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Samstag, März 31, 2012

Bereit zur Legendenbildung

Geschafft. Die Schichtwoche und ich. Ja, ich denke, mittelfristig hat diese Woche durchaus Potential, in den Fundus der gerne erzählten "Schwänke aus meiner Jungend" aufgenommen zu werden ("Wie wir mal fast mit einem Bollen Natrium die Kläranlage in Garching gesprengt hätten", "Wie wir mal mit einem Kofferraum voller selbst gemixtem Feuerwerk in die Tiefgarage des Kreisverwaltungsreferats gefahren sind", "Wie ich das erste Mal im Vollschutz gearbeitet habe") dann eben neu, jetzt mit fremdbelüftetem Vollschutz, mit Blasen am Daumen, neuen Rekorden in der Koffeinaufnahme, mit einer Woche nur unter Männern, incl. Fachgesimple über Bayern vs. Marseille, über den Freiburger Tabellenplatz, über die Münchner Sperrstunde und die Münchner Türsteher (kann sein, dass ich da irgendwann zwischen zwei und vier am Morgen dieVerantwortung für übernommen habe),aber jetzt, jetzt gehe ich erst mal ausschlafen.

Freitag, März 30, 2012

Kinokino

Es gibt sie noch, die Stöckchen! Ich habe eines von Kira bekommen. Sie hat fünf Fragen zum Thema Film gestellt:

1. Wenn Du selbst einen Film drehen würdest, welches Genre würdest Du wählen?
Auf jeden Fall irgendwas mit Zeitreisen!
2. Bei welchem Film hast Du Dir schon einmal gewünscht, es sei kein Film, sondern die Wirklichkeit, und Du selbst wärest ein Teil davon?
Ich habe ja einen ganz speziellen Crush auf britische Schauspieler - Colin Firth, Daniel Craig, Hugh Grant und so - und dementsprechend weiss ich gar nicht, wer ich in "Love Actually" am liebsten wäre.
3. Welcher Film hat Dich zuletzt völlig verstört?
Erst wollte ich schreiben "Contagion" (take this, Wegenderschweinegrippeniemehrdenoffiziellenstellenglauber), aber dannist mir eingefallen, dass ich ja tatsächlich und in echt letztens im Kino war und "Take Shelter" noch verstörender war, weil man eben bis zum Schluss nicht weiss, ob der Mann jetzt langsam verrückt wurde oder eben ein Visionär. Und ich kann keine Regenwolke mehr entspannt anschauen...
4. Mit welchem/r populären Schauspieler/in konntest Du noch nie etwas anfangen?
Das passt jetzt ja perfekt: ich habe nie verstanden, was an Johnny Depp so toll sein soll (der ist doch total .... klein, oder?) WObei er zT schon echt grossartig spielt, ich denke da an "Fear and Loathing in Las Vegas"
Liebe Kira, in dieser Hinsicht werden wir uns nie in die Quere kommen ,-).
(Ich hätte auch schreiben können: Robert Pattinson und Co, für die bin ich einfach zu alt, glaube ich)
5. Nenne drei Deiner Lieblingsfilme die Du bis zu Deinem 12. Lebensjahr hattest.
Ohne Witz, ich glaube, bis ich 12 war, war ich genau dreimal im Kino, das waren "Unten am Fluss", mein erster Kinofilm ever, wobei mir da das schwarze Kaninchen des Todes immer noch Albträume beschert,  "Das Dschungelbuch", und "Asterix: Operation Hinkelstein". Ich würde also gerne "Unten am Fluss" gegen "Pretty Woman" tauschen, das habe ich mit gerade 12 gesehen und dieser Abend mit meiner Freundin Simone sorgte für einen der ganz grossen Eklats in meiner Jugend, weil meine Eltern hier ein von insgesamt zweimal in meinem unvolljährigen Leben den Abholpunkt nicht 150% genau festgelegt hatten und meine Freundin und ich dann von nahezu hysterischen Eltern unterwegs aufgegriffen wurden.... Aber der Film war toll und ich kann ihn immer noch auswendig mitsprechen.

Und nun gibt es noch fünf neue Fragen von mir, nämlich:
Bei welchem Film hast Du das letzte Mal geheult?
Welche Buchverfilmung findest Du am schlimmsten?
Welchen Film hättest Du lieber nicht gesehen?
Welche Ausschlusskriterien hast Du bei Filmen (bei mir zB alle mit Donald Sutherland ;-))?
Warst Du schon mal allein im Kino (wenn ja, warum? Wie wars? Wenn nein, würdest Du?)

Und weiter gehts an Lise von der Pampersfront (wir sind seit gestern mit HIMYM durch, ich werde spätestens Montag das Paket auf den Weg schicken!), an Katharina, an Kathi, an Tanja und an Caro (wir haben so einen orthogonalen Büchergeschmack, da wäre ich auf den Filmteil gespannt!)

Mittwoch, März 28, 2012

Selber schuld

Ich hatte ja den hehren Plan, mal vernünftig zu sein und meine Energie in der Schichtwoche einzuteilen. Der Plan war: wenn ich von der Frühschicht komme, einfach nochmal zwei Stunden ins Bett legen, bis die Jungs abzuholen sind, vor der Spätschicht zwar dem Hübschen mit den beiden Jungs aus dem Haus helfen (morgens sind hier v.a. die U7-Mitbewohner recht unkooperativ), danach aber huschhusch wieder ins Bett zu verschwinden, den Vormittag dann gemütlich zu versandeln, mittagessen, schaffen, heim, schlafen.
Tja. Das mit der Frühschicht hat einigermassen geklappt (am Montag musste ich am Heimweg noch schnell die Quittung für die im Kindersecondhandladen abgegebenen Frühlingskleider abholen, dann schnell was essen und dann lohnte sich das Schlafen gar nicht mehr, aber immerhin habe ich nur noch auf dem Sofa gelesen. Gestern war ich dank der höllischen Nacht davor so k.o., dass ich einfach zwei Stunden gedöst habe und relativ früh ins Bett bin.
Heute habe ich also die Jungs aus dem Haus komplimentiert, der Hübsche hat für morgen vormittag Autobedarf angemeldet und ausserdem seinen Hausschlüssel vergessen. Ausserdem kommt morgen nachmittag die Putzfrau, also habe ich noch schnell die Wäsche angeworfen, einen Reifenwechseltermin ausgemacht (gehört Audi zum öffentlichen Dienst, oder wieso wird in unserer Werkstatt gestreikt? Naja, das wäre eh nochmal ein Thema für sich, meine Meinung zum Streiken......). Der recht leere Kühlschrank grinste mich schon gestern abend an, also nutzte ich das "Dem Mann den Schlüssel hinterhertragen" gerade dazu, auch noch den Grosseinkauf zu erledigen. Und wenn ich schon mal ohne Kinder unterwegs bin, dann kann ich den Drogeriemarkt auch gerade noch einschieben (im dm gibt es neu "Essie"-Lacke. Ich habe mir Apple-Mint und den viel gelobten Topcoat geschnappt), die Hemden des Hübschen zum Bügeln wegbringen, ein Päckchen in den Briefkasten werfen und beim Tchibo Gartenschnickel besorgen.
Und wenn ich schon einen Haufen neue Grillsaucen besorgt habe, dann kann ich die alten ja mal endlich entsorgen und wenn ich da schon dabei bin, dann kann ich auch gleich den ganzen Kühlschrank ausmisten und saubermachen, bevor ich die Einkäufe einräume. Und die neuen Sachen wollen natürlich angepflanzt und aufgehängt werden und so ist der Vormittag fast rum (und mir ist eingefallen, dass ich wegen Ausnahme heute nicht erst um zwei aufschlagen muss, sondern besser schon um eins und naja, ich fürchte, mein Aktionismus wird sich rächen, so gegen acht, neun Uhr heute abend. Aber man könnte das Blumenerdesäckeschleppen auch als Training für das Säckeschleppen heute abend dann sehen)
Nun ja, morgen aber, da werde ich richtig chillen am Morgen (nur die Betten, die beziehe ich noch frisch).

