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Freitag, Juli 31, 2020

310720 Hoass!

Ich bin mir gar nicht sicher, ob jetzt heute oder morgen der heisseste Tag der Woche und des Jahres bisher sein soll, auf jeden Fall ist es echt ... heiss. 38 Grad, wir sind anscheinend nichts mehr gewohnt, weil: letztes und vorletztes Jahr hatte es das öfter, und darüber hinaus.
Apropos letztes Jahr: ich muss dem Urlaub (respektive: einer Welt, in der wir unbeschwert Urlaub gemacht hätten) gar nicht so sehr hinterhertrauern, vor einem Jahr haben wir uns auch schon wieder auf den Rückweg aus Kanada gemacht.
Ich habe heute nur den Vormittag gearbeitet, danach eine kleine Hausputzrunde eingelegt, der Hübsche hat die Betten ab- und bezogen und Wäsche gewaschen (der einzige Vorteil von 38 Grad und einem Südwestbalkon: 30 MInuten und die Wäsche ist trocken), und dann war ich halt den ganzen Tag högscht aufgeregt, weil jetzt geht es ja gleich los, Mikroabenteuer.
Ich bin ja doch sehr froh, dass der Hübsche weiss, was ihm blüht, so haben wir alles gemeinsam gepackt, gleich werden wir noch einen Cocktailmix in eine Thermoskanne füllen, uns ein bisschen schick anziehen und mit einem sehr seltsam gepackten Auto aufbrechen.
(Ich bin nur noch nervös (und weiss, dass das ein bisschen albern ist), weil ich mir nicht 100% sicher bin, ob wir Jonny finden, bevor wir losmüssen, und wenn nicht, dann können wir das Katzentörchen nicht hart-verriegeln und dann kann könnte er ja theoretisch die ganze Nacht raus, und heute ist doch Feuerwerk....  wer weiss, es ist hier Waldbrandstufe 4, ich bin mir gar nicht sicher, ob Feuerwerk erlaubt ist.)

Update: es ist, wie immer, gut gegangen: beide Katzen sind zu Hause, freuen sich über leckeres Feuchtfutter mit Sosse und das kühle Haus. Das Törchen ist hartverriegelt, draussen knallen die ersten Böller und die Nachbarn kommen morgen früh zum Rauslassen.

Jetzt bin ich wirklich bereit fürs Abenteuer!



Donnerstag, Juli 30, 2020

300720: Home, sweet homeoffice

Das war heute ein viel besserer Tag!
Homeoffice flutscht ja hier mittlerweile und die beste Zusammensetzung ist tatsächlich: mit dem Hübschen zusammen zu Hause, noch perfekter wäre es, wenn die Kinder irgendwann nach Hause kämen, sei es zum Mittagessen oder am Spätnachmittag irgendwann, so dass Zwangspausen und Feierabend eingehalten werden, aber das haben wir ja nächste Woche wieder.
Nachdem ich keine Angst vor ALLEIN IM GANZEN GEBÄUDE haben musste und auch nicht mit jedem, dem ich dann doch begegnete da schon interessante, aber halt auch Zeit fressende "ah, auch hier, seit wann, schon bisschen creepy, aber auch toll, wird schön, wenn alles wieder normal ist"-Gespräch führen musste, kam ich zu richtig viel.
Ausserdem gab es den vollen Gemüsekühlschrank (Obst ist leider aus) und doch einen besseren Kaffee als bei der Arbeit.
Am Nachmittag kam dann noch die Nachricht, dass drei Pakete, mit deren Ankunft ich eigentlich frühestens morgen gerechnet hatte und die mich zolltechnisch über die Freigrenze katapultiert hätten in Kombination mit dem Wocheneinkauf, heute schon im neuen Paketshop angekommen waren, machte ich eine kurze Nachmittagspause und sauste sie abholen.
Wir haben jetzt (abgeschaut oder, wie man professionell sagt"stealing with pride" von meiner kleinen Schwester) eine Zwitscherbox für das Gästeklo, das in akustisch ungünstiger Lage zur Küche und dem Esstisch gelegen ist, eine Concierge-Klingel, neue Handtücher für uns alle, weil die alten total durch sind, noch ein paar Zusatzgeburtstagsgeschenke (eins davon RIESIG!).
Wieder daheim habe ich weitergearbeitet bis ca sechs und dann haben wir uns auf den Weg zu einem Feierabendschwumm gemacht. Das ist schon schön: runter zum Fähranleger, Klamotten und Schlüssel und Handy in den Wickelfisch und dann ab ins Wasser, das kurz vor unangenehm warm ist, erst an der Dorffront, dann an einem Stück Wald entlang flussabwärts treiben respektive schwimmen, bei uns ist er echt langsam, der Rhein, beim Schwimmbad/Campingplatz raus, trocknen, umziehen, durchs Dorf nach oben. Der Campingplatz ist übrigens voll wie nie, die Zelte sind auf einen knappen halben Meter Abstand gestopft, ich weiss ja nicht....
Daheim habe ich dann noch den Nachbarn den Schlüssel abgegeben, weil morgen ist ja Mikroabenteuer. Ich bin ja nicht nur sehr schlecht im Überraschungen toll finden, ich bin auch sehr schlecht im Überraschen und so habe ich dem Hübschen heute seine Geburtstagsüberraschung dann doch heute schon verraten und GOTTSEIDANK ist der Mann entweder ein recht guter Schauspieler oder findet es wirklich gut. Wir haben noch ein paar Sachen gecheckt, und dann gehts morgen los! (Ha, hier schreibe ich das natürlich nicht rein, sonst ist es ja für überhaupt niemanden mehr eine Überraschung mehr, die Kinder wissen es, meine Schwester, meine Kollegin, die Nachbarn... ja doch, ich bin super in Überraschungen).

Sonst so: heute gemeldete Neuinfektionen in der Schweiz: 220. Läuft super :-/
Es wird nichts daran ändern, aber die Idee finde ich supersüss: es gibt von der Stadt Basel ein limitiertes Corona-Strandtuch aus der #seifibosch-Kampagne. Vielleicht erwischen wir am Samstag eins, wer weiss.

Nix von den Kindern gehört, ich hoffe, sie hatten auch einen besseren Tag als gestern (immerhin gab es Älplermagronen zu Mittag). Von L. weiss ich eh nix, ausser "L. gehts gut".

Gegessen:
Toast mit Honig
Salat mit gebratenem Camenbert und frischem Nussbrot
Falafelbowl aus der Frischetheke im Supermarkt (ich hab jetzt langsam fertiggekocht)

Gelesen: Sweet Sorrow

Gesehen: Hannah

Stressleveldurchschnitt gestern: 29
Selbstbeweihräucherung: es (hoffentlich) geschafft, eine Kollegin, die seit Tagen trotz OOO auf alle Emails antwortet, dazu zu bewegen, wirklich Urlaub zu machen, ohne dabei übergriffig zu wirken (auf jeden Fall hat sie mir auf einmal mit ganz vielen persönlichen Details geantwortet, das hatten wir die letzten Jahre noch nie.)

Mittwoch, Juli 29, 2020

290720: Doofer Tag

Heute war mühsam und irgendwie doof. Mit tollen Momenten, alles in allem aber doof.

Was gut war:

  • Radfahren ins Büro. Ich kenne die komplizierte Strecke hintenrum noch, es gibt nur eine neue Baustelle.

  • Radfahren zum Mittagessen am anderen Standort mit einer lieben Kollegin


  • Dass ich endlich die Mews bei der Arbeit fotografiert habe. (L. wollte eigentlich eins oder beide ins Lager mitnehmen, aus Erfahrung wissen wir aber, dass die zu klein und unbunt sind, um sicher nicht verloren zu gehen. Deshalb versprach ich, sie zu unterhalten und das zu dokumentieren. Er hat jetzt einen Riesen-Dedenne dabei)
  • Dass ich das doofe "Papierverschicken"-Thema endlich abgehakt habe. (Ich durfte es nicht mal in einen echten Umschlag tun, nur in einen internen, das wird dann von der Areallogistik "sachgerecht verpackt")
  • Dass mich keiner der beknackten anderen Verkehrsteilnehmer in der Stadt über den Haufen gefahren hat. (Alle irre, aber echt alle. Rechts überholen auf einem Radstreifen in der Stadt? Mit Kopfhörern ohne auch nur umzugucken ohne Vorwarnung auf den Zebrastreifen torkeln, mir direkt vors Rad? Bei Rot über die Fussgängerampel latschen, mir direkt vors Rad?)
  • Heimradeln aus dem Büro ohne zu krassen Unterzucker zu bekommen.
  • Dass meine Schwester und der kleine Neffe heute schon nach Hause durften


Was nicht so toll war:

  • Den ganzen Tag bisschen Sorgen um Q. und seine Buddies gemacht, die um halb fünf zu ihrem 100km-OP-Marsch aufgebrochen sind, weil "100KM!"
  • Ganz allein im Büro gewesen. Also wirklich: ganz allein. Den ganzen Tag. Irgendwann ist eine Taube gegens Fenster geflogen, ich bin schier vom Stuhl gefallen vor Schreck.
  • Die aktuellen Corona-Fallzahlen in der Schweiz. Heute waren es 192, das ist soviel wie seit dem Abebben der ersten Welle nicht mehr. (Zum Einsortieren: die Schweiz hat ungefähr 8.6 Mio Einwohner. Die höchste Fallzahl pro Tag war ungefähr 1300, die tiefste 8. Und die 8 waren zu einer Zeit, da waren die Schulen schon eine ganze Zeitlang offen und die ersten Lockerungen auch in place, es hat dafür keinen totalen Lockdown, oder was wir hier halt zu Maximalmassnahmszeiten hatten. Seit der letzten Lockerung am 8. Juni klettern die Zahlen und hatten sich jetzt bei ca 150 eingependelt, was eh viel ist, aber 190 ist schon eine Hausnummer. Nach der heutigen arg ernüchternden Büroerfahrung reichts mir damit auch erstmal wieder und ich bleibe wieder daheim. Büro macht für mich erst wieder Sinn, wenn wirklich mindestens die Hälfte meiner Kollegen wieder vor Ort ist und das wird bei dieser Entwicklung der Zahlen in absehbarer Zeit nicht passieren.)
  • Dass Q.s Wandertruppe aufgeben musste (und zwar nicht, weil sie es nicht geschafft haben, sondern weil Q. sich so sehr drauf gefreut hat, seit Wochen von nichts anderem geredet hat, genaue Pläne hatte, wie sie sich die Strecke aufteilen, wann schlafen, wie sich aufwecken etc.. Da ist eine offene Blase nach 25km bei einem Gruppenmitglied natürlich schon doof. Und ja, natürlich bin ich froh, dass sie nicht noch 75km mit offener Riesenblase gelaufen sind oder den Fuss abgenagt haben oder was auch immer. Und weil die Regeln halt nun mal so sind, dass entweder die ganze Truppe es schafft oder keiner, war es diesmal halt keiner. (Und Q. hatte sich schon so auf den ruhmreichen Einzug ins Lager nach 100km gefreut, untermalt von "You never walk alone" etc.....). Immerhin müssen sie kein ganzes Jahr warten, sondern können das "mal an einem Weekend zwischendrin" machen. Was man halt so an einem Weekend macht.) Jetzt ist Q. natürlich ein bisschen bedröppelt, hat ein bisschen Heimweh und halt verständlicherweise den Blues. Ich hoffe, er findet da raus und kann die letzten paar Tage noch geniessen.



Was lustig war:
Als die Feuerwehr kam (ok, es war irgendein Fehlalarm, das an sich ist noch nicht so lustig) und da dann automatisch all die Brandabschnitttüren zugingen. Und zwar deswegen, weil ich das gar nicht gemerkt habe und dann im Flur stand und mir dachte: "Hm, war der immer schon so kurz? Wieso ist da jetzt schon die Wand? Es ging doch immer bis C, wieso ist nach B schon Schluss? Und dieser Ganz ist auch so kurz?" naja, und dann stand ich da so ein bisschen doof, bis jemand vom Gebäudemanagement kam und magisch die Wände wieder zurückgeschoben hat.

Gegessen:
Nusssemmel mit Honig
Frühlingsrollen mit Reis, Weisskohlgemüse, Nudeln und Karottensalat
Linguine mit Pfifferlingen

Gelesen: "Sweet Sorrow"

Gesehen: "Hannah", zweite Staffel, statt Mafiazeug

Stressleveldurchschnitt gestern: 14 (teils gemessen)
Selbstbweihräucherung: ich hoffe, Q. ein bisschen Mut und Zuversicht zugesprochen

Dienstag, Juli 28, 2020

280720 Abenteuerausflug

Heute morgen war es dann also soweit: ich habe mich seit Mitte März erstmals wieder auf den Weg in mein Büro gemacht. Ich war durchaus aufgeregt (unter anderem ja auch, weil ich meinen Schreibtisch am letzten Tag nicht aufgeräumt hatte, weil ich ja da gar nicht wusste, dass es erstmal der letzte sein würde. Unter anderem hatte ich meine Kaffeetasse nicht ausgespült, aber: good news, es war entweder so heiss oder so lang, da lebt nix (mehr) und den Rest spüle ich daheim in der Maschine raus).
EIGENTLICH ist unsere gesamte Abteilung ja immer noch im Homeoffice, allerdings ist der Rollout der zweiten Welle an Rückkehrern so gemächlich bei den globalen Funktionen, dass immer wieder erwähnt wird, dass es jede Menge freie Plätze gäbe und man sich innerhalb der Abteilung absprechen müsste.
Dementsprechend gibt es jetzt bei uns eine Liste und es dürfen von uns ca ... 15? maximal 4 gleichzeitig da sein. Heute war ich erstmals eine davon.
In unserem Gebäude sind keinerlei Labors, "nur" Büros, eine Kantine, Sitzungszimmer und angeblich ein Raum mit elektrischen Massagesesseln und Powernap-Booths, aber den habe ich noch nie gesehen, weil ich jedem, der mir davon erzählte, bisher unterstellte, mich veräppeln zu wollen.
Alles sind Grossraumbüros, die meist sehr eng belegt sind, weil das einzige, was wir als Firma nicht haben, ist Platz. Die Funktionen, die in diesem Bau sind, sind eigentlich alle global, d.h. alle zusammen macht schon Sinn, weil man sich wie überall austauschen kann, aber viele unserer Kontakte sitzen eben über die ganze Welt verteilt, deshalb läuft das Homeoffice auch so gut. Ist ja letztendlich wurscht, ob ich an meinem Küchentisch sitze oder in einer quiet booth, wenn meine Gesprächspartner in Rio und Kanada sind.


Nun denn. Es war .... leer. Sehr leer. Es ist überall genau ausgeschildert und beklebt, wo wieviele Leute reindürfen, wo man stehen darf, wie man laufen soll, überall gibt es Desinfektionsmittel, die Kantine, Cafeteria und Kaffeebereiche sind alle so umgestaltet, dass man eben mit 2 m minimum Abstand zueinander is(s)t. Hat was von so langen Rittertafeln, wo sich Königs dann gegenüber sitzen mit viel nix dazwischen. Essensausgabe incl allem ist ohne Selbstbedienung, alles wird nach Benutzung gereinigt. Das wird auch alles vorbildlich eingehalten, noch ist das sehr einfach, weil ja keiner da ist. Ich bin sehr gespannt, wie das geregelt werden wird, wenn denn mal mehr als eben die 10 Nasen pro Stockwerk hier arbeiten.
Alles in allem waren wir auf unserem Stockwerk heute vielleicht 10 Personen statt sonst ... 200? Ein bisschen unheimlich und alles in allem natürlich auch ein bisschen nutzlos, weil wenn keiner da ist, kann ich mich auch mit niemandem austauschen... (bisschen natürlich schon und es hatte schon was von Wiedersehen nach laaaaaaaaaaangen Ferien, nur ohne Umarmen und ein bisschen verkrampft.)

Meine eigentliche Aufgabe die ich nur vor Ort regeln konnte, nämlich Papierdokumente zu drucken, zu unterschreiben, abzustempeln und physisch um die halbe Welt zu schicken, ist zum Teil erledigt. Sie liegen vor mir, allerdings ist der Vorgang des "Schickens" schwieiriger als gedacht. Ich habe tatsächlich in meiner gesamten Berufstätigkeit noch kein einziges Dokument geschäftlich verschickt. Muster/Materialversand lief immer über die Labors, sämtliche Kommunikation via Mail (oder interne Post).
Ich habe mich also informiert (mein Bauchgefühl sagte mir, dass ein handschriftlich adressierter Firmenumschlag NICHT korrekt wäre und das ist das einzige, zu dem ich ohne Hilfe in der Lage gewesen wäre) und weiss jetzt, dass das über die Areallogistik geht und ich einen Versandauftrag brauche (das übernimmt unsere Teamassistentin, aber die braucht dafür noch Namen und Telefonnummer des Empfängers am anderen Ende der Welt und die muss ich mir erst besorgen aus Kanada --> ganz anderes Ende der Welt.).
Wie gut, dass ich für morgen auch nochmal ein Plätzchen hier gebucht habe, dann kann ich das ja hoffentlich zu Ende bringen.

Nach der Arbeit habe ich mich mit dem Hübschen getroffen, wenn schon Risiko, dann richtig, und wir waren nach 18 Jahren Basel erstmals im "Tibits" essen. (wollte ich ja immer schon, aber bisher hat der Hübsche bei der Aussicht auf rein vegetarisch immer so ein bisschen sparsam geschaut. Tempora mutantur....), ich war allerdings einfach nur erschlagen müde. Ich kenne das von mir, wenn etwas neu ist, dann könnte ich mich danach direkt ins Bett legen.
Todmüdes Grinsen (immerhin satt!)
So war es jedesmal beim Klassenüberspringen am ersten Tag in der neuen Klasse ("Wie wars????" "Toll, ich geh schlafen"), nach dem ersten Tag in der Uni, am ersten Tag in meinem EIGENEN LABOR, nach dem ersten Arbeitstag in jedem neuen Job und jetzt halt beim ersten Post-Corona-Massnahmen-Office-Tag.
Ich habe mich aber nicht schlafen gelegt, sondern eine lockere Crosstrainerrunde eingelegt, dann geduscht und jetzt bin ich wieder ein bisschen lebendig (und so zittrig, dass ich mit dem kaputten Zeh (BARFUSS) gegen ein Esstischbein getreten habe und zack, Blutbad.)

Gegessen:
  • Nusssemmel mit Honig
  • Falafel mit Reis, Auberginen, Joghurtsosse und Brokkolisalat
  • NIX zwischendrin, ich vermisse den Kühlschrank und die Obstschale daheim (und unsere Abteilungsobstkiste, fällt mir gerade auf)
  • Einen gemischten Teller vom Tibit's-Büffet (wenn Risiko, dann richtig, nech? Gab klare Regeln, man musste sich desinfizieren, Abstand halten, Einweghandschuhe tragen. Und nein, ich sage nicht, dass es typisch war, dass die einzige Maskenträgerin am Buffet die war, die sich mit Körperkontakt an alle ranwanzte, sie hat es halt einfach gemacht, ob typisch oder nicht.)
  • die zweite Hälfte der Wassermelone von gestern beim Netflixen, mir fehlt Obst heute. 


Gelesen:
"Sweet Sorrow" Joah. nech? (Immerhin ärgert es mich nicht wie die beide Bücher, die ich verschenkt habe)

Gesehen:
KEIN EINZIGES BILD VON DEN KINDERN SEIT DEM ABENDESSEN GESTERN
Die New-York-Mafia-Doku auf Netflix (irgendwie geht uns aktuell der Stoff aus.)

