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Mittwoch, April 30, 2014

Mai-Programm

Man könnte sagen, wir haben viel vor im Mai! Neben dem ganz normalen Alltag mit Kindergarten- und Schulkind und zwei berufstätigen Eltern gibt es noch jede Menge Programm ausser der Reihe:
Nächste Woche fahre ich zur re:publica nach Berlin.
Kaum bin ich wieder zurück, fliegt der Mann zum NIN-Konzert nach Berlin. (nein, nicht absichtlich so geplant, auch nicht unabsichtlich, geplant war der Konzertbesuch nämlich gar nicht, sondern ein Geschenk und es geht sich Gottseidank trotz keiner Ferienzeit der Kinder aus, dass immer einer daheim bei der Brut ist).
Dann hat der Mann irgendwann noch einen Termin in Holland und ich Ende Mai noch zwei Tge im Schwarzwald mit Kleiderordnung.

Lustig, und mit lustig meine ich m(, ist, dass alle Welt bei so einer Ankündigung zu mir sagt: "Was, Du lässt Deinen Mann mit den Kindern allein daheim?!" , zum Mann sagen alle "Was? Du Armer, Du musst das eine Woche mit den Kindern hinkriegen?!" und am liebsten würden mich alle in die Küche zum Vorkochen und Eintuppern schicken. Darüber, dass ich allein mit den Kindern bleibe, darüber ist übrigens niemand schockiert.
Verstehen Sie mich nicht falsch: ich finde es auch toll, dass der Mann ohne Mullen und Knullen mir solche Auszeiten wie Berlin und solche Übernachtjobsachen möglich macht. Ganz grossartig, wirklich! Ich finde es ausserdem ganz grossartig, dass er bei uns die Pflege der Orchideen übernimmt, dass er die Waschmaschine bedienen kann und das auch tut, dass er sich drum kümmert, dass das Auto gewaschen wird, dass er bei Tisch nicht rülpst, und wenn, dann nur richtig lustig, dass er seine Schuhe selber putzt und eine Reinigung aufgetan hat, die seine Hemden bügelt, weil er das nicht selber machen möchte, und noch viel mehr. Aber deswegen breche ich nicht in überwältigte Begeisterungsstürme aus, weil, ganz ehrlich, ich finde, das ist in einer partnerschaftlichen Beziehung selbstverständlich.

Was wirklich lustig ist, ist die Reaktion meiner Kollegen und meines Chefs auf die Ankündigung, dass ich nächste Woche nicht da wäre:
"Ah, Du fährst nach Grönland?"
"Nein, Island, aber erst im Sommer. Jetzt: Berlin."
"Aber.... es sind doch gar keine Schulferien?"
"Ja, ich fahre mit einer Freundin"
"Ah, dann also: Party?"
"Mhmmm, naja, nicht so richtig. Wir fahren auf eine Konferenz"
"Ich dachte, du hast Ferien?"
"Naja, so eine Internetkonferenz."
"Also doch Party?"
"Nein, also, nicht nur, ach: ich bin am 12. wieder da."

Beim Rest habe ich dann nicht mehr so viel erklärt, die glauben jetzt, ich knalle mir in Berlin (oder Grönland, irgendwo im Norden auf jeden Fall) für eine Woche mit einer Weiberclicque die die Birne zu. Seis drum.

5 Kommentare:

  1. Das kommt mir reichlich bekannt vor. Mein Mann ist jede Woche drei Tage am Stück weg, das ist für das komplette Umfeld völlig normal. Mein Wochenendausflug (auch drei Tage) ruft beide Schwiegermütter auf den Plan, ob sie denn helfen sollen, im Haushalt oder die Kinder abnehmen.
    Und wie toll das ist, daß er das erlaubt!

    Wie dem auch sei: Viel Spaß in Berlin, allen beiden.

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  2. Berlin ist doch beinahe Grönland, das können wir gelten lassen. Und sonst halten sich halt doch die alten Klischees immer und immer noch. Man glaubt es nicht. VIEL Spaß, Ihnen UND dem Mann! Sunni

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  3. Mir kommt das auch bekannt vor... Ich war diese Woche geschäftlich eine Nahct nicht zuhause und meine Mutter hat ganz besorgt gefragt, ob das mit dem Schlafen meines fast 5jährigen Sohns denn geklappt hätte und was das Kind denn gegessen hat, als ich weg war weil mein Mann doch nicht kochen würde (was nicht stimmt). Sie konnte nicht verstehen, dass ich meinen Mann nicht danach gefragt hatte und einfach davon ausging, dass er das Kind nicht hungern läßt.

    Ihnen viel Spaß in Berlin!

    Grüße,
    Carmen

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  4. Feministische Grundlagenarbeit im hypermodernen Jahr 2014: Gleichberechtigt den Alltag zu leben

    Ich hab beim lesen so lachen müssen :D
    DANKE!

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