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Montag, September 30, 2019

300919: Satz mit X

Meine Güte, habe ich heute nacht schlecht geschlafen.
Zu viel gegessen, zu viel getrunken, zu spät ins Bett (und dann noch dazu wegen so einem alles in allem sehr unbefriedigenden Film. Das Beste an "Cambridge Analyticas grosser Hack" war, dass der Hübsche und ich mittlerweile so an Schweizer Orthographie gewöhnt sind, dass wir "Grober Hack" lasen und ungefähr 15 Minuten darüber gegackert haben. Ansonsten: joah. Undurchsichtiger Laden, shady, keiner weiss genaues, keiner sagt die Wahrheit, Nix gwiss woass ma ned, so weit so ... naja, bekannt, aber das füllt keine zwei unterhaltsamen Stunden. Ich wäre jetzt mal wieder bereit für gute Unterhaltung nach unseren letzten Kino- und Streaming-Missgriffen. Heute: "Fleabag"), zu laut schnarchender Mann, zu windig, zu regnerisch im Gesicht, zu sehr Alptraum, meine Güte, wie mühsam!

Dazu passend bin ich dann heute morgen aus dem Haus gehetzt, nur um an der Bushaltestelle zu merken, dass ich 10 Minuten zu früh bin, weil der Bus nicht im 6:49h, sondern um 6:59h fährt.
Der Arbeitstag war dann fast schon ein bisschen zu ruhig, aber das ist ja auch mal ok. (Ich habe immer gewitzelt, dass ich nur Produkte mit Themen in Ländern mit I betreue, gell (Indien, Irland, Italien), mein alter Chef hat mich bemitleidet, dass ich nichts an dem Standort in Indonesien zu tun hatte, aber hey: heute kam eine Mail über .... ja, genau, den Iran. Mal sehen, ich glaube mal ganz fest, dass ich da nicht direkt involviert werde und ganz sicher nicht vor Ort. Sooo abenteuerlustig bin ich dann doch nicht.)

Heimweg dann wie aus so einer übertrieben kitschigen Romantikkomödie: der Hübsche hat Jonny auf dem Heimweg aufgegabelt, ich habe Sunny auf dem Weg vom Bus getroffen, in der Mitte wir uns alle. Das war schon sehr süss :-).

Sonst: bisschen Sorgen um die Kinder gemacht, nicht wegen Kälte, was ich ja erst dachte, weil Q. doch im Zelt schläft, sondern wegen Sturm. Hm. Allerdings ist ja das Haus nebendran für alle Fälle und wir haben nix gehört, das heisst, alles ist in Ordnung. Ich bin etwas überrascht, WIE sehr ich sie vermisse, nach nur zwei Tagen und eigentlich auch schon vorher, nicht nur so "Hm, das wird schön, wenn sie wieder da sind", nein, richtig mit: "Die fehlen. Jetzt. Alle beide. Sehr." (ich weiss gar nicht, worüber der Hübsche und ich uns in ganzen Sätzen denn noch unterhalten sollen!)

Gegessen:
Früchtejoghurtmüsli
Quinoa-Basilikum Tortellini mit Tomatensosse (Good news, liebe Veganer, für geschmacklose, wabblige  Convenience-Tortellinis, die im Magen aufquellen und einen nach nur 3 Stück fühlen lassen, als hätte man Fugenkitt gefressen, braucht es keinen Ricotta, das geht auch mit Quinoa), grüne Bohnen und Weisskohlgemüse
Pizza

Getragen:
Jeans, rote Stiefeletten, das schräg rotweiss geringelte Shirt, das so wie eine Zuckerstange aussieht

Gelesen:
"Die Zeuginnen" von Margaret Atwood, ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung von "A Handmaid's Tale" (Affiliatelink)

Gesehen: "Fleabag" (das ist jetzt aber besser mal gut!)

Stressleveldurchschnitt gestern: 31
Selbstbeweihräucherung: endlich mal meinen Feedreader meinen Interessen angepasst, nachdem ich den Löschknopf gefunden habe. Und für L. endlich das Probetraining beim Volleyball abgemacht, das er schon anmahnt, seitdem er mitbekommen hat, wer die Gruppe NACH dem Turnen in der Halle ist.

Sonntag, September 29, 2019

209019 Captain Javel

"Ad Astra" war eher so mittel. Ich mag Brad Pitt, ich mag Weltraum, ich fand "Interstellar", "Den Marsianer" und "Gravity" super, ich fand "Moon" grossartig, ich kann echt nicht nur Mainstream, doch ich bin gestern im Kino zwei-, dreimal echt fast eingeschlafen und hatte nicht das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben. Jajajaja, es ist kein Weltraumfilm, es geht um deep shit blablablaba, ganz ehrlich: wenn ich den Weltraum weglasse, bleibt Voice Over-Küchenpsychologie, dann doch lieber mit Weltraum. Es ist alles in allem eine Meisterleistung, total unnötige Actioneinlagen (die Mondpiraten? die verrückten norwegischen Killeraffen?) total zusammenhanglos reinzuquetschen und trotzdem (TROTZ BRAD!) alles in allem einen unglaublich schnarchnasigen Film hinzukriegen*. Ich nehme fast an, wenn wir "Shaun, das Schaf, im All" angeschaut hätten, wäre ich besser unterhalten gewesen, aber mei, kinderfrei ist halt auch eine Verpflichtung.

Das ging heute morgen auch so weiter, also habe ich trotz Jonnys (KILLERKATZE!) Angriffe auf meine Beine bis um 9 im Bett mit Augen zu ausgehalten.

Neben traumhaftem Wetter (Sie erinnern sich? Q schläft eine Woche im Zelt!) haben wir heute gesportelt, die Baddecke mal wieder mit Javelwasser geschrubbt, natürlich in korrekter Schutzausrüstung, da sammelt sich ja einiges an in verschiedenen produktionsnahen Jobs in der Chemie /Pharmaindustrie (Sie erinnern sich an die Fassadenvonuntenreiniger? Dort, wo die Brühe auf unsere Wiese getropft ist, ist jetzt im wahrsten Sinne des Wortes verbrannte Erde. Nachdem meine Kapazität für rechtliche Schritte und Schadensersatzforderungen im Moment voll und ganz bei der Lufthansa gebunden ist, ist es mir ein inneres Fest, mir vorzustellen, was die Hypochorit-Brühe auf Zunge, Speiseröhre und Verdauungstrakt des Schleckers veranstaltet hat.), jetzt sieht die Baddecke wieder blütenweiss aus und der Hübsche hat ein neues Indoormodul für unser Hausüberwachsungssystem bestellt, damit wir in Zukunft die Feuchtigkeit im Bad nicht nur anhand der Stockfleckengrösse monitoren können.

So, morgen wieder Arbeit, ich bin noch gar nicht richtig bereit, aber mei, so isses halt.

Gegessen:
sehr leckeres Rührei mit Kräutern, grünen Bohnen, etc, Silsergipfeli und Brezensemmel
Zeug
"Karamellisierte Spaghetti mit gerösteter roter Bete, Champignons und Ziegenfrischkäse", was eine bold choice war, für zwei Menschen, von denen einer Pilze hasst, eine rote Bete, und einer Ziegenfrischkäse. Es war sooooo lecker! (gar nicht schwer:

  • 1 Rote Bete (schälen, würfeln, mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, Thymian mischen, 25min bei 200°C im Ofen rösten)
  • 200g Champignons stückeln, mit 2 Knoblauchzehen in Olivenöl anbraten, rausnehmen
  • 100ml Balsamico und 2 EL Honig auf die Hälfte einreduzieren, 1 EL rosa Pfeffer rein,
  • Spaghetti für 2 kochen, mit Champignons zur Balsamicoreduktion geben,
  • Rote Bete drüber und nach Gusto Ziegenfrischkäse drüberbröckeln. 

2/2 Erwachsenen fanden das super! (Kaptain Cook-App)

Getragen:
alte Pilotuniform und Schutzbrille, keine Socken

Gelesen:
"Der grösste Spass, den wir je hatten" aus. Wer "This is us" mag, wird dieses Buch lieben. (mir ist beides immer ein bisschen zu sehr drüber, aber auf die gute Art)

Gesehen:
Cambridge Analytica Skandal-Film-Dings

Und als Nachtrag für gestern hier das Abholvideo von Jonny bei der Feldarbeit heute:


*Warum muss jemand zum Mars reisen, um eine Sprachnachricht aufzunehmen, die dann zum Neptun geschickt wird? Hätte man das nicht auch von der Erde aus erledigen können? Ach was, egal.

Samstag, September 28, 2019

280919 es ist so still!

Erstmals um 4 aufgewacht, weil mir 3 kg Flausch ins Gesicht geplumpst sind (Sansa hatte aus dem Dachfenster geschaut und sich dann entweder nach hinten fallen lassen oder ist abgerutscht auf jeden Fall ist sie in meinem Gesicht gelandet).
Der Hübsche hat die beiden (Jonny kam grad als Katastrophentourist dazu) dann vor die Tür gesetzt, sie haben dann die Kinder besucht.
Zweites Aufwachen: halb acht vom Wecker, weil ja um halb 10 (NICHT UM 10, wie der Hübsche dachte und mich deshalb den ganzen Morgen ob meiner Hektik und Rumstresserei belächelte) Antreten fürs Hela der Pfadis war.
Vorher gab es noch einmal ordentlich und zivilisiert Frühstück am Tisch :-).
Nach der Abreise der Kinder haben wir uns mit den üblichen Verdächtigen noch auf dem Parkplatz verschwatzt und dann sehr verwundert ein Fahrschulauto (naja, das ist noch nicht seltsam, da üben andauernd welche) beim Einparkenüben gesehen: ein Model 3. Das hiess dann noch viel länger Schwatzen, weil jeder hatte Fahrschulerfahrungen zu teilen (in der Prüfung rückwärts am Berg in einer Kurve einparken und so), keiner hatte ein Auto mit Rückfahrkamera oder Abstandssensor oder halt Ausstattung zum autonomen Fahren. Wir haben nicht rausgefunden, erstens, was eine Fahrstunde im Tesla kostet und zweitens, ob man jedes Auto fahren darf, wenn man in einem Tesla fahren gelernt hat, waren uns aber alle einig, dass die Jugend von heute definitiv nicht so gut fahren lernt wie wir damals. Habe ich erwähnt, dass wir alle sehr alt sind? Hat sich auch so angefühlt.
(Ach: noch was: von Airline-Insidern erfahren, dass das, was wir mit der Lufthansa im Augenblick mitmachen, anscheinend Kalkül bei allen Airlines ist: Entschädigungen werden ausgesessen, bis der Anwalt kommt. Von 2000 Entschädigungsberechtigten melden sich vielleicht 1000, wenn man sie ignoriert, fragen vielleicht 500 nach, wenn man weiter ignoriert, kommen vielleicht 100 mit dem Anwalt und die bezahlt man dann. Ist viel billiger, als direkt 2000 zu bezahlen. Wir haben übrigens noch nichts bekommen, weder die Erstattung der von uns bezahlten Zugtickets, noch die Entschädigung für die ausgefallenen Flüge. Aber wir haben eine Rechtsschutzversicherung und dementsprechend sind wir bei den 100 dabei. Was ein Theater. Ehrlich....)