Dienstag, März 27, 2012

Schicht im Schacht

Kurzes Update aus meinem total tages- und nachzeitverwirrtem Hirn: ich werde im Leben kein Schichtarbeiter.
Aber: heute morgen ging das Aufstehen um 4:30h schon viel leichter (könnte daran gelegen haben, dass das nuggilose Little L. ab 1:00h praktisch dreiviertelstündlich etwas zu motzen hatte, ab zwei dann zu mir ins Bett zog und auch da wurde es nicht besser: "Gib mir Decke, ich brauch Platz, rutsch weg, Du bist zu heiss, ich schwitz, tu da den Arm weg, wo ist mein Has, ich will mit dir kuscheln", so dass ich ja eh wach war. Mehr oder weniger.
Meine albernen Bedenken auf dem Weg zur ersten Nachtschicht ("Wo ist denn der Lichtschalter im Gang? Ist das Parkhaus nicht supergruslig verlassen um diese Zeit? Hab ich Schiss, über das menschenleere Gelände zu laufen?") haben sich zerstreut, weil menschenleer ist da kurz vor Frühschichtbeginn gar nix ;-).
Einsatz im fremdbelüfteten Vollschutzanzug: erledigt. Wichtigstes Utensil wäre gewesen: eine Haarspange. Hat ja meine Mutter schon immer gesagt: "Kind, du kannst ja gar nix sehen, so mit den Haaren vor dem Gesicht." Und dann hatte ich ja noch die Plastikscheibe zwischen meiner behandschuhten Hand und meinem Gesicht.....
Nun denn, ich geh jetzt mal schlafen und schaue morgen dann, wie es so ist, länger zu bleiben als normal ;-)
(Spannreifenschliessen mach Daumenmuskelkater)

Montag, März 26, 2012

Tree Hugger

Little Q. hat mit seiner Kindergartengruppe am Freitag seinen beitrag zum Wiederaufforsten geleistet: jedes Kind durfte einen Baum pflanzen. Wir haben ihn am Samstag schon mal besucht und jahreszeitentechnisch passend geschmückt. (Little Q. guckt so fertig, weil die Pflanzung ungefähr am höchsten Punkt und am hintersten Ende des Waldes liegt und wir ihn mit dem Fahrrad bergauf gescheucht haben).
Ich finde das eine wunderschöne Tradition!

3 in Bildern

Das obligatorische Kerzenpustebild: immer wieder schön

Ganz wichtig: auch der grosse Bruder bekommt das eine oder andere Geschenkchen ;-)

Wie gewünscht war Little L.s Gabentisch sehr dinolastig, was seinem Geschmack aber voll entspricht (Haben Sie einen Lieblingssaurier? Little L. schon: den Tricaterops oder auch Hornsaurier)

Hier wird die weltgeilste Kugelbahn ausgepackt. Meine Schwester hat uns draufgebracht und wir sind alle högscht begeistert. Und man kann sogar noch erweitern, wenn einem nach der 100000000 Aufbaumöglichkeiten langweilig wird!

Ich mag ja sowas: sogar in der Schachtel gibt es einen Plan, wie man die Einzelteile wieder so reinstapelt, dass der Deckel hinterher wieder zugeht.

Little L. wählt das erste Modell aus

Währenddessen am Sofatisch: Legoalarm

Erste Bahn steht

Ausserdem ist Little L. jetzt gross und hat all seine Nuggis gegen einen Babyaffen eingetauscht. Der wurde übrigens auf den legendären Namen "Tyrannosaurus Aff" getauft.

Ohne Nuggi, dafür mit Affe liess es sich gut kuscheln, aber nicht mittagsschlafen. (Abend und Morgen waren ein Drama, aber wir bleiben dran.)

Dieser Kuchen ist heute in die Kinderkrippe gewandert

Zusammen mit den Resten der ca 100 Cakepops, die ich eigentlich nur wieder ein wenig beglitzern wollte, aber meine Schwester ist in den "Für die Kinder machen wir aber jetzt Tierköpfe"-Modus verfallen.   
Es war ein wunderbarer dritter Geburtstag und nach einem Fest mit 9 Kindern (drei beste Freunde incl. Geschwistern) und 8 Erwachsenen (meine Schwester und all die dazugehörigen Eltern) war ich so rechtschaffen platt, dass ich es erstaunlich vernünftig früh ins Bett geschafft habe und heute morgen, als um halb fünf der Wecker klingelte, taufrisch aus den Federn sprang. (Nicht.)

Sonntag, März 25, 2012

3

study_of_development_2 pt.03 by Prozac74
study_of_development_2 pt.03, a photo by Prozac74 on Flickr.

