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Dienstag, Januar 31, 2023

310123 Swoosh

 Dienstag ist ein heisser Kandidat für Ausschlafen, weil L. eh später Schule hat. Aus welchen Gründen auch immer musste Q. heute auch später raus, d.h. extreme outsleeping für alle, nämlich bis halb sieben. (Die Katzen denken immer noch ab 6:01, wir wären gestorben und müssten wiederbelebt werden)

Der Hübsche musste dann tatsächlich ein bisschen hudeln, um rechtzeitig zum ersten Call um 8 im Büro zu sein. Es reichte noch für ein Foto vom armen schwarzen Kater, der bei den Nachbarn auf dem Fensterbrett in der Kälte bibbernd auf ein drittes Frühstück warten musste. Und eine Warnung, dass es sehr glatt sei. Dementsprechend beeilte ich mich nicht so sehr mit dem Losradeln (ein Hoch auf die Flexibilität, die wir uns Gottseidank doch beibehalten) und auch beim Radeln habe ich heute mal auf eine neue Bestzeit verzichtet. Es war dann praktischerweise nicht mehr glatt, nur noch echt kalt und feucht. Die Stimmung war grossartig, es war noch neblig über den Feldern und dem Rhein, aber die Sonne kam hoch und das war so schön! (Keine Fotos, weil es ECHT kalt war und ich dann doch nicht die dicken Handschuhe ausziehen wollte zum Handyrauskramen. Nächstes Mal vllt)

Der Arbeitstag hat sich dann wie eigentlich alle Bürotage sehr zerfasert angefühlt, weil halt... immer irgendwas ist. Wenn ich daheim keine Meetings im Kalender habe, dann kann ich voll konzentriert durcharbeiten (also: bis auf Chatnachrichten oder dringende Dramen per Emails), im Büro kommt halt immer irgendwer vorbei und es gibt IMMER irgendwas zu tun / besprechen / klären. Das ist auch gut so, das ist ja das, was die letzten >2 Jahre einfach gefehlt hat. Ich muss nur noch lernen, dass sich das nicht als "nix getan" anfühlt. Heute auch festgestellt: das Noisecancelling unserer neuen Standardheadphones ist wirklich gut. Ich habe sie aufgelassen, nachdem ich ein.. keine Ahnung, was auch immer Trainingvideo (wie nervig, dass es nur noch Videos gibt und keine geschriebenen Anleitungen...) angeschaut habe und bin fast vom Stuhl gefallen, als mein Chef, nachdem er mich schon mehrfach angesprochen hatte, weil sein "Gmail falsch ausschaut", aufgestanden ist und mir auf die Schulter getippt hat (ich konnte es souverän lösen, einfach auf den Button mit dem grossen "X" drücken, dann geht das falsche weg)

In der Kantine merkt man deutlich, dass viel mehr Leute als jemals jetzt auf dem Areal arbeiten (es wurde ja der neue Turm gebaut und besiedelt, der "alte" Turm ist nun vollbesiedelt mit all denen, die vorher in Aussenstellen über die ganze Stadt verteilt waren und ... naja, es wird voll in den Kantinen. In kleinen Gruppen (heute zB: spontan zu zweit mit einer Kollegin, mit der ich noch nie ausserhalb Dramen zu tun hatte) findet man aber auch einen Platz, wenn man wahnsinnig ist und um 12 geht, obwohl jeder weiss, dass da ALLE gehen und deshalb ALLE schon spätestens um viertel vor 12 gehen.

Beim Heimradeln war dann alles wieder trocken, die Sonne war aber auch weg und ich hatte zwar das Handy direkt in die Jackentasche gesteckt, aber langweilige Hochnebelfotos sind halt langweilig.

Daheim dann erstmals eine Crowdfarming Lieferung mit nur einem Stern bewertet, allerdings nur den Lieferungsteil von DHL, weil: ich habe zwei Sachen in der Lieferung geändert und zwar bestätigt bekommen: 1. Lieferung nicht heute, sondern morgen 2. Abstellen vor der Haustür. Was passierte: das Paket kam heute und wurde bei den Briefkästen an der Strasse vorne abgestellt. Nicht cool, vor allem weil man mit der Abstellgenehmigung die Verantwortung für den Verlust übernimmt. Hat aber gsd keiner meine 10kg Orangen geklaut und sie sehen toll aus! Richtig, richtig gross und riechen soooooooo gut!

L. und ich haben tatsächlich einen sehr schönen Coworking-Moment gehabt, aus Gründen haben wir nebeneinander am Küchentisch beide an eigenen Dingen gearbeitet und waren sehr froh um die Gesellschaft des anderen. Ausserdem teilen wir einen sehr speziellen Snackgeschmack und haben uns getrocknete Mangos und Salzbrezeln geteilt. Das war richtig schön. (Auch schön: wir haben unabhängig voneinander das Wahlfach / Wahlpflichtfachprogramm für das nächste Jahr für ihn angeschaut und er musste richtig lachen, als er meine Notizen sah, die ich gemacht hatte, weil sie genau seine Gedanken wiedergaben.)

Abendprogramm war wie alle zwei Wochen dienstags sehr zerfasert, weil ich Meeting bis 20:00h habe, die Jungs aber alle zu aushäusigen Aktivitäten verschwinden (Sport, Pfadileiter-, Pio-Hock). Ich sass also mit Kopfhörern vor dem Computer, tief in Diskussionen über sehr komplexe Supply Chain- und Filing-Landschaften, während es von unten schon sehr verführerisch nach Capelletti mit Salbeibutter roch, die sich die Jungs zum Essen machten. Nicht ganz einfach, sage ich Ihnen!

Jetzt bin ich aber fertig, mache mir Asia-Reste vom Wochenende nochmal warm (alles zusammenwerfen, mehr scharf dran, Rest Reis dazu, mehr Gemüse und das übrige Eiweiss mit anbraten, fertig.), springe unter die Dusche und hoffe, dass alle rechtzeitig heimkommen, dass wir den Tag mit einer GoT Folge gemeinsam abschliessen können (bisschen Sex & Violence und schöne Landschaften vor dem Einschlafen)


Gegessen:

Müsli, Joghurt, Orangen, Himbeeren, Kirschen, Heidelbeeren

Tacobowl, Romanesco, Salat

Asia-Gröstl


Gelesen: "Spinnennetz"

Gesehen: "GoT"

Getragen:

draussen:


drinnen


(meine Haare habe ich am Teil des Undercuts, den man nicht dauernd voll sieht, mit allen Farben, die ich habe, gefärbt und der Rest ist ein bisschen hell-lilaner geworden als ich dachte und naja, das Licht im Büro hat das nochmal viel deutlicher gemacht, aber hey, draussen alles grau, bin ich halt auf dem Kopf bunt.)

Montag, Januar 30, 2023

300123 Neujahrsvorsätze, Artischocken, schwarze Katzen

 Montag. Das Wochenende ist trotz eigentlich nicht viel zu tun nur so verflogen. Hmpf.

Heute routinierter Start in die Woche, jeder weiss, was wie wann wo, das ist doch auch schön.

Ich habe beim morgendlichen Sportprogramm unter anderem 21 Liegestützen statt der angedachten 15 am Stück geschafft (ich habe umgewechselt von denen auf den Knien, ich habe ja eh keine Zeit, deshalb mache ich lieber die anstrengenden als viele von den nicht so anstrengenden, ausserdem bin ich ja kompetitiv und deshalb möchte ich zumindest ein bisschen was von dem können, was die Männer des Haushalts trainieren. Ich habe leider den Moment verpasst, wo ich in Klimmzugtraining einsteigen hätte können, weil ausser dem Hübschen keiner welche kann. Ich bin so kurz, dass ich als einzige (kann das sein? So gross ist L. doch nicht?) ein Böckli brauche, um an die Stange zu kommen, und mit unterstützenden Gummibändern habe ich es ... naja, ich sags wie es ist, geschafft mich richtig selber ins Gesicht zu kicken beim Absteigen und das möchte ich lieber nicht... Aber: Liegestützen gehen gut. Ich war schon mal fast so weit wie jetzt, dann kam Corona und es ging erstmal nicht und dann wieder nicht mehr so gut, aber jetzt läufts!) Auch der Rest vom Sportelprogramm lief super, es ist ja immer ein Kampf gegen den Unterzucker. Anscheinend war mein Anteil von 26 Zimtschnecken gestern und das Müsli zum Frühstück eine solide Grundlage.

Dann ein ungewohnt meetingreicher Morgen, zum Grossteil sogar auf deutsch und nicht mal hochdeutsch, das bin ich ja schon gar nicht mehr gewohnt. Die Arbeit an dem "Wir leisten unseren Beitrag zur Rettung der Welt"-Slidedeck, die ich mir extra für heute aufgespart hatte, war dann erstens doch gar nicht so spannend und zweitens musste sie zwischenrein geklemmt werden, aber naja, erledigt.

Ein bisschen aus Versehen habe ich mich in ein optionales (aka "dafür habe ich eigentlich nie Zeit") Meeting im Rahmen des Zusatzjöblis eingewählt, weil ich dachte, dass ich endlich mal was dort teilen und beitragen kann. Habe es brav in das Jamboard, das in der Einladung angehängt war, eingetragen und dann.... haben sie den Setup des Meetings total geändert, es gab eine ganz andere Agenda, das Jamboard ist anscheinend mittlerweile egal und stattdessen ging es um Feelgood Warmup Themen und ich musste mir ganz schnell Neujahrsvorsätze aus den Rippen schneiden, für die ich auch noch Tipps von Kollegen möchte. Lol. Meine anerzogene Höflichkeit erlaubte mir nicht, nach dieser Erkenntnis und nur 2 min Meeting zu sagen: "Ups, sorry, dachte, das wäre relevant für mich, ok, bye" und naja, jetzt habe ich ein bisschen gebondet und Tipps bekommen, wie ich es schaffe, mich am Ende von 2023 nicht nur mit den Fingernägeln auf dem Zahnfleisch grad so über die Ziellinie zu ziehen. Wie schön.

Danach: eine letzte Roadshow Präsentation für unser "crossfunctional Chapter", diesmal lief es richtig gut. Das ist beruhigend, weil eine davon lief so schräg, dass ich schon echt an unserem Slidedeck und dem Chapter und unseren Präsentationsskills zweifelte, aber vllt war das einfach eine tough crowd. Heute: alles easy und sie haben sich mit Jubelpunkten bedankt.

Katzenründchen waren heute lustig: GPS-Jonny ist wieder sehr anhänglich an unserem Jonny. Wann immer wir rausgehen und unseren suchen, klingelt es, GPS-Jonny kommt angewackelt, schmeichelt, rollt sich und unserer ist nicht weit. Heute sass unserer dann irgendwann auf dem Tennisplatz, Maulwurfhaufen bewachen, und GPS Jonny kam mit uns an und wanzte sich langsam in die Nähe ran und schaute dann auch sehr intensiv auf den Nachbarhaufen. Unser Jonny weiss nicht recht, was er davon halten soll, es ist ihm ein bisschen unheimlich, aber ich finde es so viel besser als mit dem Nachbarskater, der ihm immer direkt Fell ausreisst und Löcher in den Kopf beisst. Ein klingelnder Padawan, hat doch was.

