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Dienstag, Juni 30, 2020

300620 Ein Plan, ein Plan

Während ich heute beim Mittagessen nach Wanderrouten im Gran Paradiso Nationalpark recherchierte und dann auf einmal doch optimistischer als auch schon war, dass der Bergurlaub doch eine tolle Idee wäre, hatte das Leben andere Pläne und so recherchiere ich heute abend nach Hotels im Münchner Nordwesten am liebsten mit Ladestation und Bar (die Tesla-Karte macht es einem ja dann recht einfach Gottseidank).

Während ich bis nachmittags noch das Gefühl hatte, mit Inbox-close-to-zero in die "Ferien" zu gehen, habe ich morgen ein "Warroom"-Meeting, halt virtuell, ausserdem sind mindestens drei Themen extrem unangenehm hochgekocht, ich habe heute erstmals nach einem Meeting sämtliche Folgeanrufe und Diskussionen via Messenger verweigert und dieZusammenfassung mit "überrascht und enttäuscht" begonnen (erstaunlicherweise ist der Streitpunkt mittlerweile erledigt, nachdem man sich eine Stunde lang erstmal wüst beschimpft hatte. Q. hat mir attestiert, dass meine gerade noch unterdrückte Reflexreaktion "Schlagt euch ruhig die Köpfe ein, der der überbleibt, muss es dann halt machen, mir ist es eigentlich wurscht" nicht hilfreich gewesen wäre.). Aber mei, so ist es halt, ich geh trotzdem in die Ferien, die Welt wird nicht sofort untergehen, wenn ich nicht da bin.

Gute Nachrichten gibt es aber auch
Q. ist fit genug für die Schule morgen (will heissen: Husten ist vorbei)
L. weiss einen Chemikerhaushalt zu schätzen, er kam heute abend nach dem Essen und meinte: "Ich brauch morgen für die Schule drei Schutzbrillen, wo sind die?" Und wir hatten sogar eine Auswahl.

Das muss reichen für heute, ich bin zwar nicht mehr so müde wie auch schon, aber immer noch sehr angestrengt.

Montag, Juni 29, 2020

290620 Massgeschneidert

Bodybatteriestory: ich glaube, der voreingestellte Minimalwert ist einfach 5. Ich komme da nicht drunter und auch nicht mehr drüber. Heute ist dann vor Verzweiflung vermutlich die Uhr-Handy-Verbindung flöten gegangen und das ist ja was, was ich bei Garmin echt beknackt gelöst finde: es gibt eine drölfzig Punkte lange Liste, was man alles ausprobieren könnte, wenn das passiert, man macht das alles der Reihe nach: nix. Nochmal: nix, nochmal: bei Punkt 17 klappt es auf einmal. Und beim nächsten Mal in der 5 Versuchsrunde bei Punkt 23. etc.
Naja, läuft ja wieder.

Sonst: Mein Job ist ja nur zum Teil Wissenschaft und Technik und Regelwerke, zu einem nicht zuvernachässigenden anderen Teil ist es Kommunikation. Wissenschaft und Technik und Regelwerke sind übrigens selten die Fehler- oder Stressquellen. Naja. Ich (vermutlich die meisten Menschen) tendiere dazu, jede Art der Kommunikation oder Gefühlsäusserung nach meinen Standards für mich einzusortieren. Damit meine ich: wenn zB jemand in Tränen ausbricht, denke ich: "OMH, bis ich zu weinen anfange, da muss aber schon wirklich kurz vor Weltuntergang sein, das ist ungefähr das schlimmste Alarmzeichen, was es gibt, NOTFALL!" Zeigt sich: ist nicht bei allen so.
Oder wenn jemand per Messenger dringend sofort ein Meeting verlangt, ungeachtet der Tatsache, dass ich bereits in einem anderen Meeting bin, und dann fordert, dass ich Ungereimtheiten eines Assessments (nicht meines, btw) SOFORT aufklären müsse. Dann bin ich erstmal so überrumpelt, dass ich gar nicht auf die Idee komme, nachzufragen, warum um alles in der Welt ICH das jetzt auflösen soll, ich mache mich SOFORT dran, weil wenn ich sowas SOFORT verlangen würde, würde andernfalls vermutlich ein Stockout oder ein Recall direkt vor der Tür stehen, beim Einlesen in die Thematik finde ich aber besagte Ungereimtheit überhaupt nicht, bei Rückfrage an den Assessor erfahre ich, dass die vermeintliche Ungereimtheit überhaupt nicht existiert, und als Antwort auf diese Rückmeldung bekomme ich von der ursprünglichen Person: "Ah, ok, vermutlich hätte ich das Assessment erstmal gescheit lesen sollen." OOOOOOOkay.
Was ich daraus mitnehme, die nächsten Male wenn geheult (nicht heute übrigens) und SOFORT DRINGEND ETWAS GEKLÄRT WERDEN MUSS, ist das vielleicht gar nicht mein Job. Vermutlich ist es dann auch nicht mehr so dringend. (Alter Falter, so viel Drama, da kann ich gar nicht mit umgehen!)
Andersrum habe ich gelernt, dass, egal wie klar und strukturiert eine Mail formuliert ist, es immer noch die Fraktion gibt, die trotzdem alles nochmal per Messenger nachbesprechen muss und sichergehen, dass tatsächlich alles so gemeint war, wie es dasteht. Dann klappt es aber super und fix, und seitdem ich das weiss und aktzeptiert habe, gehe ich auch fast ohne Augenrollen in die Messengerkonversation.

Sonst so:

  • Q. bleibt morgen immer noch zu Hause. Er hüstelt und schnupft, hat immer noch kein Fieber, in jeder anderen Zeit wäre er überhaupt keinen einzigen Tag zu Hause geblieben, aber jetzt, naja, er verpasst ja eh nix mehr in der Schule ausser den gemütlichen Ausklang eines abstrusen Halbjahres.
  • Besorgniserregende Nachrichten aus der alten Heimat, die natürlich das Kopfkino und Abwägen und Evaluieren sämtlicher Szenarien und Möglichkeiten anwerfen. (Mich wundert nix in Sachen Müdigkeit und Stresslevel und Bodybatterie)
  • Zur Abwechslung mal kein Workout gemacht, in dem ich den Puls bis kurz vor den Kollaps hochgejagt habe, sondern entspannt vor mich hingestrampelt bin.
  • Beim Hübschen fallen die meisten Einschränkungen bei der Arbeit, während bei uns extrem langsam und vorsichtig gelockert wird und ich davon ausgehe, die gesamten Sommerferien noch im Homeoffice zu verbringen. Wer weiss. So kann ich, wo Q. ja wieder in seinem Zimmer abhängt, für meinen Rücken nun ins Büro auf der Galerie unter dem Dach umziehen, wo es zwar heiss und dunkel ist, aber halt ein gescheiter Stuhl. Und der Drucker. Vielleicht erreiche ich dann auch mal das Festnetztelefon, bevor der Anrufbeantworter rangeht, und kann all meinen Frust an Callcentermitarbeitern auslassen.
  • Morgen muss ich dran denken, den Gesundheitscheck-Termin für die Katzen abzumachen. Ich lege ihn einfach mal nicht in die Woche, in der wir die Berghütte gebucht haben und ansonsten einfach an einen Tag, wo wir den ersten Termin des Tages bekommen, damit ich sicherstellen kann, dass beide Katzen anwesend sind.


Gegessen:
EIn Stück Rhabarberkuchen
Melone
Salat mit gebratenen Pilzen (die Kinder, die echt sehr pflegeleicht mit Vegi-Varianten von Fleischgerichten sind, bitten darum, das Vegetarische Cordon Bleu von Rügenwalder auf gar keinen Fall nochmal zu kaufen. Umso überraschender, dass sie es aufgegessen haben) und frischgebackenem Brot
Montagspizza

Gelesen:
Hunkeler 5/6

Gesehen: Little Fires Everywhere

Stressleveldurchschnitt gestern: 43
Selbstbeweihräucherung: Eine Antwort auf ein ans Bein gepieselt bekommen so passiv aggressiv formuliert, dass es als total konstruktive Idee für verbesserte weitere Zusammenarbeit verstanden wurde. (Und ich wollte nur verhindern, dass die Erde hinterher total verbrannt ist, wie ich alles anzünden wollte, ich wollte auf gar keinen Fall Freunde werden. Bisschen übers Ziel hinausgeschossen.)


Sonntag, Juni 28, 2020

280620 Grenzerfahrung

Wieder mal unglaublich schlecht geschlafen (um vier unter anderem von Katzengeschrei draussen wach geworden und dann, das ist so wie mit den Kindern früher, erstmal gucken gegangen, ob alle unsere da sind. Jonny schlief in L.s Zimmer im Wäschekorb auf den einzelnen Socken, Sansa auf ihrem Kratzbrett und begleitete mich dann auf einer Runde durchs Haus), um viertel vor acht überhaupt nicht erholt aufgestanden, L. einen Bettzopf serviert, selber zwei Scheiben und einen Kaffee zu Feedly verspeist und dann direkt auf den Crosstrainer gehüpft, um den Kreislauf in Schwung zu bringen.
Eine knappe Stunde Steigungsprogramm bei 105%, dazu die zweite Hälfte von "Athlete A" ergab die ungute Kombination, dass der dritte Anstieg, wo ich eh schon auf dem Zahnfleisch ging, gerade mit dem Moment zusammenfiel, als die missbrauchten Turnerinnen Larry Nassar vor Gericht konfrontierten. Ich hatte einen dicken Kloss im Hals und Tränen in den Augen und dazu einen Puls von 177, ich glaube, der Hübsche hatte nicht ganz zu Unrecht Angst, dass ich vom Gerät kippe.
Frisch laukalt geduscht gab es dann, mit immer noch hochroter Birne, ein sehr gemütliches Frühstück und dann einen so erholsamen Tag wie möglich. Das Wetter alternierte zwischen knallheiss, Sturzregen, schwül und heiss, ich versuchte mit einem Mittagsschläfchen die Bodybatterie wieder in den zweistelligen Bereich aufzuladen, und wurde dafür mit Kopfschmerzen belohnt.
Macht alles nix, wir können eh nicht viel unternehmen, weil Q. immer noch hustet.