Mein lieber grosser, kleiner Little L.,
heute hast Du Geburtstag und bist seit genau drei Jahren bei uns. Wenn man dich heute ansieht, erinnert kaum noch was an das kleine dunkelhäutige, schwarzhaarige, grimmige, winzige Baby, das du damals warst.
Du siehst ziemlich genauso aus, wie ich mir Michel aus Lönneberga vorstelle: blond, mit den blaugrüngrauen Augen von deinem Papa, mit den immer noch längsten Wimpern der Welt. Das Grübchen auf der rechten Wange ist dir von Geburt an geblieben.
Im letzten Jahr hat sich viel getan, am auffälligsten ist natürlich die Kommunikation. Du redest wie ein Wasserfall, in einem sehr schweizerisch gefärbten Tonfall/Dialekt. Du kannst einerseits argumentieren wie ein Grosser, andererseits bist Du halt doch gerade erste drei, so dass der eine oder andere Trotzanfall, bei dem Du kaum erreichbar bist, schon mal vorkommt.
Die Milchflaschen haben wir abgeschafft und seit Oktober bist Du untertags und seit ein paar Wochen auch in der Nacht immer ohne Windel unterwegs. Meistens gehst Du tags wie nachts total selbstständig auf die Toilette, nur mit dem Hosenknopf brauchst Du manchmal noch Hilfe...
Wow, da ist echt nichts babyhaftes mehr ;-).
Deine Interessen sind natürlich sehr von Deinem grossen Bruder geprägt, ich weiss nicht, ob es auf dieser Welt sonst noch einen gerade Dreijährigen gibt, der die Geschichte der Jedis mit allen Padawanen und unter der besonderen Berücksichtigung der Sith-Verschwöerung rezitieren kann, dazu noch alle Feinheiten der verschiedenen Klontruppenuniformen und Aliens.....
Ansonsten findest Du Dinosaurier (dein Favorit ist der Tricaterops), Tiger, Löwen und natürlich Autos toll. Du puzzlest gerne, malst und schneidest (genauso offensichtlich, wie dein Bruder ein Linkshänder ist, bist Du ein Rechtshänder) und klebst.
Nach gewissen Anlaufschwierigkeiten, wo du dich ja vehement geweigert hast, dein Laufrad auch nur in Erwägung zu ziehen, bist Du dann einfachirgendwann aufgestiegen und losgefahren. Ausserdem, und das ist viel wert, läufst Du auch zuverlässig beliebig lange Strecken. (Als wir letzten Sommer jede Menge Babykram verkauft haben, habe ich für den Notfall den Buggy noch behalten, aber wie dein grosser Bruder bist du nach deinem 2. Geburtstag kein einziges Mal mehr gefahren worden.).
Essenstechnisch orientierts Du dich (leider ,-)) auch an deinem grossen Bruder, aber anders als er bist Du immer noch ein Obstfan und für Mangos würdest Du wohl alles stehenlassen.
Deine Betablocker gegen das Vorhofflattern nimmst Du ohne Mucksen und Motzen zweimal täglich und seit fast einem Jahr hattest Du keine Probleme mehr, ich hoffe sehr, der Absetzversuch in drei Wochen ist erfolgreich.
In der Kinderkrippe hast Du  viele Freunde, einerseits deine Seelenverwandte Y., andererseits gibt es da eine Gruppe von 2,3 richtigen Rosahellokittyglitzermädchen, die Du sehr bewunderst, aber genauso gerne spielst Du mit den Jungs Pirat und Dinosaurier.
Ach mein Grosser, ich hab unendlich lieb!
Deine Mama

Samstag, März 24, 2012

Grown up stuff

Gestern hatten der Hübsche und ich dank meienr Schwester einen freien Abend und sowas will natürlich genutzt werden.
Wir haben also im Nooch leckerst gespeist (ganz grosse Empfehlung: die Bentobox zum Starten, kann man sich gut teilen. Sollte man auch, wenn man danach noch was essen möchte) und sind danach ins Kino gegangen. Und klar, wenn man zur Zeit ins Kino geht, kommt man um "Panem" nicht herum und wir hätten uns den FIlm auch trotz allem fast angesehen. Dann aber kurz vorher, habe ich das hier geslesen und so sind wir an der langen Schlange und dem Riesensaal vorbei ins hinterste Eck in einen Kinosaal, der von den Ausmassen selber an einen Tornadobunker erinnerte, und haben den besten Film seit langem gesehen. (Absolute Sehempfehlung! Auch wenn ich jetzt die dunkle Wolkenfront über der Siedlung sehr beängstigend finde....).
Und ja, Panem werden wir uns natürlich auf DVD ansehen, den ersten Teil zumindest, weil danach kommt ja praktisch nichts mehr, das wird nämlich, so wie ich das sehe, endlich mal eine Buchverfilmung sein, bei der man nicht denkt: "Schade, da fehlt so viel vom Buch", weil: im Buch steht ja schon so wenig, das kriegt man locker in 90 Minuten unter!

Freitag, März 23, 2012

Verdient

haben werde ich mir die Osterfeiertage in zwei Wochen.
Ich kann nämlich nicht mehr genau nachvollziehen, was mich geritten hat, die Schichtwoche genau nächste Woche zu legen (vermutlich, weil dann die Osterwoche ist, dann eine Woche mit Spitaltermin für Little L., dann die Woche, wo mein Vater uns besucht etc., und dann bin ich ja nicht mehr neu und ich will es endlich rum haben und normal schaffen können. Ich habe eh das Gefühl, in Sachen Einarbeitungsprogramm ein rechtes Tempo vorzulegen. An sich ist es für ein Jahr ausgelegt, aber mein Chef hat mich damit geteast, dass ich erst wenn ich alles durch habe, rechtskräftig visieren darf und gemeint, ich könne ja mal ein bisschen schneller ins Auge fassen. Und ich wäre kein Trekkie, wenn ich nicht sofort an "Wir brauchen zwei Stunden."" Ihr habt eine" "Wir schaffen es in einer halben" gedacht hätte udn so bin ich nach drei Wochen mit 85 SOPs, 94 SGU-Weisungen und 15 Corporate Guidelines durch, von meinen gefühlt 4000 Gesprächsterminen habe ich schon ca. 8, ich habe mich für den externen GMP-Kurs angemeldet, Feuerlöschen gehe ich nach Ostern, ich bin dank e-learning der Windows-7-, Compliance-, Kartellrecht- und OEE-Checker).
Nächste Woche also Schicht. Das bedeutet, dass ich Montag morgen um halb sechs in geliehenen olivgrünen Schutzkleidern zur Schichtübergabe auflaufe und, das ist der Plan, richtig schaffen werde. Mit fremdbelüftetem Vollschutzanzug zum Teil, was wohl aber angenehmer als das hier sein soll, allerdings geht es nciht um poplige 100 Kile schaufeln, nein, eher um zwei Tonnen..... (Mir konnte bisher übrigens niemand sagen, wo es Damenduschen gibt, aber entweder finde ich das noch raus oder ich stinke halt bis daheim). An sich jetzt schon nicht genau das, was ich mir unter einem entspannten Montagmorgen vorstelle, aber das gewisse Etwas bekommt er dann noch dadurch, dass ich am Tag vorher nicht etwa entspannt in der Frühlingssonne rumhängen werde, sondern mit Little L. und seinen 3 besten Freunden incl. deren Eltern und fünf Geschwistern Kindergeburtstag feiern werden, am Abend noch den Kuchen für die Kinderkrippe backen und mich dann darüber freuen werde, dass am WE  auch noch Zeitiumstellung ist und halb sechs Arbeitsbeginn eigentlich halb fünf ist.
Naja, immerhin ist dann um zwei Schluss.... getoppt wird das Ganze dann durch die Nachtschicht von Freitag aus Samstag, was eh schon doof ist, aber ich habe in meiner Freude über "Das passt ja perfekt mit der Kinderbetreuung, der Hübsche ist in der Nacht eh daheim und ich kann sogar um sieben am Abend noch auf den Elternabend der Kinderkrippe gehen und dann entspannt um 22:00h anfangen zu arbeiten" ganz vergessen, dass ich, wenn ich an diesem Tag dann arbeiten gehen werde, schon seit ca. 7:00h auf den Beinen sein werde.... so richtig durchgemacht habe ich schon lang nicht mehr, wir werden mal sehen, wie das so wird.