Bei L. ist Semesterwechselwoche, es geht nahtlos mit Tests fürs neue Halbjahr weiter. Das Zeugnis scheint es morgen zu geben. Ausserdem kamen schon die Infos zum Wahlfach- und Wahlpflichtfachangebot für das nächste und LETZTE Jahr an dieser Schule. Es ist tatsächlich Halbzeit für L. dort!

Jetzt: Abendessen. Mich hungert.

Gegessen:

Müsli, Joghurt mit Orangen, Kirschen, Himbeeren und Heidelbeeren. 

Orangen (am Mi kommen die zweiten 10kg von Crowdfarming, ich bin diesmal bereit)

anderthalb Artischocken mit Joghurtknoblauchmayo und Brot

Montagspizza


Gelesen: "Rotwild" gestern aus, "Spinnennetz" angefangen

Gesehen: Beim Strampeln "Verschollen in Lorenskog", mit dem Hübschen "Manifest"

Sonntag, Januar 29, 2023

290123 Faulitag

 Ausschlafen, Frühstücken, Morgenfolge GoT, Französischlernen für L., Sporteln, Haareschneiden (der Hübsche an Q), Zimtschneckenbacken, Zimtschneckenessen, mehr GoT, mehr Zimtschnecken, Sauna, Tacos.

Ein guter Tag. 

(und ja, ich habe mich geschminkt, wie jeden Tag, vermutlich aber nur, weil ich male gaze befriedigen will und natürlich der Schönheitsindustrie hörig bin. Wtf einfach, ich kommt nicht drüber weg, dass man weibilche Solidarität predigt, und dass man Leute nicht wegen ihres Äusseren runtermacht oder ihrer Kleidung wegen, oder ¨überhaupt eine Meinung dazu haben geschweige denn äussern darf, aber Makeup, das ist scheisse. Eh klar.)

Samstag, Januar 28, 2023

280123 Taube, nicht friedlich

 Was habe ich mich auf das Ausschlafen ohne Wecker heute gefreut!

War auch entsprechend super, nach Katzenfüttern, rauslassen, wieder reinkommen und zum Trocknen auf der Decke begrüssen gab es um viertel nach acht Kaffee im Bett, das war grossartig. Dann wurde es ein bisschen aufregend, weil auch Jonny zurückkam und zwar nicht allein, sondern mit einer Taube im Maul. Sansa blockierte von innen das Törchen, überhaupt war die Taube sehr unhandlich und so, naja, war es bei uns im Garten nicht so schön. Wir haben das nicht wirklich vorbildlich gelöst: Wir waren uns die ganze Zeit nicht sicher, ob die Taube nicht schon tot ist. Jonny hat geknurrt und bestand nur aus Krallen und Zähnen, die Taube hat sich totgestellt und ... naja. Ich bin sehr, sehr beeindruckt, wie viele Federn so eine Taube hat. Irgendwann liess sich Jonny doch ins Haus locken (ohne Taube) und als wir eigentlich dachte, sie wäre leider halt unrettbar tot oder wenigstens bald und wie gelähmt überlegten, ob wir jetzt nix machen oder sie "erlösen" (so ein doofes Wort dafür) oder zum Tierarzt fahren  oder was, kam der Nachbarskater in den Garten. Der frisst öfter die Reste von Jonnys oder Sansas Beute auf, ist aber offensichtlich selber kein richtiger Jäger. Als ich in den Garten schaute, sass er unten am Zaun zu den Nachbarn und ... die ziemlich zerrupfte Taube sass auf dem 2m hohen Zaun und flog dann davon. Hm.

(Jon Snow hat seinem Namen alle Ehre gemacht, es sieht sehr nach "Winter is coming" aus bei uns im Garten).

Dann: Morgenfolge GoT, Rucksackpacken bei L., er ging heute mal als Leitperson bei den Pfadis schnuppern. Q. hatte sich abgemeldet wegen viel für die Schule zu tun und der Hübsche und ich machten uns auf den Weg ins Nachbarsstädtchen, so spannende Sachen erledigen wie Drogeriemarkteinkauf, Fressnapfeinkauf, Kontaktlinsen abholen, Kleiderpaket abholen, Jeans für L. kaufen, weil seine Lieblingsjeans durchgeschrubbelt und zwei Grössen zu kurz ist. Und dann natürlich am Heimweg im Stau stehen. Immerhin war das "Narrenbaumstellen" schon vorbei, als wir aufschlugen. Normalerweise haben wir ein Talent dafür, dass an den Tagen, wo wir da sind, irgendein Fasnachtsevent ist und Unmengen verkleidete Menschen betrunken und in grossen Mengen halt betrunken Fasnachtsdinge machen. Örks.

Daheim dann einräumen, Katzen mit frischem Futter begeistern, mit den Nachbarn von ggü über Solaranlagen schwatzen (das gibt mir Hoffnung für Klima und Umwelt), vom Hübschen hören, dass sich erwachsene, gesunde, echt gut verdienende Menschen, die allein leben und zwar 300m von dem Megasupermarkt weg, sich nun ernsthaft über die 1.50CHF Parkkosten aufregen und in Zukunft 10km weit weg einkaufen fahren werden, weil sie sich nicht abzocken lassen wollen. Und überhaupt nicht verstehen, dass SIE das Problem sind, weil sie überhaupt mit dem Auto 300m zum Einkaufen fahren. (Sehr enttäuscht, dass es nicht nur die halbanonymen Trolle von Facebook sind, die so einen Quatsch von sich geben).

Geduscht, bevor die Kinder heimkommen, Abendessen vorbereitet und danach geht es wieder nach Westeros. Der Tag ist nur so verflogen....


Gegessen:

Halbes Silsergipfeli, Lady Grey Tee, Fastenwähe mit Hummus

Hafermilchkaffee

Sesam-Tofu-Sticks auf Gemüsenudeln


Gesehen: GoT

Gelesen:: "Rotwild"

Freitag, Januar 27, 2023

270123 TGIF

Eine Viertelstunde länger geschlafen als sonst, weil L. heute wegen Semesterwechsel schulfrei hat und Q. erst um viertel nach sechs aufstehen musste. Man nimmt, was man kriegt (die Katzen finden das sehr schwierig und schauen ab 4, 5 alle paar Minuten, ob wir noch am Leben sind).

Nach dem Eingrenzen /Einfangen der vermeintlichen Feuerwehraktion diese Woche und natürlich dem fehlenden Freitag letzte Woche gab es einiges fertig  zu machen, aber: ich habe es geschafft! Ein Thema hebe ich mir für Montag morgen auf, da brauche ich dann max eine konzentrierte Stunde dafür im Vergleich zu ungefähr 3 Stunden mit müdem Hirn heute. (ausserdem ist das eines der unglaublich tollen, spannenden Themen, bei denen ich mich total freue, dass ich das Zusatzjöbli seit zwei Jahren mache. Ich hin tatsächlich aktiv an einem Thema beteiligt, das mal wirklich die ganze Weltbevölkerung betrifft und wir machen da mehr als nur "also eigentlich vor allem Bürokratie", wie die Kaltmamsell eine meiner, wie ich eigentlich dachte, eher superspannenderen Arbeitsgeschichten letzte Woche zusammengefasst hat. (Merke für die Zukunft: Freunden ohne Pharmahintergrund andere Geschichten aus der Arbeit erzählen als "wie wir mal total krass wegen Schachtelaufdruck mit einer Behörde verhandelt haben")

Sporteinheit am Morgen tat gut (ich bin ja aktuell bei 4-5x die Woche daheim Sporteln und 2x eben die 25km mit dem Rad, das reicht mir aktuell).

Der Hübsche und ich hatten uns die Care-Arbeiten für heute aufgeteilt: ich machte den Wocheneinkauf, er ging mit L. zum Arzt (kleine, unangenehme Sache, die sich zieht und bis zu den Skiferien vorbei sein muss.). Beides mittlebefriedigend. Beim Einkaufen wird per Durchsagen immer noch Veganuary und Dryjanuary beworben, in den Regalen stehen allerdings schon wieder "Mit Club 20% auf alle Weine" und die reduzierten Schaumweine aus den Silvesterüberbeständen und die letzten Reste Sommerweine sehr stark reduziert. (Note to myself: die Biovariante unseres Lieblingsmalbecs mögen wir wirklich nicht besonders, bitte nächstes Mal auch mit 50% Rabatt nicht mehr einkaufen. Mal sehen, ob ich mich da dran erinnere).

Parkplatz: für Freitag mittag überschaubar gefüllt, aber letzten Endes ist es mir ja eh wurscht, ich geh ja zu Fuss und auch zu Fuss mit de Einkaufswagen die paar Meter bis heim. Spannend, wie sich die Anwohnerangst vor Verkehrswalze und Parkpiraten nun zu blankem Hass ggü dem VCS und dem Gemeinderat gewandelt hat und sich ohne Witz daran aufhängt, dass die erste Stunde Parken nicht gratis ist, sondern 1.50CHF kostet. (Das ist btw der Preis für eine stinknormale Semmel in ebendiesem Coop. Just sayin. Aber ich wollte ja, dass es mir egal ist. Ups. Apropos: Es gibt ein neues "Switzerland says Sorry", diesmal über "Neutralität")

Mittagessen musste schnell gehen, weil L. noch nicht gefrühstückt hatte und ich schon, aber vor langer, langer Zeit und das ist bei uns beiden sehr gefährlich. Deshalb ganz untypisch inmitten unausgepackter Einkäufe schnell eien Brotzeit für alle.

Man merkt, dass bei uns allen die Luft raus ist: L.s Woche mit Test und 2 Checks, Q.s Woche mit 2 Tests und Wahlfachentscheidung, des Hübschen Woche mit Microsoft Issues, Deadlines und Familiensorgen, und naja, meine Woche kennen Sie eh.

Ich wollte heute eigentlich den Computer zuklappen, bevor die Kollegen in Kanada und Kalifornien aufwachen, das hat aber natürlich nicht geklappt. Ich hoffe, es ist jetzt alles geklärt, ich mag jetzt nämlich nicht mehr.

Gegessen:

Brioche mit Honig (ich habe L und den Hübschen mit meiner "Joghurt / Müsli / Früchte Phase angesteckt, deshalb war der Joghurt alle)

Brot mit Hummus, Oliven, Gurken, Karotten

FREITASGSPIZZA

Gesehen: "Vermisst in Lövenskog" beim Sporteln, "GoT" mit den Jungs (mit dem Hübschen schaue ich gerade "Manifest", mal sehen, ob das cool oder doof wird). 

Sidenote: Ich habe ja ein paar unverhandelbare No-Gos für Filme und Serien. Ich schaue nix mit Zombies, keine verfilmten Computerspiele, keine Filme über "schiefgelaufene Drogengeschäfte", nix, was in den 70ern spielt, und asiatische, südamerikanische und spanische Serien und Filme waren bisher auch noch genau NIE meins (Ja, ich habe "Parasite" gesehen und fand ihn grauenvoll schlecht.). Joah. Trotzdem haben es der Hübsche und die Jungs geschafft, mich zu überzeugen, dass wir alle gemeinsam "The last of us" anschauen und ich deshalb noch die erste Folge anschauen müsste, die sie ohne mich letztes Wochenende geschaut haben. Ich lag also gestern in der Badewanne, startete das Tablet und mir reichte es eigentlich schon, als die Oma der Nachbarn so fiese Zischelgeräusche machte. Als sie dann pilzinfiziert Barteln aus dem Mund hängen hatte und ihre Betreuer geifernd aussaugte und dann der Held mit dem Pickup durch Strassen voller Zombies und über lauter Zombies drüber fuhr, schaltete ich ab und schickte eine strenge SMS an den Rest der Familie, dass diese Serie nur angeschaut werden kann, wenn ich in sicherer Entfernung bin, weil GEHTS NOCH?!