Daheim dann:
Die Lampe in Ls. Zimmer hatte das Zeitliche gesegnet (ist auch fair, die hing noch beim Hübschen im Kinderzimmer, und wie man oben lesen konnte: das ist schon ein paar Tage her), der Hübsche hatte als Ersatz ein LED-Panel bei Ikea besorgt (mit Fernbedienung und es ging länger als angebracht, bis ich den Namen "Tradfri" verstand und dann mehr als angebracht drüber gelacht habe), das haben wir heute installiert. Der Bohrer hat nur einmal geglüht, es ist alles total parallel und rechtwinklig und L. wird sich sehr freuen, wenn er wieder heimkommt.

Am Nachmittag sind wir dann noch ins Nachbarsstädtchen gefahren, erstens Olivenöl und Pastasossen aus einer Sammelbestellung von der ehemaligen Kollegin abholen (das ist das einzig schade an "fertig mit dem Italienprojekt": kein gesicherter Nachschub von rauhen Mengen sehr leckerem Öl), die gar nicht mehr so neue Wohnung incl Nachbarskater besichtigen und dann ein bisschen bummeln. Auf der Einkaufsliste standen so spannende Dinge wie Bartshampoo, Kloreiniger, Pokemonkarten (für ein Geburtstagskind, aber könnte sein, dass für L auch ein oder zwei Päckchen abfallen). Im Müller sah das Urban Decay-Display sehr runtergerockt aus, es war auch keiner da, nur mehrere grosse Schilder "50% Rabatt", anscheinend geben sie die Zusammenarbeit zumindest in der Filiale auf. Es war fast nix mehr da, ich brauchte ja noch weniger als nix (naja, ich hatte eigentlich überlegt, ein All Nighter Setting Spray zu kaufen, aber das war schon weg), aber für 50% (und nochmal -19% wegen MWst, also praktisch kriege ich noch was raus) habe ich dann doch noch zwei Foundations mitgenommen, ich Sparfuchs!

Daheim haben wir dann Jonny vom Feld abgeholt (das ist so niedlich und ich beneide den Hübschen wirklich, dass er diesen Arbeitsweg hat und praktisch jeden Abend von Jonny nach Hause begleitet wird.): die ehemaligen Tennisplätze sind eine Riesenwiese mti hohem Maschendrahtzaun drum, es wird sehr selten gemäht und es sitzen meist zwei, drei Katzen drin und ... sitzen, schauen, schlafen, hüpfen, und eben auch Jonny. Wenn man ihn ruft, setzt er sich auf, dann kommt er mit grossen Sprüngen zum Zaun gehopst, kriecht untendurch und begrüsst einen hochdramatisch mit lautem Miauen. Und dann läuft er bei Fuss mit nach Hause :-).


Jetzt geht es dann gleich nach Basel, erst was Essen (asiatisch, scharf, mehr weiss ich noch nicht, aber danach steht mir der Sinn) und danach ins Kino, was man halt so macht, wenn man als Eltern sturmfrei hat :-).

Gegessen
halbes Gipfeli, Semmel mit Honig
Zeug, was rumstand (Weintrauben, Snickers Crisp, Semmel) und immer wieder Kaffee

Getragen
Bootcutjeans und Longsleeve, dazu 6 Paar "schwarze, nicht so hohe, mit eher klobiger Sohle, bisschen wie Bikerboots, gut zu Skinny Jeans, aber auch zu Strickkleidern und vor allem dem fancy roten Flatterrock"-Stiefel, die der Pöschtler heute gebracht hat. Die hier sind es geworden.

Gelesen:
"Der grösste Spass, den wir je hatten"

Gesehen:
Gestern abend wütend beschlossen, dass "Stranger Things" meine Zeit nicht wert ist. Die erste Staffel war grossartig, aber jetzt ist es nur noch albern. Deshalb heute "Ad astra"

Stressleveldurchschnitt gestern: 20
Selbstbeweihräucherung: standhaft geblieben und EIN Paar Stiefel ausgewählt, obwohl alle 6 toll aussahen und gepasst haben. Und keinen UD-Lippenstift gekauft, weil ich eh schon so viele habe (und die nicht so super finde, aber für 50%....)

Freitag, September 27, 2019

270919: bisschen...

...müde trotz eigentlich früh (aka ganz kurz vor 11) ins Bett, weil Mann nicht da.
... beleidigt, weil nicht zum super secret Abschiedsapero vom ehemaligen Chefchef eingeladen (mehr sauer auf mich selber, dass ich beleidigt bin, ich habe gestern davon erfahren und hätte nur hingehen müssen, bestimmt war ich nicht mit Absicht nicht eingeladen)
... happy, weil ich zwar 140CHF beim Schuster gelassen habe, aber dafür 8 Paar Lieblingsschuhe mit abgelatschten Absätzen wieder wie neu sind (und ein Paar Kinderschuhe umsonst repariert wurde)
...angegruselt, weil ich auf der Suche nach Schachteln für die Fresspäckli der Kinder fürs Hela eine Schuhschachtel mit einem .... Sherlock sagt, seit März vergessenen Geburtstagsmuffin drin gefunden habe (Für science: triple chocolate muffins von Cynthia Barcomi aus dem roten Buch schimmeln nicht, sondern werden einfach hart wie Stein)
... traurig im Voraus, weil die Kinder morgen für eine Woche wegfahren
... aufgeregt by proxy, weil die Kinder morgen für eine Woche wegfahren, eines im Zelt schlafen wird, eines vom Wölfli zum Pfadi und eines vom Pfadi zum Pio werden wird (und DEN P laufen wird, was ungefähr 100000km zu Fuss in 24h oder so sind)
... vorfreudig, weil die Kinder morgen für eine Woche wegfahren und der Hübsche und ich eine Woche sturmfrei haben werden (wir werden morgen zB eine Lampe bei L installieren und am So das Bad entschimmeln. We know how to party!)
... betrunken, weil der Hübsche auf einmal keinen Aperol Sprizz mehr mag und ich deshalb zwei vor dem Essen (und dem Rotwein dazu) trinken musste, man hat's nicht immer leicht

Donnerstag, September 26, 2019

260919: Hui

Es ist ja schon ein bisschen lustig, dass ich heute auf dem Weg vom Bahnhof zur Arbeit einen Mann überholt habe, weil ich nicht aushalten konnte, wie er sich klein und unauffällig gemacht hat und so dafür gesorgt hat, dass eine Richtung des Fussgängerverkehrs nahezu vollständig zum, Erliegen kam. Morgens zwischen 7 und 8 (vermutlich auch noch länger, aber da bin ich ja immer schon im Büro) ist am Bahnhof wenig überraschend die Hölle los: alle Pendler IN die Stadt strömen AUS dem Bahnhof, alle Pendler AUS der Stadt strömen IN den Bahnhof. Auf dem Centralbahnplatz fahren und kreuzen zig Tramlinien, der Bus zum und vom Flughafen fährt auch dort ab und noch viel mehr Busse, die Hälfte der Gehwege ist entweder von Bauzäunen oder geparkten Unmengen an Fahrrädern (die paar E-Scooter fallen da gar nicht mehr ins Gewicht) blockiert, es ist also echt wenig Platz für sehr, sehr viele Menschen. Alles geht erstaunlich friedlich zu, aber Menschenmassen sind wie Wasser: der Platz, der da ist, wird genutzt. Und wenn sich der vorderste Mensch in der Gruppe der "AUSdemBauhnhofrausPendler" entschuldigend rücklings gegen den Bauzaun drückt und nur noch mit Seitwärtstrippelschritten vorwärts geht, um niemanden im Weg zu sein, dann wird der Strom der "INdenBahnhofreinPendler" einfach eine Person breiter, niemand kommt mehr aus dem Bahnhof raus und irgendwann platzt der. Soviel Zeit hatte ich aber heute morgen nicht und so habe ich einmal unwillig mit der Zunge geschnalzt und bin mit strengem Blick auf hinter dem Trippelmann ausgeschert, habe ihn (mit der geballten Masse der "AusdemBahnhofrausPendler" im Rücken überholt und mich der entgegenströmenden Menschenmasse gestellt. Es mag am strengen Blick, dem feuerroten neuen Rock oder aber der Höflichkeit der Basler gelegen haben, dass mir ohne Rempeln Platz gemacht wurde und wir den Bahnhof nochmal vor dem Platzen retten konnten.

Sonst so: Schonzeit im neuen Job ist definitiv vorbei. Mir brummt der Kopf vor Handover, "das kannst ja dann du grad machen", Eskalationsemails purzeln herein, alles ist sehr dringend und ich ... geniesse es. Von ganzem Herzen!