Stressleveldurchschnitt gestern: 17 (ich würde gern den verantwortlichen russischen Hacker sprechen, ich glaube, sie haben irgendwie was verwechselt, das kann nicht mein Wert sein)

Selbstbeweihräucherung: Keine blöden Witze gemacht (es war schon eine grosse Versuchung, in der Kantine von markiertem Anstehkreis zu Anstehkreis zu hopsen....), sondern voll seriös coronakonform benommen.


Montag, Juli 27, 2020

270720 Eremitin

Heute hatte ich Premiere von Homeoffice den ganzen Tag GANZ ALLEIN, das hatte ich bisher noch nie. Entweder war der Hübsche da oder die Kinder oder alle oder die Kinder wenigstens nach der Schule. Heute: keiner. Der Hübsche kam sogar nach der Arbeit nur kurz vorbei, die Sportsachen packen und zack, wieder allein.
Hm. Hm. Hm. Ganz schön fad fand ich das heute!
Ja, klar, Meetings (upsi, ich hatte deas erste schon um halb acht angesetzt, weil ich dachte, dass der eine Kollege noch in Japan wäre, aber nein, es war sein erster Tag zurück....) rund um den Globus, aber keiner der mit mir Kaffee trinkt, der mit mir die "weird cat people"-Runde macht, keiner, dem ich mal kurz was Witziges vorlesen oder zeigen kann (Leute, Umweltschutz ist schön und gut, aber Dokumente, die bei Audits vorgezeigt werden müssen, druckt man nicht auf "schon mal verwendetem Papier". Und schon gar nicht auf dieselbe Seite wie die Steuererklärung von 2019! Und ich fand mich selber erst total mühsam, als ich mir trotz "Hinz und Kunz und all ihre Freunde haben das schon reviewed" noch 30 Minuten zum Drüberschauen ausgebeten hatte), sogar die Nachbarn links und rechts sind weg, die einen richten sich getrennte Wohnungen ein, die anderen sind mit Sack und Pack in den Ferien. Aber natürlich ist da auch keiner, der einem während einem Meeting nackt ins Bild springt, keiner, der, während man in einen Review vertieft ist, das Lieblingseis nicht findet oder die Packliste fürs Lager, keiner der keine Pilze zu Mittag mag, sondern immer nur langweilige Salami-Brote, keiner der keine Auberginen zum Abendessen mag, keinen, den man aus Erziehungsgründen aus den Switch- oder Youtube-Tiefen an die frische Luft befördern muss.
Bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich das so finde. Ich habe auf jeden Fall zum ersten Mal einen Salat mit etwas zu vielen gebratenen Pilzen gegessen und seit ungefähr 100 Jahren erstmals keine Montagspizza, sondern ein "praktisch nur Auberginen-Gericht".
Katzenrunden habe ich halt ganz allein gemacht, mir doch wurscht, wenn die Leute mich für eine weird cat lady halten, wenn ich in den Grastunnel auf dem Kreisel gucke oder in ein vermeintlich leeres Feld "jonny" rufe. Wenn die Katzen dann kommen, finden es alle sehr niedlich.



Wo sonst soll man sich ordentlich putzen als auf einem schmalen Geländer in 5m Höhe...




Morgen wird das alles ja ganz anders und ich werde erstmals seit März wieder ins Büro gehen. Ich bin .... aufgeregter, als ich morgen zugeben werde. (und ein bisschen nervös, was in meiner unausgespülten Kaffeetasse gewachsen ist)
Es fühlt sich fast nach erstem Schultag an, mal wieder Büroklamotten rauszulegen, sich Gedanken um passende Schuhe zu machen (blau weiss geringeltes Kleid, blaue Sandalen, meine Sommerarbeitsuniform, die dieses Jahr sträflich zugunsten von weissem T-Shirt und Shorts vernachlässigt wurde.), den Badge zu suchen (was heisst "suchen", er ist in der Arbeitstasche, da wo ich ihn seit achteinhalb Jahren jeden Tag hingesteckt habe bis zum 13. März), den Geldbeutel wieder aus der normalen Handtasche in die Arbeitstasche zu packen. Hm. Mal sehen.

Es wird übrigens wirklich Zeit, nicht nur ist da mein Barfussproblem, nein, ich weiss zB gar nicht, was ich morgen in der Kantine zu Mittag bekommen werde, weil die "Site Explorer"-App auf meinem Iphone ein Update braucht und das im Nichtfirmennetzwerk anscheinend ewig dauert, und so habe ich seit Monaten keinen aktuellen Menüplan. (Für mein Mittwochsmittagsdate hat mich die Kollegin schon informiert, es gibt Frühlingsrollen, das wird ein guter Tag)

Gegessen:
Frischgebackenes Nussbrötchen mit Honig. War erstaunlich unspektakulär
Salat mit gebratenen Austernpilzen und Champignons
Anderthalb Gurken
die letzte weisse Nektarine
eine halbe Wassermelone (keine Sorge, eine sehr kleine)
Gemischte Rohkostschüssel aus Tomaten, noch mehr Gurken, Paprika
Pikante Auberginen mit Reis




Gelesen: "Sweet Sorrow"

Gesehen: Netflixfreier Tag, dafür viele Babyneffenbilder

Stressleveldurchschnitt gestern: hahaha, Garmin, was geht?
Selbstbeweihräucherung: ich bin schon froh, dass ich das mit der Steuererklärung entdeckt habe, das wäre extrem peinlich zu erklären gewesen. Irgendwann. Für irgendwen.

Sonntag, Juli 26, 2020

260720 Willkommen!

Gestern abend irgendwann war mein Handyakku leer und ich habe es einfach ans Kabel gehängt, ohne es neu zu starten, für wenn was mit den Kindern wäre, hätten die Pfadis ja eh die Arbeitshandynummer und die des Hübschen und ich war halt auch einfach müde.
Als ich den Katzen dann heute morgen um sechs die Schlafzimmertür öffnete, wollte ich sicher gehen, dass die Katzentürchenapp auch wirklich alle Ausgänge korrekt aufzeichnete und startete das Handy neu (auf dem Arbeitshandy habe ich KEINE KATZENTÜRCHENAPP installiert).
Neben "Jon hat das Haus durch Terrasse verlassen" und  "Sansa hat das Haus durch Terrasse verlassen" erwartete mich aber eine viel wichtigere Nachricht, die ich fast sieben Stunden lang nicht gesehen hatte: mein kleiner (hahahaha!) Neffe ist da. Mit einem viel dramatischeren Start ins Leben, als sich alle das vorgestellt und gewünscht hätten, aber Gottseidank war meine Schwester am richtigen Ort und die Ärzte haben extrem schnell richtig reagiert und so geht es beiden (den Umständen entsprechend. Ich habe das Gefühl, bis das "nur noch" eine Geschichte ist, die man erzählt, wird noch eine ganze Menge Zeit vergehen) gut.

Rant Anfang:

Ich konnte es noch nie (und nach heute noch weniger) verstehen, wie man für "eine schöne Geburtsatmosphäre" (oder was auch immer. Ja, WAS AUCH IMMER) riskieren kann, dass das eigene Kind (oder man selber, wenn wir schon dabei sind) stirbt oder schwer behindert ist, weil man sich in einer medizinischen Ausnahmesituation weiter als nötig/möglich von der bestmöglichen Versorgnung aufhalten wollte. Ich verstehe es einfach nicht (und bitte, erklären Sie mir nichts von "es gibt immer noch den Nottransport" und "wenn immer etwas nicht in Ordnung ist, wird das abgebrochen".  Es ist natürlich anektdotische Evidenz, aber bei mir war alles superst und trotzdem wäre ich nach L.s Geburt überall anders als in einem Krankenhaus mit besonnenem Personal vor Ort vermutlich verblutet. Oder halt auch nur fast, weil Nottransport 1!11!. Bei meiner Schwester heute war es noch knapper. Und nichts davon war in der Vorsorge oder mit Vorlaufzeit, die einen Nottransport ermöglicht hätte, erkennbar.) Aber ja: klar, kann jeder selber entscheiden. Ich muss es weder verstehen noch gut finden oder akzeptieren.

Rant Ende

Ich habe also (ein bisschen statt ausschlafen, aber meine Güte, es ist meine kleine Schwester!!) eine Dreiviertelstundelang per Whatsapp die dramatischen Erlebnisse des gestrigen Tages nacherlebt und (hoffentlich) ein wenig Mut gemacht.
Im Lauf des Morgens wurde dann alles gut und der kleine (hahahahaha) Kämpfer ist jetzt nicht mehr bei den Frühchen auf der Intensivstation, sondern bei der müden, glücklichen Mutter und hach!

Das war eigentlich genug emotionale Aufregung für den Tag. Ansonsten haben der Hübsche und ich Erwachsenendinge gemacht:
  • dann doch noch ausgeschlafen. 
  • Sehr spät gefrühstückt
  • Sport
  • Wäsche
  • das Loch im undichten Pool gesucht (noch keine News vom neuen, es war nicht sooooo warm heute, ausserdem sind wir noch nicht ganz bereit, den alten wegzuwerfen, wir haben Flickzeug gefunden. Aber halt kein Loch. Ich habe dafür die neue Schachtel aufgemacht und die "Spielkristalle" sind schaurig schön und die Schwimmbrillen geben ausserhalb der "3D-Unterwasser-Adventure-Welt" ein sehr besoffenes Bild. Ich bin sehr, sehr gespannt)
  • gekocht
  • geredet (über Job, Gefühlswelt, Gedanken, "s'Läbe"). In ganzen Sätzen.
  • die Kinder im Lager via Shared Location und Instagramm Stories der Pfadis begleitet. (es gibt was mit Brokkoli zu Abend, hätte es hier aber auch.)
Gegessen
Omelett mit Austernpilzen und Tomaten
Alu Gobi (ich vermisse die Kantine sehr! Deswegen habe ich das Käptn Cook Rezet dafür mit Erbsen angereichert, wie es das halt in der Kantine gibt. War echt, echt lecker!