Die gemeldeten Fallzahlen pro Tag in der Schweiz steigen seit mehreren Tagen an, wir sind bei über 60 und waren schon mal bei 8. Der Hübsche und ich wiederholen jeden Mittag mantraartig unser Tänzchen, wo er sagt: "in meinem Tracker sind es aber weniger" und ich "Ja, ich schaue bei BAG, da kommen sie immer vom Vortag gesammelt und werden dann rückverteilt auf die Testtage", aber letzten Endes ist es ja egal, die Zahlen steigen an, das könnte entweder daher kommen, dass die Lockerungen zu mehr Ansteckungen führen, oder daher, dass man durch konsequentes contact tracing halt gezielt mehr positive Fälle findet (die Testzahlen allein sind irre!), oder auch beides. Es könnte bedeuten, dass das der Beginn eines neuen unkontrollierten Anstiegs ist, oder halt auch, dass nicht. Ich möchte mich damit eigentlich gar nicht befassen, weil es ja für mich nichts ändert und ich auch nichts dagegen tun kann, ausser halt vernünftig sein. Was vernünftig ist, ist natürlich nicht so ganz einfach zu bestimmen, und so hirne ich vorwärts, rückwärts, seitwärts, ob wir denn jetzt in die Ferien fahren sollen oder nicht, und all das erklärt in allererster Linie, warum ich so müde bin. (übrigens auch von all dem Geschrei auf Twitter, wo es jedem vor allem darum zu gehen scheint, herauszustreichen, dass man selber der beste und klügste ist und alle anderen doof und unverantwortlich oder lebensfremd, Hauptsache aber doof.)

Eskapismus galore: wir schauen alle zusammen "Dark" und diskutieren und stehen direkt vor dem Fernseher bei Standbild und diskutieren Stammbäume und Verbindungen, jeder bemerkt andere Kleinigkeiten, die auf Kleinigkeiten aus den letzten beiden Staffeln referenzieren) und das ist schon irgendwie toll. und irgendwie eskaliert das Ganze und dann sind nur noch zwei Folgen übrig und naja, dann ist es auch schon wurscht und zack, haben wir vier die ganze Serie durchgebinged (Ich bin auch nach mehrfachem Rewatch total begeistert, L. konnte es (mit Augenzuhalten bei den fiesen Szenen) gut aushalten und holla, wir haben noch einiges zu diskutieren.)

Zwischendrin: Katzenspaziergänge, Glassplitter von irgendwelchen Eskapaden aufsammeln, weil sie genau da liegen, wo Jonny sich gerne im Staub rollt, bisschen enttäuscht sein, dass die Bodybatterie anscheinend per default nicht unter 5 sinkt.

Der Hübsche möchte ein Foto von Jonny machen

Jonny möchte nicht.
Ich möchte ein Selfie mit Jonny machen. Jonny möchte nicht.


Sansa ist es in der Sonne zu heiss.

So sieht das aus, wenn wir mit beiden heimgehen.

Ich wüsste ja gern, was bei 0 passiert.

Q. hüstelt und schnupft immer noch, in der Schule passiert eh nicht mehr super viel, Betreuung ist bei einem Teenie eh keine Sache mehr, er bleibt also nochmal daheim morgen.

Jetzt:
Ab ins Bett, mal sehen, ob die letzte Arbeitswoche vor den Ferien noch mit einer zweistelligen Bodybatterie starten kann!

Gegessen:
Hefezopf mit Erdbeermarmelade
Joghurt, Himbeeren, Nektarinen, Aprikosen, Wassermelone, Granola
Rhabarberkuchen
One-Pot-Curry mit Quinoa

Gelesen:
"Hunkeler 5"

Gesehen:
"Athlete A", drölfzig Folgen "Dark"

Stressleveldurchschnitt gestern: 43
Selbstbeweihräucherung: Mittagsschlaf gemacht. Mit echt Augen zu.

Samstag, Juni 27, 2020

270620 zäh

Mehrfach aufgewacht wegen heiss, anstrengend geträumt (ich scheine eine Arbeitsthematik, die sich in den letzten Wochen und Monaten entwickelt hat, zu verarbeiten, die ich, glaube ich, weder reparieren noch hinnehmen kann, ich muss mir da was überlegen, es ist ... nicht ganz einfach. Wie sagt man jemand, dass man der Ansicht ist, dass der Jemand entweder die Prioritäten falsch setzt oder mehr auf dem Teller hat, als er bewältigen kann, und deswegen ein Riesenprojekt in Schieflage gerät? Und wem sagt man das? Ich habe da auf jeden Fall eine ganze Nacht lang drauf rumgekaut und dementsprechend gerädert irgendwann dann aufgestanden.
Als der Hübsche gerade loswollte, zeigte der Tag, was uns wettertechnisch erwarten würde: binnen Sekunden zog der Himmel zu und ein Sturzregen kübelte runter, 10 Minuten später strahlte die Sonne vom wolkenlosen Himmel.
Direkt nach dem Frühstück (TROTZ SONNE!) starteten wir alle vier mit der ersten Folge der neuen Staffel "Dark". Wir sind der Serie von Anfang an verfallen, seitdem des Hübschen Bruder seit der zweiten Staffel als Cutter dabei ist, natürlich noch mehr. Wir haben letztes Jahr vor Beginn der zweiten Staffel mit Q. nochmal die erste angeschaut, dieses Jahr dann mit Q. und L. erste und zweite Staffel (und man erkennt auch beim dritten Rewatch noch neue Verbindungen und Hinweise, wie z.B in der zweiten Staffel, als Noah zu Charlotte sagt: "Deine Mutter lebt und sie liebt dich sehr.", lang bevor rauskommt, wer tatsächlich Charlottes Mutter ist).
Dann Mittagsschläfchen, Sportprogramm (L. und der Hübsche wurden vom nächsten Sturzregen bis auf die Unterhosen durchnässt), Kuchenbacken, mehr "Dark"-Schauen, Aperitiv im Planschbecken,



Grillen (ich war so kuchensatt, dass ich nur Kichererbsensalat und Brot mit Tomatenbutter ass), mehr "Dark" und dann todmüde ins Bett fallen.

BTW: in der ersten Klasse bekam Q. so einen wackeligen Hocker, damit er dauernd ein bisschen balancieren muss und nicht kamikazemässig auf dem normalen Stuhl hampelt. Das war damals, heute weigere ich mich nach wie vor, neben ihm auf dem Sofa zu sitzen, wenn wir gemeinsam etwas gucken. Deshalb:





Ein schöner Tag, obwohl ich die ganze Zeit erschöpft war.

Gegessen:
Semmel mit Frischkäse und Tomaten
Rhabarberkuchen
Kichererbsensalat mit Feta und Mango und Zeug

Gesehen:
"Dark" und die erste Hälfte von "Athlete A" (für wenn man mal echt Lust auf schlechte Laune hat. Das ist so .... traurig, besonders, wenn man über ein paar Ecken selber Kontakt zu Leistungssport hatte und all das in Ansätzen in jeder Sportart so ist....ich bin sehr froh, dass ich nie talentiert genug dafür war und die Jungs genauso wenig.)

Stressleveldurchschnitt gestern: 32
Selbstbeweihräucherung: nicht im Stehen eingeschlafen, bei allen entschuldigt, zu denen ich heute ungerecht war, nicht geweint.

Freitag, Juni 26, 2020

260620 FREI-tag

Q. ist immer noch zu Hause, er schnieft und hustet, sonst alles gut. Wir anderen haben nix, horchen aber bei jedem Husten wegen an Brösel verschluckt in uns hinein. Ich könnte mich mittlerweile in den A. beissen, dass ich nicht auf einem Test bestanden habe, erstens, weil Q. ja mit 14 aus der Kinderregelung eh rausfällt, und zweitens, weil wir dann halt Bescheid wüssten. Damit könnten wir dann, nein, natürlich nicht Q. in die Schule und zu den Pfadis und in die Badi schicken, aber wir anderen könnten tatsächlich unbeschwert rausgehen und unsere Verabredungen wahrnehmen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, Switzerlands Next Superspreader zu werden. (Oder halt eben genau nicht, aber dann halt mit Grund.). Naja.

Wegen freiem Freitag und weil Q. ja auch nicht aufstehen musste, habe ich dann grad mal bis halb sieben ausgeschlafen, nach dem Frühstück direkt den Wocheneinkauf erledigt (im Supermarkt unseres Vertrauens extrem unaufgeregt und angenehm, zu dm etc habe ich mich nach der Erfahrung der letzten Woche nicht getraut. Auch am Zoll war es noch leer und entspannt um neun, vielleicht haben aber die Schweizer ihre Vorratskammern letzte Woche alle wieder gefüllt und wir können jetzt wieder normal weitermachen.

Im umgebauten Supermarkt hat es jetzt ja eine Sushitheke, an der frisch Sushi gerollt wird, das sieht nach einer neuen Tradition fürs Freitagsmittagessen aus. Vor allem, weil sie auch ein grosses vegetarisches Angebot haben und für L. extra reine Gurkenmaki en masse packen.

Daheim habe ich dann das Haus von oben bis unten durchgeputzt (Q., der Patient, wurde zum Einkäufeeinräumen verdonnert), incl ALLER Böden aller Stockwerke wischen, das ist im Sommer, wenn alle barfuss rein- und rauslaufen immer ziemlich ergiebig. Aber: pünktlich mit L.s Ankunft aus der Schule (mit dicker Beule vom Schaukeln in der Pause, die da für Tränen gesorgt hatte und von einer Lehrerin, an deren Namen er sich nicht erinnert, liebevoll mit Coolpack und Trösten versorgt worden war; wir haben ihn beim Mittagessen mit Ideen, wie man das hätte hinkriegen können UND den Mindestabstand einzuhalten, dann wieder zum Lachen gebracht. Ein aufgepusteter OP-Handschuh an einem Selfiestick zum Streicheln und ein Müllgreifer zum Coolpack auf den Kopf drücken klingen allerdings durchaus machbar.