Daheim dann:

  • mit dem Hübschen abklatschen, der bei seinem Chef zum Essen eingeladen ist, 
  • mit den Kindern den heutigen und den morgigen Tag besprechen (Q. hat im Rahmen der Projektwoche eine Exkursion zur Aargauer Zeitung auf dem Plan. Er hat in der Zeitung, die sie in der Woche erstellt haben, übrigens das Ressort "Social Media" übernommen. Tja. L hat mir das Lied fürs Klassenmusizieren auf dem Glockenspiel noch mehrfach vorgespielt, für Ohrwurm ist also gesorgt)
  • Sporteln
  • Essen
  • den letzten Tag des Herbstrabatts bei Blog2Print für die Bestellung des aktuellen Blogbuchs nutzen
  • Wäscheabhängen und Verräumen
  • Lunchbox für Q. für den Ausflug, Znüniboxfür L. packen
  • Schul- und sonstige Termine in den Kalender eintragen und mit den richtigen Familienmitgliedern teilen
  • Einkaufszettel wunderlisten
  • Buch
  • Bett


Gegessen:
Joghurtfrüchtemüsli
Shakshuka mit Tofu statt Ei, Asia-Rettichsalat, langweiliges buntes Mischgemüse und Risoni
Tomatensuppe von gestern

Getragen
mit Würde den Regenschirm, den mir meine kleine Schwester wegen meiner "Weisse Punkte auf Blau"-Liebe geschenkt hat, und DEN roten Rock

Skurrilster Kommentar: "Ich wusste gar nicht, dass Du so ein FC Basel-Fan bist, dass Du den Sieg gegen Zürich heute kleidertechnisch feierst!" (Ich bin ein bisschen traurig, dass die passenden roten und blauen Schuhe beim Schuster sind für neue Absätze)


Gelesen
"Der grösste Spass, den wir je hatten"

Gesehen: nix

Stressleveldurchschnitt gestern: 18
Selbstbeweihräucherung: fast souverän auf all die Kleiderkommentare heute reagiert.


Mittwoch, September 25, 2019

250919: Running errands

Der Hübsche hat sich vor zwei Jahren ja einen Wunsch erfüllt und eine echt teure, tolle Uhr gekauft.

Swiss Precision
Mit auf der Uhrenmesse (oder so) besichtigen, auf jedem Flughafen der Welt besuchen, bei verschiedenen Juwelieren in Basel Bestelloptionen prüfen lassen und dann endlich, endlich bestellen.
Seit dieser Zeit war ich öfter bei Uhrmachern als in meinem ganzen Leben zuvor:

  • erst war die Uhr undicht und wurde gleich direkt ausgetauscht
  • dann war die neue Uhr auch nicht richtig dicht und bekam einen neuen Dichtungsring
  • dann ging sie andauernd nach und ein Rubin ist herausgeplumpst
  • und jetzt bleibt sie einfach zufällig mehrfach am Tag für Stunden stehen.


Alles in allem nix, was man bei einer Billiguhr aktzeptieren würde, wenn man aber ein kleines Vermögen in die Uhr investiert hat (ganz abgesehen von der ganzen Planung, Vorfreude und naja "Gefühl"), dann kann man natürlich nicht sagen: "Screw it, ich kauf mir eine neue".
Dementsprechend wird die Uhr immer wieder eingeschickt, der Uhrenhändler ist immer sehr betroffen und erstellt neue Garantiekarten (und ich bin sooooo kurz vor Hausverbot bei einem Uhrenhändler in der Freien Strasse in Basel, weil ich vor lauter komplizierter Beschaffungsthematik und Besichtigungsterminen bei verschiedenen Uhrenhändlern den Überblick verloren habe und ohne Witz schon zwei Mal zum Abholen der Uhr zum falschen gelaufen bin und dort eine mittlere Szene hingelegt habe, dass das ja wohl nicht sein kann, dass das sauteure Kackteil erst nicht geht und sie das dann noch verschlampen, und naja, ich kann da also auf jeden Fall nicht mehr hingehen. Wenn ich mich dran erinnere, welcher es war)

Heute war ich also wieder mal da zum Abgeben (beim Richtigen), wie immer grosse Betroffenheit und Verständnis für den Unmut und wie immer ein Beweisfoto für den Hübschen (wie immer vor dem Falschen). Diesmal habe ich den Selfiespot für mit der Uhr drauf nicht gleich gefunden, was für sehr viel Fragezeichen bei der Frau im Hintergrund sorgte, die vermutlich dachte, ich würde den Laden ausrauben wollen. (Vielleicht haben sie mich drinnen auch schon gesehen und angefangen, alles zu verrammeln).

Auf dem Heimweg habe ich dann im Shoppingmodus für Q. nochmal Algenchipsnachschub im Asialaden gekauft, kaum zu glauben, dass das so heikle Kind das mag.

Bei der Arbeit hatte ich ein Introductiongespräch bei einer Frau, die ich seit dem ersten (und bisher einzigen) gemeinsamen Meeting so cool finde (vom Auftreten, von ihrer Art her, rein optisch und vom Kleidungsstil). Ich war tatsächlich sehr aufgeregt und ich glaube, sie findet mich auch nicht ganz doof (oder ist einfach zu alle anderen auch noch unglaublich freundlich und höflich) und ich fürchte, ich war ein bisschen peinliches Fangirl.

Ausserdem ist im Moment ja diese ein bisschen spannende, coole und auch gefährliche Anfangsphase, wo man Kollegen, Chef und Umfeld noch nicht ganz einschätzen kann. Ich bin bin mir nicht sicher, ob ich alle Nachrichten zwischen den Zeilen richtig interpretiere (sicher nicht, aber ich merke immerhin schon mal, dass es da beängstigend viele Nachrichten hat), und auch den Humorlevel der Kollegen und des Umfelds kennt man ja noch nicht.
Ich habe beschlossen, die direkte Probe aufs Exempel vor dem grossen Publikum zu machen und habe (auch, damit es erledigt ist) mich freiwillig gemeldet, beim nächsten Progress Report den Status unserer Gruppe vorzustellen. Es war schon lange angedacht, uns ein "Signature"-Titelbild auszusuchen (Das Corporate Slide-Layout sieht einen schmalen Bilderstreifen unten auf dem Coverslide vor, für das man im allerbesten Fall aus der Corporate Media Library auswählen soll.) Das habe ich jetzt gemacht und ... ich finde das ausgewählte Bild grossartig, es ist ein sehr schöner Verweis auf unser Tätigkeitsbereich mit einer ordentlichen Portion Selbstironie. Mal sehen, wie das im interkulturellen Rahmen auf und zwischen den Zeilen so fliegt!

Gegessen:

  • Joghurtmüslifrüchte
  • Buddha Bowl
  • Tomatenkokosingwersuppe (die Kokosmilch war nicht nur zweiphasig, wie eigentlich immer, sondern dreiphasis mit einer zusätzlichen gallertartigen leicht gelblichen Glibberschicht, die beim Aufwärmen nicht schmolz, sondern wie Eierstich gerann. Mittelcool)

Getragen:
Eins der Lieblinskleider für Herbst und Lieblingsschuhe. Gestern dachte ich mir noch: "Cool, jetzt, wo ich jeden Tag mit dem Spiegellift bis ganz oben fahre, da habe ich Zeit, da kann ich ja mal voll witzige Bilder machen, coole Aktionen, irgendwas, ist ja auch aufregend, ob man vielleicht doch erwischt wird." Prompt ist mir heute NIX eingefallen.



Gelesen:
"Der grösste Spass, den wir je hatten" (Affiliatelink, empfohlen von Sibylle, bisher ist der Titel ein wenig irreführend, was den Lesegenuss aber nicht schmälert)

Gesehen:
Stranger Things 3 (meine Güte, was ein Krampf)

Stressleveldurchschnitt gestern 15
Selbstbeweihräucherung: nicht total peinlich agiert

Dienstag, September 24, 2019

240919: Groove

Die Katzen fallen anscheinend in einen Herbstmodus. Nicht nur legen sie an Gewicht zu (Jonny: 4.3, Sansa legendäres Alltimehigh mit, tadaaaaaa, 3.2kg, ich gehe davon aus, dass ungefähr 1 kg davon Fell ist), nein, sie haben auch geschlafen, bis der Wecker geläutet hat! (Jonny übrigens in dem bezogenen Kindergästebett, das nach L.s Freundesübernachtungsbesuch anscheinend niemand abgezogen hat, und deshalb gehört es jetzt Jonny).
Ich mag das ja sehr, dass es endlich so kühl ist, dass ich morgens nicht mehr im T-Shirt aus dem Haus gehen kann, sondern heute immerhin meinen Fleecemantel, der für wirklich kalt viel zu winddurchlässig ist, anhatte, den mit der riesengrossen Kapuze, das war heute morgen sehr gemütlich.
Bei der Arbeit ist es im Moment richtig cool: ich habe alle Trainings im Schulungssystem absolviert, die meisten der Interface-Gespräche sind geführt und und heute habe ich die letzten Termine mit den Kollegen für ihre Spezialaufgaben innerhalb des Teams abgemacht. Wegen Herbstferien geht es ein bisschen länger als es müsste, aber so wie es aussieht, ist das Onboarding nach 6 Wochen abgeschlossen, das ist doppelt so schnell die wie offizielle Zeitannahme (inoffiziell hoffen alle natürlich auf viel schneller, deswegen werde ich keine Lobeshymnen für de 6 Wochen einsacken, aber ich bin ganz ehrlich stolz auf mich, das ist nämlich schon eine Menge, wenn man nicht wie die anderen Kollegen aus der Gruppe schon seit ungefähr der 3. Klasse in der Qualitätsabteilung arbeitet.).
Ansonsten sind natürlich alle Kollegen, von denen ich wegen der Umstrukturierung Produkte übernehme mehr als bestrebt, die so schnell wie möglich abzugeben, weswegen sich mein Kalender rapide mit Handover- und neuen Team-Meetings füllt, ausserdem habe ich ja schon einige übernommen von dem Kollegen, dessen Stelle ich übernommen habe, da bin ich schon richtig drin in der eigentlichen Produktarbeit (sehr, sehr spannend. Ganz andere Themenfelder als bisher --> zB Medical Device Regulation, Diskussionen mit Gesundheitsbehörden, Affiliates etc) und geniesse es in vollen Zügen, zu lernen und im Rahmen des Welpenschutzes noch all die grundlegenden Fragen stellen zu können, die man eben nach einem halben Jahr nicht mehr stellen kann. Nicht alle davon sind dumm :-). Dazu lerne ich neue Leute kennen, neue Verbindungen, auch neue Befindlichkeinten (hallo, Welpenschutz!), bin damit beschäftigt, den Offsiteworkshop der Gruppe zu organisieren und hm, doch, das war schon das richtige, sich eine neue Herausforderung zu suchen!
Kleines, nicht zu unterschätzendes Highlight: durch die interne Umsortierung fangen wir alle Meeting Manager etc. von null neu und standardisiert an, das ist ein Gefühl ganz ähnlich wie am ersten Schultag mit all den neuen Heften und Stiften :-)

Mittagessen war ich übrigens heute mit den beiden Ex-Kollegen aus dem Turm, von denen der eine die Firma verlassen hat und von den ersten drei Wochen ausserhalb der heilen Welt im und um den Elfenbeinturm berichtete und der andere uns mit den neuesten Entwicklungen aus der alten Gruppe. Das müssen wir unbedingt beibehalten so!