Gelesen:
"Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes" --> lohnt sich sehr! Sehr spannende Gedankenexperimente!

Gesehen: "How to sell drugs online fast" zweite Staffel (gähn), "Joker" ("unter Protest" wäre falsch, aber eher aus Mangel an Alternativen und mit Erwartungen unter Null. Ich fand schon den mit HEath Ledger massiv überschätzt  und überhaupt alle Batman-Filme, besonders die mit Joker. Ja, alle. Keine Ahnung, warum ich jetzt die Selbstdarstellung eines massenmordenden Incels super finden sollte, aber hey, alles für einen Pärchenabend!)

Stressleveldurchschnitt gestern: keine Ahnung, bestimmt niedriger als der der Garmin-Leute
Selbstbeweihräucherung: Hoffentlich den richtigen Ton gegenüber der frischgebackenen Mutter getroffen. Und endlich ie Geburtstagsplanung für den Hübschen finalisiert (Sie erinnern sich: der Originalplan ist ja leider auf einmal illegal.)

Samstag, Juli 25, 2020

250720 Allein, allein

Heute morgen startete das Wochenende ziemlich früh, um viertel vor neun war schon Antreten für das Sola der Pfadis.

(Einschub: ich bin es müde, wie ALLES im Moment moralisiert wird: Urlaub? Egoisten! freiwillige Coronatests kostenlos für Heimkehrer? Ich soll für andere zahlen, die egoistisch sind? (ich bin echt froh um die verpflichtende Quarantäneregelung in der Schweiz) Mit Schnupfen darf man nicht in die Kita? ABER AM BALLERMANN FEIERN SIE! Ferienlager? ALLE IRRE!!!!!  Von der extrem emotionalen Maskenthematik mal ganz abgesehen.....)

Es war für alle das erste Zusammentreffen seit März (nein, stimmt nicht, Q. hatte einen Piohock nach dröflzig Skype Meetings, den danach hat er dann sausen lassen wegen Halsweh) und ich freue mich echt sehr, dass obwohl kurzfristig und anders dann doch so viele Kinder mitkommen konnten.

Diesmal gab es zusätzlich zu Packlisten, Kontaktadressen, Koordinaten des Lagerplatzes etc auch ein Schutzkonzept zu lesen und, naja, was soll ich sagen? Die Kinder hingen seit Schulstart eh alle aufeinander, entweder geht das jetzt gut oder nicht, aber wenn nicht, dann ist der Kontakt zu anderen extrem limitiert, sie sitzen da halt mitten im Wald jwd, und sehen und hören niemanden. Wenn sie zurück sind, ist noch eine gute Woche bis Schulstart, da würden wir merken, wenn was nicht ok wäre.

Meine Bedenken sind eher folgende (coronaunabhängig):
Q. wird dieses Mal den OP laufen, d.h. 100km zu Fuss, in 36h, Weg müssen sie in einer Gruppe von ... 4? 5? 6? 14jährigen anhand von Koordinaten und Checkpunkten selber finden, danach kommt dann noch eine happige Theorieprüfung..... Ungefähr gestern habe ich diesem Kind Laufradfahren beigebracht!
L. hat  immer ein bisschen Mühe, mit voller Vorfreude in so ein Lager zu fahren, er hat immer mal wieder Heimweh und immer Angst vor Heimweh. Das tut mir echt sehr leid für ihn! (Heimweh ist nun echt etwas, was ich ohne Witz noch nie in meinem Leben hatte, deswegen ist mir das und die Angst davor total fremd). Ich hoffe, all das Abenteuer (sie werden eigene Bögen bauen und schiessen lernen) und eine Woche Tag und Nacht mit seinem allerallerallerbesten Freund seit immer machen das wett.

Der Hübsche und ich haben die kinderfreie Zeit mit einem ordentlichen good enough Hausputz begonnen, man hat die letzte Woche "Kinderferien" und zwei Erwachsene, die echt viel arbeiten, dazu schönes Wetter mit dauernd rein und raus, echt gemerkt., und dann den klassischen Basel-Triathlon gemacht:
Mit dem Rad nach Basel (ich war seit März nicht mehr da!), auf dem Hinweg über die deutsche Seite, auf dem Rückweg auf der Schweizer Seite durch den Rheinhafen, der immer ein sehr spezielles Pflaster ist, aber an einem Sommersamstag noch mehr. Pornohefte und -bücher verschiedenster Machart in romatintischen Industriehafensetting (es riecht nach Heizöl, überall sind Container und Entladeeinrichtungen, man hat allerdings direkten Blick auf Wasser) mit allen Sinnen konsumieren scheint ein weiter verbreitetes, altersübergreifendes, männlich dominiertes Hobby zu sein, als ich dachte (ich dachte da bis heute nachmittag überhaupt nicht drüber nach).
2km den Rhein runterschwimmen (naja, wenn wir ehrlich sind: sich treiben lassen),





Mittagessen gehen

zu Fuss zum Ausgangspunkt zurücklaufen
und halt zurückradeln.

Schön war das! Und der neue Turm ist schon riesig geworden! Als ich das letzte Mal da war, reichte er in etwa bis zur Höhe meines alten Büros im 20. Stock, aber trotz verlangsamten Bauens aufgrundderaktuellensituation sind sie jetzt schon bei Stock 35. Bald hat er den ersten Turm überholt und es gibt ein neues "höchstes Gebäude der Schweiz".

Daheim erwartete uns eine etwas uncoole Überraschung: der gar nicht so alte Pool hatte total seine strukturelle Integrität verloren und den Garten unter Wasser gesetzt, während im Pool nur noch ein Pfützchen schwappte. Ich vermute, eine Katze ist beim Trinken erschrockn und hat sich ordentlich festgekrallt. Doof, aber naja. Wir sind eh noch in den lokalen Supermarkt geflitzt, um unser Abendessen gemäss dem "Frischen takeaway, das um sechs auf 50% reduziert wird"-Angebot zusammenzustellen, und es gab in der Spielzeugabteilung noch Aufblaspools. Der Hübsche guckte erst etwas sparsam, weil der beste und grösste Pool dann doch 79.95CHF kostete, was an sich bestimmt ok ist, aber in der katzenreichen Nachbarschaft halt schon viel Geld. Der eins kleinere kostete immer noc 69.95CHF, aber dann fand ich das allerallerbeste: einen genau gleich grossen wie den zweitgrössten, aber MIT 3D-Unterwasser-Adventure-Welt und Juwelen ("Spielkristallen") für nur 49.95CHF, da hätten Sie auch nicht nein sagen können, oder?





Wir haben also unseren Aperitiv ein bisschen würdelos im restlichen Pfützchen, das noch im labberigen Pool inmitten eines Reisfeld schwappte, eingenommen, danach unsere reduzierte Beute an Leckereien, die uns sonst viel zu teuer sind, eingenommen und dann in einen gemütlichen Abend gestartet.
Ich hoffe, den Kindern geht es gut!

Gegessen:
Brot mit Hummus
Spicy Udon-Noodles
Poke-Bowl-Vegi-Rainbow, Thai Carrots mit Mango und ein Fruchttörtchen

Gelesen: "Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes"

Gesehen: "How to sell drugs online fast"

Stressleveldurchschnitt: man weiss es nicht, weil Garmin immer noch lahmgelegt ist
Selbstbeweihräucherung: der Zeh blutet nur noch ganz wenig und ich habe es geschafft, mich nicht total blutig zu kratzen.

Freitag, Juli 24, 2020

240720: Willkommen daheim!

Holla, das war ein extrem schmerzhafter Abend gestern. Die drei mittlereln Zehen sind angeschwollen wie Cocktailwürstchen, was dazu geführt hat, dass der gequetschte Zeh wieder angefangen hat zu bluten, der Bienenstich direkt nach einem Stich vor ein paar Tagen IN EINEN GEQUETSCHTEN ZEH hat echt unglaublich weh getan. Ich habe den Abend also auf dem Badewannenrand mit Kindle in der Hand und Fuss im eiskalten Wasser verbracht, immer wieder an den Fenistiltropfen nippend. Das führte immerhin dazu, dass es einigermassen abschwoll, aber zum Schlafen musste ich den Fuss dann doch noch hochlagern. Dafür schlief ich erstaunlich gut und heute morgen tut der gequetschte Zeh zwar noch weh (ach?!), aber die Schwellung ist weg und es juckt nur noch. Puh! Vor diesen Gefahren des Homeoffice warnt einen auch keiner, während das Gezeter ob "OMG, wer tut sich so eine Qual an?" bei Highheels bei der Arbeit immer gross ist. Ich wurde auf jeden Fall in Highheels noch nie von einer Biene gestochen (oder zwei) oder habe mir Zehen gequetscht oder gebrochen. Nach einem Tag auf den Beinen in "sinnvollem Schuhwerk" tut der Zeh und die Umgebung zwar nicht mehr weh, er juckt nur noch, allerdings auf eine sehr befriedigende Art und Weise, man kann leicht drüberkratzen und das fühlt sich toll an, ohne dass man sich vor lauter Kratzfreude die Haut abkratzt, dafür blutet er aber wieder leicht vor sich hin (immerhin kam heute aus Gründen eh keiner zum Bodenwischen, das machen wir also alles morgen. Bis dahin sind meine Spuren leicht zu verfolgen)

Sonst: Arbeitstag light: ich habe alles, was in den letzen zwei Wochen aufgelaufen ist, erledigt oder Erledigung aufgegleist, dazu alles, was diese Woche noch dazukam. Das ist eine ganze Menge, ausserdem hatte ich heute noch einiges jenseits der Arbeit vor, deshalb habe ich nicht weiter zum Überstundenkonto beigetragen und sogar (ohne das hysterische Lachen ob der Einladung für die nächsten DREIZEHN WOCHEN jeden Freitag 17:30 bis 18:30 meiner SSF-Kollegen in Worte zu fassen) mit höflichen Worten die Verschiebung dieses Termins auf Mittwoch erreicht (ich muss noch klären, ob das jetzt nur EINMAL verschoben wurde oder immer).
Ich finde es spannend, dass ich am Dienstag morgen echt gezweifelt habe an meiner letztjährigen Entscheidung, den Job zu wechseln und den technischen Bereich zu verlassen, und dachte, ich könne das alles nicht, und nur ein paar Tage später das Gefühl habe, ganz oben auf zu schwimmen und das doch ziemlich gut hinzukriegen. Learning: es klingt cheesy, aber wenn es mal arg düster ist, vielleicht einfach schlafen gehen und am nächsten Tag nochmal anfangen?)