Im Lauf des Mittags kam dann doch noch die Sonne richtig raus, wir machten nach dem Sushiessen eine kleine Runde zum Beinevertreten und mal schauen, wo die Katzen so sind:
Na, wer findet sie?






Jonny haben wir dann auf "seinem" Feld nicht gesehen (besser so, das liegt mittags in der prallen Sonne) und als wir so durch die Siedlung zurückspazierten, erwähnte ich, dass die Katzen die Waserschalen, die ich vor und hinter dem Haus aufgestellt habe und mehrmals am tag frisch befülle, sehr zu schätzen wissen, der Hübsche meinte: "Ja, aber die finden auch unterwegs was" und dann war da in einem Garten so eine Art Springbrunnen aus einem Stein, neben dem ein kleines Gebüsch war mit Schatten und ich meinte noch "Ja, genau, schau mal, sowas, das wäre der perfekte Katzenchillplatz":


Und in dem Moment machte es "Mau" hinter dem Stein und Jonny kam auf die Mauer gehopst :-)




Wir stellten den Pool zum Befüllen auf, nachdem der Vormittag einfach nur bedeckt und schwül gewesen war, und wie es sich gehört, kam kurz vor voll ein Gewitter mit Sturm und Starkregen hier an und holla, der Pool ist jetzt richtig voll und der Garten auch gut nass. Nicht nur der Garten btw., beide Katzen waren draussen und zumindest Sansa wurde es irgendwann zu doof oder sie hatte keinen guten Platz zum Unterstellen gefunden, sie kam triefend nass ins Haus geschossen. (Abtrocknen mit dem Handtuch war übrigens überhaupt nicht toll, sie wollte sich lieber selber putzen. Auf meiner Bettdecke. Danach ging es übrigens sofort wieder raus, es scheint so, als ob Sturm und Gewitter wieder einige Jungvögel aus den Nestern geschüttelt hätten und man sich da nur bedienen muss :-(.


Jonny haben wir danach im Nieselregen auf "seinem" Feld getroffen, richtig nass war er allerdings nicht, er hat das grosse Giessen wohl irgendwo abgewartet.


Sonst so: trotz freien Freitags kurz in die die Arbeitsmail geschaut, als ich eine Einladung auf dem Handy hatte (für Montag): "Formulierung Antwortmail an xy", da wollte ich dann doch wissen, was xy geschrieben hatte. Ich sags mal so: es ist besser, dass wir uns am Montag treffen, um das gemeinsam zu formulieren, heute hätte ich xy vermutlich verbal angezündet. Schauen wir mal, zu was das am Montag dann wird.

Jetzt aber: Freierfeierabend und dann Wochenende. Ich freu mich, egal wie das Wetter wird, es kommt nämlich die neue Staffel DARK!

Gegessen:
Knäckebrot mit Erdbeermarmelade
Veggie-Sushi-Lunchbox
Ein Glas Selleriesalat und ein Glas Minimaiskölbchen als Zvieri
Freitagspizza

Gelesen: "Hunkeler 5"

Gesehen: "Little Fires Everywhere"

Stressleveldurchschnitt gestern: 32
Selbstbeweihräucherung: NICHT auf die Mail von xy geantwortet. Nur im Geiste. Mehrfach

Donnerstag, Juni 25, 2020

250620 Angebadet

Heute habe ich geträumt, dass ich irgendwie aufgestanden bin, am Esstisch gemerkt habe, dass es erst vier Uhr morgens war und mich dann sehr glücklich wieder ins Bett gekuschelt habe. Genau in dem Moment hat der Wecker geläutet, und es war halt schon sechs.

Noch beim Zähneputzen habe ich die Swiss-Covid-App runtergeladen, die ja die letzten Wochen in eine ausgewählten Personenkreis getestet wurde. Während dieses Zeitraums wurde jedoch kein einziger positiver Test unter diesen Personen registriert, was einerseits super, andererseits halt ein bisschen schwierig für den Test ist. Was ich auch gelernt habe: man kann nur eine solche Tracing App auf dem Handy haben und noch  können zB die deutsche und die Schweizer App noch nicht miteinander kommunizieren. (Auf meinem alten Firmen-iPhone läuft die App übrigens gar nicht mehr,das ist vermutlich ein Hinweis, dass ich mir mal ein neues holen sollte. Allerdings mag ich den Sprung über dem Display, der mich immer an den Trip nach Hyderabad und die aufregende Rückreise erinnert.


Q. hustet seit gestern abend und hat richtig Schnupfen. Hinterher ist man immer schlauer und vermutlich hätten wir ihn gestern auch nicht in die Schule schicken sollen, allerdings war er davor einen Tag halswehfrei und hatte noch keinen Husten und das war das, was der Kinderarzt angeordnet hatte... ich gehe eh eigentlich nicht von Covid aus, der Husten ist nämlich definitiv kein trockener Husten, aber was weiss ich schon? Er hat kein Fieber, wir anderen alle haben nix, jetzt ist er heute halt daheim geblieben, hat die Klassenreise und unser Familienanbaden verpasst, kann morgen nicht zur Abschlussexkursion des Biopraktikums gehen und sich auch nicht die Aulashow der Drittklässler ansehen... er trägt es mit Fassung, Gottseidank ist Netflix noch nicht leer und dann kam heute noch das Legoset, dass er sich bestellt hatte, an, er kriegt den Tag schon rum.

Der Arbeitstag war wieder mal (zu) lang, aber erstaunlicherweise könnte es durchaus sein, dass sich meine To-Do-Liste bis Ferienbeginn doch auf die erwünschten ZERO runterwerkeln lässt. Heute war ich högscht begeistert, dass ich für ein Marathonprojekt (Intracompany Quality Agreement, unter Freunden "icQAG", sprich "Eisiquack" für ein Produkt mit einer der komplexesten und volatilsten Supplychains) endlich sämtliche Approvals fertig eingesammelt habe und das für die nächsten drei Jahre (oder bis zu nächsten Change) erledigt habe. Ha!

Am Abend waren wir dann (nur zu dritt) anbaden, will heissen, sind zum Dorffähranleger runter, mti Wickelfisch in den Rhein, und haben uns bis zum Schwimmbad runtertreiben lassen. Dort halt L. noch ein bisschen im Becken gebadet, wir haben leckere (vegane) Burger gegessen und sind durchs Dorf wieder nach oben gelaufen.




Q. hat zum Ausgleich ein McD Menü bekommen, das war für ihn auch ok.

Morgen: freier Freitag! Juhu!

Gegessen:
Frische Semmel mit Honig (ich dachte ja, Q. würde Wanderungsbrotzeit brauchen und habe gebacken)
Salat mit Bratkäse
Vegiburger mit Pommes

Gelesen:
Hunkeler 5

Gesehen:
"Little fires everywhere" (Ich hoffe, Celeste Ng wurde für die Rechte fürstlich bezahlt. Was aus dem Buch gemacht wurde, ist echt ein Trauerspiel)

Stressleveldurchschnitt gestern: 38
Selbstbeweihräucherung: standhaft geblieben mit morgen frei nehmen

Mittwoch, Juni 24, 2020

240620 Heiss

Kurze Tageszusammenfassung: es ist zu heiss. Damit kann ich nicht gut umgehen und tatsächlich fehlt mir das gut temperierte Büro dieser Tage.
Die Kinder haben ja unseren aufblasbaren Pool gestern aufgepumpt und befüllt. Irgendwie habe ich mich beim Bestellen von der Grundfläche ablenken lassen und so haben wir jetzt einen Pool (eigentlich ist es ein Planschbecken, aber hier sagt man anscheinend zu allem, wo man Wasser reinlässt, egal wie gross, "Pool") mit Sitzecken und Getränkehaltern, der aber sehr flach ist. Wenn man drinsitzt, ist das Hinterteil zwar unter Wasser, die Beine auch, aber es schwappt einem nur so um die Lenden. Egal, Getränkehalter! (Sehr angenehm übrigens zum so mit Buch drinsitzen, wenn der Arbeitstag rum ist.
 Bis dahin waren die Kinder heute nachtmittag entweder im Wasser oder erschöpft von der Hitze drin oder bei Freunden in anderen Pool. Ich mag diese Sommerkarawanen an Kindern in Badekleidern und Handtuch unterm Arm durch unsere Siedlung.
Es fühlt sich eh sehr seltsam an, so als ob wir irgendwas verpasst hätten. Ende Juni, so spät haben wir den Pool noch nie aufgestellt, wir waren noch kein einziges Mal im Schwimmbad, ein einziges Eisdieleneis haben wir gegessen, man könnte meinen, uns fehlen drei Monate (Ach was, echt?)

L. hatte heute seinen vorletzten Test, morgen noch einen Aufsatz, dann hat er das Corona-Schuljahr auch hinter sich gebracht (es wurde ja ein spezieller Absatz in den Corona-Zeugnissen angekündigt, der auf die besondere Lage hinweist, allerdings wurde hier im Aargau in den 6 Wochen seit dem Schulstart so rangeklotzt, dass ich glaube, dass fast genauso viele Noten erhoben wurden wie in einem normalen Sommerhalbjahr....

Q. war heute wieder in der Schule, er hat kenie Halsschmerzen mehr und fühlt sich gesund. Ich horche nervös auf jedes Hüsteln, wer soll schon wissen, was normal ist und was nicht...

L. fühlt sich übrigens durch die Homeschooling-Zeit meinen Kollegen so sehr verbunden, dass er, wann immer er sieht, dass ich ein Meeting mit Kamera an habe, seinen Kopf reinsteckt und in die Runde winkt. Heute war das platschnass in Badekleidern in einem relativ grossen offiziellen Meeting, aber naja, es ist halt auch echt heiss.