Mittwoch, März 21, 2012

Na dann gute Nacht....

Wie ja mittlerweile bekannt sein sollte, bin ich ein sehr groser Susalabimfan (meine Jungs übrigens auch) und so war hier die Begeisterung für die neue Stickdatei „Schlafmützen“ aus dem Hause Kunterbuntdesign natürlich sehr gross. Little Q.  ist ausserdem ein sehr grosser Nicky-Fan und so war ja eigentlich klar, dass es Schlafanzüge geben würde. Allerdings habe ich zwar schöne Nickys, aber wenig zum Kombinieren,  ausserdem wollten beide Jungs den lime-türkis-gestreiften, von dem ich aber nur einen Meter hatte und drittens kommt ja jetzt eher die warme Jahreszeit, also gab es Dreiviertelhosen (um ca 10 cm verlängerte  „Machmalhalblangs“ ohne den Fakereissverschluss und mit passendem Bündchen oben) und gekaufte Langarmshirts, eben gepimpt.

Little Q. entschied sich für die Variante „Wie sich Fuchs (vermutlich ist es eher ein Hund) und Hasen gute Nacht sagen“, Little L. hätte eigentlich gerne „alle Tierli und alle Kinder in einem Riesenbuff“ auf dem Shirt gehabt,  ich habe ganz eigenmächtig mal nur das Kapuzenkind draufgestickt (jedesmal beim Anziehen fragt er „Und wann kommt das Tierbuff drauf?“, vielleicht muss ich also nochmal). Ich finde, diese Kombi steht den Jungs einfach richtig gut!


Und weil ich weiss, dass es noch mindestens einen so grossen Susalabimfan da draussen in Bloggistan gibt (wenn Du Dir die Überraschung nicht versauen willst,  jetzt also aufhören  mit lesen), konnte ich nicht anders, als meine kleinen Reste an Sternenjersey zu einem winzigen Zwergenverpackungspulli in 50/56 zusammenzubasteln.




(Ich kann nicht anders: das vom Hübschen ausgedachte Setting sieht so nach „Ups, das Baby ist uns wohl rausgefallen“ aus ;-))



Vielen Dank, dass ich mitsticken durfte!

Schnitt: Machmalhalblang (+10cm Bein, -Fakereissverschluss und mit Bündchenbund), Zwergenverpackung

Stoff: Kathi und Reste von weiss nicht mehr woher, Bündchen: aus der lokalen Apotheke

Stickdatei: „Schlafmützen“ von Susalabim, ab Donnerstag bei Kunterbuntdesign

Frühlingsanfang

Endlich nicht nur kalendarisch, sondern auch jetzt mal so richtig. Und weil ja bei uns Frühlingsdeko eher stiefmütterlich behandelt wird, war die zweite neue Stickdatei diese Woche der perfekte Tritt in den Hintern: es gibt nämlich sehr schicke Osterhasen und Küken von grievedesign. Ich habe daraus Anhänger für unseren Osterstrauss (es gab im Dekoregal sogar die farblich passenden Eier, so dass die Standard-Fake-Wachteleier in Pseudonaturfarben, die ich sonst seit Jahren immer im letzten Moment aufhänge) sowie eine warme Filzhülle für die grosse Vase (nachts ist es ja immer noch gerne mal kalt und ausserdem sieht man da das gruslige Blumenwasser nicht mehr) gebastelt.


Hach, ich bin beeindruckt: ein Osterstrauss, rechtzeitig und sogar mit Farbkonzept.

Vielen Dank, dass ich probesticken durfte!

Stickdatei: „Ostern“ von grievedesign, ab Donnerstag bei Kunterbuntdesign

Dienstag, März 20, 2012

Ein Hauch GA

Wenn ich mit meinem wehenden, blütenweissen, mit Namen versehenem Kittel, Piepser und Namensbadge angeklipst, durch die vom Hausarchitekten auf Krankenhausoptik getrimmten Flure schwebe, dann kann ich mir fast einbilden, ich wäre Meredith (wobei: ich glaube, ich wäre eher Lexi.)
Nächste Woche geht es hier in CH wieder los!
(Und bei mir? Wenn ich dann Anstosskappe,Sicherheitsbrille und Sicherheitsschuhe anziehe, bin ich wieder in der Realität. Für meine Schichtwoche nächste Woche habe ich mir heute olivgrüne Arbeitskleider ausgeliehen. Ich habe wohl die falsche Figur für einen Schicharbeiter, so werde ich also mit Knopfgummi zusammengezurrten Hochwasserhosen schaffen gehen ;-))

Sonntag, März 18, 2012

Genäht

wird hier übrigens nach wie vor fleissig, aber die meisten fertigen Sachen sind entweder wegen neuer Stickdateien oder weil sie Geburtstags- oder sonstige Geschenke sind, noch högscht geheim.
Ganz ungeheim ist dieses Geburtstagsshirt für meinen Neffen,der am Freitag sage und schreibe 8 Jahre alt wurde...... er war ungefähr das erste Baby (nach meinen Schwestern), das ich in echt auf dem Arm halten durfte und (Plattitüdenkasse, ich weiss) das war doch gefühlt erst vorgestern....

Wie auch immer, ein bisschen spät, aber doch noch (ich hoffe, das Päckchen kam wenigstens pünktlich): Happy Birthday, Grosser!

Immerhin ist er ehrlich

Heute morgen, die Jungs waren wieder mal sehr früh wach, sie sind immer noch beide Formel 1 Fans und Melbourne ist auf der anderen Seite der Welt, deswegen bot es sich ja geradezu an, noch eine halbe Stunde länger im Bett zu bleiben und die Jungs alleine das Ende des Rennen ansehen zu lassen.
Als wir also runterkamen, sassen die beiden im Pyjama auf dem Sofa, in eine kuschlige Decke gemümmelt und vor sich eine Schale Weintrauben.
Ich, so ganz begeistert: "Hey, habt ihr euch ein bisschen Obst geholt?"
Little L. trocken: "Ja, das Glas mit dem Süsskram haben wir nicht gefunden."
Nicht nur höflich, nein, auch noch ehrlich ;-).