Ich habe unter anderem einen Firmenstempel aufgetrieben respektive erfahren, in welchem Assistentinnenrollcontainer er in welcher Schublade in welcher Ecke liegt, mit dem Assistentinnenchef geklärt, dass ich, wenn mein Chef einverstanden ist, nächste Woche im Büro vorbeikommen kann und den Stempel unter von mir unterschriebene vor Ort ausgedruckte Dokumente setzen darf. Parallel habe ich geklärt, wie ich offizielle Post in das Land mit Q. schicken kann. Und übrigens auch rausgefunden, dass meine Einschätzung richtig war und der Inhalt von zwei der sechs zu erstellenden Dokumente ok ist, zwei leicht geändert werden müssen, keine Ahnung, ob der dann immer noch den Anforderung des Lands mit Q. entspricht und zwei einfach falsch sind, aber auch nicht von mir unterschrieben werden, weil wir dafür eine extra Abteilung haben. Wenn religiöse Vorschriften auf Wissenschaft auf Pandemie trifft. Spannend!

Ansonsten waren der Hübsche und ich wocheneinkaufen und Q. und ich beim Friseur (ich), letzte Sachen fürs Pfadilager einkaufen (wir gemeinsam), Päckle bei der schon sehr vermissten Kollegin abholen (beide), naja, und dann im Stau nach Hause stehen.
Meine Haare sind jetzt wieder prä-Corona-kurz, die längere Variante, die sich hinters Ohr schieben lässt, hat mich massiv gestresst, jetzt habe ich wieder kurz und leider, das habe ich kurz nicht bedacht und dann waren sie ab, den Zopf-Wettstreit mit dem Hübschen verloren.
Q. ist ausgestattet für sein erstes Pio-Lager, er hat jetzt ein Wasserblasensystem, genügend Wandersocken und eine Stirnlampe, die 80m weit leuchtet. Mir wird innerlich ein bisschen schlecht, wenn ich dran denke, dass eine Gruppe von 14jährigen nächste Woche 100km in 36Stunden durch die Schweiz LAUFEN wird und danach eine happige theoretische Prüfung ablegen muss. Aber: deshalb bin ich halt auch nicht dabei im Lager.
Q. freut sich unendlich und plant seine Zukunft als Pfadileiter (gern erst Wölflileiter, aber irgendwann dann schon Pfadileiter) und ich freue mich und bin unglaublich stolz, aber andererseits denke ich mir OMG, was da alles passieren kann. (Er ist sich nicht sicher ob seiner Kartenskills, dafür kann er astrein morsen und erste Hilfe, während ich halt nur die Varianten von "SOS" morsen kann, zb "So so. " oder "ooooooooo".
L. ist nicht so unendlich begeistert von der Aussicht aufs Lager, aber das war bisher immer so, auch bei Q. und ich bin mir sicher, dass es ihm letzlich super gefallen wird (eine Woche ohne Eltern, nur mit coolen Leitern und seinem besten Freund, was soll schiefgehen? Naja, die Switch ist nicht dabei, aber irgendwas ist ja immer)

Eine interessante Sache habe ich btw heute nachmittag gelernt: beim deutschen Fenistil-Roller (Q. reagiert ja immer noch extrem auf Mückenstiche, deshalb gehört Fenistil zum Reisegepäck wie die Zahnbürste) ist absolut überhaupt kein Wirkstoff, nur Benzalkonium-Lösung, die kühlend wirkt, kein Antihistamin. Ich dachte ja, ich hätte ein bisschen Ahnung vom Pharmabusiness, allerdings scheint die OTC ("Over the counter") Welt doch eine ganz andere zu sein als die Rx (rezeptpflichtig)-Welt, in der ich zu Hause bin. Bei "uns" ist ein Brandname untrennbar mit einem Wirkstoff verbunden, das scheint im OTC-Bereich anders zu sein. Fast noch spannender: das ist je nach Land unterschiedlich, so habe ich nach irritiertem Twittern gelernt, dass im Schweizer und spanischen Fenistil-Roller sehr wohl Antihistamin enthalten ist.... sehr, sehr seltsam. Ich bin sehr froh, dass der Apotheker das ungefragt erwähnt hat. Q. wollte trotzdem den Roller (er kennt halt bisher nur den Schweizer Roller und wird sauber auf die Welt kommen) und fand mich total peinlich, als ich vorschlug, die alberne Kühllösung auszuleeren und mit dem Gel zu befüllen. Mir ja wurscht, ich schwelle ja nicht an und das Gel hat er eh auch dabei)

Die Kinder werden übrigens gross: Q. hat sein gesamtes Zeug allein gepackt, ich habe nicht ansatzweise kontrolliert (doch, ich habe meine Regenhose zurückgeholt und ihm seine gegeben. Wir sind fast gleich gross, aber ich pople nicht Beschichtungen ab), ob alles passt. L. hat das allermeiste selber rausgesucht und bereit gelegt und mit Hilfe des Hübschen komplettiert und in die Rucksäcke verpackt (Es gab kurze Verwirrung über "Abtrockentücher" und "Badetuch").

Das wird bestimmt eine seltsame Woche.... so allein.

gegessen:
Toastie mit Honig
Erdnussbohneneintopf mit Reis
Freitagspizza

Gelesen: "Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes"

Gesehen "How to sell drugs online (fast)"

Stressleveldurchschnitt gestern: Garmin ist einem Ransomware-Angriff ausgesetzt und ICH WEISS ES AUCH NICHT!
Selbstbeweihräucherung: Ich finde, ich habe Q. gut erklärt, wie man in ein Cafe geht und wieviel Trinkgeld man gibt und wie man das schnell ausrechnet und wie man wann zahlt und wie man das sagt, damit einem nix peinlich ist. Er hat dann beschlossen, sich ein Eis auf die Hand zu holen und im Osiander zu warten, bis ich mit Haare schneiden fertig bin. Man gewinnt nicht immer.



Ach, Stunden später und ich sehe den Titel: das Auto ist wieder heil daheim und keiner von uns hat das Leihauto kaputt gefahren. Und wir sind alle verwöhnte Luxusgören, das Model 3 ist uns allen vier nämlich zu eng, zu klein, zu "OMG, das soll ich jetzt tatsächlich selber machen?" (Wobei ich die dreifarbigen Felgen schon schaurig schön fand)


Donnerstag, Juli 23, 2020

230720: Gesetzesbrecher, Blut, Ohnmacht, Polizeieinsatz!

Um hier den Spannungsbogen gleich von Anfang an ein bisschen zu zerstören: alles in allem recht undramatisch. Aber wahr.

Der Morgen begann wie immer, nur dass der Hübsche heute wieder mal zu Hause arbeitete. Eine sehr frühe Runde (liebe die Temperaturen vor sieben hier!) liess uns Sansa beim "Pferde auf der Weide"-bewundern treffen. Leider war ich zu spät mit dem Foto, da kam sie schon angerast.


Wieder daheim stellte sich bei einer Detailrückfrage bei einem Kollegen heraus, dass mein eigentlich geplantes Geburtstagsevent für den Hübschen nicht nur ein trendiges "Mikroabenteuer" ist, sondern auch noch verboten, es wird auch kontrolliert und ist echt teuer, wenn man erwischt wird. Ganz abgesehen davon, dass ich es eh nicht geniessen kann, wenn ich weiss, dass es verboten ist UND wir erwischt werden könnten und überhaupt. Also schnell umgeplant, jetzt ist es eine ganz andere Hausnummer, ich finde, fast mehr Abenteuer, aber halt nicht illegal.

Als ich für den Mittagssalat von draussen frische Kräuter holen wollte, sah ich den Nachbarskater vor der verschlossenen Haustür jammern und während ich frotzelte: "Ooooh, du Armer, ist es zu weit, einmal ums Haus rum bis zur Katzentür?", fiel unsere schwere Haustür dank Luftzug mit Schmackes zu, direkt auf meinen immer noch strategisch ungünstig dazwischen stehenden Mittelzeh. Wohooooooo, ich glaube, ich blute immer noch (ich kann nicht hinschauen, sonst wird mir wieder schlecht, aber es klebt und quatscht im Flipflop. Ist aber schön warm) und wenn ich es berühre, bekomme ich Gänsehaut und muss fast spucken. Ich habe alles unter dem Wasserhahn abgewaschen, überprüft, dass nix (Nagel oder Knochenstücke oder so) ab- und rausssteht, den Hübschen ein Pflaster drüber kleben lassen, musste mich sehr uncool mit hochgelagerten Beinen hinlegen, weil mir ohne Witz schwarz vor den Augen wurde, und jetzt ignoriere ich das. (Kinderkommentar: "Kater an Karmazentrale: Instant Karma bitte jetzt. OK, danke, passt, die disst mich nicht mehr!")

