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Mittwoch, Juni 30, 2021

300621 ÜMPF

 (Ich habe letztens auf Instagram bei Impfgegnerschwurblern / Coronaleugnern / Anhängern der neuen germanischen Medizin oder so gesehen, dass sie statt von "Impfen" von "Umpfen" schreiben, damit ihre absturesen Verschwörungsmärchen nicht vom IG-Algorithmus gelöscht werden. Bisschen doof, weiss doch jeder, dass es ÜMPF heist).

Also. Das war das Highlight des heutigen Tages: beide Jungs wurden heute mit Comirnaty geimpft. Es gab diesmal nicht nur Bärlikabine, sondern sogar Familienzimmer, wo wir drei UND Q.s Rollstuhl reingepasst haben. Beide wurden ausführlich aufgeklärt und befragt, dann sehr behutsam und mit Unterstützung von viel Traubenzucker geimpft. Puh. (Wir sind natürlich in das am weitesten entfernte Parkhaus gefahren, dann in die falsche Richtung gelatscht, haben den ersten in Krankenhausoutfit gefragt, wo denn das Impfzentrum wre und er meinte "Also, hier überhaupt einrach gar nicht. Aber leicht zu finden!" Und so war es auch, wir waren an dem einzigen Winkel des KSB-Areals, an dem kein Wegweiser stand.)




Danach: Abschiedsapero von L.s Primarschulklasse, d.h. MENSCHEN. DRINNEN. 



Noch danach: schnelles McD-Essen, weil daheim alles unter Malerfolie verschwunden ist (das kam für mich etwas unerwartet, weil ich ... naja, offensichtlich nicht bedacht habe, was es bedeutet, wenn die Decke gestrichen wird und dass echte Profis da nicht nur so ein Bettlaken irgendwo drüberlegen und dann hoffen, dass es nicht danebentropft, sondern halt ALLES in Folie verpacken. ALLES (auf IG gibts in den Stories einen Einblick)

Vorher: ein höllischer Arbeitstag, der eigentlich gut in zwei Tage gepasst hätte. Ich sitze gerade hier auf dem Bett und überlege, ob das wirklich heute morgen war, wo ich in einem Call morgens (mit extern) merkte, dass ich gar nicht mehr das gerade in Diskussionen mit extern sehr freundliche und immer nette Harmoniehörnchen bin, sondern... wenn es denn sein muss, auch der bad cop sein kann  Und das wissen auch meine Kollegen und sind da, glaube ich, ganz froh drum, weil dieser Kelch somit an ihnen vorüber geht (Hätte ich mir vor einigen Jahren auch noch nicht träumen lassen.) Aber ehrlich, so richtig gerne mache ich das nicht (vor allem, weil nach so einem "in die Socken stellen" dann alle wieder ganz zahm tun und alles nicht so gemeint war. Aber Hauptsache als allererstes Sachen wie "Dealbreaker for the contract" in den Raum stellen... als ob ich den eh schon vor Jahren unterschriebenen Vertrag nicht in und auswendig kennen würde :-)) und ich muss ehrlich sagen, ich bin gar nicht so unfroh darüber, dass das aktuell alles virtuell abläuft, ich hätte nämlich gar keine Lust, danach freundlich lächelnd mit dem Gegenüber mittagessen zu gehen... Nun ja.

So, Tag geschafft, morgen kriegt L. sein Zeugnis, Q. geht mal wieder in die Schule, mal wieder abschiedfrühstücken, falls die Impfung sie nicht umhaut und dann hurz, ist Juli!

Dienstag, Juni 29, 2021

290621 Zweimal umgekippt

 Ha, und weil ich noch nicht genug um die Ohren habe, ist mir gestern abend aufgefallen, dass ich mich heute morgen zum Blutspenden auf dem Werksareal registriert hatte. Upsi! Also normal gut gefrühstückt (ich kann ja NIX ohne direkt essen, Blutspenden schon gar nicht), bisschen gearbeitet und um acht wie so ein normaler Mensch VOR all dem mit umgehängtem Badge aufs Werksareal marschiert. Wie ein Profi den Registrierungsmarathon absolviert, nochmal die gesamte Krankengeschichte wiedergekäut (letztes Mal war anscheinend die Nierenstory noch sehr präsent, heute habe ich um die Brustknubbelstory erhöht, der übrigens direkt im Anschluss an meinen letzten Blutspendetermin damals entdeckt wurde. Seitdem war ich nicht mehr, weil ich da nicht mehr drandenken wollte. Und ein bisschen auch, weil es mich jedesmal schon ordentlich schlaucht. Mein Gewissen habe ich damit beruhigt, dass mein B+ Blut für kaum jemanden taugt und deshalb nur Platz in der Kühlbox wegnimmt. Aktuell anscheinend wird jedoch alles genommen, und naja, so komme ich halt auch mal wieder unter Leute.).

Bei den Vorgesrpächen (es fand alles im grossen Auditorium statt) tönte es aus allen Abteilen ähnlich: "Und die wievielte war das? Aha, und, gut vertragen?" und alle um mich rum hatten schon ihre Zweitimpfung bekommen. Das stimmt doch ein wenig euphorisch.

Keinen neuen Rekord in der Blutspendezeit, dafür beim Nadelrausziehenlassen fast umgekippt. Meine Güte, da wird man dann unglaublich betüdelt! Nur die Augen darf man nicht mehr zumachen, da wird einem ganz aufgeregt ins Ohr gerufen: "Augen auf, Augen auf , schön nach oben schauen!" War mir dann fast ein bisschen peinlich, als ich beim Rauskommen merkte, dass eine Kollegin direkt neben mir gelegen hatte, aber mich beim Umkippen nicht stören wollte. Haben wir dann halt in der Sonne Banane gegessen und Kaffee getrunken.

Dann: sehr, sehr konzentriert und viel gearbeitet, trotzdem mit einem blöden Gefühl den Tag beendet, weil ich zum Abschluss bis sieben noch drei Meetings hatte, aus denen ich mit dringenden HAusaufgaben gegangen bin und so fühlt es sich an, als wäre ich heute nicht fertig geworden. Naja.

Q.war heute beim Fädenziehen (die haben da mal ganz schön tief reingenäht), das Bein ist ganz schön dünn geworden, und beim Warten aufs Auto zum besser Einsteigen können ist er grade mal zusammengeklappt (also: nicht weil das Bein so dünn ist, sondern weil Kreislauf, schwül, nicht genug getrunken, was weiss ich). Der Hübsche stand hinter ihm (ein Hoch auf die Summon-Funktion des Teslas) und hat in direkt aufgefangen, all das wurde von der Wächter-Kamera des Autos aufgenommen, ich speichere das für runde Geburtstage oder Hochzeiten. Eine Cola hat es dann gerichtet.

Küche: joah, läuft. Wir haben jetzt irre viele Steckdosen, auch im EG eine FI-Sicherung, ganz viele Kabelkanäle, keine Abmeldung vom Sanitärtyp, der heute einfach nicht aufgetaucht ist. Naja, anscheinend müssen die Wasseranschlüsse vielleicht doch nicht versetzt werden und wenn doch, kann man das immer noch später machen, also kommt morgen der Maler. Es wird.

(Morgen: Kinderimpfung. Yay!)


Montag, Juni 28, 2021

280621 Oh lala

 Was soll ich sagen: soweit läuft alles nach Plan, wir haben wieder eine Waschmaschine (mit Farbdisplay), die ersten zwei Maschinen sind durch.

Das ist auch gut so, die Wäsche lagerte nämlich bisher in der Badewanne und die brauchen wir ja jetzt zum Abspülen, weil: wir haben keine Küche mehr. Ich bin sehr beeindruckt, es ist ALLES raus, die neuen Anschlüsse für Strom etc sind in die Wand gespitzt, die Staubschutzwand steht (noch, die Katzen finden sie sehr, sehr spannend), es ist bisher noch kein Drama und kein "upsi" passiert.

Und doch: ich bin echt beeindruckt, wie mich die Unordnung etc stresst. Ich weiss auch nicht, warum ich dachte, normale (naja, stressige und ausserdem die letzte Woche vor dem Urlaub, wo alles fertig werden muss) Arbeit, Baustelle im Haus, Kind mit gebrochenem Fuss im Haus, keine Waschmaschine im Haus, keine Spülmaschine, keinen Ofen/Herd, NICHTS da, wo es hingehört, ein Kind in der Schule, lauter Schuljahresabschlussendtermine, zweimal IMPF und die Aussicht auf keinen Sommerurlaub und halt die letzten 16 (?) Monate in den Knochen, einfach so locker weglächeln zu können. 

Alles einzeln oder wenigstens nicht alles auf einmal häte wohl geklappt, aber heute war ich kurz vorm Auszucken, als die Waschmaschinenleute dreimal angerufen haben, weil sie die Zufahrt nicht gefunden haben (obwohl ich den Verkäufer genötigt hatte, die Erklärung in den Auftrag zu schreiben, dann, als sie (gefühlt) unendlich genervt geschnauft und geflucht haben, als die Waschmaschine halt wie angekündigt aus dem zweiten Stock runter und die neue wieder rauf musste (vielleicht waren sie gar nicht genervt, sondern nur angestrengt), aber ich bin ein bisschen stolz auf mich, dass ich mich dann einfach ins Arbeitszimmer zurückgezogen habe und den Hübschen das machen liess.

Wer Eindrücke von keiner Küche haben will, kann in den Instatories schauen, ich werde das alles in die Highlights packen, dann verschwindet es auch nicht direkt.

Sonntag, Juni 27, 2021

270621 Endspurt

 So. Morgen früh, 07:45h geht es los, der Elektriker kommt, alle Geräte stromlos machen. Dementsprechend haben wir heute (nach einem letzten, naja, ok, wir werden EIN Wochenende ohne überleben müssen, Frühstück mit frisch-selber gebackenem Zopf. Die hilfreiche Nachbarschaft (wir habenähnliche Prioritäten) hat aber schon rausgefunden, dass es nee beim Coop Pronto an der Tankstelle Sonntag morgens frischen Zopf aus dem Holzofen gibt. Im Winter gibt es dort Raclette und Fonduebrennpaste rund um die Uhr) ALLES aus der Küche rausgeräumt, dazu noch alle Schränke und Regale und was auch immer im Wohnzimmer ausgemistet, in die Mitte geschoben, aussortiert, für die Handwerker Snacks und Getränke vorbereitet (L. hat sich sehr gefreut über die grosse Snackauswahl in einem hübschen Korb, die neben der Kühlbox voller Getränke bereitstand, als er mit schlimmem Unterzucker am Nachmittag runter kam), die Bäder geputzt und naja, auch die Küche, auch wenn sie morgen rausgerissen wird, aber naja, ich kann halt auch nciht aus meiner Haut.