Die Katzen geniessen das Wetter, sie sind lang draussen, kommen aber ab und an vorbei, nicht unbedingt ins Haus, aber sie freuen sich dann auf ein Schälchen frisches kaltes Wasser. Als sie heute morgen um halb sieben aus dem Haus sind, sind sie als erstes auf den Poolrand gesprungen, Sansa hat ein bisschen drin geangelt, Jonny den Tau abgeleckt und sich gewundert. Als ich ihn vor einer halben Stunde bei einem Abendspaziergang auf seinem Feld abgeholt habe (Sansa kommt pünktlich spätestens um sieben mit einem Riesenkohldampf nach Hause geschossen, Jonny eher nicht, der verpflegt sich ja gern auch in anderen Küchen), traf ich ein älteres Ehepaar, das ganz offensichtlich über Jonny redete und mich dann fragte, ob er zu mir gehöre. Anscheinend besucht er auch sie regelmässig, allerdings nur im Garten, nicht im Haus, sie haben ihn sehr gern, er ist superfreundlich und kann, das habe ich so bisher nicht gesehen, mit zwei Sprüngen auf einen hohen Baum rauf und, da mussten sie dann mit ihm schimpfen, einen Vogel runterholen.

Sonst: naja, mein Konzept zum Stundenabbau durch jetzt immer mal wieder einen freien Freitag geht null auf, wenn ich jeden anderen Tag mehr als zwei Überstunden einfahre. Auch in der Hinsicht vermisse ich das Büro ein bisschen, wo durch klare Anfangs- und Endzeiten die Gefahr des Ausfransens in den Rest des Lebens nicht so gross ist. Und zwar nicht nur für mich, sondern auch für alle anderen. (Ich rede mir ein, dass ich zumindest einen Teil meiner Ferien vom letzten Jahr und der Überstunden durch die zwei Ferienwochen bald loswerde, weiss aber natürlich, dass das eine Milchmädchenrechnung ist, solange das hier so weitergeht und ich natürlich auch noch ALLE Ferien von diesem Jahr habe. Ohne grössere Urlaube geplant. Aber: wir wissen aktuell eh nicht so genau, wie es in Sachen Kinderbetreuung im nächsten Schuljahr weitergeht, eventuell werde ich einen grossen Stapel Überstunden in den Schulferien abbauen. Wäre vielleicht auch nicht das Schlechteste.)

Überhaupt: nächstes Schuljahr. Beide Jungs haben die neuen Stundenpläne bekommen, für beide wird es das Abschlussjahr an der aktuellen Schule sein. (Hier übrigens überhaupt keine Diskussion, dass/ob die Schule nach den Ferien wieder normal startet, hat sie ja im Mai schon allergrösstenteils, hoffen wir, es bleibt so).
L. wird mit Französisch anfangen, Q. mit Chemie (der lange Freitag von 7:40 bis 17:15 bleibt und wird mit einer Doppelstunde Chemie beginnen und einer Doppelstunde Chemiepraktikum enden), und zum Halbjahr werden wir wissen, ob der Wechsel auf die gewünschte / -hoffte Anschlussschule klappt.

Morgen geht es aber erst einmal ins Dorfschwimmbad und zum Rheinschwimmen, das haben wir dieses Jahr ja auch noch nicht gemacht! Das wird ein toller Feierabend.

Gegessen:
Brot mit Marmelade
Salat und Bratkäse (sehr einfallslos, aber immerhin war der Salat für alle zum Selberzusammenstellen, was mich eigentlich nervt, weil immer was überbleibt und entweder nehme ich dann allen Rest oder wir haben halt geschnippeltes Zeug über)
Kaiserschmarrn (ich dachte, ausser mir mag keiner Rosinen, besonders kein Kind, deshalb habe ich die für meine Portion in ordentlich Brandy eingelegt. L. meinte begeistert: "Ui, Rosinen!!!!" und fand sie "heute ganz speziell lecker. Na dann Prost.)

Gelesen:
Hunkeler 4 aus und 5 angefangen

Getragen:
das neue Kleid mit dem spannenden Rücken. Und zum Kaffeebecher passenden Lippenstift. Und keine Schuhe



Gesehen: "Little Fires Everywhere" (ich weiss, alle sind begeistert von der Serie. Wäre ich vermutlich auch, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte. So aber wirkt die Serie auf mich so überspitzt und "in your face", weil alle Konflikte im Buch für den Screen noch extra dramatisiert und noch krasser und alle Unsympathen noch unsympatischer und alle Heuchler noch heuchlerischer dargestellt werden. Wirklich schade.)

Stressleveldurchschnitt gestern: 35
Selbstbeweihräucherung: ach, ja, stimmt, ich habe noch dran gedacht, den TWIMC-Letter für die Gesundheitsbehörden, den ich in Vertretung für eine Kollegin heute aus dem Ärmel geschüttelt habe, nach dem Unterschreiben und Scannen von "Löffelbrief.pdf" in etwas seriöseres umzubenennen.


Dienstag, Juni 23, 2020

230620 Halb so wild

Gesundheitsupdate: Q. hatte heute morgen nur noch leichtes Halskratzen, im Laufe eines sehr faulen Vormittags verschwand das vollkommen. Alle anderen sind fit, also geht es für Q. morgen wieder zurück in die Schule. Ich bin jetzt nicht direkt unglücklich, dass wir gestern nicht entweder beim Kinderarzt oder einer kantonalen Teststelle hinter (unter? an? mich würgt schon beim Gedanken daran, deswegen konnte mich mir das nie so richtig ansehen) seinem Gaumensegel rumstochern lassen mussten.

Nächste Neuerung: der Hübsche war seit 100 Jahren das erste Mal wieder physisch im Büro (sie haben da so ein Konzept mit Listen und Eintragen und es dürfen nur maximal keine Ahnung wieviele Leute da sein). Prompt suchte er morgens erstmal erstaunlich lang seinen Badge ("Wann hattest Du ihn denn das letzte Mal?" war nur wenig hilfreich) und vergass sein Headset daheim (war am gleichen Ort, nämlich dort, wo wir all das Homeofficezeug, das eigentlich ins Büro gehört, aber auf gar keinen Fall aufs Klavier und noch viel weniger, wenn das Klavier die Snackbar für einen Kindergeburtstag ist, hingeräumt hatten. Der Hübsche ist ja nicht nur jemand, der alle Benachrichtigungstöne am Handy immer an hat, ich glaube, er nutzt heimlich auch noch Tastentöne, er ist auch jemand, der auch nach 100 Tagen Homeoffice Zoom/Teams/Egal welche Webmeetings halt nicht mit Headset macht, sondern mit Ton an und Laptopmikro. Alles in allem jemand, den ich im Grossraumbüro schon aus dem Fenster gehängt hätte, aber hier daheim haben wir ja Türen, die wir zumachen können, da ist mir das wurscht.
Ich wäre also fast ganz allein daheim gewesen, wenn nicht Q. mit keinem Halsweh auch noch dagewesen wäre. Aber der ist ja gross, das fällt kaum auf (ausser bei dem Mengen Essen, die verschwinden).

Arbeit war viel, sehr, sehr viel, es bleibt mir nichts anderes übrig, auf die harte Tour zu lernen, dass ich nicht immer nur lieb und nett sein kann und alles übernehmen, was anderen zu mühsam ist, und naja, ich mache auch nicht mehr mit bei Meetings, die (trotz Ansage, dass dieser Slot für mich einfach nicht geht) in die Mittagspausendreiviertelstunde mit den Kindern gelegt werden. (Der Slot ist als "busy" im Kalender blockiert, es ist also nichts, was man übersieht, ausser es ist einem egal. Ich schreibe dann einfach in die Terminannahme "Erst ab xx:xxh", was ich als Meetingorganisator immer total mühsam finde, wenn es da zu geht wie in einer Bahnhofshalle und nie alle da sind, die man tatsächlich braucht, aber naja, anscheinend stört das hier nicht genug, um nach einem für alle passenden Termin zu suchen.
Ich habe heute während eines recht hektisch einberufenen Meetings mit dem Potential für sehr, sehr viel Arbeit (Es steht eine Behördeninspektion vor der Tür, die erste mit physischer Präsenz seit Corona) meine Vorgängerin sehr bewundert und mir im Geiste Notizen gemacht, wie man richtig mit in den Raum geworfenen Anfragen umgeht. Meine Standardreaktion ist eigentlich immer "Ich kümmer mich drum", was aber in 80% der Fälle nicht mein Job ist, aber natürlich gern angenommen wird. Und natürlich jedes spätere "Ich mache da nicht" viel schwieriger macht. Heute aber: ruhige Zusammenfassung der Fakten, Hinweise auf existierende Referenzdokumente (das kriege ich auch beides hin) und dann im kritischen Moment nicht einknicken und auf die leicht entsetzte Frage "So, do I understand this correctly? I have to dig through all this sh.... and find the gold?" ebenso ruhig antworten: "I am afraid so." Das war beeindruckend.

L. hat den Nachmittag mit seinen beiden ältesten Freunden verbracht, sie sind in nassen Badekleidern mit Eimern voller Wasserbomben von Garten zu Garten und Pool zu Pool gezogen, irgendwann wurde Melone und Eis gegessen und es scheint sehr toll gewesen zu sein.
Abends wurde er dann ein wenig wehmütig, weil er morgen sein Jeki-Xylophon zurückgeben muss. Er hat nochmal alle Lieder gespielt, die sie dieses Jahr gelernt haben, und die sie ja leider nicht in einem Abschlusskonzert präsentieren durften. (Ich musste dann wieder ein bisschen lachen, weil man pro verlorenem Teil am Xylophon 5 CHF zahlen muss (unseres ist vollständig), während wir für Q.s Cello damals, ich glaube, unser Haus als Sicherheit angeben mussten).

Abends dann die tägliche Strampelrunde, das ist für mich DAS Abschalteritual und ein essentieller Bestandteil von bei Sinnen bleiben.

Ich hatte irgendwann am Vormittag noch eine Idee, was ich unbedingt schreiben wollte, ein bisschen was anderes als das eintönige Tagesgehampel, aber es ist einfach aus dem Hirn verschwunden. .... hm. Bisschen unbefriedigend, aber so ist es halt.