Donnerstag, Januar 26, 2023

260123 Hitzn

 Gut geschlafen, erstmals überhaupt, glaube ich, bin nicht ich, sondern der Hübsche wach geworden, als Jonny um 4 oder so lieber aus unserem Zimmer raus wollte (Eigentlich schlafe ich ungern bei geschlossener Tür (eingesperrtwerden-phobie und natürlich aus Baby/Kleinkinderzeiten das Gefühl, immer sofort jedes Hüsterchen hören zu müssen), aber bei den aktuellen Temperaturen sind offene Fenster UND offene Tür keine Option, weil sonst das ganze Haus auskühlt. Und dann ist es klar: mit zuem Fenster ersticke ich, das ist noch schlimmer als eingesperrt sein).

Dann übliches Donnerstagsprozedere: Frühstück, Emails zum Kaffee, sobald es halbwegs hell ist, mich warm einpacken und ab aufs Rad. Heute habe ich drauf geachtet: ich brauche für die Strecke zu Turm bisschen länger als 23 Minuten Tür zu Drehtor, das ist schon ziemlich gut und geht nur, weil keine Ampeln und kein Verkehr zu beachten ist  und wenn die Bahnschranke offen ist und ich mehr oder weniger einfach 12.5km gradaus fahr (einmal rechts abbiegen über das Kraftwerk, dann links abbiegen weiter am Rhein entlang und ganz am Schluss rechts abbiegen am Werkszaun entlang bis zum Tor)


Danach ist mir von aussen (also: der Teil, der aus Kleidern rausschaut, also der Kopf, besonders das Gesicht und trotz Handschuhen die Hände) kalt und von innen wunderbar warm und mir wird den ganzen Tag nicht kalt. Überhaupt ist mir viel eher zu warm als jemals zu kalt, dementsprechend laufe ich meist eher dünn bekleidet rum, heute mit einem dünnen Shirt mit Dreiviertelarm und einem dünnen Hemdchen drunter (v.a. weil das Shirt nicht ganz blickdicht ist). Meine KollegInnen, die sich seit Wochen über die Temperaturen im Büro beklagen, wunderte das sehr und irgendwann wurde mir ans Herz gelegt, vllt doch trotzdem eine Jacke überzuziehen, damit die Gebäudeverantwortlichen nicht denken, wenn die so hitzig rumläuft, könne man ja noch weiter mit der Temperatur runtergehen. (Ich habe irgendwo gelesen, es würde jetzt nur noch auf 20 Grad geheizt, und kälter fühlt es sich tatsächlich auch nicht an, gemessen habe ich natürlich nicht. Ich bin im Moment der allgemeinen Klagestimmung ein wenig überdrüssig tbh...)

Gute Neuigkeiten: in Sachen Toaster / Löschzug habe ich es heute geschafft, alle an den Tisch zu bekommen und wir haben jetzt ein für allemal geklärt, dass nix brennt, sondern eben, der Rauchmelder am falschen Ort hängt und ausserdem gar nicht mit der Feuerwache verbunden sein sollte. Halleluja. Ausserdem haben wir festgelegt, dass der Rauchmelder von da wegkommt. Phew.

Für morgen habe ich mir dann einen Block Zeit reserviert für ein anderes spannendes Thema, das ich eigentlich die ganze Woche machen wollte/sollte, aber wegen Toaster nicht dazukam.

Q. hatte heute nachmittag einen Infortermin für die Wahl des Zusatzfachs, das er die nächsten beiden Jahre wählen muss und das dann auch eine Maturnote ergibt. Er hat sich interessante Favoriten ausgesucht, hätte ich so nicht gedacht (oder selber gewählt). Als ich erfahren habe, was es überhaupt für Fächer gibt, hat es wieder viel mehr Sinn gemacht, weil ... lol, das ist schon ein bisschen verrückt. Wie praktisch, dass er das so gut im Griff hat und so genau weiss, was er möchte (oder was auf keinen Fall), dass mir das alles wunderbar egal sein kann.

L. hatte den zweiten Check 2 (Englisch) diese Woche, Anfang der Woche hatte er schon Deutsch. Wie schon ein paarmal erwähnt, ist das eine Aart Nordwestschweizer Pisastudie. Eigentlich werden da die Klassen eines Jahrgangs schulübergreifend verglichen, aber es gibt auch Einzelresultate, die nicht promotionsrelevant sind, aber gerade der S2 Check ist wohl Standardanforderungen bei Lehrstellensuche etc.

Ansonsten noch ein bisschen unheimlich: gestern habe ich noch über "Mistgabeln und brennende Kreuze" geschrieben, heute sieht es so aus auf dem Schrankenparkplatz.



 (Ich bin und war ja nie bei Facebook, der Hübsche schon und ist auch morbide fasziniert in nicht mal der wildesten Dorf-FB-Gruppe und teilt die Highlights von dort mit uns. FB ist mir eh fremd, aber all diesen Hass und Dummheit mit Klarnamen zu versprühen, ist schon sehr speziell. Und auch: weil es hier ein Dorf ist, kenne ich dann doch den einen oder anderen dieser Leute dort und hm, hätte ich lieber nicht gewusst.)


Jetzt: Feierabend

Mittwoch, Januar 25, 2023

250123 Lose Enden

 Es war ein verrückter Arbeitstag. Schon krass, wie viel Arbeit da drin steckt, wenn man... lassen Sie mic einen Vergleich finden, zB ein Rauchmelder Alarm schlägt und man weiss, dass das normalerweise Feuer bedeutet und man eine sehr kurze Zeit hat, um den Löschzug zu aktivieren, der das Feuer mit einem Schaumteppich, Wasservorhang, Pulverlöscher, vllt Nachbargebäude einreissen, eindämmt, um sicherzugehen, dass nicht die ganze Stadt abbrennt. Um das vorzubereiten und zu überlegen, ob man Löschzug, schweres Gerät, Evakuierung braucht, muss man sehr schnell reagieren und hat vielleicht noch nicht alle Informationen, aber um die Stadt zu retten, muss man manchmal einfach entscheiden, das Haus einzureissen, auch wenn es theoretisch sein könnte, dass es nicht nötig gewesen wäre.

Es kann aber auch sein, dass dieser Rauchmelder eine Fehlfunktion hat und vielleicht nur piepst wie abgestochen, weil ... ihn zB jemand über den Toaster gehängt hat. Wenn man das weiss, ist es natürlich NICHT die richtige Reaktion das Haus abzureissen oder auch nur einen Schaumteppich zu legen, weil das mehr Schaden anrichtet als etwas zu nützen. Im Moment sind wir also in der Phase, fieberhaft zu bestätigen, dass nur ein Rauchmelder am falschen Ort hängt, bevor die Zeit abgelaufen ist, in der mehr oder weniger automatisch der Löchzug kommt. (Bisschen traurig: wenn der Löschzug kommt, bekommt das jeder mit und es gibt sehr grosse Visibility. Nicht unbedingt nur positiv, aber man wird zumindest auf die Schulter geklopft, dass man das Richtige getan hat und die Stadt nicht abgebrannt ist. Wenn man mit sehr, sehr viel Mühe und Arbeit einerseits alles für den Löschzug und das Evakuieren vorbereitet, auf der anderen Seite aber daran arbeitet, niet und nagelfest zu beweisen, dass es nur der Rauchmelder über dem Toaster ist und das dann kurz vor Schaumteppich noch hinbekommt, merkt das keiner, obwohl das eigentlich viel, viel besser ist als Löschzug, weil nicht nur die Stadt nicht abgebrannt, sondern man nicht mal Schaum in der Küche hat und sogar der Toaster noch geht.)


Deshalb hier auf die schnelle ein paar lose Enden der letzten Wochen: 


ich kann leider nichts zur Verkehrswalzensituation am Dienstag morgen sagen, weil ich da ja im Büro bin. 

Entwicklungen sind aber, würde ich sagen, kurz vor Mistgabeln oder brennenden Kreuzen, man ist sich uneinig, wo die aufzustellen wären. In den einschlägigen Facebookgruppen wird der Gemeinderat, der VCS und der Supermarkt zu gleichen Teilen verantwortlich gemacht.

Eine Schranke wurde wohl kürzer als die anderen gebaut und man kommt auch mit einem Lieferwagen mit nur bisschen aufs Gras fahren im geschlossenen Zustand vorbei.

Heute abend standen die Schranken übrigens offen, warum auch immer.


Drinnen stehen grosse Schilder, ich paraphrasiere: "Scheiss-VCS"


Es berichten nicht nur die Lokalzeitungen, es gibt sogar ein Video eines lokalen Fernsehsenders, ich glaube, sogar mit Tränen.

Ich habe tatsächlich keine Kapazität für Meinung zu diesem Thema übrig, geschweige denn starke Gefühle. Wer hat das gesagt? "Bevor ich mich aufreg, ist es mir lieber egal"


Das Island-Tuch ist FERTIG!

Ich habe es gestern abend eingeweicht und gespannt und heute abend die Fäden abgeschnitten und ich bin begeistert! Es fühlt sich an wie sehr stabile Spinnweben und ist RIESIG! (ich sehe es mich schon in die Westfjorde ausführen).








So, jetzt Pfannkuchen machen, es sind alle hungrig hier.

Dienstag, Januar 24, 2023

240123 Dienstag?

 Mit so einem langen Wochenende, das nicht wirklich erholsam war, fühlt sich diese Woche einfach endlos an (ich habe auch HEUTE schon alle Orangenvorräte für die ganze Woche aufgegessen. Als ich "Orangen" auf die Einkaufsliste gesetzt habe, habe ich nicht bedacht, dass diese Woche der Hübsche und die Jungs ohne mich einkaufen gehen würden und halt brav EIN Netz Orangen kaufen. Tja.

Anyway, es wurde ausgeschlafen bis halb sieben, ich bin zum ersten Mal seit IMMER ungeschminkt ins Büro gegangen respektive -geradelt, damit ich gegen Gesichtsabfrieren den Buff drüberziehen kann wie so einen Bankräubermütze. War heute morgen dann gar nicht soooo kalt, wäre vermutlich auch ohne gegangen. Aber: Schminken geht ja schnell, wenn ich kein fancy Augenmakeup, sondern nur 2 Supershocks und Kajal verwende, also ob ich die fünf MInuten daheim investiere oder im SUPERLOCKERRAUM, ist ja auch schon wurscht.