Wir sind also so bereit, wie es nur geht. Wenn das Weter nächste Woche mitmacht, haben wir eine coole Outdoor-Frühstücks- und Snackstation, mit der kleinen Büro-Nespresso-Maschine des Hübschen, unserem Toaster, zwei Heizplatten, die wir vom Küchenschreiner bekommen, einer Kühlbox voller Softdrinks und dem Sodaclub-Sprudler (und der Feuerschale zum Grillen), ich denke, wir werden über die Runden kommen. Am Freitag gibt es ausserdem Zeugnisessen, am Sonntag haben wir uns bei meiner kleinen Schwester eingeladen (zum erstem Mal seit Oktober, die Erwachsenen sind dann alle durchgeimpft + mindestens 14Tage, Q. und L. immerhin frisch einmal, ausserdem haben wir immer noch mehr als genug Selbsttests, ich plane fest, meine Schwester, den Schwager und den gar nicht mehr so kleinen Neffen ganz fest zu drücken.)

Kücheneinweihungsparty planen wir übrigens zu des Hübschen Geburtstag, ich bin sehr gespannt, ob das klappt (und wie und was und wer und überhaupt. Das wäre zu schön! Ich vermisse unsere Freunde hier so, so, so sehr!)

Ansonsten: 

Traurig für und mit Q. gewesen. So sehr er den gebrochenen Fuss und alle Einschränkungen bisher mit absolut bewundernswerter Fassung trägt, die Bilder von der Klassenreise am Lago di Lugano sind ... ein bisschen viel. Und  wir haben viel "Wäre es nicht vielleicht doch gegangen?" gewälzt (nein), und ich bin sososososososo froh, dass er durch die Impfung VOR Ende der Reise sozusagen noch ein kleines Goodie hat, das ihn mit dem Nichtmitfahren ein bisschen versöhnt. (Was IST mit den Jungs? Gestern hat sich der dritte aus der Clique beim Unihockeytraining die Bänder im Sprunggelenkt gezerrt und humpelt jetzt mit einem Klumpschuh mit)

Für den gar nicht mehr so kleinen Neffen ein sehr cooles (finde ich auf jeden Fall) Geschenk zur Taufe bestellt, um den Mindestbestellwert für jeweils versandkostenfrei zu knacken noch jede Menge Keimsaaten für meine Grow Grow Nut und teure, swissmade-Küchengimmicks dazubestellt. (Das ist im Moment sehr verführerisch: erstens: das Aufrechnen gegen KEINEN SOMMERURLAUB schon zum zweiten Mal und all das gesparte Geld, zweitens die Relation zu den Kosten für die neue Küche, da ist ungefähr alles (ausser ein Sommerurlaub) Peanuts.

Terminbestätigung für die Waschmaschinenlieferung morgen bekommen (ich würde sagen: es wird Zeit. Beide Wäschekörbe für weiss und bunt sind knallvoll, die Badewanne ist halb voll mit Wäsche, aber ab morgen spätestens 15:00 wird wieder gewaschen. UND DANN IST DAS GANZE HAUS FREI VON ELECTROLUX!)

Die Küche stilgerecht verabschiedet mit ein letztes Mal Markgräfler Spargel kochen (letztes Mal Spargel dieses Jahr, gestern gab es noch ein Hüttchen im Nachbarstädtchen).

Und: Stilgerecht den Feierabend eingeläutet mit einem Glas Weissweinschorle im Aufblaspool mit Kindle. Hat was.

Gegessen:

Hefezopf mit Erdbeermarmelade

Eis (irgendwas mit weisser Schokolade und Cranberry, erstaunlich langweilig)

Spargel, Ei, Knoblauchbrot


Gelesen:

"Mohnblumentod" aus

"Der Sandler" angefangen

Samstag, Juni 26, 2021

260621 Kribbelig

 Gestern und heute noch mehr haben wir nicht nur die Küche, sondern mehr oder weniger das ganze Erdgeschoss ausgeräumt oder wenigstens alles in die Mittes des Raums geschoben.

Montag morgen kommen nämlich die Handwerker und reissen die alte Küche raus, das ganze Erdgeschoss wird neu gestrichen, es kommt eine neue Beleuchtung ins Wohnzimmer und natürlich die Küche (ich glaube, das ist der Stand der Dinge dann nächstes Wochenende). Dann kommt die neue Küche und angeblich ist bis auf die Glasrückwand alles am 7.7. fertig. 

Wer mich nur ansatzweise kennt, weiss, wie entspannt ich an diese Sache rangehe :-).

Anyway: wir haben ausgemistet, raufgeräumt, zwei Schränke muss ich morgen noch ausräumen und ein Bücherregal.

Dementsprechend minimalistisch ist der Rest, der für Kochen und Essen noch da ist (ich bin ja fast froh, wenn Montag mittag ist und die alte Küche weg und ich nicht blind in leere Schubladen greife :-)).

Dann: ich war heute mal wieder im Städtchen auf der anderen Seite der Grenze, ich hatte mit dem ersten Friseurtermin nach November ja für alle Fälle bis 14 Tage nach Impfung gewartet. Dementsprechend viel war abzuschneiden, ich habe mich so, so, so, so sehr gefreut, die Friseurin und den Inhaber wiederzusehen!

Sonst: Schwurblerszene stehlt stabil: es wird immer noch auf dem Marktplatz über Menschenrechte und Impfungen und was auch immer geschwurbelt,während das Leben drumrum wie vor Corona dran vorbeiläuft (Maskenpflicht IN den Läden, that's it).

Ich habe mit Genuss die zu ersetzenden Sachen in der Küche (Brotkasten, Salatschleuder, Butterdose, Küchenrollenhalter, Knoblauchtopf, weil der, den wir haben ist noch von vor 2002 aus München vom Plus an der Ecke Rheinstrasse/Leopoldstrasse, fettverspritzt, angeschlagen und NIE hübsch und auch aus Nostalgie nicht zu retten. Anders als das Nudelsieb, das mit ein paar anderen Sachen aus dem Küchenstarterset von Ikea, mit dem der Hübsche und ich 1999 in unsere erste gemeinsame WOhnung gestartet sind, immer noch seinen Job macht). Ich musste über mich selber lachen, als ich mir beim Aussuchen zusah: unsere Küche wird ja hellgrau/anthrazit auf anthrazitfarbenem Boden und mit schwarzer Granitabdeckung, schwarzem Quooker und sogar schwarzem Granitwaschbecken und schwarzem Ablfusssieb (für 250Franken Aufschlag, aber hilft ja nix). Die Küchenfrau meinte: "Das wird sehr clean und schlicht, man kann ja dann evtl mit der Glasrückwand oder Accessoires noch Farbtupfer setzen." Meine Schwester meinte zu den Entwürfen: "Cool, und welche Farbe?".  Ich habe heute ALLES in "frechem Streingrau" mit Holzdeckeln gekauft. Das wird alles sehr, sehr schön.)

Abendessenmachen war dann bisschen stressig, weil nix da war, wo es IMMER war, Jonny auch nicht, der hat den Traumtag in den Feldern länger, als es für mich cool war, genossen, alles in allem bin ich durch und müde, und bereit für einen gemütlichen Filmabend mit den Jungs.)

Freitag, Juni 25, 2021

250521 Alain Berset told you so!

 Heute ist ein guter Tag, ich haben nämlich für Q. und L. beide Impftermine (1. nächste Woche, 2., wenn wir ihn nicht verschieben können, mitten im Sola der Pfadis, aber egal). Und damit hat sowohl Alain Berset recht als auch ich mit meiner Hoffnung: Wir sind absolut null priorisiert,  keiner von uns, und trotzdem sind wir vor Ende des Sommers (und vor Beginn des neuen Schuljahres) alle vier durchgeimpft. Q. sogar zwei Wochen VOR seinem 16. Geburtstag, das war ja so unsere innerfamiliäre Überlegung.

Es zeigt vllt, WIE eingeschweizert ich bin: ich habe Q. ja 3 Minuten vor L. registriert, deswegen war ich sehr verwundert, als ich L.s Termin-SMS als erste bekam. (Sie erinnern sich? Ich hatte mich 90 Minuten vor dem Hübschen registriert und mein Termin kam und war 90 Minuten vor seinem?). Ich habe also 5 MInuten nervös rumgeklickt und Angst gehabt, ich hätte Q. aus Versehen wieder abgemeldet, aber dann pling, kam die Einladung auch für Q.

Nur aus Chronisitinnenpflicht: im Aargau läuft das über die zentrale Registrierung. Alle Erwachsenen können mittlerweile ohne Termin einfach ins Impfzentrum gehen und sich impfen lassen, ab Juli auch bei Migros, Coop und Apotheken. Nur die 12-17 jährigen müssen noch via Tool registriert werden und brauchen einen Termin. Da für sie nur der Comirnaty in Frage kommt, werden sie nur im Kantonsspital Aarau und Baden geimpft (ich nehme an, dort hat man wegen Grösse die entsprechende Kühlkapazität.). Ich hatte erst nur Aarau auf dem Radar und die Kinder deshalb auch nur für Aarau angemeldet, aber anscheinend sind wir als "mobil" hinterlegt und so haben beide ihren Termin nächste Woche in Baden. Mir solls recht sein, aus wissenschaftlicher Hinsicht bin ich sehr interessiert an der BärliKabine in Baden.

Q. freut sich tatsächlich diebisch, weil sein Impftermin ist kurz vor der Rückkehr seiner Klasse von der Klassenreise, damit ist er, wenn schon nicht im Tessin dabei, wenigstens der erste Geimpfte seiner Klasse. Für L. ist es ein bischen schade, es kollidiert nämlich mit seinem Abschiedsapero von der Primarschule, aber je nachdem wie schnell Baden ist, sollten wir es da ja dann doch noch dazu schaffen.