Gegessen:
Brot mit Marmelade
Brot (frisches) mit Salat und Backkäse
Zitronenglasnudelsalat mit Tomaten und Spinat 
dafür braucht man

  • 250g Glasnudeln nach Anweisung zubereiten
  • 2 Zitronen auspressen, Schale abraspeln
  • 40g Ingwer reiben
  • 2EL Kurkuma, 1 EL Kreuzkümmel, Ingwer, Zitronenschale in 4EL Kokosöl 3min andünsten (ich habe noch Knoblauch dazugetan)
  • Mit Zitronensaft ablöschen, vorsichtig salzen und pfeffern, Nudeln untermischen
  • 500g Cocktailtomaten vierteln
  • zwei grosse Hände voll Spinat hacken
  • Erdnüsse anrösten (Originalrezept nimmt ungesalzene Cashewnüsse, aber wer hat schon Cashews und wer mag schon ungesalzene Nüsse?)
  • Spinat und Tomaten auf den Nudeln anrichten, oder halt untermischen, Erdnüsse drüber, fertig (ich habe noch Sriracha-Sosse drübergespritzt)
Das reicht für 2 zum Abendessen und eine noch nicht genau definierte Menge (einer isst noch) für den nächsten Tag.

Gesehen:
"Little Fires Everywhere"

Gelesen.
"Hunkeler 4"

Getragen (das habe ich ja schmählich vernachlässigt, aber heute oder eigentlich gestern abend habe ich beschlossen, das Kleid, das ich mir in irgendeinem Sale für "Super, das zieh ich ins Büro an, wenn es superheiss ist, das geht mit den flachen blauen Sandalen oder den blauen Wildlederstilettos" gekauft habe, halt jetzt daheim anzuziehen, weil: es könnte gut sein, dass ich gar nicht mehr ins Büro gehe, solang es noch richtig heiss ist. Heute kam die Standortmail zu den neuen Lockerungen in der Schweiz und ich lag richtig: das Tempo des Ramp-up wird nicht angezogen, sondern beibehalten. Mein Lieblingssatz war: "Die Weisung des BAG besagt NICHT, dass "Working from Home" abgeschafft ist, sondern das ab jetzt der Arbeitgeber wieder voll für die Sicherheit der Mitarbeitenden verantwortlich ist." Ich habe es mit schick aber mal nicht übertrieben und so festgestellt: es geht auch mit barfuss)



Stressleveldurchschnitt gestern: 44
Selbstbeweihräucherung: An Frau Novemberregen gedacht und alle Spässchen, Rechtfertigungen, vorweggenommenen Entschuldigungen aus der Antwortmail auf eine Meetingeinladung von 19:00h bis 20:30h gelöscht und einfach nur geschrieben "I would appreciate if you could find a slot that works both for Basel and San Francisco office hours." (Die anderen haben alle einfach kommentarlos abgesagt, vermutlich bin ich immer noch zu nett)

Montag, Juni 22, 2020

220620 Ok, dann also

Heute morgen vor dem Frühstück meinte Q.: "Mami, ich hab übrigens Halsweh. Gestern hat es gekratzt, heute tut es weh."
Yay. Normalerweise hätte ich gesagt: "ah, schau, das Nutellabrot rutscht aber ganz gut, Fieber hast du keins, ist sonst irgendwas? Nein? Dann hier, Halsbonbons, ab in die Schule, wenn es schlimmer wird, meldest Du Dich, ok?"
Heute gehen da die Alarmglocken im Kopf los, ein schneller Check ergibt: Joah, Halsschmerzen ist bei den selteneren Symptomen, so wie der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn, von dem alle reden.
Es ist also klar: Q. bleibt zu Hause. Ich fülle pro forma den Test des BAG aus (wer um alles in der Welt kann denn sicher sagen "Ich hatte keinen Kontakt mit einer positiv getesten Person"?), der ergibt: ein Test ist empfohlen.
Weil die Kinderarztpraxis aber erst um halb acht das Telefon besetzt hat, rief ich erstmal bei der Krankenkassenhotline an, die mich bestärkte, ja, ein Test wäre angebracht und ja, die Kinderarztpraxis wäre zuständig, entweder selber oder sie würden mir sagen, wo.
Erstaunlicherweise erreichte ich ohne eine einzige Ehrenrunde über die Warteschleife direkt jemand in der Praxis, das ist mir an einem Montagmorgen noch nie passiert. Spannenderweise war die Einschätzung der Praxis eine andere, anscheinend gibt es eine neue Weisung (für Kinder unter 12, aber naja) ab dieser Woche, da in der letzten Zeit unzählige Kinder getestet, aber kaum ein positiver Fall entdeckt wurde. Deshalb wartet man jetzt eher zu und Q. soll zu Hause bleiben, bis er einen Tag symptomfrei ist, wir anderen können machen, was wir auch sonst gemacht hätten und ausserdem ein Auge auf Q. haben, es gibt ja nicht nur Covid, sondern auch andere hässliche Krankheiten mit Halsweh.
Nun denn, dann ist das so. Q. blieb also daheim, ich arbeitete mal wieder am Esstisch, bis auf Halsschmerzen ist er topfit. Dadurch, dass er sich ja so oder so selbst beschäftigt und in der Schule schon Notenschluss war und eher noch die nice to have-Sachen stattfinden, wie Exkursionen, Klassenreisen, Aulashow der Abschlussklasse, können wir das auch ganz stressfrei sein lassen. Ich habe dem Klassenlehrer Bescheid gesagt und dann war diese Aufregung auch erstmal rum.

Arbeit ist .... viel. Richtig viel. Ich fange im Moment um halb sieben morgens an und das letzte Meeting endete abends um halb acht. Ich glaube, wir alle sind in so einer unguten Spirale gefangen, dass jeder denkt "eigentlich bin ich ja da" und "die anderen arbeiten aber auch alle so viel" und dann kommt natürlich die Zeitverschiebung zu unseren Kollegen in Asien und USA/LATAM hinzu, so dass man ja IMMER jemanden hat, der direkt antwortet. So schaukelt sich das hoch und kaum einer sagt mal "So, Feierabend", sondern jeder akzeptiert Meetingeinladungen zu Zeiten, die sonst maximal für eine streng gehobene Augenbraue gesorgt hätten (oder zwei bei mir, weil ich das einzeln ja nicht kann. Dafür schaue ich aber immer noch streng über den oberen Brillenrand), und zwar egal ob vorne oder hinten raus. Nun ja.

Gottseidank gibt es mittlerweile wieder fixe Termine ausser Haus und so musste ich heute um viertel vor acht los, um L. von seinem Volleyballvereinsessen abholen (Pizza im Garten des "Bahnhöfli", die Kaltmamsell und Herr Rau werden sich erinnern, malerisch unter Kastanien, neben dem Schrottplatz und gegenüber vom Bahnhof, wo halt neben der S-Bahn auch der gesamte Schnellverkehr Basel-Zürich und die Güterzüge durchrumpeln. Verkehrsgünstig gelegen ist es allemal, das Bahnhöfli, und die Pizza war wohl super)

Und jetzt hole ich das nach, was ich das ganze Wochenende geplant habe, wozu es aber wegen Dinge erledigen nie kam: ich sitze auf dem Balkonsofa (wegen unter der Woche ohne Aperol Spritz, wegen spät auch schon ohne Sonnenschirm, dafür zerlaufe ich aber auch nicht) und geniesse den Abend (es ist ganz schön viel Vogelgeplärr hier. IMMER.). Ich hoffe, L. erinnert sich, dass ich draussen bin und macht die Balkontür incl Rollo nicht von innen zu, wenn er jetzt gleich ins Bett geht, sonst muss ich mich abseilen oder aufs Sonnensegel springen oder auf den Hübschen warten, der irgendwann später vom Sport kommt.

Gegessen:
Hefezopf mit Marmelade
Orzo-Lauch-Pesto-TOmatensuppe (war echt lecker, ich wollte das letzte Woche schon machen, hatte aber immer irgendwas davon nicht da und heute war der letzte Tag, an dem es nicht voll Hochsommer ist, also musste es heute sein. Ist aber eher was für kühler)
Montagspizza

Gelesen:
Hunkeler 4

Gesehen: LIttle Fires Everywhere (ich bin froh, dass ich das Buch vorher gelesen habe und finde den Vorspann toll, aber halt schon arg dreist von "The Good Fight" abgekupfert)
Stressleveldurchschnitt gestern: 28
Selbstbeweihräucherung: die Halsschmerzen eigentlich recht cool gehandlet

Sonntag, Juni 21, 2020

210620 Homescouting

Ich muss zuallererst etwas richtig stellen: es gibt sehr wohl Eisdielen in der Schweiz. (Zu)Mindestens vier, nämlich eine Mona Lisa-Filiale in Rheinfelden (bei dem Schwesterbetrieb in LÖ waren wir gestern), das Buongusto in der Gerbergasse in Basel, Eisuru in der Markthalle und am Steinentorberg in Basel, dort gibt es auch die richtig abgefahrenen Sorten wie Basilikum-Blaukraut, aber vegan, das Amorino in der Steinenvorstadt in Basel (meine Güte, das ist ein globaler Franchise-Dingens).
Vielen Dank für die Hinweise, ich muss gestehen, als wir vor 18 Jahren in die Schweiz zogen, waren die fehlenden Eisdielen (und keine Knödel im Supermarkt) das einzige, was wir im Vergleich zu Deutschland vermisst haben. Wir haben uns alle heilige Zeit eine Kugel Mövenpick für drölfzig Geld an dem Stand am Marktplatz in Basel gegönnt (zugegeben: die Kugel ist so gross wie ein Kindskopf und die Waffel ein Confiserie-Meisterstück) und halt sonst an unseren allzweimonatlichen Shoppingtrips in das benachbarte deutsche Kleinstadtbiotop den "Bitte je zwei Kugeln in der Waffel, Tiramisupistazie (der Hübsche) und Meloneminze (ich)", incl der beschichteten Servietten und dem moderat ansteigenden Preis in gewohnt pastelligem 80er Jahre Interieur gefrönt.
Es sieht so aus, als ob in den letzten 18 Jahren die 80er auch Einzug in der Schweiz gehalten hätten, zumindest, was Eisgenuss angeht. Sehr schön!