Ich weiss nicht, was heute los war, habe ich irgendeinen Feiertag verpasst oder was? Auf unserem Stockwerk und anscheinend überhaupt im Turm war es für einen Dienstag wie augestorben, ich habe um viertel vor neuen noch einen Fensterplatz mit Rheinblick bekommen. Normalerweise bekommt man um die Zeit noch den allerletzten Schreibtisch in der hintersten Ecke des Silentbereichs, wenn überhaupt. In der Kantine war es aber so bumsvoll, dass es überhaupt keinen Spass machte (zugegebenermassen: nicht wegen des Wartens sondern wegen des Motzens der mitgekommenen Kollegen über das Warten und die Essenspreise und die Schlange am Kaffee und die keine Schwarzwälder Kirschtorte und die Schaumqualität im Cappucino und den Milchgeschmack und ..... orrrr.).

Heimradeln war erstaunlich warm, der Spätnachmittag bis Abend war dann noch sehr voll mit dringenden Meetings. Ich muss sagen, ich wäre bereit für ein Ende der Grippesaison zb jetzt, sage ich ganz ehrlich.

 Abendessen lief gestaffelt, die Kinder haben Pfadihock zu unterschiedlichen Zeiten, der Hübsche ist beim Sport und ich bin jetzt auch endlich fertig mit USA-Meetings und jetzt ganz allein mit Katzen daheim. Hm. (Aaaah, ich werde das Stricktuch spannen, das wollte ich ja heute machen! Schon wieder ganz vergessen, weil ich das nächste Projekt (diesmal einen ganz simplen Loop aus einem flauschweichen dicken Verlaufsgarn) schon gestartet habe und das wegen dick so schnell geht)

Unsere Crowdfarming Olivenöl Bestellung (3x 2.5L, 3 verschiedene sortenreine Olivenöle) kam heute, damit kommen wir, wenn wir nicht zu viel verschenken, vielleicht ein Jahr hin. Falls nicht, hat der Hübsche heute von seinem Kollegen gelernt, dass dessen Familie Olivenbäume hat, die "das beste Olivenöl der Welt" ergeben, so wie jeder Olivenölhain im Besitz irgendeiner Familie. Wir haben jetzt also ein Probierkanisterchen und .. erstmal genug bestes Olivenöl der Welt, würde ich sagen.

Gegessen:

Müsli, Orangen, Himbeeren, Joghurt

Falafel mit Zitronenjoghurt, Bulgur und Lauchgemüse und einen langweiligen Beilagensalat

Orangen

Tortellini mit Salbeibutter


Gesehen: "Manifest" mit dem Hübschen

Gelesen: "Rotwild"

Montag, Januar 23, 2023

230123 Alltag

 Puh, eigentlich wäre ich bereit für Ausschlafen im eigenen Bett und Nixtun im eigenen Daheim gewesen, aber mei, überhaupt im eigenen Bett schlafen und arbeiten im eigenen Daheim ist auch ok.

Ich war ja etwas nervös, weil mir der Listenabarbeitungsfreitag gefehlt hat, aber ich hatte dafür heute vormittag überhaupt kein einziges Meeting, so dass ich tatsächlich fast mit der Liste durchgekommen bin. Mit Grill von unten, ich liebe meine Sitzheizedecke, mit Heizung von innen (3 Kannen Fencheltee) und Orangen ging das ganz gut. Für das Gefühl (und weil es wirklich noch dunkel und düster war und Q.s neue Lampe halt nicht wirklich hell macht) noch mit anner Lavalampe für Abi-/Unigefühl.

Schnelles Mittagessen nur mit Resten von gestern und dann ein Nachmittag voller Meetings, zack, Abend.

Der Hübsche hat das Auto von der von mir mühsam auf 900km über D/A/CH-Autobahnen aufgesammelten Salz- und Dreckkruste befreit (da ist bei uns klare Arbeitsteilung: ich wasche kein Auto, er flickt keine Kleider), weil er am Mi Chauffeur für einen Haufen Arbeitskollegen macht. Gestern abend meinte er noch: "Ich bin noch nicht so alt, dass ich deswegen extra das Auto putze." Hat offensichtlich noch genau ein Tag zu der Altersgrenze gefehlt (er hat gemeint: "Ich wusste ja nicht, WIE dreckig es ist"). DANKE!

Ich habe gestern noch das Island-Tuch abgekettet, mit Spannen warte ich bis morgen abend, weil morgen ja die Putzhilfe kommt und die ist ... etwas arg eigenmächtig mit Aufräumen und Wegschmeissen und ich möchte nicht riskieren, dass es entweder zerrissen oder entsorgt oder beides wird.

Sieht aber schon mal gut aus: 

vor dem Abketten (vllt kaufe ich mir mal einen längere Rundstricknadel in der Stärke)


Danach


Jetzt: Abendessen mit Q., der Rest gestaffelt wegen Sport, ich muss noch meine Radlklamotten für morgen bereit legen (ich glaube, morgen schminke ich mir erst im Umkleideraum, dann kann ich den Buff übers Gesicht ziehen beim Radeln und kriege vielleicht doch keine Erfrierungen) und dann das Protokoll vom Wochenende schreiben, solang die Erinnerung noch so frisch ist, dass ich meine Notizen verstehe.

Gegessen:

Marmeladenbrot

Salat, Rest Quinoasüsskartoffelauflauf (sehr langweilig)

Orangen

Montagspizza


Gesehen: "Totenfrau" beim Sporteln

Gelesen: "Rotwild" (halleluja, endlich wieder ein richtiges Buch!)

Sonntag, Januar 22, 2023

220123 Kann ich jetzt Wochenende?

 Oidapopoida, bin ich kaputt!

Aber: ich bin wieder daheim, in einem Stück, ohne in den Strassengraben gefahren zu sein. Anstrengend war es neben allem auch wegen der Fahrerei. Ich war mir gar nicht bewusst, WIE viel Anstrengung der Autopilot des Tesla rausnimmt. Schneematsch und Salz auf der Strasse sorgen dafür, dass das Frontradar und die Kameras nach ungefähr 20km mit dramatischem Gepiepe und Blinken und ROTES LICHT, als ob Darth Vader die Brücke des Todesstern betritt, den Dienst einstellen. Das voll und ganz selber fahren bin ich ganz offensichtlich nicht mehr gewohnt. Am Supercharger haben dann neben mir auch alle anderen Teslafahrer ihre Autos geputzt (also: die richtig, so mit Abzieher und Wasser und auch die ganze Karosserie, ich habe nur die Kameras und Radarnupsis geputzt, es lagen ja noch 250km vor mir, was soll ich da das Auto putzen?

Skurrilste Beobachtung: die Gruppe polnischer Trucker, die in Trainerhosen, barfuss und mit freiem Oberkörper im Schnee gemeinsam Frühsport gemacht haben. Ganz starke Rocky-Vibes. (Ich habe mich nicht fotografieren getraut, sie sahen sehr stark aus)

Skurrilste Fähigkeit meinerseits: statt aufzulegen mit demselben Drehknöpfchen im Auto das Dach zu öffnen. Mehrmals. Und in 100% der Fälle erstmal in die Richtung "ganz auf" anstatt "fuck, wieso habe ich Schnee im Kragen, mach zu!!" zu drehen. Ich nehme an, das lässt sich umprogrammieren, aber ich bin es jetzt fast gewohnt.

Ich habe das Buch fertig (habe es auf 1.5facher Geschwindigkeit gehört und das war mir immer noch zu langsam) und es war so schlimm, dass ich bei Goodreads eine Rezension geschrieben habe:

"Das war die langweiligste, unausgegorenste, unspannendste Krimireihe, die ich seit langem gelesen habe. Ich würde mir wünschen,  dass Autoren und Übersetzerin dazu gezwungen würden, die drei Bände zu lesen oder noch schlimmer,  sich als Hörbuch anzuhören. Ich weiss gar nicht, was ich schlimmer fand: die unendlichen Wiederholungen, das auswalzen der belanglosesten Gedankengänge (trinke ich einen Kaffee? Ach ja, gern, oder nein, vielleicht doch nicht, aber lecker wäre es schon, aber was, wenn ich mich bekleckere, soll die Bürotür offenbleiben, mache ich besser zu, aber dann sehe ich nicht, wenn der Dingens kommt, aber stimmt, der kommt ja erst viel später, ich glaube, ich mache doch zu, bla blablabla), die total abstruse Geschichte, auf die total unnötig i njedem Band eine Schippe draufgelegt wurde, die mit der gesamten  Vorgeschichte nichts zu tun hatte

 (Gespaltene Persönlichkeit, Kinderpornoring, Sekte, Inzesttochter, und zu guter letzt das transsexuelle jüdische uneheliche Kind aus der Ukraine, das aus dem KZ gerettet wird, einen Kinderpornoring UND einen Kinderhundekampfring aufbaut, als Anwalt, Schweinebauer, Buchhalter und halt Mann lebt, Gebärmutterhalskrebs bekommt UND Menschenversuche zur Einbalsamierung bei lebendigem Leib macht UND eine Skulptur aus mumifizierten Kinderleichen baut.)

Ich frage mich, was die Autor geraucht haben und wo um alles in der Welt das Lektorat des Verlags war.

Oida."

Eigenlich wollte/sollte ich noch ein Protokoll der Gespräche am Wochenende schreiben, aber ich kann kaum noch geradeaus schauen. Das muss bis morgen warten.


Samstag, Januar 21, 2023

210123 What a day

 Der Abend gestern war genauso grossartig wie erhofft. Ich hatte mich ja seit Wochen auf die Verabredung mit Frau Kaltmamsell gefreut und ... wie sie so schön schreibt: wie gut, dass es diesmal nur ein paar Monate zum nächsten Mal sind. Sie hatte das Green Beetle rausgesucht, das vegetarisch / vegane Restaurant von Käfer und ja, es ist mir ein bisschen peinlich, WIE lange es dauerte, bis es bei mir klickte, dass Käfer / Beetle, naja.

Das Essen war der Wahnsinn, zum Teil fast zu schön zum Essen. Für Bilder und Beschreibungen schauen Sie doch gern auf der Vorspeisenplatte direkt vorbei (Mein Favorit rein optisch war auch die Vorspeise, geschmacklich hat mich das pochierte Ei am meisten begeistert. Ich meine: wie will man bei so einem Fest EINEN Favoriten küren?). Wir haben geredet und erzählt und zugehört, von traurig über lustig über spannend und interessant und schwupps, war es auch schon elf. Was für ein grossartiger Abend!

"Heimweg" war total unspektakulär, ich bin offensichtlich Grossstadt (und ÖV) nicht mehr gewohnt. Freitag kurz vor Mitternacht bumsvolle U-Bahn (v.a. nach draussen, nicht IN die Stadt) hat mich etwas überrascht, der durch den Waggon wabernde Bierdunst erst auch, aber dann ist mir eingefallen, dass das Wegbier tatsächlich auch im beschaulichen Basel "a thing" ist mittlerweile und naja

Das Motel One, das ich ausgewählt habe, liegt praktisch direkt am Bahnsteig, ich duschte heiss, fiel ins Bett (und las noch ein gutes Stück in denn blöden Buch weiter). Die Nacht war entsprechend kurz, weil heute ja  der Wecker schon um sechs läutete.