Wer übrigens überhaupt nicht weiss, was sie für ein Glück hatten, sind externe Partner, mit denen ich heute ein virtuelles Meeting hatte, das mir ehrlich gesagt schon recht lang im Magen lag. Ich lebe hier ja seit Jahren in dem Spannungsfeld zwischen schweizerisch-süddeutschem Understatement ("Ned gschimpft is gnua globt") und kalifornischem Enthusiasmus für alles.("Awesome, you made it!") und komme damit eigentlich ganz gut zurecht. Was sich tatsächlich jedoch in den letzten anderthalb Jahren eingebürgert hat, ist eine gewisse .... höflichere Art, Emails zu schreiben, gerade, wenn man sich seine Zeitlang nicht geschrieben  oder gehört hat. Die Standardfloskeln sind "Hi xy, I hope you are doing well. blablablablabla, All the best and stay safe, Frau Brüllen" oder ähnliches. Dementsprechend irritiert (das ist jetzt die kalifornische Ausdrucksweise, tatsächlich meine ich "angepisst") war ich von den diversen Emails, die ich von extern (da ist man ja eigentlich NOCH höflicher und freundlicher) bekommen hatte, die ungefähr so anfingen: "Dear Frau Brüllen,  I need the following information..." und irgendwann dann "Dear Frau Brüllen, despite asking we did not get any answers to our questions for MONTHS". (Was natürlich nicht wahr ist, es war halt einfach so, dass ihnen die Antworten nicht gefallen haben), und das eben von Menschen, mit denen ich vorher noch NIE zu tun hatte. Nachdem die Antworten, die sie bisher bekommen hatten, ihnen immer noch nicht gefallen haben, haben sie nun ein Meeting einberufen, überrascht und enttäuscht, und ich war naja, sauer und genervt, weil meine Güte, ich hab ihnen erklärt, dass ich/wir die Falschen dafür sind und wenn die Richtigen dafür nicht antworten, ist das nicht mein Problem. All das hat mich tatsächlich erstaunlich lang und sehr beschüftigt, ich habe mehr Mühe und Arbeit, als ich je wollte, in die Recherche von Hintergrundinfos gestellt (alles mit demselben Resultat: Wie vor Monaten schon erklärt: Frag das nicht mich, sondern Firma xy), und das ganze Gesrpäch mehrfach geträumt und durchgespielt und jedes Mal wurde ich wütender und saurer. Beste Vorraussetzung für konstruktive Kommunikation! Naja. Und dann habe ich 25 Minuten vor dem Gespräch die Impftermine bekommen, ein paar Rührungstränchen verquetscht, war überhaupt sehr milde gestimmt, und merkte in den ersten 20 Sekunden des Gesprächs, in denen schon wieder ohne jede Einleitung mit der Tür ins Haus gefallen wurde, dass das Problem nicht (nur) in einer allgemeinen Unhöflichkeit oder mangelndem Sinn für ... irgendwas Zwischenenschliches lag, sondern in totaler Sprachunsicherheit im Englischen. Und weil ich eh so milde gestimmt war, erinnerte ich mich an meine Praktikumszeit in San Diego während des Studiums, wo mir klar wurde: der sachliche, fachliche Teil in fremder Sprache ist easypeasy, was viel schwieriger ist, ist  höflich und (noch schwieriger) witzig (also nicht unabsichtlich) zu sein. Naja. Und dann war ich viel netter als geplant (und vermutlich auch "als angebracht" und werde dafür die nächsten Wochen und Monate bezahlen), werden wir mal sehen, ob sie die höflich verpackte Abfuhr verstanden haben.

Wegen innerer Unruhe habe ich mit L. dann noch eine Zeile Küchenunterschränke ausgeräumt, ausgemistet und unter den Saunabänken oben verstaunt (das musste L. machen), dann mit dem Rad Katzenfutter gekauft und jetzt bin ich bereit fürs Wochenende (mit mehr Küche ausräumen, Montag 7:45h kommen die Handwerker)

Donnerstag, Juni 24, 2021

240621 Swoosh

 Ich muss gestehen, ich war trotz 3 Jahren Vorbereitungszeit nicht wirklich parat dafür, dass Q. heute seine Schulpflicht hinter sich gebracht hat. Nachdem die Abschlussklassen gestern gemeinsam einen coronakonformen (in der Schweiz ist übrigens nur noch bis Sonntag Corona, glaube ich, dann gilt nur noch Maskenpflicht im ÖV und beim Einkaufen, ich nehme an, so lange noch, bis die vom Bund teuer gekauften Maskenvorräte endlich aufgebraucht sind. Geimpft wird zumindest bei uns im Kanton mittlerweile ohne Anmeldung, einfach ins Impfzentrum gehen und gut, demnächst auch bei Migros und Coop. Nur die 12-15jährigen müssen einen Termin im Impfzentrum machen) Abschlussball gefeiert haben, war heute also Zeugnisverleihung. Auch hier: coronakonform alle Klassen einzeln mit nur zwei Begleitpersonen.

Wow, ich habe die allermeisten von Q.s Klassenkameraden die letzten 18 Monate nicht gesehen und holla, das sind alles junge Erwachsene geworden!

Es war eine sehr schöne Veranstaltung, Q. ist nicht die Aulastufen runtergesegelt mit Gips und Krücken, mir tut es jetzt wieder sehr leid, dass er nicht mit auf die Abschlussreise fahren kann, aber ich bin sehr, sehr dankbar, dass er die letzten drei Jahre in so einer tollen Schule und Klasse verbringen durfte. (Ich habe btw einfach gefragt und weiss jetzt, welchen Klassenlehrer L. nächstes Jahr dort bekommt :-). Wir bleiben dem Muster treu.)

Vor lauter Stolz und Sentimentalität und überhaupt haben wir ganz vergessen, in das Zeugnisheft zu schauen, wo nun seit dem Kindergarten ALLE Zeugnisse gesammelt sind (und die Check-Resultate, mit denen hatte ich gar nicht gerechnet.)

Hach. 

Mittwoch, Juni 23, 2021

230621 *schnarch*

Ich bin unglaublich erschöpft und das hat mich erst gewundert, weil ich doch eigentlich nicht so viel gemacht habe, aber naja:

  • Sporteln direkt nach dem Frühstück
  • Homeofficetag mit zwischendrin 3 Kindern zu Hause und dem Mann im Büro (Q. ist eh daheim, L. hatte am freien Nachmittag einen Freund eingeladen)
  • Morgens Workshop mit viel Selbstreflektion tralalala, davor schnellschnell "richtig" arbeiten.
  • In den Workshoppausen Physiotherapietermine für Q. organisieren (gar nicht so leicht, aber ich habs jetzt)
  • Mittagessen machen
  • Nachmittag zerrupft durch sehr verschiedene, alle sehr anspruchsvolle Meetings und halt ARBEIT
  • Schuldinge regeln für Q.
  • Heimat"urlaub"Dinge regeln, die diesmal ein bisschen viel mehr Planung benötigen als sonst
  • Q. T-Shirt- Hemd, kurze Sporthose bügeln, weil er hat heute Prom und naja, das Nachbarsmädchen ist vorher im bodenlangen Abendkleid vorbeigeschwebt und er hat mit Sakko, T-Shirt, (farblich passenden) kurzen Sporthosen, Gips und Krücken einen sehr fussballerischen Look :-). (Um den Jungschat zu zitieren: "Mir werdet so säggsi usgseh!"

Puh. Ich nehme aus dem Workshop heute morgen mit, dass meine LCP-Maximal-Ausprägung u.a. bei Perfektionismus (mal ehrlich: wie kann man weniger als 100% Perfektionist sein? Das ist man oder halt nicht.) ein gewisses dialing down vertragen könnte und obwohl ich jeden Tag 1 Küchenschrank ausräumen wollte, mache ich das heute vielleicht nicht. Oder jedenfalls nicht sofort.


Sonst so: man soll ja nicht nur immer schimpfen, sondern auch was tun, also habe ich mir den Rat der geschätzten Kaltmamsell zu Herzen genommen und eine Emailadresse nur für Ihre Gesundheitstipps eingerichtet. Da können Sie mir alles schicken, von dem Sie denken, dass ich nur glaube, dass ich es nicht wissen möchte, aber in Wirklichkeit würde mir das mit Sicherheit helfen. Ich werde diese Tipps natürlich nicht lesen (naja, vielleicht veröffentliche ich mal ein paar Best-of), aber da es Ihnen ein so grosses Bedürfnis zu sein scheint, hoffe ich, IHNEN damit zu helfen. Also: tippsfuerfraubruellen@gmail.com ist offen. Eigentlich habe ich eine schöne dauerhafte OOO-Antwort eingerichtet, aber die scheint zumindest von Google-betriebenen Emailadressen automatisch rejected zu werden. (Steht auch für immer hier rechts in der Sidebar)


Dienstag, Juni 22, 2021

220621 Politikmorgen. Und Impfkommission

 Heute war es hier morgens richtig leer, ich hatte das Haus für mich (und konnte es gar nicht richtig schätzen, weil ich den ganzen Vormittag in einem Workshop auf Zoom war.)

  • Das kam so:
  • Der Hübsche ist diese Woche 3 Tage im Büro.
  • L. ist eh in der Schule.
  • Q. war auch in der Schule, weil heute Politmorgen war (eigentlich hätten die 3. Klassen schon letztes Jahr und dann als Alternative irgendwann im Frühjahr und dann halt gar nicht das Bundeshaus besucht, da hatte er sich sehr drauf gefreut. Er ist ja extrem interessiert an Politik, sei es nun USA, Israel, Russland, China, Deutschland und natürlich auch die Schweiz, das finde ich sehr faszinierend.), wo Vertreter der Nachwuchsorganisationen aller Parteien zu einer Podiumsdiskussion und dann Diskussionen mit den Schülern gekommen waren. Es war wohl richtig gut (ich musste sehr lachen, weil Q. erwartungsgemäss mit SP/Grünen sympathisiert und der SVP echt Mühe gemacht hat. Ser SVP-Typ hat am Schluss wohl gefragt, wer unabhängig vom Thema sich vorstellen könnte, SVP zu wählen, wer abhängig vom Thema und wer überhaupt gar nicht. Well, Q. war bei denen, die NIE IM LEBEN gesagt haben. Der SVPJüngling  konnte sich das gar nicht vorstellen, und wollte wissen warum nicht. Anstatt zu sagen: "Ich darf als Ausländer eh nicht wählen und möchte nicht eingebürgert werden, weil ich nicht zum Militär möchte", sagte er "Ich sehe nicht ein Thema, bei dem wir auch nur ansatzweise die gleichen Werte vertreten würden." Sonst: Wir haben all seine in der Schule verstreuten Habseligkeiten eingesammelt. Auch wenn er (ungefragt) vom Schulleiter einen Aufzugschlüssel bekommen hat, war das echt, echt anstrengend und Q. und ich sind mehr als eh schon überzeugt, dass es absolut richtig ist, dass er jetzt fast nur zu Hause ist und halt auch auf überhaupt gar keinen Fall mit auf Abschlussreise geht am Sonntag. Was ich spannend finde: (nicht nur) wegen Corona hatte ich nur sehr limitiert Kontakt mit dieser Schule (es lief ja auch alles superglatt), es war sehr interessant für mich zu sehen, wie sehr zu Hause Q. dort ist. (Nächstes Jahr dann L. und Q. macht sich auf zu neuen Ufern)
  • Unsere Putzhilfe hatte sich krankgemeldet. (Ich habe also die Pausen im Workshop "Stelle Timer auf 8 MInuten" zum Bäderputzen genutzt, das muss zusammen mit dem Saugroboter reichen)
Sonst: zerfaserter Arbeitstag, weil eben Workshop (den ich ganz vergessen hatte und deswegen noch gar nicht so auf "Gschpürschmi" respektive heute "Leadership Circle Profile" eingestellt war :-)), dringende Dinge zwischendrin erledigt, superschnelles Mittagessen erledigt, zwischendrin eine Runde gestrampelt, dann hopphopphopp ins Abendmeeting. 
Ich bin da noch nicht 100% at ease damit, weil ich halt gern mit einer Sache (Arbeitstag) fertig bin, bevor ich den Rest (Sporteln, Freizeit, Tralalala) mache, aber das würde halt bedeuten, dass meine Überstunden immer noch weiter explodieren und ich vermutlich einfach nie wieder schlafen würde. (Bisschen nervt mich auch, dass ich dann untertags nochmal duschen und was frisches anziehen und ein Minimum an Styling erledigen muss, aktuell besonders deswegen, weil wir ja bis nächsten Montag keine Waschmaschine haben. Naja, mein Kleiderschrank wird es hergeben.)