Der Hübsche war am Nachmittag mit Q. beim Arzt, er ist jetzt offiziell fertig :-). Er hat die 14-Jahreskontrolle mit Bravour bestanden ("Was machst Du, wenn Dir jemand eine Zigarette anbietet?" "Äh, nicht nehmen?!" "Warum nicht?" "Weil halt Kacke" Joah, Teenietest in jeder Hinsicht bestanden!), hat seine letzte Impfung bekommen (die zweite HPV-Dosis und der Kinderarzt meinte versonnen: "Da weiss ich jetzt echt nicht mehr, was wir noch impfen sollten". Konter des Hübschen: "Wie schauts denn mit den Grippeimpfterminen dieses Jahr aus?") und auch wenn das sicher nicht sein letzter Besuch bei dem Kinderarzt gewesen sein wird, so ist das schon ein Meilenstein, der mich durchatmen lässt.

Gegessen:
Joghurt, Weintrauben, Ananas, Wassermelone, Mango (btw alles bis auf die Trauben und dem Joghurt natürlich TK aus dem Sommer), Müsli
Pho mit Tofu (alter Verwalter, die letzten Male war die Brühe immer arg fad mild und so habe ich heute einen grossen Löffel Chilipaste reingetan. Und diesmal war schon die pure Brühe zum Feuerspucken. Mir war richtig heiss danach)
Pasta mit frischen Tomaten, Basilikum, Kapern und karamelisierten Walnüssen

Getragen:
neues Oberteil, immer noch Sneaker und bunte neue Socken :-) (und den Fleecemantel)


Gelesen:
Millenniumreihe 5 aus

Geschaut:
Stranger Things 3, 2. Folge (Joah, ich fand die erste Staffel schon sehr süss, aber jetzt ist es halt auch durch, oder?)

Stressleveldurchschnitt gestern:
Selbstbeweihräucherung: sich ein bisschen schon angekommen fühlen im neuen Job

Montag, September 23, 2019

230919 Blood and honour

Da schreibe ich gestern noch vollmundig, wir hätten nichts vergessen und 5 Minuten später fragt L. kleinlaut, ob ich denn wüsste, wo sein Lieblingskuscheltier wäre, das er im Hotel dabei hatte. Hmpf. Und ich sag noch: "Habt ihr ganz sicher all Euer Zeug eingepackt?" Und ich sag schon immer: "Nimm lieber einen grossen Pikachu oder einen Yoshi mit, die sieht man in Bettwäsche viel besser als die graurosa Nacktkatze das kleine Mew."
Meine vom Internet, wo NIE IN IRGENDEINEM HOTEL JEMALS irgendwas gefunden geschweige denn retoourniert wird, genährte Weltsicht lässt mich neben der "Bitte suchen"- Mail und der "Kannst du das im Fall dort abholen?" WA an meine Schwester vor Ort direkt einen potentiellen Ersatz (natürlich ist es nicht irgendein Kuscheltier, sondern eines, das aus Japan geschickt wird, Affiliatelink) bestellen, nicht dass L. das als das Original annehmen würde, aber besser ein neues Mew als kein Mew.
Damit kann L. immerhin einschlafen und heute morgen ist die Welt dann wieder in Ordnung, denn schon um halb neun kommt die erlösende Mail aus dem Hotel: "Ja, Mew ist gefunden und wartet auf Abholung". (Mew 2.0 ist natürlich schon versandt, aber zwei Mews sind besser als einer und viel besser als keiner).

Ansonsten so:
Wir haben gestern eine ganze Kiste voller Vasen mit wunderschönen Blumensträussen von der Tischdeko mit nach Hause bekommen und dann von der Tierarztschwester die Nachricht, dass einige Bestandteile sehr giftig für Katzen sind. Und so bin ich heute im frühmorgendlichen Berufspendelverkehr mit einer Tüte Blumensträussen gereist und habe unser Büro verschönert. Und meiner ehemaligen Kollegin noch ein paar vorbeigebracht.



Ich war nämlich mal wieder zu Besuch an meinem alten Standort, weil ich endlich meinen Austestungstermin für das Forschungsblutspendetool hatte. Sehr praktisch, ich bekomme jetzt jedes Jahr einen HIV/Hepatitis/Weissdergeierwasnochalles-Test, ohne, dass ich mich drum kümmern muss. Und: wenn ich aufgeboten werde, tue ich was für die Wissenschaft, dafür gabs dann auch den passenden Swag:

Unfreiwillig direkt Blut gelassen habe ich dann nochmal beim Gesichtabtrocknen nach dem Duschen daheim, ich habe ja so ein grosses Muttermal am Kinn und das hat anscheinend ein Kratzerchen abgekriegt und holla, das blutet ja immer wie kurz vor Tarantino, obwohl da nur ein Minidingsi ist. Und nicht mal für die Forschung!

Gegessen:
Joghurt mit Ananas, Mango, Himbeeren und Müsli
Sojabällchen mit Salsa, Erbsen, Mais, Blumenkohlcouscous und Salat (Ich finde das so faszinierend: Meine Essensgesellschaft lobte, dass man den Bällchen fast nicht anmerken würde, dass es kein Fleisch wäre. Ich persönlich mag es gar nicht, wenn irgendwas vegetarisches so tut, als wäre es Fleisch. Ich weiss nicht, ob es daran liegt, dass mein Grund, auf Fleisch zu verzichten nicht primär das Klima ist, sondern halt ..., weil für meinen Genuss (naja, eh so mittel bei Kantinenconveniencefood) keine Lebewesen sterben sollen. Und ich mag es ganz gern, wenn ich das auf den ersten Bissen sagen kann, ausserdem mag ich, wenn man schmeckt, WAS man da eigentlich isst und das ist bei Sojaschnetzeln und jeder anderen Art von Fakefleisch ja eher nicht der Fall.)
Pizza

Gelesen:
Milleniumreihe 5

Gesehen:
Stranger Things 3

Getragen:


neue Bluse mit Bienen drauf (mir ist als erstes heute morgen die Butterdose aus dem Kühlschrank entgegengefallen und das hätte fast ein Desaster auf der Bluse gegeben) und total ungewohnt: Sneaker, weil Fuss-Aua wegen Hochzeit

Stressleveldurchschnitt gestern: 47
Selbstbeweihräucherung: mich ehrlich gefreut, als mir eine Mitfahrerin im Bus heute mittag ein Riesenkompliment über meine Frisur machte.

Sonntag, September 22, 2019

220919: What a wonderful day!


Was soll ich sagen, es war ein wundervolles Wochenende, das wir mit meiner kleinen Schwester, ihrem Mann und unglaublich vielen tollen Gästen verbringen durften.
Ich bin gestern voller Glückshormone (und Sekt, Wein, weniger Gin Tonic --> irgendwann habe ich mir an der Bar das Glas mit der Zitrone und dem Strohhalm drin mit Eiswürfel und Mineralwasser füllen lassen<-- und weniger Jägermeister, als manch einer meiner Cotrauzeugen und neuen Bekannten glauben möchte, aber durchaus absolut mehr als genug) um halb vier ins Bett geplumpst.
Bis dahin habe ich (unvollständig, aber das ist ja kein Schulaufsatz)

  • 17 Stunden im blauen Dramakleid und vollem Makeup verbracht (es hat mit nur zweimal am Kinn nachtupfen so bombenfest gehalten, dass ich nach dreimal Mizellenwasser und "Take off the Day"-Balm bei den Augen einfach aufgegeben habe und mit Restglitzer schlafen gegangen bin)
  • 13 Stunden auf 8cm Stilettos verbracht (ein Absatzpinöppel ist beim strammen Marsch über das Kopfsteinpflaster im Innenhof abgeknickt, aber ich hatte natürlich ein identisches Paar Schuhe in anderer, auch passender Farbe dabei)
  • ganz oft Gänsehaut am ganze Körper bekommen (als meine Schwester in ihr Kleid geschlüpft ist, als ihr Mann sie das erste Mal an dem Tag und in voller Montur in den Arm genommen hat, als ich ihr nach dem ausführlichen Fotoshootingsmorgen dann vor der Kirche aus dem Auto geholfen habe, als sie den Kirchengang entlangschritten, naja, you get the picture)


Was in keiner Schweizer Tasche fehlt und eine grosse Hilfe war :-)

  • nicht geweint (glaube ich)
  • erstaunlich viele doofe Testfotos mit der Fotobox gemacht, die einer der Renner des Abends wurde
Hier das vorletzte, das ich ausgedruckt habe

