Nicht ganz so schlecht geschlafen, war auch nötig. Avocadobagel zum Frühstück (irgendwie wurde von Hass auf "Bacon Avocados" umgestellt irgendwann letztes Jahr bei Crowdfarming. Das sind die mit der dünnen hellgrünen Schale, die ewig steinhart sind, dann am dünnen Ende direkt braun werden, sonst noch hart, bitter und gummig sind und irgendwann schimmeln. Ein bisschen übertrieben gesagt. Ich mag die anderen viel lieber....), dann radeln durch erstaunlich milden Morgen. Schwimmen klappt gut, ich habe meine mentale Blockade "1km Kraul am Stück schaffe ich nie" durchbrochen und locker schaffe ich das. Ich bekomme aber schon ordentlich Muskelkater und hoffe auf ein Schwimmerkreuz! Bisschen lustig, dass ich vor etwa drei Jahren oder so beim Yoga eine Frau sah, die so schöne Schultermuskeln hatte und das auch wollte. Da habe ich mit Klimmzugtraining und what not angefangen, dann bin ich beim Radeln hingeflogen und hatte mir die Schulter gebrochen, also erstmal nix mehr mit Muskeln. Ins YOga bin ich aus verschiedenen Gründen nie wieder reingekommen (auch wegen Schulter), aber durch das Schwimmen hat sich das mit den Schultermuskeln und Rückenmuskeln und so etwas verselbständigt...
Lockerroomtalk mit zwei Kolleginnen (weiss nicht, ob es das ist, über das sich auch Männer in Umkleiden unterhalten oder was Frauen glauben, worüber sich Männer unterhalten, oder das was Männer glauben, worüber sich Frauen beim Umziehen und Schminken unterhalten: Kraulschwimmkurszeiten, Inlicensingprojekte, Schnittstelle zwischen Technical Development und Industrialization, Access und Prizing.)
Dann: ein seltsamer Arbeitstag. Gestern abend hatte sich noch bestätigt, dass unser Portfoliopräsentationstermin um drei Wochen verschoben wurde, die Luft aus "Heute müssen die Prereads raus" war ein bisschen .... raus. Es gab noch mittelgute Neuigkeiten für ein anderes Projekt, ich hatte viel spiralisierendes Zeug, weil so viele Sachen im Moment im Fluss sind. Kleines Highlight: für unseren grossen F2F Produktteamworkshop Anfang Dezember habe ich unsere Assistentin (sie ist GOLD!) um Unterstützung bei der Logistik (---> Raum für 20 Leute für 2 Tage...) und beim Teamdinner gebeten. Dadurch, dass ich das anreisse, kümmere ich mich direkt drum, dass nicht nur "die haben so ein geiles Cordonbleu" bei der Auswahl berücksichtigt wird, sondern auch die vegetarischen Alternativen. Stellt sich raus: mit 20 Leuten sind wir genug für ein fixes Menü und ich durfte vegi und Dessert auswählen. Das mit knurrendem Magen um 11 war schon schwierig (Wie, wählen? ALLES!)
Mittagessen mit neuem Kollegen (wir sind uns früher schon mal über den Weg gelaufen). Meine sozialen Filter sind grad nicht grad fully functional, weil ich etwas überlastet bin, glaube ich. Er hat mich etwas irritiert angeschaut, als ich meinte: "Und nach dem Essen machen wir noch eine Runde draussen, gell, reicht dir das Westerl dafür oder brauchst du deine richtige Jacke?" und ist folgsam die Jacke holen gegangen. Was ich gemeint habe: "Ich lauf nach dem Essen noch eine Runde, vllt hast du ja Lust mitzukommen, wäre praktisch, wenn das nicht dran scheitern würde, dass dir zu kalt ist". Wir sind dann sogar eine extra grosse Runde gelaufen :-) und keiner hat gefroren.
Heimradeln dann relativ früh, es war irgendwie die Luft raus ein bisschen. Daheim noch ein letztes Call (ein schon im April ausgeschöpftes Reisebudget hat im November lustige Auswirkungen, aber mein Chef ist pragmatisch (oder hat ein schlechtes Gewissen, mir eine 600CHF-Reise zu untersagen, nachdem ich als einzige des Teams dieses Jahr literally noch NIRGENDS war, letztes Jahr in Visp und Nürnberg, während der Rest der Abteilung munter um die Welt jettet. Also: Zagreb, ich komme.), im Baumarkt endlich Wintervlies für Olivenbaum und Palme kaufen, dann vegi Chicken für DEN MANGOSALAT einlegen und brutzeln.
Heute sind endlich mal alle daheim zum Essen, ich freu mich sehr.
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