Gelernt habe ich von den Nachbarn (gsd ist alles gut gegangen), dass die "Blaulichtfahrzeuge" Schlüssel zu den Schranken und Pollern haben, die die Zufahrten zu unserer autofreien Siedlung absperren haben und praktisch bis vor die Haustür fahren. Und sie haben auch Schlüssel für alle Behelfsauffahrten auf die Autobahn. Und im Unispital in Basel sind anscheinend überhaupt keine Besucher oder Begleitpersonen in der Notaufnahme erlaubt. Noch eine glückliche Wahl durch Zufall letztes Wochenende.)

Good news: die Schweizer Impfkommission empfielt die Covidimpfung für alle Kinder/Jugendlichen von 12-15, ich bin also guter Hoffnung, dass Q. und L. bald eine Einladung bekommen.

Gegessen:
Brot mit Frischkäse und Microgreens (Grünkohl schmeckt auch in mikro nach kratzigem Gras)
Salat mit Bratkäse
Dienstagsmeetingtag = Vegichili-Tag

Gelesen: "Mohnblumentod"

Montag, Juni 21, 2021

210621 Sommersonnenwende

 Was für ein schön symmetrisches Datum!

Geschlafen habe ich sehr gestückelt. Die Katzen, die ja gestern wegen Unwetterwarnung schon am Nachmittag Zapfenstreich hatten, waren um zwei wach, wollten raus oder Gesellschaft, liessen sich durch Futter ablenken, dann fiel Q. die Wasserflasche um und schoss die Krücken um und ich schoss wieder runter, um zu schauen, ob Q. umgefallen wäre. (Gestern hat es ihn auf dem nassen Boden die Krücken weggezogen und er ist umgefallen, das ist schon ziemlich doof. Es scheint noch alles an ORt und Stelle zu sein, aber ARGH!), naja, dann war es fünf, ich liess die Katzen raus, dann war es sechs und der Wecker läutete. 

Ich muss aber sagen: nach ein bisschen Grummeligkeit am Morgen war der Tag ziemlich gut, das jahrelange Schlafentzugstraining hat sich doch gelohnt. Danke, Kinder!

Normaler Arbeitstag, unterbrochen von einem Apothekenbesuch (mehr Verbandsmaterial), bisschen Luftschnappen, wegen Q., der ja nur sehr sporadisch noch in die Schule gehen wird und gerne in seinem Zimmer abhängt, im Wechsel draussen und im Esszimmer.

Der Balkon und die Terrasse ist wieder im Originalzustand, es hat ja gestern abend nochmal RICHTIG runtergeschüttet, wenn auch nicht gestürmt und gehagelt.

L. hat heute statt Volleyballtraining Volleyballpizzaessen, das passt ja gut in unseren Wochenspeiseplan, wo die Montags- und Freitagspizza einen sehr, sehr, sehr festen Platz haben. Somit ist immerhin jemand aus der Familie wieder in Sachen Aussengastronomie unterwegs :-)

DIe Sonnenallergie ist erstaunlich hartnäckig, aber ich bin sehr, sehr, sehr vernünftig  und habe IMMER noch nicht gekratzt. Ausserdem habe ich mir in der Apotheke eine grosse Tube Fenistil gegönnt, so als Bodylotion, lol.

Ich hatte ganz vergessen, dass ich die nächsten Tage neben allem noch an einem Wrokshop teilnehme, der Hübsche wird ein paar Tage die Woche ins Büro zurückkehren und Q. braucht den einen oder anderen Fahrdienst für Spezialevents in die Schule. Das wird eine spannende Planung :-), aber ich bin optimistisch.

Ich habe mir ausserdem vorgenommen, jeden Tag bis zum Wochenende einen Küchenschrank auszuräumen, also ausmisten, das, was die nächsten 2 Wochen nicht gebraucht wird, im Dachgeschoss parken, den Rest da lassen und am Sonntag schnell in eine Zwischenlagerkiste parken. Damit sollte sich der Stress fürs Wochenende reduzieren und ich habe einen PLAN.

Gegessen:

Hefezopf mit Honig

Salat mit Bratkäse und Knoblauchbrot

Montagspizza


Gelesen:

ENDLICH den langweiligen Krimi aus. Duh.... (Note to self: nie wieder Val McDermid. So was fades.) 

Ich muss schauen, was mich heute abend mehr "anlacht": entweder der "Sandler", empfohlen von der Kaltmamsell, oder den neuesten Charlie Lager-Band


Gesehen:

Agents of Shield mit den Kindern, GA beim Strampeln. (der Hübsche und ich haben uns ja die letzte Staffel "Vikings" noch angeschaut und meine Güte, könnte es ein egaleres Ende für diese Serie geben? Mir war es ja tatsächlich nach Staffel 1 schon egal und ich habe nur weitergeschaut, weil ich irgendwie verstehen wollte, was die Leute daran finden. Haben wir das also auch gesehen, und naja, wir waren uns am Ende unsicher, ob jetzt Björn tatsächlich tot ist oder nicht oder Ivar oder keiner und es ist vermutlich bezeichnend, dass es uns so egal ist, dass wir nichtmal nachlesen. Was ich btw das alleralbernste finde: dass sie ohne jeden Zusammenhang und ohne jeden Need Athelstan wieder ausgraben. Für ungefähr 3 Minuten. Und nicht mal denselben Schauspieler nehmen. Meine Güte.... was ein Graffl.)

Eigentlich ist der Blogpost für heute hier zu Ende, aber ich möchte noch etwas loswerden. Wenn Sie also versöhnlich enden wollen, hören Sie hier auf zu lesen, wenn Sie mehr Nerven haben, lesen Sie ruhig weiter.

Also.

In eigener Sache: Ich habe keine Ahnung, wie viele von Ihnen das Blog nicht via Feedreader oder so lesen, sondern ganz oldschool die Website aufmachen. Andererseits gehe ich davon aus, wenn Sie mir eine Email schreiben, weil ich ja die Kommentare geschlossen habe, dann schauen Sie auf der Website nach, weil da die Kontaktemailadresse steht. Und eigentlich dachte ich, dass das hier sehr, sehr, sehr deutlich ist:


(Jetzt, wo ich mir das anschaue: vllt hätte ich das ÜBER die Emailadresse scrheiben sollen.)

Und trotzdem beginnen, ich würde sagen, 90% der Emails, die ich an diese Adresse bekomme, mit "Ich lese Sie jetzt schon seit so vielen Jahren und weiss, Sie möchten keine Tipps, aber heute muss ich doch einen loswerden: ", gefolgt von irgendeinem Tipp, ganz besonders gern zu Gesundheitsthemen.

Ich kann das echt nicht verstehen, wie man so ignorant sein kann. Der Hübsche meint: "Ach komm, die meinen das doch nur gut" und "Lies es doch einfach nicht", aber ganz ehrlich, mich nervt das unglaublich, wie Leute, die anscheinend ja zumindest denken, mich unglaublich gut zu kennen, weil sie hier seit JAHREN mitlesen, meine sehr klar und offen kommunizierten Grenzen einfach nicht akzeptieren. Wie sehr von der eigenen Wichtigkeit und Relevanz muss man überzeugt sein, dass man entgegen des klar und deutlich ausgesprochenen Wunsches, das NICHT zu tun, sowas zu schicken? (jajaja, ich weiss, wie das klingt mit Wichtigkeit und Relevanz von jemandem, der jeden Tag Banalitäten ins Internet schreibt :-)) Und ja klar, alle meinen das gut, aber ganz ehrlich, das ist mir egal und ich finde es trotzdem grenzüberschreitend und unhöflich und möchte das einfach nicht. 

Es mag sein, dass Sie das albern finden oder stur oder blöd, aber wenn dem so ist, dann schreiben Sie mir halt erst recht keine Mail mit ihren Supadupa-Tipps! 

Ich mag das Fass mit "Wenn Sie keinen Austausch wollen, dann schreiben Sie halt nicht ins Internet" auch gar nicht mehr aufmachen, ich habe ja nicht ohne Grund die Kommentarfunktion geschlossen. (Auch hier: können Sie doof finden, aber wenn Sie mich doof finden, DANN SCHREIBEN SIE MIR KEINE EMAIL!).

Ich spiegle Ihnen mal, wie Ihre Tipps bei mir ankommen:

1. Ihnen ist egal, was ich möchte, und Sie ignorieren meine klaren Äusserungen zu dem Thema.

2. Sie denken, ich hätte mich nicht ausreichend zu dem Thema informiert.

3. Sie denken, Sie hätten die ultimative Weisheit gefunden, die niemand ausser Ihnen kennt.

Nicht so sympathisch, oder? 

(Der Hübsche sagt, ich soll meine Leser nicht beschimpfen und das möchte ich auch nicht. Ich möchte halt aber auch einfach keien Tipps haben.)


Sonntag, Juni 20, 2021

200621 Bring it on

 Wenn's läuft, läuft's, ne?

Good news: Diesmal kam Q. in einem Stück von der Party und es hat sich auch sonst niemand verletzt. Wir hatten Q. eingeschärft, die Wanderkrücken noch nicht weiterzugeben :-).

Ansonsten: 

ich habe am ganzen Körper Sonnenallergie, hurra! (Ich bin ja per se ein sehr positiver Mensch und weiss natürlich, dass das keine Allergie-Allergie ist, sondern eine Hautreaktion durch das Zusammenspiel von Sonne, mechanischer Belastung (die hatte ich nicht mal, weil kein Sandstrand), Kosmetik, Schweiss, Hitze, you name it.) Kein Drama, schaut halt RICHTIG scheisse aus und juckt. Ich bin erstaunt von meiner Selbstbeherrschung, ich habe nämlich noch nicht mit Kratzen angefangen. Bisschen traurig: ich weiss, was der Übeltäter ist: das sauteure L'Occitane-Verveine-Tralalala-Super Refreshing Body Gel, das ich extra für so einen heissen Tag nach dem Duschen aufgespart hatte. Es riecht toll, hat sich ok auf der Haut angefühlt (bevor ich zum Streuselkuchen mutierte), ich werde es jetzt meiner Schwester weitergeben, ich muss mir nur noch einen besseren Sales Pitch als "Ich hab am ganzen Körper Quaddeln davon bekommen, magst du es haben?" überlegen.

die blöde Kack-Waschmaschine hat nicht mal so viel Ehre im Leib, um die letzte Woche, bis der Ersatz da ist, noch Dienst nach Vorschrift zu erledigen, nein, heute hat sie beschlossen: EF0. Anscheinend haben wir die Bedienungsanleitung schon weggeschmissen, aber hier bekommt man ja immer alles in vier Sprachen und Crosscheck von italienischer und französischer Anleitung sagt. "Wasserstop ausgelöst, rufen Sie den Service". Das machen wir natürlich nicht, die Waschmaschine hatte 2x mehr Service als verdient, wir haben den Ersatzschlauch und -wasserstop angeschraubt, den wir mal aus Versehen bestellt hatten. Das hat gar nix gebracht, also haben wir die 8kg klatschnasse Wäsche mit der Hand in der Badewanne ausgespült und zum Trocknen aufgehängt und müssen/werden nun 1 Woche mit dem auskommen müssen, was im Schrank ist. Ich bin ein wenig ernüchtert ob meines Versuchs, diesmal nicht direkt zu sagen "Fuck it, ich kauf eine neue", sondern zu reparieren. Letztendlich haben wir 2x Service und Ersatzteile bezahlt für 2 Wochen extra Lebenszeit oder so. Das mache ich auch nicht mehr.