Und ja, ich weiss, dass dieser Post eine Steilvorlage ist, aber ganz ehrlich? Das hier ist mein Blog und mein Leben, ich habe keine Lust mehr auf all diese Disclaimer und Rechtfertigungen.....


Samstag, März 17, 2012

Anders, nicht schlechter

Ich persönlich finde die Rumpfkluft-Shirts ja grossartig (dank, Frau Quartalsstrickerin, fürs Anfixen, seinerzeit...), und eines, das ich besonders gelungen finde, ist das hier. (Btw: so wie sich der Dresscode in meiner neuen Abteilung und den direkten Kontakten so anlässt, muss ich nicht nur meine Marketing-Tussi-Röckchen und Highheels im Schrank lassen (Vorschrift. lange Hosen, lange Ärmel und Sicherheitsschuhe mit ableitfähigen Sohlen), nein, ich könnte eigentlich auf Jeans und Rumpfkluft umstellen ;-)).
Worauf ich rauswill? Ich bin ja ein extrem durchgeplanter Mensch, d.h. egal ob ich will oder nicht, ich fühle mich am wohlsten, wenn ich genau weiss, was ich wann warum und bis wann mache. Am besten klappt das für mich mit einer Wochenroutine, dazu gehören fixe Termine für alles, was halt sein muss, wie Grosseinkauf, Wäschewaschen, Hausputz, Bettwäschewechseln, Kartonwegbringen, so Zeug halt. Klar halte ich mich nicht sklavisch an diese Routine, ich bin zwar kein spontaner Mensch, aber mein Ziel ist, bei aller monkhaftigen Durchgeplantheit doch wie ein spontaner und flexibler Mensch zu wirken. (Wenn ich also scheinbar spontan und flexibel meine Routine umwerfe und ganz was anderes mache, dann können Sie sich sicher sein, dass bis zu diesem Entscheidungspunkt mein Hirn circa 150 Alternativpläne durchgerechnet hat, alle fest zu assignenden Tasks in andere Timeslots geschoben hat (ach ja. Neuer Konzern, man spricht wieder neudeutsch), die verschiedenen Szenarien nach diversen Kriterien bewertet hat und sich für einen entschieden hat, natürlich mit mindestens drei Alternativen in der Hinterhand. Ja, das ist bei mir immer so und ja, das mache ich automatisch und sehr schnell, das merken Sie gar nicht, wenn ich zB einfach sage "Ja, klar kommen wir mit ins Schwimmbad, jetzt gleich").
Durch den neuen Job und den Extraarbeitstag ist die bisherige Routine (Mo-.Mi Arbeiten, Kinder in der Krippe, Do morgen Hausputz, Wäschewaschen, dann MuKi-Turnen, nachmittags Wäschezusammenlegen,  Fr. morgen Grosseinkauf und Bettwäschewechseln etc.) natürlich beim Deibel. Und ich habe mir natürlich Wochen und Monate einen Mordskopf gemacht, wie das denn irgendwie nur klappen wird, weil die alte Routine war ja ordentlich optimiert und somit perfekt ;-). Nun ja, spontan und flexibel wie ich bin ;-) habe ich diesmal sogar an ehernen Grundsätzen gekratzt, wie zB: das WE halten wir frei von fixen Terminen. Und so geht Little Q. jetzt am Samstag in den Schwimmkurs, je nach Verfügbarkeit begleitet von Little L. und dem Hübschen, in der Zeit mache ich den Grosseinkauf (das war ja auch so ein Grundeinsatz: Einkaufen bloss nicht am Samstag, da gehen alle und es ist total voll, ist auch so, aber dafür bin ich ohne Jungs echt schnell!), den Hausputz haben wir ja outgesourced (mit dem festen Putzdonnerstag ist das grundsätzliche Aufräumen auch fix terminiert: Mittwochabend wird durchgeräumt und die Wäsche weggewaschen, damit die Dame am Donnerstag freie Bahn hat), den Freitag morgen halte ich mir für Aktivitäten mit Little L. frei, und was soll ich sagen: es läuft. Und ich finde, sogar richtig gut.
Und wenn Sie sich fragen, was diese Banalitäten hier jetzt sollten: naja, nix eigentlich, ausser mich selber daran zu erinnern, dass es für die meisten Gegebenheiten eine gute Lösung gibt, auch wenn man sie, in der alten Routine steckend, vielleicht gar nicht sieht (und damit meine ich jetzt nicht das, was ich zB Little Q. immer sage und zB vom Hübschen immer gesagt bekomme, wenn ich mir Riesengedanken um Gottweisswas mache, das beliebte "Mach dir keinen Kopf, das wird schon", eher "Mach dir mal keine Sorgen, Du findest da schon die optimale Lösung, das hat bisher immer geklappt!")
Soweit mein Wort zum Samstag, ich muss jetzt wieder raus in die Sonne, wir machen gleich Balkon und dann werfen wir den Grill an. Hach.

PS: das T-Shirt aus der Einleitung dürfen Sie mir aber trotzdem noch schenken ;-), das würde perfekt für die Arbeit passen, weil in einem GMP-Umfeld ist anders per definitionem immer schlechter.

Mittwoch, März 14, 2012

Parkplatzsitiuation

Das mit dem Parkplatz wird sicher super. Weil:
Morgen wird sicher kein Stau in Richtung Basel sein, weil die Gaffer, die den höllischen Unfall in der Gegenrichtung und die Vollsperrung bewundert haben, ineinander gekracht sind.
Ausserdem werde ich nicht versuchen, in das falsche Parkhaus zu fahren und dann lange mit dem Portier zu telefonieren, der mich aber trotzdem nicht reinlassen kann zum umdrehen, weil halt, und dann muss ich auch nicht die lange Schlange hinter mir dazu bewegen, ein Stück zurückzufahren, um vornerum über die dickste durgezogene Linie der Welt in den fliessenden Verkehr einzuscheren und dann mit ein bisschen Rumgekreisel endlich das richtige Parkhaus zu finden. Und zu guter Letzt werde ich es morgen auch schaffen, nicht den Parkplatz, der am allerweitesten weg von sämtlichen Ausgängen ist, zu nehmen.
Und auf dem Heimweg werde ich nicht erst versuchen, mit ohne Schlüssel vom Werksgelände aus ins falsche Parkhaus zu kommen und dann auch nicht den Werksschutz davon zu überzeugen versuchen, dass ich ganz sicher heute morgen aus genau dieser Tür kam und dann endlich irgendwann reumütig den Weg um das gesate Areal rum zum richtigen Parkhaus antreten...
Bin da ganz guter Dinge ;-)

Montag, März 12, 2012

Guilty Pleasure? Schön wär‘s..