Bei der kurzen Mittagsrunde um den Block fiel uns dann ein Hund auf, der in der Silhouette aussah wie ein Wolf (Q. lernt für die OP-Prüfung, wir waren also drin in "Vögel, Fische, Säugetiere, Reptilien und Amphibien in den Schweizer Wäldern"), sich dann aber als herrenlos unterwegser Hund (Gesicht wie ein Shiba, aber grösser, Zeichnung wie ein Schäferhund) herausstellte. Er hatte Halsband und Marke, liess aber niemand an sich heran, bellte und hatte das Nackenfell aufgestellt, also nix, was es irgendwie vernünftig erscheinen lässt, ihn mal beherzt am Halsband zu greifen.
Unsere Nachbarin mit eigenem Hund kam vorbei, wir sahen keinen Besitzer in der Nähe, also besorgte Q. die Ersatzleine der Nachbarn, der gerade Starthilfe gebende TCS-Mann versuchte erst sein Glück mit dem Hund, informierte dann aber die Polizei, der Hund war echt angepisst ob all der Aufregung und KEINEM HERRCHEN/FRAUCHEN, und dann kam da noch ein Linienbus, der dann in Hundeschrittgeschwindigkeit hinter dem mitten auf der Strasse laufenden Hund her fuhr....
Ich musste dann leider zum nächsten Meeting, der Hübsche und Q. konnten mit Hilfe von Kollegen vom nahen Werksareal rausfinden, dass der Hund dann anscheinend über die Autobahnbrücke Richtung Wald gelaufen war. Sie machten sich mit Leine und Stock für alle Fälle noch auf die Suche, fanden ihn aber nicht. Auf dem Rückweg kam ihnen eine Polizeistreife entgegen (Peak Schweizer Landleben, wir hatten das ja schon mal), die sich den letzten Aufenthaltsort und die Beschreibung des Hundes geben liess und sich auf die Suche machte. Ich hoffe mal, alles geht gut aus (und bin schon froh, dass der Hund niemand gebissen hat und wenigstens vor unseren Augen von niemandem überfahren wurde. Und auch, dass unsere Katzen grad woanders waren).

L. war vor allem happy, weil sein vom Taschengeld gekauftes Switch-Spiel ankam, ich musste ein bisschen schmunzeln, ob des RIESENPAKETs, was natürlich nicht dem Spiel geschuldet war, sondern der Zusatzbestellung, die ich "Noch 0.51€, dann qualifizieren Sie sich für kostenlosen Versand"-gemäss hinzugefügt hatte (In Bayern sagt man: "Lieber den Magen verrenkt als dem Wirt was gschenkt", ich lebe das für Versandkosten). Natürlich nicht für 51Cents, aber ich habe jetzt 8 Flaschen sehr gut riechenden und nicht unserem dm erhältlichen Badreiniger. Und eine Limited-Arts-Edition von Ingwerseife.)

Das war dann aber auch schon genug Aufregung für den Tag, der Rest war eher unspektakulär und mit Baden (und gemeinsamem Terrassenoffice, das war auch ziemlich schön!

Gegessen;
Toastie mit Honig
Salat mit Hummusbrot (die Jungs haben das "Wie'n Schnitzel" probiert und sind total überzeugt, so wie bisher noch von keinem Fakeschnitzel)
ERdnuss-Bohneneintopf mit Reis /Marillenknödel für die Freunde des Süssen

Gelesen:
"Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes", eine Kurzgeschichtensammlung, auf die ich dank Kaltmamsell gestossen bin. Super! (Vor allem nach meinen Fehlgriffen letztens, aber auch so!)

Gesehen: "How to sell drugs online fast" (naja)

Stressleveldurchschnitt gestern 34
Selbstbeweihräucherung: nicht geheult wegen Zeh. Und hingelegt, obwohl es mir peinlich war

Alles in allem: gibt keinen Preis für die Verarbeitung der eigentlich vielversprechenden Reizwörter. Allerdings war die Karmazentrale dann noch nicht fertig mit mir, auf dem Abendspaziergang zum Katzenholen bin ich NOCHMAL in eine Biene getreten und die hat mich in den von der Tür gequetschten Zeh gestochen und holla, ich glaube, ich glaube, ich zwicke den einfach ab, das kann auch nicht mehr weh tun.

Mittwoch, Juli 22, 2020

220720: Doppelgängertag

Heute morgen habe ich den Hübschen um kurz nach sieben durch den wunderbar kühlen Morgen ein Stück auf dem Arbeitsweg (der ja eh unendlich kurz ist) begleitet und es war katzentechnisch sehr verwirrend:
An "Jonnys Feld" sahen wir "Jonny" im Gegenlicht gerade unter dem Zaun zur Arbeit durchschlüpfen. Er reagierte überhaupt nicht auf seinen Namen und beim Näherkommen war er auch nicht Jonny, sondern eine kleine hellgraubraun getigerte Katze, eine der wenigen, vor denen Sansa Angst hat.
Auf dem Werksareal war gerade grosses Vogelgezeter und ich vermutete eigentlich Sansa (oder eventuell Jonny) beim Unsinn machen dort, aber nein: es kam der weisse Perserkater unserer direkten Nachbarn aus dem Zaun geschlüpft. Ich war sehr verwundert, so weit von daheim hatte ich ihn noch nie gesehen. Er war es aber auch nicht, er war nämlich ganz reinweiss ohne cremefarbenes Gesicht, ausserdem hatte er kein Halsband und grüne statt blaue Augen. Und mochte mich nicht. Und war ein bisschen doof, er setzte sich nämlich mitten auf die Strasse, dort wo sich immer die beiden Linienbusse treffen und es irgendwann mal krachen wird.
Ich ging weiter Richtung Pferdekoppel und sah "Sansa" erst lauern und dann in ein Mauseloch hechten. Als ich durchs nasse Gras zu ihr ging, schaute sie mich irritiert an und war auf einmal keine Langhaarglückskatze mehr, sondern eine braun-weisse. Ich drehte mich peinlich berührt um und sah diese Minisphinx von der Morgensonne angestrahlt vor dem Skaterplatz sitzen und meinen würdelosen Auftritt beobachten.




Der Rest des Tages war dann erfolgreicher, aber halt ein voller, anstrengender Arbeitstag (mit einem zweistündigen Zoom-Trainingsworkshop, der die Rolle von Agile und Scrum im Lean-Framework beleuchtete. Joah.... ich bin tatsächlich einmal auf dem virtuellen Weg in einen Breakoutroom verloren gegangen, im Nirwana gelandet und habe so eine Gruppensitzung verpasst. Jonny hat im Hintergrund ein Poster von Q.s Wand gefressen und ich habe ausprobiert, ob ich einen virtuelln Hintergrund hinbekomme, aber da sah ich dann immer aus wie ein Predator im Tarnmodus, was war nix.)

Die Kinder haben den Tag genossen., Q. war rennen und dann in der Hängematte und im Pool, L. hat sich seinen Freund geholt und sie sassen im Pool (das sah von drinnen vor dem Laptop so lässig aus, ein paar Jahre älter und jeder ein Kaltgetränk in der Hand, das war so die Assoziation) und haben sich dann beim Zocken aufgewärmt.

Jetzt wo der Hübsche wieder ins Büro geht und halt auch abends wieder heimkommt, hat Jonny auch wieder kürzere Arbeitstage, weil er mit ihm dann heimgeht.
Apropos: ich mache nächste Woche was ganz Verrücktes: die Kinder sind ja im Sommerlager, der Hübsche im Büro und in unserem Officespace gibt es die Möglichkeit, einzelne Tage und nach Voranmeldung vor Ort zu arbeiten. Das mache ich also nächsten Dienstag, ich habe sogar ein Mittagessendate, das ich heute bei einem virtuellen Kaffeedate vorbesprochen habe. Ich bin schon sehr gespannt! (Zumindest meinem Computer wird es mal wieder guttun, sich ins Firmennetzwerk einzuloggen und ich kann endlich die Kaffeetassensituation bereinigen).

Nach dem Abendessen (wie Mittagessen zu dritt, der Hübsche geht nicht nur wieder ins Büro, sondern auch zum Abendsport) eine ausführliche Runde Sport (ich bin nach einem Arbeitstag todmüde und würde am liebsten direkt "es Gipfeli mache", weiss aber auch, dass ich mich nach auspowerndem Training und Duschen wieder fit fühle und naja, ich bin halt auch stur.

Nun denn.

Gegessen
Toastie mit Honig
Wassermelone
Salat mit gebratenen Pilzen (die Kinder mit den "Vegetarian Butcher"-Nuggets, fanden sie super)



ein kleines Magnum
Nudeln mit Erbsen-Minz-Pesto. Kann man sehr gut machen!

Gelesen: "Die Schule am Meer" aus (okay, anscheinend beruht das zu Teil auf historischen Tatsachen, allerdings wurde es zu einem erschreckend flachen, nichtssagenden Historien-Insel-Roman zusammengematscht, das ist bei dem Stoff reife Leistung. Kein gutes Händchen bei der Geburtstagsbücherauswahl dieses Jahr. Gar kein gutes Händchen)

Gesehen: "How to selld drogs online fast" 2. Staffel

Stressleveldurchschnitt gestern: 30
Selbstbeweihräucherung

Dienstag, Juli 21, 2020

210720 Working from "home"

Heute bin ich irgendwie grumpy aufgewacht, weil sich in mir nach dem ersten Tag Post-Ferien das Gefühl eingestellt hatte, dass ich vielleicht doch nicht alles im Griff und zu wenig Ahnung und überhaupt habe. Dazu trugen zwei Meetings auf dem Morgenkalender bei, die mit extrem ausführlichen Hintergrundinfos versehen waren, und bei denen ich mir dachte: "Mist, wie konnte es denn dazu kommen? Hätte ich das verhindern müssen? Warum wusste ich das vorher nicht?" und schon auch "Maaaann, woher soll ich mir die Zeit rausschneiden, um das zu fixen?"
Ha, eine Stunde Vorbereitung pro Meeting gaben mir immerhin genug Hintergrund und dann war es auf einmal gar nicht mehr kompliziert, weil alle Beteiligten kennen sich in ihrem Bereich super aus, ES IST ÜBERHAUPT NICHT MEINE SCHULD!, es könnte sogar sehr gut sein, dass die aufgedeckte Inkonsistenz nicht mal aus unsere Department kommt und vielleicht sogar nicht mal eine ist.
Beim zweiten Termin haben wir festgestellt, dass auch da überhaupt kein Fehler vorliegt, es nur um die geschickte Formulierung einer Antwort geht, die einerseits alle offenen Punkte beantwortet, andererseits nicht zu viel Information liefert, an die man neue Fragen anknüpfen könnte, die mit dem eigentlichen Thema überhaupt gar nichts mehr zu tun haben. Noch besser: genau für diese Thematik haben wir Spezialisten, d.h. mein Beitrag besteht nur darin, Hintergrundinfos zu liefern und die technischen Expertin mit der Liaison-Person zusammenzubringen, that's it.
Ha.
Ab da war die Welt dann wieder in Ordnung.

