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Sonntag, Oktober 30, 2022

301022 Yay, Winterzeit!

 Was habe ich mich gestern auf Ausschlafen UND eine Stunde längeren Tag gefreut! Und haha, er wurde noch viel länger als geplant, weil die Katzen Punkt 5:20h kurz vor Verhungern waren und um 5:38h unbedingt sofort rausmussten, weil der Tag sonst ohne sie losgeht. Ich habe dann auch grad geschaut, ob (ja) und wann (joa) und wie (iO) K1 nach Hause gekommen war, und dann hörte ich von draussen Katzengeschrei und musste dran denken, dass letztens mal jemand angeblich einen Fuchs in der Siedlung gesehen hatte und ob Füchse wohl Katzen fressen / angreifen, und dann kam Sansa schon wieder rein, weil es draussen kalt und nass war, und naja, dann war es eh schon 6:15h und eigentlich 7:15 und das ist ja fast halb halb acht und halb acht ist eh ausschlafen und dann mache ich mal Kaffee.

Danach schwang ich mich auf den Crosstrainer und holla, ich habe endlich meine Strampelenergie wieder! Es war mir ein Fest und ich hätte nach den 47min Lincoln Lawyer noch locker weitermachen können.

Stattdessen habe ich geschaut: auch L. schon wach, Jonny sass bei den Nachbarn im Garten, war also entweder siegreich oder zumindest unverletzt aus welcher Begegnung mit wem auch immer hervorgegangen. Ich duschte beruhigt, dann bereitete ich für uns zwe Frühaufsteher ein sehr feines Frühstück zu. Parallel startete ich die Pyrolyse des Backofens, weil sehr nötig (und ja, natürlich mit schlechtem Stromgewissen, ich rede es mir genau wie das Baden und das Wäschetrocknen damit schön, dass wir ja erstens selber Solarstrom produzieren (und das nicht zu knapp bei dem Wetter, weil der Hübsche mit dem Auto weg ist, können wir den nicht mal da zwischenparken) und zweitens seit noch länger auf Wasserstrom umgestellt haben, und deshalb da eh ein gutes Gewissen haben können. Naja).

Wir haben also Tee, Adoptiv-Mango, frischen Hefezopf, Hummus mit Unkraut Sprossen etc genossen, das war schon schön.

L. hatte noch recht viel für die Schule zu tun (Napoleon war ja schon eine beliebig unangenehme Person. Putin a la Francais, hm?), also suchte ich mir Sachen zum Erledigen, zB Wäschezusammenlegen, alle Sofakissen, deren Bezüge ich wegen Schmierigkeit gewaschen hatte, wieder neu beziehen (holla, sind die jetzt wieder schön!), überall staubsaugen lassen, den Balkon und den Vorgarten winterfest machen (die Kapuzinerkresse wuchert und blüht, genauso wie ich mir das für den Frühsommer und Sommer gwünscht habe, aber da kam nix. Naja, dann halt jetzt), Q. wecken und zur Party interviewen, und dann noch ein bisschen Geschichte üben.

Irgendwann war alles erledigt und L. fast fertig und es war immer noch erst eins. Meine Güte, wie toll das ist, wenn man so viel Zeit hat! Und ja, ich weiss noch sehr gut, wie mühsam und endlos das war, als ich nicht wegen Katzen und seniler Bettflucht so früh wach war, sondern unfreiwillig, weil die Kinder allerspätestens um halb sechs mehr als aufstehbereit waren und dann auf einmal war halb sechs halb fünf und noch nicht mal die Tankstelle hatte offen für frische Semmeln und Gipfeli und schon gar nicht konnte man Nachbarskinder zum Spielen rausläuten, weil kein normaler Mensch um halb sieben auf den Spielplatz geht, weil es immerhin schon so hell ist, dass man ungefähr die Spielgeräte unterscheiden kann. (Geht mir doch weg mit "buhuhuhuhu, jetzt wird es abends so früh dunkel" Es ist dunkel, wenn der Tag losgeht, und dunkel, wenn der Tag aufhört, das ist Winter auf der Nordhalbkugel! Nur dass halt nicht Winter ist, sondern eine Affenhitze)

Ich holte mir mein Ebike aus der Garage und radelte einfach drauflos, respektive die kleinen Strassen ins Hinterland, wo es unglaublich schön ist und ich mich viel zu wenig auskenne (ich habe zB eine Notschlachtstation gefunden, man weiss ja nie, wann man sowas braucht!). Dank Batterieunterstützung ist es mir total egal, ob es bergab oder bergauf geht und ich geniesse einfach nur die frische Luft und das Fahren (und ein bisschen anstrengend war es dann wohl doch oder einfach heiss, weil trotz Radeln nur im TShirt war ich danach ganz schön klebrig verschwitzt).

Danach war IMMER NOCH so viel Tag übrig, dass ich mich endlich in die Sonne auf der Terrasse setzte, mit Lebkuchen (schmierige Finger, weil sie so warm wurden) und Kaffee und meine Nägel lackierte, ausführlich telefonierte, dann mein aktuelles Buch fertiglas und dann war IMMER NOCH nicht Zeit zum Abendessen machen und ich immer noch nicht ansatzweise müde.

Hach, hach, das war (trotz grossen Hübschen-Vermissens) ein sehr, sehr schöner und voller und langer Tag. Ich sitze hier mit einem Glas Kung-Fu-Girl-Riesling in einem sehr sauberen (incl Sofakissen) und aufgeräumten Wohnzimmer, die Katzen sind daheim und happy, die Kinder auch, ich auch, nächste Woche wird für einige Familienmitglieder wegen Feier- und Brückentagen sehr entspannt, für alle die anderen wegen "Immerhin keine Tests" auch ein bisschen, für mich (bisher) nur nur positiv stressig, weil sich, das hatte ich ja noch gar nicht erwähnt, das eine Non-Issue (das ist eins meiner neuen Lieblingswörter, so schön passiv aggressiv), das mich ohne Witz seit ungefähr 2 Monaten um den Schlaf brachte, erledigt ist. Ich würde gern sagen "zur vollsten Zufriedenheit", aber ich tue mich tatsächlich schwer, das zu feiern oder so happy zu sein, wie alle, die meinen Kollegen und mich dazu beglückwünschen, weil: ein Non-Issue mit so viel Mühe und Arbeit und Nerven wie für ein mittleres echtes Issue zu erledigen, fühlt sich eher nach Fail als nach Win an. Aber: das Erledigtsein lässt die Woche sehr leicht erscheinen. (Und ich hatte ein schönes Beispiel für die Frage: "Erzähl uns doch mal ein Beispiel, was Dich an Deine Grenzen gebracht hat!")

Jetzt aber: Abendessen machen (recht früh, aber ich hab Hunger und bis ich fertig bin, ist es eh halb sieben). Ich hab richtig Lust auf Spaghetti: die Kinder haben sich Carbonara gewünscht, ich mache mir welche mit Artischocken / Knoblauch / Zitronen / Weissweinsauce und Parmesanhobeln, und danach werde ich mir die letzten beiden Folgen Lincoln Lawyer anschauen und dann habe ich das Strohwitwenwochenende auch schon überstanden. Ich freu mich RIESIG, wenn der Hübsche morgen zurückkommt! (Ich habe ewig nicht mehr so viel telefoniert wie dieses Wochenende!)

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