Eigentlich lief alles wie am Schnürchen, bis mir .... vor Ort und 10 MInuten vor Beginn des grossen Treffens, wegen dessen wir ja alle angereist waren, auffiel, dass mein Geldbeutel nicht da war. Weder im Rucksack noch in der Jackentasche noch der Handtasche noch irgendiener anderen Tasche, nicht im Kofferraum, nicht auf dem Weg, nicht unter irgendeinem Autositz. Letzte Erinnerung: die Bäckerei neben dem Hotel, wo ich noch Brezn, Krapfen und einen Coffee to Go gekauft hatte. Und dort spezifisch der Tisch, wo man den Deckel drauf macht. Ich hatte nämlich keine Handtasche dabei, nur Handy, Autoschlüssel und Geldbeutel mit in den Laden genommen.

Schneller Anruf ergab: nix gefunden.

Ich sah neben dem wichtigen Treffen einen Riesenscheiss vor mir: alle Karten sperren (immerhin sind diesmal Ausländerausweis und Passe NICHT im Geldbeutel gewesen),, Krankenkassenkarten neu machen lassen, gsd war das Hotel schon im Voraus mit der Kreditkarte bezahlt, zur Polizei und den Führerschein verloren melden, neuen Führerschein machen lassen und OHNE Karten heimfahren.

Trotz Treffen und Anruf fuhr ich die 20km nochmal zum Bäcker, wir suchten gemeinsam, ich suchte den Parkplatz ab, alle Mülleimer (dort wird erstaunlich viel Korn in mittelgrossen Flaschen konsumiert), nix. Der Hübsche hatte mir dabeim rausgesucht, dass ich (ich habe Kreditkarten von 3 verschiedenen Unternehmen, Bankkarten von zweien) die einen Karten direkt in der App sperren lassen kann, das ging schnell. Die der Schweizer Bank liess ich telefonisch sperren, das ging eine Zeitlang,  weil ich für die zweite schon wieder um Auto auf der Autobahn auf dem Rückweg war, der Datenempfang massig, die Access App für den Code zum Sperren sich nicht öffnen ließ und ich bei den Fragen zur Identitätsfestellung natürlich voll verkackt habe. Wissen Sie, welchen Betrag Sie als letzten und wo mit Ihrer EC-Karte gezahlt haben? (Rhetorische Frage, ich sags nur)

Ich hatte mich also mit der Situation abgefunden, parkte wieder zurück rückwärts ein und .......

.....

sah im Rückspiegel im Rinnstein meinen Geldbeutel liegen. Nass, dreckig, vllt überfahren, aber da.

Phew.

Ich zahle jetzt also Lehrgeld in Form von Gebühren für die neuen Karten, aber der Rest passt wieder.

Puh. Das war ein durchaus fulminanter Start in diesen sehr speziellen Tag.

Jetzt lade ich hier noch ein bisschen am verschneiten Supercharger und dann gehe ich einfach schlafen.


Nachtrag: Ich BIN wohl drübergefahren.


Freitag, Januar 20, 2023

200123 Reisereise

 Der Hübsche meint, 13 Grad im Schlafzimmer wären zu kalt, ich fand es sehr gemütlich.

Naja, jetzt bin ich ja zwei Nächte nicht da, da kann er ausprobieren, welche Temperatur er lieber hätte.

Ich habe also mit den Jungs gefrühstückt, meine Toilettenbeutel und den Kabelbeutel fertig gepackt (wer wäre fast ohne Zahnbürste losgefahren?), habe mir Reisesnacks gemacht (ich hatte ja an sich Sandsiches geplant, aber die für gestern abend gekauften zwei Brote waren heute morgen restlos verschwunden, also habe ich mir eine grosse Box voll Paprika- und Gurkensticks gemacht, Darvidas eingepackt und auf eine Bäckerei gehofft) und weil ich dann IMMER NOCH zu früh war, den Pizzateig für die Jungs heute abend angesetzt.

Ich habe mein aufgeladenes Rad in die Garage gefahren, meinen Koffer und Schuhsack in den Kofferraum gelegt, nochmal ausprobiert, ob ich das mit dem CSS Adapter hinkriege (ja) und schon ging es los. Erstmal nur ein Stückchen, ich hatte ja aus Zufall für heute morgen einen (durchaus nötigen) Haareschneidtermin abgemacht. Ich war zu früh, also ging sich das super mit der Bäckerei aus (Breznknoten und Apfelplunder).

Beim Haareschneiden wie immer: sehr angenehmes Geplauder, wir kennen uns ja seit 100 Jahren. Wir haben über unsere durchaus unterschiedliche Meinung zu "Harry & Meghan" gesprochen, ich habe ihr "The Crown" ans Herz gelegt und dann viel über den Aufbau eines eigenen Geschäfts und das Nutzen von Social Media dafür gelernt. Also: Falls Sie entweder im Dreiländereck um Basel einen wunderbaren Friseursalon suchen, kann ich Ihnen diese Damen ans Herz legen. Und falls Sie in derselben Gegend (oder , ich denke mal, bis nach oben in die Pfalz) zu einem besonderen Anlass besonders gut aussehen wollen, sowohl die Frisur als auch Makeup etc., dann schauen Sie doch mal hier vorbei. (Empfehlung von Herzen!)

Joah. Und dann, frisch gestyled ging es auf die Strasse. Ganz schön lang, das grösste Abenteuer war, dass das Auto erst in St Gallen laden wollte, aber ich nicht, weil da der Supercharger in einem Einkaufszentrum ist und ich keien Lust auf Rangieren hatte. Dann wurde dieser Supercharger kurz vor "Jetzt abbiegen" auf einmal geschlossen (?) und das Auto sehr nervös. Ich nicht, weil ich wollte ja eh nicht hin. 

Bei den zwei, wo ich geladen habe, einmal in Bregenz und einmal in Eching, bin ich beide Male wegen gut versteckt je einmal vorbeigefahren und musste zurückgurken. Sonst: draussen kalt, Schnee, drinnen gemütlich.

Apropos Schnee. Ab St Gallen war richtig Winter, ab Lindau sagte der Autopilot und jede Art der Fahrunterstützung wegen Schneetreiben "I gives up" und das war ganz schön anstrengend zu fahren.

Aber ich hatte ja als Unterhaltung einen Probemonat Audible aktiviert, den dritten Band der (sehr schlechten) Krimireihe als Gratisbuch (und das ist noch zu teuer, aber ich will halt jetzt wissen, wie es ausgeht. Nicht mehr, wer was war, weil das ist schon seit dem 2. Band klar, aber es wissen noch nicht alle Personen im Buch, nur die Leser/Hörerschaft SCHON SEIT STUNDEN) runtergeladen und habe irgendwann dann angefangen, mit dem Erzähler zu schimpfen, ihn auf Wiederholungen hinzuweisen, auf Logiklöcher, auf grauenvolle Formulierungen ("Um Zeit zu gewinnen, strich sie sich mit der Hand über das Gesicht. Unter der Haut spürte sie die messerscharfen Kanten ihres Schädels") und überhaupt war ich sauer, dass das Buch, das aus der Perspektive von keine Ahnung wie vielen weiblichen Personen erzählt wird (von einem Mann geschrieben, das erklärt vermutlich einiges. Unter anderem an abstrus skurril falscher Beschreibung von weiblichen Körperfunktionen und wie sich das anfühlt), von einem Mann vorgelesen wird.  (Also: Lesen Sie die "Victoria Bergmann"-Trilogie und auch alle anderen Bücher des Autors lieber nicht. Sie sind wirklich schlecht)

Naja. Alles in allem finde ich Hörbücher immer noch schlimm, und ein schlecht geschriebenes Buch laut vorgelesen ist doppelt schlimm.

Jetzt sitze ich hier im Gewerbegebiet ggü einem Hagebaumarkt im Schneeregen und warte, dass das Auto vollädt, dann werde ich zum Hotel fahren, einchecken und hoffentlich einen Parkplatz bekommen und dann freue ich mich auf meine sensationelle Gesellschaft heute abend!


Donnerstag, Januar 19, 2023

190123 4 Tagewoche

 Gut geschlafen, Frühstück mit allen, dann trennten sich unsere Wege, meiner war sehr, sehr kalt und sehr, sehr schnell. Es war deutlich unter Null, aber trocken und ich bin erst im Hellen losgefahren, so dass ich alle Eisplatten etc. gut erkennen und umfahren konnte.

Kleidungstechnisch habe ich eine Schippe draufgelegt: ich habe die richtig, richtig warmen Schneestiefel angezogen, die ich von L. geerbt habe, nachdem sie ihm nach 1 Woche Skiferien  natürlich sofort zu klein geworden waren. Die sind so warm, dass sie für alles über null Grad natürlich nicht taugen, aber fürs Radeln waren sie super


Ich feiere meinen Locker immer noch sehr: ich hatte einen Wollrock und Stiefel und Wickelcardigan dabei (sehr mutig, finde ich, mit ohne Zubindemöglichkeit, aber hübsch, so rumgeschlungen, ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, den so zu tragen, wenn es nicht auf dem Produktbild der schwarzen Variante gewesen wäre, ich habe natürlich die blaue) und sah (bis auf die roten Ohren und bisschen zerzauste Frisur gar nicht aus, wie frisch vom Rad gefallen. 


UND: es gibt einen Ganzkörperspiegel dort. Natürlich nur für Outfitfotos nutzbar, wenn keine sonst im Raum ist, weil Umkleide und so, eh klar.

Sonst: langer Meetingtag, ich bin noch nicht ganz at ease damit, dass ich gefühlt an meinen Officeofficetagen NIX geschafft bekomme, weil ich nur in Meetings bin oder halt "nur mal schnell, wo ich dich grad sehe...." Sachen mache und die Todoliste währenddessen halt fröhlich weiterwächst. Das ist natürlich nicht ganz fair, Meetings und "nur mal schnell" sind auch Arbeit und wichtig.

Diese Woche ist aber für mich eine kurze Woche, weil ich morgen ja Richtung alte Heimat fahre und so nicht mit leerer oder fast leerer Liste ins Wochenende gehe. Ich hadere ein bisschen mit meiner Entscheidung, nicht mit dem Zug, sondern mit dem Auto zu fahren, weil ich natürlich die Zeit im Zug perfekt für solche Arbeit nutzen könnte. Zumindest die Zeit in einem SBB-Zug auf der Schweizer Seite. Und da sind wir auch schon beim Dilemma: Wäre es nur in der Schweiz, kein Problem. So aber, mit der Deutschen Bahn und v.a. der ÖV-Anbindung meines Zielorts, lol, da fahre ich sicher nicht nur mit dem Zug hin, dafür reicht mit ein Wochenende nicht. Ich möchte vor Ort die Flexibilität haben, zu kommen und zu gehen, wann ich möchte, ohne Stunden an einem oder eher vielen Bahnhöfen und Bushaltestellen zu verbringen.

Und so werde ich halt stattdessen Stunden in einem warmen Auto mit Autopilotfunktion und einem Hörbuch auf 1.25facher Geschwindigkeit verbringen.

Naja.

Gegessen:

Müsli mit Joghurt und Orangen

Linsen-Irgendwas von der Asiatheke in der Kantine, nicht gut aufgepasst, weil Mittagessen mit einem langjährigen Kollegen, den ich lang nicht mehr gesehen habe und wir hatten viel zu erzählen.