  • mich trotz der hohen Absätze den ganzen Abend winzig gefühlt (meine Güte, so ein Haufen Handballer um dich rum und du fühlst dich auf einmal winzig)
  • stolzes Muttergrinsen übers ganze Gesicht gehabt, als L. wie ein Profisecurity-Typ von ... Cartier oder so mit den der Ringschatulle nach vorne marschiert ist und später Q. wie ein charismatischer Fernsehprediger seine Fürbitten vorgelesen hat
  • mit den Ohren geschlackert, als Q. spontan (und souverän und witzig und unglaublich selbstbewusst) das Hochzeitsbingospiel moderiert hat ("Mami, Tante L., darf ich das machen, mit Mikro auf der Bühne, ich sag dann "Lasset die Spiele beginnen!", bitte?!!!") und damit die gesamte Hochzeitsgesellschaft um den Finger gewickelt hat.
  • die Hochzeitsrede ganz ordentlich über die Bühne gebracht und den Zeitplan auf dem Krumpelplan tatsächlich plusminus eingehalten:

  • und einfach nur unglaublich stolz darauf gewesen, was meine Schwester und ihr Mann da auf die Beine gestellt haben, und mich über ihr Glück gefreut.
Das Brautpaar ist so gegen vier ins Bett, die letzten Gäste wurden um halb sechs freundlich, aber bestimmt vor die Tür begleitet und .... so ist das anscheinend mit Sportlern, zwischen acht und neun waren alle beim Frühstück und um halb 11 sah die Location so aus wie vor dem Dekorieren.
Die Bilder täuschen natürlich, das war tatsächlich VOR dem Dekorieren :-)




Heimfahren fühlte sich nach überhaupt nicht Laden und unerwartet vielen Kilometern zwischendrin kurz spannend an, aber das war nur, bis der Akku warm war und das Auto realisiert hatte, dass es ja tatsächlich vor allem bergab nach Hause geht, und so kamen wir mit 50 Restkilometern daheim an (es ist ja lustig: für uns und unser normales Umfeld ist der Tesla mittlerweile total normal, gestern war er das nicht und sorgte für viel Gesprächsstoff).





Daheim dann: 
Auspacken, Wäschewaschen, Füsse schonen (aua!!!), Mittagsschläfchen, Cupcakemittagessen.

Gegessen:
Hotelfrühstück
2 Cupcakes
Ramen

Getragen:
Jeans und T-Shirt, keine Schuhe

Gelesen:
5. Band der Milleniumreihe

Stressleveldurchschnitt gestern: 37 (geht eigentlich!)
Selbstbeweihräucherung: nix mitgenommen, was uns nicht gehört, bisher nicht gemerkt, dass irgendwas vergessen wurde, vor dem Zusammenräumen alle Gurkenscheiben und Limetten aus den Fotobooth-Props gesammelt (Leute! Das war schon ein bisschen arg!)

Samstag, September 21, 2019

210919: Schwarzer Gürtel in Romantik

So, während wir uns die Füsse auf der Hochzeit des Jahres wund tanzen, dürfen Sie hier wenigstens einen Ausschnitt der Rede lesen, die ich heute hoffentlich fehlerfrei, ohne Heulen und ohne spontane peinliche Extrawitze gehalten habe:




Liebes Brautpaar (ich sag da schon die Namen!), Verwandte, Freunde, liebe Zufallsgäste,
als Trauzeugin der Braut und – ich würde ja gern sagen «grösste», aber sind wir mal ehrlich, es muss heissen «älteste» Schwester sehe ich mich heute abend in der Pflicht, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern.
Lassen Sie uns ein bisschen in die Vergangenheit reisen und zwar ins Jahr 1982: da war ich fünf und wünschte mir sehnlich ... ein Meerschweinchen.
Meine Eltern sagten das, was alle Eltern in so einer Situation zu einer Fünfjährigen sagen: «Oh, das ist aber viel Verantwortung,wer soll denn den Käfig sauber machen, wart mal ab, bis du ein bisschen älter und reifer bist, zum Beispiel: SECHS.»
Als ich sechs war und voller Vorfreude auf das Meerschweinchen, bekam ich ... eine kleine Schwester (hallo!). Das Meerschweinchen wurde vertagt auf «Wart mal ab, bis das Baby ein bisschen grösser ist und Du noch ein bisschen reifer, zum Beispiel 10.»
Ich wartete also mittelgeduldig und dann, als ich fast 10 war, was bekam ich da? Nein, kein Meerschweinchen, sondern NOCH EINE KLEINE Schwester. Und natürlich ging das nicht mit Meerschweinchen zusammen, weil «So ein Baby, das ist sehr empfindlich und braucht auch viel Aufmerksamkeit und wart mal ab, irgendwann kriegen wir schon noch ein Meerschweinchen.»

Nun, alles in allem war das schon die bessere Variante, von kleinen Schwestern hat man auch viel länger was. Stellen Sie sich vor, ich hätte 1986 ein Meerschweinchen bekommen statt der jüngsten Schwester, da wären wir alle heute gar nicht hier.

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hier kommt jetzt der lange Teil mit Bildern, den ich Ihnen nicht zeige, weil 1000 Kinderfotos aus den letzten 30 Jahren zusammen mit Bildern der Weltgeschichte. Alles nicht so einfach für eine Hochzeit zu verpacken, haben Sie mal überlegt, was 1986 alles so passiert ist? Tschernobyl, Challenger ... und hey, kein Meerschwein!
Es wird natürlich (etwas zwanghaft, wir werden sehen, wie peinlich das dann war) auf jedes einzelne Meerschwein eingegangen, das nach 1986 in unserer Familie gelebt hat, ich habe aus den zigtausend Einsendungen an Bildern die lustigen, niedlichen rausgesucht und die peinlichen für später mal aufbewahrt sofort gelöscht
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Und hey, schon (naja) sind wir im Jahr 2019 angekommen. Ich freue mich so sehr, dass Ihr Euch gefunden habt, dass wir im Mai und heute mit Euch feiern dürfen. Hiermit darf ich die Bar für eröffnet erklären!


Auf das Brautpaar. Und ein bisschen auf die Meerschweinchen. 
Und das wird das Abschluss-gif, weil muss so.

Freitag, September 20, 2019

200919: ready, steady...

nicht viel zu schreiben, weil viel zu tun und jetzt müde, und morgen ist ein grosser Tag!
es ist alles bereit für morgen und ich freu mich sehr!
(selbstsüchtiger Erleichterungsmoment heute: die blutigen katzentapser und schmierer in der Garderobe waren zwar von sansa --> ganz got-mässig mit blutigem brustfell eingecheckt<-- verursacht, aber sie war unverletzt)

Donnerstag, September 19, 2019

190919 Hoch die Hände!

Ich habe ja heute praktisch schon gefühlten Freitag, weil ich morgen freigenommen habe und schon mittags mit L. und meiner einen Schwester zu der anderen Schwester in den Schwarzwald (ist es doch, oder? Auch wenns da gar nicht soooo viele Bäume hat) rauffahre um letzte Hochzeitsdinge zu tun.
Dementsprechend packen wir grad schicke Klamotten, normale Klamotten, Geschenke, Gadgets, Kabel, Reden, Gedöns ein und sind schrecklich nervös.
Wie soll das morgen nur werden? UND ÜBERMORGEN?!

Für mehr reicht es heute nicht, aber Sie können mal bei Christian Fischer lesen, was der zu der Anschaffungsflut am Schuljahresanfang und den Pawlowschen Reaktionen darauf auf Twitter schreibt. Ich kenne das ja auch meiner Schulzeit in reduziertem Mass, da wurden die Bedarfslisten in den Ferien oder Ende des letzten Schuljahres ausgegeben, ausserdem herrscht(e) in Bayern Lehrmittelfreiheit, d.h. Bücher wurden von der Schule verliehen, fertig. Hier im Aargau (überhaupt in der Schweiz?) ist es so, dass die Kinder praktisch nix brauchen. Schultasche, aber der 4. Klasse ein Federmäppchen, vorher halt Stifte für daheim, aber alles an Büchern, Arbeitsmaterial, Stifte in der Schule, Malkasten etc. wird von der Schule gestellt. Wenn ich mich vor Schweizer Bekannten darüber freue, schauen sie mich immer ganz irritiert an: "Dafür zahlen wir ja schliesslich Steuern, oder?"

Gegessen:
Früchte, Joghurt, Müsli
Gratinierte Portobellopilze, Schwarzwurzeln (jetzt wird mir einiges klar), Salat
Macncheese

Getragen:

weisse Jeans, dunkelblaue Leinenbluse, Stiefeletten

Gelesen:
"Vernichtung" (der 6. Band der Millenniumreihe, Affiliatelink)

Gesehen: Unbelievable

Stressleveldurchschnitt gestern: 17
Selbstbeweihräucherung: irgendwann dann doch gemerkt, dass es nicht die beste Idee ist, in der Badewanne liegen zu bleiben, nachdem einem ein voller, offener Nagellackentferner reingefallen ist. Ah, und den Teil mit Selbstschulung vom Onboardingplan abgeschlossen und die meisten Zugänge beantragt!

Mittwoch, September 18, 2019

180919: Shoppingspree

Um halb vier von Jonny wachgebissen worden, gar nicht mal so schön!

Der Arbeitstag startete recht gemütlich mit ruhigem, konzentrierten Abarbeiten von zugewiesenen Trainings, bis eine Email, die ich im Namen des Teams geschrieben hatte, eine sehr zügige Antwort, die nicht das erwartete "Ja, ok" enthielt, und im Nachgang war es dann fertig mit ruhig und konzentriert, sondern heller Aufruhr. Ich bin vermutlich noch nicht lang genug dabei, um das tatsächliche Ausmass und den Schweregrad der Aufregung einschätzen zu können, ich beobachte und lerne (das ist ja was, was manch einer unterschätzt bei einem neuen Job: das fachliche ist das eine, die zwischenmenschlichen, politischen Aspekte sind das andere und oft schwerer einzuschätzen. Für mich auf jeden Fall).

