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Dienstag, November 15, 2022

151122 Unwind

 So, erledigt.

Heute war also das finale Meeting zu dem Thema, das mir die letzten zwei Wochenenden und alle Tage dazwischen einen Stresslevel jenseits von Gut und Böse beschert hat.

Und ich sags mal so: kaum bereitet man sowas 19873647653274234 Stunden vor und holte alle Entscheidungsträger vorher ab, ist das eigentliche Entscheidungsmeeting ein walk in the park mit einem piece of cake. Sozusagen. Es half natürlich, dass wir den Scope des Dramas von "Unendlich und das auch noch zur allerblödsten Zeit" auf "Ach, schau, keine grosse Sache, wir fragen zwei Affiliates, ob sie überhaupt was machen wollen" runterschrauben könnten. Und zwar mit sehr, sehr, sehr, sehr viel Fieselarbeit.

Aber: lieber so als andersrum, das gibt es ja auch, dass man denkt, keine grosse Sache und dann fliegt einem auf offener Bühne alles um die Ohren.

Also. Wir waren nach 45min statt 90min fertig, ich war tatsächlich während der Präsentation gar nicht mehr aufgeregt, habe sogar 3 Spässle eingebaut (der letzte war over the top, da gab es nicht mal mehr angestrengtes Lächeln) und das war also das.

Ich war so aufgedreht und fokussiert, ich habe die Stunde Alignmentmeeting zu einem anderen, sehr unschönen Thema sogar als Erholung genommen, weil: schau, auch in anderen Teams ruckelt es und hier muss ich nicht alles regeln, sondern nur mitregeln. Oder beim Regeln nicht im Weg stehen.

Und dann hatten wir heute abend noch alle Hock: die Kinder bei den Pfadis und der Hübsche und ich bei der Gemeinde, es gab einen Infoabend zu dem neu zu genehmigenden Nutzungsplan, weil das aktuelle Konzept der ökologischen Ausgleichsflächen nicht funktioniert. Per Nutzungplan (und auch Kaufvertrag) sind wir dazu verpflichtet, die hinteren 2m unseres Gartens für die "Zirkulation von Kleinlebewesen" zu optimieren, d.h. nur einheimischen Pflanzen, keine Mauern, keine Zäune bis ganz zum Boden, tralala. Compliance Family hält sich natürlich daran (wir haben nur wegen des Sommerflieders 2008 von der Gartenpolizei keine Bestnote bekommen, der ist mittlerweile durch eine einst winzige, jetzt riesige Felsenbirne ersetzt), einige andere auch, viele aber nicht. Auf der Gemeinde wurde irgendwann bei Anfragen gesagt "Macht, was ihr wollt, machen alle anderen ja auch" und naja, jetzt ist alles nicht gut.

Es war spannend zu sehen (der Hübsche lässt mich ja nicht zu Eigentümerversammlungen, nur einmal und da war das auch so), wieviel Gefühle all diese Menschen für so Sachverhalte haben. Es wurde geflucht und geschimpft, wie ungerecht das alles wäre (ist es auch), und wie hässlich die zubetonierten Gärten sind (sind sie auch), naja, alles sehr, sehr aufregend. Und sehr entspannend, weil es mir tatsächlich zu einem recht grossen Prozentsatz (dem, der nicht vor verletztem Gerechtigkeitsempfinden tobt und Steingärten und zugeplättelte Gärten verbieten will) tatsächlich egal ist, wie entschieden wird. Die grosse Drohung, dass, wenn der neue Plan nicht angenommen wird, alle illegalen Sachen zurückgebaut werden müssen, ist für uns tatsächlich egal. Bei uns zirkulieren sehr viele Kleintiere, gerne auch durchs Wohnzimmer oder auch: mit ein bisschen HIlfe von zwei Katzen INS Wohnzimmer und dann nicht wieder raus.

Auf dem Heimweg wurden dann von anderen Nachbarn Wildkamerabilder von "DEM FUCHS" geteilt, der anscheinend tatschlich nachts und frühmorgens durch unsere Siedlung streift. Ich dachte lange, die vermeintlichen Sichtungen wären "Karma" gewesen, aber es ist ein echter Fuchs. Er läuft aber auch durch geplättelte Gärten.

Joah.

Sonst: erstmals bei richtigem Regen und kühl und vor allem: auf dem Heimweg im fast Dunklen zur Arbeit und zurück geradelt. Natürlich mit Licht, Helm, und sogar Leuchtweste. Ich wurde immerhin nicht überfahren, das ist ja schon mal was.


(HALLELUJA, ich würde gern sagen, WAS ich mit der ganzen Arbeit für heute gerettet habe, aber es ist natürlich strikt vertraulich, aber es ist schon ziemlich toll und wichtig.)

1 Kommentar:

  1. Kudos! Ohne zu wissen, worum es geht, es klingt spannend und wichtig, dass Sie das gerettet haben.

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