Spiegelei, Brot, Salat


Gesehen: "Kaleidoscope" zu Ende. (not fully sold, obwohl die Idee, die Reihenfolge zu shufflen schon sehr superist)

Gelesen: "Narbenkind" (muss ich fertig kriegen, ich habe den Folgeband als Gratishörbuch für die Autofahrt :-)

Mittwoch, Januar 18, 2023

180123 Homie

 Im Moment freue ich mich jeden Tag sehr aufs ins Bett gehen und schlafen und in der Nacht aufwachen, es ist einfach die perfekte Kombination an Temperaturen: draussen unter Null, das Fenster weit offen, unter der perfekten Deckenkombination (Sommerdecke und Fleecedecke drüber) eine abends kochendheisse, morgens immer noch lauwarme Wärmflasche, auf dem Kopf eine Mütze, das Gesicht ist eiskalt, alles andere mollig warm und ich hab Luft zum Atmen. Und dann hat der Hübsche heute nacht um fünf einfach das Fenster zugemacht (das Fenster ist an MEINEM Kopfende), weil ihm zu kalt war. Tsss.

Sportrunde, Duschen, anziehen (der Zimtstern-Hoodie war gestern abend so gemütlich, den habe ich grad nochmal angezogen), Schminken, Kräutertee und Orangen machen, Arbeiten mit Wollsocken, Tee und auf einem auf voller Leistung laufenden Stoov-Dingsi, das ist schon sehr gemütlich. Wenn auch nicht so stylish wie im Büro, aber da gehts ja morgen wieder hin.

Arbeitstag: Sehr, sehr, sehr voll, sehr viel geredet, sehr tolles Ergebnis erzielt (mit so, so, so, so, so viel Mühe vorneweg, ich war fast enttäuscht, dass das lang erwartete grosse Entscheidungsgremium einfach gesagt hat: "Ja, ok, super." und wir nicht verhandeln und kämpfen mussten.). Wann immer über die ach so gierige Pharmaindustrie geschimpft wird, die ja nur hinter dem Geld her ist und einfach wegen Geldgeilheit halt nicht genug Kinderfiebersaft oder Krebsmedikamente herstellt und man müsste die alle enteignen oder schlimmer, dann würde ich so gern erzählen, WAS wir tatsächlich machen und veranstalten, um eben Stockouts zu verhindern oder so kurz wie möglich zu halten, aber leider ist das ja alles vertraulich. Heute also wieder dazu beigetragen, weiterhin Kinder zu retten. Viele. (nicht mit Fiebersaft oder Krebsmedikamenten)

Abends sind heute tatsächlich ungewohnterweise alle daheim ohne Sport oder Pfadi und ich hatte auch nur Meetings bis halb sieben, es gab also Essen für uns alle gemeinsam und jetzt eine Runde Doomlings und dann GoT, wir müssen ja vorlegen, nachdem ich am Wochenende schon nicht da sein werde.

Gegessen:

Joghurt, Orangen, Müsli

Orangen, Alpenkräutertee (Fenchel ist alle)

Kichererbsenkartoffelsuppe, nur hatten wir sehr überraschenderweise keine Kichererbsen mehr, also habe ich stattdessen weisse Bohnen genommen, ging auch. Der Hübsche fand es super, ich eher so ok.

viel Kaffee

Pasta mit einer extrem scharf geratenen Tomatenchiliolivensosse


Gelesen: "Narbenkind"

Gesehen: "Totenfrau" (eigentlich ist die Serie schon sehr gut, trotz dem Dialektmist) und natürlich "GoT"


Morgen wieder Schneeradeln, ich freu mich!

Dienstag, Januar 17, 2023

170123 let it snow

 tl, dr: Wieder ein toller Tag im neuen Büroumfeld, Radln im Schnee ist super, es gibt aber noch improvement opportunities

Heute erstmal ausschlafen, weil ein Kind wegen weiss nicht erst um acht aufstehen musste und das andere erst um halb sieben, also: halb sieben für alle.

Ich war ein bisschen aufgeregt (ich bin fast immer aufgeregt wegen irgendwas), weil es heute ja endlich mal kalt sein sollte zum Radeln. Der Schnee, der angekündigt war, sollte ja per Regenradar erst um 20:00h kommen, aber hey: kalt!

Ich packte mich (und mein Ladegerät fürs Rad, das wollte ich nämlich auch ausprobieren) also warm ein, das bedeutete: 

normale Socken, 

Strumpfhose (dünn, aber blickdicht) drüber (drüber weil: die Strumpfhose ist noch super und hat die beste Farbe für das grau-weinrote Kleid und die schwarzen Stiefeln, aber hat ein Loch an einem Zeh. Wenn ich sie ohne Socken drunter anziehe, rutscht mein Zeh raus, wird abgeschnürt, tut weh und v.a wird sehr, sehr kalt)

zusätzliche Panty drüber (die Strumpfhose hat eine wirklich tolle Farbe, die ich seitdem nirgends mehr gefunden habe, sonst hätte ich sie schon längst entsorgt, sie ist nämlich auch am Bund so ausgeleiert, dass sie mir ohne Halt durch extra Panty dauernd rutschen würde)

Unterhemdchen

Strickkleid

Schwarze Stiefel

Warme Softshellhose

Fleecejacke

Goretex-Regenjacke

Buff, den ich unter dem Helm über den Kopf ziehe, damit die Ohren nicht abfrieren

Radl-Windstopperfingerhandschuhe

Krabbenüberhandschuhe


Für den Hinweg bei knapp über Null war das perfekt, ich hatte ein bisschen kühle Fingerspitzen, sehr rote Backen und natürlich schon nach den ersten Metern, die es hier gleich ordentlich schnell bergab geht, verlaufene Wimperntusche.


Ich bekam noch den letzten Radladeplatz (es gibt absperrbare Kistchen mit Loch zum Kabeldurchfädeln und Steckdose drin), leider hatte ich nicht viel Zeit, weil Meeting, um mein Rad zwischen alle andere ordentlich reinzuklemmen und am besten noch in die Halterung, so dass der Abstand zum Kistchen um ein paar Zentimeter zu weit war, so dass ich meinen Trafo auch ausserhalb des Kistchens hängen lassen musste, aber ich vertraute auf abgeschlossenes Werksgelände, abgelegener Ort und niemand meiner 10000 Kollegen vor Ort würde jemals etwas klauen. Oder so.

Umziehen: immer noch toll im blitzsauberen Lockerraum, ich hatte keine Zeit und mir war nicht kalt genug, aber prinzipiell ist die Dusche natürlich nicht nur gut, wenn verschwitzt, sondern auch, wenn durchgefroren.

All das dauerte dann die kritischen Minuten zu lang, die mir noch einen Deskarbeitsplatz neben meinen KollegInnen garantiert hätten, ich habe mich dann, weil Meeting, in eine Glaskiste mit Vorhängen aka Fokusraum gesetzt. Ich fand das eigentlich ganz gemütlich, weil halt trotzdem Schreibtisch mit zwei Bildschirmen und wenn ich einsam war, konnte ich die Vorhänge aufmachen oder die Tür anlehnen und wenn mich was nervte, einfach zumachen. Viele Kollegen haben richtig Mühe mit der Umstellung auf das neue Konzept (vielleicht sind die, die es gut oder egal finden, aber auch nicht so outspoken, wie die, die es ******//)/&/&%&/"** finden, wer weiss), ich mag es tatsächlich sehr und mag auch das Experimentieren und sich darin zurecht finden. Es ist, wie in einer Highest End Büromöbelausstellung zu arbeiten und ALLES ausprobieren zu dürfen.

Vor dem Mittagessen gab es dann noch eine Willkommensveranstaltung im Turm für alle Neuen, incl alle Site Service etc. Für mich als alter Site- und Turmhase war nicht soooo viel neues dabei. Ich liess mir dabei helfen, die Site-App so zu konfigurieren, dass ich alle Features nutzen kann (Trick war: "Oh, das ist die alte Version der App, da ging das noch nicht. Update geht auch nicht, man muss de- und dann neu installieren." Jetzt kann ich also meinen Standort mit KollegInnen teilen und wir können uns dann direkt mit Floorplan etc finden. Also: könnten wir, wenn ausser mir das noch jemand in unserem Team machen würde. Ansonsten fand ich den Löschroboter der Feuerwehr am spannendsten, aber halt auch nicht ultrarelevant für meinen Arbeitsalltag.

Den Sandwichlunch liess ich ausfallen, ich war zu einem nachgeholten Mittagessen mit einer Freunden / ehemaligen Bürokollegin verabredet und .... wir hatten viel zu erzählen. Ich hoffe, ich habe sie ein bisschen zu Wort kommen lassen (das ist mein Bedenken nach JEDEM Treffen oder Meeting: dass ich alle einfach zulabere und dann ist es vorbei und niemand anders hat was gesagt)

Irgendwann in einem der letzten Nachmittagsmeetings schaute ich dann aus dem Fenster und ... von wegen "ab 20:00h", draussen trieben dicke Schneeflocken quer am Turm vorbei. Der Hübsche hat etwas übertrieben:


es war schon kein Sturm, nur bissl Wind und ausserdem der Boden nicht kalt genug, dass was liegengeblieben wäre. 


Ich bin aber natürlich trotzdem nicht mit 45km/h (sondern nur max 40) heimgefahren. Das Judgementcall, ob es nun bei Schneetreiben eine Regenhose über der Softshellhose braucht, wäre .. gut ausgegangen, wenn der Heimweg maximal 11,25km wäre. Bis dahin perlte nämlich alles ab, ab dann lief es mir die Beine innen runter in die Stiefel. Interessanterweise fühlte es sich so an, als ob der erste Eintrittspunkt des Wassers die Kniekehlen gewesen wären, das macht eigentlich keinen Sinn. Daheim war ich dann unter der Jacke trocken, die Beine und Socken in den Stiefeln quatschnass und schon ganz schön kalt.


 Aber gsd habe ich ja auch daheim eine Dusche und so habe ich das Abendmeeting mit Kalifornien und Kanada dann in warmem, trockenem Hoodie und Yoga-Hose und Wollsocken erledigt (mir wurde von de Kindern frischer Flammkuchen angereicht und so war alles gar nicht schlimm, nicht mal, dass überzogen wurde und ich erst um 20:00h Feierabend hatte.

Gegessen:

Müsli, Joghurt, Orangen

"Fricktaler Spiegelei auf Gemüserösti", Romanesco und Rettichsalat mit Cranberries

Flammkuchen mit Zwiebeln, Wirsing und Tomaten


Gelesen: "Narbenkind" und diesen sehr interessanten Artikel über Twitter seit Elon

Gesehen: "GoT"

Montag, Januar 16, 2023

160123 Go with the flow

 Das war heute ein sehr schön friedlicher Tag.

Wie üblich, Montag mit allen zu Hause, da läuten alle Wecker um 6, die Kinder gehen um kurz vor/nach sieben aus dem Haus, ich nach Frühstück / Kaffee /Emailrunde sporteln und der Hübsche ausnahmsweise an einem Montag auch aus dem Haus.

Zu einem spektakulären Sonnenaufgang übrigens:


Montag ist der laaaaaaaange Schultag, L. kommt um viertel vor, Q. um viertel nach sechs nach Hause, der Hübsche heute ähnlich.