Also. Ich lese ja extrem viel, extrem gern und extrem schnell. Meine Mutter, die in der Vor-Kindle-Zeit den Lesestoff aus der Bücherei herbeigeschleppt hat, hat immer mal wieder gejammert, an mir wäre jede gute Literatur verschwendet, weil ich literarisches Junkfood genauso verschlingen würde wie die Haute Cuisine der Literatur. Irgendwann hat sie mich dazu angehalten, eine Liste zu führen von Büchern, die ich schon gelesen habe und als das zu unübersichtlich wurde, habe ich die Bücher in der Bücherei alphabetisch gelesen (Bei der Vorgehensweise „Diese Woche die ersten 15 Bücher von Autoren, die mit A anfangen“ kommt man auch auf wahre Schätzchen ,-)).
Anyway. Im Lauf der Zeit bin ich wohl ein wenig pickier geworden, weil ich finde nicht nur, dass das Leben zu kurz ist für schlechten Wein und schlechtes Essen, nein, schlechte Bücher braucht es auch nicht. Und auf die Gefahr hin, jetzt dem einen oder anderen auf die Füsse zu steigen, darunter fallen für mich auch mehr oder weniger alle „All ages“ oder auch „Kinder- und Jugendbücher, die Erwachsenen angedreht werden sollen“.
Ich habe Harry Potter gelesen (bis zur Mitte von Band fünf), der Biss-Reihe habe ich mich total verweigert (jetzt mal ehrlich......Frauenbild?), stattdessen habe ich aus Versehen mit der Werwolfreihe („Nach dem Sommer“, „ruht das Licht“ und da gibt es dann noch einen dritten Band, den ich mir, wenn dann aus rein optischen Gründen kaufen sollte, weil neben perlschimmernd rosa und perlschimmernd hellblau würde sich der dritte hellgrüne (?) Band sicher gut machen. Und auch der Titel-Kombisatz würde dann vollständig sein, aber mal ehrlich, das sind doch keine  Gründe, ein Buch zu kaufen) angefangen und, am Schlimmsten, ich habe dem Hübschen die „Tribute von Panem“-Sammelbox zu Weihnachten geschenkt, weil ich dachte, das wäre eine coole Endzeittrilogie. Und jetzt (während der Grippezeit habe ich die drei Bände mal schnell weggelesen) sitze ich abends da, mit einem Buch für Erwachsene vor der Nase ;-), während der Hübsche neben mir verächtlich grunzt, weil in Panem (für mich –grosses Latinum- ist der Name „Panem“ für einen Staat eh ein Schlag ins Gesicht, besonders, weil dann noch darauf abgehoben wird, dass das wegen „panem et circenses“ so sei  etc.,  geschenkt, aber „panem“ ist Akkusativ,  die korrekte Bezeichnung wäre „panis“, aber da würde die 14jährige Zielgruppe, die man offensichtlich nicht im humanistischen Gymnasium sieht, weil da wüsste man das in der fünften Klasse, ja den“ intellektuellen“ Querschluss nicht ziehen können) schon wieder mal die Ikone wider Willen in ein ausgefuchstes Outfit gesteckt wird, obwohl ihr Kleider total egal sind, aber trotzdem wird über Seiten hinweg beschrieben, wo welcher Stoff  wie schimmert etc. und sonst einfach nix passiert.
Verstehen Sie mich nicht falsch, ich kenne das Gefühl, in einem Buch zu versinken und unbedingt weiterlesen zu müssen, auch wenn der Wecker in 4 Stunden läutet, sehr gut. Aber die Geschichten wie „Junge ist Werwolf, Mädchen nicht, Junge möchte auch nicht mehr Werwolf sein, Mädchen findet Heilmittel, Drama, Drama, alles happy, Junge ist kein Werwolf mehr, Mädchen möchte jetzt Werwolf sein, Junge möchte aber nicht mehr, Mädchen stirbt fast, muss Werwolf sein,  Junge hilft Mädchen, Werwolf zu werden, Drama, Drama, keiner happy“, baaaaaaaah, ich weiss nicht, ob mich so was in meiner Jugend gefesselt hätte (gelesen habe/hätte ich sie sicher, siehe den Alphabet-Approach), aber jetzt? Schnarch.......
Ich habe erst überlegt, ob es daran liegt, dass ich ein extrem fantasieloser Mensch bin und deswegen mit Charakteren, die ausserhalb meiner Erfahrungswelt liegen, nichts anfangen kann.  Aber ich lese Bücher (für Erwachsene) über Serienmörder, Profiler, Zeitreisende, Hexen, Ehebrechern, krebskranke Mütter, 100jährige Ausbrecher, aus der Perspektive von Kindern,  von Haustieren, von mir aus auch von Möbelstücken und das alles fesselt mich, egal ob jetzt sprachlich ausgefeilte Schmuckstücke, bei denen man jeden Satz geniessen kann oder aber Lesefastfood, bei dem sich ratzfatz 800 Seiten weglesen wie nix. Weil ich mich bei diesen Büchern als Leser ernstgenommen,  gefordert oder wenigstens gut unterhalten fühle.  (Da ist mir dann auch die Coverfarbe egal ;-))
In diesem Sinne: Sorry, Grosser, das nächste Mal gibt es wieder ein gescheites Buch ;-) (Ich bin mir gar nicht  sicher, wie hoch die Dichte an kreischenden Teenies beim Einlösen des Hauptgeschenkes eigentlich sein wird. Ich hätte gesagt, nicht so hoch, aber was weiss ich schon.)

12 von 12 im März

Schick machen früh am Morgen

Jeden Tag zweimal: Betablocker für Little L. parat machen

Mein perfekter Start in den Morgen: ein Cappuccino und ein Latte Macchiato im Lieblingsbecher

Mittlerweile ist es morgens schon hell, wenn ich aus dem Haus gehe


Noch wird hier gependelt, aber heute habe ich die Parkplatzbewilligung bekommen, yay!

Baselworld heisst normalerweise: alle Trams und Busse sind rappelvoll, überall in der Stadt laufen Scheichs herum, am Bahnhof steht ein schicker Willkommens-Pavillon, aber morgens um 7 ist da noch nix von zu merken. Jetzt kommt ein Loch von 10 Stunden, weil Fotografieren auf dem Werksgelände ist nicht.

Heim kann ich den Shuttlebus zwischen dem Stammwerk und der Aussenstelle, neben der wir wohnen, nutzen: perfekt! Transport praktisch direkt von aus dem Büro ins Wohnzimmer


Little L. einsammeln

Little Q. einsammeln

Gottseidank ist es so warm hier, dass die unmotivierte Anziehorgie nach dem Karatetraining für den Heimweg ausfallen kann.