Apropos: ich habe ja vor ein paar Tagen die "Kommissar Hunkeler"-Reihe entdeckt und lese mich nun im Schnellvorlauf (ich bin aktuell bei Band 4) durch die Basler Lokalgeschichte seit 1995 aus der vorgestellten Sicht eines desillusionierten Basler Komissars (ich habe dabei immer meinen allerersten Chef vor Augen, mag an der Lebenslust oder dem Haus im Elsass oder den speziellen Ansichten auf die Welt liegen), das ist schon lustig, weil das mehr oder weniger die gesamte Spanne der Zeit abdeckt, in der ich mit der Schweiz/Basel verbandelt bin (ok, ab 1999, während der Diplomarbeit, aber mei.).

Sonst: leicht skurriler Start in den Tag, weil ich eigentlich einen Frühstart hinlegen wollte, um endlich mal nicht auf alle anderen warten zu müssen, wenn das Frühstück fertig ist, ich habe also um acht Kaffee gemacht und ein Stück Zopf im Bett beim Internetlesen reingeschoben, mich dann auf den Crosstrainer geschwungen und eine knappe Stunde gestrampelt und echt geschwitzt. Anstatt gemütlich auszubacheln und aufzustehen und zeitgleich mit meinem frisch geduscht, angezogen und geschminkt zum Frühstückmachen schreitenden Ich halbwegs wach zu sein, beschloss der Hübsche auf meiner halben Strecke, jetzt auch laufen zu gehen und verschwand. L. hatte ich gegen Hangryness ja eh auch schon Marmeladenzopf ins Bett serviert, Q. kann ewig schlafen und nix essen und so war ich (etwas später als sonst und mit müden Beinen) wieder ganz allein, als es ans Frühstückmachen ging und musste die anderen mit nicht ganz bedürfnisorientierten Worten zur Arbeit runterzitieren.
Ab dann wurde es aber super: die Pfadfinder hatten eine Schnitzeljagt mit der App "Actionbound" erstellt, und vor die Wahl gestellt entschieden sich die Kinder einstimmig dafür anstatt für den "Fricktaler Chriesiwäg" und so stiefelten wir zweieinhalb Stunden durch den lokalen Wald, lösten Rätsel und sammelten Punkte (meine Jungs sind ja aus dem Kindergeburtstagsalter raus, aber es scheint so, als könne man mit der App sehr einfach sehr coole Schnitzeljagden erstellen!). Ich bin einmal auf dem Rückweg vom "Erdbeerbunker" (die Kinder wussten, dass, aber nicht warum er so heisst) ausgerutscht und ohne Witz mit dem Gesicht in einer Brombeerranke hängengeblieben. Es fühlte sich so ungefähr an, wie Lagertha nach der Schlacht in Wessex in der 5. Staffel Vikings aussah, war aber nur ein Kratzer entlang der Oberlippe und zwei parallele quer über die Backe. Ich bin unangemessen enttäuscht, muss ich gestehen.








Daheim dann gab es erst Eis und dann einen Fototermin, der Hübsche wollte unbedingt die Fotos nachstellen, die wir vor 5 Jahren zu Ehren der neuen Kamera gemacht haben. Ich erinnere mich nur noch daran, dass diese Bilder zwischen Notaufnahme und Laternenpfahl entstanden, zu Beginn einer Zeit, die zu den ätzenderen meines Lebens gehört (btw: seit der Zeit hat die Niere ein paar Mal wehgetan, es ist aber nie mehr irgendwas gerissen und so bin ich immer noch ohne Platin-Coils zwischen Nierenartiere und -vene.
Krass, wie gross die Kinder geworden sind!


es sieht so aus, als hätte man die Kinder rangezoomt

Pokerfacegewinner: L.


Gemeinsam haben wir dann noch das Dark-Staffel-2-Finale angeschaut, um bereit zu sein für den Beginn der 3. Staffel nächste Woche. Ich mag es ja eigentlich nicht, Filme oder Serien oder Bücher mehrfach zu sehen/lesen, aber gerade bei "Dark" lohnt sich das enorm, nicht nur, weil man ohne zweitnahen Rewatch bei der neuen Staffel eh nicht durchsteigt.

Wir haben hier zwar auch Höhlen, also: echte Höhlen, nicht nur so einen Dachsbau wie hier, aber da ging die Schnitzeljagd halt heute nicht vorbei, deshalb musste er herhalten für .....




So. Morgen also Start in die vorletzte Schulwoche dieses Schuljahres. Passend dazu soll es am Donnerstag über dreissig Grad werden (wir müssen endlich den Pool aufstellen, so spät waren wir noch nie....)

Gegessen:
Zopf mit Erdbeermarmelade im Bett
Zopf mit Hummus, Tomaten und Basilikum auf der Terrasse
Madeleines mit Rosinen im Wald
Eis auf der Terrasse
"Würzige Kichererbsen auf Kartoffel-Salat" auch auf der Terrasse

Gelesen:
"Hunkeler 4"

Gesehen:
"Dark"
"Little Fires Everywhere"

Stressleveldurchschnitt gestern:34
Selbstbeweihräucherung: ich mag meinen Brombeerschmiss, auch wenn alle anderen sagen, man sähe NIX

Samstag, Juni 20, 2020

200620 Hallo, Fussgängerzone

Heute ist der Hübsche mit Kopfschmerzen aufgewacht, immerhin ist es fair verteilt (er hatte immerhin einen Grund dafür und ich seit Freitag Tabletten in der Nachttischschublade), ichw ar wegen aufgeregt um viertel vor acht am Kaffee machen (und "Betttoast" für L.,das haben wir eingeführt an Tagen, wo es erwartungsgemäss ein bisschen länger bis zum Frühstück dauert (oder ich vor dem eigentlichen Frühstück noch eine Runde crosstrainern will: die zwei Unterzuckerer bekommen da schon mal vorab Marmeladentoast oder -zopf ins Bett geliefert, das ist für alle besser.).
Wir hatten heute nämlich unseren ersten Post-Lockdown-Familienshopping-Tag geplant, jetzt, wo die Grenzen wieder offen sind und ich das schon zweimal ausgespäht habe.
Nach einem (irgendwann dann) gemütlichen Terrassenfrühstück packten wir also Masken, Trinken, Cracker und Ausweise (naja, die sind immer im Handschuhfach) ein und machten uns auf den Weg ins Nachbarstädtchen auf der anderen Seite der Grenze. Es war für die Jungs (alle drei) wohl durchaus beeindruckend, dass alle Menschen Maske tragen (und wie, so eine Nase scheint echt schwer drin unterzubringen) und überhaupt: die Fussgängerzone war nur minimal leerer als vor allem. Abstand: naja, eher nicht so, aber ich versuche mich auch hier mit der offiziellen Einschätzung der Schweiz zu trösten, dass erst ab 15min bei <2m Abstand "Gefahr im Verzug ist" (ab nächste Woche übrigens auch in der Schweiz nur noch 1.5 m, das wird sehr ungewohnt, so nah kommt man sich hier sonst eher nicht).
Nun denn. Die Kinder sind anscheinend offiziell dem Sandalenalter entwachsen und haben jetzt coole Flipflops, L. ist den Kinderklamotten dann doch grad so noch nicht entwachsen und bekam einen Loopschal mit Pokemondruck aus der H&M-Kinderabteilung grad so noch überzeugend über den Kopf. Der Hübsche war mit Q. Sneaker und Teenieklamotten kaufen, 
Ich habe im Müller meine ausgegangenen Paulas Choice Augen- und Gesichtssonnencreme durch andere Highend-Produkte ersetzt, weil ich bei Paula erst auf ein Rabattangebot warten möchte. Ganz in dieser Sparfuchsmentalität habe ich an der Kasse am Boden meines Einkaufskorbes einen Deal entdeckt, nämlich "Wenn Sie zwei Produkte der Marke xy kaufen, bekommen Sie eine Originalgrösse von Produkt xyz umsonst" und das war ausnahmsweise genau die Marke, von der Augencreme und Sonnencreme im Korb lagen. An der Kasse wusste keiner was, an der Markentheke wurde ich von einer extrem schnöseligen Verkäuferin abgewimmelt, aber naja, ich bin halt auch stur und Ehrenschwabe, und so wartete ich auf die nächste, die zwar von dem Deal nichts gehört hatte, aber in die enstprechende Geschenkeschublade schaute. Leider war "Produkt xyz" aus, das war ihr dann unangenehm und sie griff sich ALLE anderen Geschenke der Marke und so habe ich nun einen (sehr schönen) Lippenstift, einen Kajal und Wimperntusche einer Marke, für die ich normalerweise zu geizig bin.
Zum Abschluss gab es das erste Eisdieleneis der Saison (Ende Juni, das hatten wir noch nie.....), sowas gibt es ja in der Schweiz nicht. Maracuja-Minze, war ok, aber Maracuja hat nur irgendwie neutral gelb geschmeckt, mein Standarddings "Melone" war halt aus.
Wir waren dank meines Gedrängels am Morgen dann schon um zwei am Zoll zurück und es ging dann einigermassen für Samstag und "OMG, wir dürfen endlich wieder raus"
Rest des Tages gemütlich: Crosstrainern, Dark-schauen, Marillenknödel essen, Filmabend (Q. und der Hübsche: "El Camino", L. und ich: L. entscheidet, ich bin gespannt)

