkt noch im Pyjama vor dem Frühstück erledigen könnte*, hatte ich anfangs einen leichten Anfllug von Kopfweh, danach dann hämmernde Kopfschmerzen, die so schlimm waren, dass es mir den Magen umdrehte. Ich nehme an: Erstverschlimmerung. Oder: kein Typ für Morgensport. (Oder lieber ein Glas Rotwein weniger am Abend vorher)

Beim Semmelnholen festgestellt (also: der Hübsche, ich war am Tischdecken), dass wir irgendwie den Quartierputzmorgen falsch im Kalender eingetragen hatten. Der war nämlich heute und praktisch vorbei, als der Hübsche den "Walk of Shame" an den werkelnden Nachbarn entlang antrat. Upsi.

Währenddessen war L. in der Bibliothek, Bücher abgeben und "Eragon", den Film, auszuleihen, weil er mit den Büchern fast durch ist. Ich war ganz verwundert, als das Festnetztelefon läutete, auf dem praktisch niemand mehr anruft und desesn Akku deshalb auch leer war, aber L. erklärte, dass die Bibliothekarin sich rückversichern wollte, ob er den Film ausleihen darf, obwohl er ab 12 ist. Er konnte sie durch Hundeblick und Nacherzählung der Bücher (die sie ja auf seinem Leihzettel sah) überzeugen.

Später, auf dem Weg zur Pfadiübung galoppierte uns Jonny hinterher, wie ein Hund, der mitgehen wollte. Ich rannte mit ihm schnell zurück, ich finde nicht, dass die Katzen auf den grossen Parkplatz vor der grossen Strasse mitkommen müssen. Ein Nachbar, der uns zurücklaufen sah, erzählte mir, wo er Sansa schon überall gesehen hatte (am Kreisel zur grossen Strasse, auf dem Parkplatz des grossen Supermarkts, über die grosse Strasse laufen) und hui, mir wurde grad ein wenig schwummrig. Ich hoffe, dass er sie mit einer anderen Katze verwechselt, aber eigentlich ist sie ziemlich unverwechselbr. Andererseits: wir können es nicht ändern und nur darauf vertrauen, dass sie nicht vor ein Auto läuft, in einen Müllcontainer hüpft, in eine Baugrube fällt, in die Ladezone des Supermarktes läuft und im Kühlraum eingeschlossen wird, in den Bus einsteigt ... (Sie sehen: ich bin immer noch alles andere als entspannt, was das Freigängertum angeht).

Als es draussen dann übrigens so stürmte, dass einer der Haltehaken unseres Sonnensegels brach, haben wir sie übrigens reingerufen und sie fanden das auch ganz gut.

Der Hübsche hat heute ein neues Longboard gekauft und, wie sage ich es, ohne den Tierschutz zu alarmieren, die Katzen darauf fahren lassen. Sie finden das ziemlich cool und vielleicht wird das ja noch mit einem eigenen Youtube-Kanal für #jonundsansa, wenn sie schon den Roomba so langweilig finden und wir auch bisher kein Haikostüm gefunden haben.

Gegessen:
Samstagsfrühstück aka halbes Silsergipfeli und Maisbrötli mit ... weiss nicht mehr. Ach ja: Käse, dazu ein Liter "Lady Grey"
Viel Kaffee. Sehr viel.
Spargel aus dem Ofen mit Pommes und Schnitzel, für die die wollen,
Vielleicht noch eine Mitternachtsspargelsuppe, die Schalen und Anschnitte köcheln schon.

Gelesen:
"Befreit" aus. Ich kann dieses Buch nur allen ans Herz legen. Ich bin voller Bewunderung für Tara Westover, wie reflektiert sie die unglaubliche Familiensituation aus ihrer natürlich sehr persönlichen Sicht aufarbeitet, wie wenig Groll und Bitterkeit zu spüren ist, wie sie versucht, ihre Kindererinnerungen zu verifizieren, einzuordnen, ihre eigenen Gefühle zu verstehen versucht, und natürlich was sie geschafft hat. Wow.

Stressleveldurchschnitt gestern: 22
Selbstbeweihräucherung: im letzten Moment noch gemerkt, dass ich fast einen Riesenbock geschossen hätte in der Junggesellinnenabschiedsplanung. Und dann grad noch einen. Upsi! Grad noch rechtzeitig. Puh.

*bitte keine Belehrungen, dass man Yoga nicht erledigt, weil keine Pflicht, sondern man im Hier und Jetzt und mit Geist und Seele auf der Matte, blablablablablubb, ich weiss, dass das alle ernsthaften Yoga-Leute sagen, ich mache diese Challengesache ehrlich gesagt vor allem deswegen, weil beim Yoga bei mir immer alles knackt und kracht und irgendwie finde ich das schön, und der eigentliche Grund ist, dass Adriene das Wort "Little Namaste-Shark-finn" benutzt hat.

Freitag, Mai 10, 2019

100519: Wo ist die Woche?