Daheim noch schnell Abendessen machen, für den nächsten Morgen Znüni für Little Q. parat machen, Zeigitasche packen, Kleidermännchen bereit legen, Wäsche zusammenlegen, Vorlesen

und dann gehts mit den Hausweibern ab aufs Sofa.

Frau Kännchen hat die restlichen Teilnehmer gesammelt, trotz Ferien, danke dafür!

Sonntag, März 11, 2012

15

Jahre ist es her.... und ich bereue kein einziges davon.
Danke Dir, mein Grosser für 15 wunderbare Jahre mit höchsten Höhen und tiefsten Tiefen, für zwei wunderbare Jungs, für deine Schultern, an denen ich mich immer ausheulen kann, für deinen (frühpubertären) Humor, mit dem Du mich auch im grössten Frust zum Lachen bringst, danke für das Vertrauen, das Du in mich hast und das ich in Dich setzen kann, danke, dass Du bei mir bist!
xxx
K.

Freitag, März 09, 2012

Neue Hosen brauchen die Jungs

Ich habe nähtechnisch die letzten Urlaubstage durchaus genutzt und mal wieder neues ausprobiert. Little Q. ist ja högscht begeistert von seiner Drachenhose und dieser Ottobre-Schnitt ist ja in verschiedenen Varianten in der Zeitschrift.
 Neben der Sweat-Variante gibt es eine mit runden Baggytaschen
 und eine mit eckigen


Es hat echt Spass gemacht, sich mit Musse und Ruhe mal wieder in was Neues zu vertiefen. (Und den Gorilla aus der Sportsfreunde-Serie wollte ich immer schon mal sticken)
Ich hoffe sehr, dass hier mal verlässlich Frühling wird, dass die Jungs die Hosen auch in echt ausführen können!

Wochenrückblick

  • Ja, ich gebs zu, ich bin immer noch in der Phase, in dem die rosarote Brille in Sachen Job noch fest auf meine Nase getackert ist, aber es ist ein gutes Gefühl, jeden Morgen mit einem "Hach, endlich bin ich da, wo ich hinwollte"-Gefühl durch das Werkstor zu treten. (Da stört dann auch das leicht geschreckte Bild auf dem Ausweis nicht mehr.)
  • Ich habe offensichtlich eine alte Telefonstimme. Es ist mir nicht zum ersten Mal passiert, dass ich von einem erst nur Telefonkontakt beim ersten Treffen in real mit den Worten begrüsst wurde: "Wow, Sie sind aber jung. Hätte ich nach dem Telefonat gar nicht gedacht" (Der begeisterte Ausruf des Büronachbarn: "Ah, unser IT-Girl ist wieder da!" war dann ein bisschen viel des Guten. Ich konnte ihm erklären, dass ich weder ein IT- noch ein It-Girl bin und überhaupt in Sachen Job kein "Girl". Er sah mich dann weise nickend an und frage mich, ob ich hier im Betrieb meine Doktorarbeit machen würde.......ich muss echt ungefähr 30 Jahre jünger aussehen, als ich mich fühle ,-))
  • Hausarchitekten hin oder her: das Werksgelände und v.a. die Gebäude sind nicht für Neulinge gemacht. Eines morgens habe ich es verpasst, mich an meinen Chef auf dem Weg zur Morgensitzung anzuhängen und bin dann selbstständig losgezogen. Als ich endlich im vermeintlich richtigen Büro stand, waren die fünf Leute dort absolut nicht davon zu überzeugen, dass sie alle am falschen Ort wären.... Immerhin wussten sie, wo ich eigentlich hinwollte/-sollte.
  • Bald: eine Woche mit der Schicht. Incl. Schicht eben (ist lang her, dass ich Samstag morgen um sieben nach Hause gekommen bin.....) und incl fremdbelüftetem Anzug. Da war das hier nur die Vorübung.
  • Bisher: noch kein fancy Firmenhandy (kommt noch), dafür einen Ex-sicheren Piepser. Mit den Alarmen drauf. Oder den Probealarmen. Weiss keiner.
  • Daheim so: die Putzfrauensache..... naja. An sich super, wir sind noch am Tunen.
  • Kinderkrippe: Extratag klappt soweit super, gestern haben die Jungs wegen Omatag im Kindergarten die Krippe grad mal geschwänzt und einen Tag allein mit der Oma genossen.
  • Little L. ist jetzt auch des Nachts windelfrei, klappt echt erstaunlich gut!

Babyalarm!

Nein, hier nicht, keine Sorge ,-).
Aber Little L.s ehemalige Gruppenleiterin bekommt bald irgendwann ihr Baby und so passte es ja perfekt, dass es diese Woche eine zuckersüsse Baby-Stickdatei von Doro K. bei Kunterbuntdesign gibt.
Und wie schon mal, wenn noch nicht raus (oder wenigstens für mich nicht) ist, ob es Bub oder Mädchen wird, dann schiebe ich Stoffe hin und her und sortiere alle typischen Mädchenstoffe aus und dann die Auto-Stoffe und ende dann wie so gerne bei kuschlig weiss in Kombination mit leuchtend rot. Ich finde diese Kombi einfach super und hoffe, dass es auch für einen potentiellen Buben tragbar ist.



Als Gimmick gibt es noch ein Fummeltuch mit Schnullerschlaufe.

(Meine Jungs sind aus dem Alter raus: Little Q. hat das Pilzkopfbaby so kommentiert: "Ach ja, beim Mario, da gibt es auch so Riesenpilzköpfe, in verschiedenen Farben, die heissen .....(da habe ich dann nicht mehr so genau zu gehört).... und wenn man da draufsteigt..... etc.")
Schnitt: Zwergenverpackung

Dienstag, März 06, 2012

Generationen

Little Q.: "Du, Mami, lebt der Justin Bieber eigentlich noch?"
Ich: "Ja..... "
Little Q.: "Ach ja, das war ja der Michael Jackson, der gestorben ist......"

Montag, März 05, 2012

Wird.

Danke Ihnen. War nun echt keine Hexerei.... und nachdem ich heute nach wieder elendiglich lang wach lag ("Mögen die Leute meinen Kuchen? Reicht mir die Zeit, wenn ich morgens mit den Öffentlichen fahre? Wird mein Chef mich okay finden?"), hat mich der heutige Tag noch einmal darin bestärkt: Dieser Job, der ist es. Hach, ich hoffe, schnell mit dem ganzen Einarbeitungsgedöns durchzukommen, weil ich freue mich schon richtig richtig richtig aufs Arbeiten!
Ich hoffe, heute nacht fallen mir nicht wieder irgendwelche Banalitäten ein......