Es war dann ganz gut, dass ich zum Mittag mit meiner Schwester abgemacht hatte (ich hatte Reste vom Junggesellenabschied wie Drybag, Tarteform, Geschirrtücher in einem beliebig unhandlichen Korb dabei :-)) und auf dem Weg dorthin in der Basler Innenstadt das Abschiedsgeschenk meiner alten Truppe in Form von "Pro Innerstadt" Gutscheinen auf den Kopf haute. Die Basler Innenstadt kämpft wie jede Innenstadt gegen die Konkurrenz des Onlinehandels und wie jede Schweizer halbwegs grenznahe Stadt gegen die Billigkonkurrenz in Deutschland, deswegen gibt es eben diese Gutscheine, die wie Bargeld sind, aber nur in den Basler Innenstadtgeschäften gelten, und die sind in den Firmen hier DAS Geschenk für alle Anlässe. In meinem Fall ging das total auf, ich hätte sonst NIE den signalroten asymmetrischen Rock, den ich im Schaufenster gesehen hatte, anprobiert und vor Ort gekauft, sondern auf einen Outletbesuch oder eine Vente-Privee-Aktion gewartet und ihn letztendlich vermutlich gar nicht gekauft und, wenn man sich ehrlich ist, auch nicht vermisst, weil ich habe mehr als genug anzuziehen. Allerdings tatsächlich keinen einzigen knallroten Rock und er passt halt schon hervorragend. (Ja, jetzt brauche ich noch die passenden schwarzen Stiefel dazu, ich stelle mir so "gestiefelter Kater/Musketierstiefel" vor, aber das hat noch Zeit). Es war schon etwas ungewohnt, in einem Geschäft richtig umsorgt zu werden, verschiedene Grössen angereicht zu bekommen, passende Oberteile, ganz andere Zusammenstellungen etc, wenn man sich sonst seinen Warenkorb zusammenklickt und dann daheim vor dem Schlafzimmerspiegel in einem Meer aus Kleiderbügeln probiert.

Dann eben Mittagessen, letzte Detailplanungen für die grosse Feier am Samstag, wieder zurück und einen ganzen Nachmittag voller Introduction Meetings, Alignment Meetings, mehr Introduction und irgendwann war mein Hirn dann leer und ich musste mich schon arg konzentrieren, als die Verbindung nach USA dann auch noch an wackeligem Hotel-W-Lan und im Flur staubsaugenden Housekeepern fast scheiterte.

Daheim: Mathetest anschauen, Katzen knuddeln (und bürsten), Wäsche aufhängen, Flammkuchen machen, Q. für morgen eine Portion MacnCheese vorbereiten und in den programmierten Ofen stellen, dem Hundeblick von L. nachgeben und genug MacnCheese für alle für morgen vorzubereiten, Projektwochenplan für Q. gut sichtbar aufhängen, Crosstrainern, Duschen, Essen, letzte Geschenkvorbereitungen (wir habe keine Büroklammern daheim!), räumen, Wäsche zusammenlegen, Tee trinken, Netflix.

gegessen:
Brot mit Powidl
Kürbispilzquiche, Romanesco, Karottensalat, Asiasalat
Flammkuchen mit Pilzen, Zwetschgen, Lauchzwiebeln (und Zuckerschoten, die mir im Gefrierschrank entgegengefallen sind)

Getragen:
blauen Rock, zartrosa Wickeloberteil, die Lieblingswildlederstiefeletten mit den echt hohen Absätzen.

Gelesen:
"Wer heute lügt, ist morgen tot" aus. Joah.

Gesehen: Unbelievable

Stresleveldurchschnitt gestern: 17
Selbstbeweihräucherung: es fühlt sich grad noch so an wie "alles im Griff"

Dienstag, September 17, 2019

170919: Murmeltiertag

Heute nacht hatten wir nach langer Zeit mal wieder nächtlichen Kinderbesuch. L. hatte Angst vor Killerclowns, wollte das eigentlich bei Q. im Bett überwinden, aber der hat ihn freundlich aber bestimmt mit Hinweis auf die Kotzschüssel weitergeschickt. Nett eigentlich!
So ab und an ist es ja dann ganz gemütlich, einen gar nicht mehr so kleinen Gast zu haben, ich schlafe ja auch ohne nicht wirklich gut.
Den Morgen habe ich dann in inniger Verbindung mit dem Schulungstool (im Akkord Schulungen abarbeiten, damit ich endlich offiziell loslegen und unterschreiben kann), mit einem Ohr im Teeniezimmer (kein Würgen mehr!) und dann noch im Hangout mit einer Kollegin, von der ich ein Produkt, für das ich in meiner alten Rolle schon verantwortlich war, übernehme, was schon ein bisschen lustig ist :-).
Mittagessen dann mit einem alten Kollegen, der mir grossartige Tipps für Weinverkostung in Südafrika ans Herz legte, also, wenn jemand irgendwann da mal hinmöchte, ich habe Tipps von Locals!
Nachmittags Meetinghopping, ich muss mich noch an die verschiedenen, wie nenne ich es, Anwesenheitserwartungen gewöhnen. Ich erlag bisher immer der Annahme, dass man sich nicht teilen kann und wenn zwei Meetings gleichzeitig sind, muss man sich entscheiden, aber nein, man kann auch wie ein Wiesel zwischen den beiden hinundher flitzen gelassen gelassen werden.
Mehr Trainings, mehr Meetings, kleine Diskussion mit L. via Hangout über Schulsachen, dann irgendwann tatsächlich heim.
Nach kurzem Hallosagen ging es für den Hübschen und mich grad wieder los: Elternabend bei L., aber das ist ja jenseits des Kindergartens und wenn es nicht for cause, sondern zur allgemeinen Info ist, eine recht speditive Angelegenheit und war auh zackig erledigt.
Danach dann Abendessen  mit den Jungs, noch Q.s Deutschsachen Korrektur gelesen (ich erwähnte das mit dem Schreiben nach Gehör, ja?), mit L. überlegt, welcher Artikel für Diskussionen im Klassenrat geeignet sein könnte (sein Vorschlag: "Haftkosten für Häftlinge in Guantanamo", wir haben dann doch etwas .... publikumsnäheres gefunden. Die Antwort aller Politiker, wenn es um neue Verkehrskonzepte und Energiewende tralala geht: Flugtaxis!), Duschen, für morgen packen, ab ins Bett.

Gegessen:
Toast mit Powidl
Kartoffelbratlinge mit Rosenkohl und Kokoschinakohl und Joghurtsosse und Salat (passt alles nicht zusammen, aber wenn es Rosenkohl gibt, muss man Rosenkohl nehmen. Ich habe die Kantinengesetze nicht gemacht!)
Salat und Brot mit Hummus

Getragen:
nix spannendes

gelesen
Wer heute lügt, ist morgen tot.

Gesehen;
Unbelievable

Stressleveldurchschnitt gestern: 21
Selbstbeweihräucherung: Mir alle Kommentare zur ernsthaften Promotion von Auraschichtung und Biophotonenpflastern verkniffen. Das war wirklich nicht so leicht.

Montag, September 16, 2019

160919: Urks

Ja, das war gestern nachmittag nicht so toll. Von normal gut drauf auf Häufchen heulendes Elend in 5 Minuten oder so. Zum Abendessen war immerhin der Hunger wieder da, heute lief alles fast normal (bisschen wackelig auf den Beinen und ich hatte das Gefühl, der Schädel tut auf der Innenseite weh). Ich war mir eigtentlich wirklich sicher, dass ich mich NICHT bei L. angesteckt hatte, weil es mich doch sehr an das Gefühl damals im Wellnesshotel erinnert, und mir sowohl gestern als auch heute schon sehr schwindelig war, aber dann hat heute abend auf einmal Q. nachgezogen und wer weiss, vielleicht ist es doch ein Virus? Ist ja auch egal, was auch immer es ist, ist schnell vorbei und auch wenn der Hübsche sich noch einreihert, sind wir bis Freitag/Samstag wieder fit. Darauf fiebern hier nämlich alle seit Wochen, wenn nicht sogar Monaten hin.

Ich habe meine Wackeligkeit und irrationale panische Vorratshaltung der letzten Schwindeltabletten "für wenn mal gar nichts mehr geht" zum Anstoss genommen, am Nachmittag nochmal beim Werksarzt vorbeizugehen, ein bisschen (der Kalauer muss erlaubt sein) vorzuschwindeln, was ja zur Zeit nicht schwer ist, einfach Kopf nach rechts oder in den Nacken, zack, Karussellfahrt beginnt, und neben dem Standardcheck ("Ui, der Blutdruck ist aber niedrig") gab es eine Tagesdosis Tabletten direkt und das Rezept für einen grosse Packung für später. (Grosse Freude über einen Job mit dieser grossartigen Versorgung vor Ort)

Ansonsten: ich bin noch ein wenig am Schwimmen, was den neuen Job thematisch angeht (naja, lauter neue Produkte und ein neuer Job, das ist ja normal), aber auch, was den Mindset, Allianzen, ein bisschen Befindlichkeiten, mehr als ein Hauch Politik etc angeht. Das ist schon auch anstrengend, aber auch spannend und hey, seit heute ist unser neues Trainingstool wirklich online und ich kann zur Beruhigung Listen abarbeiten und mein "Qualifikationsprofil" immer weiter ins Grüne schieben.

Daheim dann noch letzte Hochzeitsbasteleien, ein bisschen Kopfschütteln über Menschen im Internet, Kindergarten oder Schulhof ist ein Dreck dagegen, ausnahmsweise kein Montagssport, weil immer noch wackelig, ein bisschen Kinderbetreuungsjonglage für morgen (Grosse Freude über grosses Kind, verlässliche Kinderbetreuung und zwei Jobs, die Vereinbarkeit selbstverständlich machen)

Jetzt: Müde

gegessen:
Zopf mit Honig
Weintrauben (jeden zweiten Montag gibt es einen grosse Obstkiste im neuen Job)
Linsensuppe mit Brot und Wienerle, Tomatensalat, Bohnengemüse
Pizza

Getragen:
Sternchenbluse hier noch ohne Sossenfleck


Gelesen
Harry Hole aus
"Wer heute lügt, ist morgen tot" angefangen (beides Affiliatelinks)

Geschaut:
"Unbelievable" ("How to sell drugs online" war ganz nett, aber mittendrin aus. Hm.)

