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Freitag, November 04, 2016

Einmal mit Profis!

Heute morgen habe ich das Auto zum Reifenwechseln gebracht. Das habe ich mittlerweile dahingehend optimiert, dass ich den Reifenladen direkt vor der Haustür nehme, da muss ich dann nicht EINE STUNDE im Autohaus rumsitzen oder ein Ersatzauto organisieren oder mit dem Zug in die Pampa gurken, ausserdem kann man Termine online reservieren und muss dann weder am Telefon noch in echt diskutieren, ob man jetzt noch einen Batteriecheck oder Winterservice mit Zimtduft möchte oder so, ich klicke einfach zusammen, was ich brauche, reserviere den Termin, fertig. Eigentlich. Ich hatte heute nämlich den Termin-Slot von 7:30-8:00 reserviert, das passt mir recht gut in mein Freitags-Homeoffice-Konzept: Aufstehen um 6, Arbeiten mit Kaffee von viertel nach 6 bis kurz vor halb acht, Autowegbringen, Frühstücken mit der Familie bis acht, Autoholen, Einkaufen fahren, weiterarbeiten. Und ja, Sie alle hätten das natürlich genau wie der Hübsche auch von vornherein gewusst, aber um 10 nach acht war das Auto ("Geht so halbe Stunde") natürlich nicht fertig.... Und ja, ich bin immer noch so naiv und glaube daran, dass auch andere Leute gern pünktlich sind, und so war ich schon ganz schön angefressen, vor allem als ich dann da rumsass wie bestellt und nicht abgeholt ("Geht noch paar Minuten, keine Ahnung, warum oder wie lang"), während die gesamte Werkstattbelegschaft am Kaffeetrinken war. Können sie ja gern machen, aber dann brauchen sie nicht mehrfach behaupten, das Auto wäre in 30 Minuten fertig. Das Gute ist ja: auch bei Onlineterminbucherei ist nicht alles Gold, da kommen nämlich drölfzig Aufforderungen zum Ausfüllen eines Customer Survey hinterher. Vielleicht mache ich das diesmal ja dann.

Zum Gesamtkonzept des "WTF?"-Tages passte dann die unangekündigte Strassensperrung im Nachbarort und ein neues Highlight in der Beziehung zwischen Paketversand und mir. Diesmal hatte ich für 4 Pakete eine Zustellbestätigung im selben Paketshop bekommen. Aus Erfahrung war ich erstmal recht entspannt, als es hiess: "Hier sind drei, das ist alles was wir haben". Ich blieb auch noch ruhig, als beim erneuten Nachschauen nur "Ne, da ist echt nix mehr" kam. Erst als beim Verweis auf "Vielleicht haben Sie es ja SCHON WIEDER, MITTLERWEILE ZUM DRITTEN MAL DANN ausgebucht und auf einen anderen Namen in einem anderen System wieder eingebucht" verneint wurde, das hätte man schon überprüft.
Ich durfte dann mit dem Hermes-Mensch selber telefonieren, der mir mitteilte, dass das eine Paket in einem anderen Nachbarort sei und die "Bitte holen Sie es ab"-Mail ja nun nur eine generische wäre und gar nicht genau sagen würde, wo das wäre. Ich habe ihm dann die Mail mit "Name, Adresse, Telefonnummer" des Ladens vorgelesen, bekam ein "Das können wir jetzt ja wohl nicht mehr klären, wer da Recht hat" (WTF? Ich bestelle an eine bestimmte Adresse, bekomme eine Mail, dass ich es genau da abholen kann, das Paket ist aber woanders, wo es nicht hinsollte und das steht nirgends? Ja, das ist wirklich nicht klar, wo da der Fehler liegt, was?) als Antwort. Das Paket wird jetzt umgeleitet, ich kann es eventuell nächste Woche im eigentlichen Laden abholen, eventuell klappt es auch, dass es trotz überschrittener Rücksendefrist wegen nicht abgeholt nicht zurückgeschickt wird und eventuell kann ich dann die darin enthaltene Retoure trotz überschrittener Retourenfrist auch noch zurückschicken und das Geld wiederbekommen.

Ganz sicher bestelle ich da nix mehr hin, ich werde mit eingezogenem Schwanz wieder zum Lottomann zurückkehren. Da fahre ich länger und werde altväterlich belehrt, aber immerhin ist das Zeug da.