Auch "Homeoffice mit Ferienkind und -teenie" lief besser als gestern. Da war ich ja zwischendrin wild geworden, weil ich es so unglaubliche Verschwendung von Ferienzeit fand, bei strahlendem Sonnenschein den ganzen Tag unbeweglich an der Switch oder dem Handy zu hängen, im dunklen Zimmer (jajaja, ich hör mich selber reden). Wurde dann ja alles noch, aber heute hatte ich den beiden erst vorgeschlagen, doch gemeinsam am Nachmittag ins Dorfschwimmbad zu gehen. L. war begeistert, Q. hatte keine Lust (und riss die verpflichtende Bewegung mit einem kleinen Lauf draussen runter), das ist als Teenie ja auch ein ganz normales Gefühl. Allein runtergehen oder fahren wollte L. dann nicht, also überprüfte ich meinen Kalender: der war zwar bis halb sechs gefüllt, aber vor dem letzten Meeting war eine Stunde Pause. In der habe ich Laptop, Powerbanks, Handies, Kabel, Handtuch, Schwimmbadkarte und Kind mit Gepäck zusammengepackt und wir sind ins Bad geradelt. Und so konnte ich am Beckenrand erst noch meine Inbox weiter leeren und dann eine Stunde lang EMA-Requirements diskutieren (immer brav auf mute, wenn ich nicht dran war, das Dorfschwimmbad ist zwar klein, macht aber Lärm wie ein grosses, und diesmal mit Kamerafenster zu.

L. war sehr happy, Q. auch (er hat den Tag hauptsächlich in der Hängematte verbracht, sich aber immerhin an die Anweisung, nicht mit dem Kopf voraus rauszuknallen, gehalten), schön war das!

Gegessen:
Joghurt, Obst, Granola
Wassermelonensalat mit Minze und mariniertem (Knoblauch, Zitrone, Olivenöl) Mozzarella statt Feta, weil ich den fürs Abendessen brauchte.
Da gab es: Zucchinipuffer mit Kartoffelbrei (ich fands ok, die Kinder so mittel, als Waffeln wären sie mir wahrscheinlich aus den Händen gerissen worden)

Gelesen
"Die Schule am Meer" (Affiliatelink)

Gesehen: Modern Family (und ein Video von Kollegen aus San Francisco von Waschbären, die über den nahezu menschenleeren Campus wandern. Und dann habe ich mich gefragt, ob es solche Videos von unseren Katzen gibt, die das Areal hier am Ort als ihr erweitertes Wohnzimmer erobert haben)

Stressleveldurchschnitt gestern: 34
Selbstbeweihräucherung: meine kleine Schwester in Ruhe gelassen. TROTZ DATUM!

Montag, Juli 20, 2020

200720 Swooosh

Es ist wieder soweit: der Wecker läutet um sechs. Auch wie immer: ich bin schon eine gute halbe Stunde wach, weil Sansa über jeden ihrer Schritte lautstartk informiert. ("Mauauauau, wach! Maauauauauaua, soll ich wirklich auf dieses Innenklo gehen? Mauau, ich war und habe viel gescharrt! Mauauauau, will keiner mir Gesellschaft beim Frühstück leisten? Mauaua, rutsch mal rüber, ich möchte auf deinem Kopfkissen stehen, da kann ich besser zum Fenster rausschauen!").
Neu: auch des Hübschen Wecker läutet jetzt schon um sechs, er hat mit dem neuen Job (und dem alten, weil sein Nachfolger zwar bald, aber halt nicht sofort, anfängt) jede Menge zu tun und möchte gern früh im Büro sein, um in Ruhe loslegen zu können.
Wir kommen im Bad umeinander rum und haben immerhin noch Zeit für einen gemeinsamen Kaffee.
Ich mache mich dann im kühlen Wohnzimmer an die 350 ungelesenen Emails (zusätzlich zu den ungefähr 100 dringenden, die ich während der Ferien gelesen, aber nur sehr sporadisch beantwortet habe), bis zum ersten Meeting um halb 10. Die Kinder schlafen (Q.) respektive versuchen zu schlafen (L., der wacht einfach immer um sechs, sieben auf und schafft es nur höchst selten, dann nochmal einzuschlafen. Dafür ist er aber meist sehr müde. Und abends ist es zu heiss zum Einschlafen. Mein Hinweis, dass ein langärmliger Pyjama und eine warme Decke vielleicht einen Teil dazu beitragen, wurde genervt zur Kenntnis genommen), und kommen irgendwann gegen 11 auf ein kleines Frühstück runtergeschlappt. Ich habe nur kurze Mittagspause, weil unser Teammeeting nach vorne verlängert wurde, also gibt es schnellen Salat für mich uns Schupfnudeln für die Kinder (L. hat immerhin den Pyjama gegen echte Kleider eingetauscht).
Eine kurze Spazierrunde um das Quartier zeigt: die Katzen sind nicht an ihren Standardplätzen, was eigentlich gut ist, da ist es nämlich UNENDLICH heiss.
Für den Nachmittag bekommen die Kinder den Auftrag entweder rennen zu gehen (2km, ich bin kein Unmensch) oder draussen zu schwimmen/zu toben. Q. rennt, L. ist geknickt, weil sein bester Freund keine Zeit hat, dafür "schwimmt" er eine gute Stunde am Stück in unserem kleinen Pool im Kreis, danach ist er abgekühlt.
Bei mir reiht sich Meeting an Meeting, ich bin froh, dass ich die Ferien über einen groben Überblick über die anfstehenden Themen behalten habe, so konnte ich mich wenigstens auf die heutigen Termine angemessen vorbereiten.
Ich hatte ganz vergessen (bis gestern abend), dass ich die Woche gleich mit "Mailbox-Duty" für unsere Team-Mailbox starte, d.h. ich habe noch schnell mit den Kollegen, der letzte Woche dran war, eine Übergabe gemacht, ausserdem bin ich die Woche Meetinghost und Facilitator für unsere drei wöchentlichen Teammeetings, das ist sozusagen ein "hit the ground running"...
Alles in allem läuft es okay, es ist halt alles sehr viel, aber wie hätte sich das in den letzten zwei Wochen auch ändern sollen? Am Abend habe ich noch zwei Meetings mit Kollegen aus San Francisco und ... holla, bisher war das auch zu Coronazeiten zur Einleitung relativ harmloser Smalltalk (Frisur, was hat bei euch noch alles zu? Wieviele Kinder sind euch heute ins Meeting gehopst? Schönes Bild im Hintergrund), aber mittlerweile sind die beiden richtig, richtig erschöpft? durch? besorgt? verzweifelt? Die Infektionszahlen in Kalifornien sind extrem hoch, anscheinend sehen 40-50% der Menschen überhaupt nicht mehr ein, dass man überhaupt irgendwas dagegen tun soll und verhalten sich total rücksichtslos, so dass die deutschen/schweizer Maske ja, Maske nein, Maske wirklich über die Nase? Diskussionen sehr naiv wirken. Unsere Kollegen, die es nicht aus Jobgründen müssen, werden dieses Jahr nicht mehr auf den Standort zurückkehren, 2021 wird man dann mal weiterschauen. Die Kinder sind seit März zu Hause, niemand rechnet damit, dass die Schulen im August wieder öffnen, ich habe die beiden noch nie so offen, aber auch so verzweifelt erlebt... ob der politischen und gesellschaftlichen Situation. Weil unser Unternehmen nicht handlungsunfähig werden DARF, müssen die Arbeiter vor Ort extrem geschützt werden und alle anderen Kollegen sich extrem strikt selber schützen, während gefühlt alle anderen Party machen, weil ist ja nix.... Puh. (Und: grade sehr froh, dass dieses immer im Hinterkopf nagende "Was wäre, wenn ich damals geblieben/richtig zurückgegangen wäre?" damals nicht so passiert ist.

Irritierendster Moment: der Hübsche kam mit beiden Katzen im Schlepptau und seinem blütenweissen, neuen Hemd aufgeknöpft bis zum Bauchnabel zur Tür rein, während ich noch MIT KAMERA AN in einem Meeting war. Es wirkte so ein bisschen wie ein ESC-Auftritt ("Trickkleid, Tiere und Showtreppe") oder wie ich mir einen vorstelle, weil ich schau das ja nicht, aber ich bin fast cool geblieben :-). Kam ja auch keine Musik. (Es war heisser draussen auf dem Heimweg als im Büro und Ärmelaufkrempeln hätte die zu sehr verkrumpelt, habe ich gelernt).

 Jetzt ist der Hübsche mit unserem neuen Model 3 zum Sport gefahren (hahaha, nicht UNSERES, sondern nur der Werkstattersatzwagen, weil unser Model S seit heute nach dem vermaledeiten Stracciatella-Eis wieder schick gemacht wird. Der Werkstattmann meinte wohl: "Ui. Das geht im Fall es bitzeli länger."), schick anthrazit, allerdings mit orangenen Racingstreifen und Werkstattaufdruck. Mal sehen, ob ich den noch über die Grenze zu einem Shoppingtrip fahre oder nur der Hübsche in sein Basler Gangsta-Viertel zum Sport.

