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Mittwoch, Januar 29, 2020

290120: Ich geh mit meheinem Kiiiiiiissen

Mehrfach aufgewacht, sogar ganz ohne Jonny-Beteiligung. Als er jedoch merkte, dass ich gegen fünf wach war, forderte er Frühstücksbegleitung ein. Doof: mir ist immer noch schwindelig beim Drehen.

Im Bad war ich dann so schnell fertig, dass ich mir bis abends nicht sicher war, ob ich irgendeinen zeitraubenden Schritt vergessen habe (an den kurzgeschnittenen Augenbrauen kann es ja kaum gelegen haben), aber scheints war sowohl Körperpflege als auch Kleidung zumindest sozial adäquat.

Zugchaos (oder das, was man in der Schweiz halt so nennt) in der früh: auf der einen Strecke war ein Zug liegengeblieben, so dass es sich ein wenig staute und meine eigentliche S-Bahn hatte so viel Verspätung, dass ich stattdessen die auf einer anderen Verbindung kommende 7 Minuten später nahm.

Der Arbeitstag gestaltete sich ungeahnt mühsam, weil ein gestern abend aufgepopptes zunächst mittel- bis egaldramatisch eingeschätztes Problem über Nacht zu einem "OMG, WIR MÜSSEN DAS SOFORT REGELN, sonst Weltuntergang!"-Problem angewachsen war. Auch das wäre verhalten zähneknirschend noch erledigbar gewesen, was mich aber an die Grenzen meiner "Für die Sache reissen sich jetzt alle zamm und wir bügeln das gemeinsam aus"-Einstellung brachte, war die Reaktion der objektiv gesehen das Problem durch einen Flüchtigkeitsfehler verursacht habenden Person. Ohne auch nur ansatzweise "angeklagt" oder verantwortlich gemacht worden zu sein, schaffte sie es den ganzen Tag nicht, aus der "Aber eigentlich bin ich nicht wirklich schuld, weil ABCDE"-Rolle rauszukommen und halt einfach dafür zu sorgen, dass das wieder glattgezogen wird. Es war so ein bisschen wie: Das Haus steht in Flammen, aber anstatt dass alle löschen, erklärt der, der die Herdplatte vor den Ferien nicht abgestellt hat, dass das auch nicht wirklich sein Job war und hält auch alle anderen so vom Löschen ab. Letzten Endes hat es geklappt, aber es war erstens total unnötig und zweitens unnötig mühsam.

Nun gut. Aber: zwischendrin habe ich mein orthopädisches Nackenkissen abgeholt. Ja, es ist soweit, ich habe in einem Sanitätshaus eingekauft. Für mich. Es war ein sehr skurriler Laden, der mir von dr Physiotherapeutin empfohlen wurde, und weil ich aus Versehen den Zettel, auf den sie mir das mit Bleistift aufgeschrieben hatte, mitgewaschen habe, konnte ich es nicht mehr wirklich gut lesen und habe statt "Forum xyz" nach "Studio xyz" gegoogelt. Kaum zu glauben, was für unterschiedliche Resultate man da bekommt. Für den Fall, dass ich mal einen Saunaclub, Massagen (ich nehme an, andere als bei der Phyiso-Frau), Liebesdienste brauche, weiss ich, wo suchen.
Das "Forum" war dann ein Laden voller Betten (jajaja) und Bürostühle und der sehr betagte, sehr nette Inhaber liess mich erst die annähernd passende Testmatratze aussuchen, dann testete ich eine ganze Reihe verschiedener Kissen aus. Es war überhaupt nicht toll, dass mir beim Umdrehen so unglaublich schwindlig wird, ich hätte ihm fast auf die frische Matratze und das (ich nehme an, defaultmässig mit einem Handtuch abgedeckte) Testkissen gekübelt....
Irgendwann dann: fertig, ich habe jetzt ein "Deluxe-Gelkissen", immerhin achsensymmetrisch, so dass ich nicht bei jedem Umdrehen auch das Kissen umdrehen muss. Den Rest des Tages stand die Kissentasche sehr verführerisch neben meinem Schreibtisch und zwischendrin hätte ich mich gern mal einfach hingelegt....

Heimweg im strömenden Regen, im Zug sass ein sehr ungnädiges Kleinkind, das seinem Unwillen sehr lautstark Ausdruck gab. Ich fand das gar nicht schlimm, mir tat vor allem die Mutter leid, die durch die schiere Anwesenheit der Pendlermengen sehr gestresst war, obwohl keiner was sagte oder sich offensiv gestört fühlte. Das Kind steuerte allerdings Frequenzen an, die mich ab einer gewissen Lautstärke tatsächlich rein physisch zusammenzucken liessen, was mir sehr unangenehm war, ich wollte ja schliesslich nicht zum Stress beitragen. Irgendwann fand das Kind mein Zusammenzucken und das darauffolgende ostentative breite Grinsen so lustig, dass es mit Kreischen aufhörte und zu kichern begann. Das war schon ein bisschen niedlich und ich wurde dann beim Aussteigen sogar mit freundlichem Winken verabschiedet.

Daheim wartete ein angekündigtes Gespräch, das mir ein wenig Bauchschmerzen bereitet hatte, aber: recht grundlos, alles gut, alles im grünen Bereich. Phew.

Wegen Tralalala und man will ja nicht riskieren, dass am letzten Tag noch was abfällt und Parkett oder mich kaputt macht, auf eine allerletzte Ehrenrunde auf dem Crosstrainer verzichtet, stattdessen mit dem Hübschen schwatzend gemeinsam Abendessen vorbereitet.

Jetzt fahre ich dann gleich in die Pampa, Q. vom Sport abholen und dann ruft die Couch aber schon echt ganz schön laut.....

Gegessen:
Granola/Joghurt/Früchte
Irgendwas mit Auberginen und Schälerbsen und Kartoffeln, war nix, und die Kartoffeln nicht durch
Brotzeit und Salat mit Ofengemüse

Gelesen:
"Oxen" 4

Gesehen:
"Vikings"

Stressleveldurchschnitt gestern: 23
Selbstbeweihräucherung: über meinen Höflichkeitsschatten gesprungen und jemand von seiner Vorgesetzten aus einem Meeting holen lassen, weil ich dringend SOFORT eine Unterschrift brauchte