Stressleveldurchschnitt gestern
Selbstbeweihräucherung: ein echt schönes Hochzeitsgeschenk gepackt :-)

Sonntag, September 15, 2019

150919

heute Nachmittag hat es mich einfach flachgelegt: entweder ist es mal wieder ein krasser Fall von lagerungsschwindel oder ich habe mich bei l. angesteckt. mein Magen ist jetzt sehr leer, ich bin sehr wackelig und todmüde. bis morgen.

Samstag, September 14, 2019

140919: Husch!

Ich habe gestern abend ein wenig zu früh gebloggt, das ganze FVUR-Drama ging nämlich noch weiter: die hatten tatsächlich unsere Nachbarn beschwatzt, dass sie bei ihnen "reinigen" durften. Und sp kamen sie mit ihrem Spritzequipment wieder an und fingen an, rumzusauen. Der Hübsche erklärte ihnen, dass das alles relativ uncool sei, weil er ihnen am Tag vorher ja schon gesagt hätte, dass sie bei uns nicht wieder auftauchen sollten und dass es nicht sein kann, dass sie bei den Nachbarn alles abdecken und dicht machen und bei uns spritzt und tropft alles.
"Ja, Mann, keine Panik, alles natürlisch!"
"Mir ist das wurscht, was Sie glauben, Sie können den ganzen Kübel leertrinken oder ausschlecken, aber wenn etwas auf unser Grundstück kommt, dann schicke ich Ihnen die Rechnung für die Bodensanierung!"

Besonders lustig wurde es dann, als sie mit allem auf die Gartenseite umzogen und dort die Terrasse der Nachbarn freiräumten, bevor gespritzt wurde und unser Balkon (Pflanzen, Klimaanlage, Wäsche auf dem Ständer) unter "Alles voll natürlisch" gesetzt wurde.

Nächster Auftritt des Hübschen, dann gab es eine löchrige Plastikfolie zum Abdecken, den Ratschlag "Angst is nisch gut für keinen von uns", als wir nochma darauf hinwiesen, dass das Arbeiten ohne Schutzkleidung zwar ihr persönliches Risiko, aber auch ziemlich dumm und gefährlich wäre ("Wenns gefährlich wär, würd ich Maske tragen" jaja, du mich auch), und wie gesagt, Rechnung für potentiell kaputtes Klimagerät und versaute Wäsche geht dann an sie.
Ich wurde aufgefordert, ein Foto von dem Mittel, was sie angeblich in ihrer Spritzpistole haben, zu machen, das habe ich natürlich gemacht, gegoogelt und weiss jetzt, dass sie mindestens einen Kanister (ob der jemals voll war?) von eiem Hydrophobierungsmittel vielleicht mal aus einem Baumarktmüll gezogen haben, aber das ist erstens kein Reinigungsmittel, sondern auf unbehandeltem Untergrund anzuwenden, macht Anstriche kaputt, zweitens erfordert es Schutzausrüstung für Augen und Haut, naja, ist aber egal, weil: das war es garantiert nicht. Der Businesscase ist natürlich schon beeindruckend: 1300CHF für 30min Arbeit und Material im Gegenwert von ... 100CHF, wenn überhaupt.

Sonst: good news: ein Hoch auf Sterilium, es ist keiner mehr krank geworden und auch L. ist wieder pumperlgsund. Alle (ausser Q) waren in der Nacht hellwach, als er seine Präventivkotzsschüssel aus dem Bett gestossen hat, aber da sie unbenutzt war, ist ja alles gut.

Heute dann ein Traumsommertag, der mit viel Erledigungszeug gut gefüllt war:
L. musste sich um die verpasste Schulsachen von gestern kümmern
Q. hat viel für Deutsch zu erledigen (Lesewerkstatt zu Thema "Kinder" in verschiedenen Umwelten, sei es Krieg, Flucht, fremde Länder)
Ich habe all meine Stiefel und Stiefeletten durchgeguckt und die rausgesucht, die die Absätze neu gemacht bekommen sollten und zum Schuster geschleppt. Und zurück, weil der Betriebsferien bis nächste Woche hat.
Der Hübsche ging rennen und hat das Auto saubergemacht.
Ich habe noch letzte Dinge für die Hochzeit nächste Woche fertig gemacht und geübt.
L. und der Hübsche sind dann noch ins Joggeli gefahren, um einen gut abgehangenen Einkaufsgutschein von L dort im Gamestop zu verbraten.

Irgendwie alles sehr hummelnimhinternig, obwohl wir eigentlich "gar nix" vorhaben..... hmpf

Gegessen:
Silsergipfeli, Semmel mit Hummus, Tomaten, Basilikum
Schokokuss und Essiggurken
Sommerrollen (mit Gurke, knusprigem Tofu, Glasnudeln, Avocado und Erdnussdip). Fazit: überhaupt nicht schön, echt nicht (ich muss grösseres Reispapier kaufen). Aber lecker, finden mindestens 3 von 4 Menschen und, tadaaaaaa, auch der 4. Mensch hat genug davon gegessen, um allergrösstenteils satt zu werden.

Getragen: Jeans und TShirt

Gelesen: Harry Hole

Geguckt: wir müssen uns noch was überlegen

Stressleveldurchschnitt gestern: 25
Selbstbeweihräucherung: Q. hoffentlich vermittelt, dass seine Deutschtexte inhaltlich und stilistisch super sind, aber Kommasetzung und Rechtschreibung nicht. (Nein, liebe euphorische ErstklasslehrerInnen und -eltern, die Rechtschreibung kommt nicht von allein, wenn ein Kind viel liest und "Schreiben nach Gehör" ist genau ein halbes Jahr lang niedlich und scheint grossartig, danach wird das ein Riesenmurks.)

Freitag, September 13, 2019

130919: Freitag, der 13.

Der Tag startete für mehrere Familienmitgglieder schon nicht soooo bombig:
Sansa kam schon um kurz vor acht zum ersten Mal wieder nach Hause, im Maul eine quietschlebendige Maus. Man merkte ihr die Vorfreude auf das ausgiebige Spielen und dann Verspeisen im Warmen, Trockenen richtig an, dementsprechend empört war sie auch, als ich sie kurzerhand in L.s Zimmer verfrachtete und mit dem Hübschen die Maus fangen ging. Note to self: weder das Rohr des Staubsaugers (ohne Sauger hintendran, nur zum Gang simulieren) noch der Milchschäumertopf (sorry, der stand da halt grad) sind eine gute Hilfe, am besten geht es mit der Hand (diesmal auch ohne Schwanzprobleme). Der Hübsche brachte die (auch sehr empörte) Maus wieder raus (wir finden: Gärten mit katzenhassenden Hunden drin sind vermutlich ein guter Auswilderpunkt (unser erster Hund hat auch Mäuse gefressen, aber wer weiss), Sansa konnte es gar nicht glauben, dass die Maus auf Nimmerwiedersehen verschwunden war.

L. kam mit Bauchweh und blass um die Nase nach unten und ja, es war nicht die schlaueste Idee, ihn mit Tee und Toast im Bauch trotzdem mal Richtung Schule zu schicken. Er kam ungefähr ein Drittel der Strecke, schaffte es nicht mehr ganz zum Mülleimer und seitdem bleibt NICHTS mehr im Magen.

Praktischerweise ist heute eh mein Homeofficefreitag, da habe ich jetzt sehr schlappe Gesellschaft auf dem Sofa (ich hatte eine 45minütige TC. In dieser Zeit hat L zweimal gespuckt (immerhin im Bad mit Tür angelehnt und beide Katzen kamen laut miauend und Leckerli fordernd ins Haus. Immerhin mauslos.).
14 Jahre Elternschaft lassen mich auch relativ unbeeindruckt neben einem spuckenden Kind Mittagessen, hilft ja nix :-).

Immerhin ist L. gross und auch wenn für ihn genau wie für mich Magendarm der Endgegner ist und er wirklich elend war: er trifft die Schüssel, er hat eingesehen, dass ruhig auf dem Sofa liegen durchaus etwas Angenehmes sein kann und so kam ich zu einem recht effektiven (zu viel über "effective dates von Dokumenten sinniert) effizienten Homeofficetag.