Freitag, Juni 19, 2020

190620 mixed feelings

Gestern bin ich mit einem Anflug von Kopfschmerzen ins Bett, heute morgen um viertel nach fünf mit übelkeitserregend schlimmen Kopfschmerzen aufgewacht. Mit einer Ibuprofentablette (und aufgewachten Katzen) dämmerte ich dem Weckerläuten um 6 entgegen (ja, auch an meinem freien Tag, erstens wollte ich Q. zur Schule verabschieden, zweitens hatte ich meine Wocheneinkaufstour im Dytschen geplant und da wollte ich, um dem Andrang zu entgehen, gerne zur Ladenöffnungszeit um 8 vor Ort sein).
Normalerweise würde ich ja sagen: "Ein Tag der so anfängt, kann ja nur besser werden", aber naja, ich habe das schon mal gesagt und zack, am nächsten Tag bin ich gegen einen Laternenpfahl gekracht, habe mir die Finger gebrochen und am Tag drauf ist mein Nierenaneurysma geplatzt, sagen wir also einfach: es gab schon Tage, die besser angefangen haben.
Ich habe mich dann nach dem Frühstück mit Masken ausgestattet auf den Weg zu DM und Hieber ins Nachbarstädtchen auf der anderen Seite der Grenze gemacht und ..... es war schon speziell.
Der dm war schon vor 8 voll, weil: "in dieser Woche haben wir für Sie schon um 7 und bis 21 Uhr geöffnet". Das fand ich erst sehr verwirrend, weil was ist denn diese Woche besonders? Aber natürlich: seit Montag ist die Schweizer Grenze wieder offen. Und heute habe ich mich zum ersten Mal für mein Schweizer Nummernschild auf dem Parkplatz geschämt. Man könnte meinen, wir wären die letzten drei Monate in einem Drittweltland, abgeschnitten von jeglicher Versorgung, eingesperrt gewesen und dürften jetzt genau diese eine Woche raus, bevor die Schotten wieder dicht gemacht werden. Die Leute haben palettenweise Flüssigseife rausgetragen, es war ohne Witz ALLES Duschgel ausverkauft bis auf das von Bibis-Beautypalace, so verzweifelt war noch kein Schweizer. Ich habe das, was es von meiner Liste gab, in handelsüblichen Mengen aka, das was wir für ungefähr einen Monat brauchen, weil öfter habe ich keine Lust in den Drogeriemarkt zu gehen, gekauft, den Rest kaufen wir halt hier oder es ist nicht so dringend, aber das war echt, echt extrem peinlich und unangenehm. Wie so Heuschrecken, dabei gab es in der Schweiz keinen Versorgungsengpass. NIE. (Ausser vielleicht mal nicht die gewohnte Klopapiermarke jederzeit und Trockenhefe war eine Zeitlang schwierig, aber das war es dann auch schon.).
Anscheinend waren einige Männer jagen einkaufen geschickt worden, die in ihrem Leben noch keinen deutschen Drogeriemarkt von innen gesehen haben, anders kann ich mir Fragen wie "Ich suech Dömblerdüechli?!" nicht erklären. (Ich hätte ja übersetzen können, aber es war dann doch zu unterhaltsam zu sehen, wie die Verkäuferin keine Ahnung hatte, was er will, und der Mann übrigens auch nicht, er konnte auf mehrfache Rückfrage nicht erklären, was um alles in der Welt man mit diesen Düechli denn machen könnte. Irgendwie kam die Verkäuferin dann aufgrund des Listenplatzens zwischen "Colorwaschmittel" und "Hygienespüler" auf die gewünschten Trocknertücher. 20 Packungen.)

Maskenträger: ich habe jetzt auch mal die Fraktion der Nasenraushänger gesehen (übrigens: anders als gern auf Twitter kolportiert, recht gleichmässig über alle Altersklassen und Geschlechter verteilt, es sind nicht nur alte weisse Männer. Und natürlich nicht (nur) Schweizer, die haben ja alle brav die Videos des BAG gesehen, wo erklärt wird, wie man, wenn es denn sein muss, eine Maske trägt).
Ich hatte dann durchaus Bammel vor dem Lebensmitteleinkauf, aber der (gar nicht mehr so) frisch renovierte Hieber zählt anscheinend nicht zum Jagdgebiet der Schweizer Kampfeinkäufer (ich vermute die tatsächlich eher im Kaufland oder bei Aldi/Lidl, aber wer weiss das schon. Vielleicht ging es ihnen ja wirklich nur um die Seife und das Duschgel. Und die Dömblerdüechli).
Dort war dann alles neu und ruhig und super sortiert (es gibt jetzt eine frische Sushi-Bar, wo ich Mittagessen für alle mitnahm, Zvieri für Q., der ja freitags immer als letzter heimkommt), ich finde mal wieder nix, habe keine Ahnung, für wie lange das jetzt reicht, was ich eingekauft habe, wir werden sehen. Die Freude war gross, als es wieder Eszett-Schnitten gab, Ritter-Sport-Marzipan, die gesamte Bandbreite an veganen Katjesgummibärchen, TK-Koriander und die richtige Sorte Salamisticks für L.*

Daheim dann wieder Kopfschmerzen, aber die zweite 400mg Ibuprofen hat es gerichtet.
Der Wasserenthärter-Servicemann kam, nachdem der Hübsche und ich unabhängig voneinander das Gefühl hatten (beim Händewaschen), dass das Wasser nun aber doch zu weich wäre und tatsächlich: anscheinend hat unsere Gemeinde eine neue Wasserquelle, von einer ursprünglichen Ausgangshärte von 50 sind nur noch 30 übrig, aber jetzt ist das Mischungsverhältnis mit dem total entkalkten Wasser wieder richtig, so dass wir bei ungefähr 10-12 landen. (Awkward Moment: der Servicemann fragte mich "Darf ich mal kurz?" und schaute aufs Küchenwaschbecken und ich war so im "CORONA! HÄNDEWASCHEN!"-Modus, dass ich meinte "Ja, klar, der mittlere Spender ist Seife." und dabei wollte er nur eine neue Wasserprobe nehmen. (Hat aber trotzdem brav Hände gewaschen.)

Ansonsten hatte ich ja heute überstundenfrei, ich musste zwar kurz in meine Mails schauen und ein, zwei, drei Sachen weiterleiten, anstossen, Dokumentenfreigabe erteilen, damit die Bewältigung der schlechten Nachricht von gestern auch an meinem freien Tag weiterläuft (Herzwärmende Email von meinem Chef: "Ich gehe davon aus, dass Du nach wie vor alles unter Kontrolle hast. Sollte das nicht so sein und du Unterstützung brauchen, melde dich bitte." So mag ich das! Alles unter Kontrolle, aber jetzt weiss er, dass es halt überhaupt gar nicht von allein läuft und schon gar nicht so wie geplant.). Den Rest des Tages habe ich dazu genutzt, den Hausputz mal nicht nach Feierabend in totaler Übermüdung mit dem Rest der Familie durchzuwürgen, sondern halt entspannt und ohne Zeitdruck. Wir haben nur blitzende Bäder, Küche, alles ist gesaugt, Fliesenböden gewischt, Betten sind frisch bezogen und wir sind bei Dreckwäsche Zero.
WOCHENENDE!

Q. hatte einen unnötig arg spannenden Tag, er teilte uns in der Mittagspause pragmatisch per Whatsapp mit: "Bei uns war heute Amok-Fehlalarm." (Anscheinend wurde er durch Renovierungsarbeiten ausgelöst, es gab undramatische Pieptöne, anders als bei Feueralarm, und eine Durchsage, dass die Lage ernst wäre und man sich in dem Raum, in dem man ist, einschliessen solle und von Türen und Fenstern wegbleiben solle. Die Lehrer haben extrem besonnen reagiert, die Kinder waren halb albern, halb ängstlich, und alle waren froh, dass sich nach 7 Minuten alles als Computerfehler rausstellte.


So. Und damit ist jetzt wirklich Wochenende! Erholen Sie sich gut.



*anderes Thema, dank Tönnies so aktuell wie nie: die Familienvegetarisierung mit einem nicht zu vernachlässigenden Vegan-Anteil ist echt weit fortgeschritten. Ich kaufe für uns vier pro Woche ca 200g Salami und 150 Schinkenwürfel (für Pizza und Carbonara, da bestehen die männlichen Familienmitglieder drauf und ich habe noch keine Vegi-Alternative gefunden, die das adäquat ersetzt, ich persönlich mochte noch nie Salami auf der Pizza und Carbonara vor allem wegen dem halbrohen Ei noch nie). Unvegan sind pro Woche ca 15 Eier, ein halber Liter Milch (für Hefezopf/Kuchen, Eiskaffee, alles andere wurde durch Oatly ersetzt), 150g Sauerrahm, 200g Naturjoghurt, Käse (keine Ahnung, alles in allem vllt  500g?). Nahezu alles "Alltagsfleisch" (Hähnchengeschnetzeltes, Hack, Burger, Puten/Hähnchenschnitzel) wurde durch die Vegivariante ersetzt, bei der entweder kein Unterschied geschmeckt wird oder der Unterschied akzeptiert wird "for the cause". Ausnahmen sind Grillabende, die aber sehr selten sind (hallo Wetter) wo die Jungs gern noch einen Klöpfer oder ein Ochsensteak essen oder das Sushi von heute (wobei L. eh nur Gurken-Makis isst und ich eine vegane Pokebowl hatte). Das finde ich alles in allem echt super und bin wirklich stolz auf den Hübschen und die Jungs, für die das durchaus ein Verzicht ist bzw. war.

Donnerstag, Juni 18, 2020

180620 Krawumms

Der Tag startete freundlich, wenn auch noch mit feuchter Luft nach dem Regen gestern immer mal wieder. Beide Kinder gingen deswegen ohne Jacke aus dem Haus.
Das machte den Heimweg dann umso spannender, weil beide um drei herum Schule aus hatten und just in dem Moment ein Wolkenbruch mit Gewitter direkt über uns hinwegzog.
L. kam nach dem Gewitter im prasselnden Regen heimgerannt, sehr aufgeregt, weil angeblich der Blitz in den Sportplatz eingeschlagen hatte, aber erstaunlich wenig durchnässt.
Q. hatte ein bisschen später aus, allerdings weiter östlich, genau in der Richtung, in die das Gewitter zog und ca 7.5 km Radstrecke dazwischen, über freies Feld und am Waldrand entlang.
Ich schrieb ihm eine WA-Nachricht, doch bitte erst loszufahren, wenn der Starkregen und das Gewitter vorbei wären und der Hübsche und ich wetteten, ob

  • er das Handy vor dem Losfahren anmachen und draufschauen würde
  • wenn nicht, ob er selbstständig warten würde (oder anrufen, dass er später kommen würde oder ihn jemand abholen solle)
  • ob er wenigstens den Regenschutz über den Schulrucksack ziehen würde.