Ich werde btw den 28.6. feiern: ab diesem Tag ist unser Haus nämlich frei von Electrolux-Geräten und ich schwöre hoch und heilig: NIE WIEDER kommt mir irgendwas von dieser Firma ins Haus. NIE. (Ich habe btw anscheinend an meiner Ausstrahlung gearbeitet seit zB der Sofageschichte. Sowohl die verschiedenen Küchenleute als auch der Waschmaschinentyp (der ja auch schon Spülmaschinentyp und Backofentyp war) haben meine Vorgaben für Elektrogeräte "blablabla, Energieeffizienz, Licht, mindestens soviel Fassungsvermögen, und AUF GAR KEINEN FALL ELECTROLUX" je in Frage gestellt. 


L. hatte heute Filmdreh mit den Pfadis, ich bin gespannt auf das Endergebnis! Ich war bisschen nervös, hier ist ja Weltuntergang (Höchste Unwetterwarnstufe, Gewitter, Starkregen, Sturm, Hagel) angesagt, und so haben wir den Balkon gesichert, alle Kästen entweder unters Dach geschoben oder zu L. ins Zimmer gestellt, das Sonnensegel abgenommen, alles lose draussen verzurrt oder verstaut, die Katzen zu einem frühen Zapfenstreich eingesammelt, nur L. war eben irgendwo im "wunderschönen Basel-Land" unterwegs, um in Pfadi-Outfit eine selbergebaute Zipline runterzusausen. Aber: Pfadis are Pfadis und so haben sie echt Gas gegeben und L. war anderthalb Stunden eher, zusammen mit den ersten Regentropfen, zurück zu Hause. (Bisher: eher enttäuschendes Gewitter, nämlich gar keins, nur bisschen Regen, aber das Regenradar sagt, da geht noch was)

Ich hab total Hummeln im Hintern, weil BAAAAAAAH, in einer Woche muss die Küche leer sein und alles bereit zum Streichen und wir haben noch NIX gemacht (was nicht stimmt) und so haben wir heute das Kochbuchregal in die Sauna ins Zwischenquartier umgehogen, das Zeug, was AUF dem Bücherregal Wurzeln geschlagen hat, ausgemistet und das, was bleibt, zwischengeparkt, das Bücherregal von Bilderbüchern und BAstelmaterial befreit, und zack, sieht alles schon viel ordentlicher aus, auch wenn ich ahne, das das eigentliche Ausräumen nächstes Wochenende noch mal ganz schön viel werden wird. Naja. 

Der Hübsche hat die Gunst der Stunde genutzt und "vorher" Bilder der Küche geschossen:




(Ich freu mich sooooooo auf die neue!)

Samstag, Juni 19, 2021

190621 Nächster Versuch

 Es ist einfach zu heiss für alles, deshalb Telegramm-Stil

Waschmaschine endgültig kaputt (ok, es sind einfach nur schon wieder die Rippen rausgebrochen und als Verbrauchsmaterial sind sie zu teuer)

Also: neue Waschmaschine gekauft. Die kommt zeitgleich mit dem Start des Küchenumbaus, das wird alles sehr aufregend

Gegrillt (die Jungs haben ein Tomahawk-Steak gegessen, ich Zitronenfenchel und grünen Spargel und Salat)

Umgekippt (also fast, ich habe ja nun schon seit 44 Jahren keinen Blutdruck, deshalb habe ich gemerkt, als es komisch wurde und mich kontrolliert flach mit Beine hoch auf den Küchenboden gelegt. Sommer. So schön.)

Im Gartenpool gelesen

Teure Schlaf- und Badekleidung bestellt

Q. auf eine Party gebracht (ok, der Hübsche hat ihn gefahren), ich bin gespannt, wie es dieses Mal endet. (Q. sehr cool: "Mein Learning vom letzten Mal: wenn jemand stürzt und nicht mehr laufen kann, schleifen wir ihn nicht durchs Dorf, sondern lassen uns direkt abholen." That's the spirit! Ausserdem hat er Schmerzmittel und Thrombosespritze mit dabei (ausserdem Cola und Chips, das perfekte Partykit!)

Freitag, Juni 18, 2021

180621 Aftermath

 Heute nacht um zwei von kotzendem Kater geweckt worden. Ihm ging es dann wieder gut und er wäre gern rausgegangen oder hätte gern gehabt, dass ALLE mit ihm aufstehen, LOL, nein.

Um halb sechs war es dann was anderes, da war ich eh wach.

Morgenkaffee, kurz Q. wecken, um die Morgendosis Tabletten einzuwerfen, danach liess ich ihn weiterschlafen. (Wenn ich schon vom Hotelservice und dem Essen nicht mit dem Krankenhaus mithalten kann, dann wenigstens mit der allgemeinen Gemütlichkeit.)

L. absolvierte den üblichen Selbsttest am Morgen (bei über 35 Grad draussen im Schatten und der vor Wochen schon gefallenen Maskenpflicht für seine Jahrgangsstufe verstehe ich sehr gut, dass er in der Schule jetzt "nicht mehr so viel" Maske tragen will. Die Siebentageinzidenz im Aargau ist bei 13, der Schweizer Durchschnitt ist bei 18, L. und 10 andere Kinder seiner Klasse werden jede WOche poolgetestet, wir testen ihn zu Hause jeden zweiten Tag, irgendwann ist auch mal gut.), ich arbeitete erst ein bisschen, dann machten der Hübsche und ich uns auf den Weg, den ersten Wocheneinkauf seit November im Nachbarstädtchen auf der anderen Seite der Grenze zu machen. Ich hätte das ja nicht gedacht, nachdem die Gewöhnung an den Coop vor der Haustür am Anfang ect schwer war: es ging viel länger als im Coop (gut, wir sind da ja jetzt geübt), zu einem nicht zu vernachlässigenden Teil auch deswegen, weil man ja da nicht selber scannt und dann halt einfach zahlt und geht, sondern alle Sachen aus dem Wagen aufs Band und dann wieder in den Wagen und dann ins Auto packt. So eine Zeitverschwendung! (ALs ich danach im Coop war, die vergessenen Sachen holen, sah ich, dass das Selstscansystem dort heute kaputt war, also: bester Tag für Deutschlandtrip).

Wir haben also Eszettschnitten und alle neu rausgekommenen und SOndereditionen an Gummibärchen, zu den Schweizer Fussballchips die schwarzrotgoldenen Essentials, Getränke für die Küchenhandwerker, die übernächste Woche hier aufschlagen, und endlich mal wieder Sushi zu Mittag gegessen! (Das rosane ist mit irgendwas eingefärbter Reis in meiner veganen Sushibox)



Neben mehr Arbeit habe ich mich um Admin- und Medizinkram für Q. gekümmert:

Gestern kam der OP-Bericht (mit viel Latein und Bildern in Farbe und bunt) und dem Termin für die Abschlusskontrolle. Die lag leider am dritten Sola-Tag, liess sich aber unkompliziert vorverlegen.

Dann: Fädenziehen beim Kinderarzt abgemacht

Physiotherapiepraxis rausgesucht (mit zwei Umwegen über die KRankenkasse, wo mir erst eine falsche Information gegeben wurde, die mich fast an meinen Suchfähigkeiten zweifeln liess), nach Terminen fragen wir am Montag.

Mit Q.s Klassenlehrer geklärt, was in der Schule noch ansteht und ob es ok ist, wenn Q. eben nur zu Spezialsachen kommt,. Ist es. Phew. Dementsprechend wird das eine einerseits entspannte nächste Woche, weil wir uns keine Gedanken darum machen müssen, dass Q. den ganzen Tag bei 100000 Grad die Treppen in der Schule rauf und runterhopst, andererseits nicht ganz so, weil wir natürlich Taxidienst haben. Wird aber alles werden.

Der Abschlussnotenbogen lag schon im Briefkasten, halleluja, Q hat echt geackert diese drei Jahre! (ich hatte bei dem Absender ja eher auf die Klasseneinteilung für L. gehofft, aber naja, die kommt auch bald.)

Ach ja: Verbandwechsel habe ich auch noch gemacht, das ist ja easy peasy!


Sonst: es ist unglaublich heiss. Aber: dank andauerndem Giessen blüht alles auf dem Balkon, die Samen vom letzten Jahr gemischt mit allen geschenkten "Bienenweide"-Mixen ist echt schön!

L. ist auf eine Gamerabend mit bestem Freund und bester Freundin seit, lassen Sie mich nachrechnen, 11.5 Jahren. Die Freeundinmutter hat ein Bild der drei vom ersten Kindsgi-Tag mit 4 und von heute nachmittag geschickt. WOW!

Ich zeige ja keine fremden Menschen hier ohne zu fragen, stattdessen habe ich mit einer Filterapp-rumgespielt ("Voila", die Gratisversion kommt mit nerviger Werbung, aber ich gehe davon aus, dass das alles nur ungefähr 2 Tage lang interessant ist) und uns 4 in 3D-Cartoon-Figuren verwandelt:











Ich mag ja besonders den Hübschen als Babyjesus.

Jetzt: Pool und Melonensorbet mit Sekt, auf die vollständige Impfung, die überstandene höllische Woche, und ein jetzt aber wirklich mal langweiliges entspanntes Wochenende anstossen.

Donnerstag, Juni 17, 2021

170621 Glucke glücklich

 Habe ich es nicht gesagt? Q. ist jetzt Spritzenprofi und von sich selber angemessen beeindruckt.

Ich habe ihn heute morgen dann abgeholt, wir haben alles perfekt zusammengestellt bekommen, Rezepte, wie weiter, und wir sind auf dem Rückweg direkt noch im "Pro Senectute Hilfsmittelshop" vorbeigefahren, um den für alle Fälle Rollstuhl abzuholen. (Gedacht zB für den potentiellen Besuch der Klasse auf der Abschlussreise. Ich hatte das gestern tatsächlich mal angedacht, weil GANZ THEORETISCH wäre es schon möglich, das Kind für einen Tag ins Tessin zu fahren, einen Tag rumzusitzen, am See zu arbeiten, und abends wieder zurückzufahren. Ganz praktisch sind das über 6 Stunden Autofahrt bei ungefähr 100000 Grad, während ich eh nicht weiss, wo mir der Kopf steht und daheim den zweiten Tag die Küche rausgerissen wird. Noch praktischer hat Q. nach den ersten 3 Minuten im Auto gemeint: "OK, wir fahren definitiv nicht ins Tessin". Trotzdem haben wir jetzt einen und können Q. auf Waldspaziergänge oder so was mitnehmen, wenn uns danach ist.)