Sonntag, März 04, 2012

Um meines Nachtschlafs willen

Meine lieben Leser und Leserinnen,
ich bitte die Outlook-Checker unter Ihnen, mir zu einem ruhigen Nachtschlaf zu verhelfen. Und zwar folgendermassen: Können Sie mir sagen, wie ich bei Outlook (der neuesten Version, wo gibt) meine Signatur in die standardmässig verwendete Mailvorlage einbaue? Erstellen einer Signatur habe ich geschafft, aber ich will die doch jetzt nicht jedes mal anklicken müssen (ich konnte das mal, aber erst hat der vorletzte Arbeitgeber auf Lotusnotes gewechselt, der letzte hatte das so oder so und der neue jetzt, der hat wieder Outlook. Und ich muss doch eh schon wegen jedem Mist alle fragen, (Kaffee? Klo? Wasser? Treppe? Wo ist mein Büro? Wo gehts hier wieder raus?), da könnte ich doch auch mal was ohne fragen hinkriegen, oder?) (Meinen dringend nötigen Mittagsschlaf hat mir diese Frage als Stellvertreterin für alle Fragen und Sachen, die ich im neuen Job richtig machen will (Dokumentenstruktur? Absenzensystem? Parkplatzberechtigung? Datenbanken? Wie soll ich mir bis morgen die 167 Namen meiner engsten Kollegen merken?) nämlich heute schon zerschossen, und den hätte ich echt nötig gehabt, weil Little Q., den man unter der Woche auch um sieben aus dem Bett schütteln müsste, heute seit vor sechs verkündet, er wäre wach und wann können wir endlich aufstehen und so. Wie in alten Zeiten....)
Um die real von mir ab morgen wieder dauergelöcherten Kollegen auf meine Seite zu bringen, habe ich heute schon Brownies und Blueberry Cheesecake nach Leila Lindholm (insg. 1 kg Schokolade und 500g Butter....) gebacken, das kann ich Ihnen virtuell natürlich auch anbieten ;-).
Danke schon mal

Ihre Kümmerin vom Dienst.

Samstag, März 03, 2012

Samstag vormittag

  • im Supermarkt, nur Little L. und ich (und 10 000 andere Leute), weil Little Q. und der Hübsche das Auto waschen sind: hach. Mit so einem Kleinen ist das Einkaufen fast noch entspannt. Vor dem Schokoladenregal: "Lueg amol, Mami, das lilane mit der Kuh drauf, das haben wir auch daheim. Da ist aber noch was drin, das brauchen wir nicht kaufen". Ich hab mich fast schlecht gefühlt, als ich trotzdem (Einstandskuchen wollen gebacken werden) insg. 1 kg schwarze und weisse Schokolade eingeladen habe.... Vor dem Goldhasenregal sagte er dann"Lueg amol, Mami, das brauchen wir auch nicht kaufen, so einen bringt mir der Osterhase." Dann aber hat er festgestellt "Mami, da gibts noch megaviele Sachen, die wir nicht daheim haben, die sollten wir kaufen. Alle."
  • im Babyfachmarkt (Little L. bekommt wie sein grosser Bruder den nächstgrösseren Autositz zum 3. Geburtstag): kaum gehen wir durch die Tür, sind wir von Höchstschwangeren incl. männlichen Begleitern oder frischen Müttern mit Winzlingsbabies, die in Grösse 50 fast ersaufen, umgeben, die mit leicht irrem Blick zwischen Kinderzimmerausstattungen, Babykleidern, Kinderwägen und Fläschchengedöns herumwandern. Der Hübsche und ich haben beide gleichzeitig tief Luft geholt und wirklich absolut zeitgleich geseufzt: "Mann, bin ich froh, dass wir da durch sind." Und dann sind wir Richtung Autositze "Einmal den gleichen, den wir schon haben, diesmal kannst du die Farbe aussuchen (offensichtlich hatte ich bei Little Q. die Wahl, was mir gar nicht bewusst war, und so kriegt Little L. jetzt einen stylishen schwarzgrauen), ich  geh mit den Jungs schon mal zu den Schleichtieren.", und mit nur genau dem Autositz, den wir wollten, und zwei ungeplanten Schleichtieren sind wir 10 Minuten später wieder raus. (8 Minuten davon entfielen auf das Auswählen der eigentlich nicht eingeplanten Schleichtiere. Babygorilla und sich auf dem Rücken wälzender Babylöwe, falls Sie es wissen wollen.) Kaum zu glauben, dass ich, als Little Q. so alt war, wie Little L. jetzt, gerade frisch schwanger war..... aber dafür habe ich jetzt ja einen neuen Job ;-).

Donnerstag, März 01, 2012

Ich geh dann mal schlafen

Nachdem ich heute nacht gefühlt überhaupt nicht geschlafen habe (jaja, Schissbuxe ;-)) und nach einem Tag voller neuer Eindrücke einfach mal gepflegt platt bin, bin ich ganz happy, dass ich morgen ja erstmal schon Wochenende habe.
Ansonsten so: ich habe bisher wohl immer zu falschen Zeiten ("Ach ja, Sie sind neu.... eigentlich haben wir ja Einstellungsstopp") in Firmen angefangen. Heute so: Schlange bis raus auf die Strasse bei der Anmeldung und der Ausweisstelle, alles neue Leute, erkennbar an den dicken Blumensträussen, die sie nach bestandenem Fototermin mit sich rumschleppten.
Nachdem die Traumfirma es ja extrem ernst mit Geheimhaltung und so meint, nur zwei Sachen zum neuen Job: die Chemie ist ein Dorf und der Exkollege, der mal gesagt hat, dass diese Binsenweisheit, dass man jeden Mensch auf der Erde über maximal sechs Kontakte kennt, in der Chemieumgebung auf einen Kontakt reduzierbar ist, der hatte wohl recht. Und wie kann man (also ich) schöner begrüsst werden, als wenn eine andere (blonde) Frau einem bei der Mitarbeiterinfo entgegenstrahlt und meint "Ich sags ja, wir brauchen mehr Frauen in der Produktion. Vor allem blonde." (War im vorletzten Job übrigens auch so).
Little Q. und L. fanden den Extrakrippentag heute übrigens superst. Es ging in den Wald zum Würschtlbraten. (Nachdem Little Q.s Laune aufgrund meiner Weigerung, den von ihm vorgeschlagenen monatlichen "Little L. und Q. können sich beide im Laden oder Internet was neues zum Spielen aussuchen und, wenn es nicht so viel kostet wie der Legotodesstern, dann kriegen sie es auch"-Tag einzuführen, letztens übrigens in ähnliche existentielle Tiefen abgerutscht ist wie aufgrund der Geschichte mit dem Krippentag mehr, hat es bei mir auch wieder einiges ins Lot gebracht. Und letztens sagte er so schön: "Gell, Mami, wenn Du Dir wieder mal einen neuen Job suchst, dann so einen, so auf jeden Fall der Freitag frei bleibt.")