Meine Beine sind übrigens immer noch sehr müde und tragen mir die Wanderung nach, das geht so nicht weiter, ich werde mich jetzt ein Stündchen auf den Crosstrainer schwingen und ihnen (und dem Ferien-Kilo wegen jeden Tag Aperitiv etc) zeigen, wer hier der Boss ist.

Gegessen:
Hefezopf mit Obatzdm
Salat mit gebratenen Pilzen
eine Handvoll Nussmix mit getrockneten Kirschen
Montagspizza

Gelesen
ungefähr 250 Emails

Gesehen: Modern Family

Stressleveldurchschnitt gestern: 35
Selbstbeweihräucherung: Meine Kollegen haben mich echt vermisst! (Vielleicht auch nur, weil meine Produkte ihnen so viel Arbeit gemacht haben, aber naja, kann ich ja nix dafür)

Sonntag, Juli 19, 2020

190720: OK, that was that

So, Corona-Sommerferien sind dann also auch vorbei.
Alles in allem.... ganz anders als gedacht. Lange, lange, lange, dachte ich ja, wir würden tatsächlich zwei Wochen in Italien verbringen, eine Woche klassisch am Meer, eine in den Bergen. Meer haben wir ja schon Anfang Juni beerdigt, Berge erst später, und auch nicht aus Corona-Gründen, sondern eher familiär und energiebedingt.
Nach der ersten Woche war ich tatsächlich echt so durch und erschöpft, dass ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte, je wieder fit genug zum Arbeiten zu werden. Es ist echt erstaunlich, was entspannte Tage mit meinen Lieblingsmenschen (und Sonne, Eis, gutem Essen und gestern dann auch noch Bergen, für die mich eine Oberschenkelmuskeln heute verfluchen) dann doch mit mir machen. Ich bin natürlich nicht so erholt und aufgetankt wie zB letztes Jahr nach DREIEINHALB WOCHEN Kanada, wie sollte das auch gehen?, aber ich bin fitter als vor den Ferien und bereit, mich den Herausforderungen zu stellen (dank jeden Tag einmal gucken weiss ich, was auf mich zukommt. Morgen als eins der ersten Themen: Schrödingers-Gelatinekapsel, für die ich gleichzeitig bestätigen soll, dass sie nichts vom Schwein enhält (weil halal) und aber auch nichts von Wiederkäuern (weil TSE). Beides geht natürlich nicht, dann kommt noch ein bisschen Alkohol ins Spiel (auch halal) und schon wird es spannend für das Land mit Q. Und ich bin noch nicht mal bei dem Teil mit "The stamped and signed original shall be sent to .....", wo ich doch überhaupt keinen Stempel habe. Naja, schon, aber halt Sternchen, Herzen, Piraten, Löwen, Tiger .... weiss nicht, ob das damit gemeint ist).
Der Hübsche und ich hatten irgendwann sogar die Energie über potentielle Urlaubsziele 2021 zu reden und ich glaube, das wird toll (Nix mit Fliegen, nix mit heiss, aber dafür richtig toll!).

Heute haben wir ausgeschlafen (bis acht, länger kann ich nicht), im Bett Kaffee getrunken, irgendwann auf der Terrasse gefrühstückt (es gab zwar frischen Hefezopf, aber ich hatte noch Pizza von Freitag und Kartoffelsalat von gestern abend!), den Pool eingelassen, Gedöns erledigt (illegalerweise am Sonntag Glasmüll weggebracht zB. und mit der Nähmaschine den Glasmüllsack geflickt), mit Q. über Geburtstagsgeschenke geredet, mit L. sein Wunschbett ausgesucht (er wollte 2018 beim Umbau ja lieber das Stockbett behalten und ist jetzt bereit für ein "grosses" Bett. Das erledigen wir nach dem Sola in der letzten Ferienwoche!), bei einer Katzenrunde bin ich in eine Biene getreten (holla, tut das weh! Ich dachte erst, ich hätte mir einen echt fiesen grossen Spreissel zwischen grossen und Zeigezeh gerammt, aber nein, Biene. Dank Kühlen im Pool ging es dann (vielleicht ist auch nicht alles Gift rein, der Stachel liess sich reacht easy rausoperieren), ich habe viel gelesen (leider ist eins der Bücher, das ich beim Hugendubel vor Ort in Print für meine Geburtstagsschwestern gekauft habe, ein echter Scheiss. Ich habe mich vom Covertext etc einwickeln lassen, aber leider ist es echt ganz schlimm. Und ich weiss nicht, wem ich es schenke, ich habe nämlich beide schon eingepackt und mir halt die Kindle-Versionen gekauft. Das andere ist dafür ganz nett, ich werde die Geburtstagsgeschenke einfach nicht mehr ansprechen mit den beiden.)

L. ist mit seinem besten Freund in die Badi gegangen, Q. hat nochmal die OP-Theorieunterlagen studiert und sonst halt schon massiv gechillt, abends gab es Tacos für alle und morgen ..... starte ich dann in eine Woche Homeoffice allein mit beiden Ferienkindern daheim. Wir werden sehen....

Samstag, Juli 18, 2020

180720: Geburtstagswanderung

Geschlafen habe ich heute nacht nicht sooo viel, weil der Wecker ja früh läutete und ich deshalb aufgeregt war und nicht einschlafen konnte. Gestern abend hatten wir noch alles für die Wanderung gepackt und bereit gelegt und standen dann kurz nach neun pünktlich zu einer der ersten Bergfahrten des Sessellift an der Wierihornbahn.
Damit sparten wir uns, ich schätze mal, eine gute Stunde recht langweiligen Anstieg und Höhenmeter hatten wir noch genug geplant.
Wir wanderten im Uhrzeigersinn um das Wierihorn herum, mit einem "Abstecher" (anderthalb Stunden reine Gehzeit) auf dem Gipfel. Das war schon sehr toll, wir hatten perfekte Bedingungen (L. und ich waren sehr froh um unsere Pullis, ich sags nur!), mit strahlender Sonne bei angenehmen 15 Grad. Beim Gipfelanstieg wanderten wir in einer Wolke, was einerseits ein bisschen frustrierend war, weil die Aussicht nicht existent war, andererseits auch gut, so im Nachhinein, weil die Kinder auf den steilen Anstieg schon nicht mehr soooooo viel Lust hatten, und naja, eine Stunde steil nach oben ist halt .... schon eine Hausnummer, und so sah man nicht die ganze Zeit, wie weit es den IMMER NOCH ist.
Wir hatten den Weg ziemlich für uns, in den gesamten 6 Stunden, die wir mit Pausen (nicht unendlich vielen, ich war nämlich etwas nervös, dass wir evtl die letzte Sesselbahn runter nicht erwischen würden und dann noch eine Stunde bergab laufen müssten) unterwegs waren, trafen wir auf über 15km und 1000 Höhenmetern knapp 50 Menschen (L. hat gezählt), aber deutlich mehr Kühe.
Highlight war allerdings die Murmeltierfamilie, die wir beobachten durften: Erwachsene Aufpasser  und drei Kinder, die sich wild balgten.
Das letzte Drittel des Weges zog sich leider echt lang und war praktisch nur noch steil bergab (gern auch so geschotterte Forststrassen, wo ich total Angst hatte, dass es jetzt einen oder mehrere von uns echt übel hinlegt), und so waren wir alle rechtschaffen kaputt (ich war überrascht ob des Ausmasses!), als wir wieder im Sessellift sassen. Der Heimweg war dann recht still, alle waren echt, echt müde.
Daheim noch ein Katzenründchen (Sansa hat ein neues Gebiet erobert: den ehemaligen Kindergartengarten von Q.. Da war sie bisher unseres Wissens noch nie.... nun denn), schnell noch Ausräumen, Wäschewaschen, Duschen, Carbonara für die Jungs und Kartoffelsalat (da hatte ich seit gestern einen Jieper drauf) für mich, Blasen versorgen (ich bin diesmal erst mit den Originaleinlagen gelaufen, aber auch da scheuerte es auf einmal, also Blasenpflaster drauf, dann stach das Neurom, also doch die medizinischen Einlagen, und naja, ich hab halt trotzdem zwei grosse Blasen an den Fersen. Immerhin nicht offen und ICH MUSS JA KEINE HOHEN SCHUHE TRAGEN nächste Woche, sondern werde nach wie vor barfuss im Homeoffice rumsandeln)
Schön wars! Und sehr cool, dass morgen erst Sonntag und noch nicht Montag ist.

Ach ja: Geburtstag hat meine jüngste Schwester heute und so wie es aussieht, darf sie dieses Datum für sich behalten und nochmal nur unter Erwachsenen feiern (Wir haben ihr auf dem Gipfel ein Ständchen gesungen, nach letztem Jahr auf Vancouver Island mussten wir ja irgendwie nachlegen)


Der Kenner bemerkt: Fleecepullis!

taufeuchte Almwiesen (recht steil bergauf)

Keine Pullis mehr und keine Hosenbeine





Am Gipfel! (Noch mit ohne Aussicht, weil Wolke, aber das wurde dann noch. Der Kenner merkt: immerhin schon wieder ein Pulli)


Gegend!

Und Gipfelsonne


Kein Pulli, keine Jacke, kein Poncho. Knallhart (dafür mit dem knallroten Shirt durch die Kuhherden hindurch. Muss jeder selber wissen, nech?)

Mehr Aussicht!

Da wäre jemand um einen Pulli gar nicht so unfroh gewesen!

PULLI!

PULLI!

Kein Pulli, aber auch nicht mehr kalt, weil Sonne.


Murmeltier



kleine Murmeltiere



kleines Murmeltier lernt vom grossen Aufpassen

Irgendwo da ganz oben waren wir. Wo genau: keine Ahnung, war ja neblig

Aussicht mit See


Wie L. locker sein Bein auf einem "Erdhügel" abstellen wollte und in warmer Kacke versank...

Der ganz blöde Teil vom Weg. Ewig und steil runter.