Der Rollstuhl ist riesig, auch zusammengelegt. Ich habe ihn zwar easy in den Kofferraum gekriegt, nachdem ich die Rückbank umgeklappt hatte, aber das wurde dann schon nur mit einem Fahrgast und seinem Gipsbein eng. Naja. Wir arbeiten dran.

Daheim residiert er jetzt auf dem Sofa mit hochgelegtem Fuss, er hat schon den Duschsack eingeweiht und puh, es ist schon besser, dass alle wieder daheim sind.

Ich hatte ja erst am Wochenende realisiert, dass wir unseren super bunten Pool vom  letzten Jahr NICHT aufgehoben haben, weil vermutlich von den Katzen zerkratzt, deshalb habe ich am Wochenende Ersatz bestellt, der heute bei 39 Grad ohne Umverpackung von einem grinsenden Paketmann geliefert wurde. Das Aufpumpen liess mich schweissüberströmt zurück, aber hey, Abkühlen nach dem Abendessen immerhin.

In der Apotheke habe ich Medikamente und Verbandsmaterial geholt (die Rezepte wurden bis zum 15. August als Dauerrezepte eingetragen, das ist der letzte Ferientag für Q. Läuft!)

In der Post lag schon der OP BEricht, in Farbe und bunt ("Salter Harris IV"-Fraktur) und der Termin für die Abschlusskontrolle. Da versuche ich noch, den zu verschieben, um Q. die Teilnahme am gesamten Sola zu ermöglichen, wir werden sehen.

Überhaupt: das ist die Standardantwort auf alles im MOment: "Wir werden sehen."

Arbeit lief tatsächlich erstaunlich gut diese Woche trotz allem, Sport ist auf der Strecke geblieben, aber das ist nach Impfung und bei der Hitze auch ok (und die Radelei war wengistens ein bisschen Bewegung), ich bin auf jeden Fall mehr als bereit fürs Wochenende, das sag ich Ihnen!

Gegessen:

Joghurt, Himbeeren, Nektarinen

Gazpacho (oder das, was ich aus dem gemacht habe, an was ich mich aus dem einen Jahr Spanisch an der Schule noch erinnere)

Wraps mit gebratenen Pilzen und Joghurtdip


Mittwoch, Juni 16, 2021

160621 Changing gears

 Der Hübsche und Q. haben gestern zusammen Fussball geschaut, will heissen: Q. hat auf SRF geschaut, der Hübsche im deutschen Fernsehen und sie haben sich via WA unterhalten. Ganz schön lustig  :-).

Sonst: Heute morgen schon die gute Nachricht, dass Q. eventuell morgen schon nach Hause kann!

Er muss "nur" noch den "Treppensteigen mit Krücken und Gips"-Test bestehen, btw. bei/mit einem Sportbuddy das Hübschen, der Physiotherapeut im Krankenhaus ist. (Eine Pflegefachfrau ist die Schwester von Q.s Schulbibliothekarin, es ist alles ein Dorf hier. Q. hat sich mit den Leuten von der Hotellerie über Fussball und die Reputation des Fuss-Gottes ausgetauscht, und für mich den Tipp, mit weniger Salz zu kochen und mehr den Eigengeschmack der einzelnen Zutaten herauszukitzeln (was?!), er ist praktisch schon zu Hause dort!)

Wir hatten ein langes Gespräch mit der zuständingen Case Managerin, die ALLES für uns organisiert, von Rezepten, Anleitung zum Verbandswechsel, Verordnungen für Physio und Rollstuhl, Befreiungen für Schule und Sport, und überhaupt alles, was einem irgendwie einfällt.

Am Nachmittag radle ich wieder nach Hause (ich liebe das E-Bike. Die Strecke ist so viel schöner und stressfreier als mit dem Auto, aber ganz ehrlich? In der Knallhitze aktuell würde ich die 14km hin und zurück mit Berg und Tal nicht gern mit dem normalen Rad fahren. Mit dem Ebike hingegen geht es superflott und ich habe soviel Fahrtwind, dass ich gar nicht ins Schwitzen komme. Ich muss nur morgen drandenken, NICHT mit dem Rad zum Abholen zu fahren!), der Hübsche kommt mit L. zusammen, arbeitet ein bisschen, während die Jungs schwatzen und schwatzen und schwatzen.

Q. besteht den Treppensteigetest, d.h. es geht morgen heim! (Kaum zu glauben: unser Spritzenphobikerkind, das ist keine Übertreibung, es gab Impfungen im Schwitzkasten, laut brüllend, es gab hysterisches Nasenbluten, auch für die letzte Grippeimpfung im Herbst gab es immer noch ein EMLA-Pflaster davor, auch wenn es klar ist, dass das überhaupt nichts hilft, hat erstens ohne alles den Zugang legen lassen, zweitens die Thrombosespritzen setzen lassen und drittens sich heute selber die erste Thrombosespritze gesetzt und wird sich vermutlich in ein paar Wochen auch die Covid-Impfung selber spritzen.)

Wir werden also genau schauen, was in der nächsten Woche an Schule Sinn macht, die Abschlussfahrt ist definitiv nichts. Als Anhaltspunkt wurde uns maximal 15 Minuten am Stück nicht hochgelagertes Bein für die nächsten zwei Wochen angegeben, das ist einfach nicht machbar.

Diebische Freude: ich habe mich so geärgert, dass H&M es nicht auf die Reihe bekommt, zusammenpassende Sakkos und Anzughosen zu verkaufen. (Ich meine: wenn ich etwas "Sakko, Slim Fit, Dunkelblau" nenne, und es gibt eine "Anzughose, Slim Fit, Dunkelblau", wie abwegig ist die Vorstellung, dass das dasselbe dunkelblau ist? Noch krasser wäre es natürlich, wenn auch Skinny fit, Regular fit und noch irgendwas fit dunkelblau auch passen würden.)  Aber nein: es sind 50 Shades of dunkelblau und wir hatenn am Sakko schon das Wapperl abgemacht und dann letzte Woche beschlossen, dass Q. halt Sakko, Hemd und Jeans trägt zur Zeugnisverleihung. Jetzt wird er Sakko, Hemd und kurze Trainerhose (dunkelblau) tragen, das passt rein farblich besser als jede Anzughose.

Gegessen: 

Nektarine, HImbeeren, Joghurt, Müsli

LInsensalat von gestern

Paprikafritters mit Joghurtdip

Und zwischendrin ein Eis "Salted Hazelnut Coffee" irgendwas, das seit letztem Jahr im Eisschrank lag. Hat ihm gar nicht mal so gut getan.


Gelesen: Immer noch den Thriller von letzter Woche (gar nicht mal so spannend :))

Gesehen: "Agents of Shield" (ich bin ja aktuell wegen Impfschonung und wegen wenig Zeit, weil immerhin mit dem Radl hin und herfahren nicht am Sporteln und so binich bei Greys Anatomy mitten in der Folge steckengeblieben, die ich am Samstag in der Badewanne halb angeschaut hatte, als Q. um Hilfe anrief)

Dienstag, Juni 15, 2021

150621 Immer noch eins mehr als wie du

 Good news first: Q. ist perfekt verschraubt und es geht ihm gut, sogar viel besser.

Lange Version:

Ich war heute morgen ein biiiiiisschen unentspannt, besonders ab 09:30h. Der Anästhesist hatte abgeschätzt, dass die OP ungefähr so lang dauern würde und der Operateur IMMER SOFORT DIREKT anrufen würde. Naja. Um halb 11 habe ich dann in der Zentrale angerufen, die mich weitervermittelt haben auf die Station und da hatten sie ganz frisch die Info bekommen, dass Q. abholbereit im Aufwachraum wäre. Dieser nicht passierte Telefonanruf war aber das einzige, was heute nicht perfekt funktioniert hat und eigentlich auch das Unwesentlichste.

Als ich um viertel vor 12 im Zimmer stand, war Q. noch ein bisschen blass, aber scherzte schon wieder mit der Pflege (er ist ja das absolute Küken auf der Station und sehr neugierig und kommunikativ und wird dementsprechend verhätschelt.)

Ich hatte ja irgendwie damit gerechnet, ein dasiges, dahindämmerndes Kind, das vielleicht auch ein bisschen kotzt, vorzufinden und heute als Hintergrund für mein Teammeeting zu haben (just kidding, die Kamera hatte ich schön aufs Fenster ausgerichtet), aber nein: um 12 kam das Mittagessen und Q. hat nur zweieinhalb Stunden nach Ende der OP ein Dreigangmenü verdrückt. (Er hatte sich Lamm-irgendwas ausgesucht und hätte danach am liebsten dem Koch persönlich zu seinen Kochkünsten beglückwünscht. Bezeichnender Ausschnitt aus dem Freundechat:

"Boah lueget amol, mega Ässe, Lamm isch so fein!"

"Hey, weisch du eigtl, was (ok ich lass das mit dem Dialektschreiben) das für Deinen ökologischen Fussabruck bedeutet, Fleisch zu essen?!"

"Ich mach im Fall im Moment maximal einen halben und eigentlich gar keinen Fussabdruck, weil ich mir einen gebrochen hab, ich denke, einmal Lamm ist ok."

 Ich würde sagen, the kids are ok. (Am Donnerstag kommen zwei seiner Freunde direkt nach der Schule mit dem Rad vorbei "Die werden schwitzen, aber hier ist es ja eh heiss", d.h. der Hübsche und ich müssen heim, und dann wird Risiko gespielt. Ich bin mal gespannt, wieviel Verlängerung der Besuchszeit sie der Station aus dem Kreuz leiern. Oder ob die beiden dann einfach auch da schlafen.)

Ich hatte aus gestern gelernt und mir Mittagessen (aka Salat und Falafel) mitgebracht, ausserdem musste ich mir ja keine Sorgen mehr machen, und so war der Tag viel besser. Das Extra-Jöbli-Meeting heute lief sehr gut und ich denke, trotz der sehr unerwarteten Hürden in dem Projekt kommt das gut.

Kurz bevor der Hübsche zum Abklatschen kam, rauschte die Arzttruppe herein (ich hatte gestern abend btw noch ein wenig zum Thema Fusschirurgie und Center of Excellence und so recherchiert, ein bisschen Fleisch an den Knochen der hausinternen Lobpreisungen bringen. Scheint, da ist was dran, und ich weiss jetzt, dass in Baselland und Basel Stadt eine massive Überversorgung an Fusschirurgie herrscht und es sozusagen eine Art Battle unter den verschiedenen Krankenhäusern gibt, bloss nicht nachzugeben und vielleicht nicht das Beste dadrin zu sein. Wenn Sie mal was mit Fuss haben: kommen Sie ruhig hierher!) und erklärte, wie es gelaufen war. 