Beendet wurde er auf die maximal skurrile Weise, es riefen nämlich zwei Männer durchs offene Küchenfenster rein "Hey, komm mal raus, ich zeig dir was!"
Soweit, so daneben, so nicht unbedingt ungewöhnlich bis auf den Tonfall und die Duzerei.
Es stellte sich heraus, dass sie "Von unten Fassadenreiniger" sind und brutal viele Referenzen von den Leuten hier und aus der anderen Reihe haben, um fünf haben sie einen Termin bei denen mit der blauen Tür und danach sähe die Fassade wieder wie neu aus, es wäre auch total günstig und sie bräuchten kein Gerüst, sondern würden das von unten machen, "Schau mal, ich zeigs dir." Und bevor ich "Pieps" oder "Hallo, Bürscherl, brennt dir der Hut, hier irgendwas an meiner Fassade mit btw offenen Fenstern hochzuspritzen?" sagen konnte, hat er mit so einem Spritzdings (kein Hochdruckreiniger, das wird noch relevant!) eine Brühe unten an die ursprünglich mal weiss gestrichene Dachunterkante gespritzt.
Zur Einsortierung: hier sind alles sehr einheitliche Reihenhäuser, alle weiss gestrichen, alles Holz ebenfalls. Das wird mit der Zeit halt schmuddelig und ja, irgendwann müssen wir unsere Fassade neu streichen lassen. Was ich aber halt echt überhaupt gar nicht haben kann, sind durch den Weg ziehende Maler (und seit heute auch "Fassadenvonuntenreiniger"), die "Nur heute noch, in fünf Minuten hätten wir Zeit" ein Superangebot machen, aber halt sofort, ne, Karte hätte man keine, man wäre doch jetzt eh da und mal ehrlich, die Fassade könnte es wirklich brauchen. Da haben sie ja nicht mal unrecht, aber ich finde halt, entweder suche ich mir da selber jemanden oder ich suche mir mit den anderen Reihenhausbuddies jemanden, damit wir uns Anfahrt oder was auch immer teilen können und unser Reihenhaus nicht ausschaut wie ein Flickerlteppich, aber ich mache NIX an der Haustür, nix ohne Angebotsvergleich etc.
Nun ja, ich kam gar nicht dazu, irgendwas in der Hinsicht zu sagen, weil ja irgendetwas von unserem Dach nach unten tropfte. Auf uns alle. Und Jonny, der in dem Moment gerade heimkam. Die Dachunterseite war übrigens an der eingesprühten Stelle wirklich total weiss, dafür roch es aber extrem nach Chlor, meine Augen brannten, meine Haut (immerhin trage ich eine Brille, das Zeug war ÜBERALL!) brannte juckte und brannte, und der "Fassadenvonuntenreiniger" meinte: "So, hast Du Schlauch? Jetzt brauch ich Wasser! Wo ist Schlauch?"
Ich mag ja vor allem deshalb keine Haustürgeschäfte, weil ich mich so unglaublich unwohl dabei fühle, Leuten ins Gesicht zu sagen, dass ich NIX mit ihnen zu tun haben will, aber noch weniger mich über den Tisch ziehen lassen möchte. Ich weiss jetzt: all diese Hemmungen sind übrigens in dem Momet überwunden, wo man mich und meine Katze (schwarz! Wie schaut die denn aus, wenn ihr Fell gemoonwashed wird?!)  und mein Haus mit Hypochloritlösung duscht.
Ich setzte also Jonny ins Haus und meinte: "Ich hol jetzt garantiert keinen Schlauch aus dem Garten, ich will auch überhaupt nicht, dass Sie da mit irgendeinem superaggressiven Zeug rumspritzen, was ist das denn überhaupt? Das riecht total nach Chlor, das wird hier garantiert nicht rumgespritzt."
Der Fassadenvonuntenreiniger: "Nein, machst Du DIr mal keine Sorgen, da tu ich maximal 1% Chlor rein und zwar für meine eigene Sicherheit, das ist total harmlos, ganz ohne Chemie, nur natürlisch, schaust Du!"
Und damit spritzt er sich Brühe auf den Finger und leckt ihn ab. "Schaust Du harmlos, wo ist der Schlauch?"
Ich: "Also. Was auch immer das ist, wenn mit nur lose hinspritzen so schnell aller Dreck weggeht, ist das garantiert nicht "nur natürlisch" und auf gar keinen Fall harmlos. Ich bin Chemikerin, ich weiss, wie Chlor/Hypochlorit in welcher Konzentration riecht, reinigt und schädlich ist. Ich möchte auf gar keinen Fall, dass Sie das hier rumspritzen an Fassade und über den Garten und über mich und meine Katze. Ein gutgemeinter Expertenrat: Sie sollten das auch nie wieder ablecken und Chlor hat keinen Mehrwert für Ihre Sicherheit."
FVUR: "Boah, soll ich Dir die Katalogseite von der Wunderlösung zeigen? Das ist total harmlos!"
Und damit taucht er seine Hand in die Brühe und leckt die ganze Hand ab.
Ich: "Nein, ich möchte den Katalog nicht sehen, ich möchte nicht, dass Sie hier irgendetwas rumspritzen und ich kann Ihnen nur empfehlen, dass Sie in dem Katalog mal das Sicherheitsdatenblatt von der Wunderlösung oder Ihrem Sicherheitschlor lesen, da steht mit ziemlicher Sicherheit "nicht einnehmen" und was über Augen- und Atemschutz und Sicherheitskleidung. Wenn Sie Sich Ihr entfärbtes T-Shirt mal anschauen, dann sehen Sie auch warum. Ich mache aus Prinzip keine Geschäfte an der Haustür und ich finde das jetzt grad extrem unangenehm und ich möchte, dass Sie einfach gehen."
Und damit bin ich ins Haus zurück, obwohl er draussen weitergezetert hat, und ich ärgere mich jetzt wirklich, vor allem, weil das ganze Haus nach Chlor riecht und draussen Hypochloritlösung in den Garten tropft und die Fassade noch schrummeliger als vorher aussieht mit den weissen Schlieren.

Als der Hübsche heimkam, ist er gepflegt ausgetickt, weil die FVUR gestern schon da waren und er ihnen sehr deutlich gesagt hat, dass es bei uns kein Geschäft gibt und sie nie wieder kommen sollen. Jetzt sitzt er auf der Lauer und wartet, ob sie nochmal vorbei kommen und hui, vielleicht duscht er sie dann mit der harmlosen Lösung. (1300CHF hätte der Spass gekostet, falls Sie Lust auf einen Riesenschnapper und danach kein Gras im Garten mehr, dafür aber Chlorakne haben).

So, Feierabend, drücken Sie uns die Daumen, dass L., dem es schon wieder besser geht, der einzige Seuchenvogel im Haus bleibt!

Gegessen: Toast mit Honig, Kürbissuppe, Pizza

Gelesen: Harry Hole

Getragen: Jeans, TShirt, immer mal wieder Strickjäckchen

Gesehen: "How to sell drugs online (fast)"

Stressleveldurchschnitt gestern: Band am Ladegerät vergessen
Selbstbeweihräucherung: Kotzprofi :-)


Donnerstag, September 12, 2019

120919: Essen im Knast

Gestern abend haben wir die Tee-zum-Netflixen-Saison wieder eingeläutet und ich bin noch nicht wieder ganz eingegrooved: erstens war mir dann bei Schlafen sehr, sehr heiss (Sie erinnern sich: langer Pyjama noch dazu?), zweitens musste ich (auch nicht sooo überrasched nach 500mL Extraflüssigkeitsaufnahme) um 1 aufs WC, um 4 kam Jonny, naja, es ist alles noch ausbaufähig.

Morgens: remote-Diskussionen mit Q respektive dem Hübsche über Velofahren bei Temperaturen unter 20Grad und den optimalen/angemessenen Füllgrad eines Schulrucksacks. Hmpf.

Im Bahnhof in Basel kamen mir dann lauter Leute mit einzelnen Karotten entgegen (so wie im Kinderbilderbuch: knallorange, sauber und mit hübschen Grün oben dran). Bei der ersten war ich nch sehr verwundert, aber dann sah ich auch schon den Promo-Austeiler. Karotten sind nun mal was anderes als die üblichen Zeitungen, Getränke, Cracker, Süssigkeiten, aber ich habe heute einen langen Tag incl Restaurantbesuch am Abend und zu keinem der Termine passt eine Karotte (Austeiler war übrigens die Sehbehindertenhilfe und es ging bis gerade jetzt, dass ich auf die potentielle Verbindung von Karotten mit dem Thema gekommen bin.)

Bei der Arbeit den ganzen Tag von Meeting zu Meeting gehoppelt, sei es Onboardinggespräche, Organisationakl Designgespräche, Produktspezifisches oder Teammeetings.
Mittagessen war eine schöne Abwechslung, nämlich mit dem Lieblingskollegen aus der alten Abteilung (Update in Sachen orange Farbe. Upsi.) und dann spontan Kaffeetrinken mit der gesamten alten Truppe. Sie reden noch mit mir!
Mit der neuen Abteilug im Umbruch, dem allgemeinen Onboarding, den Produkthandovers und den Extrapojekten ist das im Moment schon... ziemlich sportlich, aber es macht Spass und stresst mich (noch) nicht so sehr wie das Italienprojekt :-) (wäre auch schlimm, wenn, nach nur anderthalb Wochen). Ich merke, dass ich mich vermutlich am meisten von allen Beteiligten unter Druck setze, was ja eigentlich ok ist.

Aus Gründen gab es ein Teamabendessen und weil das alles sehr kurzfristig entschieden wurde und anscheinend in Basel irgendwas los ist, was die üblichen Verdächtigen an Restaurants ausgebucht sein lässt, ging es wohin, wo ich noch nie war. Ich fand es durchaus irritierend, dass, egal wo man danach sucht, der Verweis auf "Ehemaliges Gefängnis" so prominent ist, weil ... ja, schon, aber solange ich keine OITNB-Erlebnisgastronomie draus mache, wäre das doch eher ein launiger funfact für die Rückseite der Speisekarte als ein USP?
War aber sehr, sehr lecker und, da war ich gar nicht drauf vorbereitet, sehr warm draussen, also haben wir unter Bäumen in der Dämmerung gegessen und getrunken, bis irgendwann der Vollmond am Himmel stand und ich auf hohen Hacken mit müden Füssen über Kies und Kopfsteinpflaster zu einem sehr späten Zug getrappelt bin. Sehr skurril: der Centralbahnplatz wurde mit schwerem Gerät frisch geteert (schon wieder? Immer noch?) und war dafür nahezu vollständig abgesperrt, etwas, was man anscheinend lieber nach 22:00h macht als untertags, wo immer Rushhour am Bahnhof ist. Eine etwas gespenstische Stimmung und ich bin froh, dass ich aus dem Autopilotmodus aufgeschreckt bin, bevor ich in ein Loch gefallen, in heissen Teer getreten, in einen bauzaun gerumpelt oder von einer Planiermaschine überfahren worden bin.

Gegessen:
Joghurt, Ananas, Mango, Banane, Zwetschgen und Knuspermüsli
Semmel(n)knödel(n) mit Rahmschwammerl, Blumenkohl, Gurkensalat, Pfirsich

Getragen:
mal seriös in schwarzweiss


Gelesen:
Harry Hole

Stressleveldurchschnitt gestern: 16
Selbstbeweihräucherung: beim Soundingboard dem neuen Oberstchef gegenüber gesessen und keinen blöden Witz gemacht. Und den ganzen Tag die weisse Bluse weiss behalten (haha, immerhin so lang, bis mir ein Vogel von den lauschigen Bäumen beim Essen auf die Schulter gekackt hat)