Vor mir lag also ein langer Arbeitstag mit sehr wenigen Meetings, weil heute in USA Feiertag ist. Ich hatte eine lange Liste mit verschiedenen kleineren, grösseren, spannenden, weniger spannenden To-Dos und was soll ich sagen? Bis darauf, dass ich eins der beiden Meetings heute verpasst, weil vergessen (ich war mir todsicher, es ist um 9:30, dann war es schon um 9) habe, was anscheinend aber nicht so schlimm war, lief es einfach perfekt.

Ich habe mir an einer von Q.s 40000 Bluetoothboxen gegen die Stille meine Spotify "Zeitkapsel"-Playlist abgespielt, das war allergrösstenteils eine Mischung ist, die ich ohne mitzudenken mitsingen kann (und das natürlich nur, wenn keiner daheim ist, weil ich sonst ja gern belächelt werde oder meine Engelsstimme gedisst wird) und habe zu insgesamt 4 1.5L Thermoskannen Fencheltee, dem einen oder anderen Kaffee zwischendurch, ein paar Orangen und schnell mit frischem Gemüse rausgebratenen Restasianudeln von gestern zu Mittag, einer kleinen Katzenrunde, bei der ich nur Simba aka GPS-Jonny getroffen habe, unglaublich konzentriert vor mich hingeschafft. Ich habe es sogar verpasst, dass alle heimgekommen sind (da war ich gerade in einer Archivsuche, in die man mich mit "Ich denke nicht, dass wir das jetzt noch rausfinden können" reinmanipuliert hat) und es hat sich gar nicht anstrengend angefühlt. Das war schön.

Ich habe mit Q. zusammen zu Abend gegessen (ich weiss ja, dass er ein Superkind ist, das durchaus unterhaltsam erzählen kann, heute wieder gelernt, dass er auch ein sehr interessierter und empathischer Zuhörer ist.), Wäsche erledigt, meine Radlsachen für morgen gepackt (zB Duschzeug für den neuen Superspind, Darvidas für den Unterzucker vor dem Heimradeln), ich bin gespannt, ob der Wetterbericht hält, was er im Moment ankündigt (Schneeregen, in Schnee übergehend, Regenradar sagt, erst am Abend) und ob meine Ausrüstung das mitmacht. Zur Not dusche ich halt heiss IN DEM TOLLEN UMKLEIDERAUM.

Gegessen:

Orangen/Müsli/Joghurt

Orangen/Kräutertee/Kaffee

Udonnudeln mit Unmengen Gemüse

Montagspizzaschiffchen


Gelesen: "Narbenkind"

Gesehen: "Die Totenfrau" beim Strampeln (ich gebe zu, ich habe Mühe damit, wenn eine Krimiserie basierend auf einem österreichischen Buch tief in den Tiroler Bergen spielt und der gesamte Cast spricht, als ob sie zwischen Hamburg und Hannover leben würden. Bis auf die Nebenrollen und natürlich die Bösen wie der korrupte Polizeichef, der schmierige Restaurantleiter und die geld- und machtgeile Hotelbesitzerin. Die dürfen/müssen Dialekt sprechen.)

Sonntag, Januar 15, 2023

150123 Li'l bit o' housekeepin'

 Ich sag's Ihnen ganz ehrlich: ich finde kaum etwas langweiliger als Bloggen über das Bloggen. Nichtsdestotrotz: ich habe dieses Wochenende viel mehr Zeit als ich gern hätte (und das wäre: keine) damit verbracht, mich über Medienkompetenz, Lesekompetenz, Kommunikationsfähigkeit, Anspruchshaltung und im Allgemeinen auch Benehmen verschiedener Menschen im Zusammenhang mit meinen Twitter-/Blog-Aktivitäten (Instagram, Linkedin, Xing und Ravelry sollte ich da vielleicht noch in den Raum werfen, vielleicht kann man noch diverse Likes von Katzen- oder Tortenvideos, Gratulationen zu Jobjubiläen oder Herzchen an Strickanleitungen auch so interpretieren, dass ich ein überhaupt extrem unangenehmer Mensch bin? Das wäre super, danke.) zu wundern, zu ärgern und überhaupt Zeit mit Gedanken daran zu vertun.

Ich habe also folgendes geändert:

im Blog können Sie jetzt nur noch mit Google-Konto kommentieren. Das tut mir leid für alle, die sich benommen haben und nett und lustig waren und sich jetzt anmelden müssen (ich weiss, das funktioniert nicht immer so reibungslos, wie man es gern hätte). Für die, die meinen, mir hier hinrotzen zu müssen, wie gestört sie mich finden, finde ich es nur fair, wenn entweder ich oder halt auch die Polizei / Staatsanwaltschaft im Falle von justiziablen Äusserungen einen einfachen Startpunkt für die Kontaktaufnahme hat.

Ich werde solche Kommentare nicht freischalten (ich würde vor der Tür abgestellte Kacksäckhen ja auch nicht aufs Sofa stellen), sondern wie bisher als Spam markieren und irgendwann zeige ich mal wieder, was sich da so angesammelt hat.

Ich habe nach 14 Jahren auf Twitter (gerade jetzt, wo eh kaum noch wer da ist wegen Elon) meinen Account auf privat gestellt. Und nein, Sie müssen mir keine Folgeanfrage stellen, Sie hatten ja 14 Jahre, um auf "Folgen" zu klicken, das ist ausreichend, finde ich.

Ich habe die PushNachrichten von WhatsApp deaktiviert. Ich möchte morgens um sechs, wenn ich nur kurz die Katzen rauslasse und dafür per App das Törchen entsperren muss, direkt Nachrichten sehen, die mich dann an den wenigen Tagen, wo ich länger schlafen könnte, wachhalten.


Soweit, so langweilig.

Sonst: nachdem ich heute schon wieder nicht ausgeschlafen habe, habe ich dann nach leisem Kaffee im Bett neben schnarchendem Hübschen und mit laut über das scheussliche Wetter reklamierendem Katzenmädchen (eine Langhaarkatze hat ganz schön langes nasses Fell, wenn es schüttet) das gestern an der Tür aufgehängte Jutetascherl für den Zopf von den Pios wieder abgehängt, den Zettel über dem Klingelknopf, der unter die Fussmatte verweist, und den Umschlag mit Karte und Geld unter der Fussmatte wieder eingesammelt, den Tisch für ein wunderbar ausführliches Frühstück gedeckt, Teig und Füllung für Zimtschnecken angesetzt, zwei nassen Pios die Tür geöffnet und den Zopf in Empfang genommen, gelesen und gestrickt und irgendwann dann mit Q und dem Hübschen gefrühstückt. 

L. kam dann irgendwann recht schlapp (sie haben gestern über 100 Zöpfe gemacht und beim MEGASTORE in der Bäckerei gebacken und heute verteilt) nach Hause und war erstmal platt (und hatte Kuscheleinheiten mit Jonny, der im Moment am liebsten mit und bei L. im Bett chillt, nachzuholen)

Ich habe einen Audible-Probemonat gestartet, einfach nur, weil ich nächste Woche ja ohne Rest ins Münchner Umland fahre und mit nur Musik oder halt nix im Auto vor Langeweile sterben würde. Der Hübsche hat mir noch gezeigt, wo man einstellt, dass auch Audible über das Autosoundsystem abgespielt wird und, das ist das allerbeste, ich habe rausgefunden, dass man die Abspielgeschwindigkeit erhöhen kann und ich beim Zuhören nun nicht einschlafen muss.

Der Hübsche und ich haben dann, während die Zimtschnecken aufgingen, eine schnelle Runde den Römergeschichtspfad entlang gemacht, es war kalt und nass und richtig schön.

Wieder zurück waren alle bereit für GoT UND Zimtschnecken und ... was soll ich sagen: ich hatte insgesamt 17 Stück gemacht, hatte mir ausgemalt, dass bestimmt noch ein paar fürs Frühstück morgen überbleiben würden und dann waren erst alle geknickt, als das erste Blech weg war und das zweite Blech wurde so schnell geleert, dass ich mir meine Zunge verbrannt habe, weil ich auch noch eine haben wollte, und vielleicht ist die Einheit "450g Mehl" nicht mehr ganz adäquat. 

Beim Strickprojekt bin ich im letzten Farbband, das, wo es heisst: "quite loose and warm, but using a lot of yarn", das heisst aktuell 870 Maschen auf einer sehr, sehr kurzen Rundstricknadel, ich hoffe, ich bereue das nicht :-)

Jetzt habe ich noch einen kleinen Spreadshirtjob (nachdem ich für eine Kollegin, die nach Japan zurückging, ein Team-T-Shirt "designt" = einen Text zu einem fertigen Bild auf ein TShirt drucken liess, gelte ich bei uns in der Gruppe als Design- und T-Shirtprofi, lol), ich hoffe, ich finde was gescheites.

Mit L schaue ich mir gleich noch ein bisschen NT über Viren an und dann ist das eigentlich als sehr gemütlich geplante Wochenende auch schon wieder rum.

Gegessen

Hefezopf (nicht selber gebacken) mit Hummus und Avocado und Rettichsprossen (wir haben noch zwei aus der aktuellen Kiste, dann kommt im Februar eine neue)

Weniger Zimtschnecken, als ich gedacht hätte

Orangen

selbstgestricktes Asia-inspiriertes Essen mit Tofu, Udonnudeln und allem, was die Gemüseschublade hergibt


Gesehen: "Kaleidoscope" mit Q. und dem Hübschen (das ist sehr interessant, es sind 8 Folgen, die für jeden, der schaut, in unterschiedlicher Reihenfolge gezeigt werden, bis auf die letzte. Es geht um einen grossen elaborierten Heist mit Verrat und Clues und Tricks und ist sehr, sehr gut gemacht) und natürlich endlich wieder GoT


Gelesen: "Narbenkind" (naja)

Samstag, Januar 14, 2023

140123 Eigentlich alles super

 So, L. und ich vermelden von der Impffront: auf der Omikron-angepasste Impfstoff sorgt bei uns beiden für Armweh. Sonst nicht besonders viel (bei L. weiss ich es nicht genau, der ist schon vor 10 verschwunden und kommt frühestens morgen mittag zurück, weil sie mit den Pios Sonntagszöpfe für das gesamte Dorf backen und morgen früh ausliefern. Auf Insta habe ich aber gesehen, dass sie den Teig mit der Hand kneten, ich gehe davon aus, die Schmerzen sind aushaltbar.)

Ausschlafen wäre bis 8 drin gewesen, aus Gründen war ich aber ab sieben hellwach, ist ja auch ok. Es gab Kaffee und Internet und Buch im Bett, bis der Wecker für den Rest läutete.

Mit L bin ich dann zum Semmelnholen gegangen (er hat im Moment einen extrem grossen Appetit auf Müsli und Birnen, eigentlich auch Kakis, aber die sind irgendwie spurlos aus der Obstabteilung verschwunden?!, da durfte er heute selber aussuchen. Der Hübsche und ich sind nämlich beide sehr festgefahren und spezifisch in unseren Müslivorlieben, da möchte keiner von uns die, die wir für die Kinder gekauft haben, die sie aber doch nicht so toll finden, aufessen. Es wurden für ihn: Special K red berry and seeds. Hätte ich so auch nicht gedacht.) und auf dem Hinweg schon haben wir etwas sehr Witziges beobachtet. 