Es hat geklappt, das alles arthroskopisch (heisst das so? Sie wissen, was ich meine) zu erledigen, d.h. Q. hat einen minifuzziklaanen Schnitt, der mit 3 Stichen genäht wurde, anstatt einen 20cm langen (ich wusste gar nicht, dass das zur Debatte stand. Besser so). Er hat 3 Titanschrauben drin, alle Fitzel sind zusammengeschraubt, ich bin enorm beeindruckt von der Präzision und dem räumlichen Vorstellungsvermögen, das da dahinter steckt. Am meisten beruhigt hat mich allerdings, dass der Fuss-Oberguru ganz offensichtlich Q.s Fuss nicht mehr interessant fand, sondern mit mehr oder weniger "alles super, kein Problem" und ein bisschen Stolz auf eben den winzigen Schnitt wieder verschwand. Das mag für ihn jetzt nicht so befriedigend sein, aber mir ist es lieber, Q. hat einen langweiligen unspektakulär heilenden Fuss als irgendetwas wissenschaftlich sehr interessantes, Spannendes.

Schmerzmitteltechnisch reichen jetzt Ibuprofen und Dafalgan, das ist viel, viel weniger als auch schon. Alles in allem: HALLELUJA. (die nächsten Tage werden wir erfahren, was wie wo weiter gehen wird und auch, was Q. doch noch machen können wird. Meine Prognose: Klassenabschlusslager (auch mit Rollstuhl): nope, Pfadi-Sola: könnte gehen in reduzierter Variante. zB Anreise mit dem Mat-Transport anstatt Zug/Anwanderung und vor dem tatsächlichen Start mit den anderen Pios auf eine einsame Insel im Sursee (?) zu paddeln und dort zu übernachten. Und zB ganz sicher ohne OP (nicht wie Operation, sondern keine Ahnung, auf jeden Fall ist das ein 100km -Marsch in 36 Stunden.). Wir werden sehen.

Ich war nach dem Heimradeln eigentlich bereit, mich mit einem Eiskaffee auf die Terrasse zu setzen, zu bloggen, bis L. heimkommt und ganz laut zu seufzen: "JETZT wäre ich bereit für echt mal langweilig, danke." Ich war aber nicht schnell genug und so brummelte mein Whats-App schon auf dem Heimweg warm mit der nächsten Herausforderung, die alles andere als langweilig wird und unsere Sommerferienplanung, die ja vor allem auch auf langweilig Erholung ausgelegt war, ganz schön über den Haufen wirft. Naja. Ist dann so, besser so als notfallmässig.

Hier noch die Vorher-Nachher-Bilder von Q.s Knöchel:

Vorher:








Und für die KAtzenfreunde: Sansa ist für untertags wieder in ihre Sommerresidenz unter dem Pampasgras auf dem Kreisverkehr (keine Sorge, nur die Zu/Abfahrt von zwei Tiefgaragen, nicht irgendeine echte Strasse) gezogen.








Montag, Juni 14, 2021

140621 Läuft. Auf Reserve

 Was für ein Tag. 

Ich habe mich frühmorgens aufs Rad geschwungen, um rechzeitig zur Visite im 7:30h im Krankenhaus zu sein. Q. ist zwar gross, aber nicht ausgewachsen, deswegen ist es ja so ein Drama, und vor allem nicht volljährig, deshalb: Einverständniserklärung, Aufklärungsbögen tralalala, muss ein Erwachsener unterschreiben.

Die Radstrecke ist super, viel besser als die Autostrecke, die total nervig ist, alles hintenrum über Hügel und durch den Wald und an der Kläranlage einem Flüsschen entlang, mit Turbomodus eine Sache von 10, 15 MInuten.

Visite war dann wie in den einschlägigen Krankenhausserien: Der "Fussgott" vornedran, hinter ihm eine aufgeregte Herde an jungen Ärzten in blütenweissen Kitteln, die alle in der ersten Reihe stehen wollten und alle was sagen wollten. Das wichtigste für uns: Q. wird morgen operiert, deshalb musste er doch nicht nüchtern bleiben und bekam direkt Frühstück.

Für die ausführliche Erklärung kam dann einer der jungen Ärzte zurück und erklärte mit ausgedruckten Röntgenbildern zum Behalten alle Details des Bruchs (Buhuhuhuhu. Die Standardfrage ist: "Und wie genau ist das um alles in der Welt passiert?!", weil: mit bisschen Umknicken den unteren Teil des Schienbeins an den strategisch blödsten Punkten in drei Teile zu brechen, das ist schon echt gnaaaaaah!).

Es wurde angekündigt, dass für die Zeitplanung und die Narkoseaufklärung noch ein Anästhesist vorbeikommen würde und auch der würde noch Unterschriften brauchen. Wir hatten an sich geplant, dass ich einen Teil des Vormittags dableiben würde, der Hübsche am späteren Nachmittag bis zum Abendessen kommen würde, tja, aber daraus wurde nichts, weil es keinen klaren Termin für das Gesrpäch gab und ich natürlich nicht riskieren wollte, dass es irgendeine Verzögerung gibt. Also habe ich mein Homeoffice im Krankenzimmer eingerichtet. Sehr schöne Neuigkeiten kamen dann von unserer Krankenkasse, die sich beim Krankenhaus gemeldet hatte, weil Q. (wie wir alle, das hatte ich so nicht auf dem Radar) für Unfälle privat versichert ist.

Kurzer Exkurs: in  der Schweiz gibt es die gesetzliche Grundversicherung, die muss jeder Schweizer haben, die kostet auch bei allen Krankenkassen dasselbe und leistet genau dasselbe. Wenn man mehr möchte (sei es Privat/Halbprivat bei Krankenhausaufenthalt, Chefarztbehandlung, verschiedene erweiterte Erstattungen und Zuschüsse für weiss der Geier was), gibt es verschieden Zusatzversicherungen, aus denen man dann halt die Kombination raussucht, die am besten passt. Fürs Krankenhaus haben der Hübsche und ich zB halbprivat (glaube ich), für die Kinder "nur" allgemein, und zwar aus dem einfachen Grund, dass es in allen Schweizer Kinderspitälern eh nur allgemeine Abteilungen gibt. Die Unfallversicherung ist dann nochmal separat, der Hübsche und ich sind jeweils über die Arbeit tippitppi versichert, deshalb brauchen wir nichts extra, für die Kinder haben wir die bei der gleichen Versicherung abgeschlossen wie gesetzlich und Zusatz, und anscheinend beinhaltet die für Spitalbehandlung nach Unfall eben Privatbehandlung auf der ganzen Welt. (Wie Q. so schön meinte: wenn du also krankenhauskrank wirst, solltest du dir noch schnell bisschen was brechen, dann kommst du auf die Privatabteilung. Nicht dass ich deswegen seinerzeit mitten in der Nierenstory mit dem Rad gegen den Laternenpfahl gefahren wäre...)

Ich habe den Hübschen gebeten, das nochmal mit der Krankenkasse zu bestätigen und dann, zack, sind wir mit Sack und Pack ins oberste Stockwerk in ein riesiges Einzelzimmer mit Aussicht und Balkon und allen Schikanen gezogen.

Ich gönne es Q. sehr, sehr, dass er in diesem ganzen Mist noch das Positive findet und diesen Hotelservice geniesst. (Auch für mich war es ein bisschen bequemer, an einem echten Tisch bei offener Balkontür zu arbeiten).

Lustig ist: dadurch, dass das so ein Sportler-Fuss-Chirurgie-Zentrum ist und in Q.s Akte steht: "Beim Fussballspielen passiert" (und vielleicht auch wegen der Privatabteilung?), denken jetzt alle, er wäre ein ernsthafter Vereinsfussballer ("Wo spielst du denn? Kann ich Du sagen? Welcher Verein, welche Position?") und Q. antwortet dann treuherzg und wahrheitsgemäss: "Haha, gar nicht. Das war nur aus Spass mit 6 Freunden nach einer Party. Barfuss. Im nassen Gras".

Mittlerweile ist alles geklärt, Q. ist morgen der allererste auf dem OP-Plan, d.h. wir werden ihn vorher auch nicht mehr sehen, weil er halt schon um halb sieben die erste Kostbarkeit aus dem Portfolio meines Arbeitgebers verabreicht bekommt.

ALLE Ärzte sind bei der Aufklärung und Erklärung und dem letzten Pep-Talk am Abend sowohl auf die anwesenden Eltern mit allen Elternfragen als auch auf Q.s Fragen und Kenntnisstand eingegangen ("Hattest Du schon mal eine Vollnarkose? Nein? Also, das wird so ablaufen..."), wir könnten uns nicht besser vorbereitet fühlen.

Wird schon werden. (Meine Kollegen haben nur an dem zeitweiligen Maskentragen gemerkt, dass ich woanders war, anscheinend sass ich im gleichen Winkel zum Fenster wie sonst auch und auf die Details der Aussicht haben sie wohl nicht so geachtet).

Ich bin btw nullkommanull so cool, wie es hier klingt, all das Zusammenreissen kostet ganz schön viel Kraft. Das habe ich gemerkt, als ich tränenspritzend den Hübschen wütend für einen flapsigen Kommentar am Radständer zusammengefaltet habe. (Und danke an all die, die meinen EBike-Computer während 9 Stunden nicht vom Rad geklaut haben).

Wir würden also morgen gedrückte Daumen für eine gut verlaufende OP und erfolgreiches Reponieren nehmen (Q. dachte, der erklärende Arzt würde "Reparieren" falsch aussprechen, Gottseidank hat er es ihm nicht gesagt)

Impfung nur der Vollständigkeit halber: bei mir genau gar nix mehr, beim Hübschen sind die nächsten Lymphknoten zur Einstichstelle massiv angeschwollen. Fühlt sich komisch an, sonst nix.


Sonntag, Juni 13, 2021

130621 Boy, that escalated quickly

 Boring news vorneweg: die Impfnebenwirkungen sind total unspektakulär, ich bilde mir ein, mein Arm tut sogar weniger weh als letztes Mal. Das könnte aber daran liegen, dass ich erstens so müde bin, dass ich vielleicht gleich einfach umfalle und zweitens andere Dinge im Kopf habe.

Wir haben nämlich gestern nacht auf der Notfallstation des Kantonsspitals (des Nachbarkantons) verbracht und das kam so:

Wie erwähnt hatte Q. ja gestern Schulablschlussparty mit seinen besten Freunden, will heissen: Schwimmbad 1 mit drölfzig Leuten, Schwimmbad 2 mit weniger Leuten und Beachvolleyball, Fussball auf dem Dorffussballplatz nebendran, Grillen bei einem Freund im Garten, Elterntaxi heim.

Was zwischendrin passiert ist: beim Fussballspielen ist Q. in ein Loch getreten, umgeknickt, gestürzt und das war es dann mit Auftreten oder Fuss bewegen.

Die Jungs haben das McGyver mässig gelöst (ok, meine präferierte Variante, besonders im Nachhinein, wäre gewesen, sie hatten da schon jemand Erwachsenen zur Hilfe geholt, aber naja): einer der Freunde hat eine Bänderdehnung und deshalb Gipsschuh und Krücken. Diese Krücken hat er an Q abgegeben, den Freund haben sie erst auf einem Trotinette heimgeschoben, dann (es ist dort ziemlich hügelig und steil) am Schluss hat der Grösste aus der Truppe ihn einfach das letzte Stück getragen, Q. ist auf Krücken hinterhergehumpelt. Nach den ersten Grillwürschtln rief er dann an und wollte abgeholt werden. Ich hörte schon aus den ersten Worten, dass etwas überhaupt nicht in Ordnung ist und dachte zunächst an Materielles, wie Handy im Pool versenkt, Fahrrad in den Rhein geworfen oder so.