Wir kennen unseren Sohn sehr gut und so kam er 20 Minuten nach Schulschluss wie gebadet mit platschnassem Schulrucksack zurück, aber naja, vielleicht lernt er es so.. (vielleicht auch nicht)

Die Katzen waren übrigens beide während des Unwetters ausser Haus, das machte mir alten Glucke schon ein wenig Sorgen, wobei sie sich ja erstens unterstellen und zweitens auch keine Schmerzen kennen und sich mal in fremde Wohnzimmer für Aufwärmen und Zvieri einladen. Auf dem Nachregenrundgang stellten wir dann erstens fest, dass Jonnys Lieblingswiese, in dem er die letzten Wochen verbracht hat, jetzt doch endlich gemäht wurde, und zweitens, dass die beiden bei unseren Nachbarn im Garten waren, leicht nassgeregnet, aber nicht geduscht.

Jonny ist übrigens stur und sitzt jetzt halt im gemähten Feld, da hat man auch Übersicht über viel mehr Mauselöcher gleichzeitig als vorher in dem hohen Gras.
Sansa hat sich heute dann noch einen Jungvogel geholt, ich hoffe mal, es war einer, der vom Gewitter vielleicht eh aus dem Nest geworfen/-spült wurde, aber man weiss es natürlich nicht. Als sie mit ihm ankam, war auf jeden Fall alles zu spät (für den Vogel)

Arbeitstag: durchwachsen, Gedöns erledigt bekommen, ausführliches Face-to-Face mit meinem Chef, später Townhall, das ich mir auf dem Crosstrainer ansah und -hörte und nach dem Essen noch eine so abstrus schlechte Nachricht für eines meiner Projekte, dass ich nicht mal sauer sein konnte. Das wird noch spannend, wie wir das geregelt bekommen.
Zum Abschluss: OOO-Reply für morgen eingestellt, weil: ich habe mir ja freigenommen, um Stunden zu reduzieren oder wenigstens diese Woche keine neuen Überstunden zu generieren.

Nach der Arbeit: Katzenrunde, von L. den Stundenplan fürs nächste Jahr bekommen (die Betreuungssituation wird ja bei uns vielleicht im letzten Jahr Grundschule noch etwas spannend, aber auch das werden wir hinbekommen.), die an der Schule neu eingeführte Schulkommunikations-App "Klapp" installiert (mein frommer Wunsch: dass dadurch auch das total aus der Zeit gefallene Rundtelefon abgeschafft wird, das ja ungefähr genauso gut funktioniert hat wie Stille Post mit Kindergartenkindern, wo am Schluss immer ein Kraftausdruck rauskommt), das Vorratskammerl ausgeräumt, weil morgen der Wasserenthärterservicetyp an den Wasserenthärter rankommen muss und dank unserer Corona-bedingten punktuellen Vorratshaltung (kistenweise Wein und Oatly Barista und Hipster-Limo, damit wir genug umsonste Hipsterlimogläser für alle bekommen. Und Milch. Und verschieden Mehlsorten) ist das ohne Ausräumen unmöglich.

Gegessen:
Knäckebrot mit ERdbeermarmelade
Mit den Kollegen des Hübschen beim Thai Papayasalat (ich dachte ja bisher, den kann man gar nicht scheusslich hinkriegen, wurde aber eines besseren belehrt)
Pitabrot mit gegrillter Ananas, Halloumi, Salat, Joghurtminzsosse

Gelesen:
"Hunkeler 2"

Gesehen: "Vikings"

Stressleveldurchschnitt gestern: 13
Selbstbeweihräucherung: fast cool geblieben, als alle meine Schäfchen im Gewitter draussen waren

Mittwoch, Juni 17, 2020

170620 Wär das auch geschafft

So, nachdem ich ja heute mit Ankündigung nervös war, lief es dann ganz gut.
Das war übrigens die Ausgangsfrisur und ja, je nach Foto sieht sie gar nicht so bekloppt aus, aber ich kann ja nicht nur seitlich rumlaufen.
Mit Absicht doof

Hinterkopf, geht eigentlich 

kurze Seite, die hinteren Haare machen so einen doofen Vorhang

Von vorne: geht, aber so ganz ohne Styling schwierig

Seite, auf der die langen Haare über die  kurzen Hängen: das sieht erstaunlich cool aus, finde ich.

Die Fahrt ins Nachbarstädtchen war dann angemessen dramatisch mit Weltuntergangswolkenbruch, Lastwagenstau IN die Schweiz über ungefähr 5km, aber dann liefs, ich musste nicht weinen vor Wiedersehensfreude, obwohl die enorm war mit meiner Kollegin. Es tat sehr, sehr gut, mal mit jemandem direkt reden zu können, dem man eh nichts Neues erzählen kann und umgekehrt, weil man ja eh die ganze Zeit aufeinandersitzt.
Ich habe dann also die dort angesammelte Post, L.s letztes Geburtstagsgeschenk (Affiliatelink), das wir nicht mehr abholen konnten, eine geteilte Bestellung Olivenöl und Pastasaucen und eben Kinderhosen, outdoor und unter, weil die Kinder die Isolation ja vor allem mit Wachsen verbracht hatten, eingesammelt und mich dann auf den Weg zum Haareschneiden gemacht.
Für die Mehrheit der LeserInnen hier ist das ja nix neues, wenn ich mir anschaue, von wo Sie lesen, aber für mich schon: es tragen ja wirklich fast alle Menschen Masken auf der anderen Seite der Grenze. Die Menschenmengen waren jetzt nicht soooo gross, es war halt Mittwoch morgen und hat aus Kübeln gegossen, aber drinnen in den Läden hatten alle und draussen, obwohl eh niemand im 2m-Radius da war, ca 70%.
Beim Friseur war alles tiptop organisiert, es gibt Warteplätze oben und unten, damit man sich nicht auf der Treppe aneinander vorbeiquetscht, die Kasse hat einen Plexiglasschirm, die Waschbecken werden nur mit Abstand benutzt, der Salon ist so gross, das die Stühle eh weit auseinander sind, es gibt Richtungspfeile zum Durchlaufen, alle tragen Masken, mir war da jetzt nicht unwohl. (Es gab keine Zeitschriften und ich war ja eh auf Sozial-Turkey, deshalb habe ich, und das mache ich sonst NIE, echt viel geschwatzt)
Die Haare sind jetzt nicht so kurz geworden wie vorderaktuellensituation, aber ich habe hinten nicht mehr diesen beknackten Vorhang und abber geht ja immer. Hach. Schön.

untendrunter ist an den Seiten alles kurz

Das Bild sieht irgendwie total komisch aus, wie wenn ich einen Haaransatz bis zur Halskette seitlich runter hätte. Ich glaube, das ist nicht so, aber ich seh das ja auch nie.


Auf dem Heimweg gleich mal geblitzt worden (typisch Schweizer Kennzeichen in Deutschland) in der 30er Zone, naja. Dank Andi Scheuer muss ich, so habe ich das verstanden, ja eher nicht den Führerschein abgeben dafür.

Auf dem Heimweg ca 2km PKW- Stau an der Grenze (Ich erzähle Ihnen nicht, was ich für abstruse, gestern im Halbschlaf überlegte Gaunertricks vorbereitet hatte, um die ewig bestellten Sachen, für die ich keine Rechnung hatte und die halbe Bestellung, für die ich natürlich auch keine Rechnung hatte, unauffällig zu tarnen, die waren mir selber im Auto dann so peinlich, vor allem, weil ich im Stau dann Zeit hatte, online nach den Bestellwerten zu suchen und die waren eh weit unterhalb der Freigrenze, aber dank der Tricks wäre das sehr peinlich und schwierig zu erklären gewesen,), aber nicht wegen massiver Kontrollen (nicht Corona oder wider das Schengen-Abkommen, sondern ganz normal Zoll, der würde im Moment so einiges finden), sondern weil anscheinend alle Einkaufstouristen das Parken und Einspuren und überhaupt das zivilisierte Benehmen vergessen haben. Es wurde gehupt, gedrängelt, gepöbelt und ich war froh, dass ich erstens nur durchgewunken und zweitens eh nix zum Abstempeln hatte.

Der Rest des Tages:
Arbeit, mit einer sehr ernüchernden Ansage für unser Team, das müssen wir morgen klären, wer es richtig verstanden hat, wieviel da Gedankenspiel, Plan, Wunschvorstellung oder bereits entschieden ist. (Kein Drama, aber halt sehr schade in erster Instanz)
Auch ernüchternd: Während Villa Riba die Bezirksschule schon seit gestern Notenschluss hat, wird an der Primarschule noch fleissig weiter benotet und getestet und L. hätte halt auch gern jetzt mal fertig.
In einem Nebensatz von Q. eine durchaus potentiell beängstigende Nachricht mitbekommen, mal sehen, was da rauskommt und was das dann bedeutet.
Nierenschmerzen. Und zwar ganz schön (ich hoffe, es liegt daran, dass ich wegen Ausflug in die EU nicht meine zwei Liter Tee am Tag getrunken habe zusätzlich zu viel Wasser, sondern halt nur einen Kaffee).
Beim Crosstrainerstrampeln nach 35 Minuten mit krassem Unterzucker fast vom Gerät gekippt und von mir selber enttäuscht abgebrochen (ich das Training, nicht ich als solche).
Der Hübsche fühlte sich irgendwie nicht gut, fing an in sich reinzuhören und beschloss dann unzufrieden, nicht zum Sport zu gehen. War eine weise Entscheidung, egal, ob er jetzt krank wird oder nix war, die Autobahn nach Basel war total dicht und er wäre eh nicht zum Training gekommen, sondern nur rumgestanden.

Komischer Tag das. Aber tja nun, ich hab die Haare schön!

Gegessen:
Zopf mit Erdbeermarmelade
Nochmal so ein Sandwich wie gestern abend
Spaghetti mit frisch abgeholter Tomatenknoblauchsosse und Salat (also: getrennt)

Gelesen
"Hunkeler 2"

Gesehen: "Vikings"

Stressleveldurchschnitt gestern: 9 (whut?)
Selbstbeweihräucherung: erfolgreich aus- und eingereist