Meine Güte, ist diese Woche vorbeigeflogen!
Heute das übliche Freitagsprogramm: Homeoffice ab nachtschlafender Zeit (Ich muss ja im Moment wieder Hardcore Executed Batch Record Review machen*, da merke ich, wie mein Hirn erst in Autopilot geht und irgendwann ganz abschaltet. Da ist es dann ganz gut, sich mal woanders hinzusetzen, eine Runde Spülmaschine auszuräumen oder ein paar schnelle Liegestützen zu machen. Das ist daheim einfacher :-) (Naja, im Büro wären auch Leute froh, wenn jemand freiwillig die Spülmaschine ausräumen würde).
Ansonsten
Einkaufen
Nägel neu machen lassen: Lustige Nebenbeobachtung: neben mir sass eine Frau, die rausgewachsene ganz lange spitze graue Nägel hatte. Sie wollte auf gar keinen Fall kürzer, dafür aber eine andere Farbe (ich bin ja langweilig und nehme immer nur "Natur"). Dafür suchte sie eeeeeeewig in de Körbchen voller Nägel, bis sie ein, wie ich fand, recht unspektakuläres Cremeweiss mit einem Hauch rosa drin gefunden hatte. Das Töpfchen mit der korrespondierenden Nummer wurde aus dem Schrank geholt, aufgeschraubt und auf die Heizung gestellt. Ich wunderte mich schon, dass die am Rand klebenden Reste nicht ansatzweise weiss, sondern knallbabypink waren. Die Frau meinte dementsprechend auch irritiert: "Ist das die richtige Farbe?!" Die Erklärung der Nagelleute war nicht 100% zu verstehen, die gegenseitige Sprachkenntnis ist sehr auf "bisschen kürzer", "Ja gern" oder "Welche Form?" "Die da" beschränkt, aber ich reimte mir zusammen, dass das schon die Farbe wäre und der Referenznagel halt schon ewig im Körbchen liegt und deshalb ausgeblichen ist, aber die Farbe wäre es und mit der Zeit würde die schon so.
Die Frau traute dem nicht und suchte also einen anderen Referenznagel. Nach ausgiebier Recherche wurde es einer, der cremeweiss mit einem leichtaltrosa groben Glitter drin war. Wieder wurde ein Farbtöpfchen aus dem Schrank geholt, aufgemacht, skeptisch geschaut und zur Kontrolle gezeigt. Diesmal war es ein knallbabypink mit grobem Glitter. Die Frau mit den spitzen Nägeln war nicht überzeugt, seufzte tief, beide Nagelleute besprachen sich und trugen ihr eine Testschicht auf den langen spitzen Zeigefingernagel auf (knallbabypink mit Glitter) und versuchten sie mit "Nur eine, maximal zwei oder drei Wochen an der Sonne, dann sieht das aus wie der Nagel in der Kiste!".
Die Frau seufzte, murmelte: "Gibts denn keine Farbe, die einfach SO ausschaut?", seufzte und fasste eine Entscheidung: "Dann halt schwarz".
Das war eine für mich recht unerwartete Wendung, leider konnte ich nicht mehr sehen, wie das dann aussah (und welche Farbe "schwarz" in echt war), weil ich war fertig.

Sonst so:

Gegessen:
Marmeladenbrot
Brezensemmel
Karottensuppe
Walnussplunder
Freitagspizza

Gelesen:
"Befreit"

Stressleveldurchschnitt gestern: 24
Selbstbeweihräucherung: still soldiering through. Und schon 4 Tage Yoga

*Als ich das mit leicht verknffenem Gesicht dem Oberchef erzählt habe, meinte er "Ha, I guess, you will have to soldier through. Look at the bright side: you have your job guaranteed, as long as this stays that way. Noone else in the group can read Italian AND knows the process like you". Mein Kollege hat das dann schön wieder zurecht gerückt und gemeint: "Aber wenn man ehrlich ist, hast Du Deinen Job in der Produktion ja schon auch verlassen, um das nicht mehr machen zu müssen, oder?" und so unrecht hat er da nicht. Ich mag das schon "mal", aber im Moment ist vor allem der Sisyphos-Aspekt das Problematische an dem Ganzen. Ich merke, wie ich die einzelnen Operators schon wieder an ihrer Handschrift erkenne und genau weiss, bei welchem ich drauf aufpassen muss, ob er in der Nachtschicht müde war und vllt. den Datumswechsel nicht bemerkt hat, welcher sich ein bisschen schwer tut mit Kopfrechnen und welcher gern arg schnell weitermachen möchte. Und ich möchte all die Leute schütteln, die behaupten, Kinder müssten sich über ihre Handschrift kreativ verwirklichen und ihre Persönlichkeit ausdrücken und überhaupt gäbe es überhaupt keine Jobs mehr, in denen man mit der Hand schreiben müsste. Ich bin es so satt, zu rätseln, ob es jetz eine 4 oder eine 9 oder eine 7 oder eine 8 ist.....