Der Hübsche und ich machten uns also auf den Weg (ich war grade frisch gebadet, ich hatte mit einem viel späteren Taxiruf gerechnet), ein erster Blick und Abgleich mit meinem sehr limitierten orthopädischen Erfahrungsschatz ergab: "Das sieht anders aus als ich mich an Bänderrisse und -dehnungen aus meiner Jugend erinnere", was ja nun genau gar nichts heisst. Noch auf dem Weg telefonierte ich mit der Notfallstation des Krankenhauses im Nachbarstädtchen, was gut war, denn da hatte das Röntgengerät Wasserschaden und wir wurden ans Kantonsspital des Nachbarkantons verwiesen. Die hatte ich gar nicht auf dem Radar gehabt, ich hatte nur zwischen UKBB und Unispital Basel geschwankt. Wir haben also Q. daheim schnell ein frisches T-Shirt angezogen (nur fair nach einem langen aktiven Tag in der Sonne), dabei waren alle noch gut genuger Dinge für ein thematisch passendes:




L war schon im Bett und damit einverstanden, dass wir zu dritt fuhren (im Nachhinein wäre es gescheiter gewesen, wenn nur einer gefahren wäre, aber wir dachten ja, binnen einer Stunde mit Tapeverband und Voltaren (und eine kleinen bisschen Augenrollen über Helikoptereltern) nach Hause geschickt zu werden. So lange könnte es der, der nicht mit reinkam, weil ja wegen Corona nur eine Begleitperson, auf dem Parkplatz schon aushalten (mit Klimaanlage und Netflix, drinnen war es unbequemer!).

Nun denn, es kam ... anders. Ganz anders. In fünfeinhalb Stunden auf dem Notfall bekam Q. Schmerzmittel (easy angefangen mit Iburofen bis zu Opiaten gegen später), und die vermutliche Diagnose wurde mit jedem Test schlimmer: 

Anschauen: "Vermutlich nur eine Bänderdehnung, zur Sicherheit Röntgen"

Röntgen: "Hm, wir können einen Bruch nicht ausschliessen, aber wenn, dann nicht schlimm und keine OP, du kannst mit einem Gipsschuh wieder heim, zur Sicherheit CT"

CT: "Gebrochen, und zwar durch die Wachstumsfuge und in einem ganz schwierigen Winkel, ausserdem verrutscht, d.h. OP, du bleibst auf jeden Fall hier, und wie gut, dass Du im Krankenhaus mit dem besten Fusschirurgen von überhaupt gelandet bist, der wird das machen, das ist genau sowas, was er spannend findet."







Währenddessen verwandelte sich die Notfallstation von menschenleer zu Grey's Anatomy live. Der Hübsche sah von draussen Krankenwagen nach Krankenwagen vorfahren, wir hörten drinnen dramatische Übergabe auf Übergabe.Dementsprechend verzögerte sich Q.s stationäre Aufnahme, weil: naja, er war ja soweit stabil und es gab viel mehr dringenderes. Wenn man da aber mittendrin sitzt, nur von eine Vorhang von allem getrennt, dann ist das schon für Erwachsene (mit Schmerzen und müde und kaputt) sehr unheimlich, für einen 15jährigen noch mehr. Und so blieb ich bei ihm, bis er irgendwann seinen Zugang hatte, der Ruhigstellstiefel so passte, dass es nicht noch mehr wehtat und begleitete ihn dann irgendwann durch das schlafende Krankenhaus zu seinem Zimmer. (Auf der Suche nach dem Ausgang wäre ich dann fast von einer Krankenschwester "verhaftet" worden, weil ja schon längstens keine Besuchszeit mehr war und logischerweise nur ausbüchsende Patienten leicht planlos durch die Gänge irren konnten. Und ja, klar, die würden bestimmt "Nein, ich such nur den Ausgang" sagen, nicht "Ich bin ausgebüchst und auf der FLucht".

L. hatte daheim alles verschlafen, wir hatten ingesamt auch 3 und ein bisschen was Stunden Schlaf und der Tag heute war dann ... speziell. Wir haben Q. abwechselnd besucht, er trägt das alles mit Fassung, seine Freunde unterstützen ihn wunderbar, er ist aufgeregt wegen der Vollnarkose, total begeistert, wie NETT alle sind, er versteht sich super mit seinem "Zimmerbuddy", wie er ihn nennt, einem ungefährr 60jährigen Elsässer ("Mami, der ist total cool und witzig").

Morgen früh um halb acht kommt der "Fuss-Oberbossdoktor", wie Q. ihn nennt, zur Visite und einer von uns soll/darf dabei sein, auch, weil alle Unterlagen zur OP unterschrieben werden müssen.

Wie gut, dass wir den Wochenanfang meetingtechnisch entzerrt haben, um potentielle Impfnebenwirkungen abzufangen.

Wie gut, dass wir beide die zweite Impfung noch besser vertragen als die erste. 

Was ein grosser Scheiss, ey.

ABER IMMERHIN: 2X IMPF




Samstag, Juni 12, 2021

120621 2 down, 2 more to go

 Heute, ein paar Minuten nach Mitternacht habe ich auf Twitter gelesen, dass man doch die 12-15jährigen im Aargau schon für die Covid-Impfung registrieren lassen kann und ein paar Minuten später hatte ich beide angemeldet. (Und die Info an Freunde-Eltern und den Klassenelternchat von K2 verteilt. Ich hatte den Link und die Ankündigung schon vor zwei (?) Wochen dort geteilt und keine Antwort als Grillenzirpen bekommen, deshalb bin ich mehr als eh schon davon überzeugt, dass der tatsächliche Klassenchat, in dem es hoch her geht, ohne mich irgendwo hin weitergezogen ist  und ich nur noch auf dem mit den langweiligen offiziellen Infos bin. Alternative wäre, dass den Leuten dort alles egal geworden ist, wo doch früher ALLES mit Emojisturm beantwortet wurde. Naja. Mir solls recht sein).

Dann habe ich vor dem Einschlafen noch drüber nachgedacht, wie wir das wohl machen würden, wenn die Einladung just für einen Termin kommt, zu dem sie im Sola der Pfadis sind. Abholen und zurückbringen? Was ist, wenn sie danach Nebenwirkungen haben? Was, wenn Q. dann zum OP (=100km zu Fuss in 36 Stunden) aufbricht und Nebenwirkungen hat und zusammen klappt oder Herzmuskelentzündung kriegt? Und das, liebe Kinder, ist der Grund, warum man in der Nacht nicht nachdenken soll. (Alles easy zu lösen: wenn sie nicht vor Abfahrt einen Termin bekommen, kann man mittlerweile seinen Termin so verwalten, dass man "Nicht vor dem ....." nachträglich angibt, und damit können wir sozusagen 2 Wochen Pause drücken.

Heute war dann ein logischerweise bisschen komischer Tag, weil: dringend benötogtes Wochenende, perfektes Sommerwetter, L. Pfadiübung, Q. Baditreffen und Grillparty zum Einleiten der Schulabschlussfeierlichkeiten, der Hübsche und ich Impfdate in Aarau.

Mittlerweile sind natürlich die Kinder so gross, dass das alles easy selbständig zu regeln ist (Beide mit dem Rad unterwegs, beide Hausschlüssel, Q. mit der Auflage, nicht im Dunkeln mit dem Rad heimzufahren, sondern uns zum Abholen anzurufen, weil halt, Rad wird morgen geholt.)

Diesmal machten wir unsnicht ganz so früh auf den Weg zum Impfen nach Aarau und waren deshalb auch erst 20 Minuten vor meinem Termin da. Diesmal gab es sogar eine Schlange von ... ich schätze mal 20 Leuten vor dem Zelt, alle hielten brav Abstand, sehr viele hatten sichin Schale geworfen, es waren im Schnitt viel mehr jüngere Menschen als beim letzten Mal, ich würde schätzen, der Altersschnitt war etwa 40.

Beim Warten (maximal 10 MInuten) wurde man mit Desinfektionsmittel versorgt, vor dem Zelt sehr freundlich nach Erst-/Zweitimpfung, Krankenkassenkarte und Impfpass dabei? gefragt (Ohne Impfpass geht übrigens auch, man bekommt halt einen Impfnachweis und kann sich das dann irgendwo eintragen lassen). Drinnen brummte die Luft (und es war, anders als letztes Mal, wo es ja kalt war und geschüttet hat, ganz schön heiss), wir wurden beide auf der Liste gesucht, abgehakt, bekamen beide Impfungen (von vor vier Wochen und von heute) im Impfpass eingetragen und die jeweiligen Kleber rein. Mein ALCOA-Herz weinte ein bisschen, als die von vor vier Wochen HEUTE eingetragen und ohne jeden schriftlichen Kommentar unterschrieben wurde. Immerhin gab es Kleber von zwei verschiedenen Batches und ich denke jetzt mal ganz optimistisch, dass sie bestimmt die Aufkleber von dem Batch, die sie vor vier Wochen verimpft haben, heute extra für die Leute noch dahatten, die damalskeinen (genehmen) Impfpass dabei hatten.

Kurz warten, und zack: ab in die Kabine. Diesmal nicht die geräumige "Bärli-Kabine", sondern halt eins von vielen Kabüffen, die mit zwei Plastikstühlen ausgestattet sind. Wir klemmten uns beide rein, ich war bereit, diesmal dann doch ein Foto von des Hübschen Impf zu machen, bis.... naja, bis die Ärztin kam und ihn impfte und der Sperrbildschirm nicht mehr wegging. Die Ärztin war sehr cool und meinte: "Ich lass die Nadel jetzt einfach so lang drin, bis Sie das Bild haben, ok?" 


und, naja, so wie es aussieht, komme ich da ja noch mindestens zweimal hin mit den Kindern und irgendwann bin ich icht mehr peinlich. Immerhin habe ich ein Foto, bei dem ich die Augen nicht zukneife!






Wartezeit danach wurde btw auf 5 Minuten verkürzt, "Aber erst gehen, wenn die Person für den Papierkram da war!". All das ging tatsächlich schneller als in fünf Minuten und wir wurden vogelwild mit noch 43 Sekunden auf dem Timer nach draussen geschickt.

Wäre das jetzt also auch erledigt!

(WIr haben es sogar vor L. nach Hause geschafft :-))

Um bereit für ein leckeres Abendessen in jedem Fall und auch für evtl schlimm schmerzende Arme oder Matschigkeit zu sein, hatte ich Marillenknödel schon vorbereitet, die wir, während nebenbei "Dänemark : Finnland" lief, gemeinsam zubereiteten, naja, so richtig viel Appetit hatten wir dann nicht. Aber immerhin scheint es jetzt besser als auch schon auszusehen für Christian Eriksen....

Hmpf.

Und jetzt heisst es warten auf den Taxiruf von Q. (Bisher haben wir anhand des geteilten Standorts nur ihre Tour durch die Schimmbäder der Gegend verfolgen können.)