Dafür muss ich ein bisschen ausholen (ach und wie schön, dass das MEIN Blog ist und ich hier schrieben kann, was und wie ich will, und mir keiner sagt "Boah, komm zum Punkt" oder "OK, Frau Brüllen, der Satz ist 5 Zeilen lang, das muss kürzer gehen" oder "Ok, I get the point, but please make it more crisp").

Unsere Reihenhaussiedlung liegt ggü von einem grossen Supermarkt und Baumarkt. Dieser Supermarkt hat im Rahmen seiner Expansion (von normal zu "Megastore") vergessen, dass ... es in der Schweiz verboten ist, so viele Parkplätze kostenlos anzubieten, weil Umweltschutz und was weiss ich. Die Gemeinde, die das alles so genehmigt hat, hat das auch nicht gewusst und so genehmigt, es hat eigentlich keinen gestört ausser ... den Veloclub Schweiz Verkehrsclub Schweiz *, der festgestellt hat, dass das so nicht ok ist und der Parkplatz kostenpflichtig sein muss und das mit Schranke geregelt sein muss. Der Verkehrsclub hat also Klage eingereicht und der Supermarkt musste reagieren.

Der Supermarkt reichte also ein Baugesuch bei der Gemeinde ein und ... dann war die Hölle los. Es ist nämlich so, ich hab das für Sie aufgemalt:


am Supermarkt vorbei führt die grosse Kantonsstrasse. Dort kommen die meisten Leute an, die mit dem Auto zum Einkaufen kommen (und das sind viele, weil halt MEGASTORE, so viele gibt es davon nicht und schon gar nicht mit umsonstigen Parkplätzen), ausserdem ist das die Umfahrung für den Autobahnstau im Berufsverkehr, und auch alle Mitarbeiter der grossen Pharmafirmen im Ort, die mit dem Auto kommen, kommen ALLE über diese Strasse.

Wenn richtig krasser Stau ist, tut man natürlich ALLES, um 10 Sekunden einzusparen und ein beliebter Trick war, an der Ampel abzubiegen, über den Supermarktparkplatz zu fahren, am McD wieder abzubiegen und ungefähr 500m weiter wieder auf die Kantonsstrasse zu fahren. An sich alles legitim, ist auch allen Leuten wurscht.


Eine grosse Befürchtung war nun aber, dass mit der Einführung der kostenpflichtigen Schranke die Stauumfahrer statt über den Parkplatz über die "nur für Anlieger" Quartierstrasse fahren würden und unsere mit Absicht nahezu autofreie Siedlung von einer Verkehrswalze überrollt werden würde.


Die zweite Befürchtung war, dass all die Ortsfremden, die nur zum Einkaufen hierher kommen, bei kostenpflichtigen Parkplätzen sofort auf unsere Quartierstrasse ausweichen würden, wo es ungefähr 4 öffentliche Parkplätze für "mit Ortsgenehmigung" gab und natürlich die Besucherparkplätze der Eigentümergemeinschaften. Man sah die Quartierstrasse neben der Verkehrswalze auch noch mit Parkpiraten überschwemmt und die Besucherparkplätze für immer und ewig von ortsfremden Einkaufstouristen belegt.



Eine dritte Befürchtung war, dass zu Stosszeiten (der Supermarkt ist echt gross, der Baumarkt auch und da ist wirklich oft die Hölle los) die Schranken den Durchsatz so verlangsamen würden, dass sich ein Rückstau in den Kreisel und sogar bis zur Kantonsstrasse bilden würde und wir nicht nur von von der Verkehrswalze überrollt und unsere Parkplätze von Parkpiraten belegt würden, nein, wir wären auch noch durch Rückstau von der Aussenwelt abgeschnitten.

Alles in allem: sehr viele Sorgen bei den Anliegern.

Die Eigentümergemeinschaften taten sich zusammen, es wurden wutentbrannte Mails an den VCS geschrieben, und, das war der korrekte Weg, es wurden hunderte Einsprüche gegen das Baugesuch eingereicht. Wir haben das natürlich auch gemacht (also das mit dem Einspruch, ich schreibe ja keine Hassmails) und so kamen wir in den Genuss aller Feinheiten und Nuancen von Kommunalpolitik, Baurecht und überhaupt.

Die Einsprachen wurden angemessen bedröppelt zur Kenntnis genommen und als erstes wurde eine Projektgruppe mit Supermarktbetreibern, Gemeinde und VCS gebildet. Die luden dann zu einer Infoveranstaltung ein (die VCS-Leute kamen nicht, wäre ich auch nicht, sie haben ja eigentlich recht, aber naja). 

Dort wurde versucht, an den Gemeinsinn ("Umweltschutz ist letzten Endes gut für uns alle") zu apellieren. Das kam nicht so gut an, weil Parkpiraten, Verkehrswalze, abgeschnitten und überhaupt, der Scheiss-VCS.

Dann wurden verschiedene Szenarien vorgestellt, wie man das anders lösen könnte (alle sehr skurril und an der Realität vorbei) und, und das ist mein absoluter Favorit, eine Studie, in der gezeigt werden sollte, dass die Sorge mit dem Stau überhaupt total unnötig wäre. Man hat dazu zu Stosszeiten, die bekanntermassen Dienstag morgen von 8-11h wären, mal gezählt, wieviele Autos da denn überhaupt kommen. Man konnte auch mit konservativer Schrankenöffnungsdauer zeigen, dass das überhaupt kein Problem wäre und maximal 2 Autos vor der Schranke stehen würden, alles tutti also. Ich weiss ja nicht, wie das so bei Ihnen ist, aber ich zB war noch NIE Dienstag vormittag einkaufen und ich mag naiv sein, aber ich denke, dass Freitagnachmittag oder DEN GESAMTEN SAMSTAG (oder am 1. Mai, wo in den Nachbarkantonen Feiertag ist und alle frei haben und für ihren Garten einkaufen) oder überhaupt an jedem anderen Termin ausser Dienstag von 8-11 mehr Leute einkaufen kommen.

Die Versammlung endete in grossem Unmut und mit grosser Verwirrung. Ich habe dann ein wenig den Überblick verloren, wir bekamen immer mal wieder grosse Papierpakete per Post, weil wir ja als Einsprecher auf der Verteilerliste standen. Es wurde gerichtlich entschieden, dass der "Scheiss-VCS" halt schon recht hat und auch wenn es die Anwohner überhaupt nicht stört, so wie es ist, das trotzdem nicht so bleiben kann, dass eine Schranke und Gebühren her müssen. Und der Supermarkt müsste ein neues Baugesuch einreichen. Und dann kam irgendwann ein weiteres Papierpaket von der Gemeinde mit dem Baugesuch und dem Begleitschreiben, dass das jetzt halt so wäre und es mal gut mit beschweren, weil die Schranke kommt, egal wie viele Einsprachen. 

Den Bedenken der Anwohner wurde folgendermassen Rechnung getragen:

  • Auf der Quartierstrasse wurden die öffentlichen Parkplätze entfernt.
  • Es wurden versetzte Verkehrsinseln, Poller auf dem Gehweg und massive Blumenkästen auf der Strasse aufgestellt, um die Strasse unattraktiver für den Durchgangsverkehr zu machen, weil jetzt auf der gesamten Länge keine zwei Autos mehr aneinander vorbeikommen und man wegen der Poller auch nicht auf den Gehweg ausweichen kann. (Diese Baumassnahmen wurden übrigens schon realisiert, da waren auf dem Parkplatz noch nicht mal Markierungen für die Schranken aufgesprüht. Neben den Parkpiraten und der Verkehrswalze kommen nun auch die Anliegerautos nicht mehr aneinander vorbei oder können mal kurz auf der Strasse parken, die Stimmung ist so mittel. Bisher wurden aber noch keine Blumenkästen verrückt oder Poller abgesägt. Betonung auf "noch") 
  • Ausserdem wurde zugesichert, dass die Regionalpolizei regelmässig mal schauen kommen würde, ob Verkehrswalze und Parkpiraten schon da wären.
  • Ausserdem wurde eine Emailadresse bei der Gemeinde eingerichtet, wo man ganz unkompliziert Fotos von Parkpiraten und ortsfremden Stauumfahrern auf der Quartierstrasse einreichen kann, damit die der gerechten Strafe zugeführt werden.

Irgendwann im Dezember wurde dann angefangen mit dem Schrankenbau, es wurde gross auf Plakaten kommuniziert, dass der Supermarkt das halt müsse und danke für Ihr Verständnis (es stand nix von "Scheiss-VCS" drauf, aber nur knapp). Es gab Infostände und Goodies, es wurde einem geholfen, in der Supercard-App einzurichten, dass man direkt mit Punkten die Parkgebühr bezahlen könnte und dann passierte lang nix mehr und die Schranken waren zwar da, aber halt offen.

Und diesen Donnerstag morgen war es dann soweit: Schranken zu.

Ich habe das morgens um kurz vor acht beim losradeln gesehen, vor allem, weil ein Auto schon quer davor stand und mühevoll versuchte, zwischen all den Verkehrsinseln zu wenden. Ich nehme an, ein Stauumfahrer.

Gestern, als der Hübsche und ich vom Einkaufen zurück kamen (wir fahren unseren Wocheneinkauf die 100m einfach mit dem Einkaufswagen bis vor die Haustür, das geht auch mit Verkehrsinseln und Pollern), standen zwei Nachbarschaftssherrifs (leicht zu erkennen am Hut und der Weste und dem Klemmbrett, ich mache keine Witze) am Eingang unserer Quartiersstrasse und fotografierten und notierten alle ortsfremden Fahrzeuge, ich nehme an für eine Bulkmeldung an die Gemeinde.


Als wir gerade mit unserem Einkaufswagen vorbeiratterten, hatten sie gerade einen grossen Lastwagen voller Baumaterial fotografiert. Der Lastwagenfahrer fand das nicht super und fragte, ob sie überhaupt das Recht hätten, sein Fahrzeug zu fotografieren, und dann gab es eine Riesendiskussion, ob ja oder nein und der Scheiss-VCS und auch wenn er zur Baustelle am Ende der Strasse müsste, hätte er ja auch beim McD-Kreisel reinfahren können und dann mussten wir weiter, wir hatten ja TK-Ware im Einkaufswagen.

Heute morgen und kudos, wenn Sie noch da sind, sahen L. und ich ein Polizeiauto der Regionalpolizei vor der Schranke zum Parkplatz. Es wendete mühsam und fuhr zurück, nur um ein paar Minuten später die "nur Anlieger" Quartierstrasse entlangzufahren. Ich nehme an, sie haben nach Verkehrswalze und Parkpiraten gesucht und natürlich nicht den Stau auf der Kantonsstrasse umfahren wollen.


So. Wie man sieht: alles kompliziert hier und ich bin schon sehr gespannt, wie das dann alles nächsten Dienstag vormittag zu PEAKEINKAUFSZEIT aussieht. 


* Ich wurde darauf hingewiesen, dass der VCS NICHT der Veloclub Schweiz ist, sondern der Verkehrsclub Schweiz. Das ist natürlich richtig, ich kannte nur den TCS als Verkehrsclub und hätte nicht gedacht, dass ein so kleines Land wie die Schweiz Platz für zwei Verkehrsclubs hat UND sich ein Autolobby-Club für ein Umweltschutzthema einsetzt. Wieder was gelernt, danke für den Hinweis!